Tugend 21: Gehorsamkeit

 

Es gibt nur eine einzige Gehorsamkeit und das ist die Gehorsamkeit des Wesens seinem Schöpfer und Herrscher gegenüber, also Gott AMA sowie SEINEM höchsten Mitarbeiterstab, d.h. SEINEN Engeln und spirituellen Meister.

Mit dem Geschenk des Lebens (des Inkarnationszyklus), das Gott AMA seinen Geschöpfen gemacht hat, hat ER ihnen eine Bestimmung zugewiesen und einen Auftrag erteilt. Kein Wesen ist per Zufall in diesem Universum. Es ist die zentrale Aufgabe jedes Wesens, diese göttliche Bestimmung bzw. diesen göttlichen Auftrag gehorsam auszuführen und niemals in der Ausführung nachzulassen oder sich gar davon abbringen zu lassen. Gehorsamkeit hat jedes Wesen auch in den von Gott AMA vorgegebenen göttlichen Gesetzen für dieses Universum zu befolgen. Kein Wesen ist befugt, die göttlichen Gesetze zu missachten und statt dessen eigene Gesetze aufzustellen.

Gehorsamkeit bedeutet Folgsamkeit, Fügsamkeit, Willigkeit, Demut, Hingabe, Ergebenheit und Bereitwilligkeit, den Auftrag und Willen Gottes in allem auszuführen – auch in jedem Inkarnations-Leben und in jeder Lebenssituation.

Gehorsamkeit ist mit der Bereitschaft verbunden, die Aufgabe und den Weg, den Gott AMA für jedes Wesen vorgesehen hat, zu erfüllen und dabei die göttlichen Gesetze zu beachten und zu befolgen. Gott AMA möchte, dass sich SEINE Geschöpfe entwickeln, IHM dienen, für IHN und SEIN Universum „Früchte“ sammeln. Dies ist nur möglich, wenn die Wesen ständig aktiv sind, sich entwickeln, verändern, wachsen und reifen. Dann sind sie im sogenannten göttlichen Fluss, der sie durch ihren Inkarnationszyklus bzw. ihren göttlichen Mitarbeiter-Zyklus trägt. Sie sind lebendig, fließend, sich ständig verändernd und wandelnd.

Im Gegensatz hierzu steht die Trägheit. Wenn ein Wesen in der Trägheit ist, ist es nicht bereit, sich zu entwickeln und zu verändern. Es ist passiv und starr. Trägheit ist gleichbedeutend mit Desinteresse, Gleichgültigkeit, Teilnahmslosigkeit, Bequemlichkeit, Tatenlosigkeit und Müßiggang. Träge Wesen sind nicht im göttlichen Fluss und daher auch nicht fließend und lebendig. Im Hinblick auf ihre ursprüngliche Bestimmung und ihren ursprünglichen göttlichen Auftrag von Gott AMA sind sie ungehorsam. Ungehorsamkeit Gott AMA gegenüber ist somit nicht ein Kavaliersdelikt, sondern eine Todsünde, die den „Tod“ des Gotteslichtfunkens und das Anderswerden des Wesens zur Folge hat.

Ein Wesen kann in seinem SGW träge sein, auch wenn es im Ego-Sinne aktiv sind, beispielsweise wenn es jeden Tag in die Arbeit geht, Verträge oder Konzepte ausarbeitet, schicke Kleider designed oder jeden Abend joggt. All diese Dinge haben mit der eigentlichen, göttlichen Bestimmung bzw. mit dem göttlichen Auftrag des Wesens überhaupt nichts zu tun.

Manche Wesen in L’Egoland mögen von sich sagen, dass sie doch gehorsam seien – ihren Eltern, ihren Lehrern, Arbeitgebern oder ihrem Partner gegenüber, aber auch den Staatsorganen und Gesetzen gegenüber. Dabei handelt es sich aber lediglich um den Gehorsam gegenüber Institutionen und Menschen, die eine führende Rolle in der Welt des Dunklen Zeitalters inne haben.

Diese Wesen mögen zwar im L’Egoland Sinne aktiv und gehorsam sein, im göttlichen Sinne jedoch sind sie ungehorsam und passiv, weil sie ihre eigentliche göttliche Bestimmung sowie ihren eigentlichen, ursprünglichen Auftrag von Gott AMA vergessen haben bzw. nicht ausführen. Sie fließen nicht im großen göttlichen Strom, sondern dümpeln in der Brühe des L’Egoland-Tümpels. Durch ihre Trägheit verhalten sie sich anti-göttlich, weil sie weder den Willen Gottes noch die Gesetze Gottes befolgen.

Mit seiner Geburt in dieses Universum hat jedes Wesen gegenüber Gott AMA, seinem Schöpfer, einen Eid geleistet, nämlich den Eid, IHM, Gott AMA, und Seinem Universum zu dienen und SEINE Gesetze zu befolgen. Dieser Eid ist die Lebensberechtigung jedes Wesens für dieses Universum. Es wurde zu keinem anderen Zweck geschaffen als zu diesem. Seine Lebensberechtigung besteht nicht darin, in diesem Universum herumzudümpeln, seinen Ego-Spaß und seine Ego-Befriedigung zu suchen und sich von den Verlockungen des Anti-Gottes in die Irre führen zu lassen.

Ein Wesen, das Gott AMA gegenüber gehorsam ist und SEINEN Willen und SEINE Gesetze befolgt, empfindet ein Gefühl von Stimmigkeit in seinem Leben. Seine göttliche Energie ist fließend, sein Leben ist fließend, seine Lebensfreude ist fließend, seine Liebe ist fließend, seine Fülle ist fließend, seine Zufriedenheit ist fließend. Es freut sich des Lebens und lässt sich gerne vom Fluss des Lebens vorantragen, voll im Vertrauen darauf, dass Gott es führt, behütet und beschützt.

Ein Wesen hingegen, das Gott AMA gegenüber ungehorsam ist und SEINEN Willen und SEINE Gesetze nicht befolgt, sondern missachtet, empfindet ein Gefühl von Unstimmigkeit, Disharmonie oder Unruhe in sich. Seine göttliche Energie ist blockiert, sein Leben ist blockiert, seine Lebensfreude ist blockiert, seine Liebe ist blockiert, seine Fülle ist blockiert, seine Zufriedenheit ist blockiert. Es empfindet häufig oder sogar dauerhaft Lebensunmut, Unzufriedenheit und Mangel.

Gehorsamkeit Gott AMA und allem Göttlichen gegenüber hat viele Gesichter. Ein gehorsames Wesen würde niemals ein anderes Wesen abwerten, schlecht behandeln, unterdrücken oder gar ausbeuten, weil dies gegen ein göttliches Gesetz verstoßen würde. Ebenso würde ein gehorsames Wesen niemals für Geld seine Seele verkaufen, weil es diese Seele als höchstes Gut von Gott AMA sieht, die nur IHM allein gehört. Weiterhin würde ein gehorsames Wesen seinen Schöpfer niemals verleugnen, nur weil es von seinen atheistischen Freunden dazu aufgefordert wird, da es in seinem Gehorsam treu zu Gott, seinen Schöpfer, steht.

In einer Dunklen Welt hingegen, wie der von L’Egoland, ist es an der Tagesordnung, andere Wesen abzuwerten, schlecht zu behandeln, zu unterdrücken oder gar auszubeuten. Ebenso verkaufen zahlreiche Wesen ihre Seele für Geld, Karriere, Besitz an den Anti-Gott oder verleugnen Gotte’s Existenz, nur weil sie „in“ sein wollen. Unzählige Wesen in E’Egoland leben in ständigem Ungehorsam gegen Gott AMA. Statt dessen gehorchen sie dem Anti-Gott und seinen Nebengöttern, beispielsweise dem Mammon oder einem Dämon. Diesen haben sie Gehorsam geschworen, um von ihnen Reichtum und Macht zu erhalten.

Für diese Ego-Wesen oder anti-göttliche-Wesen ist es üblich, dass sie den Willen ihres Egos und Super-Egos befolgen, und sich keinem anderen Willen, schon gar nicht dem Willen Gottes unterwerfen. Sie drücken damit, ohne dass es ihnen bewusst ist, den Anti-Gott, Luzifer, aus, der sich niemals dem Willen von Gott AMA unterwerfen wird, sondern darum kämpft, seinen eigenen Willen durchzusetzen und IHM zu beweisen, wie mächtig er ist. Gerade durch seinen Ungehorsam kam Luzifer zu Fall.

So hat der Anti-Gott im Dunklen Zeitalter in der L’Egoland-Welt all die Attribute auf eine „rote Liste“ gesetzt, die ihm selbst zutiefst widerstreben: Gehorsamkeit und Demut Gott AMA gegenüber, die Unterwerfung unter IHN, die Hingabe und Demut SEINEN Willen zu befolgen. Er hat dafür gesorgt, dass diese Attribute als Schwäche gelten, für die man in L’Egoland verachtet und ausgegrenzt wird. Dafür hat er Begriffe an ihre Stelle gesetzt wie: „Selbst ist der Mann“ oder: „Ich mache, was ich will!“ oder: „Ich unterwerfe mich niemandem!“ Wer nach diesem Motto lebt, gilt in L’Egoland etwas und erfährt Bewunderung.

Das Dunkle Zeitalter ist somit im göttlichen Sinne gesehen, ein Zeitalter der Ungehorsamkeit Gott AMA und allem Göttlichen gegenüber. Doch die Ungehorsamkeit ist tückisch, ja mehr noch, sie ist ein tödlicher Virus, der nach und nach die gesellschaftliche Ordnung ins Chaos und in die Anarchie stürzt. Denn die Ungehorsamkeit, die anfangs nur Gott AMA gegenüber praktiziert wurde, wird mit dem Ende des Dunklen Zeitalters das Reich des Anti-Gottes, L’Egoland, komplett erfasst haben.

Dann wird sich die Ungehorsamkeit gegen alles Göttliche und auch gegen alles Anti-Göttliche wenden, weil letztlich beide Systeme Gehorsam von ihren Anhängern verlangen, die Wesen aber nicht mehr bereit sind, irgendwelchen Göttern und ihren Gesetzen zu gehorchen: Die Kinder werden ihren Eltern nicht mehr gehorchen, die Bürger nicht mehr ihrem Staat, die Schüler nicht mehr ihren Lehrern usw. Bei genauer Betrachtung befindet sich L’Egoland auf dem Weg in eine Gesellschaft von Ungehorsamen, die keine Regeln mehr beachten, sondern das tun, was ihnen gefällt und passt und gegen die keiner mehr ankommt. Auch Moral und Sitten gelten in L’Egoland nichts mehr.

Ein interessantes Spiel für Gott AMA und die göttliche Führung dieses Universums! Dadurch können sie sehen,  wie sich die Wesen in einer solch anti-göttlichen Zeit, in der der Wille Gottes gegen den Ego-Willen ausgetauscht worden ist und in der keine göttlichen Gesetze mehr befolgt werden, verhalten, wie sie damit leben, wie es ihnen dabei geht usw. Daraus ergeben sich sehr viele, interessante Daten, die in die Universums-Datenbank eingespeist werden.

Für das neue Zeitalter werden die göttlichen Tugenden und Wurzeln des Göttlichen wieder eine zentrale Rolle spielen. Deshalb vollzieht sich in dieser Zeit des Übergangs bei den Wesen ein Wandel, die offen und bereit sind, in das neue Zeitalter zu wechseln. Sie anerkennen (wieder) die alleinige Führung von Gott AMA, sie wollen IHM und SEINER Schöpfung dienen, sie wollen SEINE göttlichen Gesetze beachten und sie wollen SEINEN göttlichen Willen befolgen. Sie haben erkannt, dass ihr Ego und ihre Ungehorsamkeit Gott AMA gegenüber sie nicht nicht zufrieden und glücklich macht. Sie wollen wieder eine göttliche Führung, die sie auf dem geraden Weg leitet, anstatt auf krummen Wegen wie es bei der anti-göttlichen Führung der Fall war. Sie sind bereit, ihr Ego und Super-Ego aufzugeben, um sich (wieder) der göttlichen Führung anzuvertrauen und sich ihr unterzuordnen.

Gehorsamkeit Gott und allem Göttlichen gegenüber entwickelt sich immer mehr zu einem Zeichen von Klugheit und Weisheit. Gott AMA und SEINEN höchsten göttlichen Mitarbeitern gegenüber gehorsam zu sein, ist eine kluge und weise Entscheidung. Es ist ein Zeichen der Anerkennung der höchsten göttlichen Macht und Kraft in diesem Universum. Man hat die Phase des Egoismus hinter sich gelassen, hat alles, was möglich ist, daraus gelernt und erkannt. Nun hat man das Klassenziel erreicht und kann auf seinem Inkarnationszyklus durch dieses Universum weitergehen. Nach der Zeit, in der Gott AMA keine oder keine große Rolle mehr gespielt hat, folgt nun die Zeit, da Gott AMA wieder eine zentrale Rolle spielt: die Liebe und Hingabe des Geschöpfes zu seinem Schöpfer, für den es in diesem Universum existiert und der sein Lebensinhalt ist. Gehorsamkeit hat es ganz am Anfang geschworen und Gehorsamkeit will es wieder üben, um IHM zu gefallen, IHM nahe zu sein und SEINE Liebe zu spüren.

Gehorsamkeit hat auf Sanskrit mehrere Bedeutungen. Eine der wichtigsten ist „vratya“, was „treu“ und „gehorsam“ bedeutet. „Vrata“ ist der göttliche Wille, das göttliche Gesetz und die göttlichen Gebote, die man gelobt zu befolgen. Wer „vratya“ ist, befolgt die göttlichen Prinzipien der Wahrheit und legt sich die göttlichen Verhaltensregeln auf, an die er sich treu hält. Ein Mensch, der „vratya“ ist, kann nicht träge sein, denn dann würde er in seinem ganzen Tun nachlässig werden und die göttlichen Gesetze nicht mehr einhalten. Er würde sich selbst und den göttlichen Prinzipien nicht mehr treu sein.

Eng mit „vratya“ verbunden ist „Anuvrata“, was „gehorsam“ und „ergeben“ bedeutet. Ein göttlicher Diener ist nicht nur gehorsam und treu, sondern auch ergeben. Er setzt alles um, was ihm sein spiritueller Meister und Gott AMA befehlen, unabhängig davon, ob es seinem eigenen Ego gefällt oder nicht. Aus „Anuvrata“ ergibt sich somit „Gurushrusha“, die „Ergebenheit und Gehorsamkeit gegen den spirituellen Lehrer“ und damit letztendlich auch gegen Gott AMA, dem spirituellen Meister und der göttlichen Führung.

Ein wahrhaft gehorsames Wesen ist nicht einer irdischen Instanz oder einem Ego-Götzen gehorsam, sondern nur Gott AMA und der göttlichen Führung. Nur hier kann es wahren göttlichen Gehorsam und Dienerschaft geben. Alles andere wäre eine verblendete Gehorsamkeit des Egos vor dem Anti-Gott und dessen Strukturen, um sich selbst zu bereichern. So ist es wichtig, dass man sich immer bewusst ist, wem man gehorsam ist und wem man Treue geschworen hat. Gerade im Dunklen Zeitalter von L’Egoland kann das angesichts der vielen Verlockungen und Götzen des Anti-Gottes nicht einfach sein, so dass man aufpassen muss, den rechten göttlichen Weg der Dienerschaft nicht zu verlassen.

Wer gehorsam ist, ist „apratikula“, d.h. „nicht widerspenstig mit seinem Ego, willig und umsetzend“. Ein gehorsamer Mensch folgt nicht mehr seinem eigenen Ego-Willen, der einmal in der Gier und einmal im Hass ist, einmal möchte und einmal nicht, sondern nur noch dem universellen Willen der göttlichen Führung. Er hat erkannt, dass es niemanden gibt, der allmächtiger als Gott AMA ist, weswegen es keinen Sinn hat, dass er sich mit dem kleinen, begrenzten Willen gegen dessen großen Willen stellt. Ein gehorsamer Mensch hat seinen eigenen Ego-Willen aufgegeben, um nur noch dem Willen Gottes zu dienen. Er ist somit „shrushti“, d.h. „willfähig“ und bereit in die Riege der göttlichen Mitarbeiter aufzusteigen, denn die oberste Eigenschaft die ein göttlicher Mitarbeiter aufweisen muss, ist Gehorsam gegen Gott AMA und Seinen Willen.

Ein gehorsames Wesen ist auch beharrlich und nicht wankend, was auf Sanskrit „Avichala“ bedeutet. Es folgt dem Willen Gottes und der göttlichen Führung – was auch im Außen geschieht! Es vertraut vollkommen darauf, dass der Wille Gottes immer richtig ist und es von IHM beschützt wird. Es weiß, dass dem so ist und hat keine Zweifel daran.

Die Tugend der Gehorsamkeit basiert auf der Niyamas „Tapas“, der Zielstrebigkeit und Selbstmeisterschaft. Spirituelle Praxis und Disziplin sind notwendig, um das eigene Ego zu bearbeiten und zu transformieren. Tapas umfasst die ernsthafte und beständige Arbeit an sich selbst und seinem Ego, das Handeln aus tugendhaften, edlen Motiven heraus, das Bereuen vergangener Ego-Missetaten und Fehler, feste Entschlossenheit den spirituellen Weg zu gehen, das innere Bestreben den Wurzeln des Göttlichen und den Tugenden zu folgen, Selbstkontrolle in jeder Situation und die Stärkung von Neutralität und Gleichmut angesichts der polaren Kräfte. Dadurch können alte Ego-Energien und altes Karma erkannt und erlöst werden, so dass die Seele nach und nach wieder rein und frei werden kann. Erst dieses vollständige Umsetzen von Tapas erzeugt dann die Tugend der Gehorsamkeit und ihre höheren göttlichen Eigenschaften, mit denen die Todsünde der Trägheit erlöst werden kann.

Die Todsünde der Trägheit hat auf Sanskrit verschiedene Namen. Sie ist „alasya“, d.h. träge und eitel, denn wer faul ist, ist mit seinem Ego gleichzeitig auch im Hochmut und der Ego-Selbstverliebtheit gefangen. Alles dreht sich nur noch um das Wohlergehen des eigenen Egos und Körpers. Ein solcher Mensch ist auch „mudha“, d.h. verwirrt, dumm und unwissend. Da sein Geist träge geworden ist, kann die göttliche Klarheit und Unverblendung nicht mehr richtig in diesen einfließen und das Bewusstsein trübt sich und verschlackt. Daraus entsteht die Guna „Tamas“, die Trägheit, die Dunkelheit, die Schläfrigkeit und Dumpfheit des niederen Egos und Körpers und beherrscht den Menschen. So sind die Todsünde der Trägheit und die Guna „Tamas“ eng miteinander verbunden. Wenn man das eine erlösen möchte, muss man auch das andere transformieren.

Ein träger Mensch kann nach außen durchaus aktiv erscheinen, doch wenn man in sein Inneres hineinschaut, stellt man bald fest, dass dies nur eine Fassade ist. Der Geist eines solchen Menschen ist träge, dumpf, starr und verblendet und seine Entscheidungsfähigkeit und seine Zielstrebigkeit sind eingeschränkt. Er mag zwar auf der irdischen Ebene herum wuseln und scheinbar viel tun, doch in Wirklichkeit tut er immer dasselbe und kommt auf seinem Weg nicht weiter. Sein Geist ist in einem bestimmten Bewusstseinszustand festgefahren und erstarrt.

Bei anderen Menschen zeigt sich die Trägheit in offensichtlicheren Formen. Ein solcher Mensch handelt nicht mehr, sondern ist „akarma“, d.h. tatenlos, faul und lebt ein müßiges Leben, wo er so wenig wie möglich tut. Göttliche Gehorsamkeit, Disziplin und Zielstrebigkeit bleiben auf der Strecke. Das Wesen treibt auf dem Strom des Lebens ziellos hin und her und hat seinen Kurs längst aus den Augen verloren. So kommt es am Ende oft in eine düstere Sackgasse, wo es nicht weitergeht und wo es sich nun auf die Hinterbeine stellen muss, um sein Leben wieder auf Kurs zu bringen und nicht sein göttliches Licht zu verlieren. Das Wesen muss aus „Tamoguna“, der Grundeigenschaft der Dunkelheit, der Dumpfheit und der Trägheit aussteigen, um wieder zu göttlichem Licht, Wachheit und Gehorsamkeit zu gelangen.

 

 

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