Tugend 7: Gottesverbundenheit

Die Wesenheit „Gott“ ist die höchste Macht und Kraft in diesem Universum. In dieses Kraftfeld gehören auch die höchsten Engel sowie die aufgestiegenen spirituellen Meister, unter anderem Jesus Christus, Maria, Buddha, Hermes Trismegistos, Saint Germain. Sie alle verfügen über Mächte und Kräfte, über die kein Mensch und auch kein SGW verfügt. Aus diesem Grunde tut jeder Mensch/jedes SGW gut daran, sich mit diesen Mächten und Kräften zu verbinden und ein Leben in Gottesverbundenheit zu führen.

Wer mit den höchsten Mächten und Kräften durchs Leben geht und sich von ihnen führen lässt, der hat einen starken Helfer und Beschützer an der Seite, der ihm Sicherheit, Geborgenheit und Hilfe in allen Lebenslagen gibt. Wer mit Gott und Seinen höchsten Mächten und Kräften durchs Leben geht, ist frei von Ängsten.

Ängste entstehen nur, wenn der Mensch ein Leben ohne Gott und ohne die höchsten Mächte und Kräfte führt. Dann ist der Mensch auf sich allein gestellt, auf seine begrenzten menschlichen Kräfte und Fähigkeiten und auf die Führung seines Egos. Doch das Ego ist nur ein aufgeplusterter Zwerg, ein Feigling, der dem Menschen keine wirkliche Sicherheit und Hilfe geben kann. Das Ego ist ein Angsthase. So ist immer dann, wenn der Mensch Angst empfindet – egal, um welche Angst es sich handelt – das Ego am Werk. Denn, wenn der Mensch in Gott und in der Gottesverbundenheit ist, kennt er keine Angst.

Gottesverbundenheit setzt voraus, dass der Mensch an Gott bzw. an die höchsten Führer dieses Universums, die im Kraftfeld Gottes sind, glaubt. Der eine Mensch wird mehr den direkten Kanal zu Gott haben, der andere mehr zu Jesus Christus, wieder ein anderer mehr zu Buddha. Jede dieser Verbindungen ist ein Kanal zu Gott.

Vor dem Glauben steht das Wissen um diese höchsten Wesenheiten und das Bewusstsein, dass es diese Wesenheiten gibt. Denn wer nicht um sie weiß und sich ihrer nicht bewusst ist, kann auch im Bedarfsfall nicht auf sie zurückgreifen, um sich mit ihnen zu verbinden.

Wissen, Bewusstsein und Glaube an die höchste Macht und Kraft Gottes und der IHN umgebenden höchsten Wesen dieses Universums sind die Grundlagen für die Gottesverbundenheit. Hinzu muss die Bereitschaft des Wesens kommen, sich diesen Wesen zu unterwerfen und ihnen die übergeordnete Führung im eigenen Leben zu übertragen. Dies setzt Hingabe und Demut des Wesens voraus. Weiterhin setzt es Vertrauen des Wesens in die Macht und Kraft Gottes sowie in Seine Führung voraus.

Um in die Gottesverbundenheit zu gelangen, muss ein Wesen seine eigene Führung bzw. die Führung durch sein Ego und sein Super-Ego aufgeben bzw. abgeben und es muss sich statt dessen der Führung Gottes unterwerfen.

Um sich unterwerfen zu können, muss das Wesen an den Punkt der großen Erkenntnis kommen. Es muss erkennen, dass seine eigenen Kräfte und Fähigkeiten bzw. die seines Egos und Super-Egos begrenzt sind und dass es mit diesen begrenzten Fähigkeiten immer wieder Ängste und Unsicherheiten haben wird. Als Folge davon wird es immer wieder zu beträchtlichen Problemen in bestimmten Lebenssituationen kommen.

Solange das Wesen belastungsfähig ist, wird es die Belastungen und „Schmerzen“ aus diesen Lebenssituationen ertragen können. Irgendwann jedoch wird es an die Schmerzgrenze oder „Genuggrenze“ kommen. An diesem Punkt ist das Maß des Ertragen-Könnens und der Ertragens Bereitschaft voll. In diesem Moment entsteht die Bereitschaft, die eigene Führung bzw. die Führung durch das Ego aufzugeben und sich unter die Führung der Macht und Kraft zu stellen, die die höchste in diesem Universum ist: Gott bzw. Seine höchsten Wesenheiten.

Dieser Akt der Unterwerfung ist scheinbar eine Niederlage des Menschen und seines Egos, jedoch ist es in Wirklichkeit ein weiser Entschluss. Die Weisheit liegt darin, dass man die Trennung von der höchsten Macht und Kraft, die man einst vollzogen hat, aufgibt und sich wieder mit dem göttlichen Ur-Wesen (Gott) vereinigt, mit dem man von Natur aus vereinigt war. Jedoch hat man durch den Fall in das Ego und Super-Ego geglaubt, diese höchsten Macht und Kraft nicht mehr brauchen zu müssen, weil man selbst so stark sei. In diesem Moment erkennt der Mensch, dass die vermeintliche Stärke des Egos bzw. Super-Egos nur eine Pseudo-Stärke war, die ebenso Grenzen hat wie die eigene menschliche Stärke. Man erkennt: Die einzige und wahre Stärke liegt in der höchsten Macht und Kraft Gottes und Seiner höchsten Universumsengel und spirituellen Meister.

Dieses Erkennen und Begreifen ist ein großer Schlüssel auf dem Weg zu Gott – sei es, um in IHN/ES aufzusteigen und/oder für IHN/ES zu arbeiten. Jedoch braucht man, um den Schlüssel anwenden zu können, die richtige Tür bzw. das entsprechende Schloss dazu. Nur mit beidem kann man in eine neue Dimension des eigenen Lebens und Seins eintreten.

Wer sich der Führung Gottes unterwirft und Gott sein Leben übergibt, sich IHM und Seiner Führung anvertraut, muss absolutes Vertrauen in Gott haben und darin, dass ihm die Lösung für eine Lebenssituation gegeben wird, die für alle Beteiligten die richtige ist. Er muss sich bewusst sein, dass Gott ihn nicht bevorzugen wird und nur ihm Gutes geben wird. Die Führung unter Gott bedeutet, dass göttliche Gerechtigkeit geübt wird, dass der übergeordnete Lebensplan des Menschen/SGW berücksichtigt wird, dass die Lernaufgaben des Menschen/SGW zugrunde gelegt werden, dass karmische Ursachen berücksichtigt werden usw. So kann die Entscheidung Gottes, die in einer Lebenssituation gefällt wird, dem Wesen nicht unbedingt gefallen, sie wird aber die beste sein, die ihm und seiner Inkarnation angemessen ist. In jedem Fall wird sie dem Wesen und der Situation wohl tun und den darin vorhandenen Knoten auflösen, so dass das Wesen auf seinem Lebensweg wieder voranschreiten kann.

Wenn sich ein göttlicher Mitarbeiter, z.B. aus der Engels-Hierarchie, Gott unterwirft und sich Seiner Führung anvertraut, muss er ebenfalls vollstes Vertrauen darin haben, dass sein weiterer Weg so kommen wird, wie die göttliche Führung dies für richtig hält. Ein göttlicher Mitarbeiter wird durch den Akt der Unterwerfung nicht sogleich Fähigkeiten erhalten, die seiner Engels-Natur entsprechen. Eine solche Erwartung käme aus dem Ego, was wiederum bedeuten würde, dass sich der göttliche Mitarbeiter nicht ehrlich Gott unterwirft, sondern weil er sich erhofft, dadurch bestimmte Schwächen überwinden und an Fähigkeiten gelangen zu können, an die er sonst nicht käme. Gott sieht in die Herzen der Menschen/SGWs und sieht, welche Absicht hinter der Unterwerfung steht.

Um in Gott und Seinen höchsten göttlichen Mächten und Kräften leben zu können, muss eine absolut ehrliche Unterwerfung unter Gott stattfinden, in der die Erkenntnis eingebrannt ist, dass nur ein Leben mit Gott und im Bewusstsein der Gottesverbundenheit ein wahrhaftes Leben ist. So wie Kinder in der Trotzphase nicht mehr an der Hand ihrer Eltern gehen wollen, weil sie sich selbst stark fühlen, wollte man das selbst auch vor langer Zeit: man wollte nicht mehr an der Hand Gottes gehen. Nun aber ergreift man wieder die Hand Gottes, weil man die Erfahrung des Alleinseins – eines Lebens ohne an der Hand Gottes zu sein – gemacht hat. Man hat dadurch erfahren, dass das einen stetigen Kampf bedeutet, und dass es viel leichter und entspannter ist, an der sicheren und starken Hand Gottes zu gehen, die einem den Weg ebnet.

Die Unterwerfung unter Gott bedeutet, dass man SEINE Hand wieder ergreift, dass man sie gerne nimmt, weil man sie zu schätzen weiß, weil man erkannt hat, dass sie einem Gutes will, dass sie nicht dogmatisch ist, sondern etwas Liebevolles, Fürsorgliches ist. Jedoch klammert man nicht an der Hand Gottes, wie ein Ertrinkender, sondern man geht mit dieser mit und schwimmt im göttlichen Strom. Danke Gott, dass ich diese Erfahrung machen durfte! Danke Gott, dass es DICH gibt!

Mit dem Akt der Unterwerfung und dem Ergreifen der Hand Gottes, erfährt der Mensch eine enorme Erleichterung in seinem Leben. Er kann aufatmen und wieder frei durchatmen. Er kann loslassen, geschehen lassen und zulassen. Er muss sich nicht mehr sorgen. Er braucht keine Angst mehr haben – vor nichts und niemanden. Er lebt in dem Bewusstsein, dass alles, was kommt – das Gute wie das Schlechte – richtig ist und von der Weisheit und Kraft Gottes geführt und gelöst wird.

Ein Leben in der Gottesverbundenheit bedeutet jedoch nicht, dass der Mensch fortan nichts mehr tun muss und er alles Gott überlassen kann. Es ist vielmehr ein Leben mit Gott, eine kontinuierliche Kommunikation, die stattfindet, die dem Menschen Impulse sendet, was er in einer bestimmten Situation zu tun hat und wie er sich zu verhalten hat, damit diese „richtig“ gelöst wird. Das ausführende Organ bleibt weiterhin der Mensch, jedoch ist das, was er tut, von der Weisheit und der Kraft Gottes gefärbt. In sehr schwierigen Situationen kann der Mensch ganz gezielt Gott anrufen und um SEINE Hilfe bitten. Danach tut der Mensch gut daran abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln, ohne mit seiner Ungeduld und mit seinen negativen Emotionen die Entwicklung zu forcieren. So kann von höherer, übergeordneter Warte aus eine geeignete Lösung geschaffen und geschickt werden. Ein Leben in der Gottesverbundenheit kann sehr vielfältig aussehen.

Über allem jedoch steht das Bewusstsein des Menschen und seines SGWs, dass man an der Hand Gottes geht und Gott SEINE Hand über das eigene Leben hält, es beschützt und es führt. Die Fürsorge und Liebe Gottes zu spüren, mit der man durchs Leben geht und die über das eigene Leben wacht, ist ein wunderbares Lebensgefühl.

Wie anders ist es dagegen, wenn dies nicht so ist. Wie fühlt sich der Mensch oft klein, schwach, unbeschützt, ohne Orientierung, ohne Führung, unsicher, angreifbar, hilflos. Ständig muss er auf der Hut sein, dass ihm andere nicht Böses wollen. Ständig muss er um sein vermeintlich gutes Recht kämpfen. Ständig muss er sich gegen Angriffe von Außen verteidigen. Ständig hat er Angst vor Verlust, Diebstahl und Verlassenwerden. Dieser Alleinkampf kostet ihn sehr viel Kraft und laugt ihn oft aus, so dass er erschöpft und müde ist. Selten kann er loslassen; statt dessen ist er ständig angespannt und körperlich verspannt.

Ein Leben in der Gottesverbundenheit dagegen ist entspannt, gelöst und harmonisch. Wenn es angespannt ist, dann ist es positiv und förderlich angespannt. Da wenig Energie für Negatives vergeudet wird, kann sie für positive Dinge eingesetzt werden. Der Mensch fühlt sich nicht allein oder allein gelassen, sondern er spürt beständig die starke Gegenwart von Gott, der ein Teil seines Lebens ist. Es ist wie in dem Film „Crocodile Dundee“, wo Mick zu seiner eigenen Gottesverbindung sagt: „Yep, me and God we ‚d be mats.“ (zu deutsch: „Gott und ich sind Kumpel“).

Eine lebendige Gottesverbundenheit ist nichts Sprituell-Abstraktes; sie ist vielmehr etwas Lebensnahes. Es ist so, als habe der Mensch durch seine Unterwerfung unter Gott, Gott in sein Leben und damit in diese irdische Welt geholt. Gott ist dadurch nicht irgendwo dort oben im Himmel, sondern Gott wird auf diese Weise Teil dieser Welt und der Menschen, die in dieser Welt leben. Wenn es keine Gottferne mehr gibt, dann gibt es auch keine Angst, denn wer in Gott ist und IHM nahe ist, hat keine Angst.

Je mehr Menschen in der Gottesverbundenheit leben, um so mehr ist Gott in dieser Welt präsent, weil SEIN Geist, SEINE Liebe, SEIN Frieden, SEIN Licht über diese Menschen in diese Welt fließen und dort ihre Wirkung entfalten können.

Es gibt keinen größeren Akt der Liebe zu Gott und dieser Welt, die auch seine Schöpfung ist, als in der Gottesverbundenheit zu leben. Indem ein Mensch sich Gott unterwirft und in die Gottesverbundenheit eintritt, ermöglicht er Gott, nicht nur in seinem eigenen Leben zu wirken, sondern auch durch den Menschen selbst in dieser Welt zu wirken, denn alles, was wir tun, hat auch immer eine Auswirkung auf ein Größeres.

Somit ist der Akt der Unterwerfung unter Gott und der Eintritt in die Gottesverbundenheit ein Akt der Weisheit und der Liebe, denn der Weise weiß, dass er mit diesem Akt nicht nur sich selbst, sondern auch dieser Welt und allen Wesen etwas Gutes tut: er öffnet Gott und den höchsten göttlichen Mächten und Kräften die Tür in diese Welt und zu den Menschen, die in dieser Welt leben. Das ist wahrhafte Liebe und Hingabe: sich selbst und sein eigenes Ego hingeben, um ein Kanal für Gott und Seine höchsten göttlichen Kräfte zu werden und zu sein. Man wird dann ein Glas, das gefüllt ist mit der Liebe Gottes. Der Krug des Egos ist zerbrochen.

Wenn ein Mensch aus dem Ego-Bewusstsein, in welchem sein Ego und das darüber stehende Super-Ego des Anti-Gottes, heraustritt und es ablegt, und statt dessen in das Gottes-Bewusstsein, in welchem Gott die höchste Macht und Kraft ist, eintritt, verschiebt sich sein ganzes Leben und Sein um 180 Grad. Es ist so, als ob der Mensch aus der Verblendung herausfällt bzw. sich heraus begibt, in der er lange Zeit gelebt hat. Denn zu glauben, dass das eigene Ego und das Super-Ego die höchste Macht und Kraft seien, ist die höchste Verblendung, die es gibt. Es gibt nur eine einzige höchste göttliche Macht und Kraft und diese heißt „Gott“. Gott ist der Universums-Erschaffer und der Universums-Lenker. Um IHN sind seine höchsten Engel und die aufgestiegenen spirituellen Meister, die in Seinem Kraftfeld im Herzzentrum leben.

Solange der Mensch (und sein SGW) in der Verblendung lebt, dass Gott keine Bedeutung hat, dass der Mensch sehr wohl ohne Gott leben kann, ist er getrennt von Gott und Seinem Kraftfeld. Diese Separierung von Seiner „göttlichen Hand“, die ihn sonst führt und erhält, führt zu einem dauerhaften Angstzustand, in dem der Mensch (und sein SGW) lebt. Ständige Ängste werden und sind der Dauerbegleiter eines Menschen (und seines SGWs) in seinen gesamten Inkarnationen, die von Verblendung bestimmt sind.

Diese Verblendung dauert so lange, so lange der Mensch (und sein SGW) nicht erkennt, dass weder ihm noch seinem Ego irgendwelche höheren Kräfte zu eigen sind und dass er mit den geringsten und niedersten Kräften operiert. Ständige Gefühle von Ohnmacht, Hilflosigkeit und Unsicherheit sind die Folge davon. Ausrufe wie: „Ich kann das nicht!“ oder: „Ich schaff das nicht!“ begleiten den Menschen durch das gesamte Leben, drücken ihn nieder und machen sein Leben zu einem ewigen Kampf ums Überleben im Strudel der 3-D-Welt.

Dies geht solange, bis der Mensch nicht mehr kann und nicht mehr will, wo er sich besinnt. Er besinnt sich auf eine höhere Macht und Kraft, auf Gott und macht sich auf den Weg, sich dieser höchsten Macht und Kraft anzunähern, um sich mit ihr (wieder) zu verbinden.

Man legt die Rolle des überheblichen, hochmütigen Egoisten ab, der glaubt, er habe die Stärke, alles alleine zu bewältigen, beugt den hoch erhobenen Kopf, verneigt sich vor der höchsten Macht und Kraft in diesem Universum – vor Gott. Und ist dieser Schritt schon einmal getan, kann der nächste erfolgen: das sich Niederknien vor Gott, das Niederwerfen. Damit setzt man das Zeichen, dass man sich Gott ergibt und Seine höchste Macht und Kraft anerkennt, die man bis dahin ignoriert hat und über die man sich bis dahin voller Arroganz erhoben hat.

Dieser Akt, der wie eine Niederlage des Menschen (und seines SGWs) wirkt, ist jedoch in Wirklichkeit die Befreiung aus der Verblendung und die Rückkehr bzw. der Eintritt in die Liebe Gottes, in SEIN höchstes Kraftfeld. Es ist der Akt des Friedens und der Versöhnung zwischen dem Menschen/SGW und Gott. Es ist der Beginn eines neues Lebens in Verbundenheit mit Gott, ein Geführtwerden von IHM – mit dem stärksten „Kumpel“, den ein Mensch/SGW an seiner Seite haben kann.

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