Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über die Gottesliebe und die 70 Strahlen der Gottesliebe berichten, die die Flamme der Liebe zu Gott AMA im Menschen nähren. Je stärker Eure Liebe zu Gott in Euch brennt, desto näher kommt Ihr Gott AMA und könnt zu IHM aufsteigen.

Die Entwicklung und Entfaltung der Wurzeln des Göttlichen und der göttlichen Liebe bringt Dich bzw. Dein Seele-Geist-Wesen (SGW) auf Deinem Inkarnationszyklus in diesem Universum wieder zurück zu Gott AMA. Dabei wird Dein Ego mit seinen Wurzeln des Übels/Bösen transformiert und aufgelöst. Die „Auferstehung“ des tugendhaften und sich immer höher schwingenden SGW führt zum sukzessiven „Tod“ des den Lastern und der Dunkelheit zugeneigten Egos in der Seele des SGW.

 Dieser göttliche Veredelungs-Vorgang des SGW ermöglicht dem SGW die Wiederverbindung und -Vereinigung mit Gott AMA, seinem Schöpfer. Dieser Prozess beinhaltet ein kontinuierliches Erwachen, Erstarken und letztlich Eingehen in die höchste Liebe, die es in diesem Universum gibt: die Liebe zu Gott AMA.

Die spirituellen Meister benennen 7 Stationen auf dem Weg zur Gottesliebe. Sie heißen:

  1. Reue (Buße, Bekehrung)
  2. Geduld (Beharrlichkeit)
  3. Dankbarkeit (Zufriedenheit)
  4. Vertrauen auf Gott (Hoffnung)
  5. Heilige Furcht (Gottesehrfurcht)
  6. Freiwillige Armut (Eintritt in den inneren Reichtum Gottes)
  7. Askese (Verzicht auf alles außer Gott)

=> Gottesliebe

Der spirituell Eingeweihte wirft auf seinem Weg zu Gott AMA alles beiseite, was zur irdischen Welt der Maya und seinen Ego-Wünschen gehört und gibt sich damit zufrieden, Gott AMA in ALLEM zu verherrlichen und sich Seiner für immer zu erfreuen. Auf der höchsten-Stufe der Gottesliebe erreicht der Mystiker die selige Schau, durch die er eins wird mit Gott und in IHM seine feste Stätte erhält.

Alle 7 Stufen auf dem Weg zur Gottesliebe tragen bereits die Gottesliebe in abgeschwächter Form in sich. So ist der Bereuende ein Gott-Liebender, und als Gott-Liebender bleibt er kontinuierlich in der Kontemplation Gottes, wo die Sünden des Egos nicht mehr existent sind, denn es existiert nur noch das Band zwischen dem Bereuenden und Gott.

Dankbarkeit und Geduld ergänzen sich, da das Wesen diese Haltung sowohl den Wohltaten Gottes gegenüber einnimmt, als auch dem Annehmen Seiner Prüfungen. Damit verbunden ist der Glaube und das Vertrauen daran, dass alle Wohltaten von Gott AMA stammen und Seine freigiebigen Geschenke sind, die Er auch hätte zurückhalten können. Die Ursache dafür, dass Er sie Seinen Geschöpfen nicht vorenthalten halt, liegt in Seiner unermesslichen Güte und Barmherzigkeit. Dieser Glaube ruft ein Gefühl der Freude über die Gaben Gottes hervor, aber auch Demut gegenüber dem Geber (Gott). Durch das Erleben der Güte Gottes empfindet das Wesen Freude und eine heilige Furcht vor Gott. Indem das Wesen der Maya entsagt, gelangt es in die Fülle Gottes und Seinen Reichtum. Schlussendlich kommt es so in die allumfassende, höchste Liebe zu seinem Schöpfer.

Wisse: Die gesamte Schöpfung singt beständig das Loblied Gottes. Wer sich über die Natur, über seinen spirituellen Meister oder direkt mit Gott AMA verbindet, geht in Seinen Strahl der göttlichen Liebe ein und kehrt zurück zu seinem Ursprung. Die alten Weisen bezeichnen die Gottesliebe als die absolute, höchste Liebe, die nichts mehr von Gott wünscht als IHN selbst, und die den durch die göttlichen Gesetze geforderten Gehorsam gegenüber Gott AMA bei weitem übersteigt.

Alle irdischen Gaben Gottes, die Ausdruck Seiner Schönheit sind, sind in den Augen des Eingeweihten nichts im Vergleich mit der Schönheit des Gebers (Gott) selbst. Die Dankbarkeit gegenüber Gott AMA steht weit über der Dankbarkeit gegenüber Seinen Gaben.

Zu allen Zeiten und in allen Religionen gab es Eingeweihte bzw. Asketen, die ein Leben in Armut vorzogen, um damit der Gottesliebe näher zu kommen. Dazu zählen die spirituellen Meister Buddha, Jesus Christus und Mohammed, sowie der Heilige Franziskus, Diogenes, die Sufiheilige Rabi’a von Basra und zahlreiche andere christliche, buddhistische, hinduistische und muslimische Heilige, Einsiedler und Mönche. Sie richteten ihre ganze Konzentration auf Gott AMA und ließen alle Dinge beiseite, die sie vom Dienst der Liebe, der Gott AMA alleine gebührt, ablenkte bzw. trennte. In dieser Gesinnung „umarmte“ auch der heilige Franziskus um der Gottesliebe willen die Armut als seine „Braut“.

Bruder Giles berichtet: „…denn dies [die Armut] ist jene himmlische Tugend, durch die alle irdischen und vergänglichen Dinge unter die Füße getreten werden, und durch die alle Hindernisse von der Seele entfernt werden, so dass sie sich ungehemmt mit Gott, dem Ewigen, vereinigen kann. Und dies ist die Tugend, durch die die noch an die Erde gebundene Seele Zwiesprache halten kann mit den Engeln im Himmel… und das gewährt der Seele auch in diesem Leben jene Liebe, durch die sie leichter gen Himmel fliegen und in der sie die Stütze wahrer Demut und Liebe bewahrt.(aus „Little Flowers of St. Francis“)“

Von der Sufi-Heiligen Rabi’a von Basra ist folgende Erzählung überliefert:

 „Einst kam ein berühmter Mann aus Basra zu Rabi’a und setzte sich neben sie auf das Lager (sie war krank). Dann begann er die Dinge dieser Welt zu schmälern – zweifellos in dem Wunsche, es der Heiligen recht zu machen. Aber Rabi’a, mit ihrer gewohnten Fähigkeit, Unaufrichtigkeit wahrzunehmen, sagte: „Du liebst die Welt offensichtlich sehr. Wenn du sie nicht liebtest, würdest du nicht so viel über sie sprechen, weder gut noch böse – bedenke, dass wer ein Ding liebt, der spricht viel davon.“

So ist die Liebe zu Gott AMA die einzige Liebe, die der spirituell Strebende leben sollte, da sie ihn zu Gott AMA führt. Jegliche andere Liebe oder Nicht-Liebe zu Menschen, materiellen Besitztümern oder irdischen Genüssen würde ihn nur in der materiellen Welt verstricken und dort festhalten.

Die Gottesliebe führt den Menschen und sein SGW in einen Zustand der dauerhaften inneren Zufriedenheit und Glückseligkeit. Er ist dann in der Lage, Gott AMA unverschleiert in Seiner Schönheit zu schauen und eins mit IHM zu werden, selbst wenn er noch in diesem physischen Körper inkarniert ist.

Wenn Gott AMA sieht, dass sich IHM ein Diener in Liebe zuwendet, dann entzündet Er ein Licht in dessen Herzen. Dieses Licht trennt den Menschen von der Minus-Dimension der Eitelkeit (Egoismus) und führt ihn zur Plus-Dimension der Ewigkeit (seinem göttlichen SGW in Gott). Es bereitet ihn auf den Tod seines menschlichen Ichs/Egos vor, um in seinem göttlichen Selbst/SGW neu geboren zu werden. Der Tod des „menschlichen Ichs“ ist im übrigen nicht gleichbedeutend mit dem physischen Tod am Ende eines Menschenlebens, sondern ist der Tod der menschlichen und niederen Natur im Menschen bzw. des Egos.

Der spirituelle Meister Mohammed formulierte es folgendermaßen: „Stirb vor dem Sterben!“ d.h. Stirb mit Deinem Ego, um in Deinem Seele-Geist-Wesen in Gott AMA aufzuerstehen.

In der tiefen und beständigen Liebe zu Gott AMA gibt es kein Ego und keinen Egoismus mehr. Das Seele-Geist-Wesen hat kein Bewusstsein mehr von seinem niederen, menschlichen Ich/Ego. Es existiert nur noch Gott AMA und Sein Gottesbewusstsein.

Für die Eingeweihten wird der Diener Gottes als „der Liebende“ bezeichnet und Gott AMA  als „der Geliebte“. Da der Ursprung aller Schöpfungen Gott AMA zuzuschreiben ist, ist Er auch der Geber der ersten Liebe. Gottes Liebe zu Seinen Geschöpfen geht ihrer Liebe zu IHM voran. Er kann auch ohne die Liebe Seiner Geschöpfe existieren, doch sie können nicht ohne Seine Liebe leben. Wer ohne die Liebe Gottes lebt, wird krank an Seele und Körper. So ist es ein wunderbares Geschenk, wenn sich der König des Universums (Gott) Seinen Geschöpfen und Dienern in Liebe nähert.

Al-Hujwiri sagte dazu: „Gottes Liebe zum Menschen liegt in Seinem Wohlwollen für ihn, und darin, dass Er ihm gnädig ist. Die Liebe des Menschen zu Gott aber ist eine Eigenschaft, die sich im Herzen des Gläubigen manifestiert…, so dass er danach trachtet, seinen Geliebten zufrieden zu stellen, und in seiner Sehnsucht nach der Vision Gottes wird er ungeduldig und ruhelos und findet nirgends Ruhe als in Ihm; er wird vertraut mit dem Gottgedenken, während er dem Gedenken an alles andere abschwört. … Gläubige, die Gott lieben, sind von zweierlei Art: Erstens jene, die die ihnen erwiesene Gnade und Wohltätigkeit Gottes betrachten und durch diese Betrachtung zur Liebe zum Wohltäter geführt werden; zweitens jene, die so hingerissen sind von der Liebe, dass sie alle Gnaden für einen Schleier (zwischen sich selbst und Gott) halten, und sie werden durch Betrachten des Wohltäters zu Seinen Wohltaten geführt.“

Die spirituellen Meister definieren die Liebe zu Gott AMA wie folgt:

Gottesliebe ist:

  • die ständige Hinneigung des offenen Herzens zu Gott AMA,
  • der Vorrang des Geliebten (Gott AMA) vor allen anderen Menschen und Dingen,
  • die Eintracht mit dem Geliebten (Gott AMA), gleichviel ob ER anwesend/sichtbar oder abwesend/unsichtbar ist,
  • das Auslöschen der irdischen 3D-Eigenschaften des Liebenden (Trauer, Anhaften, Eifersucht, Gier, etc.),
  • die Aufnahme der Eigenschaften bzw. Strahlen der Liebe, des Lichts und des Friedens des Geliebten (Gott AMA),
  • der Einklang des Herzens mit dem Willen seines Herrn (Gott AMA).

Durch den Strahl der Gottesliebe wird das Seele-Geist-Wesen mit der Zeit zum Ebenbild der Energiequalitäten Gottes verwandelt, bis es schließlich gänzlich eins mit diesen wird. Der Mensch gibt sich und alles, was er besitzt, Gott AMA hin, so dass nichts von seinem Eigenen, Ich-Persönlichen übrig bleibt.

Der Weise Shibli sagt von der Gottesliebe, dass „diese Gottesliebe genannt wird, weil sie im Herzen alles auslöscht, außer den Geliebten“ und weiter „Liebe ist ein Feuer im Herzen, das alles verzehrt, außer den Willen des Geliebten.“

Gott AMA facht das Feuer der Liebe in den Herzen Seiner Geschöpfe/Diener, die sich IHM zuwenden, bewusst an, damit dadurch all das verbrannt werden kann, was in ihnen an nichtigen, niederen Neigungen und Wünschen, Absichten und Verlangen vorhanden ist. Dadurch erleichtert Gott AMA ihnen den Eintritt in die höhere Natur ihres Seele-Geist-Wesens.

Der spanische Mystiker und Heilige, Johannes vom Kreuz, schreibt: „Liebe hat die Seele entzündet und sie in Liebe verwandelt, hat sie ausgelöscht und alles zerstört, was nicht Liebe ist.“

Die Gottesliebe transformiert und verbrennt alles, was nicht Liebe ist, auch das Anti-Göttliche. Sie ist somit die stärkste Kraft und Macht im Universum gegen die Versuchungen und Attacken des Anti-Gottes und seiner anti-göttlichen Schar.

So wurde die Sufi-Mystikerin Rabi’a eines Tages gefragt: „Liebst du den Herrn der Herrlichkeit?“ Vielleicht meinten die Frager, es sei ihr unmöglich oder zu vermessen, jemanden zu lieben, der so hoch über einem steht. Aber sie sagte: „Ja, ich liebe Ihn.“ Dann wurde sie gefragt: „Hältst du den Satan für einen Feind?“ Sie erwiderte: „Nein.“ Die anderen fragten erstaunt: „Wie das?“ Rabi’a sagte: „Meine Liebe zu Gott lässt keinen Raum, Satan zu hassen.“

Danach fragte jemand Rabi’a: „Was ist Liebe?“ Sie erwiderte: „Liebe kommt aus der Ewigkeit und führt in die Ewigkeit, und in den siebzigtausend Welten ist niemand zu finden, der einen Tropfen davon trinkt, bis dass er schließlich versunken ist in Gott, und daher stammt der Ausspruch: ‚Er liebt sie (Seine Diener) und sie lieben Ihn’.“

Die Liebe zu Gott AMA führt demnach alle Wesen zurück zu IHM. Es ist der Ruf der Liebe Gottes, der mit den Herzen der Seele-Geist-Wesen in Resonanz tritt, und in ihnen eine Sehnsucht nach ihrer Ursprungsquelle (ihrer Heimat in Gott AMA) aktiviert, die sie den spirituellen Pfad des Aufstiegs beschreiten lässt.

Die Liebe Gottes besteht aus 70 verschiedenen, göttlichen Strahlen, die allesamt die Essenz Seiner Liebe in sich tragen, und aus Seinem Herzzentrum beständig in das Universum fließen, um seine Geschöpfe zurück zu IHM zu führen. Sie lauten:

 

  1. Die absolute Liebe
  2. Die alleinige Liebe (d.h. es gibt nichts mehr außer der Liebe Gottes)
  3. Die alles sehende Liebe
  4. Die alles überwältigende (bezwingende) Liebe (sei es gut oder böse)
  5. Die alles umfassende Liebe
  6. Die allmächtige Liebe
  7. Die allpräsente Liebe
  8. Die allweise Liebe
  9. Die allwissende Liebe
  10. Die ausgleichende Liebe
  11. Die barmherzige Liebe
  12. Die bescheidene Liebe
  13. Die beschützende Liebe
  14. Die bewusste Liebe
  15. Die dankerfüllte Liebe
  16. Die demütige Liebe
  17. Die edle Liebe
  18. Die ehrenvolle Liebe
  19. Die einzigartige Liebe
  20. Die emporhebende Liebe
  21. Die erbarmende Liebe
  22. Die erhöhende Liebe
  23. Die erlösende Liebe
  24. Die ewige Liebe
  25. Die freie (unabhängige) Liebe
  26. Die friedvolle Liebe
  27. Die führende Liebe
  28. Die Fülle gebende Liebe
  29. Die geduldige Liebe
  30. Die gerecht richtende Liebe
  31. Die gnädige Liebe
  32. Die grenzenlose Liebe
  33. Die größte Liebe
  34. Die gütige Liebe
  35. Die harmonisierende Liebe
  36. Die heilende Liebe
  37. Die heilige Liebe, die über den Sünden der Welt ist
  38. Die höchste Liebe
  39. Die immerdar währende Liebe, die überall ist und alles sieht
  40. Die in sich selbst seiende Gottesliebe
  41. Die kraftvolle Liebe
  42. Die Leben nehmende Liebe
  43. Die Leben schenkende Liebe
  44. Die lichtvolle Liebe
  45. Die liebevolle Liebe
  46. Die majestätische Liebe
  47. Die mitfühlende Liebe
  48. Die neutrale Liebe
  49. Die offenbarte Liebe
  50. Die öffnende Liebe
  51. Die rechtschaffene Liebe
  52. Die reiche (Fülle erfüllte) Liebe
  53. Die reine Liebe
  54. Die Reue annehmende Liebe
  55. Die sanfte Liebe
  56. Die schöpfende Liebe
  57. Die standhafte Liebe
  58. Die transformierende Liebe
  59. Die tugendhafte Liebe
  60. Die unterstützende Liebe
  61. Die unvergänglichen Liebe
  62. Die verborgene Liebe
  63. Die vereinende Liebe
  64. Die versorgende Liebe
  65. Die vertrauenswürdige Liebe
  66. Die verzeihende Liebe
  67. Die wachsende Liebe
  68. Die wahrhaftige Liebe
  69. Die wohltätige Liebe
  70. Die zufriedene Liebe

 

In jedem Wesen sind die 70 verschiedenen Eigenschaften der Gottesliebe in Form der „Flamme der Gottesliebe“ angelegt. Je nach Kraft des göttlichen Feuers sind sie mehr oder weniger präsent bzw. stark im Wesen. Der Mensch und sein Seele-Geist-Wesen sollte auf seinem Weg zu Gott AMA die 70 Aspekte der Liebe, die alle zusammen die reine Gottesliebe ergeben, in sich stärken und aktivieren.

Die Liebe zu Gott AMA sollte dabei weder auf Hoffnung oder auf Belohnung noch auf Furcht vor Strafe aufgebaut sein, sondern sie sollte zu nichts anderem streben, als IHM zu dienen und IHN zu lobpreisen. Nur dem Diener, der so liebt, kann sich Gott AMA in Seiner Vollkommenheit offenbaren, und nur indem er den Pfad der Ego entsagenden Liebe beschreitet, kann er schließlich wieder mit Gott AMA vereint werden. Durch die Liebe erreicht das Wesen die mystische Gnosis und sein Herz wird erfüllt mit der höchsten Tugendhaftigkeit Gottes.

Gott AMA ist die Quelle und vereinigte Ur-Essenz der 70 Strahlen der Gottesliebe in Seinem Herzzentrum und Er liebt all Seine Geschöpfe gleichermaßen mit dieser Liebe. So liebt er die reuig Umkehrenden, die aus ganzem Herzen bereuen, nachdem sie gesündigt haben. Er liebt die sich Reinigenden, die rein im Herzen und in der Seele sind und sich immer wieder von niederen Ego-Energien säubern, sei es durch Meditation, Gebet oder Yoga. Gott AMA liebt die Gottesfürchtigen, die sich IHM in Demut zuwenden, Seine Allmacht anerkennen und sich dieser unterordnen. Er liebt die gerecht Handelnden, die in ihren irdischen Inkarnationen in allen Situationen und allen Menschen gegenüber gerecht agiert und reagiert haben, usw.

Es heißt, dass die Menschen, die an Gott AMA glauben und gottesfürchtig sind, Gott AMA am nächsten stehen. Nachdem sie in IHN eingegangen sind, werden sie zu SEINEM Hören, mit dem ER hört, und SEIN Sehen, mit dem ER sieht, SEINE Hand, mit der ER zupackt und SEIN Fuß, mit dem ER geht. Die Wesen werden zum Ausdruck Gottes und befinden sich gleichzeitig unter SEINEM allmächtigen Schutz. ER steht ihnen bei, ER gibt ihnen Zuflucht und ER erhält sie.

In einem Hadith wird überliefert, dass Gott sagte: „Die Leute, die mir gehorsam sind, sind die Leute Meiner Liebe (..), und die Leute, die mir ungehorsam sind, lasse ich die Hoffnung auf Meine Gnade nicht aufgeben. Wenn sie sich mir in Reue zuwenden, dann liebe ich sie. (…) Wer von ihnen mir mit Reue entgegenkommt, den erwarte ich schon von weitem, und wer sich von mir abwendet, den rufe ich von ganz nah und sage ihm: ‚Wo gehst du hin? Hast du einen anderen Herrn außer mir?’ Das gute Werk zählt bei mir wie das Zehnfache seinesgleichen, und ich mehre es noch. Und die schlechte Tat zählt nur ihresgleichen, und ich erlasse sie. Bei meiner Macht und Würde: wenn sie mich für sie um Vergebung bitten würden, so würde ich ihnen vergeben. …“

Zu den größten Energiequalitäten Gottes zählen die Barmherzigkeit und die Güte. Er ist edelmütig und verzeihend. Wenn sich IHM ein Wesen in aufrichtiger Reue zuwendet, ist Er gnädig und wird ihm vergeben. Zudem unterstützt Er seine Geschöpfe durch die Strahlen Seiner Liebe und Seiner göttlichen Tugenden, um sie vor den Sünden und Versuchungen des Anti-Gottes zu bewahren.

Neben den 70 Strahlen der Liebe Gottes gibt es die 70 Strahlen des Zorns des Anti-Gottes. Sie fließen aus seinem Ego-Herz-Zentrum kontinuierlich in das Universum, um die Wesen an der Verbindung zu Gott AMA zu hindern, sie im Ego zu bestärken und in die anti-göttlichen Dimensionen hinab zu ziehen. Alle 70 Strahlen des Zorns zusammen ergeben den niedersten Zorn des Anti-Gottes. Dazu zählen u.a.: der Besitz ergreifende Zorn, der dunkle Zorn, der eifersüchtige Zorn, der falsche Zorn, der fordernde Zorn, der geizige Zorn, der gewalttätige Zorn, der hassende Zorn, der hochmütige Zorn, der einsame Zorn, der verblendete Zorn, der in die Irre geführte Zorn, der Mangel gebende Zorn, der nachtragende Zorn, der niederträchtige Zorn, der rachsüchtige Zorn, der rücksichtslose Zorn, der starre Zorn, der trennende Zorn, der undankbare Zorn, der unersättliche Zorn, der unfriedliche Zorn, der ungeduldige Zorn, der unreine Zorn, der unwissende Zorn, der unzufriedene Zorn, der wankelmütige Zorn, der zerstörende Zorn, usw.

In jedem Menschen und seinem SGW sind neben den 70 Strahlen der Flamme der Gottesliebe auch die die 70 Strahlen der anti-göttlichen Flamme des Zorns des Anti-Gottes in Form des Egos angelegt. Je nach spirituellem Entwicklungs- und Schwingungs-Zustand des SGW überwiegen die einen oder anderen Strahlen. Jeder Mensch sollte sich bewusst sein, dass ihn die 70 Strahlen des Zorns unwiederbringlich in die Ebenen des Anti-Gottes hinabführen und einen Verlust des göttlichen Lichts zur Folge haben. So sind die Stärkung des Feuers der Liebe und die Abschwächung des Feuers des Zorns im Herzen jedes Wesens sehr wichtig.

So solltest Du Dich genau beobachten und analysieren, welches Feuer gerade in Dir lodert, um es dann entweder gezielt anzufachen (Feuer der Liebe) oder ihm den Brennstoff zu entziehen (Feuer des Zorns). Die Erkenntnis (Reue) ist bekanntlich der erste Schritt auf dem Weg zur Gottesliebe (s.o.). Dabei ist es wichtig, dass Du die Wurzeln des Übels nicht primär im Äußeren bei Deinen Mitmenschen suchst, sondern Deinen Blick zuerst auf den Zustand Deines eigenen Herzens richtest. Dort liegen bekanntlich die größten Lernaufgaben. Wer sie erkennt und in Dankbarkeit und Demut annimmt, ist weise und tugendhaft. Wer sie übersieht, um stattdessen die sündhaften Fehler seines Nächsten anzuprangern, ist töricht und in der Todsünde „Hochmut“ gefangen.

In der Bibel sagte der spirituelle Meister Jesus: „Was siehst du den Splitter in deines Bruders Auge, und des Balkens in deinem Auge wirst du nicht gewahr? Wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt still, Bruder, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen, und du siehst selbst nicht den Balken in deinem Auge? Du Heuchler, zieh zuvor den Balken aus deinem Auge und sieh dann zu, dass du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehest!“ (Lukas 6/41-42)

 

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über die spirituellen Meister und die Ur-Strahlen Gottes berichten.

Wisse: Aus dem Herzzentrum Gottes fließen beständig die 70 Strahlen der Gottesliebe in das Universum hinaus, um alle Geschöpfe und alles, was ist, damit zu erfüllen und wieder zu IHM zurückzuführen (siehe Weisheitsperle 100).

Jeder Strahl wird von einem so genannten aufgestiegenen, spirituellen Meister der Gottesliebe gelenkt und in das Universum verteilt. Ein spiritueller Meister ist ein besonders hohes, göttliches Seele-Geist-Wesen, das die Illusion der Maya durchschaut und das „Spielfeld“ des Universumsgottes gemeistert hat und im Feuer der Gottesliebe aufgegangen ist. Über IHN hat es auch Zugang zum Welten-Gott und ist entsprechend seiner Struktur dort verankert.

Es gibt zwei Arten von spirituellen Meistern:

  1. Die spirituellen Meister, die aus dem All-Geist-Gott stammen und im Laufe ihrer Inkarnationen die irdische Ebene mit ihrer Polarität gemeistert und sich danach in den Universumsgott erhoben haben. Gleichzeitig haben sie eine intensive Verbindung zum All-Geist-Gott. Sie werden als AGMM-Meister
  2. Die spirituellen Meister, die vom Universumsgott als ursprüngliche HGMM (Engel der 1. und 3. Engelshierarchie) erschaffen worden sind, und die sich bei einem ihrer Aufträge in der Materie und der Illusion verstrickt haben, z.B. durch Karma. Sie mussten diese Ebene mit ihrer Polarität erst meistern, ehe sie als gereifte Wesen zum Universumsgott zurückkehren konnten. Sie werden auch als HGMM-Meister oder Engelsmeister bezeichnet und sind sehr selten.

Die AGMM-Meister gliedern sich in drei Gruppen:

  1. Einfache spirituelle Meister: Sie haben die Ebenen der Polarität (des Lichts/Gottes und der Dunkelheit/des Egos) einmal gemeistert und sind über den Universums-Gott und den All-Geist-Gott in den Welten-Gott aufgestiegen. Durch die einmalige Meisterung hat ein Teil von ihnen ihr Bewusstsein im Ur-Geist des Welten-Gottes verankert, der andere Teil von ihnen ist im Universums-Gott verankert.
  2. Zweifache spirituelle Meister: Sie haben die Ebenen der Polarität (des Lichts/Gottes und der Dunkelheit/des Egos) zweimal gemeistert und sind über den Universums-Gott und den All-Geist-Gott in den Welten-Gott aufgestiegen. Bei der ersten Meisterung haben sie ihr Bewusstsein im Ur-Geist des Welten-Gottes verankert, bei der zweiten Meisterung zusätzlich auch im Ur-Bewusstsein des Welten-Gottes.
  3. Dreifache spirituelle Meister: Sie haben die Ebenen der Polarität (des Lichts/Gottes und der Dunkelheit/des Egos) dreimal gemeistert und sind über den Universums-Gott und den All-Geist-Gott in den Welten-Gott aufgestiegen. Bei der ersten Meisterung haben sie ihr Bewusstsein im Ur-Geist des Welten-Gottes verankert, bei der zweiten Meisterung auch im Ur-Bewusstsein des Welten-Gottes, und bei der dritten Meisterung zusätzlich noch im Ur-Feuer des Welten-Gottes.

Jedes gereifte und geistig entwickelte Seele-Geist-Wesen ist theoretisch dazu in der Lage, durch intensive Arbeit an sich selbst in nur wenigen Leben die spirituelle Meisterschaft zu erlangen und zum Universums-Gott aufzusteigen. In der Praxis gelingt dies jedoch den wenigsten Wesen, da sie sich sowohl karmisch wie auch bewusstseinsmäßig in der Maya (Illusion) verstrickt haben. Für die spirituelle Meisterschaft ist es jedoch erforderlich, das Bewusstsein aus der Illusion der Schöpfung in das Bewusstsein der wahren Realität des Universums-Gottes zu erheben, in Sein Bewusstsein einzusteigen und eins damit zu werden. Dies erfordert die vollständige Meisterschaft in allen Dimensionen (Bewusstseinszuständen und –Welten) dieses niversums, vollständige Karmafreiheit sowie die Aufgabe des eigenen ICH, d.h. des Egos.

Der Mystiker Paul Brunton beschreibt diesen Prozess folgendermaßen: „Die wenigen, die sich auf diesen höchsten aller Pfade machen, werden die eine göttliche Gegenwart lebendig in ihrem Herzen fühlen und in Ergebenheit und Demut „Diener des EINEN“ werden. Das eigene Menschssein mit seinen Wünschen und Begierden wird gleichsam als Opfer auf dem erhabenen Altar dessen, was ist, dargebracht“.

Jeder zweifache oder dreifache spirituelle Meister ist Lenker eines der 70 Strahlen der Gottesliebe. Dazu ist er vollständig in Gott AMA und Seinen jeweiligen Strahl eingegangen, um diesen durch sich auszudrücken. Sein Bewusstsein ist im Herzzentrum von Gott AMA und im Weltengott verankert. Die einfachen spirituellen Meister lenken nur teilweise einen Strahl, entsprechend ihrer Seele-Geist-Wesen-Fähigkeiten und Meisterschaft.

Die Strahlen der Liebe Gottes werden u.a. von folgenden spirituellen, aufgestiegenen Meistern gelenkt:

AGMM-Meister:

  1. Einfache spirituelle Meisterin Kwan Yin:

Strahl der liebevollen Liebe Gottes

  1. Einfacher spiritueller Meister Mikhael Omraam Aivanhov:

Strahl der öffnenden Liebe Gottes

  1. Einfacher spiritueller Meister Ramana Maharshi:

Strahl der unvergänglichen Liebe Gottes

 

  1. Zweifache spirituelle Meisterin Lady Nada:

Strahl der verzeihenden (vergebenden) Liebe Gottes

  1. Zweifache spirituelle Meisterin Lady Rowena:

Strahl der unabhängigen Liebe Gottes

  1. Zweifacher spiritueller Meister El Morya:

Strahl der kraftvollen Liebe Gottes

  1. Zweifacher spiritueller Meister Hilarion:

Strahl der heilenden Liebe Gottes

  1. Zweifacher spiritueller Meister Konfuzius:

Strahl der wachsenden Liebe Gottes

  1. Zweifacher spiritueller Meister Kuthumi:

Strahl der ausgleichenden Liebe Gottes

  1. Zweifacher spiritueller Meister Maitreya:

Strahl der in sich selbst zufriedenen Liebe Gottes

  1. Zweifacher spiritueller Meister Saint Germain:

Strahl der transformierenden Liebe

  1. Zweifacher spiritueller Meister Serapis Bey:

Strahl der schöpfenden Liebe Gottes

 

  1. Dreifacher spiritueller Meister Buddha:

Strahl der mitfühlenden Liebe Gottes

  1. Dreifacher spiritueller Meister Hermes Trismegistos/Thot:

Strahl der allweisen Liebe Gottes

  1. Dreifacher spiritueller Meister Jesus Christus:

Strahl der erlösenden Liebe Gottes

 

HGMM-Meister:

  1. Engelsmeister Echnaton:

Strahl der höchsten Liebe Gottes

  1. Engelsmeisterin Maria:

Strahl der vereinenden Liebe Gottes

 

Daneben gibt es noch zahlreiche weitere AGMM- und HGMM-Meister, die jedoch auf dem Planeten Erde/Adma nicht (mehr) bekannt sind, u,a. die spirituellen Meister und Propheten vergangener Hochkulturen wie z.B. von Lemuria, Atlantis oder aus dem Alten Testament. Die o.g. 18 Strahlen zählen zu den wichtigsten Strahlen der Gottesliebe für das neue göttliche Zeitalter auf dem Planeten Erde/Adma.

So wie es göttliche spirituelle Meister in diesem Universum gibt, gibt es auch anti-göttliche spirituelle Meister. Sie sind die „Pendants“ zu den göttlichen HGMM- oder AGMM-Meister und sind durch ihren „Aufstieg“ bzw. Abstieg in das Herz des Anti-Gottes gänzlich in das Bewusstsein und die Energie des Anti-Gottes eingegangen. Sie lenken seine anti-göttlichen Strahlen des Zorns in das Universum, um die Menschen und ihr SGW zu verblenden, mit Hilfe der Todsünden in Versuchung zu führen, im Ego zu bestärken, das göttliche Licht ihrer „inneren Kerze“ bzw. ihres Gotteslichtfunkens auszulöschen und dadurch in den Besitz ihrer Seelen zu kommen. Ihre Rangordnung ist ebenfalls Struktur mäßig und hierarchisch aufgebaut. Die Bezeichnung „spiritueller Meister“ sagt nichts über die Göttlichkeit eines Meisters aus und welchen Strahl er lenkt. So sollte man immer wachsam sein, mit welchem spirituellen Meister man es zu tun hat und ob dieser Gott und dem göttlichen Licht dient oder nicht.

Dreifache göttliche spirituelle Meister gibt es im gesamten Universum nur 9 an der Zahl; zweifache spirituelle Meister 50 (die meisten von ihnen sind Strahlenlenker). Einfache spirituelle Meister sind weitaus mehr vorhanden (ca. 1000), jedoch sind nur 20 von ihnen Strahlenlenker. Die meisten einfachen spirituellen Meister (und teilweise auch zweifache spirituelle Meister) lenken keinen eigenen Strahl, sondern haben sich an den Strahl eines zweifachen oder dreifachen spirituellen Meisters angeschlossen, um mit diesem im Auftrag des zwei- oder dreifachen spirituellen Meisters zu arbeiten. Engelsmeister sind im übrigen wesentlich seltener als AGMM-Meister und eine Ausnahme. So gibt es nur 12 Engelsmeister an der Zahl.

Die aufgestiegenen spirituellen Meister wirken in der Plus 6. und 7. Dimension dieses Universums, wo sich auch das jeweilige Energiezentrum ihres Strahls befindet. Von Zeit zu Zeit erscheinen sie auf Wunsch von Gott AMA als geistige Lehrer, religiöse Propheten oder göttliche Heiler auf den jeweiligen Planeten, um die dortigen Bewohner aus dem Nichtwissen zu erheben, ihre Seelen zu transformieren und ihr Bewusstsein mit Gott zu verbinden.

Auf der Erde sind Jesus Christus, Buddha und Muhammad die bekanntesten spirituellen Meister, die in der jüngsten Vergangenheit unter den Menschen gewirkt haben, um diese wieder auf den Weg zum Universums-Gott zu führen. Jeder spiritueller Meister hat dabei durch die besondere Energiequalität seines Gottesliebe-Strahls eine neue, individuelle Struktur der Gottesverbindung und einen einzigartigen Pfad zu Gott geschaffen, welcher auch als „Religion“ bezeichnet.

So hat Jesus Christus mittels seines Strahls der erlösenden Gottesliebe, die Erlösung der Menschen von den Sünden durch Nächstenliebe, Brüderlichkeit und Barmherzigkeit gelehrt, damit sie wieder in Gott eingehen zu können.

 Buddha hat mittels seines Strahls der mitfühlenden Gottesliebe, das Mitgefühl zu allen Geschöpfen und damit die Meisterschaft des Egos gelehrt, um die Seele-Geist-Wesen aus dem Rad der Wiedergeburt zu befreien und in die Leere des Ur-Geistes Gottes zu erheben.

 Muhammad hat mittels seines Strahls das Leben der alleinigen Gottesliebe, ein Gottesdienst ähnliches Leben in Demut, Frieden und Gehorsam zu Gott gelehrt, um die Wesen vor den Sünden des Anti-Gottes zu bewahren und zu Gott zurückzuführen.

Die Aufgabe der spirituellen Meister und ihrer Strahlen ist es, den inkarnierten Seele-Geist-Wesen göttliches Bewusstsein über ihr wahres Sein zu übermitteln und sie wieder in Resonanz mit dem Herzzentrum Gottes zu bringen. Sie treten besonders in Zeiten, in denen der Anti-Gott, Dunkelheit und Egoismus vorherrschen, in Erscheinung, um Licht in die Finsternis zu bringen und die Menschen an ihre wahre Natur und ihren Auftrag zu erinnern: die brennende, göttliche „Kerze“, d.h. ihren Gotteslichtfunken, den sie zu Beginn ihrer Erschaffung von Gott AMA erhalten haben, sicher durch das Labyrinth der Maya zurück zu Gott AMA zu bringen, ohne, dass diese erlischt.

Meist wird das hohe geistige Wesen eines spirituellen Meisters nur von wenigen, feinfühligen Wesen in seinem Umfeld erkannt. So hatte Jesus zu seinen Lebzeiten nur ein paar Hundert Anhänger um sich und Buddha nur ein paar Tausend, obgleich sich ihren Lehren in späteren Jahrhunderten Millionen angeschlossen haben. Die bis in die heutige Zeit überlieferten Grundsätze des Religionsgründers sind im Laufe der Geschichte nicht selten so verändert oder verfälscht worden, dass ein genaues Differenzieren zwischen göttlichen, anti-göttlichen und menschlichen Einflüssen notwendig ist, um die wahre Essenz des Strahls der Gottesliebe noch zu erkennen und zu verstehen.

Neben den 70 Strahlen der Gottesliebe gibt es die 29 Strahlen der Ur-Eigenschaften bzw. Ur-Energiequalitäten des Universums-Gottes, die dieser am Anbeginn der Schöpfung vom Welten-Gott erhalten hat. Sie stehen in direkter Verbindung mit dem Welten-Gott, der Essenz hinter allen „Göttern“, dem „GOTT aller Welten“.

Die 29 Strahlen der Ur-Eigenschaften werden ausschließlich von HGMM gelenkt (keinen Engelsmeistern, sondern Engeln der 1. und 3. Engelshierarchie, die sich immer im Herzzentrum des Universums-Gottes und Seiner hohen Schwingung befanden und auch ewiglich befinden werden). Diese drücken im Gegensatz zu den 70 Strahlen der Gottesliebe, die eine bestimmte Färbung (Gottesliebe) haben, die Eigenschaften des Weltengottes in reiner, ungefärbter Form aus. Sie lauten:

  1. Der Strahl der alles ernährt und mit Energie versorgt.
  2. Der Strahl des Beherrschers, der alle-was-ist unter Seiner Kontrolle hat, alles beschützt und bewacht.
  3. Der Strahl des Besitzers aller göttlichen Tugenden.
  4. Der Strahl des Besitzers aller Macht und Autorität. Von Ihm gehen alle Gesetze aus und alle Geschöpfe unterstehen Seinen Gesetzen. Niemand, auch die vereinte Menschheit nicht, kann sich über die von Ihm erlassenen Gesetze hinwegsetzen, ohne dabei Schaden zu nehmen und die Konsequenzen zu tragen.
  5. Der Strahl des Einen, der niemanden neben sich hat.
  6. Der Strahl des einzigen Erben, denn außer Ihm ist nichts beständig.
  7. Der Strahl des Einzigen, der niemandem ähnelt.
  8. Der Strahl des Erniedrigers der Hochmütigen und zu Unrecht im Ego Stolzen.
  9. Der Strahl des Erhörers der Wesen, die sich Ihm im Gebet oder in der Meditation zuwenden, und Ihn demütig und bescheiden um Hilfe bitten.
  10. Der Strahl des Erschaffers, der alles aus dem Nichts erschuf.
  11. Der Strahl des Ersten ohne Beginn.
  12. Der Strahl des ewig Bleibenden.
  13. Der Strahl des Formers, der allen Dingen ihre Struktur verliehen hat.
  14. Der Strahl des Gerechten, der Seine Gaben nach Seinem Ermessen zurückhält, der Seine Gaben aber ausreichend und großzügig gewähren kann, wem er will.
  15. Der Strahl des Gnädigen, der Seiner gesamten Schöpfung und allen Geschöpfen gnädig ist.
  16. Der Strahl des Herrschers und Königs; niemand in der gesamten Schöpfung außer IHM hat die Eigenschaft der absoluten Herrschaft. Alle Geschöpfe sind Seine Diener und niemand darf einem anderen dienen.
  17. Der Strahl des Kundigen, der um die kleinsten Regungen des Herzens weiss – seien sie tugendhaft oder sündhaft.
  18. Der Strahl des Lebenden, der aus sich selbst heraus lebt.
  19. Der Strahl des Letzten ohne Ende.
  20. Der Strahl des Nachsichtigen für all diejenigen, die in ihrer Schwäche sündigen, sich dann aber wieder Gott zuwenden.
  21. Der Strahl des Offenbarers, der in all Seinen Schöpfungen auf Seine Existenz hinweist, auch wenn er sich nicht immer direkt zeigt.
  22. Der Strahl des Preiswürdigen, dem aller Dank gehört.
  23. Der Strahl des Unabhängigen, der von Seiner Schöpfung und Seinen Geschöpfen unabhängig ist und außerhalb jeglicher Maya ist.
  24. Der Strahl des unvergleichlich Großen.
  25. Der Strahl des Verehrten, der als einziger zu Recht angebetet und verehrt werden darf.
  26. Der Strahl des Verleihers der Ehre an jeden, wie ER will (wahre Ehre kommt weder von materiellen Besitztümern oder Auszeichnungen, sondern nur Gott allein kann einem Menschen wirkliche Ehre verleihen).
  27. Der Strahl des weisen Richters und unparteiisch Richtenden.
  28. Der Strahl des Zeugen, der niemals abwesend ist, auch wenn der Mensch scheinbar für sich allein ist.
  29. Der Strahl, der alle Geschöpfe am Ende der Schöpfung zu sich rufen und vor sich versammeln wird.

Zu Beginn der Schöpfung des Universums waren alle 99 Strahlen, die vom Weltengott in den Universums-Gott strömten, ungefärbt. Durch die Entstehung seines Universums schuf unser Universums-Gott (AMA, Kurzform des Namens) in Seinem Herzzentrum eine vorherrschende Universums-Energiequalität, die die dort eintreffenden Strahlen des Welten-Gottes färbte und in einer neuen Färbung in das Universum weiterlenkte: die Gottesliebe. Von den 99 Strahlen des Weltengottes waren 70 färbbar. Diese erhielten jeweils eine neue Energiequalität und Struktur. So wurde aus dem Ur-Strahl der Heiligkeit des EINEN der Strahl der heiligen Gottesliebe, aus dem Strahl der Barmherzigkeit des EINEN der Strahl der barmherzigen Gottesliebe, usw. Die übrigen 29 Strahlen blieben unveränderlich, da sie elementare Eigenschaften des Welten-Gottes sind, die in ebenso elementarer Form auch im Universums-Gott enthalten sind.

Am Ende des Bestehens dieses Universums und dieses Universums-Gottes werden die 70 Strahlen ihre Färbung wieder aufheben und zu ihrer reinen Ursprungs-Energiequalität zurückkehren. So wird aus der weisen Gottesliebe wieder die Weisheit des EINEN, aus der zufriedenen Liebe wieder die Zufriedenheit des EINEN, usw.

Neben den 99 Strahlen des Universums-Gottes und des über ihm stehenden Welten-Gottes gibt es noch den 100. Strahl: Man nennt ihn auch den „verborgenen Strahl“. Es handelt sich dabei um den Strahl der Ur-Gottesliebe des EINEN. Der Strahl der Ur-Liebe des EINEN ist die pure Essenz des Weltengottes und ein Ausdruck Seiner Unendlichkeit. Im Universum hat sich im Laufe der Zeit immer wieder der Lenker dieses Strahls offenbart, um die Wesen an die Präsenz des Welten-Gottes, der hinter allem steht, zu erinnern. Auf der Erde war der Lenker des Strahls der Ur-Gottesliebe des EINEN bekannt unter dem Namen Krishna.

 

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

 

Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über das „Garkochen“ Eurer Seelen im Feuer der Gottesliebe auf dem Weg zurück zu Gott AMA berichten.

Die schwierigste Aufgabe in dieser 3D-Welt ist die spirituelle Erziehung und Unterweisung des Menschen mit seinem Seele-Geist-Wesen, Körper und Ego. Denn das menschliche Ego stellt bei dem „Erziehungsprozess“ des Menschen ein fast unüberwindliches Hindernis dar. Deshalb hat Gott AMA die spirituellen Meister als beste Erzieher Seiner Geschöpfe gesandt. Das wichtigste Ziel des spirituellen Pfades besteht darin, das eigene Ego zu wandeln und das Herz vor seinen Übergriffen und Todsünden-Taten zu schützen.

Die Wandlung des Egos bedeutet, dass seine scharfen Kanten und Grobheiten nach und nach abgeschliffen werden und es durch diese Transformation zu einer gewandelten, annehmbaren Struktur wird. Dies ist aber erst durch das Durchlaufen zahlreicher Entwicklungsstufen und Transformationsarbeiten möglich. Die Befreiung aus dem Zustand der Unreife und Verblendung des Egos ist keine leichte Aufgabe, besonders, wenn man in der 3. Dimension des dunklen Zeitalters von L’Egoland lebt. Die Befreiung des göttlichen Seele-Geist-Wesens aus den Tiefen seines Egos ist nur durch geduldiges Bemühen auf dem spirituellen Pfad und Ertragen der damit verbundenen Prüfungen möglich. Dies kann mit dem Kochen von Kichererbsen auf dem Feuer verglichen werden, die am Anfang hart sind und am Ende weich werden.

Die wichtigsten und fähigsten Erzieher im Leben sind die Eltern und Lehrer. Wenn sie ihre Kinder oder Schüler voller Ernsthaftigkeit und göttlicher Willensstärke erziehen, so wie man rohe, harte Kichererbsen kocht, führt dies bei den Kindern zu einer vollkommenen und guten Reife. Diese Anstrengung kann auch mit dem Weichmachen von hartem Eisen im glühenden Feuer und seiner anschließenden Formung verglichen werden. Die alten Weisen erzählen dazu folgendes Gleichnis:

„Schau auf die rohe Kichererbse im Topf! Wie sie vom kochenden Wasser verbrüht in die Höhe springt und auf verschiedene Weisen versucht zu entkommen. Durch ihren Zustand teilt sie der Köchin, die sie kocht und aus ihr eine Mahlzeit zubereiten will, mit: „Warum setzt Du mich den Flammen aus? Wenn Du mich schon gekauft hast, warum lässt Du mich dann diese Zustände durchmachen, verbrühst mich und behandelst mich so schlecht?“

Doch die Köchin schlägt mit dem Kochlöffel auf die Kichererbse ein und spricht:

„Nein! Du sollst gründlich kochen und ganz gar werden. Versuche nicht, dem Feuer zu entkommen! Ich koche Dich nicht, weil ich Dich verachte, weil ich Dich nicht will oder weil ich Dich nicht liebe. Ich koche Dich, damit Du einen Geschmack bekommst, Dich in Nahrung verwandelst, gegessen werden kannst und Dich in segensspendende Lebenskraft verwandelst, und keineswegs, um Dich Qualen auszusetzen oder Dich schlecht zu behandeln.“

Diese Worte sollen Dir zeigen, dass man dem Menschen und seinem Ego, das  „erzogen“ werden muss, nicht zum falschen Zeitpunkt Mitleid und Barmherzigkeit entgegenbringen soll. Lehrer oder Eltern, die es nicht übers Herz bringen, ihre Schüler oder Kinder zu erziehen, zerstören damit sowohl deren weiteres irdisches wie auch seelisches Leben und ihren Charakter. Würde die Köchin dem Wimmern der Kichererbse Gehör schenken, dann würde diese anschließend dem Menschen die Zähne zerstören, da sie zu hart und ungenießbar zum Kauen ist. Genauso würden Kinder, die keine gute Erziehung erhalten, am Ende ihre Familien und die Gesellschaft ins Unglück stürzen. Das betrifft auch Lehrer und ihre Schüler. Um dieses Sache verständlich zu machen, fährt die Köchin fort und spricht zur Kichererbse:

„O Kichererbse! Du hast im Gemüsegarten Wasser getrunken, bist grün geworden und wurdest reif. Dass Du jenes Wasser getrunken hast, hat dazu geführt, dass Du nun in diesen Topf, der über dem Feuer erhitzt wird, geworfen worden bist. Denn jenes Wasser war für dieses Feuer bestimmt. Dieses Feuer der Liebe dient dazu, Deinen rohen Zustand der Ego-Selbstherrlichkeit zu beseitigen und zu verbrennen.

Erkenne, Kichererbse: Gottes Liebe überwiegt all Seine anderen Stärken und Qualitäten. Deshalb ist es ein Ausdruck von Gottes Barmherzigkeit, wenn Er ein Wesen, um es zu prüfen, Bedrängnissen und Prüfungen aussetzt. Denn in Seiner alles bezwingenden Stärke liegt unsichtbar Seine Gunst verborgen, welche ein Ausdruck Seiner Liebe ist.

Die Liebe Gottes und die persönliche Erleuchtung können nicht errungen werden, ohne das Ego zu peinigen und ohne einen siegreichen Kampf mit ihm auszutragen. Wenn Dich somit entsprechend der göttlichen Bestimmung, Prüfungen und Kummer treffen, erkenne, dass darin eine verborgene Gunst Gottes liegt und sei deswegen nicht traurig. Infolge dieser Leiden wirst Du die Liebe zur 3D-Welt und allen damit verbundenen Ego-Vergnügungen sowie Deine niederen Ego-Wünsche auf dem Weg des Lichts zu Gott opfern.

Nachdem Dir diese Prüfungen widerfahren sind, wirst Du Gottes Gunst erkennen, und indem Du in den Fluss der Liebe und Barmherzigkeit eintauchst, wirst Du von allen energetischen und geistigen Unreinheiten gereinigt werden und göttliche Erleuchtung und Gnade erlangen. Denn mit der Schwierigkeit kommt die Erleichterung. Also heiße auch Du die Schwierigkeiten willkommen, auf dass Dir die darauf folgende Erleichterung zuteil wird!“

So erkenne das göttliche Geschenk der Leiden, Betrübnisse, Nöte und sehe die damit verbundene Prüfung, die Dich auf Deinem Weg des Lichts und der spirituellen Entwicklung immer weiter zu Gott AMA führt. Dazu wollen wir in der Geschichte der Kichererbse fortfahren. Die weise Köchin sprach weiter:

„O Kichererbse! Sei Deinem Gast – der Not – freudig zu Diensten, so dass er voll des Danks wieder heimkehrt und in der Gegenwart Gottes Deine Großzügigkeit und Güte rühmt. Runzle nicht missbilligend die Stirn angesichts der Qualen, die von Gott, Deinem Geliebten, zu Dir kommen, sondern empfange sie mit Freuden und sprich zu ihnen: „Seid willkommen!“. Denn nichts kann köstlicher sein als Schmerz und Pein, nichts bringt mehr Segen. Der mit ihnen verbundene göttliche Lohn ist nämlich wahrhaft grenzenlos.“

Gott AMA verlangt somit von der Kichererbse bzw. seinem Geschöpf, das durch Reife und Prüfung nach göttlicher Erleuchtung strebt, vollkommene Ergebenheit. In diesem Sinne ruft die Frau der Kichererbse zu:

„O Kichererbse! Ich bin Gottes vertrauter göttlicher Mitarbeiter, und Du stehst unter meiner Macht. Lege Dein Haupt unter mein Messer, denn ich will Dich Gott opfern, Sei nicht aufgeregt und habe auch keine Angst, sondern vertraue dem unwiderstehlichen Bezwinger und Herrn Deiner Seele, Gott AMA. Ergebe Dich vollkommen Seiner Allmacht. Dieses Messer führt Dich zu Deinem wahren göttlichen Ziel. Ich mag dich enthaupten, doch dieses Haupt ist nicht Dein wahres Haupt! Das wahre Haupt ist fern jeder Abtrennung und fern allen Sterbens. Das Haupt hingegen, das hier abgetrennt wird, ist das Haupt Deines Egos und seiner niederen Ego-Begierden.

Gottes Wille ist es nämlich nicht, dass Du enthauptet wirst, sondern dass Du Dich IHM ergibst und durch das Auslöschen Deiner niederen, egoistischen Wünsche zu einem Ausdruck göttlicher Schönheit, Tugendhaftigkeit und Liebe wirst. So sei deshalb bemüht, Dich IHM von ganzem Herzen zu ergeben.

Deshalb, o Kichererbse, unterziehe Dich diesen Bedrängnissen, koche und werde reif, streife Dein selbstsüchtiges Ego-Bewusstsein ab und entledige Dich alles Vergänglichen, auf dass Du Glückseligkeit in Gott AMA erlangst!

Im Gemüsegarten, wo Dein Same gekeimt ist, hast Du eine Weile frisch und frei gelebt und Dich ganz in Grün gekleidet. Doch nun bist Du nach den göttlichen Prüfungen des Leids eine der seltenen Rosen im Garten des Herzens, im Garten der Welt, geworden und reif für die Einheit mit Gott AMA.“

Nach diesen Worten erinnert die begabte und erfahrene Köchin die Kichererbse an ihren göttlichen Wert und ihre Würde und zeigt ihr, wie sie diese stärken kann:

„O Kichererbse! Vom Wasser und Erdboden des Gartens getrennt, wurdest Du zu einem Bissen, wurdest vermengt mit göttlicher Lebensenergie aus dem Lebensfeuer des Einen. Du wurdest zu Nahrung und hast Deinen Weg in die Körper der Menschen gefunden. So hast Du Dich in Stärke und vergeistigte Energie gewandelt. Du bist als Pflanze in diese Welt gekommen und hast nun die geistige Kraft des Menschen genährt, dem Du Dich mit dieser Kraft in den Dienst stellst!

Einst wurdest Du von den Eigenschaften Gottes getrennt und in Seinem Universum inkarniert. Spute dich aufs Neue und kehre zurück zu Seinen Eigenschaften göttlicher Schönheit und Tugendhaftigkeit. O Kichererbse! Das Leben wurde Dir durch den Segen der göttlichen Wolken, der Sonne und des Regens zuteil. Nun bist Du, infolge der gegen Dein Ego bestandenen Kämpfe, gesegnet, so dass Du mit Deiner gewandelten Seele zurück in die höheren Dimensionen des Lichts aufsteigen darfst.

Durch das Kochen wurdest Du zu einem Bissen der Rechtschaffenen und Tugendhaften, hast Dich in einen Teil ihrer göttlichen Lebenskraft verwandelt, wurdest zu ihrer Stärke und Tat, zum Wort und zum Gedanken, wodurch Du in die Einheit des Lichts Gottes zurückgekehrt bist.“

Die weise Köchin gleicht gewissermaßen einer spirituellen Lehrerin, die ihren Schüler auf dem Pfad zu Gott AMA begleitet. Dabei weist sie besonders darauf hin, wie wichtig es ist, diesen Weg zur Reife bereitwillig und gerne zu gehen und sich auf diesem nicht durch den Zwang des Egos, sondern nur von der göttlichen Liebe angetrieben zu bewegen. So gehe auch Du in die höheren Dimensionen Gottes freudig hinüber und sei nicht wie jene Räuber, die sich in tausenden Qualen windend unter Bekundungen ihrer Reue zum Galgen gestoßen werden.

Die Kichererbse beugt sich letztendlich vor diesen tiefen, bedeutungsvollen und wichtigen Weisheiten und Erkenntnissen der Köchin/spirituellen Lehrerin. Von ihrer Rohheit befreit, beschreitet sie voller Aufrichtigkeit den Weg zur göttlichen Reife in Gott AMA. Schließlich teilt sie jener weisen Köchin von ganzem Herzen und voller Dankbarkeit folgendes mit:

„O tugendreiche Dame! Wenn die Sache so ist, will ich mich freudig kochen lassen, und Du hilfst mir dabei. Bei diesem Gekochtwerden gleichst Du einem Führer, der mich in die himmlischen Dimensionen Gottes aufsteigen lässt. Schlage nur fest mit Deinem Löffel auf mich ein, damit ich mich zum Besseren und Lichtvolleren wandle! Wie angenehm ist doch Dein Schlag. Ich habe mich Dir vollkommen ergeben.“

Das bedeutet letztendlich: „O mein spiritueller Meister bzw. Gott AMA, welch vortreffliche Erziehung lässt Du mir, Deinem unvollkommenen Diener/Dienerin, zu Teil werden!“

Die Kichererbse spricht weiter. „Ich übergebe mich dem Gekochtwerden, damit ich durch den inneren Kampf gegen mein Ego einen Weg zur göttlichen Wahrheit finde. Denn ansonsten ist der Mensch im Meer der irdischen Maya wie ein lüsterner, wild gewordener Elefant, der gerade aus einem Traum aufgewacht ist und tobt und wütet.“

Daraufhin beschreibt die weise Köchin die göttliche Wirklichkeit, die sie auch selbst durchlaufen hat: „Auch ich war einst, genau wie Du, ein Teil der Erde, eins ihrer zahllosen Bruchstücke. Dann nahm ich den Kampf mit dem Ego auf, das wie ein loderndes Feuer der Finsternis brennt. Als ich dann den Genuss, der mit dem Überwinden der selbstsüchtigen Wünsche des Egos verbunden ist, schmeckte, wurde ich zu einem besseren, friedvollen Menschen. Eine Weile schäumte ich auf der Erdoberfläche über und wurde gekocht, immer wieder, bis ich schließlich zum erleuchteten Wesen und Meister wurde. So koche auch Du, übersteige die Dimension Deines Menschen-Ichs und werde zum göttlich bewusst Lichtwesen in Gott AMA!“

Dies ist auch Dein weiterer Weg und Dein Ziel.

 

 

Es gibt nur eine einzige Gehorsamkeit und das ist die Gehorsamkeit des Wesens seinem Schöpfer und Herrscher gegenüber, also Gott AMA sowie SEINEM höchsten Mitarbeiterstab, d.h. SEINEN Engeln und spirituellen Meister.

Mit dem Geschenk des Lebens (des Inkarnationszyklus), das Gott AMA seinen Geschöpfen gemacht hat, hat ER ihnen eine Bestimmung zugewiesen und einen Auftrag erteilt. Kein Wesen ist per Zufall in diesem Universum. Es ist die zentrale Aufgabe jedes Wesens, diese göttliche Bestimmung bzw. diesen göttlichen Auftrag gehorsam auszuführen und niemals in der Ausführung nachzulassen oder sich gar davon abbringen zu lassen. Gehorsamkeit hat jedes Wesen auch in den von Gott AMA vorgegebenen göttlichen Gesetzen für dieses Universum zu befolgen. Kein Wesen ist befugt, die göttlichen Gesetze zu missachten und statt dessen eigene Gesetze aufzustellen.

Gehorsamkeit bedeutet Folgsamkeit, Fügsamkeit, Willigkeit, Demut, Hingabe, Ergebenheit und Bereitwilligkeit, den Auftrag und Willen Gottes in allem auszuführen – auch in jedem Inkarnations-Leben und in jeder Lebenssituation.

Gehorsamkeit ist mit der Bereitschaft verbunden, die Aufgabe und den Weg, den Gott AMA für jedes Wesen vorgesehen hat, zu erfüllen und dabei die göttlichen Gesetze zu beachten und zu befolgen. Gott AMA möchte, dass sich SEINE Geschöpfe entwickeln, IHM dienen, für IHN und SEIN Universum „Früchte“ sammeln. Dies ist nur möglich, wenn die Wesen ständig aktiv sind, sich entwickeln, verändern, wachsen und reifen. Dann sind sie im sogenannten göttlichen Fluss, der sie durch ihren Inkarnationszyklus bzw. ihren göttlichen Mitarbeiter-Zyklus trägt. Sie sind lebendig, fließend, sich ständig verändernd und wandelnd.

Im Gegensatz hierzu steht die Trägheit. Wenn ein Wesen in der Trägheit ist, ist es nicht bereit, sich zu entwickeln und zu verändern. Es ist passiv und starr. Trägheit ist gleichbedeutend mit Desinteresse, Gleichgültigkeit, Teilnahmslosigkeit, Bequemlichkeit, Tatenlosigkeit und Müßiggang. Träge Wesen sind nicht im göttlichen Fluss und daher auch nicht fließend und lebendig. Im Hinblick auf ihre ursprüngliche Bestimmung und ihren ursprünglichen göttlichen Auftrag von Gott AMA sind sie ungehorsam. Ungehorsamkeit Gott AMA gegenüber ist somit nicht ein Kavaliersdelikt, sondern eine Todsünde, die den „Tod“ des Gotteslichtfunkens und das Anderswerden des Wesens zur Folge hat.

Ein Wesen kann in seinem SGW träge sein, auch wenn es im Ego-Sinne aktiv sind, beispielsweise wenn es jeden Tag in die Arbeit geht, Verträge oder Konzepte ausarbeitet, schicke Kleider designed oder jeden Abend joggt. All diese Dinge haben mit der eigentlichen, göttlichen Bestimmung bzw. mit dem göttlichen Auftrag des Wesens überhaupt nichts zu tun.

Manche Wesen in L’Egoland mögen von sich sagen, dass sie doch gehorsam seien – ihren Eltern, ihren Lehrern, Arbeitgebern oder ihrem Partner gegenüber, aber auch den Staatsorganen und Gesetzen gegenüber. Dabei handelt es sich aber lediglich um den Gehorsam gegenüber Institutionen und Menschen, die eine führende Rolle in der Welt des Dunklen Zeitalters inne haben.

Diese Wesen mögen zwar im L’Egoland Sinne aktiv und gehorsam sein, im göttlichen Sinne jedoch sind sie ungehorsam und passiv, weil sie ihre eigentliche göttliche Bestimmung sowie ihren eigentlichen, ursprünglichen Auftrag von Gott AMA vergessen haben bzw. nicht ausführen. Sie fließen nicht im großen göttlichen Strom, sondern dümpeln in der Brühe des L’Egoland-Tümpels. Durch ihre Trägheit verhalten sie sich anti-göttlich, weil sie weder den Willen Gottes noch die Gesetze Gottes befolgen.

Mit seiner Geburt in dieses Universum hat jedes Wesen gegenüber Gott AMA, seinem Schöpfer, einen Eid geleistet, nämlich den Eid, IHM, Gott AMA, und Seinem Universum zu dienen und SEINE Gesetze zu befolgen. Dieser Eid ist die Lebensberechtigung jedes Wesens für dieses Universum. Es wurde zu keinem anderen Zweck geschaffen als zu diesem. Seine Lebensberechtigung besteht nicht darin, in diesem Universum herumzudümpeln, seinen Ego-Spaß und seine Ego-Befriedigung zu suchen und sich von den Verlockungen des Anti-Gottes in die Irre führen zu lassen.

Ein Wesen, das Gott AMA gegenüber gehorsam ist und SEINEN Willen und SEINE Gesetze befolgt, empfindet ein Gefühl von Stimmigkeit in seinem Leben. Seine göttliche Energie ist fließend, sein Leben ist fließend, seine Lebensfreude ist fließend, seine Liebe ist fließend, seine Fülle ist fließend, seine Zufriedenheit ist fließend. Es freut sich des Lebens und lässt sich gerne vom Fluss des Lebens vorantragen, voll im Vertrauen darauf, dass Gott es führt, behütet und beschützt.

Ein Wesen hingegen, das Gott AMA gegenüber ungehorsam ist und SEINEN Willen und SEINE Gesetze nicht befolgt, sondern missachtet, empfindet ein Gefühl von Unstimmigkeit, Disharmonie oder Unruhe in sich. Seine göttliche Energie ist blockiert, sein Leben ist blockiert, seine Lebensfreude ist blockiert, seine Liebe ist blockiert, seine Fülle ist blockiert, seine Zufriedenheit ist blockiert. Es empfindet häufig oder sogar dauerhaft Lebensunmut, Unzufriedenheit und Mangel.

Gehorsamkeit Gott AMA und allem Göttlichen gegenüber hat viele Gesichter. Ein gehorsames Wesen würde niemals ein anderes Wesen abwerten, schlecht behandeln, unterdrücken oder gar ausbeuten, weil dies gegen ein göttliches Gesetz verstoßen würde. Ebenso würde ein gehorsames Wesen niemals für Geld seine Seele verkaufen, weil es diese Seele als höchstes Gut von Gott AMA sieht, die nur IHM allein gehört. Weiterhin würde ein gehorsames Wesen seinen Schöpfer niemals verleugnen, nur weil es von seinen atheistischen Freunden dazu aufgefordert wird, da es in seinem Gehorsam treu zu Gott, seinen Schöpfer, steht.

In einer Dunklen Welt hingegen, wie der von L’Egoland, ist es an der Tagesordnung, andere Wesen abzuwerten, schlecht zu behandeln, zu unterdrücken oder gar auszubeuten. Ebenso verkaufen zahlreiche Wesen ihre Seele für Geld, Karriere, Besitz an den Anti-Gott oder verleugnen Gotte’s Existenz, nur weil sie „in“ sein wollen. Unzählige Wesen in E’Egoland leben in ständigem Ungehorsam gegen Gott AMA. Statt dessen gehorchen sie dem Anti-Gott und seinen Nebengöttern, beispielsweise dem Mammon oder einem Dämon. Diesen haben sie Gehorsam geschworen, um von ihnen Reichtum und Macht zu erhalten.

Für diese Ego-Wesen oder anti-göttliche-Wesen ist es üblich, dass sie den Willen ihres Egos und Super-Egos befolgen, und sich keinem anderen Willen, schon gar nicht dem Willen Gottes unterwerfen. Sie drücken damit, ohne dass es ihnen bewusst ist, den Anti-Gott, Luzifer, aus, der sich niemals dem Willen von Gott AMA unterwerfen wird, sondern darum kämpft, seinen eigenen Willen durchzusetzen und IHM zu beweisen, wie mächtig er ist. Gerade durch seinen Ungehorsam kam Luzifer zu Fall.

So hat der Anti-Gott im Dunklen Zeitalter in der L’Egoland-Welt all die Attribute auf eine „rote Liste“ gesetzt, die ihm selbst zutiefst widerstreben: Gehorsamkeit und Demut Gott AMA gegenüber, die Unterwerfung unter IHN, die Hingabe und Demut SEINEN Willen zu befolgen. Er hat dafür gesorgt, dass diese Attribute als Schwäche gelten, für die man in L’Egoland verachtet und ausgegrenzt wird. Dafür hat er Begriffe an ihre Stelle gesetzt wie: „Selbst ist der Mann“ oder: „Ich mache, was ich will!“ oder: „Ich unterwerfe mich niemandem!“ Wer nach diesem Motto lebt, gilt in L’Egoland etwas und erfährt Bewunderung.

Das Dunkle Zeitalter ist somit im göttlichen Sinne gesehen, ein Zeitalter der Ungehorsamkeit Gott AMA und allem Göttlichen gegenüber. Doch die Ungehorsamkeit ist tückisch, ja mehr noch, sie ist ein tödlicher Virus, der nach und nach die gesellschaftliche Ordnung ins Chaos und in die Anarchie stürzt. Denn die Ungehorsamkeit, die anfangs nur Gott AMA gegenüber praktiziert wurde, wird mit dem Ende des Dunklen Zeitalters das Reich des Anti-Gottes, L’Egoland, komplett erfasst haben.

Dann wird sich die Ungehorsamkeit gegen alles Göttliche und auch gegen alles Anti-Göttliche wenden, weil letztlich beide Systeme Gehorsam von ihren Anhängern verlangen, die Wesen aber nicht mehr bereit sind, irgendwelchen Göttern und ihren Gesetzen zu gehorchen: Die Kinder werden ihren Eltern nicht mehr gehorchen, die Bürger nicht mehr ihrem Staat, die Schüler nicht mehr ihren Lehrern usw. Bei genauer Betrachtung befindet sich L’Egoland auf dem Weg in eine Gesellschaft von Ungehorsamen, die keine Regeln mehr beachten, sondern das tun, was ihnen gefällt und passt und gegen die keiner mehr ankommt. Auch Moral und Sitten gelten in L’Egoland nichts mehr.

Ein interessantes Spiel für Gott AMA und die göttliche Führung dieses Universums! Dadurch können sie sehen,  wie sich die Wesen in einer solch anti-göttlichen Zeit, in der der Wille Gottes gegen den Ego-Willen ausgetauscht worden ist und in der keine göttlichen Gesetze mehr befolgt werden, verhalten, wie sie damit leben, wie es ihnen dabei geht usw. Daraus ergeben sich sehr viele, interessante Daten, die in die Universums-Datenbank eingespeist werden.

Für das neue Zeitalter werden die göttlichen Tugenden und Wurzeln des Göttlichen wieder eine zentrale Rolle spielen. Deshalb vollzieht sich in dieser Zeit des Übergangs bei den Wesen ein Wandel, die offen und bereit sind, in das neue Zeitalter zu wechseln. Sie anerkennen (wieder) die alleinige Führung von Gott AMA, sie wollen IHM und SEINER Schöpfung dienen, sie wollen SEINE göttlichen Gesetze beachten und sie wollen SEINEN göttlichen Willen befolgen. Sie haben erkannt, dass ihr Ego und ihre Ungehorsamkeit Gott AMA gegenüber sie nicht nicht zufrieden und glücklich macht. Sie wollen wieder eine göttliche Führung, die sie auf dem geraden Weg leitet, anstatt auf krummen Wegen wie es bei der anti-göttlichen Führung der Fall war. Sie sind bereit, ihr Ego und Super-Ego aufzugeben, um sich (wieder) der göttlichen Führung anzuvertrauen und sich ihr unterzuordnen.

Gehorsamkeit Gott und allem Göttlichen gegenüber entwickelt sich immer mehr zu einem Zeichen von Klugheit und Weisheit. Gott AMA und SEINEN höchsten göttlichen Mitarbeitern gegenüber gehorsam zu sein, ist eine kluge und weise Entscheidung. Es ist ein Zeichen der Anerkennung der höchsten göttlichen Macht und Kraft in diesem Universum. Man hat die Phase des Egoismus hinter sich gelassen, hat alles, was möglich ist, daraus gelernt und erkannt. Nun hat man das Klassenziel erreicht und kann auf seinem Inkarnationszyklus durch dieses Universum weitergehen. Nach der Zeit, in der Gott AMA keine oder keine große Rolle mehr gespielt hat, folgt nun die Zeit, da Gott AMA wieder eine zentrale Rolle spielt: die Liebe und Hingabe des Geschöpfes zu seinem Schöpfer, für den es in diesem Universum existiert und der sein Lebensinhalt ist. Gehorsamkeit hat es ganz am Anfang geschworen und Gehorsamkeit will es wieder üben, um IHM zu gefallen, IHM nahe zu sein und SEINE Liebe zu spüren.

Gehorsamkeit hat auf Sanskrit mehrere Bedeutungen. Eine der wichtigsten ist „vratya“, was „treu“ und „gehorsam“ bedeutet. „Vrata“ ist der göttliche Wille, das göttliche Gesetz und die göttlichen Gebote, die man gelobt zu befolgen. Wer „vratya“ ist, befolgt die göttlichen Prinzipien der Wahrheit und legt sich die göttlichen Verhaltensregeln auf, an die er sich treu hält. Ein Mensch, der „vratya“ ist, kann nicht träge sein, denn dann würde er in seinem ganzen Tun nachlässig werden und die göttlichen Gesetze nicht mehr einhalten. Er würde sich selbst und den göttlichen Prinzipien nicht mehr treu sein.

Eng mit „vratya“ verbunden ist „Anuvrata“, was „gehorsam“ und „ergeben“ bedeutet. Ein göttlicher Diener ist nicht nur gehorsam und treu, sondern auch ergeben. Er setzt alles um, was ihm sein spiritueller Meister und Gott AMA befehlen, unabhängig davon, ob es seinem eigenen Ego gefällt oder nicht. Aus „Anuvrata“ ergibt sich somit „Gurushrusha“, die „Ergebenheit und Gehorsamkeit gegen den spirituellen Lehrer“ und damit letztendlich auch gegen Gott AMA, dem spirituellen Meister und der göttlichen Führung.

Ein wahrhaft gehorsames Wesen ist nicht einer irdischen Instanz oder einem Ego-Götzen gehorsam, sondern nur Gott AMA und der göttlichen Führung. Nur hier kann es wahren göttlichen Gehorsam und Dienerschaft geben. Alles andere wäre eine verblendete Gehorsamkeit des Egos vor dem Anti-Gott und dessen Strukturen, um sich selbst zu bereichern. So ist es wichtig, dass man sich immer bewusst ist, wem man gehorsam ist und wem man Treue geschworen hat. Gerade im Dunklen Zeitalter von L’Egoland kann das angesichts der vielen Verlockungen und Götzen des Anti-Gottes nicht einfach sein, so dass man aufpassen muss, den rechten göttlichen Weg der Dienerschaft nicht zu verlassen.

Wer gehorsam ist, ist „apratikula“, d.h. „nicht widerspenstig mit seinem Ego, willig und umsetzend“. Ein gehorsamer Mensch folgt nicht mehr seinem eigenen Ego-Willen, der einmal in der Gier und einmal im Hass ist, einmal möchte und einmal nicht, sondern nur noch dem universellen Willen der göttlichen Führung. Er hat erkannt, dass es niemanden gibt, der allmächtiger als Gott AMA ist, weswegen es keinen Sinn hat, dass er sich mit dem kleinen, begrenzten Willen gegen dessen großen Willen stellt. Ein gehorsamer Mensch hat seinen eigenen Ego-Willen aufgegeben, um nur noch dem Willen Gottes zu dienen. Er ist somit „shrushti“, d.h. „willfähig“ und bereit in die Riege der göttlichen Mitarbeiter aufzusteigen, denn die oberste Eigenschaft die ein göttlicher Mitarbeiter aufweisen muss, ist Gehorsam gegen Gott AMA und Seinen Willen.

Ein gehorsames Wesen ist auch beharrlich und nicht wankend, was auf Sanskrit „Avichala“ bedeutet. Es folgt dem Willen Gottes und der göttlichen Führung – was auch im Außen geschieht! Es vertraut vollkommen darauf, dass der Wille Gottes immer richtig ist und es von IHM beschützt wird. Es weiß, dass dem so ist und hat keine Zweifel daran.

Die Tugend der Gehorsamkeit basiert auf der Niyamas „Tapas“, der Zielstrebigkeit und Selbstmeisterschaft. Spirituelle Praxis und Disziplin sind notwendig, um das eigene Ego zu bearbeiten und zu transformieren. Tapas umfasst die ernsthafte und beständige Arbeit an sich selbst und seinem Ego, das Handeln aus tugendhaften, edlen Motiven heraus, das Bereuen vergangener Ego-Missetaten und Fehler, feste Entschlossenheit den spirituellen Weg zu gehen, das innere Bestreben den Wurzeln des Göttlichen und den Tugenden zu folgen, Selbstkontrolle in jeder Situation und die Stärkung von Neutralität und Gleichmut angesichts der polaren Kräfte. Dadurch können alte Ego-Energien und altes Karma erkannt und erlöst werden, so dass die Seele nach und nach wieder rein und frei werden kann. Erst dieses vollständige Umsetzen von Tapas erzeugt dann die Tugend der Gehorsamkeit und ihre höheren göttlichen Eigenschaften, mit denen die Todsünde der Trägheit erlöst werden kann.

Die Todsünde der Trägheit hat auf Sanskrit verschiedene Namen. Sie ist „alasya“, d.h. träge und eitel, denn wer faul ist, ist mit seinem Ego gleichzeitig auch im Hochmut und der Ego-Selbstverliebtheit gefangen. Alles dreht sich nur noch um das Wohlergehen des eigenen Egos und Körpers. Ein solcher Mensch ist auch „mudha“, d.h. verwirrt, dumm und unwissend. Da sein Geist träge geworden ist, kann die göttliche Klarheit und Unverblendung nicht mehr richtig in diesen einfließen und das Bewusstsein trübt sich und verschlackt. Daraus entsteht die Guna „Tamas“, die Trägheit, die Dunkelheit, die Schläfrigkeit und Dumpfheit des niederen Egos und Körpers und beherrscht den Menschen. So sind die Todsünde der Trägheit und die Guna „Tamas“ eng miteinander verbunden. Wenn man das eine erlösen möchte, muss man auch das andere transformieren.

Ein träger Mensch kann nach außen durchaus aktiv erscheinen, doch wenn man in sein Inneres hineinschaut, stellt man bald fest, dass dies nur eine Fassade ist. Der Geist eines solchen Menschen ist träge, dumpf, starr und verblendet und seine Entscheidungsfähigkeit und seine Zielstrebigkeit sind eingeschränkt. Er mag zwar auf der irdischen Ebene herum wuseln und scheinbar viel tun, doch in Wirklichkeit tut er immer dasselbe und kommt auf seinem Weg nicht weiter. Sein Geist ist in einem bestimmten Bewusstseinszustand festgefahren und erstarrt.

Bei anderen Menschen zeigt sich die Trägheit in offensichtlicheren Formen. Ein solcher Mensch handelt nicht mehr, sondern ist „akarma“, d.h. tatenlos, faul und lebt ein müßiges Leben, wo er so wenig wie möglich tut. Göttliche Gehorsamkeit, Disziplin und Zielstrebigkeit bleiben auf der Strecke. Das Wesen treibt auf dem Strom des Lebens ziellos hin und her und hat seinen Kurs längst aus den Augen verloren. So kommt es am Ende oft in eine düstere Sackgasse, wo es nicht weitergeht und wo es sich nun auf die Hinterbeine stellen muss, um sein Leben wieder auf Kurs zu bringen und nicht sein göttliches Licht zu verlieren. Das Wesen muss aus „Tamoguna“, der Grundeigenschaft der Dunkelheit, der Dumpfheit und der Trägheit aussteigen, um wieder zu göttlichem Licht, Wachheit und Gehorsamkeit zu gelangen.