Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums.
In dieser Botschaft möchte ich Euch ein Gebet zur Ehre Gottes offenbaren:

O Gott AMA, ewiges Feuer,

ich bitte Dich, gewähre mir die göttlichen Tugenden,

die mir die bessere Welt Deiner Göttlichkeit zeigen mögen,

Die leuchtende Welt der reinen Ur-Sonne in Deinem Herzzentrum.

Ich bitte Dich um das Erlangen des Bewusstseinszustandes des reinen Glücks

Für meine Seele und meinen Geist in Dir.

Ich ehre Dich, o Gott AMA, der Du wahrhaftig und weise bist,

Mit tausend Ohren und zehntausend Augen ausgestattet,

Der Du niemals schläfst und immer wachst.

Ich ehre Dich, o Gott AMA, und bitte Dich um Deine göttliche Kraft,

Deinen Segen für meinen Körper, meine Seele und meinen Geist,

Und um Deine Hilfe, um alle Feinde der Finsternis zu erkennen

Und mit ihrem Ego niederzuschlagen.

 

O Gott AMA, ich ehre Dich,

der Du mit dem Glanz des reinen Goldes in Deinem Herzzentrum geschmückt bist,

Der Du als Erster auf dem großen Gipfel des Weltenberges sitzt,

Der Du den Geschöpfen Deine Gunst bezeugst

Und Deine göttlichen Strahlen in das ganze Universum schickst.

Ich bitte Dich um Deine göttliche Ernährung und Versorgung,

O Herr dieser Erde, der Du hohe Gebirge,

Reich an Wiesen und Wassern, hervorgebracht hast,

Und tiefe Täler, reich an Schatten und Fruchtbarkeit.

O Gott AMA, ich ehre Dich, der Du die Säulen des Universums erhältst,

Und sie fest und unerschütterlich machst.

Ich bitte Dich um Deinen göttlichen Segen der Liebe.

Ich danke Dir. Amen

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über die hermetische Ur-Religion, die Wurzel aller Religionen, berichten.

Die Weisen sagen: „Die Religionen sind nach ihren äußeren Formen verschieden, aber in ihren wesentlichen Grundlagen sind sie alle gleich. Und eben diese göttliche Grundlagen aller Religionen bilden gerade jene EINE wahre Religion, die allein in allen Zeitaltern allen Menschen angeboren ist und deren Anwendung die Menschen aus ihrem Ego-Leid zurück zu Gott und Seiner Liebe, Seinem Licht und Seinem Frieden führen kann.“

Das bedeutet: Jede Religion, in Gedanken gefasst, ist je nach Volk und Kulturkreis verschieden, aber ihre göttliche Wahrheit, niedergelegt und dargestellt in ihren ebenso verhüllenden wie enthüllenden Symbolen und Riten, ist überall die gleiche. Man kann sich die verschiedenen Religionen als unterschiedliche Wege vorstellen, die alle zu Gott AMA führen, aber eben auf verschiedenen Reiserouten, wo die Reisenden unterschiedliche Dinge erleben und Gebiete durchqueren.

Zu den Grundcharakteristika jeder Religion und Religiosität gehört die Erkenntnis des Geschöpfs bzw. des Menschen, dass es mächtigere Dinge in ihm, neben ihm und über ihm gibt, die er – obwohl sie sein Leben und Schicksal entscheidend beeinflussen und steuern – nicht beherrschen kann und darf, weswegen er ihnen dienen und sie verehren muss, um sein Seelenheil zu sichern und eines Tages zu dieser großen Quelle aller Dinge zurückkehren zu können. Diese Anerkennung einer höheren, transzendenten göttlichen Macht bzw. der Mächtigkeit Gottes sowie der Ohn-Macht und des Nicht-kontrollieren-Könnens von Seiten des Menschen ist das Wesen der Religion.

Jede Religion beinhaltet also das Anerkennen der eigenen Machtlosigkeit vor der Macht Gottes, wodurch erst der Zugang zur Quelle der Liebe, Freude und des Friedens in Gott möglich gemacht wird. Wer sich noch mit seinem Ego als unbesiegbar und unsterblich hält, verschließt sich vor dieser göttlichen Ebene allen Glücks, und erfährt oft erst im späteren Verlauf seines Lebens, sei es durch eine Krankheit oder einen Schicksalsschlag oder manchmal erst bei seinem Tod, dass er keinerlei Macht besitzt. Dann erst ergibt sich der Mensch der Allmacht Gottes und erkennt seinen eigenen Irrtum.

Die hermetische Lehre kann man auch als die EINE Religion der Religionen bezeichnen, die schon zu Lebzeiten im Menschen dieses Bewusstsein entwickeln möchte. Ähnlich dem Sufiusmus oder der Sikh-Bewegung vereint sie alle anderen Religionen und deren göttliche Wissens- und Weisheitsschätze in sich. Sie schließt nichts aus und verliert sich nicht im Dogma einer Religion, sondern verbindet alle Religionsschätze und Strukturen auf einer übergeordneten Ebene miteinander. Sie ist die wahre Ur-Religion von ALLEN Religionen.

Der Ursprung der hermetischen Lehre bzw. der Ur-Religion ist genauso alt wie die Begriffe von Weisheit und Reinheit, die zu allen Zeiten auf allen Planeten die Inspiration für hingebungsvolle Anbetung des Göttlichen EINEN in allen Religionen waren. Die Hermetik ist weder eine Sekte noch eine theologische Theorie. Sie ist eine offene Tür zur EINEN göttlichen Wahrheit aller Religionen im Herzzentrum des EINEN und eine Haltung aufrichtigster Sympathie und Verständnis gegenüber allen Glaubensrichtungen. Als Essenz aller religiösen Strukturen ist die Hermetik seit langer Zeit in der Geschichte aller Planeten und ihrer Bewohner bekannt. Der oberste und bekannteste Hermetiker ist der dreifache spirituelle Meister Hermes Trismegistos. Er hat die Hermetik aber nicht gegründet, sondern nur übernommen und weitergeführt, denn sie hat bereits vor ihm existiert als Strahl der allweisen Liebe Gottes.

Die hermetische Ur-Religion steht über dem Dogma einzelner Religionen. Denn die göttliche Wahrheit ist jenseits aller Grenzen und nicht nur mit einem einzigen Glaubensbekenntnis zu benennen. Es gibt so viele Beschreibungen der Weisheit Gottes, wie es Suchende auf dem Pfad gibt. Sobald jemand versucht, diesen Begriff zu definieren, wird er in das Labyrinth seiner eigenen, menschlichen Begrenzungen, Vorlieben und Abneigungen geraten und sich darin verirren.

Die Mannigfaltigkeit der religiösen Namen und Formen sind nichts anderes als Schleier, die das Phänomen des Ur-Geistes Gottes verhüllen, der sich auf allen Ebenen im Universum manifestiert. Dies erklärt, warum eines der großen Ideale der Hermetiker im Erwachen einer breiteren, grenzenlosen Weltanschauung besteht, mit tieferer Einsicht in die Missverständnisse, welche die Anhänger der verschiedenen kulturellen und religiösen Traditionen seit vielen Jahren trennen und in Unfrieden miteinander verstricken.

Alle Religionen sind in ihrem Ursprung Göttliche Inspiration, aber wie das Bild des Wassers sich verändert, wenn es in verschiedenfarbige Gläser gegossen wird, so nimmt die Göttliche Inspiration das Gedankenbild desjenigen an, der sie in menschlichen Gedanken zu formulieren versucht. Dann nennt man die eine Religion Christentum, die andere Islam, die nächste Hinduismus usw.

Diese wahre, göttliche Religion des neuen göttlichen Zeitalters wird auch als Religion der Herzen bezeichnet. Und da es viele Herzen gibt, gibt es auch viele religiöse Ideale, die aus ein und derselben Quelle stammen. Wenn die Tore zum Tempel des Herzens geöffnet sind, erwacht im Menschen Demut, weil er sich von Angesicht zu Angesicht mit dem lebendigen Aspekt Gottes in sich selbst befindet. Dann lösen sich alle starren religiösen Strukturen und Hindernisse auf.

Der Definition nach ist ein Hermetiker eine religiöse, spirituelle Seele, deren Wesen von bestehenden (kulturellen und religiösen) Theorien befreit ist, und die sich vollkommen bewusst ist, dass das Leben nicht notwendigerweise das ist, was man denkt es sei. Für einen normalen Menschen findet das Leben auf der Ebene der physischen Erfahrungen der 3D-Welt statt, auf der Ebene der Gedanken und Gefühle des Egos. Für den Hermetiker findet das Leben primär auf einer höheren Bewusstseinsebene statt, in der es keine Begrenzungen und keine Spekulation über das wahre Wesen Gottes gibt.

Ein Grundprinzip der hermetischen Lehre ist die Schulung des Egos auf dem dornigen Pfad, der mit einer falschen Identifikation und einem illusionären Bestreben verbunden ist und der ein Hindernis darstellt bei der Entdeckung der Göttlichen Gegenwart, die wie eine kostbare Perle im eigenen Herzen verborgen ist. Dazu gehört die Anstrengung, den eigenen Charakter zu einem Abbild der göttlichen Weisheit umzuformen und das Ego und seine alten Muster und Programme zu erlösen und loszulassen. .

Jeder Hermetiker strebt nach Weisheit. Weisheit führt in allen Aspekten des Lebens zur Erkenntnis. Durch Erkenntnis kann man sein Herz für die Lernlektionen des Lebens öffnen, die einen zu weiteren Weisheiten führen. Weisheit und Reinheit werden ständig in den Beziehungen zu anderen Menschen getestet und jeden Tag kann man aufs neue zeigen, ob man die erkannte Weisheit auch umsetzen und leben kann.

Die Ethik ist von essentieller Bedeutung auf dem spirituellen Pfad und in allen Religionen. Es ist das Ziel, das Herz und die ganze SGW- und Erden-Selbst-Persönlichkeit zu schulen und zu kultivieren. Die Ergebnisse dieser Schulung und Kultivierung der göttlichen Tugenden stärken im Wesen die Wurzeln des Göttlichen und Eigenschaften wie Respekt, Bescheidenheit, Nächstenliebe, Demut usw. und führen zu einer edlen, bewussten, göttlichen Persönlichkeit.

Der Hermetiker weiß, dass seine Seele ursprünglich rein war und Unreinheit nicht ertragen kann, ohne ruhelos und krank zu werden. Auch der göttliche Geist hat einen bestimmten, hohen Ton und einen harmonischen Rhythmus. Wenn er verstimmt und aus dem Rhythmus geraten ist, könnten ihm alles Geld und alle Schätze der Welt gegeben werden, ohne dass sie ihn heilen. Reinheit, Liebe und Frieden sind es, was jeden Menschen und sein Seele-Geist-Wesen gesund und glücklich machen.

Deshalb strebe danach, Dein Herz rein zu machen, zu halten und alles auszuräumen, was es verschmutzt. Dein Herz setzt „Rost“ an, wenn Du ihm erlaubst, sich Groll und Bosheit, Hass und Neid usw. hinzugeben. Dein Herz bedarf ständiger Aufmerksamkeit, damit es rein bleibt, denn das tägliche Leben in dieser Illusionswelt der Maya ist so beschaffen, dass es ständig, oft scheinbar unwichtige Dinge gibt, die Deinem Herzen schaden können. Allein Reinheit öffnet die Tore des Herzens zur Liebe Gottes und macht es weit, so dass Deine Schwingung in die höheren göttlichen Dimensionen ansteigt. Alles, was dieser Reinheit im Wege steht, verschließt gleichsam das Herz und macht es engherzig, so dass Deine Schwingung in die Dunkelheit der Minus-DImensionen abfällt.

Die bewussten Wesen, die rein im Herzen sind, können in die Tiefe von allem blicken, auch wenn sie wenig sagen. Es gibt keine Anmaßung bei ihnen. Was sie wissen, wissen sie; was sie nicht wissen, geben sie nicht vor zu wissen. Die Reinen schaffen Reinheit um sich. Ihre Gegenwart macht alles rein. So wie reines Wasser die beste Stärkung ist, so wirkt auch der Kontakt mit einem herzensreinen Menschen positiv auf Dich.

Neben Reinheit im Herzen spielt in der göttlichen, hermetischen Ur-Religion die Reinheit des Bewusstseins eine wichtige Rolle. Diese Reinigung besteht darin, dass Du Dein Bewusstsein von allen Gedanken und Eindrücken Deines Egos befreist, die wie Keime einer Krankheit in Dir vorhanden sind. Dazu gehört primär die Auflösung des Angst- und Hass-Bewusstseins, welches die wahren Seelen-Kräfte, die in Dir schlummern, schwächt und zersetzt. Dein Bewusstsein sollte stattdessen durch positive, harmonische Gedanken und Eindrücke genährt und gestärkt werden, die Liebe, Schönheit, Freude und Zufriedenheit in Dir hervorrufen, denn das ist das wahre Wesen Deiner Seele, ihr Ursprung und ihr Ziel.

Der „große Kampf“, den der Hermetiker führt, ist der Kampf gegen das eigene Ego, denn das Ego verhüllt das Licht der Seele. Hierin unterscheidet sich der Hermetiker  von einem normalen Menschen, in dessen Leben der Kampf gegen das Ego seiner Mitmenschen im Mittelpunkt steht. Während der Hermetiker, wenn er den Kampf gegen sein eigenes Ego gewinnt, einen ewigen Sieg erringt, gewinnt der normale Mensch nur einen vorübergehenden Sieg, weil er schon bald wieder einen neuen Kampf gegen ein neues Ego führen muss usw. Das Ziel des Hermetikers ist es, die Hüllen des Egos von seinem Seele-Geist-Wesen abzustreifen, damit er zu seiner wahren Natur und zu seinen wahren Seelenqualitäten gelangen kann.

Freundliches Verhalten wird in der Ur-Religion als Haupttugend betrachtet, denn die Weisen haben zu allen Zeiten großes Gewicht auf die Bildung einer edlen Persönlichkeit gelegt. Da in der Ur-Religion die Grundbasis der Liebe, Harmonie und Schönheit enthalten ist, ist es für jeden spirituellen oder religiösen Menschen von größter Bedeutung, dem in seiner Persönlichkeit Ausdruck zu verleihen.

Wisse: Alle Schönheit stammt von Gott ab, weswegen ein schönes Verhalten ein Ausdruck des Göttlichen ist. Wenn ein Mensch sich aber gegen schönes, edles, harmonisches, friedliches Verhalten sträubt, befindet er sich nicht auf dem richtigen Pfad. Der Hermetiker legt großen Wert auf ein „schönes“ und „gutes“ Verhalten. Es geht ihm aber um mehr als nur um „Gutsein“, sondern es geht ihm darum, Gott wohl zu gefallen. Wer aber stolz auf sein Gutsein ist, verwandelt seine göttliche Perlen in Kieselsteine. Wahres Gutsein, das aus einem reinen Herzen kommt und selbstlos und demütig ist, erzeugt hingegen göttliche Edelsteine.

Gemeinsames Beten und Meditieren verstärkt die edlen Eigenschaften im Menschen, kann Grenzen überwinden und eine wichtige Praxis des religiösen Friedens und der Einheit sein, weswegen es auch in der Hermetik praktiziert wird. Denn gemeinsames Beten oder Meditieren verbindet die Wesen nicht nur mit Gott AMA und der Einen Ur-Quelle von allem-was-ist, sondern auch miteinander, indem es eine edle, reine Gruppenenergie schafft. Es entsteht eine Verbindung, eine Art „unio mystica“ zwischen den Betenden und Meditierenden untereinander. Dabei erlebt der Teilnehmer folgendes: „Ich kann den Anderen – so fremd er mir bis zu diesem Augenblick des ersten gemeinsamen Gebetes gewesen sein mag – nicht länger als „Ungläubigen“ betrachten, sondern sehe ihn oder sie von nun an als Gott Gläubigen: wie er oder sie als betender Mensch neben und mit mir vor Gott steht, sich neigt und verbeugt. Wenn ich diesen Menschen ansehe, verwandelt er sich vor meinen Augen. Er oder sie ist nicht einfach mehr nur ein Mensch wie ich, sondern auch ein Gläubiger wie ich, ein Bittender, ein Hilfesuchender und Lobpreisender.“

Deshalb ist das gemeinsame Beten und Meditieren von Anhängern verschiedener Religionen ein wahrer Augen- und Herzensöffner und ein Mittel des Weltfriedens. Es öffnet Dich für die Erkenntnis, dass der Andere nicht irgendein Gläubiger ist, sondern Dein  Bruder, Deine Schwester. Das gemeinsame Gebet und die gemeinsame Meditation ist eine Brücke zur Glaubenswelt, sogar zum Herzen des Anderen, und zur Quelle aller Religionen und Weisheiten in Gott AMA. Durch das gemeinsame Stehen, Sitzen oder Knien vor Gott sowie den abschließenden Friedens- und Segensgruß löst sich jede Entfeindung und Befremdung auf. Gott vereint in der Ur-Wurzel aller Religionen alle Menschen auf allen Planeten im Universum gleichsam miteinander, so dass sich am Ende jegliche religiösen Differenzierungen und Abgrenzungen auflösen und zu einer neuen Struktur der EINEN Liebe, des EINEN Lichts und des EINEN Friedens miteinander verbinden. Das ist das Ziel der hermetischen Lehre.

 

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über die Meisterschaft Deines Egos und der Wurzeln des Übels in Dir berichten, sowie über die Stärkung der Wurzeln des Göttlichen in Deiner Seele.

Gott AMA hat jedem Seele-Geist-Wesen bei seiner Erschaffung einen „wunden Punkt“ gegeben, durch den es der Anti-Gott prüfen und in Versuchung führen kann: das Ego. Das mag auf den ersten Blick hart und unbarmherzig klingen, jedoch können die Seele-Geist-Wesen nur dadurch überhaupt erst in Resonanz mit der Schwingung des Anti-Gottes treten und ihre Loyalität und Standhaftigkeit gegenüber Gott AMA unter Beweis stellen (ansonsten würden sie sich automatisch immer dem Gott AMA zuwenden, da sie ja Seine Kinder sind).

Das Ego ist somit das „kleine“ Hindernis bei dem Inkarnationszyklus zu Gott AMA, das die Seele-Geist-Wesen überwinden und meistern sollen. Die von Gott gegebene Aufgabe des Anti-Gottes ist es, die Wesen über das Ego zu beeinflussen und von der Ego-Meisterung abzuhalten. Dies kann entweder direkt über anti-göttliche Schwingungswellen oder indirekt über andere Ego-Menschen geschehen, die zum Ausdrucksmittel des Anti-Gottes werden.

Jedes Individuum besteht aus drei Aspekten: Geist, Seele und Körper.

  1. Der Geist ist das wahre Selbst, der innerste göttliche Kern. Er ist entsprechend der Geist-Herkunft entweder ein All-Gott-Geist mit den Qualitäten Weisheit und Geist-Versenkung, oder ein Universum-Gottes-Geist mit den Qualitäten Liebe, Licht und Frieden. Der Geist an sich ist formlos und völlig neutral.

 

  1. Die Seele ist das „Kleid“ des Geistes und wurde dem Wesen zu Beginn seines Inkarnationszyklus im göttlichen Universum von Universums-Gott gegeben. Sie war zu Beginn weiß und rein und hat erst durch die Inkarnationen eine individuelle Färbung entsprechend der Planeten-Erfahrungen, Karma, etc. erhalten.Die Seele kann Liebe und Freude empfinden, ebenso aber auch Trauer und Leid. Sie ist im Gegensatz zum Geist emotional. So gibt es verletzte Seelen, verdunkelte Seelen, reine Seelen – je nach ihren Inkarnationen und Karma-Erlebnissen. Die Seelen, die zur selben Zeit auf dem selben Planeten ihren Inkarnationszyklus begonnen haben und später gemeinsam auf weiteren Planeten gelebt haben, nennt man „seelenverwandt“, da sie die selbe Seelen-Struktur in sich tragen. Sie sind sich meist vom Wesen her sehr ähnlich. Ferner beinhaltet die Seele verschiedene feinstoffliche Körper in sich, mit denen sie fähig ist, sich in allen feinstofflichen Ebenen des göttlichen Universums auszudrücken (Astralkörper, Mentalkörper, Buddhikörper, usw.)

 

  1. Der Körper ist das „Fahrzeug“ für die physische Ebene, durch das sich das Seele-Geist-Wesen hier „unten“ ausdrücken und agieren kann. Der Körper wird vom Körperwesen gesteuert, das ähnlich einem „Bord-Computer“, das physische Fahrzeug steuert und verwaltet. Im Idealzustand steht das Körperwesen in ständigem Datenaustausch mit dem Seele-Geist-Wesen und ist ihm zu Diensten, um z.B. Karma-Situationen auszugleichen oder göttliche Energie fließen zu lassen.

 

Fälschlicherweise halten viele Menschen das Körperwesen für ihr wahres „ICH“. Dabei ist das Körperwesen nur eine Steuereinheit für den menschlichen Körper. Das Körperwesen hat menschliche Gedanken und Ansichten, ist begrenzt und unbewusst und ähnelt der Psyche. Im Gegensatz zur Seele wird es vollständig von den polaren Kräften beeinflusst und gesteuert. Es strebt nach Erfüllung seiner Wünsche und Begierden und ist im Nicht-Wissen um das göttliche Sein. Das Körperwesen stirbt zusammen mit dem Körper beim physischen Tod.

Das Ego befindet sich zwischen Körperwesen und Seele. Es ist Teil der Seele, kommt aber erst zum Ausdruck, wenn das Wesen sich in der 3. Dimension oder den Minus-Dimensionen der materiellen Ebene inkarniert. Das Ego besteht aus den 5 Eigenschaften des Egos, die auch als „5 Kleshas“ (Wurzeln des Übels) bezeichnet werden: Gier, Hass, Verblendung, Angst und Egoismus. Alle fünf Wurzeln zusammen ergeben die Ego-Pflanze.

Über die Wurzeln des Übels und sein Ego ist das inkarnierte Seele-Geist-Wesen für die Energien des Anti-Gottes empfänglich und kann von ihm in Versuchung geführt werden. Im Buddhismus sind nur drei Wurzeln des Übels bekannt, nämlich Gier, Hass und Verblendung. Gier ist der Grund der Wiedergeburt, da man sich durch ein gieriges Verhalten immer wieder neues Karma auflädt und sich in der Materie verstrickt. Hass führt den Menschen in die Ebenen des Anti-Gottes und damit direkt zur „Hölle“ des Anti-Gottes. Wer viel Hass empfindet, altert schnell und sieht alt aus. Verblendung führt zu einem Sterben mit einem verwirrten und geblendeten Geist, was eine erneute Wiedergeburt zur Folge hat, in der man wieder nicht weiß, wer man wirklich ist.

Den Wurzeln des Übels gegenüber gestellt sind die Wurzeln des Göttlichen. Diese hat der Universumsgott am Beginn des Inkarnationszyklus jedem Seele-Geist-Wesen zusammen mit dem Ego in dessen Seele „eingepflanzt“. Dadurch ist jedes Wesen auch in tiefster Gott-Ferne empfänglich für die göttlichen Energien des Universumsgottes und hat von IHM das Werkzeug erhalten, den Versuchungen des Anti-Gottes zu widerstehen, sein Ego zu beherrschen und den Weg zu IHM zurück zu finden. Die heilsamen Wurzeln ergeben zusammen die „Gotteslicht-Pflanze“ und lauten: Gierlosigkeit, Hasslosigkeit, Unverblendung, Angstlosigkeit und Selbstlosigkeit.

Im Buddhismus sind nur drei „Wurzeln des Heilsamen“ bekannt, nämlich Gierlosigkeit, Hasslosigkeit und Unverblendung. Gierlosigkeit ist das Gegenteil von Begehren nach materiellen, irdischen Dingen. Man führt ein glückliches Leben unter den weltlichen Menschen, die noch um Besitztum streiten, und ist offen für höhere, spirituelle Energien, ohne sich neue Karma aufzuladen. Warum sollte jemand Anhänglichkeit an etwas aufkommen lassen, von dem er nur zu gut weiß, dass es unbeständig und endlich ist?

Hasslosigkeit ist ein glückliches Leben im universellen Wir-Bewusstseins des Friedens und der Liebe mit allen Menschen, da man erkennt, dass alle Brüder und Schwestern in Gott sind (keine Aufladung von neuem Karma). Wer wird, wenn er alle Ego-Aktionen der 3. Dimension als leidvoll erkennt, das zusätzliche und so peinigende Leiden des Ärgers und des Hasses in sich erzeugen?

Unverblendung ist ein glückliches Leben unter Menschen, die oft um verschiedene Meinungen streiten. Man ist frei vom leidvollen Leben und Tod, da man die wahre Essenz hinter allem erkannt hat. Wer wird, wenn er alle Phänomene der Menschenwelt als Maya weiß, wieder in die Verworrenheit des Geistes zurückfallen wollen?

Gott AMA ist gerecht. So hat er Seinen Geschöpfen neben den5 Wurzeln des Übels bzw. des Egos auch die 5 Wurzeln des Göttlichen bzw. des Seelen-Heils gegeben, damit sie den Weg zu IHM wieder finden und nicht dem Anti-Gott schutzlos ausgeliefert sind. Gott AMA zielt darauf ab, es den Wesen in ihren Prüfungen so leicht wie möglich zu machen und sie mit Seinem Strahl der Gottesliebe, des Gotteslichts und des Gottesfriedens zu unterstützen. Er ist immer in Liebe für seine Geschöpfe da, um ihnen die Hand zu reichen.

Wenn der Anti-Gott das Seele-Geist-Wesen über sein Ego erreichen kann, breitet sich seine anti-göttliche Energie innerhalb kurzer Zeit in der gesamten Seele aus, bis das ganze Wesen davon beherrscht wird. Danach kommt die anti-göttliche Energie auch in negativen 3D-Taten und Handlungen zum Ausdruck, wodurch das Wesen noch tiefer in die Ebenen des Anti-Gottes hinabgezogen und sich dort verhaftet. Dafür wird das Wesen gezielt vom Anti-Gott zu anti-göttlichen Handlungen verführt, die es in neuem Karma mit der Maya verstricken und eine erneute Wiedergeburt nach sich ziehen.

Im Buddhismus wird dieser Vorgang in folgendem Bild dargestellt:

Der Weltling wird von einem körperlichen und einem geistigen Pfeil getroffen: Der erste führt zu einem schmerzlichen, körperlichen Gefühl; der zweite zu einem emotionalen, mentalen Gefühl (man macht sich Sorgen, jammert, trauert, ist psychisch verzweifelt). Der einzige „Schein-Ausweg“ ist dann, sich am Sinnenglück zu erfreuen und in den Sinnesgenuss zu flüchten, um das Widerstreben (den Hass) gegen die schmerzhaften Gefühle zu betäuben.

Der spirituell Entwickelte wird dagegen nur von einem Pfeil, nämlich dem körperlichen, getroffen. Er macht sich dann jedoch keine Sorgen, grämt sich nicht, jammert nicht, trauert nicht und ist auch nicht verzweifelt. Er ist sich bewusst, dass der Angriff nur auf der physischen Ebene stattfindet. Die anti-göttlichen Emotionen gelangen nicht in seinen Geist und seine Seele, so dass auch keine Flucht zu den Sinnenfreuden entsteht. Dadurch verliert der anti-göttliche Pfeil seine Wirksamkeit und fällt von dem Betroffenen wie von einer harten Mauer ab.

Bei dem Weltling sieht der Ausdruck einer anti-göttlichen Energie folgendermaßen aus:

  1. Gier:
    a)     Man empfindet Gier nach materiellen Besitztümern, Reichtum oder einer Partnerschaft.
    b)     Wird die Gier nicht erfüllt kommt es zu Lügen, Gewalt, Diebstahl, Vergewaltigung, Mord oder einem extrem geizigen, habsüchtigen Verhalten, um das Objekt der Begierde zu erhalten.
    c)      Dadurch verstrickt man sich in negativem Karma und einer neuen Wiedergeburt in dieser Ebene.

 

  1. Hass:
    a)     Man empfindet Hass auf bestimmte Personen oder Dinge.
    b)     Wird der Hass nicht erfüllt, wächst er in einem immer weiter, bis er zu übertriebener Eitelkeit, Hochmut, Herrsch- und Machtsucht (Selbstüberschätzung = Egoismus) wird, die Unterdrückung, Gewalt, Mord, Nachtragen, Geschwätz, rohe Rede und Übelwollen mit sich ziehen können. Oder es entsteht eine tiefe Depression (Minderwertigkeit), die schließlich im Suizid endet (damit würde man das von Gott gegebene Leben wegwerfen und sich der Lebensaufgabe entziehen; eine große karmische Sünde!)
    c)      Dadurch verstrickt man sich in negativem Karma und einer neuen Wiedergeburt in dieser Ebene.

 

  1. Verblendung:
    a)     Man befindet sich in einer polaren Sichtweise und verstrickt sich immer mehr im Irrglauben und der Illusion.
    b)     Wird die Verblendung nicht korrigiert, wächst sie in einem immer mehr, bis man fanatische, falsche Ansichten und Wertvorstellungen hat, die sich in Fanatismus, Dogmatismus, Rücksichtslosigkeit, Gewalt, Mord, Lügen und einem unrechten, unsittlichen Lebenswandel (Alkohol, Drogen, Völlerei, Wollust, Süchten) ausdrücken können.
    c)      Dadurch verstrickt man sich in negativem Karma und einer neuen Wiedergeburt in dieser Ebene.

Im übrigen hat die Größe des Egos, d.h. der anti-göttlichen Wurzeln des Übels, auch Auswirkungen auf Dein nächstes Leben. Wer im Augenblick seines Todes in einem Bewusstsein großer Gier ist, wird auch in seinem nächsten Leben überwiegend von Gier beherrscht, um sie zu lernen und zu beherrschen. Wer dagegen im Augenblick seines Todes frei von Gier ist, wird man auch im darauf folgenden Leben weitgehend in Gierlosigkeit leben und stattdessen versuchen die anderen Wurzeln (Hass und Verblendung) zu meistern.

Im umgekehrten Fall wird Dein heutiges Dasein vom Zustand Deiner Wurzeln des Übels (Ego) aus Deinem vorherigen Leben bestimmt. So kannst Du hier gut erkennen, welche Wurzeln Du im letzten Leben vernachlässigt hast und nun bearbeiten solltest.

Die Wurzeln des Übels (Ego) können nur durch ihren Gegenpol, nämlich die heilsamen, göttlichen Wurzeln (Gotteslicht-Pflanze) aufgehoben und entschärft werden. Eine vollständige Beherrschung oder Auflösung der Wurzeln des Übels ist auf keine andere Art und Weise möglich.

Für den normalen Menschen ist es in der Regel nicht ganz einfach, aus einer anti-göttlichen Emotion wie z.B. Gier, in den Gegenpol der Gierlosigkeit zu kommen. Stattdessen wird man von dieser anti-göttlichen Energie beherrscht und ist oft zu schwach, um sich dagegen auflehnen zu können. Doch gerade hier sind eiserne Stärke, Selbstdisziplin, Selbstbeherrschung, Ausdauer und Geduld notwendig. Sonst kommt es zu keiner Hinwendung zu den göttlichen Wurzeln.

Der Mystiker Paul Brunton schrieb dazu:

Wir müssen gegen unsere eigene Schwachheit ankämpfen. Der wirkliche Kampf des Lebens ist der Kampf des Menschen gegen sich selbst. Er wird am seltensten gekämpft, da er am meisten verlangt. Und doch ist er der einzige, den aufzunehmen es sich lohnt. Nichts Großes oder Hohes kann durch bloßes Wünschen errungen werden. Wer etwas bekommen möchte, muss erst bereit sein, zu geben – sich selbst zu geben.“

Im Buddhismus wird dieser Weg der Ego-Behrrschung der achtfältige Pfad genannt, der das Wesen vom anti-göttlichen Pol in den göttlichen Pol führt. Dadurch wird das Ego schrittweise besiegt, transformiert und gemeistert. Der achtfältige Pfad lautet:

  1. Rechte Erkenntnis von den drei bekannten anti-göttlichen Wurzeln (Gier, Hass, Verblendung) und den zwei unbekannten anti-göttlichen Wurzeln (Angst, Egoismus)
  2. Rechte Gesinnung von den drei bekannten göttlichen Wurzeln (Gierlosigkeit, Hasslosigkeit, Unverblendung) und den zwei unbekannten göttlichen Wurzeln (Angstlosigkeit, Selbstlosigkeit), deren Energiequalität man im Bewusstsein ausdehnt
  3. Rechte Rede von den göttlichen Wurzeln, die man in Worten ausdrückt
  4. Rechtes Handeln von den göttlichen Wurzeln, die man in Taten lebt
  5. Rechte Lebensführung mittels der göttlichen Wurzeln, nach denen man sein Leben ausrichtet
  6. Rechte Anstrengung, um immer wieder von den anti-göttlichen Wurzeln zu den göttlichen Wurzeln abzufallen
  7. Rechte Achtsamkeit, um nicht wieder für die anti-göttlichen Wurzeln und den Anti-Gott empfänglich und von ihnen beherrscht zu werden
  8. Rechte Sammlung, um auch in schwierigen Situationen die göttlichen Wurzeln in sich zu stärken und sich zu zentrieren (Schaffen eines göttlich neutralen Zentrums des Seelenfriedens in sich)

Sei Dir bewusst, dass der Ausstieg aus der 3. Dimension und der Aufstieg zu Gott AMA t nur durch die Überwindung Deines Egos und seiner Aspekte bzw. Wurzeln des Übels (Gier, Hass, Verblendung, Angst und Egoismus) erreicht werden kann. Dabei handelt es sich um einen inneren Umwandlungsprozess, der zunächst Schmerzen verursacht, am Ende aber zur vollständigen Genesung führt. Und das ist der einzige Weg, um eines Tages wieder in den Universumsgott aufsteigen zu können.

In Itivuttaka (Teil des buddhistischen Pali-Kanons), Nr. 68, steht geschrieben:

Wer Gier, Hass und Verblendung nicht aufgegeben hat, wird Maras’ (=Verkörperung des Todes und Bindung an die Sinnenwelt) Gefangener genannt, ist in Maras Fallen gefangen, dem Willen und dem Vergnügen des Bösen unterworfen. Wer aber Gier, Hass und Verblendung aufgegeben hat, ist nicht länger Maras Gefangener, ist befreit aus Maras Fallen, nicht länger dem Willen (des Egos) und dem Vergnügen des Bösen unterworfen.“

Jeder spirituelle Meister und jedes erleuchtete Seele-Geist-Wesen, das Gier, Hass und Verblendung abgelegt hat, hat den Ozean des Egos mit seinen Willen und Strudeln, Monstern und Dämonen überquert, ist zum anderen Ufer (Gottesbewusstsein) gelangt und steht dort auf sicherem Grund als wahrer Meister des Lichts.

Es liegt an jedem Seele-Geist-Wesen selbst, ob es für die göttlichen oder für die anti-göttlichen Wurzeln und ihre Energien empfänglich ist. Beide Seiten sind in ihm veranlagt. Das Wesen allein kann wählen, ob es den Weg zu Gott AMA (den Weg des Guten) oder den Weg zum Anti-Gott (Weg des Schlechten) gehen möchte. So kann wechselweise die eine oder die andere Auswirkung stärker in einem Wesen in Erscheinung treten. Gibt sich ein Mensch bösen Handlungen hin, so ist es der eigene Dämon (das Ego), der ihn überwältigt. Ebenso sind Glück und Freude eines Menschen von ihm selbst erwirkt und Folgen seiner vergangenen Taten gemäß der Wurzeln des Göttlichen.

Der spirituelle Meister Buddha bezeichnet die drei anti-göttlichen Wurzeln auch als Widersacher, die es zu bezwingen gilt. Er antwortete auf die Frage, ob er ein Zerstörer sei: „In einer Hinsicht, Siha, kann man von mir allerdings mit Recht behaupten, dass ich die Lehre mit zerstörerischer Absicht verkünde: ich lehre nämlich die Vernichtung von Gier, Hass und Verblendung, lehre die Vernichtung der mannigfaltigen, üblen, unheilsamen Zustände des Geistes.“

Weiter sagte Buddha: „Wenn der Geist bei Gier erregenden, Hass erregenden, Wahn erregenden und betörenden Dingen nicht giert, nicht hasst, nicht wähnt und nicht betört wird, dann wankt er nicht, bebt er nicht, erzittert er nicht, gerät er nicht in Furcht und verfällt nicht mehr den Meinungen Andersgesinnter.

Die Entwicklung eines göttlichen, spirituellen Bewusstseins ist die Grundlage für die Beherrschung des anti-göttlichen Pols und die Stärkung des göttlichen Pols in Dir. Es gibt fünf göttliche, spirituelle Fähigkeiten, die entfaltet werden sollten:

  1. Vertrauen auf Gott (dass er Dich führt, behütet und beschützt, und alles richtig ist, so wie es ist)
  2. Göttliche Weisheit (Erkenntnis der großen Zusammenhänge und der göttlichen Essenz, die hinter allem steht)
  3. Geistessammlung (Zentrierung im göttlichen Geist des Universumsgottes oder All-Geist-Gottes)
  4. Verbindung mit Gott AMA und Seinen Strahlen der Gottes-Liebe, des Lichts und des Friedens) und Stärkung Deiner Seele mit diesen Energiequalitäten
  5. Achtsamkeit/Neutralität (Wachsamkeit bei allem, was geschieht; Dich selbst und alles aus einer neutralen Sichtweise heraus beobachten)

Durch diese fünf göttlichen, spirituellen Fähigkeiten können die Wurzeln des Übels und das Ego in Dir mit der Zeit beherrscht werden, so dass Du nicht mehr mit den Energien des Anti-Gottes in Resonanz tritt und für ihn und seine Fremdbesetzungen auch nicht empfänglich ist.

Letztendlich sind die Wurzeln des Übels (Gier, Hass, Verblendung, Angst und Egoismus) nicht nur in der Seele jedes Geschöpfes, sondern auch in der gesamten Schöpfung vorhanden. Sie sollen die Wesen prüfen, wie stark ihre Gottesverbindung, Standhaftigkeit und Seelenstärke ist, und ob sie eines Tages den Weg zu Gott AMA wieder zurück finden (mit der leuchtenden Kerze bzw. dem Gotteslichtfunken ihrer Seele!) oder ob sie schon vorher den Versuchungen des Anti-Gottes erliegen und anti-göttlich werden (erloschene Kerze!). So arbeite an der Transformation Deiner Wurzeln des Übels und der Stärkung der Wurzeln des Göttlichen in Deiner Seele.

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

 

Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über das „Garkochen“ Eurer Seelen im Feuer der Gottesliebe auf dem Weg zurück zu Gott AMA berichten.

Die schwierigste Aufgabe in dieser 3D-Welt ist die spirituelle Erziehung und Unterweisung des Menschen mit seinem Seele-Geist-Wesen, Körper und Ego. Denn das menschliche Ego stellt bei dem „Erziehungsprozess“ des Menschen ein fast unüberwindliches Hindernis dar. Deshalb hat Gott AMA die spirituellen Meister als beste Erzieher Seiner Geschöpfe gesandt. Das wichtigste Ziel des spirituellen Pfades besteht darin, das eigene Ego zu wandeln und das Herz vor seinen Übergriffen und Todsünden-Taten zu schützen.

Die Wandlung des Egos bedeutet, dass seine scharfen Kanten und Grobheiten nach und nach abgeschliffen werden und es durch diese Transformation zu einer gewandelten, annehmbaren Struktur wird. Dies ist aber erst durch das Durchlaufen zahlreicher Entwicklungsstufen und Transformationsarbeiten möglich. Die Befreiung aus dem Zustand der Unreife und Verblendung des Egos ist keine leichte Aufgabe, besonders, wenn man in der 3. Dimension des dunklen Zeitalters von L’Egoland lebt. Die Befreiung des göttlichen Seele-Geist-Wesens aus den Tiefen seines Egos ist nur durch geduldiges Bemühen auf dem spirituellen Pfad und Ertragen der damit verbundenen Prüfungen möglich. Dies kann mit dem Kochen von Kichererbsen auf dem Feuer verglichen werden, die am Anfang hart sind und am Ende weich werden.

Die wichtigsten und fähigsten Erzieher im Leben sind die Eltern und Lehrer. Wenn sie ihre Kinder oder Schüler voller Ernsthaftigkeit und göttlicher Willensstärke erziehen, so wie man rohe, harte Kichererbsen kocht, führt dies bei den Kindern zu einer vollkommenen und guten Reife. Diese Anstrengung kann auch mit dem Weichmachen von hartem Eisen im glühenden Feuer und seiner anschließenden Formung verglichen werden. Die alten Weisen erzählen dazu folgendes Gleichnis:

„Schau auf die rohe Kichererbse im Topf! Wie sie vom kochenden Wasser verbrüht in die Höhe springt und auf verschiedene Weisen versucht zu entkommen. Durch ihren Zustand teilt sie der Köchin, die sie kocht und aus ihr eine Mahlzeit zubereiten will, mit: „Warum setzt Du mich den Flammen aus? Wenn Du mich schon gekauft hast, warum lässt Du mich dann diese Zustände durchmachen, verbrühst mich und behandelst mich so schlecht?“

Doch die Köchin schlägt mit dem Kochlöffel auf die Kichererbse ein und spricht:

„Nein! Du sollst gründlich kochen und ganz gar werden. Versuche nicht, dem Feuer zu entkommen! Ich koche Dich nicht, weil ich Dich verachte, weil ich Dich nicht will oder weil ich Dich nicht liebe. Ich koche Dich, damit Du einen Geschmack bekommst, Dich in Nahrung verwandelst, gegessen werden kannst und Dich in segensspendende Lebenskraft verwandelst, und keineswegs, um Dich Qualen auszusetzen oder Dich schlecht zu behandeln.“

Diese Worte sollen Dir zeigen, dass man dem Menschen und seinem Ego, das  „erzogen“ werden muss, nicht zum falschen Zeitpunkt Mitleid und Barmherzigkeit entgegenbringen soll. Lehrer oder Eltern, die es nicht übers Herz bringen, ihre Schüler oder Kinder zu erziehen, zerstören damit sowohl deren weiteres irdisches wie auch seelisches Leben und ihren Charakter. Würde die Köchin dem Wimmern der Kichererbse Gehör schenken, dann würde diese anschließend dem Menschen die Zähne zerstören, da sie zu hart und ungenießbar zum Kauen ist. Genauso würden Kinder, die keine gute Erziehung erhalten, am Ende ihre Familien und die Gesellschaft ins Unglück stürzen. Das betrifft auch Lehrer und ihre Schüler. Um dieses Sache verständlich zu machen, fährt die Köchin fort und spricht zur Kichererbse:

„O Kichererbse! Du hast im Gemüsegarten Wasser getrunken, bist grün geworden und wurdest reif. Dass Du jenes Wasser getrunken hast, hat dazu geführt, dass Du nun in diesen Topf, der über dem Feuer erhitzt wird, geworfen worden bist. Denn jenes Wasser war für dieses Feuer bestimmt. Dieses Feuer der Liebe dient dazu, Deinen rohen Zustand der Ego-Selbstherrlichkeit zu beseitigen und zu verbrennen.

Erkenne, Kichererbse: Gottes Liebe überwiegt all Seine anderen Stärken und Qualitäten. Deshalb ist es ein Ausdruck von Gottes Barmherzigkeit, wenn Er ein Wesen, um es zu prüfen, Bedrängnissen und Prüfungen aussetzt. Denn in Seiner alles bezwingenden Stärke liegt unsichtbar Seine Gunst verborgen, welche ein Ausdruck Seiner Liebe ist.

Die Liebe Gottes und die persönliche Erleuchtung können nicht errungen werden, ohne das Ego zu peinigen und ohne einen siegreichen Kampf mit ihm auszutragen. Wenn Dich somit entsprechend der göttlichen Bestimmung, Prüfungen und Kummer treffen, erkenne, dass darin eine verborgene Gunst Gottes liegt und sei deswegen nicht traurig. Infolge dieser Leiden wirst Du die Liebe zur 3D-Welt und allen damit verbundenen Ego-Vergnügungen sowie Deine niederen Ego-Wünsche auf dem Weg des Lichts zu Gott opfern.

Nachdem Dir diese Prüfungen widerfahren sind, wirst Du Gottes Gunst erkennen, und indem Du in den Fluss der Liebe und Barmherzigkeit eintauchst, wirst Du von allen energetischen und geistigen Unreinheiten gereinigt werden und göttliche Erleuchtung und Gnade erlangen. Denn mit der Schwierigkeit kommt die Erleichterung. Also heiße auch Du die Schwierigkeiten willkommen, auf dass Dir die darauf folgende Erleichterung zuteil wird!“

So erkenne das göttliche Geschenk der Leiden, Betrübnisse, Nöte und sehe die damit verbundene Prüfung, die Dich auf Deinem Weg des Lichts und der spirituellen Entwicklung immer weiter zu Gott AMA führt. Dazu wollen wir in der Geschichte der Kichererbse fortfahren. Die weise Köchin sprach weiter:

„O Kichererbse! Sei Deinem Gast – der Not – freudig zu Diensten, so dass er voll des Danks wieder heimkehrt und in der Gegenwart Gottes Deine Großzügigkeit und Güte rühmt. Runzle nicht missbilligend die Stirn angesichts der Qualen, die von Gott, Deinem Geliebten, zu Dir kommen, sondern empfange sie mit Freuden und sprich zu ihnen: „Seid willkommen!“. Denn nichts kann köstlicher sein als Schmerz und Pein, nichts bringt mehr Segen. Der mit ihnen verbundene göttliche Lohn ist nämlich wahrhaft grenzenlos.“

Gott AMA verlangt somit von der Kichererbse bzw. seinem Geschöpf, das durch Reife und Prüfung nach göttlicher Erleuchtung strebt, vollkommene Ergebenheit. In diesem Sinne ruft die Frau der Kichererbse zu:

„O Kichererbse! Ich bin Gottes vertrauter göttlicher Mitarbeiter, und Du stehst unter meiner Macht. Lege Dein Haupt unter mein Messer, denn ich will Dich Gott opfern, Sei nicht aufgeregt und habe auch keine Angst, sondern vertraue dem unwiderstehlichen Bezwinger und Herrn Deiner Seele, Gott AMA. Ergebe Dich vollkommen Seiner Allmacht. Dieses Messer führt Dich zu Deinem wahren göttlichen Ziel. Ich mag dich enthaupten, doch dieses Haupt ist nicht Dein wahres Haupt! Das wahre Haupt ist fern jeder Abtrennung und fern allen Sterbens. Das Haupt hingegen, das hier abgetrennt wird, ist das Haupt Deines Egos und seiner niederen Ego-Begierden.

Gottes Wille ist es nämlich nicht, dass Du enthauptet wirst, sondern dass Du Dich IHM ergibst und durch das Auslöschen Deiner niederen, egoistischen Wünsche zu einem Ausdruck göttlicher Schönheit, Tugendhaftigkeit und Liebe wirst. So sei deshalb bemüht, Dich IHM von ganzem Herzen zu ergeben.

Deshalb, o Kichererbse, unterziehe Dich diesen Bedrängnissen, koche und werde reif, streife Dein selbstsüchtiges Ego-Bewusstsein ab und entledige Dich alles Vergänglichen, auf dass Du Glückseligkeit in Gott AMA erlangst!

Im Gemüsegarten, wo Dein Same gekeimt ist, hast Du eine Weile frisch und frei gelebt und Dich ganz in Grün gekleidet. Doch nun bist Du nach den göttlichen Prüfungen des Leids eine der seltenen Rosen im Garten des Herzens, im Garten der Welt, geworden und reif für die Einheit mit Gott AMA.“

Nach diesen Worten erinnert die begabte und erfahrene Köchin die Kichererbse an ihren göttlichen Wert und ihre Würde und zeigt ihr, wie sie diese stärken kann:

„O Kichererbse! Vom Wasser und Erdboden des Gartens getrennt, wurdest Du zu einem Bissen, wurdest vermengt mit göttlicher Lebensenergie aus dem Lebensfeuer des Einen. Du wurdest zu Nahrung und hast Deinen Weg in die Körper der Menschen gefunden. So hast Du Dich in Stärke und vergeistigte Energie gewandelt. Du bist als Pflanze in diese Welt gekommen und hast nun die geistige Kraft des Menschen genährt, dem Du Dich mit dieser Kraft in den Dienst stellst!

Einst wurdest Du von den Eigenschaften Gottes getrennt und in Seinem Universum inkarniert. Spute dich aufs Neue und kehre zurück zu Seinen Eigenschaften göttlicher Schönheit und Tugendhaftigkeit. O Kichererbse! Das Leben wurde Dir durch den Segen der göttlichen Wolken, der Sonne und des Regens zuteil. Nun bist Du, infolge der gegen Dein Ego bestandenen Kämpfe, gesegnet, so dass Du mit Deiner gewandelten Seele zurück in die höheren Dimensionen des Lichts aufsteigen darfst.

Durch das Kochen wurdest Du zu einem Bissen der Rechtschaffenen und Tugendhaften, hast Dich in einen Teil ihrer göttlichen Lebenskraft verwandelt, wurdest zu ihrer Stärke und Tat, zum Wort und zum Gedanken, wodurch Du in die Einheit des Lichts Gottes zurückgekehrt bist.“

Die weise Köchin gleicht gewissermaßen einer spirituellen Lehrerin, die ihren Schüler auf dem Pfad zu Gott AMA begleitet. Dabei weist sie besonders darauf hin, wie wichtig es ist, diesen Weg zur Reife bereitwillig und gerne zu gehen und sich auf diesem nicht durch den Zwang des Egos, sondern nur von der göttlichen Liebe angetrieben zu bewegen. So gehe auch Du in die höheren Dimensionen Gottes freudig hinüber und sei nicht wie jene Räuber, die sich in tausenden Qualen windend unter Bekundungen ihrer Reue zum Galgen gestoßen werden.

Die Kichererbse beugt sich letztendlich vor diesen tiefen, bedeutungsvollen und wichtigen Weisheiten und Erkenntnissen der Köchin/spirituellen Lehrerin. Von ihrer Rohheit befreit, beschreitet sie voller Aufrichtigkeit den Weg zur göttlichen Reife in Gott AMA. Schließlich teilt sie jener weisen Köchin von ganzem Herzen und voller Dankbarkeit folgendes mit:

„O tugendreiche Dame! Wenn die Sache so ist, will ich mich freudig kochen lassen, und Du hilfst mir dabei. Bei diesem Gekochtwerden gleichst Du einem Führer, der mich in die himmlischen Dimensionen Gottes aufsteigen lässt. Schlage nur fest mit Deinem Löffel auf mich ein, damit ich mich zum Besseren und Lichtvolleren wandle! Wie angenehm ist doch Dein Schlag. Ich habe mich Dir vollkommen ergeben.“

Das bedeutet letztendlich: „O mein spiritueller Meister bzw. Gott AMA, welch vortreffliche Erziehung lässt Du mir, Deinem unvollkommenen Diener/Dienerin, zu Teil werden!“

Die Kichererbse spricht weiter. „Ich übergebe mich dem Gekochtwerden, damit ich durch den inneren Kampf gegen mein Ego einen Weg zur göttlichen Wahrheit finde. Denn ansonsten ist der Mensch im Meer der irdischen Maya wie ein lüsterner, wild gewordener Elefant, der gerade aus einem Traum aufgewacht ist und tobt und wütet.“

Daraufhin beschreibt die weise Köchin die göttliche Wirklichkeit, die sie auch selbst durchlaufen hat: „Auch ich war einst, genau wie Du, ein Teil der Erde, eins ihrer zahllosen Bruchstücke. Dann nahm ich den Kampf mit dem Ego auf, das wie ein loderndes Feuer der Finsternis brennt. Als ich dann den Genuss, der mit dem Überwinden der selbstsüchtigen Wünsche des Egos verbunden ist, schmeckte, wurde ich zu einem besseren, friedvollen Menschen. Eine Weile schäumte ich auf der Erdoberfläche über und wurde gekocht, immer wieder, bis ich schließlich zum erleuchteten Wesen und Meister wurde. So koche auch Du, übersteige die Dimension Deines Menschen-Ichs und werde zum göttlich bewusst Lichtwesen in Gott AMA!“

Dies ist auch Dein weiterer Weg und Dein Ziel.

 

 

Es gibt nur eine einzige Gehorsamkeit und das ist die Gehorsamkeit des Wesens seinem Schöpfer und Herrscher gegenüber, also Gott AMA sowie SEINEM höchsten Mitarbeiterstab, d.h. SEINEN Engeln und spirituellen Meister.

Mit dem Geschenk des Lebens (des Inkarnationszyklus), das Gott AMA seinen Geschöpfen gemacht hat, hat ER ihnen eine Bestimmung zugewiesen und einen Auftrag erteilt. Kein Wesen ist per Zufall in diesem Universum. Es ist die zentrale Aufgabe jedes Wesens, diese göttliche Bestimmung bzw. diesen göttlichen Auftrag gehorsam auszuführen und niemals in der Ausführung nachzulassen oder sich gar davon abbringen zu lassen. Gehorsamkeit hat jedes Wesen auch in den von Gott AMA vorgegebenen göttlichen Gesetzen für dieses Universum zu befolgen. Kein Wesen ist befugt, die göttlichen Gesetze zu missachten und statt dessen eigene Gesetze aufzustellen.

Gehorsamkeit bedeutet Folgsamkeit, Fügsamkeit, Willigkeit, Demut, Hingabe, Ergebenheit und Bereitwilligkeit, den Auftrag und Willen Gottes in allem auszuführen – auch in jedem Inkarnations-Leben und in jeder Lebenssituation.

Gehorsamkeit ist mit der Bereitschaft verbunden, die Aufgabe und den Weg, den Gott AMA für jedes Wesen vorgesehen hat, zu erfüllen und dabei die göttlichen Gesetze zu beachten und zu befolgen. Gott AMA möchte, dass sich SEINE Geschöpfe entwickeln, IHM dienen, für IHN und SEIN Universum „Früchte“ sammeln. Dies ist nur möglich, wenn die Wesen ständig aktiv sind, sich entwickeln, verändern, wachsen und reifen. Dann sind sie im sogenannten göttlichen Fluss, der sie durch ihren Inkarnationszyklus bzw. ihren göttlichen Mitarbeiter-Zyklus trägt. Sie sind lebendig, fließend, sich ständig verändernd und wandelnd.

Im Gegensatz hierzu steht die Trägheit. Wenn ein Wesen in der Trägheit ist, ist es nicht bereit, sich zu entwickeln und zu verändern. Es ist passiv und starr. Trägheit ist gleichbedeutend mit Desinteresse, Gleichgültigkeit, Teilnahmslosigkeit, Bequemlichkeit, Tatenlosigkeit und Müßiggang. Träge Wesen sind nicht im göttlichen Fluss und daher auch nicht fließend und lebendig. Im Hinblick auf ihre ursprüngliche Bestimmung und ihren ursprünglichen göttlichen Auftrag von Gott AMA sind sie ungehorsam. Ungehorsamkeit Gott AMA gegenüber ist somit nicht ein Kavaliersdelikt, sondern eine Todsünde, die den „Tod“ des Gotteslichtfunkens und das Anderswerden des Wesens zur Folge hat.

Ein Wesen kann in seinem SGW träge sein, auch wenn es im Ego-Sinne aktiv sind, beispielsweise wenn es jeden Tag in die Arbeit geht, Verträge oder Konzepte ausarbeitet, schicke Kleider designed oder jeden Abend joggt. All diese Dinge haben mit der eigentlichen, göttlichen Bestimmung bzw. mit dem göttlichen Auftrag des Wesens überhaupt nichts zu tun.

Manche Wesen in L’Egoland mögen von sich sagen, dass sie doch gehorsam seien – ihren Eltern, ihren Lehrern, Arbeitgebern oder ihrem Partner gegenüber, aber auch den Staatsorganen und Gesetzen gegenüber. Dabei handelt es sich aber lediglich um den Gehorsam gegenüber Institutionen und Menschen, die eine führende Rolle in der Welt des Dunklen Zeitalters inne haben.

Diese Wesen mögen zwar im L’Egoland Sinne aktiv und gehorsam sein, im göttlichen Sinne jedoch sind sie ungehorsam und passiv, weil sie ihre eigentliche göttliche Bestimmung sowie ihren eigentlichen, ursprünglichen Auftrag von Gott AMA vergessen haben bzw. nicht ausführen. Sie fließen nicht im großen göttlichen Strom, sondern dümpeln in der Brühe des L’Egoland-Tümpels. Durch ihre Trägheit verhalten sie sich anti-göttlich, weil sie weder den Willen Gottes noch die Gesetze Gottes befolgen.

Mit seiner Geburt in dieses Universum hat jedes Wesen gegenüber Gott AMA, seinem Schöpfer, einen Eid geleistet, nämlich den Eid, IHM, Gott AMA, und Seinem Universum zu dienen und SEINE Gesetze zu befolgen. Dieser Eid ist die Lebensberechtigung jedes Wesens für dieses Universum. Es wurde zu keinem anderen Zweck geschaffen als zu diesem. Seine Lebensberechtigung besteht nicht darin, in diesem Universum herumzudümpeln, seinen Ego-Spaß und seine Ego-Befriedigung zu suchen und sich von den Verlockungen des Anti-Gottes in die Irre führen zu lassen.

Ein Wesen, das Gott AMA gegenüber gehorsam ist und SEINEN Willen und SEINE Gesetze befolgt, empfindet ein Gefühl von Stimmigkeit in seinem Leben. Seine göttliche Energie ist fließend, sein Leben ist fließend, seine Lebensfreude ist fließend, seine Liebe ist fließend, seine Fülle ist fließend, seine Zufriedenheit ist fließend. Es freut sich des Lebens und lässt sich gerne vom Fluss des Lebens vorantragen, voll im Vertrauen darauf, dass Gott es führt, behütet und beschützt.

Ein Wesen hingegen, das Gott AMA gegenüber ungehorsam ist und SEINEN Willen und SEINE Gesetze nicht befolgt, sondern missachtet, empfindet ein Gefühl von Unstimmigkeit, Disharmonie oder Unruhe in sich. Seine göttliche Energie ist blockiert, sein Leben ist blockiert, seine Lebensfreude ist blockiert, seine Liebe ist blockiert, seine Fülle ist blockiert, seine Zufriedenheit ist blockiert. Es empfindet häufig oder sogar dauerhaft Lebensunmut, Unzufriedenheit und Mangel.

Gehorsamkeit Gott AMA und allem Göttlichen gegenüber hat viele Gesichter. Ein gehorsames Wesen würde niemals ein anderes Wesen abwerten, schlecht behandeln, unterdrücken oder gar ausbeuten, weil dies gegen ein göttliches Gesetz verstoßen würde. Ebenso würde ein gehorsames Wesen niemals für Geld seine Seele verkaufen, weil es diese Seele als höchstes Gut von Gott AMA sieht, die nur IHM allein gehört. Weiterhin würde ein gehorsames Wesen seinen Schöpfer niemals verleugnen, nur weil es von seinen atheistischen Freunden dazu aufgefordert wird, da es in seinem Gehorsam treu zu Gott, seinen Schöpfer, steht.

In einer Dunklen Welt hingegen, wie der von L’Egoland, ist es an der Tagesordnung, andere Wesen abzuwerten, schlecht zu behandeln, zu unterdrücken oder gar auszubeuten. Ebenso verkaufen zahlreiche Wesen ihre Seele für Geld, Karriere, Besitz an den Anti-Gott oder verleugnen Gotte’s Existenz, nur weil sie „in“ sein wollen. Unzählige Wesen in E’Egoland leben in ständigem Ungehorsam gegen Gott AMA. Statt dessen gehorchen sie dem Anti-Gott und seinen Nebengöttern, beispielsweise dem Mammon oder einem Dämon. Diesen haben sie Gehorsam geschworen, um von ihnen Reichtum und Macht zu erhalten.

Für diese Ego-Wesen oder anti-göttliche-Wesen ist es üblich, dass sie den Willen ihres Egos und Super-Egos befolgen, und sich keinem anderen Willen, schon gar nicht dem Willen Gottes unterwerfen. Sie drücken damit, ohne dass es ihnen bewusst ist, den Anti-Gott, Luzifer, aus, der sich niemals dem Willen von Gott AMA unterwerfen wird, sondern darum kämpft, seinen eigenen Willen durchzusetzen und IHM zu beweisen, wie mächtig er ist. Gerade durch seinen Ungehorsam kam Luzifer zu Fall.

So hat der Anti-Gott im Dunklen Zeitalter in der L’Egoland-Welt all die Attribute auf eine „rote Liste“ gesetzt, die ihm selbst zutiefst widerstreben: Gehorsamkeit und Demut Gott AMA gegenüber, die Unterwerfung unter IHN, die Hingabe und Demut SEINEN Willen zu befolgen. Er hat dafür gesorgt, dass diese Attribute als Schwäche gelten, für die man in L’Egoland verachtet und ausgegrenzt wird. Dafür hat er Begriffe an ihre Stelle gesetzt wie: „Selbst ist der Mann“ oder: „Ich mache, was ich will!“ oder: „Ich unterwerfe mich niemandem!“ Wer nach diesem Motto lebt, gilt in L’Egoland etwas und erfährt Bewunderung.

Das Dunkle Zeitalter ist somit im göttlichen Sinne gesehen, ein Zeitalter der Ungehorsamkeit Gott AMA und allem Göttlichen gegenüber. Doch die Ungehorsamkeit ist tückisch, ja mehr noch, sie ist ein tödlicher Virus, der nach und nach die gesellschaftliche Ordnung ins Chaos und in die Anarchie stürzt. Denn die Ungehorsamkeit, die anfangs nur Gott AMA gegenüber praktiziert wurde, wird mit dem Ende des Dunklen Zeitalters das Reich des Anti-Gottes, L’Egoland, komplett erfasst haben.

Dann wird sich die Ungehorsamkeit gegen alles Göttliche und auch gegen alles Anti-Göttliche wenden, weil letztlich beide Systeme Gehorsam von ihren Anhängern verlangen, die Wesen aber nicht mehr bereit sind, irgendwelchen Göttern und ihren Gesetzen zu gehorchen: Die Kinder werden ihren Eltern nicht mehr gehorchen, die Bürger nicht mehr ihrem Staat, die Schüler nicht mehr ihren Lehrern usw. Bei genauer Betrachtung befindet sich L’Egoland auf dem Weg in eine Gesellschaft von Ungehorsamen, die keine Regeln mehr beachten, sondern das tun, was ihnen gefällt und passt und gegen die keiner mehr ankommt. Auch Moral und Sitten gelten in L’Egoland nichts mehr.

Ein interessantes Spiel für Gott AMA und die göttliche Führung dieses Universums! Dadurch können sie sehen,  wie sich die Wesen in einer solch anti-göttlichen Zeit, in der der Wille Gottes gegen den Ego-Willen ausgetauscht worden ist und in der keine göttlichen Gesetze mehr befolgt werden, verhalten, wie sie damit leben, wie es ihnen dabei geht usw. Daraus ergeben sich sehr viele, interessante Daten, die in die Universums-Datenbank eingespeist werden.

Für das neue Zeitalter werden die göttlichen Tugenden und Wurzeln des Göttlichen wieder eine zentrale Rolle spielen. Deshalb vollzieht sich in dieser Zeit des Übergangs bei den Wesen ein Wandel, die offen und bereit sind, in das neue Zeitalter zu wechseln. Sie anerkennen (wieder) die alleinige Führung von Gott AMA, sie wollen IHM und SEINER Schöpfung dienen, sie wollen SEINE göttlichen Gesetze beachten und sie wollen SEINEN göttlichen Willen befolgen. Sie haben erkannt, dass ihr Ego und ihre Ungehorsamkeit Gott AMA gegenüber sie nicht nicht zufrieden und glücklich macht. Sie wollen wieder eine göttliche Führung, die sie auf dem geraden Weg leitet, anstatt auf krummen Wegen wie es bei der anti-göttlichen Führung der Fall war. Sie sind bereit, ihr Ego und Super-Ego aufzugeben, um sich (wieder) der göttlichen Führung anzuvertrauen und sich ihr unterzuordnen.

Gehorsamkeit Gott und allem Göttlichen gegenüber entwickelt sich immer mehr zu einem Zeichen von Klugheit und Weisheit. Gott AMA und SEINEN höchsten göttlichen Mitarbeitern gegenüber gehorsam zu sein, ist eine kluge und weise Entscheidung. Es ist ein Zeichen der Anerkennung der höchsten göttlichen Macht und Kraft in diesem Universum. Man hat die Phase des Egoismus hinter sich gelassen, hat alles, was möglich ist, daraus gelernt und erkannt. Nun hat man das Klassenziel erreicht und kann auf seinem Inkarnationszyklus durch dieses Universum weitergehen. Nach der Zeit, in der Gott AMA keine oder keine große Rolle mehr gespielt hat, folgt nun die Zeit, da Gott AMA wieder eine zentrale Rolle spielt: die Liebe und Hingabe des Geschöpfes zu seinem Schöpfer, für den es in diesem Universum existiert und der sein Lebensinhalt ist. Gehorsamkeit hat es ganz am Anfang geschworen und Gehorsamkeit will es wieder üben, um IHM zu gefallen, IHM nahe zu sein und SEINE Liebe zu spüren.

Gehorsamkeit hat auf Sanskrit mehrere Bedeutungen. Eine der wichtigsten ist „vratya“, was „treu“ und „gehorsam“ bedeutet. „Vrata“ ist der göttliche Wille, das göttliche Gesetz und die göttlichen Gebote, die man gelobt zu befolgen. Wer „vratya“ ist, befolgt die göttlichen Prinzipien der Wahrheit und legt sich die göttlichen Verhaltensregeln auf, an die er sich treu hält. Ein Mensch, der „vratya“ ist, kann nicht träge sein, denn dann würde er in seinem ganzen Tun nachlässig werden und die göttlichen Gesetze nicht mehr einhalten. Er würde sich selbst und den göttlichen Prinzipien nicht mehr treu sein.

Eng mit „vratya“ verbunden ist „Anuvrata“, was „gehorsam“ und „ergeben“ bedeutet. Ein göttlicher Diener ist nicht nur gehorsam und treu, sondern auch ergeben. Er setzt alles um, was ihm sein spiritueller Meister und Gott AMA befehlen, unabhängig davon, ob es seinem eigenen Ego gefällt oder nicht. Aus „Anuvrata“ ergibt sich somit „Gurushrusha“, die „Ergebenheit und Gehorsamkeit gegen den spirituellen Lehrer“ und damit letztendlich auch gegen Gott AMA, dem spirituellen Meister und der göttlichen Führung.

Ein wahrhaft gehorsames Wesen ist nicht einer irdischen Instanz oder einem Ego-Götzen gehorsam, sondern nur Gott AMA und der göttlichen Führung. Nur hier kann es wahren göttlichen Gehorsam und Dienerschaft geben. Alles andere wäre eine verblendete Gehorsamkeit des Egos vor dem Anti-Gott und dessen Strukturen, um sich selbst zu bereichern. So ist es wichtig, dass man sich immer bewusst ist, wem man gehorsam ist und wem man Treue geschworen hat. Gerade im Dunklen Zeitalter von L’Egoland kann das angesichts der vielen Verlockungen und Götzen des Anti-Gottes nicht einfach sein, so dass man aufpassen muss, den rechten göttlichen Weg der Dienerschaft nicht zu verlassen.

Wer gehorsam ist, ist „apratikula“, d.h. „nicht widerspenstig mit seinem Ego, willig und umsetzend“. Ein gehorsamer Mensch folgt nicht mehr seinem eigenen Ego-Willen, der einmal in der Gier und einmal im Hass ist, einmal möchte und einmal nicht, sondern nur noch dem universellen Willen der göttlichen Führung. Er hat erkannt, dass es niemanden gibt, der allmächtiger als Gott AMA ist, weswegen es keinen Sinn hat, dass er sich mit dem kleinen, begrenzten Willen gegen dessen großen Willen stellt. Ein gehorsamer Mensch hat seinen eigenen Ego-Willen aufgegeben, um nur noch dem Willen Gottes zu dienen. Er ist somit „shrushti“, d.h. „willfähig“ und bereit in die Riege der göttlichen Mitarbeiter aufzusteigen, denn die oberste Eigenschaft die ein göttlicher Mitarbeiter aufweisen muss, ist Gehorsam gegen Gott AMA und Seinen Willen.

Ein gehorsames Wesen ist auch beharrlich und nicht wankend, was auf Sanskrit „Avichala“ bedeutet. Es folgt dem Willen Gottes und der göttlichen Führung – was auch im Außen geschieht! Es vertraut vollkommen darauf, dass der Wille Gottes immer richtig ist und es von IHM beschützt wird. Es weiß, dass dem so ist und hat keine Zweifel daran.

Die Tugend der Gehorsamkeit basiert auf der Niyamas „Tapas“, der Zielstrebigkeit und Selbstmeisterschaft. Spirituelle Praxis und Disziplin sind notwendig, um das eigene Ego zu bearbeiten und zu transformieren. Tapas umfasst die ernsthafte und beständige Arbeit an sich selbst und seinem Ego, das Handeln aus tugendhaften, edlen Motiven heraus, das Bereuen vergangener Ego-Missetaten und Fehler, feste Entschlossenheit den spirituellen Weg zu gehen, das innere Bestreben den Wurzeln des Göttlichen und den Tugenden zu folgen, Selbstkontrolle in jeder Situation und die Stärkung von Neutralität und Gleichmut angesichts der polaren Kräfte. Dadurch können alte Ego-Energien und altes Karma erkannt und erlöst werden, so dass die Seele nach und nach wieder rein und frei werden kann. Erst dieses vollständige Umsetzen von Tapas erzeugt dann die Tugend der Gehorsamkeit und ihre höheren göttlichen Eigenschaften, mit denen die Todsünde der Trägheit erlöst werden kann.

Die Todsünde der Trägheit hat auf Sanskrit verschiedene Namen. Sie ist „alasya“, d.h. träge und eitel, denn wer faul ist, ist mit seinem Ego gleichzeitig auch im Hochmut und der Ego-Selbstverliebtheit gefangen. Alles dreht sich nur noch um das Wohlergehen des eigenen Egos und Körpers. Ein solcher Mensch ist auch „mudha“, d.h. verwirrt, dumm und unwissend. Da sein Geist träge geworden ist, kann die göttliche Klarheit und Unverblendung nicht mehr richtig in diesen einfließen und das Bewusstsein trübt sich und verschlackt. Daraus entsteht die Guna „Tamas“, die Trägheit, die Dunkelheit, die Schläfrigkeit und Dumpfheit des niederen Egos und Körpers und beherrscht den Menschen. So sind die Todsünde der Trägheit und die Guna „Tamas“ eng miteinander verbunden. Wenn man das eine erlösen möchte, muss man auch das andere transformieren.

Ein träger Mensch kann nach außen durchaus aktiv erscheinen, doch wenn man in sein Inneres hineinschaut, stellt man bald fest, dass dies nur eine Fassade ist. Der Geist eines solchen Menschen ist träge, dumpf, starr und verblendet und seine Entscheidungsfähigkeit und seine Zielstrebigkeit sind eingeschränkt. Er mag zwar auf der irdischen Ebene herum wuseln und scheinbar viel tun, doch in Wirklichkeit tut er immer dasselbe und kommt auf seinem Weg nicht weiter. Sein Geist ist in einem bestimmten Bewusstseinszustand festgefahren und erstarrt.

Bei anderen Menschen zeigt sich die Trägheit in offensichtlicheren Formen. Ein solcher Mensch handelt nicht mehr, sondern ist „akarma“, d.h. tatenlos, faul und lebt ein müßiges Leben, wo er so wenig wie möglich tut. Göttliche Gehorsamkeit, Disziplin und Zielstrebigkeit bleiben auf der Strecke. Das Wesen treibt auf dem Strom des Lebens ziellos hin und her und hat seinen Kurs längst aus den Augen verloren. So kommt es am Ende oft in eine düstere Sackgasse, wo es nicht weitergeht und wo es sich nun auf die Hinterbeine stellen muss, um sein Leben wieder auf Kurs zu bringen und nicht sein göttliches Licht zu verlieren. Das Wesen muss aus „Tamoguna“, der Grundeigenschaft der Dunkelheit, der Dumpfheit und der Trägheit aussteigen, um wieder zu göttlichem Licht, Wachheit und Gehorsamkeit zu gelangen.