86. Weisheitsperle: Die göttliche Kleidung

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über die Wirkung der Kleidung auf Körper, Seele-Geist-Wesen und Ego berichten und weswegen eine reine Mode so wichtig für die spirituelle Entwicklung ist.

Nachfolgend wird die Rede des spirituellen Meisters Saint Germain gegeben, die dieser vor dem Kreis seiner Eingeweihten in Paris im Jahre 1922 gehalten hat. Sie wurde von Saint Germain mit aktuellen Ergänzungen versehen, sowie es der heutigen Entwicklung der Mode angebracht ist.

„Meine sehr verehrten Ordens-Brüder und Ordens-Schwestern, ich grüße Sie zum heutigen Jahrestreffen unserer Gemeinschaft. Ich möchte meine heutige Rede zum Anlass zu nehmen, um über die Kleidung des Menschen zu sprechen.

In jüngster Zeit haben sich insbesondere in Bezug auf die Kleidermode besondere Spannungen zwischen Gesellschaftssitten und göttlichem Gesetz ergeben. Diese Gegensätze sind nicht auf ein Land beschränkt; sie sind international und mittlerweile überall zu sehen. Die alte wie die neue Welt kennt sie; sie finden sich in allen Gesellschaftskreisen. Bei der Kleidung, die mit dem Leben des Menschen eng verbunden ist, da sie Ausdruck und Kleid seines göttlichen Seele-Geist-Wesens darstellt, besteht besonders die Gefahr, dass durch sie das Ego gestärkt und die niederen Todsünden und Wurzeln des Übels angefacht werden. So wird die Mode zu einem Mittel der anti-göttlichen Seite, um die Menschen zu Unsittlichkeit und Untugendhaftigkeit zu verführen. Als treue Bewahrer wahrer Reinheit müssen wir als göttliche Mitarbeiter nun unsere Stimme erheben, um den Auswüchsen entgegenzutreten.

Zuerst möchte ich über den Ursprung und Zweck der Kleidung sprechen, um die Frage nach der zulässigen Art der Kleidung zu lösen.

Neben vielen anderen heiligen Büchern, deren Wissen heute überwiegend in Vergessenheit geraten ist, gibt die bekannte christliche Bibel auf ihrer ersten Seite die Geschichte der Entstehung der Kleidung an. „Sie erkannten, dass sie nackt waren.“ Dies ist ein wichtiger Ausspruch! Er bedeutet zum einen: Alle Menschen werden ohne Kleidung geboren. Kein Baby kommt in einem Kleidchen zur Welt! Die Kleidung ist also etwas erst nachträglich vom Menschen Hinzugefügtes.

Zum anderen bedeutet dieser Ausspruch in der Bibel: Der gestörte Einklang im Seelenleben des ersten Menschen, das Erwachen einer Sinnlichkeit seines Egos und seines Körpers, die nicht unter der Herrschaft seines göttlichen Seele-Geist-Wesens stand, war der hauptsächlichste Grund für das erste Menschenpaar, sich zu bedecken.

Schutz der Schamhaftigkeit ist also der erste Zweck der Kleidung. Deswegen kleidet man das Neugeborene in Stoffe, deswegen zeigt man sich nicht in der Öffentlichkeit nackt. Das Schamgefühl ist dabei nicht etwas Anerzogenes und nicht ein Kulturprodukt, auch wenn es sich im Aufstieg und Fall einer Kultur manifestiert und wandelt. Das Schamgefühl wohnt dem inkarnierten Seele-Geist-Wesen inne und sichert diesem die Vorherrschaft im Körper gegenüber den niederen Ego-Regungen der Sinnlichkeit, sowie den Todsünden der Wollust und der Gier, die dem höheren Willen nicht gehorchen wollen.

Gemäß dem Satz der alten Weisen: „Ich fühle ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das dem Gesetze des Geistes widerstreitet.“

Seid Euch bewusst: Völlige Harmonie zwischen Ego und Seele-Geist-Wesen kann im irdischen Körper nur schwer hergestellt werden. Das Schicksal des Menschen ist ein ewig währender Kampf in der eigenen Brust, ein Kampf zwischen Körper, Ego und Ego, zwischen Sinnlichkeit und Geist. Es kann sein, dass das Seele-Geist-Wesen in diesem Kampfe zu Hilfsmitteln greift, die ungeeignet sind, nach Schwertern langt, die, weil allzu scharf, leicht zerkratzt werden. Öfter aber noch verleitet das Ego und seine Sinnlichkeit das Seele-Geist-Wesen zu Zugeständnissen, die dieses zum Sklaven des Egos und der niederen 3D-Welt zu machen drohen.

Prüderie und Laxismus [Anmerkung: die Handlung auch dann für erlaubt halten, wenn die Wahrscheinlichkeit, dass sie in moralischer Hinsicht erlaubt sein könnte, sehr gering ist] sind die zwei Klippen, zwischen denen die reine, göttliche Sitte und Tugendhaftigkeit ihre Bahn finden muss, nicht nur zur Gewissensberuhigung des einzelnen Menschen, sondern auch, um der spirituellen Entwicklung des Einzelnen und der göttlichen Gesetze willen, an die sich jedes Geschöpf halten muss.

Das Problem heutzutage ist, dass die Menschen entweder auf die Seite der Prüderie oder auf die Seite des Laxismus kippen. Ihnen fehlt eine goldene Mitte. Die Prüderie sieht in Dingen, Kleidung und Menschen Anlass zur Sünde, die es normalerweise nicht sind. Sie kommt aus einem überängstlichen, ungenügend bewussten Gewissen, das sich fürchtet dunkel und schmutzig zu werden. Sie kann aber auch aus krankhafter, zwanghafter Reinlichkeit des weißen Egos kommen. Sie ist mit Bedenklichkeit und Angst vor Verantwortung eng verbunden. Die Prüderie kann aber ihren Ursprung auch in falschem Stolz haben, in dem Gefühl: „Gott, ich danke dir, dass ich nicht bin wie dieser Mensch da!“ So kann Prüderie selbst zu einer Todsünde werden, die ihren wahren Zweck der Reinheit, Ego-Meisterschaft und Tugendhaftigkeit verfehlt und ein Zuviel an Schamgefühl weniger verderblich findet als ein Zuwenig.

Jedes Wesen sollte bei der Sittlichkeit die goldene Mitte wählen und die Tugend des Maßes hoch halten. Der Übergang von wahrem Schamgefühl zur Prüderie ist nicht immer leicht zu erkennen, weil sich die Anschauungen über ein und dieselbe Sache mit der Zeit ändern und nicht das Urteil der Einzelpersönlichkeit in Betracht kommt, sondern genauso sehr das Urteil der Umwelt und der Mitmenschen. Die Frage, wie wirkt meine Handlungsweise auf andere, darf ich bei meinem Verhalten, soweit es die Öffentlichkeit betrifft, nicht außer Acht lassen. Nicht umsonst hat der spirituelle Meister Jesus Christus ausgerufen: „Wehe der Welt mit ihrer Verführung! Es muss zwar Verführung geben; doch wehe dem Menschen, der sie verschuldet.“ (Mt 18,7)

Aber nicht nur diese negative Seite von zu viel Sittlichkeit und übertriebener Tugendhaftigkeit ist zu beachten. Für den spirituell Strebenden und doppelt so sehr für den göttlichen Mitarbeiter gehört es, sich zu fragen: Wie nähere ich mich dem göttlichen Ideal der spirituellen Meister und Engel an, wie kann ich durch mein Beispiel diesem Ideal auch in anderen Kreisen Ausdruck und Geltung verschaffen?

Der in der Gesellschaft lebende bewusste spirituelle Mensch, und ganz besonders der göttliche Mitarbeiter, hat nicht nur nach fremden 3D-Mustern in sich zu suchen, die ihm sein Ego oder seine nächsten Umgebung aufgepfropft haben sondern er muss sich bewusst bleiben, dass vielen anderen Menschen, gerade außerhalb seines spirituellen Kreises, sein Verhalten Anlass zur Seelen-Förderung oder zum Seelen-Schaden sein kann.

Nun zurück zur Kleidung, der Bedeckung der inkarnierten Seele, die in Farbe und Form Ausdruck ihrer Seeleneigenschaften sein sollte. Ein außerplanetarisches Wesen wird eine andere Kleidung als ein Hüter der Erde wählen, ein anti-göttliches Wesen andere Kleidung als ein göttliches Wesen. Man kann also für die Kleidung des Menschen auf der Erde nicht Regeln festlegen, die für alle Menschen, für alle Zonen und für alle Zeiten gelten. Hygienische Erfordernisse wechseln, die Anschauung über das Angebrachte, das Ästhetische, über soziale und seelische Unterschiede. Eine Normal-Ideal-Kleidung gibt es nicht und kann es wohl nicht geben, auch wenn manche Bekleidungsfirmen heute den Menschen  einreden wollen, dass es die universelle Einheitsbürgerkleidung aus Hose und Hemd geben würde und diese sogar nötig wäre. Dabei wird nicht erkannt, dass die Kleidung individuell sein muss, um die verschiedenen Strukturen voneinander zu unterscheiden und jedem Menschen das Recht auf den Ausdruck seiner Persönlichkeit zu geben. Ansonsten wird der Mensch durch eine einheitliche Kleidung, die ihm als Mode verkauft wird, gleichsam kastriert und seiner Freiheit und Grundrechte beraubt.

Ich gehe hier sogar so weit zu behaupten, dass jeder bewusste Mensch sich seine Kleidung selbst schneidern oder schneidern lassen sollte, denn nur er weiß, was seiner Struktur und Schwingung angemessen ist. Maßenangefertige Kleidung, die nach den Modeschablonen großer Firmen angefertigt wurde, kann diese Bedürfnisse des Menschen nicht befriedigen, weswegen er sein ganzes Leben auf der Suche nach neuer Kleidung ist und diese immer wieder wegwerfen muss, da er doch das Gesuchte nicht gefunden hat.

Zur Unterscheidung zwischen göttlich Zulässigem und göttlich Verwerflichem in der Kleidung kann zudem die Unterscheidung zwischen dem Begriff der Nacktheit beitragen. Im Süden, vor allem in den Tropen oder auch in freizügigen westlichen Ländern wird so manche Kleidung bei den Bewohnern als sittlich einwandfrei gelten, d.h. „nuditas simplex“, weil man aufgrund der Hitze oder der westlichen Kultur allgemein wenig Kleidung trägt. Im Norden oder in muslimischen Ländern wird schon ein viel Weniger von Nacktheit unzulässig sein, weil hier der Eindruck der Enthüllung, Entblößung, „nuditas affectata“, mit sexuellem Einschlag gegeben ist. Dieser Grundsatz leistet bei der Beurteilung der Mode und ganz besonders bei der Beurteilung neuer Moden seine Dienste. Leider wird er in der Praxis vielfach zu wenig beachtet.

Hier kommen wir zu der Frage: Was ist Mode? Woher stammt sie?

Die Mode im heutigen Sinne ist die rasch wechselnde, allgemein Geltung und Ego-Ansehen begehrende Kleider-Tracht der vorherrschenden 3D-Kultur und der Menschen. Sie ist primär nach der französischen Revolution aufgekommen als eine Folge der völligen Auflösung des alten Ständestaates. Mit dem Aufhören der Stände im eigentlichen Sinne mussten auch die alten ständischen Trachten schwinden, die die Träger als Mitglied eines Standes auswiesen. Zwar hatte es auch beim Adligen, beim Priester, beim Bürger, beim Bauern ein Element des Wechsels in der Kleidung gegeben; es war aber ein allmählicher und der Notwendigkeit angepasster Wechsel.

Man kann auch sagen, dass in früheren Zeiten in dem raschen Wechsel, der zum Wesen der Mode gehört, der Versuch der höheren Schichten lag, sich abzusondern und diese die Mode wechselten, sobald sie Allgemeingut geworden war. Durch die Industrialisierung der Kleidererzeugung und durch die Verbilligung der Kleidung sind heute auch die unteren Schichten in der Lage, in viel höherem Maße als früher, sich jeder Mode in kürzester Zeit anzupassen. Die soziale Schichtung, aber auch die Unterscheidung der weltlichen und geistigen Gruppen, hat früher ihren sichtbaren Ausdruck in der ständischen Tracht gefunden; ein Ersatz für die verloren gegangene ständische Tracht oder die Tracht einer spirituellen Ordensgemeinschaft ist nunmehr die 3D-Mode und zwar immer die neueste Mode.

Der Wechsel der Mode, der sie neben ihrer allgemeinen Gültigkeit von der Tracht unterscheidet, ist nicht an und für sich zu verurteilen, wenn auch hier ein vernünftiges Maß eingehalten wird. Alle paar Monate eine neue Mode auf den Markt zu bringen, die die Menschen kaufen müssen, ist mehr als unsinnig. Dieser Wechsel dient neben der Gier der Mode-Produzenten nach neuen Einnahmen, auch der ständigen Erregung der Sinnlichkeit der Käufer. So wird die Mode zur Lebensbeschäftigung, ja sogar zum Lebensinhalt, und der Träger zum Mode-Süchtigen.

Die heutige Mode beinhaltet vielfach solche niederen Neigungen der Gier und der Kaufsucht und kennt auch keine Tabus mehr, gerade was die Wurzel der Wollust betrifft. Die meiste 3D-Mode geht von dem Bestreben aus, dem anderen Geschlecht zu gefallen und die eigenen geschlechtsbezogenen Merkmale aufreizend zur Schau zu stellen. Dabei sollte jeder spirituell bewusste Mensch ein Interesse daran haben, dass sich auch in seiner Kleidung seine edle, spirituelle und reine Persönlichkeit ausprägt, und nicht sein niederes Ego.

Die heutige Mode neigt zu einer Kleidung die durch keine berechtigte Erwägung weder durch die Gesundheit, noch die Ästhetik gefordert wird. Ganz besonders zeigt sich diese negative Entwicklung durch das Tragen von Unterwäsche ähnlicher Alltagskleidung wie knappen Hosen und Röcken, bauchfreien Tops und hautengen Oberteilen, die mehr zeigen als dass sie verdecken. Gerade Frauen werden dadurch zum Sexualobjekt der Männer, ohne dass sie sich dessen bewusst sind. Sie glauben sich modern und emanzipiert zu kleiden und spielen doch der sexuellen Gier der Männer nur in die Hände, indem sie mit ihrer Kleidung bzw. Nicht-Kleidung an jedem Ort und zu jeder Zeit deren sexuelle Phantasie anregen. Auch Männer kleiden sich mit hautengen Jeans oder freiem Oberkörper gezielt freizügig. Oft sieht diese knappe Bekleidung alles andere als schön aus, insbesondere wenn der Träger einige Pfunde zu viel auf den Rippen hat, wodurch er sich mit dem Tragen solcher Kleidung nicht nur lächerlich macht, sondern selbst erniedrigt.

Mit vollem Recht ist immer wieder von spirituellen Lehrern betont worden, dass eine solche Kleidung nicht als wahre Kleidung angesehen werden kann. Hier sollte der Grundsatz allgemein befolgt werden, dass nichts halb verhüllt gezeigt werden dürfe, was ganz entblößt anstößig oder hässlich erscheint. Die spirituellen Menschen haben die Pflicht, Kleidungen solcher Art auszuschließen. Sie sollen sich nicht den Vorschriften der 3D-Mode nach noch mehr Haut, Gier und sexueller Aufreizung fügen.

Auch die vielen dunklen, synthetischen oder schwarzen Farben der 3D-Mode mit ihren oft niederen oder anti-göttlichen Aufdrucken, Symbolen und Sprüchen sind ein Problem für die Aura des Menschen, da sie diese verunreinigen, trüben und blockieren. Weiße Kleidung oder pflanzengefärbte Kleidung ist zweifellos immer noch die reinste und beste Kleidungshülle für das Seele-Geist-Wesen. Pflanzenfarben stärken zudem das Erden-Selbst und die Naturverbindung des Menschen.

Ebenso sollte auf die Natürlichkeit und Reinheit des Stoffes Wert gelegen, damit der Körper nicht durch dessen Giftstoffe vergiftet wird. Kunststoffe blockieren nicht nur die Sauerstoffzufuhr und natürliche Atmung der Haut, sondern auch den Energiefluss der Chakren. Pflanzlicher Leinen-, Hanf- oder Baumwollkleidung, möglichst aus biologischem Anbau, ist hier der Vorzug zu geben. Bei tierischen Stoffen wie Wolle oder Seide sollte auf gewaltfreie, natürliche und chemiefreie Produktion geachtet werden, um sich kein Karma aufzuladen.

Sehr zu bedauern ist es auch, dass sich die Grenzlinien zwischen Stände-Kleidung, Festtags-Kleidung und der niederen 3D-Alltags-Mode immer mehr verwischen. Früher hatte die Gesellschaft mit ihren verschiedenen Gruppierungen mit berechtigtem, reinem Stolz danach gestrebt, auch äußerlich als solche kenntlich zu sein. Dies galt auch für festliche Veranstaltungen. Nunmehr nimmt eine frivole Tendenz überhand, die es den weiblichen und männlichen Prostituierten der Gesellschaft an Extravaganz und Laszivität gleichzutun.

Dabei hat die Kleidung auch eine soziale Aufgabe. Sie unterscheidet sich nach Ständen (im weiteren Sinne) und soll Stände, Menschen und Gruppierungen (auch geistiger und seelischer Art) unterscheiden. Jeder sollte bedenken, dass wahre Vornehmlichkeit und Tugendhaftigkeit in der Einfachheit liegt. Das Auffallen-wollen verrät einen Mangel an Würde und Demut. Die höchste Eleganz besteht in einer gewissen Selbstverständlichkeit der Kleidung, in deren so völliger Angemessenheit, dass sie mit der Persönlichkeit und der Seele vollständig zu einem Sein verschmilzt. Die Kleidung soll auch der Vermögenslage der einzelnen Familie angemessen sein und niemand sollte sich für Kleidung verschulden müssen. Die Kleidung ist für den Reichen eine andere, als die für den Minderbemittelten. Bei allen aber sollte die Bescheidenheit und die Würde im Vordergrund stehen. Niemals sollte der Erwerb oder der Konsum zur Kleidung zum Mittelpunkt des Wirtschaftens, der Freizeit und Lebens werden.

Die Kleidung unterscheidet sich zudem nach den Geschlechtern, was nicht ohne Grund der Fall ist. Röcke und Kleider verbinden die Frauen als Hüterinnen der Erdenkräfte direkt mit dem Herz der Erde. Durch Hosen werden sie von dieser weiblichen Quelle ihrer Kraft und Weisheit abgeschnitten und ihr Chakren-Fluss blockiert. Das jüdische Gesetz erachtete deshalb nicht umsonst die Vertauschung der Frauenkleider gegen Männerkleidung als ein todwürdiges Verbrechen. Den Männern fehlt diese Erdverbindung, weswegen sie diese nicht bewusst herstellen können. Dennoch haben Bodenlange Kutten oder Roben durchaus eine positive Wirkung auf den Mann, da sie dessen sexuelle Energie vermindern und seine weibliche Seite stärken.

Im dunklen, männlichen Zeitalter von L’Egoland sind starre Hosen, d.h. zweiteilige Beinkleider die Regel. Sie wurden von der anti-göttlichen Seite eingeführt, um die unteren Chakren, besonders das Wurzel-Chakra und Erdtor-Chakra, zu blockieren und den Menschen von seinem Erden-Selbst zu trennen. Dies ist besonders fatal, wenn diese zu eng und einschnürend auf die unteren Chakren wirken.

Dies mag für viele Menschen unverständlich sein, ja geradezu empörend, da Hosen als Zeichen der Emanzipierung der Frau angesehen werden, wofür sie noch stolz sein sollte. Dabei sollten wir uns vor Augen bringen, dass erst die Übernahme männlicher Berufe durch die Frau in den letzten Jahrzehnten diese Vermännlichung ihrer Kleidung mit sich gebracht hat, weil sie sich unwissentlich als Mann verkleiden musste, um im Patriarchat von L’Egoland akzeptiert zu werden und erfolgreich zu sein. Darin ist nicht nur eine  Verfallserscheinung der weiblichen Magie zu erkennen, sondern auch eine verborgene Erniedrigung der Frau, der keine weibliche Kleidung wie Röcke und Kleider mehr zugestanden wird, außer in kurzem, knielangen Schnitt. Dass aber nur bodenlange Röcke und Kleider die Verbindung zu Erde herstellen, weswegen z.B. bei jedem magischen Ritual oder jeder göttlichen Zeremonie Kutten oder lange Kleider verwendet werden, wird hier bewusst übergangen. Nicht umsonst werden die Engel seit jeher in bodenlangen, reinlich weißen Gewändern abgebildet. Oder haben Sie schon einmal einen Engel in Hosen oder modischer 3D-Kleidung gesehen?

Gleichzeitig wird durch heutzutage fehlende Kopfbedeckungen wie Hüte, die zur „Behütung“ des Hauptes und der Verbindung zum Himmels-Selbst dienen, das Kronen-Chakra nicht geschützt, wodurch das Wesen leichter angegriffen werden kann. So ist es nicht verwunderlich, dass es vielen Menschen an fehlender SGW-Präsenz mangelt, da sie weder mit ihrem Himmels-Selbst noch mit ihrem Erden-Selbst richtig verbunden sind und gleichsam wie Betrunkene durch ihr Leben torkeln.

Ein weiterer Hauptzweck der menschlichen Kleidung ist der gesundheitliche. Die Kleidung soll den menschlichen Körper vor der Witterung, vor Kälte und Feuchtigkeit schützen und vor Krankheit bewahren. Viel ist schon von der Mode dagegen gesündigt worden. Ich erinnere an die Verunstaltung des weiblichen Körpers durch das Korsett. Heute werden, ob Sommer oder Winter, bauchfreie oder weit ausgeschnittene Oberteile getragen, die leicht zu Erkältungen und Entzündungen führen.

Mit Recht verfolgt die Kleidung neben dem seelischen und körperlichen auch einen ästhetischen Zweck. Die Kleidung soll ansprechend sein, die Mode soll die Gesetze des Schönen achten, auch das Kulturelement der göttlichen Schönheit. Wie oft wird durch die 3D-Mode durch kritiklose Übernahme bestimmter, unschöner Modeformen hingegen verstoßen. Die Kleidung soll edel sein und das Edle im Menschen hervorbringen. Sie soll aus ihm eine „Lady“ oder einen „Gentleman“ machen, gemäß seinem göttlichen Seelenwert. Sehr oft macht aber die heutige Ego-Mode aus den Menschen genau das Gegenteil, nämlich einen niederen Menschen, was seinen göttlichen Seelenwert schmälert.

Der heilige Franz von Sales hat in seiner Philothea [„Anleitung zum frommen Leben“] auf diesen Zweck mit Nachdruck hingewiesen und hat betont, dass Nachlässigkeit und Niedrigkeit in der Kleidung durchaus keine Tugend sei; ja er sagt ausdrücklich: „Was mich anlangt, so möchte ich, dass meine Seelenkinder, ob Mann, ob Frau, die bestangezogenen und edelsten in ihrem Kreise, aber die wenigst prunkvollen und herausgeputzten, dass sie, wie es im Buch der Sprüche heißt, mit Anmut, Anstand und Würde geziert seien.“[…]

So schau einmal in Deinen Kleiderschrank und überlege Dir, welche Kleidung wirklich Ausdruck Deiner göttlichen Seele und Deines Seelenwertes ist und zu Dir in Farbe, Form und Material passt.

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