Tugend 6: Beharrlichkeit

Beharrlichkeit ist eng verbunden mit Beständigkeit, Kontinuität, Zielstrebigkeit. Ein Wesen, das beharrlich seinen Weg geht, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, ist wie ein Schiff, das auf dem Ozean des Lebens kontinuierlich voran fährt, ohne sich von Stürmen oder wilden Wogen abbringen zu lassen. Es bleibt auf seinem Kurs und ist voller Entschlossenheit, seinem Ziel näher zu kommen und es zu erreichen.

Beharrlichkeit setzt voraus, dass das Wesen ein Ziel hat, auf das es zusteuert. Dies kann auf der menschlichen Ebene ein irdisches Ziel sein, beispielsweise der Aufbau eines Umweltschutzprojektes, verbunden mit dem Ziel, eine bedrohte Landschaft zu schützen und zu erhalten. Auf der SGW-Ebene kann es das Ziel sein, in ein höheres, göttliches Bewusstsein einzutreten, also von der 4-D in die 6- oder 7-D zu gelangen, um seinen Aufstieg in die spirituellen Meister oder Gott zu machen. Für einen göttlichen Mitarbeiter kann es das Ziel sein, seinen göttlichen Auftrag, z.B. die Weisheit seines spirituellen Meisters zu verbreiten oder den Strahl der barmherzigen Liebe in die Welt zu lenken.

Um das jeweilige Ziel zu erreichen, braucht das Wesen Beharrlichkeit. Sie ist der Garant oder stabilisierende Faktor, der im Falle von Gefahren, Hindernissen oder Verlockungen dafür sorgt, dass das Wesen nicht von seinem Zielweg abweicht oder in die Irre gelangt.

Beharrlichkeit ist mit der festen Absicht verbunden, das Ziel zu erreichen und den Weg dorthin durchzuhalten und zu absolvieren. Beharrlichkeit ist der feste Glaube an die eigenen Kräfte und das eigene Durchhaltevermögen, ferner ist sie auch der feste Glaube an die höchste Macht und Kraft in diesem Universum, auch Gott genannt, von der man auf diesem Weg geführt und beschützt wird.

Bei Beharrlichkeit müssen wir zwischen der Ego-Beharrlichkeit und der göttlichen Beharrlichkeit unterscheiden. Bei einer Ego-Beharrlichkeit strebt das Wesen ein Ego-Ziel an und setzt seine Ego-Energie, die Wurzeln des Übels sowie die Todsünden ein, um sein Ziel zu erreichen. Dies kann scheinbar ein gemeinnütziges Ziel sein, wie z.B. ein Umweltschutzprojekt, jedoch versteckt sich dahin ein Ego-Ziel, wie beispielsweise Steigerung des Ansehens, Imagepflege oder sonstige Imagepflege.

Alle Bemühungen eines Wesens auf seinem Zielweg sind vergebens, wenn die Wurzel der rechtschaffenen, göttlichen Beharrlichkeit fehlt. Wer diese nicht erwirbt und in seinem Herzen verankert, für den sind alle Anstrengungen vergebens.

Die göttliche rechtschaffene Beharrlichkeit ist der gerade göttliche Weg der Rechtschaffenheit auf dem Weg zu Gott AMA, denn dieses Ziel sollte das höchste Ziel jedes Wesens sein. Damit verbunden ist das System der rechtschaffenen, tugendhaften Werke. Ob Handlungen als rechtschaffene, tugendhafte Werke gelten können, hängt von zwei Voraussetzungen ab, nämlich davon:

1. ob sie dem göttlichen Befehl Gottes höchste Achtung zollen, d.h. Die Gebote und Gesetze Gottes in vollkommener Demut und mit größter Gewissenhaftigkeit erfüllen und

2. sich Gottes Geschöpfen gegenüber mitfühlend und gütig zu zeigen, d.h. allem göttlich Erschaffenen um seines Erschaffers willen Liebe, Zuneigung und Barmherzigkeit entgegen zu bringen.

Rechtschaffene Beharrlichkeit besteht darin, die Liebe zu Gott AMA und Seinen spirituellen Meistern stets frisch und lebendig zu halten, indem man danach strebt, sein Bewusstsein genauso in die höheren Dimensionen zu verlagern wie einst die spirituellen Meister. Auf diese Weise hat man Anteil an dem göttlichen Strahl seines spirituellen Meisters und seiner beispielhaften göttlichen Persönlichkeit, um dessen vorbildhafte göttliche Charakterzüge in sich zu verwirklichen. So wird man selbst nach und nach eine erleuchtete Person. Voraussetzung dafür ist, dass man nach dem Geist der heiligen Schriften der spirituellen Meister und der göttlichen Gesetze lebt, sich den irdischen Sinnen und Genüssen des Egos und des Super-Egos fernhält, um auf diese Weise die Dienerschaft und die Gotteserkenntnis zu erlangen. Die Wurzeln des Leides und die Angst des Egos und des Super-Egos haben dann keine Macht mehr über einen solchen Menschen.

Jedes Wesen sollte deshalb, um sich seiner Zielrichtung zu vergewissern, d.h. ob es Richtung göttliche oder anti-göttliche Dimensionen strebt, und um die Wurzel der rechtschaffene göttliche Beharrlichkeit in seiner Seele zu festigen, stets gewissenhaft seine innere Welt aus KW, Ego, Super-Ego und SGW beobachten und wer oder was gerade präsent ist. Dazu ist der innere Beobachter ein wichtiges Instrument und Hilfsmittel. Durch die ständige gewissenhafte Beobachtung lassen sich alle Abweichungen auf dem göttlichen Pfad und dem Weg der Wurzeln des Göttlichen sofort erkennen und verhindern. Deshalb ist neben der Notwendigkeit einer absoluten Übereinstimmung mit den göttlichen Geboten und den tugendhaften Handlungen auch die ihnen zugrunde liegende Absicht zu beachten, nämlich, ob sie tatsächlich in Aufrichtigkeit und ausschließlich für Gott AMA und die göttliche Arbeit verrichtet werden, oder nicht. Andernfalls handelt es sich um unaufrichtige Ego-Taten, die nicht über die Stufe nutzloser Energievergeudung des Egos hinausreichen.

Im Dunklen Zeitalter, in dem sich die Menschen ganz dem Streben nach materiellen 3D-Dingen und den Wünschen und Begierden des Egos und der Wurzeln des Leides hingegeben haben, überträgt Gott AMA besonders den zu diesem Zweck gesandten, rechtschaffenen und beharrlichen göttlichen Mitarbeitern die Aufgabe der Schulung der Menschen, um sie wieder zurück zu göttlichem SGW-Bewusstsein und Tugendhaftigkeit zu führen. Ihre Aufgabe ist es, den Menschen rechtschaffene, göttliche Beharrlichkeit zu lehren und an der Transformation ihres Egos und Super-Egos mitzuarbeiten. Diese göttlichen Mitarbeiter lassen sich durch nichts und niemand von ihrem göttlichen Auftrag abbringen.

Die meisten Menschen können nicht zwischen dem unterscheiden, was ihr SGW möchte, oder dem, was ihr Ego will. Sie erkennen nicht, ob ihre Wünsche göttlichen oder anti-göttlichen Ursprungs sind, weswegen sie auch nicht zwischen Schwingungsanstieg und Gottesverbindung und zwischen Schwingungsabfall und Anti-Gott-Verbindung erkennen können. Deshalb sollte sich jeder Mensch daran halten, was Gott AMA ihm durch Seine Gesetze und die Wurzeln des Göttlichen befohlen hat, und das unterlassen, was Er verboten hat. Das ist vollkommene Gottesdienerschaft und Beharrlichkeit auf dem spirituellen Pfad!

Ein Wesen ist nicht wirklich in der Lage, in die höheren göttlichen Dimensionen der Angstlosigkeit einzutreten, bevor es nicht die Liebe zu Gott AMA über seine Liebe zur Angst gestellt hat. Dazu ist es unerlässlich, dass es Gott AMA in gebührender Weise mit den Eigenschaften der Ehrfurcht und Ehrerbietung kennt und verehrt. Aus dieser Perspektive betrachtet, besteht der göttliche Weg der Angstlosigkeit, der Beharrlichkeit und der Rechtschaffenheit in der Gotteserkenntnis und im Bewusstsein, dass man selbst Teil Gottes ist. Denn das Wesen, dem die göttliche Erkenntnis Gottes zuteil geworden ist, richtet sein ganzes Leben danach aus, entsagt den Wurzeln des Leides, seinem Ego, seinem Super-Ego und den Versuchungen des Anti-Gottes und lebt in einem Zustand ausschließlichen und bedingungslosen Strebens nach dem Wohlgefallen von Gott AMA, Seines allmächtigen Schöpfers.

Das Herz eines solchen Menschen wird dann zu einem Schauplatz der göttlichen Manifestationen der Strahlen der Liebe, des Lichts und des Friedens Gottes. In diesem Zustand eröffnet sich dem Wesen, jenseits der für die irdischen Augen sichtbaren äußeren Umgebung der Maya, ein Fenster zur Welt des Göttlichen, und es wird selbst zum Buch eines mit göttlicher Weisheit und majestätischer Würde erfüllten vollendeten göttlichen Universums.

Hierfür ein Beispiel: Ein Weiser sah einmal den Anti-Gott im Traum, welcher ihm große Angst einjagte, und versuchte verzweifelt, ihn mit seinem Stock zu schlagen. Daraufhin sprach der Anti-Gott: „O Mensch, vor deinem Stock fürchte ich mich nicht! Denn dieser Stock gehört zu den materiellen Erscheinungen der äußeren Welt des Egos und der Maya. Was ich indessen fürchte, sind die Strahlen der Sonne des göttlichen Lichts der Beharrlichkeit und Weisheit, die von den göttlichen Dimensionen der Gotteserkenntnis her die Herzen erfüllt und darin alles außer Gott AMA verbrennen und zunichte macht.“

So ist die Basis der göttlichen Beharrlichkeit immer die Gotteserkenntnis, welche auf der Niyama Ishvara Pranidhana, der Gotteshingabe, basiert. Denn mit der Hingabe an Gott AMA wächst die Fähigkeit im Menschen, alles in Seiner göttlichen Vollkommenheit und Weisheit zu erkennen. Dies bringt die Vollkommenheit des göttlichen Wesens auf dem spirituellen Pfad.

Ishvara Pranidhana beinhaltet auch das tiefe Vertrauen in Gott AMA und Seine Schöpfung, die den Menschen führt und ihm hilft und ihm trotzdem in gewissen Bereichen die freie Wahl lässt, wie er sein Leben gestalten möchte – und die ihn auch nicht aufgibt und fallen lässt, wenn er eine scheinbar falsche Entscheidung getroffen hat!

Wer im Bewusstsein der Gotteshingabe lebt, verspürt keine Angst mehr. Alle Ergebnisse des Handelns werden losgelassen und an Gott AMA, die höhere Instanz, abgegeben. Trotzdem werden die Tätigkeiten in voller Verantwortung mit größtmöglicher Aufmerksamkeit, Achtsamkeit, Konzentration und Beharrlichkeit durchgeführt. Dabei fallen aber alle Abgrenzungen der Maya und falschen Ego-Identifikation ab, ebenso das Gefühl, der Macher in den polaren Kräften zu sein. Die Ergebnisse des Handelns binden den Menschen folglich nicht und verursachen auch kein Leid, keine Angst, keine Gier und keinen Hass.

Hierbei ist es wichtig zwischen verblendeter Angstlosigkeit des blinden Egos und wahrer Angstlosigkeit des göttlichen SGWs, das in Gott ist, IHM vertraut, aber gleichzeitig auch die göttliche Wahrheit erkennt und sich dementsprechend verhält, zu unterscheiden. Ein spiritueller Meister sprach einst zu seinem Schüler: „Alles Lebende ist Gott.“ Der Schüler verstand dies dem Wortlaut nach, nicht aber dem wahren geistigen Sinn nach. Eines Tages begegnete ihm auf seinem Weg ein Elefant. Der Elefantentreiber schrie laut von seinem hohen Sitz aus: „Geh weg, pass auf!“ Der Schüler dachte innerlich: „Ich bin Gott, genauso ist der Elefant Gott. Warum sollte sich also Gott vor sich selbst fürchten?“ Da er so dachte, bewegte er sich nicht von der Stelle. Da hob ihn der Elefant mit seinem Rüssel hoch und warf ihn hart auf die Seite. Der Schüler wurde ernsthaft verletzt und ging zu seinem Meister zurück, um ihm das Erlebte zu berichten. Der Meister sagte: „Natürlich ist Gott in dir und du bist ein Teil Gottes Gott, und auch im Elefanten ist Gott und er ist ein Teil Gottes. Aber genauso hat Dich Gott in Form des Elefantentreibers von oben gewarnt, diesem Elefanten auszuweichen. Warum hast du nicht mit deinem stolzen Ego, das meinte vor nichts Angst haben zu müssen, auf seine Warnungen gehört?“

Die göttliche Beharrlichkeit basiert auf dem göttlichen Urvertrauen, d.h. man akzeptiert, dass alles, was im Leben passiert, seinen Sinn hat. Dabei verhält man sich nicht aber nicht tatenlos oder lässt alles geschehen, sondern greift aktiv ein und steuert nach bestem Wissen und Gewissen bestimmte Situationen. Wenn man das göttliche „SoSein“ akzeptieren kann und sich mit seinem Ego nicht dagegen stellt, sondern Gott AMA vertraut und beharrlich auf seinem spirituellen Pfad der Transformation und Gotteserkenntnis voranschreitet, kann man unbeschwert und angstfrei leben. Denn nur das Ego hat Angst vor dem Ungewissen und der Zukunft der Maya, nicht das göttliche SGW, das in Gott AMA schwingt.

Göttliche Beharrlichkeit bedeutet, liebevoll mit höchster Präzision zu handeln und in allem auf der Basis des bis jetzt erlangten Wissens das Beste zu geben. Beharrlichkeit heißt aber auch, seine eigenen Fähigkeiten immer mehr zu erweitern und zu verfeinern, so dass sie immer klarer, präziser und göttlicher werden. Beharrlichkeit ist nicht Starrheit, sondern eine Offenheit für Transformation und weitere Wandlung. Beharrlichkeit bleibt niemals stehen, sondern geht weiter auf dem göttlichen Weg der Inkarnationen und der Schwingungsanhebung voran.

Beharrlich zu sein, heißt, im Hier und Jetzt in dieser Raum-Zeit-Ebene das Richtige und Notwendige tun, was man aufgrund seines aktuellen Wissensstandes für richtig und notwendig hält. Dabei ist man nie mit seinem Ego der Handelnde, sondern immer nur das Instrument der göttlichen Führung. Die Ergebnisse der Handlungen werden somit Gott AMA und der göttlichen Führung hingegeben. So ist man unabhängig von Lob, Kritik, Angst und Bewertungen des Super-Egos und Egos.

Ein beharrlicher Mensch betrachtet jede Handlung als lebenswichtig, so dass jedem Augenblick Bedeutung geschenkt wird. Das heißt nicht langsam und starr zu werden. Unachtsamkeit kann eine Quelle zukünftigen Karmas und neuen Leidens sein. Achtsamkeit hingegen heißt weniger Fehler zu machen und dadurch weniger Stress und negatives Karma zu erleben. Eine beharrliche Achtsamkeit bringt göttliches Bewusstsein, Stabilität und Klarheit in das Leben.

In den Yogasutren des Patanjali 1,32 steht dazu geschrieben: „Sich in der kontinuierlichen, beharrlichen Ausrichtung auf nur ein Objekt zu üben, ist das Gegenmittel zur Überwindung aller Hindernisse des Egos.“ Das heißt: Wenn man das Objekt seiner Aufmerksamkeit und seines spirituellen Zieles ständig ändert, kann man keine Fortschritte auf seinem göttlichen Entwicklungsweg zu Gott erzielen. Wenn man sich z.B. auf ein Mantra konzentriert, dann sollte es nur ein einziges sein, weil man sonst seine Energie zersplittert. Ändert man immer wieder das Mantra oder die Methode auf dem spirituellen Pfad, so ist das, als ob man dauernd an einem anderen Ort ein Loch gräbt: Man kommt auf diese Wiese nie in die Tiefe. So ist es sehr wichtig, dass man beharrlich an seiner spirituellen Wandlung arbeitet und sich immer beharrlich auf den göttlichen Weg zu Gott AMA ausrichtet, den man gewählt hat, und auf diesem voranschreitet.

Weiter heißt es in den Yogasutren des Patanjali 1,20: „Die Menschen erfahren göttliche Erleuchtung durch Vertrauen, Willensstärke, Achtsamkeit und Beharrlichkeit, wodurch sie göttliche Weisheit erlangen.“

Der Weg der göttlichen Transformation und Bewusstwerdung ist nicht auf eine kurzfristige Perspektive aus. Er ist keine Schnellstraße zur Erleuchtung, auch wenn bei einem intensivem Drängen die Erleuchtung schneller eintreten kann. Der Weg der göttlichen Entwicklung ist für die meisten Menschen eher eine langfristige Bemühung, die immer wieder Zielstrebigkeit, Beharrlichkeit und ein Dranbleiben am spirituellen Weg erfordert. Besonders wichtig ist dabei der Aufbau eines tiefen Vertrauens zu Gott AMA und dem spirituellen Pfad, das im Laufe der Jahre immer mehr zunehmen sollte. Dieses Vertrauen ist kein blinder Glaube, sondern wächst durch das Üben und die Erfahrungen auf dem göttlichen Weg. So werden Willensstärke, Entschlossenheit und Beharrlichkeit gewonnen, die notwendig sind, um kontinuierlich voranzugehen und seine Schwingung immer weiter in die höheren göttlichen Dimensionen anzuheben.

Auf Sanskrit heißt Beharrlichkeit „Virya“, was auch „Held“ und „Heldenhaftigkeit“ bedeutet, d.h. die göttliche, starke Yang-Energie der Sonne, die wirksam, tapfer, kraftvoll und siegreich ist. „Virya“ ist die Kraft, die das Ego und die Wurzeln des Übels transformiert. „Virya“ kann sowohl eine polare, irdische Ego-Kraft sein, als auch eine höhere, göttliche SGW-Kraft. Die Aufgabe des spirituellen Schülers ist es, das niedere „Virya“ in diese höhere göttliche Kraft zu wandeln, die dem göttlichen Weg und nicht mehr dem Ego dient.

In den Yogasutren des Patanjali 2, 38 steht dazu geschrieben: „Wer fest verankert ist im Bewusstsein um die göttliche Quelle in Gott, aus der wir alle kommen, erfährt göttliche Virya, d.h. Beharrlichkeit, Heldenhaftigkeit und Mut. Er hat vor nichts und niemanden mehr Angst, auch nicht vor sich selbst und seinem Ego.“

Wer achtsam mit seinem körperlichen und seelischen Energiehaushalt umgeht und beharrlich auf seinem spirituellen Pfad voranschreitet, gewinnt an Kraft und göttlicher Licht- und Lebensenergie. Solche Wesen pulsieren vor göttlicher Energie, da sie keine Energie mehr an die Wurzel der Angst und ihr Ego verlieren. „Virya“ ist die stärkste Energie des Menschen. Schon die alten Yogis haben erkannt, dass das Vergeuden dieser Energie die Körper- und Willenskraft schwächt, so dass es Anhaftung an der Maya erzeugt und die Verbindung zum SGW und der göttlichen Quelle beschränkt. Beharrlichkeit und Ego-Meisterschaft geschieht also immer im Blick auf das große Ziel, die Einheit mit Gott AMA.

Jede Energie muss verantwortungsvoll und weise genutzt werden – die eigene Energie genauso wie die des Planeten Erde. Was zu stark mit dem gierigen Ego beansprucht wird und sich nicht mehr regenerieren kann, geht früh zugrunde, es brennt durch sein Ego aus. Sich selbst zu beschränken und beharrlich den göttlichen Gesetzen und dem spirituellen Pfad zu folgen, heißt, weniger am Ego, den Wurzeln de Leides und der Maya anzuhaften. Das ist wahre, innere Freiheit auf dem göttlichen Weg des Lichts zu Gott.

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