Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über die spirituellen Meister und die Ur-Strahlen Gottes berichten.

Wisse: Aus dem Herzzentrum Gottes fließen beständig die 70 Strahlen der Gottesliebe in das Universum hinaus, um alle Geschöpfe und alles, was ist, damit zu erfüllen und wieder zu IHM zurückzuführen (siehe Weisheitsperle 100).

Jeder Strahl wird von einem so genannten aufgestiegenen, spirituellen Meister der Gottesliebe gelenkt und in das Universum verteilt. Ein spiritueller Meister ist ein besonders hohes, göttliches Seele-Geist-Wesen, das die Illusion der Maya durchschaut und das „Spielfeld“ des Universumsgottes gemeistert hat und im Feuer der Gottesliebe aufgegangen ist. Über IHN hat es auch Zugang zum Welten-Gott und ist entsprechend seiner Struktur dort verankert.

Es gibt zwei Arten von spirituellen Meistern:

  1. Die spirituellen Meister, die aus dem All-Geist-Gott stammen und im Laufe ihrer Inkarnationen die irdische Ebene mit ihrer Polarität gemeistert und sich danach in den Universumsgott erhoben haben. Gleichzeitig haben sie eine intensive Verbindung zum All-Geist-Gott. Sie werden als AGMM-Meister
  2. Die spirituellen Meister, die vom Universumsgott als ursprüngliche HGMM (Engel der 1. und 3. Engelshierarchie) erschaffen worden sind, und die sich bei einem ihrer Aufträge in der Materie und der Illusion verstrickt haben, z.B. durch Karma. Sie mussten diese Ebene mit ihrer Polarität erst meistern, ehe sie als gereifte Wesen zum Universumsgott zurückkehren konnten. Sie werden auch als HGMM-Meister oder Engelsmeister bezeichnet und sind sehr selten.

Die AGMM-Meister gliedern sich in drei Gruppen:

  1. Einfache spirituelle Meister: Sie haben die Ebenen der Polarität (des Lichts/Gottes und der Dunkelheit/des Egos) einmal gemeistert und sind über den Universums-Gott und den All-Geist-Gott in den Welten-Gott aufgestiegen. Durch die einmalige Meisterung hat ein Teil von ihnen ihr Bewusstsein im Ur-Geist des Welten-Gottes verankert, der andere Teil von ihnen ist im Universums-Gott verankert.
  2. Zweifache spirituelle Meister: Sie haben die Ebenen der Polarität (des Lichts/Gottes und der Dunkelheit/des Egos) zweimal gemeistert und sind über den Universums-Gott und den All-Geist-Gott in den Welten-Gott aufgestiegen. Bei der ersten Meisterung haben sie ihr Bewusstsein im Ur-Geist des Welten-Gottes verankert, bei der zweiten Meisterung zusätzlich auch im Ur-Bewusstsein des Welten-Gottes.
  3. Dreifache spirituelle Meister: Sie haben die Ebenen der Polarität (des Lichts/Gottes und der Dunkelheit/des Egos) dreimal gemeistert und sind über den Universums-Gott und den All-Geist-Gott in den Welten-Gott aufgestiegen. Bei der ersten Meisterung haben sie ihr Bewusstsein im Ur-Geist des Welten-Gottes verankert, bei der zweiten Meisterung auch im Ur-Bewusstsein des Welten-Gottes, und bei der dritten Meisterung zusätzlich noch im Ur-Feuer des Welten-Gottes.

Jedes gereifte und geistig entwickelte Seele-Geist-Wesen ist theoretisch dazu in der Lage, durch intensive Arbeit an sich selbst in nur wenigen Leben die spirituelle Meisterschaft zu erlangen und zum Universums-Gott aufzusteigen. In der Praxis gelingt dies jedoch den wenigsten Wesen, da sie sich sowohl karmisch wie auch bewusstseinsmäßig in der Maya (Illusion) verstrickt haben. Für die spirituelle Meisterschaft ist es jedoch erforderlich, das Bewusstsein aus der Illusion der Schöpfung in das Bewusstsein der wahren Realität des Universums-Gottes zu erheben, in Sein Bewusstsein einzusteigen und eins damit zu werden. Dies erfordert die vollständige Meisterschaft in allen Dimensionen (Bewusstseinszuständen und –Welten) dieses niversums, vollständige Karmafreiheit sowie die Aufgabe des eigenen ICH, d.h. des Egos.

Der Mystiker Paul Brunton beschreibt diesen Prozess folgendermaßen: „Die wenigen, die sich auf diesen höchsten aller Pfade machen, werden die eine göttliche Gegenwart lebendig in ihrem Herzen fühlen und in Ergebenheit und Demut „Diener des EINEN“ werden. Das eigene Menschssein mit seinen Wünschen und Begierden wird gleichsam als Opfer auf dem erhabenen Altar dessen, was ist, dargebracht“.

Jeder zweifache oder dreifache spirituelle Meister ist Lenker eines der 70 Strahlen der Gottesliebe. Dazu ist er vollständig in Gott AMA und Seinen jeweiligen Strahl eingegangen, um diesen durch sich auszudrücken. Sein Bewusstsein ist im Herzzentrum von Gott AMA und im Weltengott verankert. Die einfachen spirituellen Meister lenken nur teilweise einen Strahl, entsprechend ihrer Seele-Geist-Wesen-Fähigkeiten und Meisterschaft.

Die Strahlen der Liebe Gottes werden u.a. von folgenden spirituellen, aufgestiegenen Meistern gelenkt:

AGMM-Meister:

  1. Einfache spirituelle Meisterin Kwan Yin:

Strahl der liebevollen Liebe Gottes

  1. Einfacher spiritueller Meister Mikhael Omraam Aivanhov:

Strahl der öffnenden Liebe Gottes

  1. Einfacher spiritueller Meister Ramana Maharshi:

Strahl der unvergänglichen Liebe Gottes

 

  1. Zweifache spirituelle Meisterin Lady Nada:

Strahl der verzeihenden (vergebenden) Liebe Gottes

  1. Zweifache spirituelle Meisterin Lady Rowena:

Strahl der unabhängigen Liebe Gottes

  1. Zweifacher spiritueller Meister El Morya:

Strahl der kraftvollen Liebe Gottes

  1. Zweifacher spiritueller Meister Hilarion:

Strahl der heilenden Liebe Gottes

  1. Zweifacher spiritueller Meister Konfuzius:

Strahl der wachsenden Liebe Gottes

  1. Zweifacher spiritueller Meister Kuthumi:

Strahl der ausgleichenden Liebe Gottes

  1. Zweifacher spiritueller Meister Maitreya:

Strahl der in sich selbst zufriedenen Liebe Gottes

  1. Zweifacher spiritueller Meister Saint Germain:

Strahl der transformierenden Liebe

  1. Zweifacher spiritueller Meister Serapis Bey:

Strahl der schöpfenden Liebe Gottes

 

  1. Dreifacher spiritueller Meister Buddha:

Strahl der mitfühlenden Liebe Gottes

  1. Dreifacher spiritueller Meister Hermes Trismegistos/Thot:

Strahl der allweisen Liebe Gottes

  1. Dreifacher spiritueller Meister Jesus Christus:

Strahl der erlösenden Liebe Gottes

 

HGMM-Meister:

  1. Engelsmeister Echnaton:

Strahl der höchsten Liebe Gottes

  1. Engelsmeisterin Maria:

Strahl der vereinenden Liebe Gottes

 

Daneben gibt es noch zahlreiche weitere AGMM- und HGMM-Meister, die jedoch auf dem Planeten Erde/Adma nicht (mehr) bekannt sind, u,a. die spirituellen Meister und Propheten vergangener Hochkulturen wie z.B. von Lemuria, Atlantis oder aus dem Alten Testament. Die o.g. 18 Strahlen zählen zu den wichtigsten Strahlen der Gottesliebe für das neue göttliche Zeitalter auf dem Planeten Erde/Adma.

So wie es göttliche spirituelle Meister in diesem Universum gibt, gibt es auch anti-göttliche spirituelle Meister. Sie sind die „Pendants“ zu den göttlichen HGMM- oder AGMM-Meister und sind durch ihren „Aufstieg“ bzw. Abstieg in das Herz des Anti-Gottes gänzlich in das Bewusstsein und die Energie des Anti-Gottes eingegangen. Sie lenken seine anti-göttlichen Strahlen des Zorns in das Universum, um die Menschen und ihr SGW zu verblenden, mit Hilfe der Todsünden in Versuchung zu führen, im Ego zu bestärken, das göttliche Licht ihrer „inneren Kerze“ bzw. ihres Gotteslichtfunkens auszulöschen und dadurch in den Besitz ihrer Seelen zu kommen. Ihre Rangordnung ist ebenfalls Struktur mäßig und hierarchisch aufgebaut. Die Bezeichnung „spiritueller Meister“ sagt nichts über die Göttlichkeit eines Meisters aus und welchen Strahl er lenkt. So sollte man immer wachsam sein, mit welchem spirituellen Meister man es zu tun hat und ob dieser Gott und dem göttlichen Licht dient oder nicht.

Dreifache göttliche spirituelle Meister gibt es im gesamten Universum nur 9 an der Zahl; zweifache spirituelle Meister 50 (die meisten von ihnen sind Strahlenlenker). Einfache spirituelle Meister sind weitaus mehr vorhanden (ca. 1000), jedoch sind nur 20 von ihnen Strahlenlenker. Die meisten einfachen spirituellen Meister (und teilweise auch zweifache spirituelle Meister) lenken keinen eigenen Strahl, sondern haben sich an den Strahl eines zweifachen oder dreifachen spirituellen Meisters angeschlossen, um mit diesem im Auftrag des zwei- oder dreifachen spirituellen Meisters zu arbeiten. Engelsmeister sind im übrigen wesentlich seltener als AGMM-Meister und eine Ausnahme. So gibt es nur 12 Engelsmeister an der Zahl.

Die aufgestiegenen spirituellen Meister wirken in der Plus 6. und 7. Dimension dieses Universums, wo sich auch das jeweilige Energiezentrum ihres Strahls befindet. Von Zeit zu Zeit erscheinen sie auf Wunsch von Gott AMA als geistige Lehrer, religiöse Propheten oder göttliche Heiler auf den jeweiligen Planeten, um die dortigen Bewohner aus dem Nichtwissen zu erheben, ihre Seelen zu transformieren und ihr Bewusstsein mit Gott zu verbinden.

Auf der Erde sind Jesus Christus, Buddha und Muhammad die bekanntesten spirituellen Meister, die in der jüngsten Vergangenheit unter den Menschen gewirkt haben, um diese wieder auf den Weg zum Universums-Gott zu führen. Jeder spiritueller Meister hat dabei durch die besondere Energiequalität seines Gottesliebe-Strahls eine neue, individuelle Struktur der Gottesverbindung und einen einzigartigen Pfad zu Gott geschaffen, welcher auch als „Religion“ bezeichnet.

So hat Jesus Christus mittels seines Strahls der erlösenden Gottesliebe, die Erlösung der Menschen von den Sünden durch Nächstenliebe, Brüderlichkeit und Barmherzigkeit gelehrt, damit sie wieder in Gott eingehen zu können.

 Buddha hat mittels seines Strahls der mitfühlenden Gottesliebe, das Mitgefühl zu allen Geschöpfen und damit die Meisterschaft des Egos gelehrt, um die Seele-Geist-Wesen aus dem Rad der Wiedergeburt zu befreien und in die Leere des Ur-Geistes Gottes zu erheben.

 Muhammad hat mittels seines Strahls das Leben der alleinigen Gottesliebe, ein Gottesdienst ähnliches Leben in Demut, Frieden und Gehorsam zu Gott gelehrt, um die Wesen vor den Sünden des Anti-Gottes zu bewahren und zu Gott zurückzuführen.

Die Aufgabe der spirituellen Meister und ihrer Strahlen ist es, den inkarnierten Seele-Geist-Wesen göttliches Bewusstsein über ihr wahres Sein zu übermitteln und sie wieder in Resonanz mit dem Herzzentrum Gottes zu bringen. Sie treten besonders in Zeiten, in denen der Anti-Gott, Dunkelheit und Egoismus vorherrschen, in Erscheinung, um Licht in die Finsternis zu bringen und die Menschen an ihre wahre Natur und ihren Auftrag zu erinnern: die brennende, göttliche „Kerze“, d.h. ihren Gotteslichtfunken, den sie zu Beginn ihrer Erschaffung von Gott AMA erhalten haben, sicher durch das Labyrinth der Maya zurück zu Gott AMA zu bringen, ohne, dass diese erlischt.

Meist wird das hohe geistige Wesen eines spirituellen Meisters nur von wenigen, feinfühligen Wesen in seinem Umfeld erkannt. So hatte Jesus zu seinen Lebzeiten nur ein paar Hundert Anhänger um sich und Buddha nur ein paar Tausend, obgleich sich ihren Lehren in späteren Jahrhunderten Millionen angeschlossen haben. Die bis in die heutige Zeit überlieferten Grundsätze des Religionsgründers sind im Laufe der Geschichte nicht selten so verändert oder verfälscht worden, dass ein genaues Differenzieren zwischen göttlichen, anti-göttlichen und menschlichen Einflüssen notwendig ist, um die wahre Essenz des Strahls der Gottesliebe noch zu erkennen und zu verstehen.

Neben den 70 Strahlen der Gottesliebe gibt es die 29 Strahlen der Ur-Eigenschaften bzw. Ur-Energiequalitäten des Universums-Gottes, die dieser am Anbeginn der Schöpfung vom Welten-Gott erhalten hat. Sie stehen in direkter Verbindung mit dem Welten-Gott, der Essenz hinter allen „Göttern“, dem „GOTT aller Welten“.

Die 29 Strahlen der Ur-Eigenschaften werden ausschließlich von HGMM gelenkt (keinen Engelsmeistern, sondern Engeln der 1. und 3. Engelshierarchie, die sich immer im Herzzentrum des Universums-Gottes und Seiner hohen Schwingung befanden und auch ewiglich befinden werden). Diese drücken im Gegensatz zu den 70 Strahlen der Gottesliebe, die eine bestimmte Färbung (Gottesliebe) haben, die Eigenschaften des Weltengottes in reiner, ungefärbter Form aus. Sie lauten:

  1. Der Strahl der alles ernährt und mit Energie versorgt.
  2. Der Strahl des Beherrschers, der alle-was-ist unter Seiner Kontrolle hat, alles beschützt und bewacht.
  3. Der Strahl des Besitzers aller göttlichen Tugenden.
  4. Der Strahl des Besitzers aller Macht und Autorität. Von Ihm gehen alle Gesetze aus und alle Geschöpfe unterstehen Seinen Gesetzen. Niemand, auch die vereinte Menschheit nicht, kann sich über die von Ihm erlassenen Gesetze hinwegsetzen, ohne dabei Schaden zu nehmen und die Konsequenzen zu tragen.
  5. Der Strahl des Einen, der niemanden neben sich hat.
  6. Der Strahl des einzigen Erben, denn außer Ihm ist nichts beständig.
  7. Der Strahl des Einzigen, der niemandem ähnelt.
  8. Der Strahl des Erniedrigers der Hochmütigen und zu Unrecht im Ego Stolzen.
  9. Der Strahl des Erhörers der Wesen, die sich Ihm im Gebet oder in der Meditation zuwenden, und Ihn demütig und bescheiden um Hilfe bitten.
  10. Der Strahl des Erschaffers, der alles aus dem Nichts erschuf.
  11. Der Strahl des Ersten ohne Beginn.
  12. Der Strahl des ewig Bleibenden.
  13. Der Strahl des Formers, der allen Dingen ihre Struktur verliehen hat.
  14. Der Strahl des Gerechten, der Seine Gaben nach Seinem Ermessen zurückhält, der Seine Gaben aber ausreichend und großzügig gewähren kann, wem er will.
  15. Der Strahl des Gnädigen, der Seiner gesamten Schöpfung und allen Geschöpfen gnädig ist.
  16. Der Strahl des Herrschers und Königs; niemand in der gesamten Schöpfung außer IHM hat die Eigenschaft der absoluten Herrschaft. Alle Geschöpfe sind Seine Diener und niemand darf einem anderen dienen.
  17. Der Strahl des Kundigen, der um die kleinsten Regungen des Herzens weiss – seien sie tugendhaft oder sündhaft.
  18. Der Strahl des Lebenden, der aus sich selbst heraus lebt.
  19. Der Strahl des Letzten ohne Ende.
  20. Der Strahl des Nachsichtigen für all diejenigen, die in ihrer Schwäche sündigen, sich dann aber wieder Gott zuwenden.
  21. Der Strahl des Offenbarers, der in all Seinen Schöpfungen auf Seine Existenz hinweist, auch wenn er sich nicht immer direkt zeigt.
  22. Der Strahl des Preiswürdigen, dem aller Dank gehört.
  23. Der Strahl des Unabhängigen, der von Seiner Schöpfung und Seinen Geschöpfen unabhängig ist und außerhalb jeglicher Maya ist.
  24. Der Strahl des unvergleichlich Großen.
  25. Der Strahl des Verehrten, der als einziger zu Recht angebetet und verehrt werden darf.
  26. Der Strahl des Verleihers der Ehre an jeden, wie ER will (wahre Ehre kommt weder von materiellen Besitztümern oder Auszeichnungen, sondern nur Gott allein kann einem Menschen wirkliche Ehre verleihen).
  27. Der Strahl des weisen Richters und unparteiisch Richtenden.
  28. Der Strahl des Zeugen, der niemals abwesend ist, auch wenn der Mensch scheinbar für sich allein ist.
  29. Der Strahl, der alle Geschöpfe am Ende der Schöpfung zu sich rufen und vor sich versammeln wird.

Zu Beginn der Schöpfung des Universums waren alle 99 Strahlen, die vom Weltengott in den Universums-Gott strömten, ungefärbt. Durch die Entstehung seines Universums schuf unser Universums-Gott (AMA, Kurzform des Namens) in Seinem Herzzentrum eine vorherrschende Universums-Energiequalität, die die dort eintreffenden Strahlen des Welten-Gottes färbte und in einer neuen Färbung in das Universum weiterlenkte: die Gottesliebe. Von den 99 Strahlen des Weltengottes waren 70 färbbar. Diese erhielten jeweils eine neue Energiequalität und Struktur. So wurde aus dem Ur-Strahl der Heiligkeit des EINEN der Strahl der heiligen Gottesliebe, aus dem Strahl der Barmherzigkeit des EINEN der Strahl der barmherzigen Gottesliebe, usw. Die übrigen 29 Strahlen blieben unveränderlich, da sie elementare Eigenschaften des Welten-Gottes sind, die in ebenso elementarer Form auch im Universums-Gott enthalten sind.

Am Ende des Bestehens dieses Universums und dieses Universums-Gottes werden die 70 Strahlen ihre Färbung wieder aufheben und zu ihrer reinen Ursprungs-Energiequalität zurückkehren. So wird aus der weisen Gottesliebe wieder die Weisheit des EINEN, aus der zufriedenen Liebe wieder die Zufriedenheit des EINEN, usw.

Neben den 99 Strahlen des Universums-Gottes und des über ihm stehenden Welten-Gottes gibt es noch den 100. Strahl: Man nennt ihn auch den „verborgenen Strahl“. Es handelt sich dabei um den Strahl der Ur-Gottesliebe des EINEN. Der Strahl der Ur-Liebe des EINEN ist die pure Essenz des Weltengottes und ein Ausdruck Seiner Unendlichkeit. Im Universum hat sich im Laufe der Zeit immer wieder der Lenker dieses Strahls offenbart, um die Wesen an die Präsenz des Welten-Gottes, der hinter allem steht, zu erinnern. Auf der Erde war der Lenker des Strahls der Ur-Gottesliebe des EINEN bekannt unter dem Namen Krishna.

 

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über die Meisterschaft Deines Egos und der Wurzeln des Übels in Dir berichten, sowie über die Stärkung der Wurzeln des Göttlichen in Deiner Seele.

Gott AMA hat jedem Seele-Geist-Wesen bei seiner Erschaffung einen „wunden Punkt“ gegeben, durch den es der Anti-Gott prüfen und in Versuchung führen kann: das Ego. Das mag auf den ersten Blick hart und unbarmherzig klingen, jedoch können die Seele-Geist-Wesen nur dadurch überhaupt erst in Resonanz mit der Schwingung des Anti-Gottes treten und ihre Loyalität und Standhaftigkeit gegenüber Gott AMA unter Beweis stellen (ansonsten würden sie sich automatisch immer dem Gott AMA zuwenden, da sie ja Seine Kinder sind).

Das Ego ist somit das „kleine“ Hindernis bei dem Inkarnationszyklus zu Gott AMA, das die Seele-Geist-Wesen überwinden und meistern sollen. Die von Gott gegebene Aufgabe des Anti-Gottes ist es, die Wesen über das Ego zu beeinflussen und von der Ego-Meisterung abzuhalten. Dies kann entweder direkt über anti-göttliche Schwingungswellen oder indirekt über andere Ego-Menschen geschehen, die zum Ausdrucksmittel des Anti-Gottes werden.

Jedes Individuum besteht aus drei Aspekten: Geist, Seele und Körper.

  1. Der Geist ist das wahre Selbst, der innerste göttliche Kern. Er ist entsprechend der Geist-Herkunft entweder ein All-Gott-Geist mit den Qualitäten Weisheit und Geist-Versenkung, oder ein Universum-Gottes-Geist mit den Qualitäten Liebe, Licht und Frieden. Der Geist an sich ist formlos und völlig neutral.

 

  1. Die Seele ist das „Kleid“ des Geistes und wurde dem Wesen zu Beginn seines Inkarnationszyklus im göttlichen Universum von Universums-Gott gegeben. Sie war zu Beginn weiß und rein und hat erst durch die Inkarnationen eine individuelle Färbung entsprechend der Planeten-Erfahrungen, Karma, etc. erhalten.Die Seele kann Liebe und Freude empfinden, ebenso aber auch Trauer und Leid. Sie ist im Gegensatz zum Geist emotional. So gibt es verletzte Seelen, verdunkelte Seelen, reine Seelen – je nach ihren Inkarnationen und Karma-Erlebnissen. Die Seelen, die zur selben Zeit auf dem selben Planeten ihren Inkarnationszyklus begonnen haben und später gemeinsam auf weiteren Planeten gelebt haben, nennt man „seelenverwandt“, da sie die selbe Seelen-Struktur in sich tragen. Sie sind sich meist vom Wesen her sehr ähnlich. Ferner beinhaltet die Seele verschiedene feinstoffliche Körper in sich, mit denen sie fähig ist, sich in allen feinstofflichen Ebenen des göttlichen Universums auszudrücken (Astralkörper, Mentalkörper, Buddhikörper, usw.)

 

  1. Der Körper ist das „Fahrzeug“ für die physische Ebene, durch das sich das Seele-Geist-Wesen hier „unten“ ausdrücken und agieren kann. Der Körper wird vom Körperwesen gesteuert, das ähnlich einem „Bord-Computer“, das physische Fahrzeug steuert und verwaltet. Im Idealzustand steht das Körperwesen in ständigem Datenaustausch mit dem Seele-Geist-Wesen und ist ihm zu Diensten, um z.B. Karma-Situationen auszugleichen oder göttliche Energie fließen zu lassen.

 

Fälschlicherweise halten viele Menschen das Körperwesen für ihr wahres „ICH“. Dabei ist das Körperwesen nur eine Steuereinheit für den menschlichen Körper. Das Körperwesen hat menschliche Gedanken und Ansichten, ist begrenzt und unbewusst und ähnelt der Psyche. Im Gegensatz zur Seele wird es vollständig von den polaren Kräften beeinflusst und gesteuert. Es strebt nach Erfüllung seiner Wünsche und Begierden und ist im Nicht-Wissen um das göttliche Sein. Das Körperwesen stirbt zusammen mit dem Körper beim physischen Tod.

Das Ego befindet sich zwischen Körperwesen und Seele. Es ist Teil der Seele, kommt aber erst zum Ausdruck, wenn das Wesen sich in der 3. Dimension oder den Minus-Dimensionen der materiellen Ebene inkarniert. Das Ego besteht aus den 5 Eigenschaften des Egos, die auch als „5 Kleshas“ (Wurzeln des Übels) bezeichnet werden: Gier, Hass, Verblendung, Angst und Egoismus. Alle fünf Wurzeln zusammen ergeben die Ego-Pflanze.

Über die Wurzeln des Übels und sein Ego ist das inkarnierte Seele-Geist-Wesen für die Energien des Anti-Gottes empfänglich und kann von ihm in Versuchung geführt werden. Im Buddhismus sind nur drei Wurzeln des Übels bekannt, nämlich Gier, Hass und Verblendung. Gier ist der Grund der Wiedergeburt, da man sich durch ein gieriges Verhalten immer wieder neues Karma auflädt und sich in der Materie verstrickt. Hass führt den Menschen in die Ebenen des Anti-Gottes und damit direkt zur „Hölle“ des Anti-Gottes. Wer viel Hass empfindet, altert schnell und sieht alt aus. Verblendung führt zu einem Sterben mit einem verwirrten und geblendeten Geist, was eine erneute Wiedergeburt zur Folge hat, in der man wieder nicht weiß, wer man wirklich ist.

Den Wurzeln des Übels gegenüber gestellt sind die Wurzeln des Göttlichen. Diese hat der Universumsgott am Beginn des Inkarnationszyklus jedem Seele-Geist-Wesen zusammen mit dem Ego in dessen Seele „eingepflanzt“. Dadurch ist jedes Wesen auch in tiefster Gott-Ferne empfänglich für die göttlichen Energien des Universumsgottes und hat von IHM das Werkzeug erhalten, den Versuchungen des Anti-Gottes zu widerstehen, sein Ego zu beherrschen und den Weg zu IHM zurück zu finden. Die heilsamen Wurzeln ergeben zusammen die „Gotteslicht-Pflanze“ und lauten: Gierlosigkeit, Hasslosigkeit, Unverblendung, Angstlosigkeit und Selbstlosigkeit.

Im Buddhismus sind nur drei „Wurzeln des Heilsamen“ bekannt, nämlich Gierlosigkeit, Hasslosigkeit und Unverblendung. Gierlosigkeit ist das Gegenteil von Begehren nach materiellen, irdischen Dingen. Man führt ein glückliches Leben unter den weltlichen Menschen, die noch um Besitztum streiten, und ist offen für höhere, spirituelle Energien, ohne sich neue Karma aufzuladen. Warum sollte jemand Anhänglichkeit an etwas aufkommen lassen, von dem er nur zu gut weiß, dass es unbeständig und endlich ist?

Hasslosigkeit ist ein glückliches Leben im universellen Wir-Bewusstseins des Friedens und der Liebe mit allen Menschen, da man erkennt, dass alle Brüder und Schwestern in Gott sind (keine Aufladung von neuem Karma). Wer wird, wenn er alle Ego-Aktionen der 3. Dimension als leidvoll erkennt, das zusätzliche und so peinigende Leiden des Ärgers und des Hasses in sich erzeugen?

Unverblendung ist ein glückliches Leben unter Menschen, die oft um verschiedene Meinungen streiten. Man ist frei vom leidvollen Leben und Tod, da man die wahre Essenz hinter allem erkannt hat. Wer wird, wenn er alle Phänomene der Menschenwelt als Maya weiß, wieder in die Verworrenheit des Geistes zurückfallen wollen?

Gott AMA ist gerecht. So hat er Seinen Geschöpfen neben den5 Wurzeln des Übels bzw. des Egos auch die 5 Wurzeln des Göttlichen bzw. des Seelen-Heils gegeben, damit sie den Weg zu IHM wieder finden und nicht dem Anti-Gott schutzlos ausgeliefert sind. Gott AMA zielt darauf ab, es den Wesen in ihren Prüfungen so leicht wie möglich zu machen und sie mit Seinem Strahl der Gottesliebe, des Gotteslichts und des Gottesfriedens zu unterstützen. Er ist immer in Liebe für seine Geschöpfe da, um ihnen die Hand zu reichen.

Wenn der Anti-Gott das Seele-Geist-Wesen über sein Ego erreichen kann, breitet sich seine anti-göttliche Energie innerhalb kurzer Zeit in der gesamten Seele aus, bis das ganze Wesen davon beherrscht wird. Danach kommt die anti-göttliche Energie auch in negativen 3D-Taten und Handlungen zum Ausdruck, wodurch das Wesen noch tiefer in die Ebenen des Anti-Gottes hinabgezogen und sich dort verhaftet. Dafür wird das Wesen gezielt vom Anti-Gott zu anti-göttlichen Handlungen verführt, die es in neuem Karma mit der Maya verstricken und eine erneute Wiedergeburt nach sich ziehen.

Im Buddhismus wird dieser Vorgang in folgendem Bild dargestellt:

Der Weltling wird von einem körperlichen und einem geistigen Pfeil getroffen: Der erste führt zu einem schmerzlichen, körperlichen Gefühl; der zweite zu einem emotionalen, mentalen Gefühl (man macht sich Sorgen, jammert, trauert, ist psychisch verzweifelt). Der einzige „Schein-Ausweg“ ist dann, sich am Sinnenglück zu erfreuen und in den Sinnesgenuss zu flüchten, um das Widerstreben (den Hass) gegen die schmerzhaften Gefühle zu betäuben.

Der spirituell Entwickelte wird dagegen nur von einem Pfeil, nämlich dem körperlichen, getroffen. Er macht sich dann jedoch keine Sorgen, grämt sich nicht, jammert nicht, trauert nicht und ist auch nicht verzweifelt. Er ist sich bewusst, dass der Angriff nur auf der physischen Ebene stattfindet. Die anti-göttlichen Emotionen gelangen nicht in seinen Geist und seine Seele, so dass auch keine Flucht zu den Sinnenfreuden entsteht. Dadurch verliert der anti-göttliche Pfeil seine Wirksamkeit und fällt von dem Betroffenen wie von einer harten Mauer ab.

Bei dem Weltling sieht der Ausdruck einer anti-göttlichen Energie folgendermaßen aus:

  1. Gier:
    a)     Man empfindet Gier nach materiellen Besitztümern, Reichtum oder einer Partnerschaft.
    b)     Wird die Gier nicht erfüllt kommt es zu Lügen, Gewalt, Diebstahl, Vergewaltigung, Mord oder einem extrem geizigen, habsüchtigen Verhalten, um das Objekt der Begierde zu erhalten.
    c)      Dadurch verstrickt man sich in negativem Karma und einer neuen Wiedergeburt in dieser Ebene.

 

  1. Hass:
    a)     Man empfindet Hass auf bestimmte Personen oder Dinge.
    b)     Wird der Hass nicht erfüllt, wächst er in einem immer weiter, bis er zu übertriebener Eitelkeit, Hochmut, Herrsch- und Machtsucht (Selbstüberschätzung = Egoismus) wird, die Unterdrückung, Gewalt, Mord, Nachtragen, Geschwätz, rohe Rede und Übelwollen mit sich ziehen können. Oder es entsteht eine tiefe Depression (Minderwertigkeit), die schließlich im Suizid endet (damit würde man das von Gott gegebene Leben wegwerfen und sich der Lebensaufgabe entziehen; eine große karmische Sünde!)
    c)      Dadurch verstrickt man sich in negativem Karma und einer neuen Wiedergeburt in dieser Ebene.

 

  1. Verblendung:
    a)     Man befindet sich in einer polaren Sichtweise und verstrickt sich immer mehr im Irrglauben und der Illusion.
    b)     Wird die Verblendung nicht korrigiert, wächst sie in einem immer mehr, bis man fanatische, falsche Ansichten und Wertvorstellungen hat, die sich in Fanatismus, Dogmatismus, Rücksichtslosigkeit, Gewalt, Mord, Lügen und einem unrechten, unsittlichen Lebenswandel (Alkohol, Drogen, Völlerei, Wollust, Süchten) ausdrücken können.
    c)      Dadurch verstrickt man sich in negativem Karma und einer neuen Wiedergeburt in dieser Ebene.

Im übrigen hat die Größe des Egos, d.h. der anti-göttlichen Wurzeln des Übels, auch Auswirkungen auf Dein nächstes Leben. Wer im Augenblick seines Todes in einem Bewusstsein großer Gier ist, wird auch in seinem nächsten Leben überwiegend von Gier beherrscht, um sie zu lernen und zu beherrschen. Wer dagegen im Augenblick seines Todes frei von Gier ist, wird man auch im darauf folgenden Leben weitgehend in Gierlosigkeit leben und stattdessen versuchen die anderen Wurzeln (Hass und Verblendung) zu meistern.

Im umgekehrten Fall wird Dein heutiges Dasein vom Zustand Deiner Wurzeln des Übels (Ego) aus Deinem vorherigen Leben bestimmt. So kannst Du hier gut erkennen, welche Wurzeln Du im letzten Leben vernachlässigt hast und nun bearbeiten solltest.

Die Wurzeln des Übels (Ego) können nur durch ihren Gegenpol, nämlich die heilsamen, göttlichen Wurzeln (Gotteslicht-Pflanze) aufgehoben und entschärft werden. Eine vollständige Beherrschung oder Auflösung der Wurzeln des Übels ist auf keine andere Art und Weise möglich.

Für den normalen Menschen ist es in der Regel nicht ganz einfach, aus einer anti-göttlichen Emotion wie z.B. Gier, in den Gegenpol der Gierlosigkeit zu kommen. Stattdessen wird man von dieser anti-göttlichen Energie beherrscht und ist oft zu schwach, um sich dagegen auflehnen zu können. Doch gerade hier sind eiserne Stärke, Selbstdisziplin, Selbstbeherrschung, Ausdauer und Geduld notwendig. Sonst kommt es zu keiner Hinwendung zu den göttlichen Wurzeln.

Der Mystiker Paul Brunton schrieb dazu:

Wir müssen gegen unsere eigene Schwachheit ankämpfen. Der wirkliche Kampf des Lebens ist der Kampf des Menschen gegen sich selbst. Er wird am seltensten gekämpft, da er am meisten verlangt. Und doch ist er der einzige, den aufzunehmen es sich lohnt. Nichts Großes oder Hohes kann durch bloßes Wünschen errungen werden. Wer etwas bekommen möchte, muss erst bereit sein, zu geben – sich selbst zu geben.“

Im Buddhismus wird dieser Weg der Ego-Behrrschung der achtfältige Pfad genannt, der das Wesen vom anti-göttlichen Pol in den göttlichen Pol führt. Dadurch wird das Ego schrittweise besiegt, transformiert und gemeistert. Der achtfältige Pfad lautet:

  1. Rechte Erkenntnis von den drei bekannten anti-göttlichen Wurzeln (Gier, Hass, Verblendung) und den zwei unbekannten anti-göttlichen Wurzeln (Angst, Egoismus)
  2. Rechte Gesinnung von den drei bekannten göttlichen Wurzeln (Gierlosigkeit, Hasslosigkeit, Unverblendung) und den zwei unbekannten göttlichen Wurzeln (Angstlosigkeit, Selbstlosigkeit), deren Energiequalität man im Bewusstsein ausdehnt
  3. Rechte Rede von den göttlichen Wurzeln, die man in Worten ausdrückt
  4. Rechtes Handeln von den göttlichen Wurzeln, die man in Taten lebt
  5. Rechte Lebensführung mittels der göttlichen Wurzeln, nach denen man sein Leben ausrichtet
  6. Rechte Anstrengung, um immer wieder von den anti-göttlichen Wurzeln zu den göttlichen Wurzeln abzufallen
  7. Rechte Achtsamkeit, um nicht wieder für die anti-göttlichen Wurzeln und den Anti-Gott empfänglich und von ihnen beherrscht zu werden
  8. Rechte Sammlung, um auch in schwierigen Situationen die göttlichen Wurzeln in sich zu stärken und sich zu zentrieren (Schaffen eines göttlich neutralen Zentrums des Seelenfriedens in sich)

Sei Dir bewusst, dass der Ausstieg aus der 3. Dimension und der Aufstieg zu Gott AMA t nur durch die Überwindung Deines Egos und seiner Aspekte bzw. Wurzeln des Übels (Gier, Hass, Verblendung, Angst und Egoismus) erreicht werden kann. Dabei handelt es sich um einen inneren Umwandlungsprozess, der zunächst Schmerzen verursacht, am Ende aber zur vollständigen Genesung führt. Und das ist der einzige Weg, um eines Tages wieder in den Universumsgott aufsteigen zu können.

In Itivuttaka (Teil des buddhistischen Pali-Kanons), Nr. 68, steht geschrieben:

Wer Gier, Hass und Verblendung nicht aufgegeben hat, wird Maras’ (=Verkörperung des Todes und Bindung an die Sinnenwelt) Gefangener genannt, ist in Maras Fallen gefangen, dem Willen und dem Vergnügen des Bösen unterworfen. Wer aber Gier, Hass und Verblendung aufgegeben hat, ist nicht länger Maras Gefangener, ist befreit aus Maras Fallen, nicht länger dem Willen (des Egos) und dem Vergnügen des Bösen unterworfen.“

Jeder spirituelle Meister und jedes erleuchtete Seele-Geist-Wesen, das Gier, Hass und Verblendung abgelegt hat, hat den Ozean des Egos mit seinen Willen und Strudeln, Monstern und Dämonen überquert, ist zum anderen Ufer (Gottesbewusstsein) gelangt und steht dort auf sicherem Grund als wahrer Meister des Lichts.

Es liegt an jedem Seele-Geist-Wesen selbst, ob es für die göttlichen oder für die anti-göttlichen Wurzeln und ihre Energien empfänglich ist. Beide Seiten sind in ihm veranlagt. Das Wesen allein kann wählen, ob es den Weg zu Gott AMA (den Weg des Guten) oder den Weg zum Anti-Gott (Weg des Schlechten) gehen möchte. So kann wechselweise die eine oder die andere Auswirkung stärker in einem Wesen in Erscheinung treten. Gibt sich ein Mensch bösen Handlungen hin, so ist es der eigene Dämon (das Ego), der ihn überwältigt. Ebenso sind Glück und Freude eines Menschen von ihm selbst erwirkt und Folgen seiner vergangenen Taten gemäß der Wurzeln des Göttlichen.

Der spirituelle Meister Buddha bezeichnet die drei anti-göttlichen Wurzeln auch als Widersacher, die es zu bezwingen gilt. Er antwortete auf die Frage, ob er ein Zerstörer sei: „In einer Hinsicht, Siha, kann man von mir allerdings mit Recht behaupten, dass ich die Lehre mit zerstörerischer Absicht verkünde: ich lehre nämlich die Vernichtung von Gier, Hass und Verblendung, lehre die Vernichtung der mannigfaltigen, üblen, unheilsamen Zustände des Geistes.“

Weiter sagte Buddha: „Wenn der Geist bei Gier erregenden, Hass erregenden, Wahn erregenden und betörenden Dingen nicht giert, nicht hasst, nicht wähnt und nicht betört wird, dann wankt er nicht, bebt er nicht, erzittert er nicht, gerät er nicht in Furcht und verfällt nicht mehr den Meinungen Andersgesinnter.

Die Entwicklung eines göttlichen, spirituellen Bewusstseins ist die Grundlage für die Beherrschung des anti-göttlichen Pols und die Stärkung des göttlichen Pols in Dir. Es gibt fünf göttliche, spirituelle Fähigkeiten, die entfaltet werden sollten:

  1. Vertrauen auf Gott (dass er Dich führt, behütet und beschützt, und alles richtig ist, so wie es ist)
  2. Göttliche Weisheit (Erkenntnis der großen Zusammenhänge und der göttlichen Essenz, die hinter allem steht)
  3. Geistessammlung (Zentrierung im göttlichen Geist des Universumsgottes oder All-Geist-Gottes)
  4. Verbindung mit Gott AMA und Seinen Strahlen der Gottes-Liebe, des Lichts und des Friedens) und Stärkung Deiner Seele mit diesen Energiequalitäten
  5. Achtsamkeit/Neutralität (Wachsamkeit bei allem, was geschieht; Dich selbst und alles aus einer neutralen Sichtweise heraus beobachten)

Durch diese fünf göttlichen, spirituellen Fähigkeiten können die Wurzeln des Übels und das Ego in Dir mit der Zeit beherrscht werden, so dass Du nicht mehr mit den Energien des Anti-Gottes in Resonanz tritt und für ihn und seine Fremdbesetzungen auch nicht empfänglich ist.

Letztendlich sind die Wurzeln des Übels (Gier, Hass, Verblendung, Angst und Egoismus) nicht nur in der Seele jedes Geschöpfes, sondern auch in der gesamten Schöpfung vorhanden. Sie sollen die Wesen prüfen, wie stark ihre Gottesverbindung, Standhaftigkeit und Seelenstärke ist, und ob sie eines Tages den Weg zu Gott AMA wieder zurück finden (mit der leuchtenden Kerze bzw. dem Gotteslichtfunken ihrer Seele!) oder ob sie schon vorher den Versuchungen des Anti-Gottes erliegen und anti-göttlich werden (erloschene Kerze!). So arbeite an der Transformation Deiner Wurzeln des Übels und der Stärkung der Wurzeln des Göttlichen in Deiner Seele.