Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über die Kennzeichen eines wahren Gottes-Dieners berichten, der Gott AMA von ganzem Herzen liebt und in IHN all seine Hoffnung setzt.

 

Ein wahrer Diener, der seinen spirituellen Meister und Gott AMA liebt, ist sich bewusst, dass ihm in Wirklichkeit nichts gehört, denn er hat seinen gesamten Besitz seinem „Geliebten“ hingegeben. So wisse: Göttliche Liebe verlangt Opfer und das Konzept des Ansammelns von 3D-Besitz widerspricht ihrer Natur. Denn die göttliche Liebe bringt das innere Bestreben im Wesen mit sich, sowohl in spiritueller als auch in materieller Hinsicht geben zu wollen und nichts für sich selbst zurückzuhalten.

Die Verwirklichung dieses inneren Bestrebens hängt dabei entscheidend von der Aufrichtigkeit und der Tiefe der göttlichen Liebe und der Größe der Flamme der Gottesliebe im Herzen ab. Die größten Opfer sind diejenigen, die aus reiner göttlicher Liebe erbracht werden. Dies kann so weit gehen, dass Du bereit bist, die Gnadengabe Deines eigenen Lebens für Deinen spirituellen Meister und Gott AMA hinzugeben.

Der spirituelle Meister Jesus Christus sagte dazu: „Ihr werdet nicht spirituelle Erleuchtung und göttliche Einheit mit Gott erlangen, bis ihr vom dem hingebt, was ihr liebt.“ Damit ist auch die Liebe des Egos zur 3D-Welt gemeint, die der wahrhaft spirituelle Schüler aufgeben muss.

In diesem Sinne gibt sich der göttliche Diener, der seinen spirituellen Meister und Gott AMA liebt und aufrichtig und wahrhaftig zu dieser göttlichen Liebe steht, sich diesen mit all seinen Möglichkeiten und seinem gesamten Schicksal hin. In der Tat ist es nicht für jedes  Wesen leicht, dem Anspruch gerecht zu werden, wahre Freundschaft und vollkommene göttliche Liebe zu Gott AMA und seinem spirituellen Meister zu entwickeln und zu empfinden, denn der Maßstab solch wahrer Freundschaft und göttlicher Liebe ist die völlige Aufgabe des eigenen Ego-Willens zugunsten des Willens Gottes und des spirituellen Meisters.

Die höchste Stufe der Liebe zu Gott AMA zeigte z.B. der einfache spirituelle Meister Beloham, als der anti-göttliche Herrscher Tako ihn ins Feuer werfen wollte. In dem Augenblick kamen göttliche Engel, um ihn zu retten, doch Beloham sagte: „Ich habe bereits geschworen, mich Gott durch dieses Feuer in Liebe hinzugeben! Ich bin bereit, mit meinem Geliebten vereint zu werden! Denn der, der das Feuer brennen lässt, ist niemand anders als Gott. Er ist es, der jede Situation kennt, in der ich mich befinde. Ich habe euch nicht gerufen und euch um nichts gebeten, deshalb mischt euch nicht in mein Band zu Gott ein.“ Infolge dieser vollkommenen Hingabe an Gott AMA verwandelte ER das wie ein Berg hoch auflodernde Feuer für ihn in einen Rosengarten und Beloham wurde in die höchsten Dimensionen des Lichts enthoben.

Ein weiteres Beispiel für reine Gottesliebe findet sich in der Bibel, als Abraham bereit ist, seinen einzigen Sohn Isaak an Gott zu opfern, als Gott das von ihm wünscht. Obwohl Isaak seinen Sohn sehr liebte und in sein Herz geschlossen hatte, weil er sein einziger Sohn war und erst spät durch ein Wunder geboren worden war, war er bereit, ihn für Gott zu opfern. Dies war Teil seiner Prüfung und der Beweis seiner Freundschaft und Liebe zu Gott. Abraham war erst unsicher, ob er seinen Sohn opfern sollte und zweifelte an der Stimme Gottes, die er in einem Traum vernommen hatte. Doch nachdem er dreimal denselben Traum gehabt hatte, war er sich sicher.

Der Anti-Gott versuchte, Abraham durch Einflüstern von Zweifel und Bedenken seinen Gehorsam und seine Liebe zu Gott zu brechen und sich zwischen ihn und Gott zu stellen. Doch Abraham vertrieb ihn mit symbolischen Steinwürfen. Er war bereit, seine vergängliche 3D-Liebe für die Liebe des unvergänglichen, ewig bestehenden Geliebten aufzugeben. Als Gott diese Entschlossenheit sah, gab Er ihm im letzten Moment seinen Sohn Isaak zurück, so dass er nicht geopfert wurde. Abraham hatte die Prüfung bestanden und seine Liebe, seinen Gehorsam und sein Vertrauen zu Gott gezeigt.

Wisse: Die Menschen, die zu den „Freunden“ Gottes und Seiner spirituellen Meister zählen, sind zugleich auch die „Freunde“ all dessen, was Er erschaffen hat. Sie erlangen die Fähigkeit, die Dinge aus der Sichtweise ihres Herrn und ihres spirituellen Meisters zu betrachten. Der spirituelle Meister Hermes Trismegistos/Thot, der dreifache Meister der liebevollen Weisheit im Universum, betete beim Untergang von Atlantis von den Bergen aus für die verblendeten, göttlichen Ego-Wesen, damit sie wieder auf den rechten Weg geführt würden, anstatt um ihre Vernichtung zu bitten oder sie anzugreifen. Denn letzteres würde einer Auflehnung gegen den Willen Gottes entsprechen.

Erst nachdem die Menschen die Hindernisse des Egos und Super-Egos überwunden haben, sind sie in der Lage, jene göttlichen Seelen-Kräfte aufzubringen, die notwendig sind, um sich standhaft und geduldig den Prüfungen und Schwierigkeiten zu stellen, die ihnen auf dem Weg zu Gott begegnen. Denn es ist Gott AMA, der ihnen diese Prüfung in Seiner grenzenlosen Liebe sendet, und solche Erfahrungen und Situationen sind Bestandteil und wichtige Meilensteile des spirituellen Pfades.

So sei Dir bewusst: Der größte Lohn und die erhabenste Freundschaft werden einem göttlichen Diener erst dann zuteil, nachdem er unermüdlich Ausdauer, Geduld, Entschlossenheit und Standhaftigkeit in seiner Liebe und seinem Vertrauen zu Gott AMA und seinem spirituellen Meister gezeigt hat.

In den Augen jener Diener, die diese Stufe erreicht haben, sind Freude und Trauer ein und dasselbe, weil sie nur zwei polare Seiten einer göttlichen Kraft sind. Die Herzen dieser Menschen hängen nicht länger an der irdischen 3D-Welt der Maya und deshalb empfinden sie keinen Unterschied mehr zwischen Schmerz und Genuss. Sie leben in der Gewissheit, dass alles, was geschieht, sei es gut oder schlecht, eine Folge göttlicher Vorhersehung und Vorherbestimmung ist und sind damit ohne jede Einschränkung einverstanden und zufrieden.

So trete auch Du in das Bewusstsein ein, damit Dir das, was immer von Gott AMA und Deinem spirituellen Meister kommt, eine Freude ist. Sei es eine blühende Rose oder ein stechender Dorn, Du freust Dich an beidem. Die Güte Gottes ist Dir genauso recht wie Sein Zorn! Sein Ehrenkleid ist Dir genauso willkommen wie Sein Leichentuch!

Ein solches Denken Wirklichkeit werden zu lassen, bedarf großen Mutes und ausdauernder Bemühungen. Es ist kein leichtes Unterfangen! Deshalb solltest Du solche Aussagen auch nicht verfrüht oder achtlos in angeberischer Ego-Weise oder bloßer Nachahmung sprechen, denn solche Worte kommen nur aus dem reinen Mund eines erleuchteten Wesens, das die Stufe der göttlichen Zufriedenheit bereits erreicht hat. Andernfalls kann es sein, dass, wenn Dich Gott angesichts des Wahrheitsgehalts Deiner Aussage prüft, Du an dieser Prüfung scheiterst.

Wisse also: Das Glück Deines Herzens beruht darauf, mit dem einverstanden und zufrieden zu sein, was Dir Gott AMA und die göttliche Führung schickt. Alles andere kann keinen wirklichen Nutzen bringen und ist vergänglich.

Der spirituelle Meister Saint Germain sagte dazu: „Solange Du mit dem, was Gott Dir gegeben hat, nicht zufrieden bist, wirst Du feststellen, dass jedes Mal, wenn Du Trost oder Rettung suchst, in tragischer Weise Unheil auf Dich wartet. Es werden Unglücke geschehen und Dich Katastrophen treffen, weil Dein Ego sie in seiner Unzufriedenheit angezogen hat.

Wisse, dass es in dieser Welt keinen Winkel gibt, der frei von göttlichen Prüfungen und Fallstricken ist. Nur wenn Du Gott AMA in Deinem Herzen findest, indem Du bei IHM Zuflucht suchst und in Seiner Gegenwart und Seinem Bewusstseinsmeer schwingst und lebst, kannst Du allzeit Trost und Rettung finden. Schau Dir jene an, die an den scheinbar sichersten Orten der Planeten leben und als die Mächtigsten der 3D-Welt gelten! Auch sie fallen am Ende dem Tod zum Opfer, weil sie nichts gelernt haben.

Darum suche Zuflucht bei Gott AMA, statt zu versuchen, Seinen Prüfungen und Fallstricken zu entfliehen! Denn wenn Er will, kann Er ein tödliches Gift für Dich zum Heilmittel machen und wenn Er will, kann Er Wasser für Dich in ein tödliches Gift verwandeln!“

Bitte Gott AMA darum, dass Du, Sein Diener/Seine Dienerin, den größtmöglichen Nutzen und die wahre Freude aus allen Prüfungen und Lernlektionen ziehst, damit Dich weder Furcht noch Trauer überkommen.

Verfalle niemals in die Hoffnungslosigkeit, denn dazu gibt es keinen Grund. Das Licht Gottes ist immer da! Hüte Dich vor den Bewusstseinszuständen des Egos und Super-Egos sowie den niederen Verhaltensweisen der Todsünden und Wurzeln des Übels, die Dich von den göttlichen Dimensionen trennen und Dich in das Leid der Minus-Dimensionen hinabziehen. Die Vergebung und Hilfe Gottes ist Dir immer gewiss, wenn Du nur in Deinem Herzen aufrichtige Reue und wahre Gottesliebe empfindest.

Die alten Weisen sagen dazu: „Einen wahrhaftigen, edlen Diener Gottes erkennt man in Zeiten der Prüfung und edles Metall erkennt man im Feuer!“ In der Tat sind alle Geschöpfe sowohl der gnadenreichen Güte als auch der alles bezwingenden Macht Gottes unterworfen. Im Hinblick auf beide Energiestrukturen und ihre Manifestationen besteht die Gefahr, den Boden unter den Füßen zu verlieren.

Angesichts der Manifestation der alles bezwingenden Macht Gottes bedarf es geduldiger Anstrengung in den göttlichen Tugenden und der Standhaftigkeit, die Dein Einverstanden-Sein mit dem großen Willen Gottes und der göttlichen Führung zum Ausdruck bringt und so zum Anlass Seines Wohlgefallens wird. Rebellion und Ego-Widerstand führen Dich dagegen in den Untergang und den Abfall in das Ego-Herz und die Minus-Dimensionen.

Für die Gnadengaben Gottes zu danken, im Wissen, dass sie alle von Gott AMA stammen, führt zum Fließen in göttlicher Fülle und Gnade und zu göttlichen Segnungen in Deinem Leben. Wenn Du Dir aber diese Gnadengaben und ihren Erfolg aufgrund der Arroganz, Stolz und Eitelkeit Deines Egos allein Dir selbst zuschreibst, fällst Du in die Wurzeln des Übels und die Minus-Dimensionen ab.

Die wahren Diener Gottes, die durch intensives Training ihre Wahrnehmung und ihr Verständnis gemäß der göttlichen Offenbarung und Weisheit ausgerichtet haben, bringen sowohl die Schwierigkeiten, in denen sich die alles bezwingende Macht Gottes manifestiert, als auch die Erfahrung gnadenreicher Güte Gottes stets Gewinn und Fülle und niemals Schaden und Mangel. So kann der Diener jederzeit zu Gott AMA sagen: „Deine Prüfungen sind genauso süß wie Deine Gnadengaben!“

Sei Dir bewusst: Wahren Nutzen und Weisheit sowohl aus Schwierigkeiten und Prüfungen als auch aus Gnadengaben und Fülle zu ziehen, beruht nicht auf ihren Ursachen, sondern hängt allein von Deinem Streben danach ab, das Wohlgefallen von Gott AMA zu erlangen! Die  Wesen, die dieses edle Ziel erreichen, treten in jene Stufe der Zufriedenheit und Erleuchtung ein, die hohen göttlichen Mitarbeitern, erleuchteten Wesen und spirituellen Meistern gleich kommt!

Im Mathnawi des ehrwürdigen Sufi-Meisters Maulana Rumi heißt es dazu: „Der Wind der Heimsuchungen, mit denen wir geprüft werden, ist stark und die Kerze unseres Lebens ist kurz davor auszugehen. Darum müssen wir uns beeilen und schnell an der Kerze unseres Lebens eine andere Kerze entzünden. Wenn dann der Wind eine dieser Kerzen ausbläst, können wir unseren Weg mit der anderen fortsetzen.

Begib dich deshalb nicht in die Gefilde der Hoffnungslosigkeit, denn es gibt die Tore der Hoffnung! Halte dich nicht in den Gebieten der Finsternis auf, denn es gibt Sonnen, die hell strahlen! Das Herz zieht dich hin zur Nachbarschaft der Herzensmenschen und derer, die Gotteserkenntnis besitzen, der Körper mit seinem Ego hingegen will dich in ein Gefängnis aus Wasser und Erde stecken. Benutze deinen Verstand und gib deinem Herzen Nahrung durch Zusammensein mit einem Herzensfreund.“

Das Ego strebt danach, den Menschen in niedere Gefilde der Angst und Hoffnungslosigkeit hinabzuziehen. Deshalb müssen alle Menschen – so, wie ein Reiter ein wildes Pferd zähmt – lernen, ihr Ego zu zügeln und es mit Hilfe von göttlichem Wissen und Gottesdienst durch das Zusammensein mit Gottesbewussten Menschen auf den rechten Weg zu Gott führen. Wissen ist dabei unentbehrlich, doch allein reicht es nicht aus. Diejenigen, die Wissen besitzen, sollten ihr Wissen in Weisheit verwandeln und Reife in ihren Zuständen und ihrem Verhalten entwickeln. Erst dann bewegen sich die Funktionen von Herz und Verstand in harmonischen Gleichgewicht. Trockenes Wissen ohne praktische Anwendung verführt den Menschen hingegen zu Arroganz und Selbstsucht und stürzt ihn ins Verderben.

Rumi lehrt, niemals in Hoffnungslosigkeit zu verfallen und die göttliche Realität hinter allem zu sehen. Dabei solltest Du Dich ganz besonders vor jenen Zuständen und Verhaltensweisen hüten, die Dich den Boden unter den Füßen verlieren und Dich ins Elend und Leid Deines Egos hinabsinken lassen. Es gibt keinen Grund zur Hoffnungslosigkeit, denn es besteht immer Hoffnung! Gott AMA hat all Seinen Dienern versprochen, ihnen bis zu ihrem letzten Atemzug das Tor Seine Vergebung offenzuhalten – und die einzige Voraussetzung für Seine Vergebung ist aufrichtige Reue.

 

 

 

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums.
In dieser Botschaft möchte ich Euch ein Gebet zur Ehre Gottes offenbaren:

O Gott AMA, ewiges Feuer,

ich bitte Dich, gewähre mir die göttlichen Tugenden,

die mir die bessere Welt Deiner Göttlichkeit zeigen mögen,

Die leuchtende Welt der reinen Ur-Sonne in Deinem Herzzentrum.

Ich bitte Dich um das Erlangen des Bewusstseinszustandes des reinen Glücks

Für meine Seele und meinen Geist in Dir.

Ich ehre Dich, o Gott AMA, der Du wahrhaftig und weise bist,

Mit tausend Ohren und zehntausend Augen ausgestattet,

Der Du niemals schläfst und immer wachst.

Ich ehre Dich, o Gott AMA, und bitte Dich um Deine göttliche Kraft,

Deinen Segen für meinen Körper, meine Seele und meinen Geist,

Und um Deine Hilfe, um alle Feinde der Finsternis zu erkennen

Und mit ihrem Ego niederzuschlagen.

 

O Gott AMA, ich ehre Dich,

der Du mit dem Glanz des reinen Goldes in Deinem Herzzentrum geschmückt bist,

Der Du als Erster auf dem großen Gipfel des Weltenberges sitzt,

Der Du den Geschöpfen Deine Gunst bezeugst

Und Deine göttlichen Strahlen in das ganze Universum schickst.

Ich bitte Dich um Deine göttliche Ernährung und Versorgung,

O Herr dieser Erde, der Du hohe Gebirge,

Reich an Wiesen und Wassern, hervorgebracht hast,

Und tiefe Täler, reich an Schatten und Fruchtbarkeit.

O Gott AMA, ich ehre Dich, der Du die Säulen des Universums erhältst,

Und sie fest und unerschütterlich machst.

Ich bitte Dich um Deinen göttlichen Segen der Liebe.

Ich danke Dir. Amen

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über die 7 Todsünden und die 7 Tugenden und ihre Wirkung berichten.

Der Mensch bzw. sein Ego wird vom Anti-Gott permanent in Versuchung geführt. Dabei bedient sich Luzifer sieben anti-göttlicher Strahlen, auch Todünden oder Untugenden genannt, für die das Ego des Menschen offen und empfänglich ist. Sie zusammen ergeben die Wurzel des Egoismus (Asmita), die das göttliche Seelenlicht verdunkeln und verunreinigen. Besonders hellsichtige Menschen können den Prozentsatz dieser anti-göttlichen Strahlen in der Aura des Menschen sehen und auswerten.

Im Christentum werden die 7 anti-göttlichen Strahlen auch als die 7 Todsünden bezeichnet, die den Menschen hinab zur Hölle führen. Sie lauten: Hochmut, Neid, Zorn, Habgier, Trägheit, Völlerei und Wollust.

  1. Hochmut

Hochmut ist die oberste und stärkste Sünde des Anti-Gottes, der sich am Anbeginn der Schöpfung gegen Gott AMA auflehnte. Hochmut ist die mit Blindheit geschlagene Überheblichkeit und die Selbstüberschätzung, mit dem sich der Hochmütige an sich und seinem Ego berauscht und sich über Gott stellt.

Hochmut ist der Ursprung aller anderen Todsünden. Aus Hochmut entsteht der Neid, nämlich aus der Überzeugung, dass man etwas Besseres verdient. Der Hochmut entfacht den Zorn, denn der Hochmütige ist unduldsam und ungeduldig, wenn seine Ansprüche nicht erfüllt und respektiert werden. Hochmut spricht aus den Besitztümern und materiellen Gütern, die die Habgier zusammengerafft hat. Der Hochmütige verfällt in Trägheit, weil er irgendwann glaubt, alles erreicht zu haben und sich nicht mehr anstrengen zu müssen. Der Hochmut steht hinter übermäßiger Selbstverwöhnung und Sinnesbefriedigung, die das Merkmal der Völlerei sind. Und der Hochmut erhebt auch in der Befriedigung seiner sexuellen Lust vermessene Ansprüche.

Der Hochmut der modernen Wissenschaften und der High-Tech-Gesellschaft von L’Egoland ist eng verbunden mit der gleichzeitigen Abwertung und Leugnung Gottes, ungeachtet der Tatsache, dass jeder Mensch eines Tages sterben und zu Gott zurückkehren muss – auch wenn er Seine Existenz Zeit seines Lebens geleugnet hat.

Der Hochmütige ist stolz auf sich und sein Ego und glaubt, dass er wichtiger und mächtiger als sein Schöpfer (Gott AMA) ist. Diese Selbstüberschätzung findet sich nahezu in der gesamten 3. Dimension und den Minus-Dimensionen.

Zum Hochmut zählt auch der Stolz auf vergängliche Dinge und die Eitelkeit auf das persönliche Erscheinungsbild. Jeder möchte das Beste aus seinem Ego und seinem Körper machen, ohne zu erkennen, dass es sich nicht um das wahre Selbst handelt, sondern nur um das „niedere Fahrzeug“ der Seele.

  1. Neid

Neid ist, wenn jemand einen Mangel empfindet und etwas begehrt, was ein anderer hat, oder wenn er wünscht, dass der andere es nicht hat. Neid ist immer ein gekränktes, zurückgesetztes und verletztes Ego, das in seinem Stolz verletzt wurde.

Wer Neid in seinem Herzen trägt, ist unersättlich und kann nie befriedigt werden, denn der Neid findet immer neue Objekte, auf die er sich konzentriert. Neid ist somit der heimliche Motor hinter allen Wünschen und Bestrebungen der 3D-Konsum-Struktur von L’Egoland. Letztendlich neidet der Neider dem anderen jedoch nicht die materiellen Besitztümer, sondern den inneren Zustand, d.h. das scheinbare Glück, den Ruhm und die Zufriedenheit, die jener angeblich durch die irdischen Güter erreicht hat.

Neid ist zerstörerisch, da er das Leben des Neidischen beherrscht und in einer gefährlichen Spirale immer weiter hinab zu negativen Emotionen wie Missgunst, Herabsetzung und Schadenfreude führt, die schließlich im Hass enden.

  1. Habgier

Habgier ist mit der Wurzel der Gier (Raga) verwandt, jedoch ist sie mehr auf materielle Objekte ausgerichtet. Habgier ist die „Liebe“ zum Akt des Raffens und Sammelns,d.h.  der purem Lust am Besitzen, Anhäufen von Geld und Reichtum. Der Erwerb von Status- und Erfolgssymbolen dient dabei lediglich als Gradmesser, wie weit man auf dieser Jagd schon gekommen ist.

Die Habgier drängt den Menschen dazu, etwas besitzen zu wollen, was er letztendlich gar nicht braucht, und weit mehr haben zu wollen, als er jemals in seinem Leben genießen, verbrauchen oder nutzen kann. Es geht um den puren Ego-Luxus des Besitzes.

Die Habgier zieht den Geiz nach sich, der krampfhaft versucht das Zusammengeraffte zu behalten und zu verteidigen. In den Gedanken des Geizigen dreht sich alles um seinen Besitz und die Angst, ihn durch Diebstahl, einen Unglücksfall oder finanziellen Bankrott zu verlieren. Auf dieser Angst sind im übrigen die westliche Versicherungs-Gesellschaften aufgebaut.

Welch eine Verblendung ist dies angesichts der Tatsache, dass jeder Mensch bei seinem irdischen Tod seinen gesamten Besitz, d.h. ALLES Materielle, zurücklassen muss! Er wird nichts mitnehmen können außer seinem Seelen-Datenspeicher und den damit verbundenen Erfahrungen bzw. Karma.

  1. Zorn

Zorn ist eine mächtige, (selbst)zerstörerische Emotion, die aus Mitmenschen, d.h. Brüdern und Schwestern, eine Welt voller Feinde macht, die es zu bekämpfen gilt. Wenn der Zorn ausgelebt wird, hinterlässt er eine Welle der Verwüstung und führt zu einer überdimensionalen Wurzel des Hasses (Raga).

Die Ursache von Zorn ist Ärger, der sich in einem anstaut, und irgendwann in Form von Aggression und Wutausbrüchen an die Oberfläche dringt. Der Zornige fühlt sich angegriffen, in seiner Ehre gedemütigt, verletzt und von seinen Mitmenschen ausgeschlossen. Um die damit verbundene Angst und Trauer zu überspielen, reagiert er mit Zorn.

Der Zorn raubt einem göttliche Lebensenergie und Lebensfreude und macht den Charakter des Menschen unrein. Der Mensch wird ausgelaugt, krank und vergiftet.

Der Zorn ist die gefährlichste Waffe des Anti-Gottes, da er alles Göttliche zerstören möchte und nur schwer unter Kontrolle zu bringen ist.

  1. Trägheit

Trägheit bezieht sich sowohl auf die spirituelle Ebene (Zweifel an Gott AMA und Verweigerung des Glaubens und der Treue) als auch auf die körperliche Ebene (Antriebslosigkeit, Laschheit und Faulheit).

Der Träge weigert sich, etwas aus seinem von Gott AMA gegebenen Leben zu machen und sich anzustrengen, sich zu wandeln. Stattdessen versinkt er in der Starre und negativen Gedankenspiralen. Trägheit ist mit einer Flucht vor Gott AMA zu vergleichen: durch seine Passivität entzieht sich der Träge seiner göttlichen Aufgabe und Berufung.

Trägheit zeigt sich in existentieller Lethargie und sozialer Apathie, die schließlich in der Gleichgültigkeit mündet. Der gleichgültige Mensch lebt teilnahmslos vor sich hin und verzichtet darauf zu handeln oder zu agieren. Er ist konstant antriebslos, unfähig, Freude und Liebe zu empfinden und versinkt in tiefer Resignation und Verzweiflung, die schließlich zu Depression und Selbstmord führen kann.

Trägheit ist auch die Unfähigkeit, langfristige Ziele zu formulieren und zu verfolgen. Der Mensch vernachlässigt dadurch seine Pflichten und Verantwortlichkeiten gegenüber Gott AMA und der göttlichen Führung sowie gegenüber seiner Seele.

Der Träge erfindet mit erstaunlicher Einfallskraft immer neue Gründe, warum er sich nicht aktiv spirituell entwickeln kann. Die größte dieser Behauptungen ist, dass sein Ego und die Welt schon zu verdorben seien, so dass es keinen Sinn mehr hat, etwas daran zu verändern, da ja doch alles vergeblich ist. Dabei handelt es sich um eine typische Einflüsterung des Anti-Gottes, der das Wesen von seiner Schwingungsanhebung und Verbindung mit Gott AMA abhalten möchte. Die Trägheit ist für den Menschen auf dem spirituellen Pfad die gefährlichste aller Todsünden, da sie ihn an der Selbstdisziplin und Selbstmeisterschaft hindern möchte.

  1. Völlerei

Völlerei hat zwei Gesichter: das eine ist die Maßlosigkeit, mit der ein Mensch sich ernährt, mit dem Essen umgeht und sich bei Tisch verhält. Das andere ist ein übertriebener Ess- und Gourmetkult, der in „Gourmet-Tempeln“ aber auch zu Hause ausgelebt wird. Völlerei zieht immer niedere Energien wie Unreinheit, Geschwätzigkeit, Lärm, etc. nach sich, die zu einer Schwächung der edlen Tugenden des Menschen führen.

Völlerei ist die Sünde, die den Menschen am stärksten in seine animalische, niedere Natur zurückführt und in den niederen Dimensionen festhält. Wer sich irdischen Genüssen hingibt, lässt sich von den wesentlichen Dingen des Lebens ablenken, nämlich der Verbindung mit Gott AMA, der Meditation, der Reinheit und der Spiritualität.

Wer übermäßig isst, begeht zudem einen mutwilligen Frevel an seinem von Gott gegebenen Körper, denn jeder Mensch hat die Pflicht mit seinem „Fahrzeug“ achtsam umzugehen und es gesund zu erhalten. Nur dann kann er Gott AMA mit allen Kräften dienen.

Der Vielfraß und der Gourmet sehen Essen nicht als ein heiliges Ritual, um Speisen zu sich nehmen, sondern als gieriges und überzüchtetes, egoistisches Konsumieren. Dabei ist es letztendlich die Suche nach Zufriedenheit und Glückseligkeit (Gott), die den Menschen in die Ersatzbefriedigung des Essens (=orale Befriedigung) treibt.

  1. Wollust

Die Wollust ist eine der gefährlichsten Sünden, kann sie doch den Menschen erschüttern, moralisch zerrütten und in die Minus-Dimensionen der Gott-Ferne führen.

Für den Wollüstigen zählen statt der inneren, seelisch-geistigen Werte eines Menschen nur das Äußere (Körper und Ego). Er beurteilt die Menschen anhand ihrer Körperformen, Reize und Freizügigkeit. Gleichzeitig hat der Wollüstige selbst große Angst, nicht attraktiv und sexy genug auszusehen, so dass er einen übertriebenen Körperkult betreibt. Die Glorifizierung körperlicher Lust wird letztendlich über das unsterbliche Seele-Geist-Wesen und Gott AMA gestellt.

Die sexuelle Begierde (Wolllust) führt den Menschen hinab zum Anti-Gott und regt seine niederen Triebe an. Der Wollüstige sieht Sexualität als einzige Möglichkeit an, in der der Mensch auf der Erde Glückseligkeit und Befriedigung erlangen kann. Die Vereinigung mit Gott AMA, in der sich ein Meditierender über Stunden befinden kann und die einem dauerhafte Glückseligkeit beschert, wird vom Wolllüstigen gekonnt ignoriert. Doch letztendlich ist die Liebe zu Gott AMA die einzige Liebe, die den Tod überdauern wird, und den Menschen zu wahrhafter Erfüllung führen kann.

Gegenüber den 7 Todsünden stehen die 7 göttlichen Strahlen, die-Gott AMA kontinuierlich im Universum verbreitet, um den Gotteslichtfunken in den Wesen zu stärken und sie wieder mit IHM zu verbinden. Sie werden auch die 7 göttlichen Tugenden genannt und lauten: Demut, Großzügigkeit, Friedfertigkeit, Barmherzigkeit, Gehorsamkeit, Bescheidenheit und Enthaltsamkeit. Zusammen ergeben sie die Wurzel der Selbstlosigkeit, d.h. den göttlichen Gegenpart der Wurzel des Egoismus.

 

Gott AMA vereint alle 7 Tugenden in seinem Herzzentrum. So tragen auch all Seine Geschöpfe die Samen der 7 Tugenden im Herzen ihrer Seele (Gotteslichtfunken) und müssen sie theoretisch nur zum Aufgehen bringen, damit sie in ihnen wachsen und blühen können.

 

  1. Demut

Der Universumsgott ist in beständiger Demut vor dem Welten-Gott und seiner Schöpfung. Somit sollten auch alle Geschöpfe in Demut vor ihrem Schöpfer sein. Die demütige Annäherung an Gott als Herrn dieses Universums ist der erste Schritt, um den Versuchungen des Anti-Gottes zu widerstehen und das Ego zu meistern.

Gott ist der König des Universums. ER gibt das Königtum, wem er will, und er nimmt es, wem er will. ER ist ein gerechter und guter Herrscher, in dessen Hand alles Gute liegt. ER entscheidet über Leben und Tod. ER ehrt, wen er will, und ER erniedrigt, wen ER will.

In allen Religionen kniet man sich nieder oder wirft sich auf den Boden, um seiner Demut, Bescheidenheit und Hingabe vor Gott und Seiner Allmacht Ausdruck zur verleihen. Demut bedeutet, sich (und sein Ego) Gott zu ergeben und sich ganz unter Seine Herrschaft zu stellen. Man übergibt sein Leben Gott und stellt seine eigene, vermeintliche „Ego-Größe“ unter die wahre Größe Gottes!

  1. Großzügigkeit

Gott ist voller Großzügigkeit, Großmut und Gnade. Er ist huldreich gegenüber seinen Geschöpfen, auch wenn die meisten von ihnen IHM dafür nicht dankbar sind.

Wer großzügig ist, ist freundlich und mitfühlend. Er teilt gerne seinen materiellen wie auch seinen geistigen Besitz mit seinem Nächsten. Er ist voll Nächstenliebe.

Der Großzügige ist gütig und nachsichtig, auch gegenüber den Schwächen und Fehlern seiner Mitmenschen, denn er sieht immer das Gute in ihnen.

Der spirituelle Meister Mohammed sagte dazu:

Wahrlich, Gott hat die guten und die schlechten Taten niedergeschrieben, alsdann über sie eine Erklärung gegeben: Wer also etwas Gutes zu tun beabsichtigt und es aber nicht tut, dem schreibt Gott es bei Sich als eine volle gute Tat nieder. Wenn er es aber zu tun beabsichtigt und es tut, dem schreibt Gott es bei Sich als zehn bis zu siebenhundert Fachen, sogar bis zu noch mehr Mehrfachen guten Taten nieder. Und wer etwas Schlechtes zu tun beabsichtigt und es nicht tut, dem schreibt Gott es bei sich als eine volle gute Tat nieder. Wenn er es aber zu tun beabsichtigt und es tut, dem schreibt Gott es als eine einzige schlechte Tat nieder.“

  1. Friedfertigkeit

Gott selbst ist der vollkommene Frieden und der Verleiher allen Friedens. Wer sich IHM unterwirft, findet inneren Frieden und Zufriedenheit. Das Volk, das Seine Anordnungen befolgt, findet wirklichen Frieden. Auch der Weltfrieden ist nur auf dieser Basis möglich, wenn alle Menschen Gottes Allmacht anerkennen und sich IHM und Seinen Gesetzen unterstellen.

Wer in Frieden ist, ist frei von den emotionalen und mentalen Schwankungen und Beeinflussungen der Polarität. Er ruht in seiner inneren Mitte und ist zufrieden mit sich selbst und seiner Umwelt. Der Friedvolle kann von der Unruhe und dem Unfrieden des Egos nicht erreicht werden, da er sein inneres Seelenheil gefunden hat und in diesem verankert ist.

Frieden bedeutet auch die Hingabe an Gott, die Erkenntnis, dass er über allem wacht und alles so wie es ist, von ihm gewollt und richtig ist. Im Islam grüßen sich im übrigen alle Muslime mit dem Gruß „Der Frieden sei mit Dir.“

  1. Barmherzigkeit

Gott selbst erweist Seinen Geschöpfen immerwährende Barmherzigkeit. Wenn ein Wesen etwas Böses tut und es danach bereut und sich bessert, so ist ER barmherzig und vergibt ihm.

Der Barmherzige empfindet Erbarmen mit seinen Mitmenschen, Tieren, Pflanzen und der gesamten Schöpfung. Sein Herz ist erfüllt von göttlicher Liebe und Mitgefühl. Es ist strahlend, warm und rein.

Der Barmherzige verzeiht gnädig die Fehler oder Missetaten der Anderen, wie auch Gott den Sündern verzeiht, wenn sie sich IHM in Reue und Aufrichtigkeit zuwenden.

Barmherzigkeit ist die göttliche Liebe zu allem, was ist, im Bewusstsein, dass alles von Gott erschaffen worden ist und alles somit letztendlich EINS ist.

Der Barmherzige ist gnädig, auch mit den besiegten Feinden und Verlierern, denn er ist erbarmend, nachsichtig und vergebend.

Der spirituelleMeister Mohammed sagte dazu:

Als Gott die Schöpfung beschloss, hat Er Sich selbst in Seiner Schrift, die bei Ihm niedergelegt ist, vorgeschrieben: ‚Meine Barmherzigkeit besiegt Meinen Zorn.’“

  1. Gehorsamkeit

Der Universums-Gott ist dem Welten-Gott gegenüber gehorsam. So ist es auch selbstverständlich, dass die Menschen dem Universums-Gott und Seinen Geboten gegenüber gehorsam und treu sein müssen.

Der Gehorsame unterwirft sich ganz Gott und Seinen Gesetzen und tut nichts, was dagegen verstoßen könnte. Der eigene Wille des Egos wird zurückgestellt, um ganz den Willen Gottes ausführen zu können.

Der Gehorsame ordnet sich Gott und Seinen Geboten unter, um ein sittliches, reines Leben zu führen, das den göttlichen Tugenden entspricht. Er geht mit seinem eigenen Ego streng und unnachgiebig um, um es zu meistern und zu transformieren.

Gehorsamkeit bedeutet Treue und Liebe zu Gott. Man ist in Liebe mit Gott verbunden und möchte nichts anderes tun, als Seinem Willen zu gehorchen und danach zu handeln.

  1. Bescheidenheit

Gott ist bescheiden und mit dem, was er besitzt und geschaffen hat, zufrieden. Er giert nicht nach mehr, wie es die Eigenschaft des Anti-Gottes ist.

So sollen auch Gottes Geschöpfe bescheiden sein und mit der Rolle, die ihnen Gott gegeben hat, zufrieden sein, um das Beste daraus zu machen.

Vom spirituellen Meister Muhammad wird berichtet, dass er einst von einem Mann gefragt wurde: „Zeige mir eine Tat, durch welche mich Gott und die Menschen lieben werden.“

Muhammad erwiderte:“ Sei bescheiden auf der Welt, so wird Gott Dich lieben!

Und sei gegenüber den Menschen (dem, was sie besitzen) bescheiden, so werden Dich die Menschen lieben.“

Der Bescheidene verrichtet seine Taten mit aufrichtiger Absicht. Sein Herz ist frei vom Streben nach Anerkennung und Ruhm. Er erkennt, dass das einzig Erstrebenswerte die Liebe Gottes ist, und deshalb ist er frei vom Konkurrenz- und Neid-Denken.

Bescheidenheit beinhaltet auch Dankbarkeit gegenüber Gott, der einen ununterbrochen mit Seinen Gaben (Atem, Leben, neuer Tag) versorgt, von denen die größte der Glaube an IHN ist.

Bescheidenheit bedeutet, dass man sowohl schlechten als auch guten Dingen keine Bedeutung mehr beimisst, da man ihre Illusion erkannt hat. Dadurch wird man in Prüfungen immer standhafter und geduldiger.

Wer bescheiden ist, ist genügsam und zufrieden mit einem Leben in Einfachheit und Schlichtheit, da Gott in seinem Herzen der größte Schatz ist.

Bescheidenheit schützt vor den Versuchungen des Anti-Gottes, der einen in Mangel und Abhängigkeit ziehen möchte. Ein hoher Lebensstandard ist keine Garantie für eine gute Gottesverbindung, eine hohe Schwingung oder gar den Aufstieg zu Gott.

  1. Enthaltsamkeit

Gott selbst enthält sich durch seine hohe Schwingung automatisch von allen Dingen, die anti-göttlich, nieder und unrein sind. Er ist die höchste Reinheit.

So sollten sich Seine Geschöpfe von den niederen, unreinen, anti-göttlichen Sinnengenüssen und Trieben fernhalten, um stattdessen ein hochwertiges, tugendhaftes Leben zu führen.

Der Enthaltsame führt ein 3D-fernes Leben in höheren Dimensionen, das frei von den niederen Energien der 3. Dimension und L’Egoland ist. Er enthält sich den Versuchungen der Maya, die ihn an die Inkarnationskette und karmische Verstrickungen binden, und strebt nach einem Leben in jenseitigen Ebenen, d.h. in Gott.

Der spirituelle Meister Mohammed sagte: „Sei in der Welt wie ein Fremder oder (wie) einer, der einen Weg zurücklegt.“

Besonders hellsichtige Menschen können die Präsenz der sieben Tugenden in der Seele eines Menschen sehen und analysieren. In den meisten Wesen der 3D-Welt von L’Egoland sind die sieben Tugenden nur schwach ausgeprägt, stattdessen herrschen die 7 Todsünden vor. Dementsprechend groß ist das Ego bei den meisten Menschen.

Gott AMA selbst ist die höchste Tugendhaftigkeit. Der Anti-Gott dagegen ist die höchste Sündhaftigkeit. Je nachdem, welchen Aspekt der Mensch in sich stärkt (Ego oder Gotteslichtfunke) wendet er sich Gott oder dem Anti-Gott zu. Wer eines Tages zu Gott AMA zurückkehren möchte, muss in seiner Seele tugendhaft und rein werden.

Der Weg zur Tugendhaftigkeit und Reinheit für über die Beherrschung und Neutralisierung des Egos und seiner fünf Wurzeln des Übels. Dazu ist es erforderlich, dass das Wesen lernt, die Andockstellen für die anti-göttlichen Strahlen zu kontrollieren und bewusst zu schließen, damit die sieben Todsünden nicht mehr auf fruchtbaren Boden fallen und aufgehen können.

Danach kann mit der Stärkung des Gotteslichtfunkens über die sieben göttlichen Tugenden begonnen werden. Dies ist kein einfacher Weg, da er im Gegensatz zu der vorherrschenden Ego-Schwingung der 3D-Welt von L’Egoland steht und der Anti-Gott nichts unversucht lassen wird, um Dich davon abzuhalten. Aber mit Beharrlichkeit, Ausdauer und Selbstdisziplin wirst Du letztendlich zurück zu Gott AMA und Deinem reinen Selbst gelangen.

 

 

Das Merkmal der Selbstlosigkeit und der selbstlosen, altruistischen Menschen bzw. SGWs sind die göttlichen Tugenden (z.B. Demut, Friedfertigkeit, Bescheidenheit usw.). Altruismus ist Barmherzigkeit, Edelmut, Hingebung, Hochherzigkeit, Mildtätigkeit, Selbstlosigkeit, Uneigennützigkeit. Der Fokus ist auf den göttlichen Dienst an der Schöpfung Gottes gerichtet.

Im Gegensatz dazu stehen die Todsünden (z.B. Hochmut, Habgier, Neid usw.) das Merkmal des Egoismus, der Egozentriker und Egomanen. Egoismus ist Ichsucht und Selbstsucht. Der Fokus ist auf das eigene Ich und seine Befriedigung und Entfaltung gerichtet. In einer Art „Nabelschau“ dreht sich alles im täglichen Leben um das eigene Ich.

Selbstlosigkeit hat immer auch mit Liebe zu tun: Liebe zu Gott, Liebe zur Schöpfung Gottes, Liebe zu den Geschöpfen Gottes, dem bzw. denen man dient. Dabei werden die eigenen Interessen zum Wohle eines größeren Ganzen zurückgestellt bzw. bedeutungslos. Man begreift sich als große Universums-, Erden- oder Menschen-Familie, von der man ein Teil ist und an deren Wohl man Anteil hat. Geht es allen gut, geht es dem Einzelnen gut und umgekehrt.

Wer hingegen im Egoismus lebt, dem ist das Wohl der anderen egal. Er ist nur am eigenen Wohl interessiert: „Ich möchte glücklich sein; ich möchte ein neues Auto; ich möchte erfolgreich sein“, usw. Ein solches Wesen ist in der Selbstsucht.

Diese Wesen sind sich nicht darüber bewusst, dass sie mit ihrem Verhalten dazu beitragen, dass in der gesamten Gesellschaft ein selbstsüchtiges Verhalten an der Tagesordnung ist. Jeder Mensch ist mit seinem Verhalten ein Baustein des vorherrschenden gesellschaftlichen Klimas. Wer sich also über den Egoismus und die Gemeinheiten dieser Gesellschaft beschwert bzw. beklagt, der sollte als erstes damit beginnen, die eigene Selbstsucht abzulegen und in die Selbstlosigkeit zu wechseln. Je mehr Menschen diesen Weg gehen, um so mehr verändert sich auch das gesellschaftliche Klima dieser Welt in eine altruistische, selbstlose Gesellschaft, in der jeder wohlwollend auf den anderen schaut.

Das neue Zeitalter wird den Menschen nicht auf dem Roten Teppich präsentiert, auf dem sie mühelos in die neue Zeit schreiten können, sondern sie haben die Aufgabe, selbst kräftig daran mitzuarbeiten. Bei jedem geht es um die Bearbeitung der Selbstsucht und Ich-Bezogenheit, die in Selbstlosigkeit gewandelt werden muss. Je mehr Menschen in der Gesellschaft dies schaffen, um so mehr tragen sie dazu bei, dass das gesamte gesellschaftliche Selbstsucht-Klima transformiert wird und einem zunehmenden Klima von Selbstlosigkeit Platz macht.

Auf Sanskrit heißt Selbstlosigkeit „Nirahamkara“, d.h. ohne Egoismus, frei von ichbezogenen Zielen und Vorstellungen. Kurzum, wer im Zustand des Nirahamkara ist, ist frei vom Ego und Super-Ego, welches „Ahamkara“ heißt. „Nirahamkara“ verneint somit das Ego im Menschen und transformiert es in ein göttliches Wir-Bewusstsein, wo alle selbstlos miteinander verbunden und eins sind.

Was dabei überwunden werden muss, ist „Aham“: „Aham“ ist das begrenzte Ich, das Ego, das vom göttlichen, unsterblichen Selbst, dem SGW, verschieden ist. Manchmal kann „Aham“ auch die Individualität der Seele bezeichnen, jedoch immer ihre polare Form, die an die Inkarnationen gebunden ist. „Aham“ ist also ein begrenztes Ich-Bewusstsein, in welchem das SGW sich seines göttlichen Ursprung nicht mehr bewusst ist. Es ist wie, als ob man sich selbst im Spiegel anschaut und vergessen hat, wo sich das Original befindet, so dass man sich mit dem verzerrten Spiegelbild identifiziert. Die ursprüngliche göttliche Wahrheit „Ich bin ein Teil Gottes und werde zu IHM zurückkehren“ wird nicht mehr erkannt.

Schaue Dich selbst im Spiegel an und frage Dich: Was siehst Du? Siehst Du Dein Gesicht oder die Widerspiegelung Deines Gesichts? Dich selbst zu sehen, bedeutet, dass Du nur Dein eigenes Ego siehst. Wärest Du vom Ego frei, würdest Du sagen: „Ich sehe den Spiegel.“

Obwohl alle Menschen wissen, dass sie nur die Reflexion von sich im Spiegel sehen, erkennen sie doch nicht die Existenz des Spiegels. Was sehen sie? Sie sehen sich selbst – und das ist die Auswirkung des Ego-Bewusstseins, durch das sie gesteuert werden! Kaum jemand würde sagen, das er den Spiegel sieht, aber jeder wird behaupten, dass er sich selbst sieht. Diese Art der Sicht ist nichts anderes als eine Illusion.

Dein Ego reflektiert sich in einem einfachen Spiegelbild, aber was bedeutet das? Dein Ego kann z.B: Situationen erschaffen, in denen Du glaubst, sehr weit und sehr schnell voran zu kommen und bereits aus dem Ego-Bewusstsein der 3. Dimension ausgestiegen zu sein. Du überschätzt Dich maßlos und versuchst, noch höher zu kommen, fällst aber am Ende immer wieder zu Deinem Ausgangspunkt zurück. Denn ist Dein Ego im Spiel, bist Du an die Maya gebunden und kannst von ihr nicht frei werden. Sie zieht Dich wie ein Gummiband zu ihr zurück. Aus diesem Grund sagen alle alten Schriften der spirituellen Meister, dass die Wesen ihr Ego aufgeben und rein wie eine „Kinderseele“ werden müssen, damit sie wieder in die Einheit mit Gott eintreten können. Der kindliche, d.h. egofreie Geist, ist immer voller Lachen, Liebe, natürlich und spontan, er fließt mit dem Strom des göttlichen Lebens, ohne darüber nachzugrübeln, was morgen kommen könnte. Ein reines Kind ist voller Harmonie, unschuldig und im Einklang mit allem-was-ist – und genau das ist die Basis der Ego-Freiheit und Selbstlosigkeit.

Solange das Wesen keinen Zugang mehr zu seiner inneren „Kinderseele“ hat, ist es in der tristen, missmutigen, permanent unzufriedenen Erwachsenen-Seele seines Egos gefangen. Aus dieser entsteht dann „Ahamkara“, das Ego-Bewusstsein, dass man ein Teil der materiellen, sterblichen Welt ist und zu ihr gehört. Alles Materielle der 3 Dimension schwingt in dieser Ego-Illusion der Anhaftung und Verblendung. Ahamkara steuert das Denken im Menschen, so dass die Vorstellung in ihm entsteht, ein separates, von allen anderen Wesen – und auch von Gott – getrenntes Wesen zu sein. Aus dieser Polarität resultiert die Täuschung, die Maya als eigenständige, von Gott getrennte Realität, zu betrachten, wo man alleine von allem-was-ist ist.

„Ahamkara“, das Ego bzw. Ego-Bewussstsein, wird auch „Ich-Macher“ genannt, denn es macht die Illusion der eigenen Ich-Individualität erst möglich. Dies geschieht durch übermäßiges Selbstbewusstsein, Stolz, Eifersucht, übermäßige Ehre, Respekt und überdimensionalen Ego-Willen. „Ahamkara“ ist eng mit den fünf Sinnen, den fünf Handlungsorganen, den Empfindungen, Gefühlen, Emotionen und Wünschen verbunden. Alle diese zusammen ergeben die 7 Todsünden. Ahamkara steuert über diese den Willen und die Ziele des Menschen im dunklen Zeitalter, ohne dass er sich dessen bewusst ist. So lebt er gemäß der Eingebungen seines Egos, anstatt seines göttlichen SGWs, und wird über sein Ego von der anti-göttlichen Seite angegriffen und manipuliert.

Die Transformation von „Ahamkara“ bedeutet, dass der Mensch zurück in sein wirkliches göttliches Bewusstsein in Gott AMA eintritt. Im Sanskrit wird dieser Zustand „Aham brahmasmi“ genannt, d.h. „Ich bin ein Teil Brahmans/Gottes“. Dies meint die wesensmäßige Identität jeden Geschöpfes mit Gott AMA. „Aham“ bedeutet hier das göttliche Ich, d.h. die individuelle Seele, des Menschen und nicht sein Ego. Das bis dahin vorherrschende Bewusstsein „Aham Dehasmi“, d.h. „Ich bin materieller Körper!“ muss aufgegeben werden, denn nur wenn man die Identifikation mit dem physischen Fahrzeug aufgibt, kann man in sein unsterbliches feinstoffliches SGW-Bewusstsein eintreten.

Manche spirituellen Menschen glauben, dass sie bereits im SGW-Bewusstsein schwingen, erkennen jedoch nicht, dass sie sich noch nicht in ihrer freien, in Gott aufgegangenen Seele befinden, sondern nur in ihrer individuellen polaren Seele, die von allem anderen getrennt ist. Sie sind weiterhin in ihrem Ego gefangen, wenn auch in einem höheren Seelen-Ego-Zustand. Dieser Zustand wird „Aham jivasmi“ genannt, d.h. „Ich bin eine einzelne, begrenzte Seele.“ Wer sich mit diesem Bewusstseinszustand identifiziert, hat noch nicht erkannt, dass hinter jeder Einzelseele, die sich in einem Leben inkarniert, eine große, unsterbliche Gruppenseele steht, die von Gott geschaffen worden ist, so dass jede Einzelseele viele Brüder und Schwestern hat. Jede Seele ist Teil einer großen Seelengeschwister-Familie. Erst wenn man in dieses höhere Bewusstsein eintritt, kann man in die göttliche Realität des Wir-Bewusstseins gelangen und erkennt, dass man nie alleine ist.

Der Zustand von „Nirahamkara“, d.h. der Ego-Freiheit und Selbstlosigkeit, ist die Basis für die 7 Unterwurzeln der göttlichen Tugenden, dem „Sadacara“, d.h. dem richtigen, göttlichen Verhalten, gemäß der göttlichen Gesetze und Moralvorstellungen, und der „Satkritri“, der göttlichen Tugendhaftigkeit, der Freundschaft, Offenheit und dem demütigen Bereitsein im Sinne der göttlichen Wahrheit und des göttlichen Plans. Dadurch hebt sich der Bewusstseinszustand des Wesens an und es tritt in den besten, erstrebenswertesten Zustand der Liebe und Einheit ein. Die Tugenden werden zur Basis für spirituelle Früchte, Glück Freude, Wohlbefinden und Gnadengaben im Leben.

Die Selbstlosigkeit ist gleichzeitig die Grundlage für das Wachstum der Guna Sattva, die durch die Tugenden genährt wird. Denn wer tugendhaft lebt, denkt und handelt, der schwingt im Bewusstsein der Reinheit, der Güte, der Stabilität, des Muts, der Neutralität, der göttlichen Wahrheit und des göttlichen Seins. Die anderen zwei Gunas Rajas und Tamas haben automatisch abgenommen und die Guna Sattva hat sich ausgedehnt und erfüllt den selbstlosen Menschen mit seinem Licht der Reinheit, Demut und Wahrhaftigkeit.

Der Weg zu diesem Zustand der Selbstlosigkeit geht über drei Stufen. Zuerst folgt die Stufe der Leistungsfähigkeit, d.h. die Tüchtigkeit des Wesens auf dem spirituellen Pfad. Damit ist sowohl das einwandfreie Ausführen von körperlichen als auch von geistigen Übungen und Handlungen gemeint. Diese Tüchtigkeit setzt volle Konzentration und Bewusstsein des eigenen Selbst voraus. Sind Konzentration und Achtsamkeit nicht vorhanden, kann das Ego nie beherrscht werden. Um im göttlichen Sinne tüchtig und leistungsfähig zu sein, brauchst Du keine besonderen Fähigkeiten zu erlernen, sondern nur mutig und tatkräftig sein. Wichtig allein die SGW-Bewusstheit, die Konzentration und die Fokussierung, d.h. Du darfst Dich nicht mit Deinem Ego ablenken oder in die polare Welt hineinziehen lassen, sondern solltest mit Deinem neutralen Beobachter alles von außen betrachten.

Aus dieser göttlichen Leistungsfähigkeit ergeben sich die Gelassenheit und der göttliche Gleichmut. Innerlich gelassen zu sein bedeutet, dass Dich weder Erfolg noch Misserfolg aus der Ruhe bringen. Du schwingst nicht mehr im Sturm der polaren Kräfte hilflos vom positiven zum negativen Pol und zurück, sondern bist in Dir und Deiner inneren Mitte ruhend. Dazu ist es erforderlich, dass Du Dich von falschen Erwartungen löst, denn diese stärken Dein Ego und schwächen Dein göttliches SGW-Bewusstsein.

Dadurch kannst Du in die nächste Stufe der „Freiheit von Erwartungen“ eintreten. Auch wenn Du Dich als inkarniertes Wesen nicht vom Tun befreien kannst, ist es doch möglich, dass Du Dich von den Früchten der Handlungen löst. Du kannst Dich also jederzeit frei von den Erwartungen auf bestimmte Ergebnisse machen, die aus Deinen Handlungen entstehen. Auf diese Weise zähmst Du auch die Gier in Dir und reagierst neutraler und freier.

Dies ist die Grundlage für die Selbstlosigkeit. Wenn Du frei von egoistischen Gefühlen bist und von Deinen Gefühlen nicht auf dem polaren Meer hin- und hergetrieben wirst, befindest Du Dich auf dem Weg der Tugendhaftigkeit, der Rechtschaffenheit und der gerechten göttlichen Handlung. Die Selbstlosigkeit und das Freisein von jeglichen Fesseln des Egos führt Dich auf dem Weg der drei göttlichen Strahlen des Lichts, der Liebe und des Lichts zurück zu Gott AMA und Seinem Herzzentrum. Dieser Pfad ist frei von Todsünden und Disharmonien.

Todsünden und Disharmonie bedeutet letztendlich dasselbe. Beides ist ein unausgewogener Seinszustand in den Minus-Dimensionen, der Dich davon abhält, Deine wahre göttliche Natur und Deinen göttlichen Weg zu erkennen und Deine Achtsamkeit für das Göttliche zu bewahren. Nur durch Selbstlosigkeit kannst Du den sündhaften Pfad der Disharmonie und der Todsünden vermeiden. Selbstlosigkeit bedeutet auch, dass Du in Deinem ganzen Wesen einfach, bescheiden, ernsthaft, demütig und wunschlos bist. Du unterwirfst Dich dem Willen Gottes und des göttlichen Plans.

Drei wichtige Eigenschaften sind notwendig, damit die Selbstlosigkeit in Dir wachsen kann:

  1. Ziel, Richtung und die übernommene göttliche Verpflichtung ernsthaft und gewissenhaft ausführen.
  2. Einfachheit im Tun und Denken bewahren.
  3. Das Herz der Liebe, Barmherzigkeit und Güte Gottes zu allem-was-ist öffnen.

Auf diese Weise führt die Selbstlosigkeit zur Entsagung vom Ego, den Wurzeln des Übels und der Maya. Ein wahrhaft göttlich Entsagender hat sich selbst und sein Ego unter Kontrolle und ist von seinem Verlangen frei. Er erlangt wahre göttliche Erleuchtung in Gott AMA. Sich selbst und sein Ego unter Kontrolle zu haben, ist der erste wichtige Schritt. Frei von seinen Ego-Wünschen zu sein, ist der zweite Schritt.

„Ich möchte“ ist immer der Anfang eines Wunsches. Es gilt zu erkennen, welche Wünsche Dein göttliches Selbst auf seinem spirituellen Weg einschränken und zurückhalten und welche Wünsche Deinem göttlichen Selbst Auftrieb geben und Dich fördern. So werden aus Ego-Wünschen selbstlose, positive, göttliche Wünsche.

Der von seinen Wünschen getriebene, unreine Ego-Geist ist ein unwissender Geist, weil er nicht voll bewusst und erweckt ist. Er erkennt nicht, was wirklich und unwirklich, wahr und wahrhaftig ist. Er kann nicht mehr zwischen richtig und falsch, göttlich und anti-göttlich, lichtvoll und dunkel, recht und unrecht unterscheiden und ist nur von dem Verlangen getrieben, sich selbst und seine Sinne und Bedürfnisse zu befriedigen. Daraus entstehen die 7 Todsünden, die den Menschen beherrschen. Der Mensch ist durch diese verunreinigt, weil immer eine der Todsünden in ihm vorherrschend ist. Die 7 Tugenden dagegen sind nicht präsent, da das Wesen sie in seinem Irrtum nicht erkennen kann.

Trotzdem ist es paradoxerweise genau dieser Ego-Geist, der Dich zur göttlichen Transformation führen kann. Voraussetzung dafür ist, dass Du die Kraft Deines unreinen Ego-Geistes nutzt, um Deine Aufmerksamkeit auf das reine göttliche SGW-Bewussstsein in Dir zu lenken. Dadurch wird diese Kraft zu wahrem göttlichen Wissen. Das reine Bewusstsein ist frei vom Verlangen und den Ambitionen des Egos. Der reine göttliche Geist ist sich dann seiner Gesamtheit und Einheit in Gott AMA (in Form des Wir-Bewusstseins) wieder bewusst, und sieht sich nicht nur eines Teils einer einzelnen Erfahrung, wie im Ego-Bewusstsein der 3. Dimension.

Es ist das Ziel des spirituellen Pfades vom unreinen Bereich der Todsünden und des Ego-Geistes zum reinen Bereich der Tugenden und des göttlichen SGW-Geistes zu gelangen, d.h. sich vom Zustand der zerstreuten Ego-Wünsche zu einem Zustand der göttlichen Selbstlosigkeit zu erheben. Erst dann kann ein Wunsch wirklich positiv, konstruktiv und frei von Erwartungen des Egos werden, so dass er im göttlichen Sinne wirken kann. Er bezieht dann alles-was-ist mit ein. Wenn Du den unreinen Ego-Geist überwindest, Reinheit des Geistes erlangst und die Fähigkeiten Deines göttlichen SGW-Geistes erweckst, dann erlebst Du göttliches Wir-Bewusstsein, Einheit und göttliche Transzendenz in allem-was-ist.