Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über die Ur-Elemente, die drei Doshas und ihre gesundheitlichen und krankmachenden Einflüsse auf den Körper und die Seele berichten.

 

Die Fortsetzung der drei Gunas auf der körperlichen Ebene sind die drei Doshas, nämlich Vata, Pitta und Kapha, welche auch im Ayurvda als Konstitutionstypen des Menschen bezeichnet werden. Die drei Doshas zeigen die Wirkung der drei Gunas auf der materiellen und elementaren Ebene des Menschen, wohingegen sich die Gunas mehr auf die seelische und spirituelle Ebene beziehen. Die drei Doshas sind dabei eng mit den fünf Elementen verbunden, wobei immer ein Dosha aus zwei Elementen besteht. So werden Vata-Typen von der Luft beherrscht, haben aber eine sekundäre Komponente aus Äther bzw. Raum in sich, vor allem in den Knochen und Gelenken. Der Pitta-Typ wird vom Feuer dominiert, hat aber eine sekundäre Wasser-Komponente, die sich in Körperflüssigkeiten, wie Blut und Verdauungssäften, zeigt. Der Kapha-Typ wird vom Wasser beherrscht, hat aber eine sekundäre Komponente aus Erde in Form von Haut und Schleimhäuten in sich.

Die drei Doshas werden auch als drei Arten der Prana- und Lebensenergie bzw. biologischen „Säfte“ im Menschen bezeichnet, die die Basis für Gesundheit oder Krankheiten sind.

Ein disharmonisches Dosha kann krank machen, Dinge verderben lassen oder Schmerzen verursachen. Vata bedeutet auch „Wind“, Pitta „Galle“ und Kapha „Schleim“. Wind, Galle und Schleim sind die drei Hauptformen der Gifte, die Schmerzen und Krankheiten im Menschen hervorrufen, wenn sie sich in seinen feinstofflichen Körpern und in seinem physischen Körpern ansammeln. Wind macht trocken, steif, nervös und schwach. Galle löst Infektionen, Entzündungen, Blutungen und Fieber aus. Schleim führt zu Verstopfung, Wassereinlagerungen, Übergewicht und Verschlackung.

Die drei Doshas werden zusammen auch Tridosha (=drei Doshas) genannt. Dosha bedeutet wörtlich „Mangel“, „Unreinheit“ oder „Fehler“. Dosha ist aber auch Organisation. Solange die Doshas von Qualität und Umfang her normal und ausgeglichen sind, halten sie ein harmonisches Körper- und KW-System aufrecht. Sobald sie aber ihr Gleichgewicht verlieren, schädigen, verunreinigen und beeinträchtigen sie das Körpergewebe, das Körperwesen, die Psyche und sogar die Seele und werden dann zu den giftigen „Doshas“.

Um die drei Doshas herum befinden sich die fünf ElementeÄther/Raum, Luft, Feuer, Wasser und Erde, welche sich in den fünf Sinnen manifestieren. Die Ur-Form der fünf Elemente wird auch Tanmatras genannt. „Tan“ bedeutet „fein“ und „Matra“ steht für „Elemente“. Tanmatras, die feinstofflichen Ur-Elemente, befinden sich außerhalb der Maya im Herzzentrum von Gott AMA. Durch ihre Ur-Energie entstehen die irdischen fünf Elemente im Universum. Jedes irdisches Element gehört deshalb zu einem Teil dem Tanmatras an, enthält aber auch einen Teil der Ur-Materie. Die fünf Elemente sind auch mit den fünf handelnden Organen – Mund, Hände, Füße, Sexualorgane und Ausscheidungsorgane – verbunden, die es dem inkarnierten Seele-Geist-Wesen ermöglichen, auf die Eindrücke der materiellen Welt zu reagieren. Die fünf Elemente sind:

Der Äther bzw. der Raum ist das Medium, durch das Töne übermittelt werden und gehört damit zur Funktion des Hörens und dem Sinnesorgan Ohr. Das Handlungsorgan, das damit verbunden ist, sind der Mund und die Stimmbänder, die Töne produzieren.

Die Luft ist mit dem Tastsinn verbunden und das Sinnesorgan der Berührung ist die Haut. Das handelnde Organ ist die Hand, wobei die Haut der Hand besonders empfindlich ist und die Hand für die Handlungen des Festhaltens, Gebens und Nehmens verantwortlich ist.

Das Feuer, das sich als Licht, Wärme und Farbe manifestiert, gehört zum Sehen. Das Sinnesorgan des Sehens ist das Auge. Das zum Sehsinn gehörende Handlungsorgan sind die Füße. Denn ein blinder Mann kann zwar gehen, doch sein Gehen ist richtungslos. Erst die Augen geben seinem Gehen Richtung.

Das Wasser gehört zum Geschmack. Das Sinnesorgan des Geschmacks ist die Zunge. Ohne Wasser kann die Zunge die verschiedenen Geschmäcker nicht wahrnehmen. Das zugehörige Handlungsorgan sind die Hypophyse und die Genitalien. In den alten Lehren Indiens gelten die Geschlechtsorgane als untere Zunge und die Zunge im Mund als obere Zunge. Wer seine obere Zunge und damit sein Ego unter Kontrolle hat, hat auch die untere Zunge und seine Wollust im Griff und umgekehrt.

Die Erde gehört zum Geruchssinn. Das Sinnesorgan des Geruchs ist die Nase. Die damit verbundenen Handlungsorgane sind die Ausscheidungsorgane. Die Nase steht in Verbindung mit dem Anus. Dies zeigt sich darin, dass ein Mensch mit Verstopfung oder unreinem Darm einen schlechten Atem und einen schwachen Geruchssinn hat.

Die drei Doshas – Vata, Pitta und Kapha – binden die fünf Elemente im irdischen, lebenden Körper. Sie sind die wirkenden Kräfte der DNA, die den Bauplan für den menschlichen Körper bilden. Sie sind somit die universellen Handlungskräfte der göttlichen Ur-Energie in der Materie. Der gesamte Körper ist, wie auch das gesamte Universum, ein Zusammenwirken der fünf Ur-Elemente: Äther, Luft, Feuer, Wasser und Erde. Vata, Pitta und Kapha sind hierbei Kombinationen der fünf Elemente, die sich in der gesamten Schöpfung als göttliche Grundstruktur manifestieren.

Jeder Mensch hat ein vorherrschendes Dosha, d.h. entweder ist er ein Kapha-Typ, ein Pitta-Typ oder ein Vata-Typ. Es kann zwar auch Mischtypen geben, aber ein Element ist immer dominierend. Die Doshas sind mit den drei Gunas verbunden, wobei die Gunas sich abwechseln und nicht so dauerhaft wie das Haupt-Dosha sind. Die Gunas bestimmen den Geist und den spirituellen Zustand und das Dosha die körperliche und energetische Verfassung. Nicht immer muss ein Mensch, der im Geiste Tamas ist, automatisch auch im Körper Kapha sein. Ebenso wenig muss ein Kapha-Typ nicht automatisch immer einen Tamas-Geist haben.

Jeder Dosha-Konstitutionstyp hat seine eigenen speziellen Bewegungen und Haltungen, weil das Dosha den Körper und das Körperwesen prägt. Ein Vata-Typ hat z.B. eine andere Körperstruktur als ein Pitta- oder Kapha-Typ und bewegt sich anders, weswegen er auch andere Yoga-Asana-Abfolgen braucht. Dies muss bei der Yoga-Praxis berücksichtigt werden, damit sie wirklich effektiv sein und das Seele-Geist-Wesen-Bewusstsein des Wesens gestärkt werden kann.

Die Doshas beeinflussen auch die Gefühle und können in dieser Hinsicht ebenfalls in Disharmonie und Ungleichgewicht sein. Vata, der Wind, erzeugt Angst, deren Ursache ein Gefühl mangelnder Erdung, Erden-Selbst- und SGW-Verbindung ist. Pitta, das Feuer, löst Hass und Wut aus, wenn sich im Körper zu viel Hitze und Leidenschaft des Egos ansammeln. Kapha, das Wasser bewirkt, dass man gierig an irdischen Menschen und Dingen der Maya klammert

 

Nachfolgend werden die drei Doshas näher erläutert:

  1. Kapha

Kapha ist eng mit der Guna „Tamas“ verbunden, welches die Wirkung des Dsoha auf der spirituellen Ebene zeigt. Der Begriff Kapha setzt sich aus den zwei Sanskrit-Worten „ka“ (= Wasser) und „pha“ (=gedeihen) zusammen, also „das, was durch Wasser gedeiht“. Kapha besteht aus Wasser (primär) und Erde (sekundär). Es ist in seinen Eigenschaften schwer, langsam, matt, kalt, ölig, flüssig, schleimig, dicht, glatt, weich, statisch, klebrig, trüb, hart und grobstofflich. Zu viel Schlaf ist für Kapha- und Tamas-Typen nicht zu empfehlen, denn es verstärkt das Gefühl von Schwere, Stagnation und Müdigkeit. Zwar benötigt man diese Qualität für Erdung, Zentriertheit und Stabilität, doch zu viel von dieser Energie verlangsamt die Verdauung, den Stoffwechsel und führt zu irdischer und spiritueller Trägheit. Auch eine schwere, reichhaltige, fette Ernährung mit viel Fleisch, Käse, Joghurt und Zucker fördert die Schwere von Kapha, ebenso körperliche Inaktivität, Faulenzen und Kälte.

Kapha hält zurück und bewahrt. Es hemmt sowohl die Bewegung von Vata als auch die Bewegung von Pitta. Außerdem dient es den beiden anderen Doshas als Brennstoff, aus dem sie Energie gewinnen, um sich zu stabilisieren. Kapha ist im positiven Sinne das irdische, stabile Fundament, aus dem alles andere wächst, im negativen Sinne das Brett vor dem Kopf, das einen an der spirituellen Entwicklung und Schwingungsanhebung behindert. Auf der körperlichen Ebene wirkt Kapha hauptsächlich durch das Blutplasma und durch die Lymphe. Es ist die grundlegende Nährlösung, welche die Hauptmasse des Körpers ausmacht und alles Gewebe versorgt. Es hält alle körperlichen Substanzen zusammen und bewahrt ihre Kraft.

Kapha-Typen sind meist kleiner als durchschnittliche Menschen, können aber auch manchmal groß sein. Sie sind immer stämmig gebaut und neigen zu Fettpolstern und Wassereinlagerungen. Ihre Durchblutung ist schlecht, ihre Haut dick und oft feucht. Ihr Appetit ist regelmäßig und ausgeprägt, ihr Stoffwechsel und ihre Ausscheidung sind träge. Sie leiden am meisten unter Feuchtigkeit und Kälte. Kapha-Menschen sind meist emotional und haben starke, starre und beständige Gefühle. Sie sind eher ruhig, gemütlich, treu, dickköpfig und zuverlässig. Da sie mit ihrem Ego sehr anhaftend sind, fällt ihnen das Loslassen schwer. Kapha-Menschen machen nicht gerne Sport und müssen dazu erst überzeugt werden. Sie machen deshalb erst dann Yoga, wenn sie für sich erkannt haben, dass sie die Asanas brauchen, um gesund zu bleiben und sich spirituell zu entwickeln.

Das negative Potential des Kapha-Typs:

Kapha-Typen sind oft übergewichtig und dick und sitzen zu viel, weil sie zu faul sind, um sich zu bewegen. Ihre Lungen sind verstopft, was ihre Atmung erschwert. Sie strengen sich nicht gerne an und können sich nur schwer ohne Anstoß von außen oder durch ihren spirituellen Lehrer ändern. Er muss sie ständig auffordern, mehr zu tun und nicht in eine Ego-Bequemlichkeit abzufallen, damit sie nicht aufgeben und sich wandeln.

Das positive Potential des Kapha-Typs:

Kapha-Typen sind in fast allem, was sie wirklich tun möchten, beharrlich und haben einen starken Willen. Wenn sie etwas angefangen haben, halten sie pflichtbewusst und voller Eifer daran fest. Beim Yoga bleiben sie ruhig und ausgeglichen. Sie lieben das irdische Leben und stehen mit beiden Beinen fest auf der Erde.

 

  1. Pitta

Pitta ist eng mit der Guna „Rajas“ verbunden, welches die Wirkung des Dosha auf der spirituellen Ebene zeigt. Der Begriff Pitta stammt vom Sanskrit Wort „tap“, was „erwärmen“ und „ernst“ oder „genügsam sein“ bedeute. Pitta stellt das Feuer-Prinzip im Körper dar, u.a. das Magenfeuer. Wirklich alles, was in den Körper kommt, muss verdaut oder „gekocht“ werden, vom Anblick eines Films und dessen Emotionen bis zu einer in den Mund gesteckten Erdbeere.

Pitta ist feurig, gebündelt und durchdringend. Es kann aber auch schneidend wirken und schaden. Darum muss es immer wieder in Frieden und Ruhe gebracht werden. Die Pitta-Energie gleicht einem Lichtstrahl, der den Augen weh tut, der aber auch erleuchten kann, wenn man ihn breiter macht und von der Ego-Fokussierung weg lenkt. Pitta als positive Kraft ist reine Lebensenergie und Vitalität, die durch gutes Blut und gute Durchblutung gebildet wird. Sie nährt das innere Feuer in Form von Mut und Willenskraft. Als negative Kraft ist Pitta jedoch auch der Abfall des Egos, der durch eine übergroße Wurzel des Hasses/Dvesha entsteht und die Leber, Galle und das Blut vergiftet.

Das negative Potential des Pitta-Typs:

Pitta-Typen sind oft überhitzt und leicht reizbar. Ihnen fehlt die Geduld, mit dem spirituellen Üben oder den Yoga-Asanas zu beginnen oder sie durchzuhalten. Andererseits übertreiben sie es manchmal bei der Selbstkasteiung, den Yoga-Asanas und Meditationsübungen und üben zu aggressiv, wodurch sie sich verletzen. Dann sind sie nach dem Üben noch reizbarer oder sogar wütend und zornig. Pitta-Typen neigen dazu, sich auf Asanas oder spirituelle Bereiche zu beschränken, die ihnen leicht fallen, und jene Dinge zu vernachlässigen, die ihre spirituelle Entwicklung weiter fördern und ihr Ego verkleinern könnten.

Das positive Potential des Pitta-Typs:

Pitta-Typen können sich von allen drei Dosha-Typen am besten konzentrieren, da ihr Geist wach und scharf ist. Zudem haben sie die größte Entschlossenheit und Zielstrebigkeit. Sobald sie mit einer disziplinierten, korrekten Übungspraxis angefangen haben, bleiben sie dabei, da sie als „Erfolgstypen“ Erfolg haben wollen. Sie sind besonders ordentlich und beständig, müssen jedoch ihre Energie in die richtigen Bahnen lenken, damit sie ihre spirituelle Entwicklung oder Yoga nicht verbissen üben, sondern dabei Freude und Liebe empfinden können.

 

  1. Vata

Vata ist eng mit der Guna „Sattva“ verbunden, welches die Wirkung der Dosha auf der spirituellen Ebene zeigt. Das Wort Vata kommt vom Sanskrit-Wort „vah“, was tragen, bewegen oder Fahrzeug bedeutet. Vata ist also das Prinzip der Beweglichkeit, das alle Aktivitäten im physischen Körper steuert, von der Menge der Gedanken, die Du in einem bestimmten Zeitraum hast bis hin zu der Effizienz, mit der sich Nahrung durch Deinen Darm bewegt. Die Vata-Energie ist für Freude, Glücksgefühle, Kreativität und Ausscheidung verantwortlich. Prana, die göttliche Lebensenergie, unterliegt Vata. Wenn Vata, d.h. Prana, den physischen Körper verlässt, hört das irdische Leben auf und das SGW geht in die feinstofflichen Ebenen. Vata ist eng mit den höheren, feinstofflichen Dimensionen verbunden. Dadurch fehlt ihm aber auch die Erdung und Stabilität.

Vata bewegt sich entweder zu heftig oder zu schwach, so wie der Wind auffrischt oder abflaut. Vata, das sich zu stark bewegt, äußert sich im Yoga in Form von hektischen, exzessiven Bewegungen, Zittern, Schütteln, Nervosität, Verwirrung/Verblendung, Darmgasen und übertriebener Ego-Aktivität. Vata, das sich zu wenig bewegt und zu sehr im Äther ist, äußert sich in Form von Lähmung, Steifheit, Krämpfen, geistiger Leere und Unpräsenz des SGW und Erden-Selbst. Vata sollte man sanft bändigen und fördern, erden und stabilisieren, damit seine polaren Kräfte neutralisiert werden können und es nicht in sich zusammenfällt. Vata braucht ständig eine Harmonisierung, um auf seinem spirituellen Weg des Lichts stabil und kontinuierlich voranschreiten können, und nicht von den polaren Kräften der Maya und der anti-göttlichen Seite aus dem Gleichgewicht gebracht und angegriffen zu werden.

Das negative Potential des Vata-Typs:

Vata-Typen leiden häufig an einer Steifheit ihres Körpers, weil ihr Gewebe trocken ist. Wegen des geringen Körpergewichts sind die Gelenke und Nerven schlecht gepolstert und die Gewebe nicht feucht genug. Dadurch fehlt es ihnen an innerer Spannkraft. Die Verletzungsgefahr ist größer, weil sich Vata-Typen abrupt bewegen und im Sport oder Yoga, aber auch im spirituellen Sektor zu Extremen neigen. Ihre emotionale Instabilität macht sie zudem angreifbar für polare Ego-Energien, Fremdenergien, anti-göttliche Kräfte, Menschenmengen oder ungewohnte Situationen, die sie völlig aus der Bahn werfen und zu psychischen Zusammenbrüchen führen können. Der Vata-Typ ist empfindsam und sensibel wie eine Blume, die leicht welkt. Anfangs ist er begeistert, aber er ist auch schnell enttäuscht und gibt leicht auf. Dies betrifft auch seine spirituelle Entwicklung oder das Erlernen einer neuen Sache. Darum braucht er besondere Zuwendung und Ermutigung

Das positive Potential des Vata-Typs:

Vata-Typen haben eine gute Imaginationskraft und Hellsichtigkeit. Sie sind feinfühlig und flexibel für Veränderungen und lieben körperliche Bewegung, wie Sport, Tanzen und Yoga. Sie sind körperlich und geistig aktiv und ausdrucksvoll und machen gerne etwas Neues. An Yoga-Übungen finden sie schnell Gefallen; sie werden für sie bald zur Gewohnheit, die sowohl ihrem Körper als auch ihrem Seele-Geist-Wesen gut tun.

 

Jede Asana-Übung im Adma-Yoga hat eine spezifische Wirkung auf die drei Doshas und Gunas, ähnlich wie die Nahrungsmittel je nach ihrer Energie, Schwingung und Zusammensetzung die drei Doshas und Gunas günstig oder ungünstig beeinflussen. Ebenso können Asana-Übungen die Doshas und Gunas stärken oder vermindern. Mithilfe der Atmung kann dabei die Wirkung einer Asana-Übung auf die drei Doshas und Gunas modifiziert und verändert werden.

Wenn Du eine Yoga-Übung für Deine drei Gunas bzw. Doshas praktizieren möchtest, solltest Du zuerst wissen, welche Guna-Energie jetzt in Dir jetzt präsent ist und welcher Doshas-Konstitution Du angehörst. Es kann hier auch Mischtypen geben, die aus zwei Gunas bzw. Doshas bestehen. Während sich die drei Gunas im Menschen immer wieder abwechseln, bleiben die drei Doshas in der Regel ein Leben lang gleich. So hat jeder Mensch einen individuellen Dosha-Konstitutionstyp, den er kennen und dem er sich bewusst sein sollte, um entsprechend seine gesundheitlichen Schwächen zu bearbeiten und seine körperlichen Stärken zu fördern.

Zusammenfassend bedeutet das: Die feinstofflichen Energien werden in jedem Menschen durch die drei Gunas Rajas, Tamas und Sattva definiert, die körperlichen Energien und die Gesundheit durch die drei Doshas Vata, Pitta und Kapha. Die Struktur der drei Gunas dienen dabei der Transformation der geistigen und mentalen Kräfte (auch Seelen-Blockaden aus früheren Leben), die Struktur der drei Doshas der Harmonisierung von Körper, Körperwesen, Erden-Selbst und Seele.

Die Bearbeitung, der Ausgleich und das In-Frieden-Bringen sowohl der drei Doshas als auch der drei Gunas in Dir sind wichtig, wenn Du Dich selbst als ganzheitliches göttliches Gesamtwesen aus Körper, Körperwesen, Seele-Geist-Wesen und Erden-Selbst erkennen und spirituelle Erleuchtung erlangen möchtest. Sie bilden die Grundlage der universellen, göttlichen Adma-Yogapraxis, die Dich in einen Zustand der Bewusstheit und dauerhaften Gesundheit führen wird.

 

 

 

 

Das Merkmal der Selbstlosigkeit und der selbstlosen, altruistischen Menschen bzw. SGWs sind die göttlichen Tugenden (z.B. Demut, Friedfertigkeit, Bescheidenheit usw.). Altruismus ist Barmherzigkeit, Edelmut, Hingebung, Hochherzigkeit, Mildtätigkeit, Selbstlosigkeit, Uneigennützigkeit. Der Fokus ist auf den göttlichen Dienst an der Schöpfung Gottes gerichtet.

Im Gegensatz dazu stehen die Todsünden (z.B. Hochmut, Habgier, Neid usw.) das Merkmal des Egoismus, der Egozentriker und Egomanen. Egoismus ist Ichsucht und Selbstsucht. Der Fokus ist auf das eigene Ich und seine Befriedigung und Entfaltung gerichtet. In einer Art „Nabelschau“ dreht sich alles im täglichen Leben um das eigene Ich.

Selbstlosigkeit hat immer auch mit Liebe zu tun: Liebe zu Gott, Liebe zur Schöpfung Gottes, Liebe zu den Geschöpfen Gottes, dem bzw. denen man dient. Dabei werden die eigenen Interessen zum Wohle eines größeren Ganzen zurückgestellt bzw. bedeutungslos. Man begreift sich als große Universums-, Erden- oder Menschen-Familie, von der man ein Teil ist und an deren Wohl man Anteil hat. Geht es allen gut, geht es dem Einzelnen gut und umgekehrt.

Wer hingegen im Egoismus lebt, dem ist das Wohl der anderen egal. Er ist nur am eigenen Wohl interessiert: „Ich möchte glücklich sein; ich möchte ein neues Auto; ich möchte erfolgreich sein“, usw. Ein solches Wesen ist in der Selbstsucht.

Diese Wesen sind sich nicht darüber bewusst, dass sie mit ihrem Verhalten dazu beitragen, dass in der gesamten Gesellschaft ein selbstsüchtiges Verhalten an der Tagesordnung ist. Jeder Mensch ist mit seinem Verhalten ein Baustein des vorherrschenden gesellschaftlichen Klimas. Wer sich also über den Egoismus und die Gemeinheiten dieser Gesellschaft beschwert bzw. beklagt, der sollte als erstes damit beginnen, die eigene Selbstsucht abzulegen und in die Selbstlosigkeit zu wechseln. Je mehr Menschen diesen Weg gehen, um so mehr verändert sich auch das gesellschaftliche Klima dieser Welt in eine altruistische, selbstlose Gesellschaft, in der jeder wohlwollend auf den anderen schaut.

Das neue Zeitalter wird den Menschen nicht auf dem Roten Teppich präsentiert, auf dem sie mühelos in die neue Zeit schreiten können, sondern sie haben die Aufgabe, selbst kräftig daran mitzuarbeiten. Bei jedem geht es um die Bearbeitung der Selbstsucht und Ich-Bezogenheit, die in Selbstlosigkeit gewandelt werden muss. Je mehr Menschen in der Gesellschaft dies schaffen, um so mehr tragen sie dazu bei, dass das gesamte gesellschaftliche Selbstsucht-Klima transformiert wird und einem zunehmenden Klima von Selbstlosigkeit Platz macht.

Auf Sanskrit heißt Selbstlosigkeit „Nirahamkara“, d.h. ohne Egoismus, frei von ichbezogenen Zielen und Vorstellungen. Kurzum, wer im Zustand des Nirahamkara ist, ist frei vom Ego und Super-Ego, welches „Ahamkara“ heißt. „Nirahamkara“ verneint somit das Ego im Menschen und transformiert es in ein göttliches Wir-Bewusstsein, wo alle selbstlos miteinander verbunden und eins sind.

Was dabei überwunden werden muss, ist „Aham“: „Aham“ ist das begrenzte Ich, das Ego, das vom göttlichen, unsterblichen Selbst, dem SGW, verschieden ist. Manchmal kann „Aham“ auch die Individualität der Seele bezeichnen, jedoch immer ihre polare Form, die an die Inkarnationen gebunden ist. „Aham“ ist also ein begrenztes Ich-Bewusstsein, in welchem das SGW sich seines göttlichen Ursprung nicht mehr bewusst ist. Es ist wie, als ob man sich selbst im Spiegel anschaut und vergessen hat, wo sich das Original befindet, so dass man sich mit dem verzerrten Spiegelbild identifiziert. Die ursprüngliche göttliche Wahrheit „Ich bin ein Teil Gottes und werde zu IHM zurückkehren“ wird nicht mehr erkannt.

Schaue Dich selbst im Spiegel an und frage Dich: Was siehst Du? Siehst Du Dein Gesicht oder die Widerspiegelung Deines Gesichts? Dich selbst zu sehen, bedeutet, dass Du nur Dein eigenes Ego siehst. Wärest Du vom Ego frei, würdest Du sagen: „Ich sehe den Spiegel.“

Obwohl alle Menschen wissen, dass sie nur die Reflexion von sich im Spiegel sehen, erkennen sie doch nicht die Existenz des Spiegels. Was sehen sie? Sie sehen sich selbst – und das ist die Auswirkung des Ego-Bewusstseins, durch das sie gesteuert werden! Kaum jemand würde sagen, das er den Spiegel sieht, aber jeder wird behaupten, dass er sich selbst sieht. Diese Art der Sicht ist nichts anderes als eine Illusion.

Dein Ego reflektiert sich in einem einfachen Spiegelbild, aber was bedeutet das? Dein Ego kann z.B: Situationen erschaffen, in denen Du glaubst, sehr weit und sehr schnell voran zu kommen und bereits aus dem Ego-Bewusstsein der 3. Dimension ausgestiegen zu sein. Du überschätzt Dich maßlos und versuchst, noch höher zu kommen, fällst aber am Ende immer wieder zu Deinem Ausgangspunkt zurück. Denn ist Dein Ego im Spiel, bist Du an die Maya gebunden und kannst von ihr nicht frei werden. Sie zieht Dich wie ein Gummiband zu ihr zurück. Aus diesem Grund sagen alle alten Schriften der spirituellen Meister, dass die Wesen ihr Ego aufgeben und rein wie eine „Kinderseele“ werden müssen, damit sie wieder in die Einheit mit Gott eintreten können. Der kindliche, d.h. egofreie Geist, ist immer voller Lachen, Liebe, natürlich und spontan, er fließt mit dem Strom des göttlichen Lebens, ohne darüber nachzugrübeln, was morgen kommen könnte. Ein reines Kind ist voller Harmonie, unschuldig und im Einklang mit allem-was-ist – und genau das ist die Basis der Ego-Freiheit und Selbstlosigkeit.

Solange das Wesen keinen Zugang mehr zu seiner inneren „Kinderseele“ hat, ist es in der tristen, missmutigen, permanent unzufriedenen Erwachsenen-Seele seines Egos gefangen. Aus dieser entsteht dann „Ahamkara“, das Ego-Bewusstsein, dass man ein Teil der materiellen, sterblichen Welt ist und zu ihr gehört. Alles Materielle der 3 Dimension schwingt in dieser Ego-Illusion der Anhaftung und Verblendung. Ahamkara steuert das Denken im Menschen, so dass die Vorstellung in ihm entsteht, ein separates, von allen anderen Wesen – und auch von Gott – getrenntes Wesen zu sein. Aus dieser Polarität resultiert die Täuschung, die Maya als eigenständige, von Gott getrennte Realität, zu betrachten, wo man alleine von allem-was-ist ist.

„Ahamkara“, das Ego bzw. Ego-Bewussstsein, wird auch „Ich-Macher“ genannt, denn es macht die Illusion der eigenen Ich-Individualität erst möglich. Dies geschieht durch übermäßiges Selbstbewusstsein, Stolz, Eifersucht, übermäßige Ehre, Respekt und überdimensionalen Ego-Willen. „Ahamkara“ ist eng mit den fünf Sinnen, den fünf Handlungsorganen, den Empfindungen, Gefühlen, Emotionen und Wünschen verbunden. Alle diese zusammen ergeben die 7 Todsünden. Ahamkara steuert über diese den Willen und die Ziele des Menschen im dunklen Zeitalter, ohne dass er sich dessen bewusst ist. So lebt er gemäß der Eingebungen seines Egos, anstatt seines göttlichen SGWs, und wird über sein Ego von der anti-göttlichen Seite angegriffen und manipuliert.

Die Transformation von „Ahamkara“ bedeutet, dass der Mensch zurück in sein wirkliches göttliches Bewusstsein in Gott AMA eintritt. Im Sanskrit wird dieser Zustand „Aham brahmasmi“ genannt, d.h. „Ich bin ein Teil Brahmans/Gottes“. Dies meint die wesensmäßige Identität jeden Geschöpfes mit Gott AMA. „Aham“ bedeutet hier das göttliche Ich, d.h. die individuelle Seele, des Menschen und nicht sein Ego. Das bis dahin vorherrschende Bewusstsein „Aham Dehasmi“, d.h. „Ich bin materieller Körper!“ muss aufgegeben werden, denn nur wenn man die Identifikation mit dem physischen Fahrzeug aufgibt, kann man in sein unsterbliches feinstoffliches SGW-Bewusstsein eintreten.

Manche spirituellen Menschen glauben, dass sie bereits im SGW-Bewusstsein schwingen, erkennen jedoch nicht, dass sie sich noch nicht in ihrer freien, in Gott aufgegangenen Seele befinden, sondern nur in ihrer individuellen polaren Seele, die von allem anderen getrennt ist. Sie sind weiterhin in ihrem Ego gefangen, wenn auch in einem höheren Seelen-Ego-Zustand. Dieser Zustand wird „Aham jivasmi“ genannt, d.h. „Ich bin eine einzelne, begrenzte Seele.“ Wer sich mit diesem Bewusstseinszustand identifiziert, hat noch nicht erkannt, dass hinter jeder Einzelseele, die sich in einem Leben inkarniert, eine große, unsterbliche Gruppenseele steht, die von Gott geschaffen worden ist, so dass jede Einzelseele viele Brüder und Schwestern hat. Jede Seele ist Teil einer großen Seelengeschwister-Familie. Erst wenn man in dieses höhere Bewusstsein eintritt, kann man in die göttliche Realität des Wir-Bewusstseins gelangen und erkennt, dass man nie alleine ist.

Der Zustand von „Nirahamkara“, d.h. der Ego-Freiheit und Selbstlosigkeit, ist die Basis für die 7 Unterwurzeln der göttlichen Tugenden, dem „Sadacara“, d.h. dem richtigen, göttlichen Verhalten, gemäß der göttlichen Gesetze und Moralvorstellungen, und der „Satkritri“, der göttlichen Tugendhaftigkeit, der Freundschaft, Offenheit und dem demütigen Bereitsein im Sinne der göttlichen Wahrheit und des göttlichen Plans. Dadurch hebt sich der Bewusstseinszustand des Wesens an und es tritt in den besten, erstrebenswertesten Zustand der Liebe und Einheit ein. Die Tugenden werden zur Basis für spirituelle Früchte, Glück Freude, Wohlbefinden und Gnadengaben im Leben.

Die Selbstlosigkeit ist gleichzeitig die Grundlage für das Wachstum der Guna Sattva, die durch die Tugenden genährt wird. Denn wer tugendhaft lebt, denkt und handelt, der schwingt im Bewusstsein der Reinheit, der Güte, der Stabilität, des Muts, der Neutralität, der göttlichen Wahrheit und des göttlichen Seins. Die anderen zwei Gunas Rajas und Tamas haben automatisch abgenommen und die Guna Sattva hat sich ausgedehnt und erfüllt den selbstlosen Menschen mit seinem Licht der Reinheit, Demut und Wahrhaftigkeit.

Der Weg zu diesem Zustand der Selbstlosigkeit geht über drei Stufen. Zuerst folgt die Stufe der Leistungsfähigkeit, d.h. die Tüchtigkeit des Wesens auf dem spirituellen Pfad. Damit ist sowohl das einwandfreie Ausführen von körperlichen als auch von geistigen Übungen und Handlungen gemeint. Diese Tüchtigkeit setzt volle Konzentration und Bewusstsein des eigenen Selbst voraus. Sind Konzentration und Achtsamkeit nicht vorhanden, kann das Ego nie beherrscht werden. Um im göttlichen Sinne tüchtig und leistungsfähig zu sein, brauchst Du keine besonderen Fähigkeiten zu erlernen, sondern nur mutig und tatkräftig sein. Wichtig allein die SGW-Bewusstheit, die Konzentration und die Fokussierung, d.h. Du darfst Dich nicht mit Deinem Ego ablenken oder in die polare Welt hineinziehen lassen, sondern solltest mit Deinem neutralen Beobachter alles von außen betrachten.

Aus dieser göttlichen Leistungsfähigkeit ergeben sich die Gelassenheit und der göttliche Gleichmut. Innerlich gelassen zu sein bedeutet, dass Dich weder Erfolg noch Misserfolg aus der Ruhe bringen. Du schwingst nicht mehr im Sturm der polaren Kräfte hilflos vom positiven zum negativen Pol und zurück, sondern bist in Dir und Deiner inneren Mitte ruhend. Dazu ist es erforderlich, dass Du Dich von falschen Erwartungen löst, denn diese stärken Dein Ego und schwächen Dein göttliches SGW-Bewusstsein.

Dadurch kannst Du in die nächste Stufe der „Freiheit von Erwartungen“ eintreten. Auch wenn Du Dich als inkarniertes Wesen nicht vom Tun befreien kannst, ist es doch möglich, dass Du Dich von den Früchten der Handlungen löst. Du kannst Dich also jederzeit frei von den Erwartungen auf bestimmte Ergebnisse machen, die aus Deinen Handlungen entstehen. Auf diese Weise zähmst Du auch die Gier in Dir und reagierst neutraler und freier.

Dies ist die Grundlage für die Selbstlosigkeit. Wenn Du frei von egoistischen Gefühlen bist und von Deinen Gefühlen nicht auf dem polaren Meer hin- und hergetrieben wirst, befindest Du Dich auf dem Weg der Tugendhaftigkeit, der Rechtschaffenheit und der gerechten göttlichen Handlung. Die Selbstlosigkeit und das Freisein von jeglichen Fesseln des Egos führt Dich auf dem Weg der drei göttlichen Strahlen des Lichts, der Liebe und des Lichts zurück zu Gott AMA und Seinem Herzzentrum. Dieser Pfad ist frei von Todsünden und Disharmonien.

Todsünden und Disharmonie bedeutet letztendlich dasselbe. Beides ist ein unausgewogener Seinszustand in den Minus-Dimensionen, der Dich davon abhält, Deine wahre göttliche Natur und Deinen göttlichen Weg zu erkennen und Deine Achtsamkeit für das Göttliche zu bewahren. Nur durch Selbstlosigkeit kannst Du den sündhaften Pfad der Disharmonie und der Todsünden vermeiden. Selbstlosigkeit bedeutet auch, dass Du in Deinem ganzen Wesen einfach, bescheiden, ernsthaft, demütig und wunschlos bist. Du unterwirfst Dich dem Willen Gottes und des göttlichen Plans.

Drei wichtige Eigenschaften sind notwendig, damit die Selbstlosigkeit in Dir wachsen kann:

  1. Ziel, Richtung und die übernommene göttliche Verpflichtung ernsthaft und gewissenhaft ausführen.
  2. Einfachheit im Tun und Denken bewahren.
  3. Das Herz der Liebe, Barmherzigkeit und Güte Gottes zu allem-was-ist öffnen.

Auf diese Weise führt die Selbstlosigkeit zur Entsagung vom Ego, den Wurzeln des Übels und der Maya. Ein wahrhaft göttlich Entsagender hat sich selbst und sein Ego unter Kontrolle und ist von seinem Verlangen frei. Er erlangt wahre göttliche Erleuchtung in Gott AMA. Sich selbst und sein Ego unter Kontrolle zu haben, ist der erste wichtige Schritt. Frei von seinen Ego-Wünschen zu sein, ist der zweite Schritt.

„Ich möchte“ ist immer der Anfang eines Wunsches. Es gilt zu erkennen, welche Wünsche Dein göttliches Selbst auf seinem spirituellen Weg einschränken und zurückhalten und welche Wünsche Deinem göttlichen Selbst Auftrieb geben und Dich fördern. So werden aus Ego-Wünschen selbstlose, positive, göttliche Wünsche.

Der von seinen Wünschen getriebene, unreine Ego-Geist ist ein unwissender Geist, weil er nicht voll bewusst und erweckt ist. Er erkennt nicht, was wirklich und unwirklich, wahr und wahrhaftig ist. Er kann nicht mehr zwischen richtig und falsch, göttlich und anti-göttlich, lichtvoll und dunkel, recht und unrecht unterscheiden und ist nur von dem Verlangen getrieben, sich selbst und seine Sinne und Bedürfnisse zu befriedigen. Daraus entstehen die 7 Todsünden, die den Menschen beherrschen. Der Mensch ist durch diese verunreinigt, weil immer eine der Todsünden in ihm vorherrschend ist. Die 7 Tugenden dagegen sind nicht präsent, da das Wesen sie in seinem Irrtum nicht erkennen kann.

Trotzdem ist es paradoxerweise genau dieser Ego-Geist, der Dich zur göttlichen Transformation führen kann. Voraussetzung dafür ist, dass Du die Kraft Deines unreinen Ego-Geistes nutzt, um Deine Aufmerksamkeit auf das reine göttliche SGW-Bewussstsein in Dir zu lenken. Dadurch wird diese Kraft zu wahrem göttlichen Wissen. Das reine Bewusstsein ist frei vom Verlangen und den Ambitionen des Egos. Der reine göttliche Geist ist sich dann seiner Gesamtheit und Einheit in Gott AMA (in Form des Wir-Bewusstseins) wieder bewusst, und sieht sich nicht nur eines Teils einer einzelnen Erfahrung, wie im Ego-Bewusstsein der 3. Dimension.

Es ist das Ziel des spirituellen Pfades vom unreinen Bereich der Todsünden und des Ego-Geistes zum reinen Bereich der Tugenden und des göttlichen SGW-Geistes zu gelangen, d.h. sich vom Zustand der zerstreuten Ego-Wünsche zu einem Zustand der göttlichen Selbstlosigkeit zu erheben. Erst dann kann ein Wunsch wirklich positiv, konstruktiv und frei von Erwartungen des Egos werden, so dass er im göttlichen Sinne wirken kann. Er bezieht dann alles-was-ist mit ein. Wenn Du den unreinen Ego-Geist überwindest, Reinheit des Geistes erlangst und die Fähigkeiten Deines göttlichen SGW-Geistes erweckst, dann erlebst Du göttliches Wir-Bewusstsein, Einheit und göttliche Transzendenz in allem-was-ist.