Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

 

 

Darauf sah ich, wie aus dem Geheimnis des auf dem Throne Sitzenden ein großer Stern in lichtem Glanz und strahlender Schönheit hervorging. Ihm folgten zahlreiche sprühende Funken, die alle mit ihm zum Süden zogen. Doch schauten sie den auf dem Throne Sitzenden mit einem Blicke an, als kannten sie Ihn nicht. Plötzlich kehrten sie sich von Ihm ab und steuerten dem Norden zu, hinweg aus seinem Anblick. Im gleichen Augenblick erloschen sie und wurden schwarz wie schwarze Kohle. Und sofort fuhr ein Wirbelwind von ihnen aus, der sie vom Süden verjagte, zum Norden hin, hinter den, der auf dem Throne saß. Sie stürzten in den Abgrund und nicht einen von ihnen sah ich wieder.

Doch schaute ich, wie bei ihrem Erlöschen sofort der lichte Glanz, der ihnen entzogen war, zu dem zurückkehrte, der auf dem Throne saß.“

Mit diesen Worten beginnt die Heilige Hildegard von Bingen (1098 – 1179) die erste Schau des dritten Buches aus ihrem Werk „Scivias – Wisse die Wege“, in welcher sie den Fall Luzifers und seiner Engels-Schar aus dem göttlichen Himmelreich sowie den Verlust ihrer Göttlichkeit darstellt (aus dem Buch „Scivias – Wisse die Wege“ von Hildegard von Bingen (nach dem lateinischen Originaltext des illuminierten Rupertsberger Kodex ins Deutsche übertragen), Otto Müller Verlag Salzburg 1954):

Der spirituelle Meister Jesus Christus spricht zu Hildegard:

„Der große Stern ist Luzifer, der Lichttragende Engel, jetzt Satan, der Teufel. Nach dem Willen des allmächtigen Vaters trat er bei seiner Erschaffung im Schmucke blitzender Herrlichkeit und im Gewande lichter Schönheit ins Dasein, und mit ihm sprühten alle Funken auf, die seine Heerschar bilden. Damals schimmerten sie wie Blitzesleuchten. Jetzt sind sie erloschen in dunkler Finsternis. Luzifer neigte sich zum Bösen. Er schaute nicht auf Mich, der Ich allein vollkommen bin. Im Vertrauen auf sich selbst glaubte er, beginnen zu dürfen, was er wolle, und vollbringen zu können, was er beginne. So gab er die Ehre nicht dem, der auf dem Throne sitzt, dem er sie als seinem Schöpfer schuldete, sondern sich selbst. Das war seine Hinwendung zum Bösen. […]

Das Auge Luzifers und seiner Engel wich von der geraden Richtung ab, und sie verachteten in ihrem Stolze den, der im Himmel herrscht. Gleich nach ihrer Erschaffung kosteten sie die Gottlosigkeit, die sich dem Verderben zukehrt. Sie schauten auf Gott nicht mit dem Blicke erkennender Liebe, sondern mit dem Verlangen, sich über Ihn, den sie nicht kennen wollten, emporzuschwingen. Da loderten die Flammen der Selbstüberhebung in ihnen auf. Sie wandten sich von Ihm und seinem Erkennen ab. Lieber steuerten sie ihrem eigenen Untergange zu, als dass sie das Verlangen in sich aufkommen ließen, Gott in seiner Herrlichkeit zu schauen.

Sofort erloschen sie und wurden schwarz wie Kohle [schwarze Engel]. Da Luzifer mit seinem Anhang stolz verschmähte, Gott zu erkennen, erstarb in ihm der blitzende Lichtglanz, mit der ihn die Macht Gottes bekleidet hatte. Er selbst zerstörte in sich die innere Schönheit, deren Erkenntnis ihm zum Guten hätte dienen sollen, und streckte sich gierig nach der Bosheit aus, die ihn in ihren Schlund zog. So erlosch er für die ewige Herrlichkeit und stürzte in immerwährendes Verderben. Auch die übrigen [Engel] wurden schwarz wie erloschene Kohlen. Mit ihrem Anführer wurden sie der Herrlichkeit ihres Glanzes entkleidet. Sie erloschen in finsterer Verderbnis, jegliches Lichtes der Seligkeit beraubt, wie es die Kohle des leuchtenden Feuerfunkens entbehrt.

Und alsbald fuhr ein Wirbelwind von ihnen aus, er sie in den Abgrund stürzte. Die Windsbraut der Gottlosigkeit wirbelte die Engel der Bosheit hoch, da sie sich über Gott erhoben und Ihn durch ihren Stolz zu Fall bringen wollten. Sie verwehte sie in die Bitterkeit schwarzen Verderbens. Sie riss sie vom Süden, d.h. vom Guten, weg und trieb sie nach rückwärts, in [immerwährende] Vergessenheit. Für Gott, der alles beherrscht, sind sie nicht mehr. Nach Norden sind die verweht, auf dass sie dort schmachvoll zugrunde gingen, wo sie sich stolz erheben wollten. Ihr Hochmut stürzte sie in den Abgrund des ewigen Todes. Untergegangen sind sie, und im Lichte werden sie nicht mehr erschaut, wie ich durch meinen Knecht Ezechiel zu jenem Walde gegen Mittag sprach, der reiche Frucht der Gerechtigkeit hätte bringen sollen und sie nicht getragen hat: „Siehe, Ich werde in dir ein Feuer entzünden und in dir alle grünen und alle dürren Bäume verbrennen lassen. Die Flamme des Brandes soll nicht erlöschen, und alle Angesichter sollen durch sie versengt werden von Mittag bis nach Mitternacht. Und alles Fleisch soll sehen, dass Ich, der Herr, es entzündet habe, und dass es nicht erlöschen wird!“ (Ez 20, 47-48)

Das will besagen: Du Tor! In deinem Stolze hast du dich wider Mich erhoben, der Ich weder Anfang noch Ende habe. Mein Eifer wird in dir das Feuer meines Zornes entzünden. Verbrennen soll davon in dir all das Grüne, dein Lebenssaft, aus dem du in falscher Triebkraft dein Werk ansetztest, weil du in deiner Torenweisheit das zu sein trachtetest, was dir dein Stolz eingab. Verbrennen sollen davon in dir all deine Dürre und die Unfruchtbarkeit der Sünde – in dir und allen, die mit dir stürzen. Denn den Frevel wider das Gute flüsterst du den Menschen ein. […] Aber diese Verführung wird dir keine Rettung bringen. Sie wird in dir zum ewigen Feuer entbrennen. Kein Lohn des Heils bleibt dir, noch denen, die deinem Beispiel folgen. Nicht soll die rächende Flamme des Brandes mit ihren Strafpeinen erlöschen, sondern den niedergeschmetterten Stolz verbrennen. […]

Auserwählte und Verdammte werden die Hölle erkennen, die Auserwählten, weil sie ihr entronnen sind, die Verdammten, weil sie in ihrer Strafpein weiter dauern werden. Und sie alle werden wissen, dass Ich, der Herr, der Allmächtige, sie entzündet habe, zum Entgelt deiner Missetaten, o Teufel. Und sie wird nicht erlöschen, dir zur Qual und deinem Anhang.

So stürzte das Verderben teuflischen Stolzes Satan und seine Engel in die äußerste Finsternis ewiger Pein ohne jeden Trost des Lichtes. Kein Ort ist für sie im ewigen Lichte, und du, gebrechlicher Mensch, siehst von ihnen nichts mehr…

Dass bei dem Erlöschen der Sterne sofort der lichte Glanz zu Gott zurückkehrte, besagt: Das klare, strahlende Licht, das der Teufel durch Stolz und Anmaßung in sich auslöschte, als in ihn und seiner Anhänge der Todeskeim fiel – Luzifer leuchtete nämlich in reinerem Licht als die übrigen Engel -, kehrte zu Gott, dem Vater zurück. Er barg es in seinem Geheimnis, denn diese strahlende Herrlichkeit sollte nicht in die Leere gehen. Für ein anderes geschaffenes Licht wollte Gott sie hinterlegen. Das Lichtkleid derer, die auf Gottes Wink körperlos, ohne die Hülle des Fleisches ins Dasein getreten waren, des Teufels und seines Anhangs, bewahrte Gott dem Lehm, den Er zum Menschen bilden wollte. Doch hüllte Er das Licht in die niedere Erdennatur, damit nicht auch der Mensch sich zu einem zweiten Gott aufwerfe. Hatte doch der Lichtgeschaffene, von Strahlenglanz Umkleidete, der nicht mit gebrechlicher, elender Fleischeshülle bedeckt war, nicht bestehen können ob seiner Selbstüberhebung. Denn es gibt nur Einen Gott ohne Anfang und ohne Ende in Ewigkeit. Verbrechen über alle Verbrechen ist es, wenn einer sich Gott gleichmachen will.“

Mit diesen Worten endet die erste Schau des dritten Buches der Heiligen Hildegard von Bingen, in welcher sie den Fall Luzifers und seiner Schar beschreibt.

Im Buch „Heilwissen – Causae et Curae“ schreibt Hildegard von Bingen weiter über den Anti-Gott bzw. Luzifer:

Luzifer wurde mit solcher Macht aus dem Himmel gestürzt, dass er sich nicht mehr aus der Hölle (*) entfernen kann. Könnte er das, würde er alle Elemente durch seine Macht verändern, so dass er sogar das Firmament rückwärts laufen ließe, dass er die Sonne, den Mond und die Sterne verdunkelte, dass er den Lauf der Wasser aufhielte und in der Schöpfung viel Unheil anrichtete. Ihm hängt die ganze Schar der Dämonen an, von denen einige größere, etliche geringere Macht haben. Es gibt aber auch einige, die mit den Menschen öfters verkehren, die heiligen Stätten weniger meiden und auch vor dem Kreuz des Herrn und dem Gottesdienst weniger zurückschrecken. Sie alle arbeiten mit Luzifer gegen die Welt.

Im Vergleich mit Luzifers Gewalt hat der Teufel (**) beinahe so große Stärke, Macht und Bosheit, wie es auch gleichsam seine Begierde und sein Wille ist. Weil Luzifer sich nicht bewegen kann, wird er als der Python der Dämonen in die Welt gesandt. Er hat die Macht durch Täuschung zu betrügen und viele andere schlimme Eigenschaften. So hat er Adam im Paradies verführt und zum Herrn der Erde erklärt. Er wird den Hauch Luzifers durch dessen Macht zum Antichrist bringen, damit ihn dieser aufnehme. Seine Macht wird bis zu diesem Ort aufsteigen, von dem der Teufel herabgestürzt wurde und in die Tiefe fiel. Dort ist der Zorn Gottes zum Feuer geworden in der schwarzen Masse der Stürme mit so erbitterter Gewalt, dass er oft in den Elementen herausbrennt, sie zerreißt und mit seiner Stimme Schrecken verbreitet, dass der Teufel aus Angst vor ihm seine Kräfte nicht offen, sondern nur wie ein Dieb zu zeigen wagt. Daher ist er auch ein Lügner. Dieser Zorn wird auch am jüngsten Tag die Elemente verbrennen und zerstören. Das ist Gottes Strafgericht für Luzifer und seine Schar.

Als Gott dem heiligen Evangelisten Johannes verbot, die Stimmen aufzuschreiben, die aus dem Donner sprachen, geschah dies deshalb, weil sie damals alle Schrecken und Ängste offenbarten, die die Menschen vorher und nachher ausgestanden haben und noch ausstehen werden. Denn wüsste sie der Mensch im Voraus, könnte er sie wegen der Schwäche des Fleisches und wegen der zu großen Schrecken nicht ertragen. Denn der Mensch erträgt sie leichter, wenn sie im Lauf der Zeit und in zeitlichen Abständen eintreffen, als wenn er sie auf einmal im Voraus wüsste. Und es ist auch deshalb so geschehen, weil der Donner so furchtbar, so gewaltig und schrecklich ist und weil der Mensch, wüsste er, was es für eine Bewandtnis mit dem Donner hat, ihn fürchten würde, so dass er den wahren Gott aus Furcht vor dem Donner, da er seine Stimme hört, hintansetzen würde.“

(* Hölle = Ego-Herzzentrum des Anti-Gottes nach der Minus 7. Dimension im Nichts. Luzifer kann die Hölle nicht verlassen, da ihn Gott sonst verbrennen bzw. auflösen würde. Er ist somit bewegungsunfähig und auf das Nichts bzw. Ego-Herzzentrum beschränkt. Er schickt aber seine Dämonen aus, die für ihn im Universum agieren. Diese Dämonen sind anti-göttlich und bestehen aus purer Ego-Energie. Luzifer ist das höchste aller anti-göttlichen Egowesen und besteht ebenfalls aus dieser Ego-Energie. Würde er das Ego-Herzzentrum verlassen, wäre er für die göttlichen Engel greifbar und würde sofort im höchsten Feuer Gottes aufgelöst werden. Nur im Nichts bzw. im Ego-Herzzentrum ist er „sicher“. Dies entspricht dem göttlichen Plan und Willen, dass Gott AMA einen Gegenpol in der Schöpfung braucht, der sich scheinbar außerhalb von IHM befindet, aber in Wahrheit im tiefsten Winkel der Schöpfung ist und jederzeit von IHM aufgelöst werden kann, indem Er ihm die Grundlage des Nichts entzieht).

(** Aus dem einstigen Engel-Luzifer wurde später in abgewandelter Form der Teufel, d.h. der schwarze Versucher. Beide sind letztendlich eins.)

Alle Seele-Geist-Wesen/Individuen sind am Beginn ihres Inkarnationszyklus im Universum göttlicher, reiner und lichtvoller Natur, wie ein unbeschriebenes Blatt Papier. Im Laufe ihrer Inkarnationen und der damit verbundenen Erfahrungen, die sie durchlaufen, kann es sein, dass sie mit den Versuchungen des Anti-Gottes/Luzifers konfrontiert werden, ihre Seelen immer dunkler werden und sie schließlich auf die anti-göttliche Seite übertreten. Ihr Herz, das einst göttlich liebevoll, rein und lebendig war, wird dann unrein, hart und tot.

Dieser Vorgang wird auch als Erblindung des Herzens bezeichnet. Der Mensch ist dabei nicht mit seinen physischen Augen erblindet, sondern mit seinem Herzen und dem göttlichen Gotteslicht-Funken, der in seiner Brust ist). Das Herz steuert das gesamte System des Wesens. Ist es z.B. verdorben, so ist auch der ganze Körper verdorben. Ist es heil, so ist auch der ganze Körper heil.

Der Wechsel eines Individuums auf die anti-göttliche Seite, kann auch mit einem seelischen Tod verglichen werden. Er hat die Prüfung Gottes nicht bestanden, ist der Versuchung des Anti-Gottes/Luzifers erlegen und hat sein göttliches Licht, das ihm sein SGW-Leben erst ermöglicht hat, verloren.

Bildlich kann man es sich mit folgender Metapher vorstellen:

Gott AMA gab jeden SGW (Seele-Geist-Wesen) zu Beginn seines Inkarnationszyklus eine brennende Kerze, die ein Teil Seiner göttlichen Flamme war, die auf ewig in Seinem Herzen brennt. Die Aufgabe für das SGW war es, diese brennende Kerze durch ein Labyrinth (Schöpfung Gottes und die Maya des Universums) unbeschadet zum Ausgang (zurück zu Gott AMA) zu bringen und das Licht auch in der Gott-Ferne am Leuchten zu halten, ohne dass die Kerze erlischt.

Eine scheinbar einfache Aufgabe, doch Gott AMA stellte einige Hürden in den Weg. So schuf er den Anti-Gott/Luzifer, um die Seele-Geist-Wesen bei ihrer Aufgabe zu prüfen und das Licht der Kerze zum Erlöschen zu bringen. Dabei konnte der Anti-Gott alle nur denkbaren Mittel der Versuchung und Verführung einsetzen, um die SGW hinsichtlich ihrer Standhaftigkeit zu prüfen. Damit der Anti-Gott die SGW überhaupt erreichen konnte, „pflanzte“ Gott AMA über Luzifer allen SGW ein Ego ein (Aspekt ihrer Individualität), durch die sie für die Ego-Energien des Anti-Gottes empfänglich wurden. Dies war eine zusätzliche Hürde von Gott AMA, um seine SGWs zu prüfen.

So vergaßen einige SGW angesichts der vielen materiellen Ego-Versuchungen und Ablenkungen ihre Kerze und die damit verbundene Aufgabe, bis das Licht kein Wachs (Gottesenergie) mehr hatte und ausging. Das SGW wechselte demnach auf die anti-göttliche Seite und hatte die Prüfung nicht bestanden. Sein Kennzeichen war fortan die fehlende Kerze, die darauf aufmerksam machte, dass das SGW das Gotteslicht in der Gottferne nicht bewahren konnte und durch die Prüfung gefallen war. Seine Aufgabe bestand nun darin, die SGW, die noch eine brennende Kerze hatten, an ihrem Weg zu hindern und auch ihr Licht zum Erlöschen zu bringen. Eine weitere Prüfungshürde von Gott AMAefür die göttlichen SGW.

Andere SGW dagegen blieben auch bei den größten Versuchungen des Anti-Gottes standhaft, verbanden sich auch in tiefster Dunkelheit immer wieder mit Gott AMA und seiner Energie, um neuen Brennstoff für ihre Kerze zu erhalten. Dadurch konnten sie eines Tages den Weg aus dem Labyrinth herausfinden und die brennende Kerze sicher in das Ziel (zurück zu Gott AMA) bringen. Sie hatten die von Gott AMA erhaltene Aufgabe erfolgreich gemeistert und sich als wahrhafte, standhafte Diener Gottes ausgezeichnet. Eine Belohnung Gottes für ihre bestandene Prüfung war ihnen gewiss.

Jedes SGW (Seele-Geist-Wesen) wird also von Gott AMA geprüft, ob es auch wirklich ein reifes, zuverlässiges, gewissenhaftes, standhaftes und loyales SGW ist, das IHM zu 100% ergeben ist und auf das ER auch in größter Dunkelheit zählen kann. Gott AMA trennt damit die Spreu vom Weizen. Jeder Leser kann sich an dieser Stelle nun selbst Gedanken über den Zustand seiner „Kerze“ machen, ob sie vielleicht schon erloschen ist oder kurz vor dem Erlischen ist, ob sie dringend Wachs (göttliche Energie) benötigt oder ob sie bei Wind und Wetter kraftvoll und strahlend hinaus in die Welt leuchtet.

Anti-göttliche SGW werden vor ihrer zugehörigen, ursprünglichen SGW-Gruppe mit einem AG (=Anti-Göttlich) gekennzeichnet, z.B. AG-AGM oder AG-GEM.  In der Regel sind AGM (All-Geist-Menschen) anfälliger für die Versuchungen des Anti-Gottes als z.B. AGMM (All-Geist-Menschen-Mitarbeiter) oder GEM (Gott-Erden-Menschen), da sie keine direkte Verbindung zum Universum-Gott haben und die Geist-Struktur des Anti-Gottes dem All-Geist-Gott auf den ersten Blick in bestimmten Punkten ähnelt. Auf den zweiten Blick herrscht zwischen Anti-Gott und All-Geist-Gott jedoch ein großer Unterschied vor: das Fehlen von göttlicher Liebe auf der einen (stattdessen herrscht Hass vor) und das Vorherrschen von göttlicher Liebe auf der anderen Seite!

Göttliche Mitarbeiter werden in der Regel nur sehr selten anti-göttlich, da sie eine sehr starke Verbindung zum Gott AMA bzw. den spirituellen Meistern haben, der sie großteils vor den Versuchungen des Anti-Gottes abschirmt und bewahrt. Zusammenfassend muss man sagen, dass insbesondere die SGW mit einer schwachen Verbindung zu Gott AMA anfällig und offen für den Anti-Gott sind.

Hohe Mitarbeiter/Engel des Anti-Gottes/Luzifer werden als „Schwarze Engel“ oder „Ego-Herz-Wesen“ bezeichnet. Dieser Begriff steht ohne den dazugehörigen ursprünglichen SGW-Typus, da dieser aufgrund des vollständigen Eintritts in die anti-göttliche Struktur kaum bzw. gar nicht mehr feststellbar ist. „Schwarze Engel“ sind entweder einfache anti-göttliche Wesen, die sich ähnlich einem AGM zu einem höheren anti-göttlichen Mitarbeiter „hochgearbeitet“ haben und dadurch in die AG-Engels-Struktur eingetreten sind, oder ursprüngliche, göttliche HGMM, die sich dem Anti-Gott zuwandten und in seine anti-göttliche Hierarchie wechselten. Ein solcher Engels-Wechsel von der göttlichen zur anti-göttlichen Seite ist sehr selten, aber bei bestimmten Rahmenbedingungen möglich.

Der Anti-Gott/Luzifer hat wie der Gott AMA ein eigenes Herzzentrum, das sogenannte „Ego-Herzzentrum“, das sich am tiefsten Punkt der göttlichen Schöpfung im Universum befindet, d.h. in maximaler Entfernung zum Herzzentrum des Universum-Gottes. Das „Ego-Herzzentrum“ ist ein Abbild des göttlichen Herzzentrums, unterscheidet sich jedoch durch die hochgradige anti-göttliche Ego-Schwingung in Verbindung mit den AG-Qualitäten Nicht-Liebe/Hass, Dunkelheit/Finsternis und Unfrieden/Krieg, die von dort aus permanent in das Universum ausströmen.

Um das „Ego-Herzzentrum“ herum befindet sich ringförmig die drei AG-Engels-Hierarchien sowie die Minus-Dimensionen (-7. bis -1. Dimension), die schließlich bei der sogenannten Null-Schnittstelle die göttlichen Dimensionen in Form der +1. Dimension berühren.

Letztendlich ist alles, was ist – auch das „Ego-Herz“ und der Anti-Gott – in die Schöpfung des Universums-Gottes und sein göttliches Energiefeld eingebunden. Nichts kann außerhalb dieses Energiefeldes bestehen. Der Universums-Gott als Ausdruck des Welten-Gottes hat somit die übergeordnete Macht und die alleinige Entscheidungskraft. So kann auch der Anti-Gott nicht ohne IHN existieren und muss sich am Ende der Schöpfung, wenn sein Auftrag erfüllt ist, wieder Gott AMA bzw. dem Welten-Gott unterordnen.

Dadurch wird er schlussendlich erlöst und transformiert.

 

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

 

Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über das „Garkochen“ Eurer Seelen im Feuer der Gottesliebe auf dem Weg zurück zu Gott AMA berichten.

Die schwierigste Aufgabe in dieser 3D-Welt ist die spirituelle Erziehung und Unterweisung des Menschen mit seinem Seele-Geist-Wesen, Körper und Ego. Denn das menschliche Ego stellt bei dem „Erziehungsprozess“ des Menschen ein fast unüberwindliches Hindernis dar. Deshalb hat Gott AMA die spirituellen Meister als beste Erzieher Seiner Geschöpfe gesandt. Das wichtigste Ziel des spirituellen Pfades besteht darin, das eigene Ego zu wandeln und das Herz vor seinen Übergriffen und Todsünden-Taten zu schützen.

Die Wandlung des Egos bedeutet, dass seine scharfen Kanten und Grobheiten nach und nach abgeschliffen werden und es durch diese Transformation zu einer gewandelten, annehmbaren Struktur wird. Dies ist aber erst durch das Durchlaufen zahlreicher Entwicklungsstufen und Transformationsarbeiten möglich. Die Befreiung aus dem Zustand der Unreife und Verblendung des Egos ist keine leichte Aufgabe, besonders, wenn man in der 3. Dimension des dunklen Zeitalters von L’Egoland lebt. Die Befreiung des göttlichen Seele-Geist-Wesens aus den Tiefen seines Egos ist nur durch geduldiges Bemühen auf dem spirituellen Pfad und Ertragen der damit verbundenen Prüfungen möglich. Dies kann mit dem Kochen von Kichererbsen auf dem Feuer verglichen werden, die am Anfang hart sind und am Ende weich werden.

Die wichtigsten und fähigsten Erzieher im Leben sind die Eltern und Lehrer. Wenn sie ihre Kinder oder Schüler voller Ernsthaftigkeit und göttlicher Willensstärke erziehen, so wie man rohe, harte Kichererbsen kocht, führt dies bei den Kindern zu einer vollkommenen und guten Reife. Diese Anstrengung kann auch mit dem Weichmachen von hartem Eisen im glühenden Feuer und seiner anschließenden Formung verglichen werden. Die alten Weisen erzählen dazu folgendes Gleichnis:

„Schau auf die rohe Kichererbse im Topf! Wie sie vom kochenden Wasser verbrüht in die Höhe springt und auf verschiedene Weisen versucht zu entkommen. Durch ihren Zustand teilt sie der Köchin, die sie kocht und aus ihr eine Mahlzeit zubereiten will, mit: „Warum setzt Du mich den Flammen aus? Wenn Du mich schon gekauft hast, warum lässt Du mich dann diese Zustände durchmachen, verbrühst mich und behandelst mich so schlecht?“

Doch die Köchin schlägt mit dem Kochlöffel auf die Kichererbse ein und spricht:

„Nein! Du sollst gründlich kochen und ganz gar werden. Versuche nicht, dem Feuer zu entkommen! Ich koche Dich nicht, weil ich Dich verachte, weil ich Dich nicht will oder weil ich Dich nicht liebe. Ich koche Dich, damit Du einen Geschmack bekommst, Dich in Nahrung verwandelst, gegessen werden kannst und Dich in segensspendende Lebenskraft verwandelst, und keineswegs, um Dich Qualen auszusetzen oder Dich schlecht zu behandeln.“

Diese Worte sollen Dir zeigen, dass man dem Menschen und seinem Ego, das  „erzogen“ werden muss, nicht zum falschen Zeitpunkt Mitleid und Barmherzigkeit entgegenbringen soll. Lehrer oder Eltern, die es nicht übers Herz bringen, ihre Schüler oder Kinder zu erziehen, zerstören damit sowohl deren weiteres irdisches wie auch seelisches Leben und ihren Charakter. Würde die Köchin dem Wimmern der Kichererbse Gehör schenken, dann würde diese anschließend dem Menschen die Zähne zerstören, da sie zu hart und ungenießbar zum Kauen ist. Genauso würden Kinder, die keine gute Erziehung erhalten, am Ende ihre Familien und die Gesellschaft ins Unglück stürzen. Das betrifft auch Lehrer und ihre Schüler. Um dieses Sache verständlich zu machen, fährt die Köchin fort und spricht zur Kichererbse:

„O Kichererbse! Du hast im Gemüsegarten Wasser getrunken, bist grün geworden und wurdest reif. Dass Du jenes Wasser getrunken hast, hat dazu geführt, dass Du nun in diesen Topf, der über dem Feuer erhitzt wird, geworfen worden bist. Denn jenes Wasser war für dieses Feuer bestimmt. Dieses Feuer der Liebe dient dazu, Deinen rohen Zustand der Ego-Selbstherrlichkeit zu beseitigen und zu verbrennen.

Erkenne, Kichererbse: Gottes Liebe überwiegt all Seine anderen Stärken und Qualitäten. Deshalb ist es ein Ausdruck von Gottes Barmherzigkeit, wenn Er ein Wesen, um es zu prüfen, Bedrängnissen und Prüfungen aussetzt. Denn in Seiner alles bezwingenden Stärke liegt unsichtbar Seine Gunst verborgen, welche ein Ausdruck Seiner Liebe ist.

Die Liebe Gottes und die persönliche Erleuchtung können nicht errungen werden, ohne das Ego zu peinigen und ohne einen siegreichen Kampf mit ihm auszutragen. Wenn Dich somit entsprechend der göttlichen Bestimmung, Prüfungen und Kummer treffen, erkenne, dass darin eine verborgene Gunst Gottes liegt und sei deswegen nicht traurig. Infolge dieser Leiden wirst Du die Liebe zur 3D-Welt und allen damit verbundenen Ego-Vergnügungen sowie Deine niederen Ego-Wünsche auf dem Weg des Lichts zu Gott opfern.

Nachdem Dir diese Prüfungen widerfahren sind, wirst Du Gottes Gunst erkennen, und indem Du in den Fluss der Liebe und Barmherzigkeit eintauchst, wirst Du von allen energetischen und geistigen Unreinheiten gereinigt werden und göttliche Erleuchtung und Gnade erlangen. Denn mit der Schwierigkeit kommt die Erleichterung. Also heiße auch Du die Schwierigkeiten willkommen, auf dass Dir die darauf folgende Erleichterung zuteil wird!“

So erkenne das göttliche Geschenk der Leiden, Betrübnisse, Nöte und sehe die damit verbundene Prüfung, die Dich auf Deinem Weg des Lichts und der spirituellen Entwicklung immer weiter zu Gott AMA führt. Dazu wollen wir in der Geschichte der Kichererbse fortfahren. Die weise Köchin sprach weiter:

„O Kichererbse! Sei Deinem Gast – der Not – freudig zu Diensten, so dass er voll des Danks wieder heimkehrt und in der Gegenwart Gottes Deine Großzügigkeit und Güte rühmt. Runzle nicht missbilligend die Stirn angesichts der Qualen, die von Gott, Deinem Geliebten, zu Dir kommen, sondern empfange sie mit Freuden und sprich zu ihnen: „Seid willkommen!“. Denn nichts kann köstlicher sein als Schmerz und Pein, nichts bringt mehr Segen. Der mit ihnen verbundene göttliche Lohn ist nämlich wahrhaft grenzenlos.“

Gott AMA verlangt somit von der Kichererbse bzw. seinem Geschöpf, das durch Reife und Prüfung nach göttlicher Erleuchtung strebt, vollkommene Ergebenheit. In diesem Sinne ruft die Frau der Kichererbse zu:

„O Kichererbse! Ich bin Gottes vertrauter göttlicher Mitarbeiter, und Du stehst unter meiner Macht. Lege Dein Haupt unter mein Messer, denn ich will Dich Gott opfern, Sei nicht aufgeregt und habe auch keine Angst, sondern vertraue dem unwiderstehlichen Bezwinger und Herrn Deiner Seele, Gott AMA. Ergebe Dich vollkommen Seiner Allmacht. Dieses Messer führt Dich zu Deinem wahren göttlichen Ziel. Ich mag dich enthaupten, doch dieses Haupt ist nicht Dein wahres Haupt! Das wahre Haupt ist fern jeder Abtrennung und fern allen Sterbens. Das Haupt hingegen, das hier abgetrennt wird, ist das Haupt Deines Egos und seiner niederen Ego-Begierden.

Gottes Wille ist es nämlich nicht, dass Du enthauptet wirst, sondern dass Du Dich IHM ergibst und durch das Auslöschen Deiner niederen, egoistischen Wünsche zu einem Ausdruck göttlicher Schönheit, Tugendhaftigkeit und Liebe wirst. So sei deshalb bemüht, Dich IHM von ganzem Herzen zu ergeben.

Deshalb, o Kichererbse, unterziehe Dich diesen Bedrängnissen, koche und werde reif, streife Dein selbstsüchtiges Ego-Bewusstsein ab und entledige Dich alles Vergänglichen, auf dass Du Glückseligkeit in Gott AMA erlangst!

Im Gemüsegarten, wo Dein Same gekeimt ist, hast Du eine Weile frisch und frei gelebt und Dich ganz in Grün gekleidet. Doch nun bist Du nach den göttlichen Prüfungen des Leids eine der seltenen Rosen im Garten des Herzens, im Garten der Welt, geworden und reif für die Einheit mit Gott AMA.“

Nach diesen Worten erinnert die begabte und erfahrene Köchin die Kichererbse an ihren göttlichen Wert und ihre Würde und zeigt ihr, wie sie diese stärken kann:

„O Kichererbse! Vom Wasser und Erdboden des Gartens getrennt, wurdest Du zu einem Bissen, wurdest vermengt mit göttlicher Lebensenergie aus dem Lebensfeuer des Einen. Du wurdest zu Nahrung und hast Deinen Weg in die Körper der Menschen gefunden. So hast Du Dich in Stärke und vergeistigte Energie gewandelt. Du bist als Pflanze in diese Welt gekommen und hast nun die geistige Kraft des Menschen genährt, dem Du Dich mit dieser Kraft in den Dienst stellst!

Einst wurdest Du von den Eigenschaften Gottes getrennt und in Seinem Universum inkarniert. Spute dich aufs Neue und kehre zurück zu Seinen Eigenschaften göttlicher Schönheit und Tugendhaftigkeit. O Kichererbse! Das Leben wurde Dir durch den Segen der göttlichen Wolken, der Sonne und des Regens zuteil. Nun bist Du, infolge der gegen Dein Ego bestandenen Kämpfe, gesegnet, so dass Du mit Deiner gewandelten Seele zurück in die höheren Dimensionen des Lichts aufsteigen darfst.

Durch das Kochen wurdest Du zu einem Bissen der Rechtschaffenen und Tugendhaften, hast Dich in einen Teil ihrer göttlichen Lebenskraft verwandelt, wurdest zu ihrer Stärke und Tat, zum Wort und zum Gedanken, wodurch Du in die Einheit des Lichts Gottes zurückgekehrt bist.“

Die weise Köchin gleicht gewissermaßen einer spirituellen Lehrerin, die ihren Schüler auf dem Pfad zu Gott AMA begleitet. Dabei weist sie besonders darauf hin, wie wichtig es ist, diesen Weg zur Reife bereitwillig und gerne zu gehen und sich auf diesem nicht durch den Zwang des Egos, sondern nur von der göttlichen Liebe angetrieben zu bewegen. So gehe auch Du in die höheren Dimensionen Gottes freudig hinüber und sei nicht wie jene Räuber, die sich in tausenden Qualen windend unter Bekundungen ihrer Reue zum Galgen gestoßen werden.

Die Kichererbse beugt sich letztendlich vor diesen tiefen, bedeutungsvollen und wichtigen Weisheiten und Erkenntnissen der Köchin/spirituellen Lehrerin. Von ihrer Rohheit befreit, beschreitet sie voller Aufrichtigkeit den Weg zur göttlichen Reife in Gott AMA. Schließlich teilt sie jener weisen Köchin von ganzem Herzen und voller Dankbarkeit folgendes mit:

„O tugendreiche Dame! Wenn die Sache so ist, will ich mich freudig kochen lassen, und Du hilfst mir dabei. Bei diesem Gekochtwerden gleichst Du einem Führer, der mich in die himmlischen Dimensionen Gottes aufsteigen lässt. Schlage nur fest mit Deinem Löffel auf mich ein, damit ich mich zum Besseren und Lichtvolleren wandle! Wie angenehm ist doch Dein Schlag. Ich habe mich Dir vollkommen ergeben.“

Das bedeutet letztendlich: „O mein spiritueller Meister bzw. Gott AMA, welch vortreffliche Erziehung lässt Du mir, Deinem unvollkommenen Diener/Dienerin, zu Teil werden!“

Die Kichererbse spricht weiter. „Ich übergebe mich dem Gekochtwerden, damit ich durch den inneren Kampf gegen mein Ego einen Weg zur göttlichen Wahrheit finde. Denn ansonsten ist der Mensch im Meer der irdischen Maya wie ein lüsterner, wild gewordener Elefant, der gerade aus einem Traum aufgewacht ist und tobt und wütet.“

Daraufhin beschreibt die weise Köchin die göttliche Wirklichkeit, die sie auch selbst durchlaufen hat: „Auch ich war einst, genau wie Du, ein Teil der Erde, eins ihrer zahllosen Bruchstücke. Dann nahm ich den Kampf mit dem Ego auf, das wie ein loderndes Feuer der Finsternis brennt. Als ich dann den Genuss, der mit dem Überwinden der selbstsüchtigen Wünsche des Egos verbunden ist, schmeckte, wurde ich zu einem besseren, friedvollen Menschen. Eine Weile schäumte ich auf der Erdoberfläche über und wurde gekocht, immer wieder, bis ich schließlich zum erleuchteten Wesen und Meister wurde. So koche auch Du, übersteige die Dimension Deines Menschen-Ichs und werde zum göttlich bewusst Lichtwesen in Gott AMA!“

Dies ist auch Dein weiterer Weg und Dein Ziel.