Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über die hermetische Ur-Religion, die Wurzel aller Religionen, berichten.

Die Weisen sagen: „Die Religionen sind nach ihren äußeren Formen verschieden, aber in ihren wesentlichen Grundlagen sind sie alle gleich. Und eben diese göttliche Grundlagen aller Religionen bilden gerade jene EINE wahre Religion, die allein in allen Zeitaltern allen Menschen angeboren ist und deren Anwendung die Menschen aus ihrem Ego-Leid zurück zu Gott und Seiner Liebe, Seinem Licht und Seinem Frieden führen kann.“

Das bedeutet: Jede Religion, in Gedanken gefasst, ist je nach Volk und Kulturkreis verschieden, aber ihre göttliche Wahrheit, niedergelegt und dargestellt in ihren ebenso verhüllenden wie enthüllenden Symbolen und Riten, ist überall die gleiche. Man kann sich die verschiedenen Religionen als unterschiedliche Wege vorstellen, die alle zu Gott AMA führen, aber eben auf verschiedenen Reiserouten, wo die Reisenden unterschiedliche Dinge erleben und Gebiete durchqueren.

Zu den Grundcharakteristika jeder Religion und Religiosität gehört die Erkenntnis des Geschöpfs bzw. des Menschen, dass es mächtigere Dinge in ihm, neben ihm und über ihm gibt, die er – obwohl sie sein Leben und Schicksal entscheidend beeinflussen und steuern – nicht beherrschen kann und darf, weswegen er ihnen dienen und sie verehren muss, um sein Seelenheil zu sichern und eines Tages zu dieser großen Quelle aller Dinge zurückkehren zu können. Diese Anerkennung einer höheren, transzendenten göttlichen Macht bzw. der Mächtigkeit Gottes sowie der Ohn-Macht und des Nicht-kontrollieren-Könnens von Seiten des Menschen ist das Wesen der Religion.

Jede Religion beinhaltet also das Anerkennen der eigenen Machtlosigkeit vor der Macht Gottes, wodurch erst der Zugang zur Quelle der Liebe, Freude und des Friedens in Gott möglich gemacht wird. Wer sich noch mit seinem Ego als unbesiegbar und unsterblich hält, verschließt sich vor dieser göttlichen Ebene allen Glücks, und erfährt oft erst im späteren Verlauf seines Lebens, sei es durch eine Krankheit oder einen Schicksalsschlag oder manchmal erst bei seinem Tod, dass er keinerlei Macht besitzt. Dann erst ergibt sich der Mensch der Allmacht Gottes und erkennt seinen eigenen Irrtum.

Die hermetische Lehre kann man auch als die EINE Religion der Religionen bezeichnen, die schon zu Lebzeiten im Menschen dieses Bewusstsein entwickeln möchte. Ähnlich dem Sufiusmus oder der Sikh-Bewegung vereint sie alle anderen Religionen und deren göttliche Wissens- und Weisheitsschätze in sich. Sie schließt nichts aus und verliert sich nicht im Dogma einer Religion, sondern verbindet alle Religionsschätze und Strukturen auf einer übergeordneten Ebene miteinander. Sie ist die wahre Ur-Religion von ALLEN Religionen.

Der Ursprung der hermetischen Lehre bzw. der Ur-Religion ist genauso alt wie die Begriffe von Weisheit und Reinheit, die zu allen Zeiten auf allen Planeten die Inspiration für hingebungsvolle Anbetung des Göttlichen EINEN in allen Religionen waren. Die Hermetik ist weder eine Sekte noch eine theologische Theorie. Sie ist eine offene Tür zur EINEN göttlichen Wahrheit aller Religionen im Herzzentrum des EINEN und eine Haltung aufrichtigster Sympathie und Verständnis gegenüber allen Glaubensrichtungen. Als Essenz aller religiösen Strukturen ist die Hermetik seit langer Zeit in der Geschichte aller Planeten und ihrer Bewohner bekannt. Der oberste und bekannteste Hermetiker ist der dreifache spirituelle Meister Hermes Trismegistos. Er hat die Hermetik aber nicht gegründet, sondern nur übernommen und weitergeführt, denn sie hat bereits vor ihm existiert als Strahl der allweisen Liebe Gottes.

Die hermetische Ur-Religion steht über dem Dogma einzelner Religionen. Denn die göttliche Wahrheit ist jenseits aller Grenzen und nicht nur mit einem einzigen Glaubensbekenntnis zu benennen. Es gibt so viele Beschreibungen der Weisheit Gottes, wie es Suchende auf dem Pfad gibt. Sobald jemand versucht, diesen Begriff zu definieren, wird er in das Labyrinth seiner eigenen, menschlichen Begrenzungen, Vorlieben und Abneigungen geraten und sich darin verirren.

Die Mannigfaltigkeit der religiösen Namen und Formen sind nichts anderes als Schleier, die das Phänomen des Ur-Geistes Gottes verhüllen, der sich auf allen Ebenen im Universum manifestiert. Dies erklärt, warum eines der großen Ideale der Hermetiker im Erwachen einer breiteren, grenzenlosen Weltanschauung besteht, mit tieferer Einsicht in die Missverständnisse, welche die Anhänger der verschiedenen kulturellen und religiösen Traditionen seit vielen Jahren trennen und in Unfrieden miteinander verstricken.

Alle Religionen sind in ihrem Ursprung Göttliche Inspiration, aber wie das Bild des Wassers sich verändert, wenn es in verschiedenfarbige Gläser gegossen wird, so nimmt die Göttliche Inspiration das Gedankenbild desjenigen an, der sie in menschlichen Gedanken zu formulieren versucht. Dann nennt man die eine Religion Christentum, die andere Islam, die nächste Hinduismus usw.

Diese wahre, göttliche Religion des neuen göttlichen Zeitalters wird auch als Religion der Herzen bezeichnet. Und da es viele Herzen gibt, gibt es auch viele religiöse Ideale, die aus ein und derselben Quelle stammen. Wenn die Tore zum Tempel des Herzens geöffnet sind, erwacht im Menschen Demut, weil er sich von Angesicht zu Angesicht mit dem lebendigen Aspekt Gottes in sich selbst befindet. Dann lösen sich alle starren religiösen Strukturen und Hindernisse auf.

Der Definition nach ist ein Hermetiker eine religiöse, spirituelle Seele, deren Wesen von bestehenden (kulturellen und religiösen) Theorien befreit ist, und die sich vollkommen bewusst ist, dass das Leben nicht notwendigerweise das ist, was man denkt es sei. Für einen normalen Menschen findet das Leben auf der Ebene der physischen Erfahrungen der 3D-Welt statt, auf der Ebene der Gedanken und Gefühle des Egos. Für den Hermetiker findet das Leben primär auf einer höheren Bewusstseinsebene statt, in der es keine Begrenzungen und keine Spekulation über das wahre Wesen Gottes gibt.

Ein Grundprinzip der hermetischen Lehre ist die Schulung des Egos auf dem dornigen Pfad, der mit einer falschen Identifikation und einem illusionären Bestreben verbunden ist und der ein Hindernis darstellt bei der Entdeckung der Göttlichen Gegenwart, die wie eine kostbare Perle im eigenen Herzen verborgen ist. Dazu gehört die Anstrengung, den eigenen Charakter zu einem Abbild der göttlichen Weisheit umzuformen und das Ego und seine alten Muster und Programme zu erlösen und loszulassen. .

Jeder Hermetiker strebt nach Weisheit. Weisheit führt in allen Aspekten des Lebens zur Erkenntnis. Durch Erkenntnis kann man sein Herz für die Lernlektionen des Lebens öffnen, die einen zu weiteren Weisheiten führen. Weisheit und Reinheit werden ständig in den Beziehungen zu anderen Menschen getestet und jeden Tag kann man aufs neue zeigen, ob man die erkannte Weisheit auch umsetzen und leben kann.

Die Ethik ist von essentieller Bedeutung auf dem spirituellen Pfad und in allen Religionen. Es ist das Ziel, das Herz und die ganze SGW- und Erden-Selbst-Persönlichkeit zu schulen und zu kultivieren. Die Ergebnisse dieser Schulung und Kultivierung der göttlichen Tugenden stärken im Wesen die Wurzeln des Göttlichen und Eigenschaften wie Respekt, Bescheidenheit, Nächstenliebe, Demut usw. und führen zu einer edlen, bewussten, göttlichen Persönlichkeit.

Der Hermetiker weiß, dass seine Seele ursprünglich rein war und Unreinheit nicht ertragen kann, ohne ruhelos und krank zu werden. Auch der göttliche Geist hat einen bestimmten, hohen Ton und einen harmonischen Rhythmus. Wenn er verstimmt und aus dem Rhythmus geraten ist, könnten ihm alles Geld und alle Schätze der Welt gegeben werden, ohne dass sie ihn heilen. Reinheit, Liebe und Frieden sind es, was jeden Menschen und sein Seele-Geist-Wesen gesund und glücklich machen.

Deshalb strebe danach, Dein Herz rein zu machen, zu halten und alles auszuräumen, was es verschmutzt. Dein Herz setzt „Rost“ an, wenn Du ihm erlaubst, sich Groll und Bosheit, Hass und Neid usw. hinzugeben. Dein Herz bedarf ständiger Aufmerksamkeit, damit es rein bleibt, denn das tägliche Leben in dieser Illusionswelt der Maya ist so beschaffen, dass es ständig, oft scheinbar unwichtige Dinge gibt, die Deinem Herzen schaden können. Allein Reinheit öffnet die Tore des Herzens zur Liebe Gottes und macht es weit, so dass Deine Schwingung in die höheren göttlichen Dimensionen ansteigt. Alles, was dieser Reinheit im Wege steht, verschließt gleichsam das Herz und macht es engherzig, so dass Deine Schwingung in die Dunkelheit der Minus-DImensionen abfällt.

Die bewussten Wesen, die rein im Herzen sind, können in die Tiefe von allem blicken, auch wenn sie wenig sagen. Es gibt keine Anmaßung bei ihnen. Was sie wissen, wissen sie; was sie nicht wissen, geben sie nicht vor zu wissen. Die Reinen schaffen Reinheit um sich. Ihre Gegenwart macht alles rein. So wie reines Wasser die beste Stärkung ist, so wirkt auch der Kontakt mit einem herzensreinen Menschen positiv auf Dich.

Neben Reinheit im Herzen spielt in der göttlichen, hermetischen Ur-Religion die Reinheit des Bewusstseins eine wichtige Rolle. Diese Reinigung besteht darin, dass Du Dein Bewusstsein von allen Gedanken und Eindrücken Deines Egos befreist, die wie Keime einer Krankheit in Dir vorhanden sind. Dazu gehört primär die Auflösung des Angst- und Hass-Bewusstseins, welches die wahren Seelen-Kräfte, die in Dir schlummern, schwächt und zersetzt. Dein Bewusstsein sollte stattdessen durch positive, harmonische Gedanken und Eindrücke genährt und gestärkt werden, die Liebe, Schönheit, Freude und Zufriedenheit in Dir hervorrufen, denn das ist das wahre Wesen Deiner Seele, ihr Ursprung und ihr Ziel.

Der „große Kampf“, den der Hermetiker führt, ist der Kampf gegen das eigene Ego, denn das Ego verhüllt das Licht der Seele. Hierin unterscheidet sich der Hermetiker  von einem normalen Menschen, in dessen Leben der Kampf gegen das Ego seiner Mitmenschen im Mittelpunkt steht. Während der Hermetiker, wenn er den Kampf gegen sein eigenes Ego gewinnt, einen ewigen Sieg erringt, gewinnt der normale Mensch nur einen vorübergehenden Sieg, weil er schon bald wieder einen neuen Kampf gegen ein neues Ego führen muss usw. Das Ziel des Hermetikers ist es, die Hüllen des Egos von seinem Seele-Geist-Wesen abzustreifen, damit er zu seiner wahren Natur und zu seinen wahren Seelenqualitäten gelangen kann.

Freundliches Verhalten wird in der Ur-Religion als Haupttugend betrachtet, denn die Weisen haben zu allen Zeiten großes Gewicht auf die Bildung einer edlen Persönlichkeit gelegt. Da in der Ur-Religion die Grundbasis der Liebe, Harmonie und Schönheit enthalten ist, ist es für jeden spirituellen oder religiösen Menschen von größter Bedeutung, dem in seiner Persönlichkeit Ausdruck zu verleihen.

Wisse: Alle Schönheit stammt von Gott ab, weswegen ein schönes Verhalten ein Ausdruck des Göttlichen ist. Wenn ein Mensch sich aber gegen schönes, edles, harmonisches, friedliches Verhalten sträubt, befindet er sich nicht auf dem richtigen Pfad. Der Hermetiker legt großen Wert auf ein „schönes“ und „gutes“ Verhalten. Es geht ihm aber um mehr als nur um „Gutsein“, sondern es geht ihm darum, Gott wohl zu gefallen. Wer aber stolz auf sein Gutsein ist, verwandelt seine göttliche Perlen in Kieselsteine. Wahres Gutsein, das aus einem reinen Herzen kommt und selbstlos und demütig ist, erzeugt hingegen göttliche Edelsteine.

Gemeinsames Beten und Meditieren verstärkt die edlen Eigenschaften im Menschen, kann Grenzen überwinden und eine wichtige Praxis des religiösen Friedens und der Einheit sein, weswegen es auch in der Hermetik praktiziert wird. Denn gemeinsames Beten oder Meditieren verbindet die Wesen nicht nur mit Gott AMA und der Einen Ur-Quelle von allem-was-ist, sondern auch miteinander, indem es eine edle, reine Gruppenenergie schafft. Es entsteht eine Verbindung, eine Art „unio mystica“ zwischen den Betenden und Meditierenden untereinander. Dabei erlebt der Teilnehmer folgendes: „Ich kann den Anderen – so fremd er mir bis zu diesem Augenblick des ersten gemeinsamen Gebetes gewesen sein mag – nicht länger als „Ungläubigen“ betrachten, sondern sehe ihn oder sie von nun an als Gott Gläubigen: wie er oder sie als betender Mensch neben und mit mir vor Gott steht, sich neigt und verbeugt. Wenn ich diesen Menschen ansehe, verwandelt er sich vor meinen Augen. Er oder sie ist nicht einfach mehr nur ein Mensch wie ich, sondern auch ein Gläubiger wie ich, ein Bittender, ein Hilfesuchender und Lobpreisender.“

Deshalb ist das gemeinsame Beten und Meditieren von Anhängern verschiedener Religionen ein wahrer Augen- und Herzensöffner und ein Mittel des Weltfriedens. Es öffnet Dich für die Erkenntnis, dass der Andere nicht irgendein Gläubiger ist, sondern Dein  Bruder, Deine Schwester. Das gemeinsame Gebet und die gemeinsame Meditation ist eine Brücke zur Glaubenswelt, sogar zum Herzen des Anderen, und zur Quelle aller Religionen und Weisheiten in Gott AMA. Durch das gemeinsame Stehen, Sitzen oder Knien vor Gott sowie den abschließenden Friedens- und Segensgruß löst sich jede Entfeindung und Befremdung auf. Gott vereint in der Ur-Wurzel aller Religionen alle Menschen auf allen Planeten im Universum gleichsam miteinander, so dass sich am Ende jegliche religiösen Differenzierungen und Abgrenzungen auflösen und zu einer neuen Struktur der EINEN Liebe, des EINEN Lichts und des EINEN Friedens miteinander verbinden. Das ist das Ziel der hermetischen Lehre.