Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

 
Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über das Werk Gottes, das Geschenk des göttlichen Lebens und die Liebe zu Eurem Schöpfer berichten.

Der Charakter Gottes ist die Vollkommenheit. Alles, was in dem Begriff „Göttlich“ enthalten ist, wie Unveränderlichkeit, Weisheit, Gerechtigkeit, Güte und Liebe müssen Gott in höchstem Maße zugeschrieben werden und machen erst Seinen gesamten Charakter aus. Wie bereits der heilige Thomas von Aquin sagte: „Gott ist allein vollkommen freigebig, weil Er allein, nicht um Seines Nutzens willen, sondern um Seiner Güte willen handelt.“

Diese Aussage ist von höchster Wichtigkeit für die ganze göttliche Lehre. Gott war bereits voll Liebe und Güte, ehe Er das Universum geschaffen hat, und Seine absolute Güte und Liebe erzeugten in sich die göttliche Ur-Dreifaltigkeit von Geist, Licht und Bewusstsein. Diese drei Ur-Energien sind die Ur-Basis der gesamten Schöpfung. Er schuf dabei das Universum durch eine freie Bewegung Seines Herzens und nicht aus Notwendigkeit. Er machte es ohne Aussicht auf Dank, ohne Antrieb des Eigennutzes, ohne Zwang der Pflicht, ohne den Reiz der Anbetung, sondern zu dem alleinigen Zweck Seine göttliche Liebe auszudrücken durch die Mitteilung des Lebens, d.h. um Geschöpfe zu schaffen, die Seine Liebe erfahren und sich in Seiner Liebe entwickeln dürfen.

Gott hat die Welt durchaus auch zu Seiner Ehre erschaffen. Die innere Ehre Gottes besteht in Seiner unendlichen Vollkommenheit. Seine äußere Ehre besteht darin, dass er von freien geistigen Wesen, Seinen Geschöpfen, erkannt und geliebt wird. So besteht kein Zweifel darin, dass Gott den Seele-Geist-Wesen das Dasein gegeben hat, damit Er von ihnen erkannt und geliebt wird. Jedoch zwingt er Seine Geschöpfe nicht dazu, IHN zu lieben, sondern stellt es jedem einzelnen Wesen frei. Entsprechend seiner Entscheidung schwingt das Wesen dann in der Gottferne oder der Gottnähe.

Das gesamte Universum hat Gott als Ursache und ist das Werk Seiner höheren Erkenntnis und Macht. Gott existiert sowohl in der Stärke als auch in der Schwäche der Natur. Daher kann man zu Recht über IHN sagen: „Der Ewige ist Sein Name, die Welt ist Sein Werk!“

Es ist eine beachtenswerte Sache, dass selbst die Philosophen der Antike, welche an die Ewigkeit der Materie geglaubt haben, wie Plato, dennoch nicht umhin konnten, in der Gesamtheit aller sichtbaren Dinge den Charakter eines geschaffenen Werkes zu erkennen, und sie nannten Gott den großen Baumeister des Universums. Denn das Universum trägt die auffallenden Zeichen Seiner persönlichen Macht in sich und wird es bis zum Ende in sich haben, weil die Idee der Schöpfung allein Gott entsprungen ist und alles Geschaffene von IHM gebildet und berührt wurde.

Der erste Satz der Bibel lautet deshalb zu Recht: „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.“ Welche Einfachheit und welche Schlichtheit ist in diesen Worten enthalten! Der Prophet Moses rechtfertigt in seinen Schriften nicht einmal das Dasein Gottes. Er nennt IHN und definiert IHN durch Seine Handlung, die uns zugleich das Universum erklärt. Das Universum ist nicht ewig, es ist auch kein Ausdruck der göttlichen Ur-Substanz, die immer besteht. Es ist vielmehr gemacht worden und zwar GEMACHT, nach der ganzen Stärke der Bedeutung dieses Wortes, durch einen bloßen Akt des göttlichen Willens von Gott AMA.

„Gott sprach und Alles war gemacht.“ Das ist der Ausspruch Davids und das ist die Wahrheit, welche der Mensch mit seinem Ego nicht entdecken konnte. Erst die spirituellen Meister zeigten ihm diese Weisheit. Der Mensch erkannte sie selbst nicht, obgleich diese Wahrheit der Schlüssel zu Allem ist, und wenn sie ihm doch offenbart worden ist, hat er sie als eine unbegreifliche Erfindung von sich gestoßen. Was ist davon zu halten, dass alles Seiende durch einen Akt des Willens von Gott AMA geschaffen wurde?

Der Mensch handelt, aber immer nur mit einer vor seiner Handlung bestehenden Energie. Er bringt etwas hervor, aber immer nur einfache Veränderungen an einem materiellen Gegenstand, der schon vorher war und von Gott in erster Instanz erschaffen worden war. Die Schöpfung Gottes geht in große Tiefen und bezieht sich letztendlich auf alles Seiende. Mit nur einem Wort kann Er eine Idee gebären und den Verzweifelten zur Lösung führen.

Das Ego bemerkt im Laufe seines Lebens seine Unmöglichkeit an der Schöpfung wirklich etwas zu bewegen und zu verändern. So kann der Mensch gar nicht anders als nur auf einer einzigen Straße gehen, die ihm noch offen bleibt, und zwar der Straße, deren Weg schon vorgegeben ist und wo er nur zwischen Licht und Dunkelheit, Annehmen und Ablehnen des göttlichen Schicksals wählen kann.

Die meisten Menschen können mit dem Wort Schöpfung gar keine Vorstellung mehr verbinden. Was verstehst Du unter dem Begriff Schöpfung? Was bedeutet für Dich der Ausspruch „Fiat!“ (Es werde!)? Bist Du Dir des mächtigen Geheimnisses Deiner Schöpfung und der Schöpfung aller Geschöpfe bewusst?

Der Grund und Zweck der Schöpfung der gesamten Welt kann nur in dem freien, bedürfnislosen Willen Gottes gefunden werden. Er liegt nicht, wie bei dem menschlichen Ego-Willen, in dem Bedürfnis, im Außen eine Stütze seines 3D-Lebens und seines Ego-Glücks zu finden, denn Gott allein ist der in sich Allerglücklichste und braucht nichts und niemanden, um glücklich zu sei. Der Sinn der Schöpfung sollte auch nicht in der Pflicht liegen, denn Gott war und ist frei in Seiner Tätigkeit. Er wurde von niemanden zu Seiner Schöpfung und Seinem Werk gezwungen, sondern hat aus freien Dingen geschaffen, weil Er es wollte und Es Seinem Willen entsprach.

Selbst die Leere des Nichts, die viele als Ur-Element der Schöpfung betrachten, hat keine wirkliche Realität und folglich auch keine Wahrheit. So kann sie nicht der Verfasser der Schöpfung sein, sondern nur die Leinwand, auf der Gott gemalt hat. Dabei hat sich Gott die reine, freie, unabhängige Liebe und Güte zu Nutze gemacht, die der Grund der Weltschöpfung sind.

Gott will durch Seine Schöpfung, dass Seine innere, unumschränkte, von allen äußeren Dingen unabhängige Vollkommenheit von seinen Geschöpfen erkannt, geehrt und geliebt wird. Durch jene Erkenntnis und Liebe erfreut sollen Seine Geschöpfe in den glückseligen Zustand in Seinem Herzzentrum erhoben werden, wo allein die Ehre Gottes vorherrschend ist. Das ist der Zweck der Schöpfung der gesamten Welt.

Die anti-göttliche Seite mit ihrem Ego dagegen wendet ein, dass die Liebe und Güte Gottes niemals der Beweggrund der Schöpfung sein könne. Es könne nicht einmal die Gerechtigkeit der Beweggrund der Schöpfung sein, weil so viel Leid in der Welt geschehen würde, was einem Universum der Liebe und des Glücks zuwider laufen würde. Die Menschen würden mehr Leid als Wohltaten erfahren.

Dieser Einwand hätte durchaus seine Berechtigung, wenn das irdische Leben das wahre Leben wäre. Es ist aber nur der mühevolle Prüfungsweg zu einem besseren, jenseitigen und feinstofflichen Leben. Auch die irdischen Leiden enthalten für den spirituellen Schüler, der Gott liebt, etwas Süßes und sind nur dem ungläubigen Egoisten eine harte Bürde.

Gott sah bereits am Anbeginn der Schöpfung voraus, dass eine Menge, ja dass der größte Teil Seiner Geschöpfe die Prüfungszeit nicht bestehen und auf ewig in die Finsternis der Minus-Dimensionen abfallen würden. Deswegen schickt Er unentwegt Seinen Geschöpfen Seine Strahlen der Liebe und Güte, um ihnen bei ihrer Wandlung zu helfen und ihnen beizustehen. Er lässt sie nicht im Stich und hilft ihnen durch Seine Engel, spirituellen Meister und göttlichen Mitarbeiter, wenn sie seine Hilfe nur erkennen und annehmen wollen.

Die Menschen, die leiden, bezweifeln mit ihrem Ego hartnäckig, dass die Liebe der Beweggrund der Schöpfung sein könne. Dieser Einwand würde durchaus seine Berechtigung haben, wenn der Leidende nicht allein durch seine eigene Schuld zu Grunde gehen würde, sondern weil der Schöpfer hartherzig wäre und sich nicht um sein Geschöpf sorgen, ja ihm sogar die Glückseligkeit in Seinem Herzzentrum durch schlimme Schicksale und unnötige Leiden verwehren würde. Diese Ansicht ist aber falsch, denn Gott hat in Seiner Liebe jedes Geschöpf mit einem freien Willen zur Selbstbestimmung geschaffen, nicht, damit es sich selber zu Grunde richtet, sondern damit es sich selber in die glückselige Ebenen der Freude und der Liebe erhebt. Gott möchte, dass Seine Geschöpfe die Liebe selber finden. Denn eine selbst gewählte Liebe ist viel höher und stärker als eine Liebe, zu der man „gezwungen“ wird. Einzig und allein dafür ist der freie Wille da, nämlich um sich für die Liebe zu Gott zu entscheiden.

Das „schlimme“ Leben, worüber sich der Mensch ständig mit seinem Ego beklagt, ist nicht das, welches ihm Gott gegeben hat, sondern welches er sich selbst durch seine Ego-Missetaten und durch seinen Unglauben schafft. Nur die Ego-Taten führen zu Leid, nicht die göttliche Liebe Gottes. Er möchte Seinen Geschöpfen nichts Böses. Das eigene Ego des Menschen dagegen ist es, das dem Seele-Geist-Wesen Böses möchte. So sollte sich jeder vor sich selbst am meisten hüten!

Sei Dir bewusst: Die Menschen leiden nur wegen dem falschen Weg, auf dem sie sich befinden, und nicht wegen ihrem göttlichen Leben, das ihnen Gott gegeben hat! Nicht das Leben ist schuld an Deinem Leiden, sondern Du selbst bist dafür verantwortlich. Wenn ein Mensch z.B. Selbstmord begehen will, weil er sein Leben nicht mehr ertragen kann, dann versündigt er sich letztendlich gegen das Leben, das ihm von Gott geschenkt worden ist, und zeigt zudem, dass er nicht bereit ist, seine Handlungen zu verändern, um zu einem glücklicheren Leben zu kommen. Vielmehr glaubt er in seiner Verblendung, dass er nur sein Leben loswerden müsse und schon würde es ihm besser gehen. Das ist ein Irrtum, denn seine schlechten Taten, die die wahre Ursache für sein Leid sind, nimmt der Selbstmörder in die jenseitigen Ebenen mit, wo sie zu Karma werden und in den darauf folgenden Inkarnationen erneut an die Oberfläche kommen, um erlöst zu werden.

Dabei ist das Leben mit Gott göttliche Fülle, Frieden, Freude, Liebe und Überfluss. Wenn Du Gott liebst, dann erhältst Du von ihm alles, was Du zum Leben brauchst, um glücklich zu sein und die gegenwärtige 3D-Welt und die Versuchungen des Anti-Gottes zu vergessen, oder wenigstens um mit Gleichmut ihre vorübergehenden Übel hinzunehmen. Wie kann sich ein Reisender, der an seinem Ziel mit einer unendlichen Liebe erwartet wird, über den Weg beklagen, den Staub verfluchen, der auf diesem liegt, und die heiße Sonne beschimpfen, die ihn führt? Der Weg zu Gott mag manchmal dornig sein, aber das ist kein Grund aufzugeben oder außer Leid nichts anderes mehr zu sehen. Es gibt immer schöne Dinge auf dem Weg, seien es blühende Wiesen, erfrischende Bäche und singende Vögel. Preise in allem dankend Gott, der Dich geschaffen hat und der Dich am Ziel erwartet.

Wisse: Gott AMA überschaut die ganze Folge der Lebensentwicklung eines jeden Geschöpfes mit Seinem weisen Blick. Er sieht seine Wiedergeburten in den Plus-Dimensionen im Guten sowie in den Minus-Dimensionen im Bösen. Ihm erscheint kein Lebensschicksal vereinzelt, sondern Er sieht alles aus dem höheren Blickwinkel der Gesamtheit. Er weiß, dass wenn Er nur einen Faden aus dem geöffneten Buche des Lebens eines Seele-Geist-Wesens wegschneidet, sich dessen gesamtes Schicksal und das der Schöpfung verändert. So geht Er sehr achtsam mit jedem Wesen und seinem Lebensplan um und setzt Veränderungen nur sehr bedacht und dosiert um, damit sie das Wesen nicht überfordern. So sei nicht ungeduldig, sondern vertraue auf die Weisheit von Gottes Plan und Führung.

Die alten Weisen sagen: „Ich kenne Gott, ich liebe IHN, ich hoffe auf IHN, ich werde Ihn preisen im Leben und in meinem Tode.“

So vertraue auch Du auf Gott AMA und Seine Gerechtigkeit, Weisheit, Güte und Liebe, und verzweifle nicht angesichts des Anti-göttlichen und Bösen in der Welt.

Denn die Welt ist nicht anti-göttlich und böse, wie Dir der Anti-Gott vielleicht einreden möchte. Gott AMA hatte am Anfang der Welt nicht die Wahl zwischen dem Schaffen und Nichtschaffen des Anti-göttlichen oder Göttlichen, sondern dem Schaffen der Polarität, d.h. dem Göttlichen UND Anti-göttlichen. Da alles Seiende erst durch die Polarität von Licht und Dunkelheit, von Gut und Böse, von Göttlich und Anti-göttlich in Bewegung und Entwicklung kommen kann, hatte Gott AMA nur die Wahl, entweder das Universum zu schaffen, oder ganz und gar nichts zu schaffen. Es kann keine Schöpfung ohne zwei existierende polare Gegenkräfte als Antrieb geben, denn diese sind notwendig für die Evolution und Entwicklung der Schöpfung. Wo es das Göttliche gibt, gibt es auch das Anti-Göttliche. Es kann jedoch niemals nur eine Welt allein aus einem Pol bestehend geben.

Du kannst mit Deinem Ego eine andere Sichtweise darüber haben, Dich über das Leben beklagen und nicht erkennen wollen, dass die Schöpfung ein göttliches Gut ist, in dem große Weisheit liegt, aber bedenke, dass das Leben, worüber Du Dich beklagst, nicht das ist, welches Dir Gott gegeben hat, sondern es ist das Leben, welches Du Dir selbst gemacht hast. Du hast aus diesem Leben Gott und das Göttliche mit Deinem Ego herausgerissen, und nun wunderst Du Dich, dass Dein Leben nichts wirklich Lebenswertes und Schönes mehr beinhaltet. Du hast die Leere und Dunkelheit in Deiner Seele hervorgebracht, und nun wunderst Du Dich, dass Dir das unendliche göttliche Licht fehlt. Du bist mit Deinem Ego allen Erbärmlichkeiten, Verführungen und Todsünden der 3D-Welt und des Anti-Gottes nachgelaufen und nun wunderst Du Dich, dass all das nur Zweifel, Finsternis, Bitterkeit, Trübsal und Unglück gebracht haben.

Kehre zum göttlichen Leben in Gott AMA zurück. Lege Deine Hand wieder in die Hand Gottes durch den Mut des Glaubens, durch die Heiligkeit der Hoffnung, durch die Göttlichkeit der Liebe! Dann wirst Du, wiederverbunden mit Deinem Ursprung im Herzzentrum Gottes und in Deinem Schöpfer, in die harmonischen Engelsgesänge einstimmen und mit allen Geschöpfen das Zeugnis aussprechen, das Gott sich selbst gab, nachdem Er Sein Werk vollendet hatte: „Gott sah Alles, was Er gemacht hatte, und es war sehr gut.“

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über die Reinheit von Körper, Seele und Geist berichten, die notwendig ist um zu Gott AMA aufzusteigen und göttliches Bewusstsein zu erlangen.

In den Yogasutren des Patanjali heißt es dazu:

II.40: Shaucāt svāṅga-jugupsā parairasaṁsargaḥ
„Durch die Reinigung von Körper und Geist entwickelt sich innerer Abstand zu unserem Körper und dem anderer Menschen.“

Das Sanskrit-Wort Shauca bedeutet „Reinheit“. Neben der körperlichen Reinheit und der Klarheit bzw. Sauberkeit in Deiner Umgebung und Deinem Lebensraum, meint Shauca auch geistige und seelische Reinheit in Deinen Energiekörpern und Deiner Aura zu erlangen. In einer sauberen, reinen, hohen Schwingung zu leben, beeinflusst Dein Bewusstsein positiv und hilft Dir, die verschiedenen Prüfungen und Angriffe der anti-göttlichen Seite und Deines Super-Egos zu überwinden und in einem neutralen, geschützten Zustand zu sein. Wer rein ist, kann nicht so leicht von den Unreinheiten anderer Menschen verschmutzt werden.

Der Aspekt der Reinheit bezieht sich auf Dein Gesamtwesen aus Körper, KW, Seele, Geist und Erden-Selbst. Es geht darum, dass Du frei von den körperlichen und geistigen Giften und Unreinheiten Deines Egos und der sich widersprechenden polaren Energien wirst, die in Dir immer wieder Chaos und Unklarheit schaffen und von Dich von Gott AMA und den spirituellen Meistern trennen wollen.

Shauca, Reinheit, ist sehr wichtig für Deine spirituelle Entwicklung und Schwingungsanhebung. Du kannst nicht in einer überladenen, niedrig schwingenden Umgebung oder in einem vollgestopften Haus leben und dann erwarten, dass Du Dich dabei geistig und seelisch wohl, ruhig und friedvoll fühlst. Versuche in Deinem Haus alles so sauber wie möglich herzurichten und in Ordnung zu halten. Werfe nicht alles da und dort hin, sondern räume alles an seinen Platz. Sei Dir immer bewusst, dass Gott AMA göttliche Ordnung ist. Unordnung und Chaos entsprechen dagegen dem Anti-Gott. Wenn Du also in Deinem Leben Ordnung bewahrst, dann kannst Du Dich auch leichter mit den göttlichen Dimensionen verbinden und Deine Schwingung rein halten. Gleichzeitig macht Dich die äußere Reinlichkeit und Ordnung darauf aufmerksam, auch in Deinem Inneren Reinheit und Ordnung zu wahren – sei es in Bezug auf Deine Gedanken als auch auf Dein Verhalten und Deine Gefühle.

Shauca bezieht sich auch auf Deine Ernährung, denn Dein ganzer Körper ist aus Nahrung aufgebaut. Du bist, was Du isst. Deshalb wird der physische Körper auch als Annamaya Kosha, Nahrungskörper, bezeichnet. Eine hochschwingende, sattvische und vegetarische bzw. vegane Kost ist am reinsten und deswegen für den spirituellen Schüler zu empfehlen. Zudem ist sie viel mehr mit dem göttlichen Gebot von Ahisma (= Nicht-Verletzen), vereinbar als eine nicht-vegetarische, fleischreiche Kost, für die Tiere getötet werden.

Shauca hat also einen inneren und einen äußeren Aspekt und bedeutet: „Halte Dich geistig und körperlich sauber und rein von den Schlacken und Unreinheiten des Egos und der Maya, damit sich Dein Seele-Geist-Wesen durch Dich ausdrücken und Deine Schwingung leicht und klar in den göttlichen Dimensionen ist.“

Pranayama und Adma-Kriya-Yoga-Asanas sind wesentliche Mittel, diese innere Reinheit zu verstärken und zu bewahren. Daneben gibt es noch die sechs Shatkarmas, die den Körper reinigen, und ebenfalls regelmäßig vom Schüler auf dem spirituellen Pfad angewandt werden sollten. Die sechs Shatkarmas (shat = sechs; karma= Handlung) bezwecken nicht nur, den physischen Körper flexibel, gesund und kräftig zu machen und zu halten, sondern auch, seine Gewebe, Faszien und inneren Organe zu massieren. Wie aus einem Schwamm werden physische und energetische Giftstoffe gepresst. So können sowohl die grobstofflichen Gefäße wie auch die feinstofflichen Energiekanäle „Nadis“, in denen die Lebensenergie/Prana fließt, wieder gut funktionieren. Altes Apana kann abfließen, neues Prana einfließen.

Die sechs Shatkarmas sind:

1. Die Reinigung der Nasenwege bzw. Nasenspülung: Neti (täglich ist zu empfehlen)
2. und 3. Reinigungstechniken für den oberen und unteren Verdauungstrakt: Dhauti/Magenreinigung und Basti/Einlauf (Hinweis: Basti/Einlauf sollte am besten täglich angewandt werden; Dhauti nur unter Anleitung eines erfahrenen Lehrers und nur auf Bedarf bei besonders schwerer Vergiftung)
4. Die Massage der Bauchorgane: Nauli bzw. 3 Bandhas (ideal sind kombinierende Pranayama-Übungen)
5. Die Reinigung der Augen und Tränenkanäle: Trataka, Sun-, Kerzen- oder Feuergazing (gut im Rahmen einer Meditation)
6. Pranayama zur Reinigung der Frontalregion des Gehirns und der oberen Chakren: Kapalabhati, Feueratem (tägliche Praxis ist zu empfehlen, besonders bei Krankheiten)

Im Evangelium der Essener wird Shatkarma ebenfalls erwähnt: Als die Kranken und „Aussätzigen“ Jesus Christus begegnen und ihn um Heilung bitten, stellt er eine schonungslose Diagnose, um dann die reinigende Therapie darzulegen. Jesus als göttlicher Arzt und Yogi verordnet seinen Patienten Pranayama, Waschungen, Einläufe (Basti) und Fasten. Es heißt dazu im Kapitel „Die Engel der Mutter“:

„Und der Atem des Menschenkindes wird kurz und stickig, schmerzhaft und voller Gestank, wie der Atem unreiner Tiere. Und sein Blut wird dick und stinkig, wie das Wasser der Sümpfe; es gerinnt zu Klumpen und wird schwarz wie die Nacht des Todes. Und seine Knochen werden hart und knorrig, sie schmelzen im Innern weg und brechen entzwei, wie ein Stein sich von einem Felsen löst. Und sein Fleisch wird fett und wässerig, es fault und modert, mit Schorf und Furunkeln, die ein Greuel sind. Und seine Eingeweide füllen sich mit abscheulichem Schmutz, mit schlammigen Strömen der Fäulnis, und Heere von scheußlichen Würmern haben dort ihre Wohnung. Und seine Augen werden matt, bis finstere Nacht sie eingehüllt, und seine Ohren werden stumm, wie das Schweigen des Grabes. Und zuletzt wird das irrende Menschenkind auch sein Leben verlieren. Denn es hielt die Gesetze seiner Mutter nicht und reihte Sünde an Sünde. Daher werden ihm nun alle Gaben der Erdenmutter genommen: Atem, Blut, Knochen, Fleisch, Eingeweide, Augen und Ohren, und nach allem andern das Leben selber, mit dem die Erdenmutter seinen Leib gekrönt hatte.(…)“

Und weiter heißt es: „Sucht die frische Luft des Waldes und der Felder (…) und findet den Engel der Luft. Dann atmet langsam und tief, damit der Engel der Luft in Euch dringt. (…) Dann sucht den Engel des Wassers.(…) Werft Euch ganz in seine Arme.(…). Denkt nicht, dass es genügt, wenn Euch der Engel des Wassers nur äußerlich umarmt,(…), die innerliche Unreinheit ist größer als die äußere.(…). Sucht daher eine große kriechende Kürbispflanze, mit einem Stengel von Manneslänge. Höhlt das Mark heraus und füllt die Röhre mit Wasser eines sonnengewärmten Flusses. Hängt den Stengel über den Ast eines Baumes und kniet auf den Boden vor dem Wasserengel nieder, führt das Ende des Kürbisstengels in euren Leib ein, damit das Wasser ganz in euren Leib einzuströmen vermag. Bleibt nun kniend vor dem Wasserengel liegen und betet zu dem lebenden Gott, er möge euch alle begangenen Sünden vergeben, und den Wasserengel bittet, er möge euren Leib von jeder Unsauberkeit und Krankheit befreien. Darauf lasst das Wasser aus eurem Leibe wieder auslaufen, damit es allen Schmutz und Gestank Satans wegtrage(…).“

Es genügt jedoch nicht allein auf die Reinheit der physischen Nahrung und Deines physischen Körpers zu achten, sondern auch auf Deinen Gedanken, geistigen Energien und Emotionen. Die Menschen im heutigen Zeitalter von L’Egoland leben in einer Welt der ständigen Reizüberflutung durch die Medien und leiden unter dem dauernden „Bombardement“ des Anti-Gottes, der die Todsünden und Wurzeln des Leides in den Menschen anfachen möchte, wodurch es in ihnen zu Unruhe, Ärger und Unzufriedenheit kommt. Der Geist eines solchen Menschen ist wie ein kleiner, morastig gewordener Tümpel. Er kann nicht mehr die göttliche Wahrheit und Unverblendung sehen und ist von seinem göttlichen SGW abgeschnitten. Deshalb ist es besonders jetzt im dunklen Zeitalter wichtig, seinen Geist immer wieder durch Shauca-Übungen wie Shatkarma, Pranayama, Meditation und positive Gedanken rein zuhalten und die göttlichen Tugenden darin zu stärken.

Der Körper ist sowohl im Yoga als auch auf dem spirituellen Pfad ein wichtiges Medium, an dem man arbeiten sollte, um die Seele und ihre verschiedenen feinstofflichen Körper zu bearbeiten und zu wandeln. Gleichzeitig entwickelt sich durch diese Arbeit eine gelassene Haltung im Hinblick auf den eigenen physischen Körper und den der Mitmenschen. Je besser man seinen Körper kennen und verstehen lernt, desto weniger wird man von ihm beherrscht. Und je weniger man von ihm beherrscht wird, desto mehr kann man an sich und seinem Ego arbeiten und in die tieferen Ebenen seines göttlichen Selbst eintreten. So verändert sich nach und nach der Blick für die 3D-Welt und das Interesse an der Oberfläche lässt nach. Es entsteht ein neutraler, beobachtender Abstand zum eigenen Körper und dem seiner Mitmenschen.

Denn wenn man den eigenen Körper so rein wie möglich macht, wird die Bindung an ihn schwächer. Man spürt: Ich bin nicht der physische Körper. Das führt auch dazu, dass man im anderen Menschen weniger den Körper sieht, sondern sein inneres Seele-Geist-Wesen. So ist Shauca letztlich eine Hilfe, um sich vom Körperlichen zu lösen. Manche spirituellen Menschen interpretieren Nichtanhaften falsch, indem sie glauben, dass es bedeuten würde, sich nicht um seinen physischen Körper kümmern zu müssen. Sie waschen sich nicht, putzen sich nicht die Zähne, machen kein Shatkarma, usw. Sie übersehen, dass Verschmutzung und Unreinheit durch den damit verbundenen Hass auf den Körper bindet und nur Reinheit bzw. Liebe wirklich frei macht. Der Körper als Tempel der Seele sollte immer rein gehalten und als Instrument zur göttlichen Verwirklichung erkannt und benutzt werden.

Dazu heißt es in den Yogasutren des Patanjali:
II.41: „Sattva-śuddhiḥ saumanasya-ikāgry-endriyajaya-ātmadarśana yogyatvāni ca.“
„Der spirituelle Schüler erlangt (durch Shauca) sattvische Klarheit, ist fröhlich und entwickelt die Fähigkeit, sein göttliches Selbst zu erkennen.“

Ein solches Wesen wird nicht mehr von falschen Wahrnehmungsmustern aus seiner Vergangenheit negativ beeinflusst und kann seinen Fokus ohne Ablehnung durch die irdischen Sinne auf sein Ziel in Gott richten. Schmutz und Unreinheit dagegen trüben seinen Blick und machen eine wirkliche Konzentration oder Fokussierung unmöglich.

Wisse zudem, dass schmutzige Kleider eine Person hässlich erscheinen lassen. Man kann die Kleider leicht wechseln. Doch wenn es tief im Inneren des Menschen Unreinheiten, Ungeklärtes und Schmutz gibt, kann man diese dadurch nicht entfernen. Erst eine umfassende innere, energetische Reinigung vermag auch den Schmutz aus den Energiekörpern der Seele zu ziehen, so dass am Ende die äußere Reinheit durch die Kleidung mit der inneren Reinheit des Körpers und der Seele übereinstimmt.

Ebenso nützt es Dir wenig, wenn Du zwar Deine Seele, Deinen Geist und Deine Gedanken, d.h. Dein Inneres, rein hältst, aber Deinen Körper nicht pflegst und in Unreinheit verkommen lässt. Diese Unreinheit widerspricht dann der Reinheit und Schönheit Deines göttlichen Seele-Geist-Wesen und blockiert diese an ihrem Ausdruck. So ist es wichtig, dass Du immer auf eine innere und äußere Reinheit achtest und Dich dementsprechend reinigst, pflegst und kleidest.

Hand in Hand mit diesem Reinigungsprozess geht dann eine zunehmende Fröhlichkeit und Freude, die aus dem inneren Herzen kommt. Geistige und körperliche Kraft, Stabilität, Konzentrationsfähigkeit und Bewusstheit nehmen zu, was zeigt, dass die eigene Schwingung von Körper, Körperwesen und Seele-Geist-Wesen immer reiner und höher wird. Auf diese Weise kommst Du Deinem Ziel in Gott AMA immer näher.

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

 
Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über die göttliche Zufriedenheit berichten, die eng mit dem Strahl des göttlichen Friedens verbunden ist, und Euch zu dauerhafter Erleuchtung und Glückseligkeit in Gott AMA führt.

In den Yogasutren des Patanjali heißt es dazu:

II.42: „Saṁtoṣāt-anuttamas-sukhalābhaḥ.“
„Durch Zufriedenheit gewinnt man unvergleichbares Glück/höchste Freude.“

Santosha/Zufriedenheit (auch manchmal Samtosha geschrieben) entstammt dem Strahl des göttlichen Friedens, der direkt aus dem Herzzentrum Gottes in das Universum strömt. Santosha ist der göttlichen Tugend des Nicht-Besitzergreifens/Aparigraha sehr ähnlich, nur auf einer unterschiedlichen Ebene: Um Nicht-Besitzergreifen/Aparigraha umsetzen zu können, brauchst Du eine Haltung der Zufriedenheit und des inneren Friedens. Denke einmal über das Gefühl von Zufriedenheit nach, das sich einstellt, wenn Dein Wunsch in Erfüllung geht. Vor dem Aufsteigen des Wunsches war Zufriedenheit. Dann kam der Wunsch und das Ego kam in Unzufriedenheit, weil es nicht hatte, was es wollte. Dann kam die Erfüllung des Wunsches und es erfolgte wieder Zufriedenheit.

So ist Santosha eigentlich nur der harmonische Normalzustand des Wesens, der schon immer da war, bevor Wünsche des Egos entstehen. Aus Santosha entsteht Aparigraha, denn wer zufrieden ist, begehrt mit seinem Ego nichts. Zufriedenheit ist der Ruhezustand zwischen den Wünschen. Wünsche dagegen machen unzufrieden und verlangen nach Auflösung und Befriedigung des Egos. So sagen die Weisen: „Wenn die Wünsche des Menschen erfüllt werden, kehrt er in Wirklichkeit nur zu seinem Ursprung zurück und erfreut sich an dem Glück, das sein göttliches SGW ist und was schon immer da war.“

Göttliche Zufriedenheit bedeutet anzunehmen, was Gott Dir gibt und was IST, sowie Loslassen von Habenwollen (Gier/Raga) und Nicht-Habenwollen (Hass/Dvesha) Deines Egos. Das ganze Leid des Universums und seiner Welten kommt daher, dass die Geschöpfe nicht zufrieden sind. Sie sind nicht zufrieden mit sich selbst, mit ihrem Körper, mit dem, was sie haben und was sie nicht haben, mit ihrer Familie, mit ihrem Umfeld, mit ihrer Arbeit, mit ihren Mitwesen. Wenn es all diese Unzufriedenheit nicht geben würde, gäbe es nur Zufrieden-Sein und einen Zustand des absoluten göttlichen Friedens, voll Stille, göttlicher Liebe und Nicht-Verletzen. Wahre Zufriedenheit ist der Zustand der göttlichen Erleuchtung.

Santosha bedeutet auch Genügsamkeit und Bescheidenheit mit dem, was Du hast. Da Dein Ego bei Deinem Handeln oft die erwünschten Ereignisse schon vor Augen hat, wirst Du leicht enttäuscht, wenn es Widerstände gibt, wodurch Du verzweifelst und Dich gegen den göttlichen Plan stellst. Vielmehr solltest Du annehmen, was Dir die göttliche Führung gegeben hat – Gutes wie Schlechtes.

Santosha bedeutet: sich und sein Ego beschneiden. Denn die innere Zufriedenheit zählt mehr als alle göttlichen Schätze aller Dimensionen und Unterebenen des Universums zusammen. Anstatt über Misserfolge und Unglück zu jammern, kann man demütigen Herzens annehmen, was geschieht, und daraus lernen. Santosha bezieht sich dabei auf Dein ganzes Wesen und Dein Gefühl zu dem, was Gott Dir gibt.

Santosha/Zufriedenheit bedeutet auch, glücklich zu sein, was immer Du tust, und Dich des Lebens in diesem Moment zu erfreuen, ohne Dir mit Deinem Ego mehr zu wünschen und mehr zu verlangen. Der Aspekt der Zufriedenheit ist ein dauerhafter Zustand der göttlichen Erleuchtung und des wahren, bewussten göttlichen Wesens und Mitarbeiters. Im spirituellen Leben ist ein dauerhaftes Gefühl von Zufriedenheit somit ununmgänglich, um mit Gott AMA verbunden zu sein und in Seinem Frieden zu schwingen. Wenn die Zufriedenheit fest im Herzen des Wesens verankert ist, dann ist das Verlangen nach mehr, d.h. die Wurzel der Gier/Raga, überwunden und erlöst.

Denn jedes Glücksgefühl, das man empfindet, wenn man irgendwo irgendwelche Dinge erwirbt oder kauft, ist immer nur von vorübergehender Natur, da auch die Sache, die man erworben hat, nur vorübergehend und vergänglich ist, weil sie Teil der Maya ist. Willst Du dieses Gefühl von Glück in Dir aufrechterhalten, so musst Du ständig mit Deinem Ego für Nachschub in irgendeiner Form sorgen. Das ist in der Maya ein endloses Unterfangen. Echte Zufriedenheit bedeutet dagegen etwas gänzlich Unterschiedliches: Sie ist etwas sehr Heiliges, erhebt Dich aus der Illusion der Maya und der niederen Dimensionen und führt zu wirklicher Glückseligkeit in Gott AMA und Seinem Herzzentrum. Aus dieser göttlichen Zufriedenheit wächst dann wahrhaftiger göttlicher Frieden.

Wenn Du zufrieden bist – mit Deinem Körper, Deiner Seele, Deinem Geist und Deinem Erden-Selbst -, dann stellt sich auch Freude ein. Hierbei gibt es unterschiedliche Arten von Zufriedenheit und damit verbundener Freude. Santosha/Zufriedenheit kann sattvisch, rajasisch oder tamasisch sein, wobei die sattvische Zufriedenheit das oberste Ziel sein sollte.

Tamasische Zufriedenheit würde sagen: „Es ist ja eh alles egal.“ Das liegt an dem passiven, trägen Ego, das dahinter steht.
Rajasische Zufriedenheit würde sagen: „Ich bin zufriedener als alle anderen.“ oder „Ich bin besser als du, weil ich zufriedener bin.“ Dies liegt an dem großen Ego, das mit Rajas verbunden ist.
Sattvische Zufriedenheit würde sagen: „Ich versuche aus allem das Beste zu machen und bin glücklich mit allem, was geschieht.“

Sattvische Zufriedenheit heißt nicht Untätigkeit, sondern die Gewissheit, dass alles, was auch immer kommen mag, letztlich zu Deinem Besten ist und Du daraus lernen kannst Jede Lernlektion wurde Dir von Gott AMA geschickt, damit Du Dein Gesamtwesen transformieren und wandeln, Deine Schwingung anheben und von altem Karma und alten Ego-Programmen frei werden kannst, so dass Du Gott AMA und Seinen göttlichen Dimensionen ein Stück näher kommen kannst. Sattvische Zufriedenheit führt dazu, dass Du aktiv bist und etwas tust, dabei aber innerlich neutral bleibst und die Sache loslässt, weil Du deren Ausgang letztendlich nicht beeinflussen kannst. Dennoch bist Du voll Vertrauen, dass alles – was auch immer kommen mag – gut für Dich ist, auch wenn Du es vielleicht mit Deinem menschlichen Verstand jetzt noch nicht verstehen und erfassen kannst. Sattvische Zufriedenheit bedeutet somit auch das Vertrauen an Gott AMA und Seine Weisheit und die demütige Hingabe und Ergebung an Seinen Willen.

Santosha/Zufriedenheit ist eine wichtige Eigenschaft auf dem spirituellen Weg der Wandlung von den Wurzeln des Leides/Kleshas hin zu den Wurzeln des Göttlichen. Denn findet das Wesen nicht in der göttlichen Zufriedenheit seine stabile Mitte und seinen Ruhepol, wird es bis in alle Ewigkeit ziellos in der Maya umher irren und sich immer wieder erneut inkarnieren. Jedes Geschöpf sehnt sich nach Zufriedenheit, um zur inneren Ruhe zu kommen und sich ganz auf die Transformation seiner Selbst einzulassen, wodurch es wieder zu Gott AMA zurückkehren kann. Es muss die unaufhörliche Kette von Wünschen seines Egos und Super-Egos in seinem KW und seiner Seele durchbrechen, indem es in sich die göttliche Zufriedenheit/Santosha stärkt, welche die Basis für göttlichen Frieden ist. Ohne Zufriedenheit ist keine spirituelle Entwicklung, keine Meditation und kein Yoga möglich, denn die göttlichen Energien der Liebe, des Lichts und der Fülle können nur in ein zufriedenes Wesen einfließen.

Die alten Weisen sagen dazu: “Hat ein König zu viele Wünsche und will immer mehr, wird er wie ein Bettler. Jedoch ist ein Bettler, der sich zufrieden gibt mit dem was er hat, ein wahrer König!”

In der Advaita Vedanta steht geschrieben, dass an der Türe zur Befreiung von der Maya vier große Wächter bzw. Prüfer stehen, an denen der spirituelle Schüler vorbei gehen muss, um zurück in die höheren göttlichen Dimensionen kehren zu können. Dies kann er nur, wenn er sein Bewusstsein entsprechend entwickelt und seine Schwingung angehoben hat. Diese vier Wächter sind:

Santosha/Zufriedenheit: Es ist notwendig, dass Du im Zustand innerer Zufriedenheit bist, um Dich von den Begrenzungen Deines Egos, der Gier, des Hasses und der Maya lösen können.
Shanti/göttlicher Frieden: Es ist notwendig, dass Du im friedvollen, harmonischen Einklang mit der Welt und allem-was-ist bist, um zurück in die göttliche Liebe kehren zu können.
Vicchara/Erforschung: Es ist notwendig, dass Du den Wunsch hast die göttliche Wirklichkeit und Wahrheit Gottes hinter der Illusion der Maya zu erkennen, um frei von der Maya zu werden.
Satsang/Gemeinsam-sein in der Wahrheit/Wir-Bewusstsein: Es ist notwendig, dass Du Dir bewusst bist, dass alle Mitmenschen ein Spiegel für Dich sind und Dir Deine Schwachpunkte zeigen, an denen Du zu arbeiten hast, so dass Du Dich durch ihre Hilfe weiterentwickeln kannst.

Der erste Wächter bewahrt die göttliche Zufriedenheit, die die Basis für Deine spirituelle Entwicklung ist. Aus dieser ergibt sich dann der göttliche Frieden, aus diesem die Erforschung und daraus die göttliche Wahrheit. So stärke Santosha in Dir und schaffe auf diese Weise die Grundlage für Deinen gesamten spirituellen Weg.

Die alten Weisen sagen, dass wenn man Santosha/die Zufriedenheit in sich verankert und entwickelt hat, die anderen göttlichen Tugenden fast von alleine kommen. Denn es braucht aus der Sicht der göttlichen Entwicklung NICHTS, um zufrieden zu sein, außer der inneren Einstellung und Bereitschaft zum göttlichen Frieden. In L’Egoland sind die Menschen ständig von ihrem Ego und den Wurzeln des Leides/Kleshas getrieben und rennen irgendwelchen Wünschen ihres Egos hinterher, wodurch sie sich nie zufrieden geben können mit dem, was sie haben, und auch keine innere Ruhe erfahren können. Dadurch wächst ihr Leid und ihre Trennung von den Wurzeln des Göttlichen nimmt zu. Sie sind in einem Teufelskreislauf gefangen, den sie nur schwer durchbrechen können.

Sei Dir bewusst: Es geht bei Santosha nicht darum, sich innerlich zu zwingen das Gegebene zu akzeptieren, obwohl man mit seinem Ego dagegen ist, sondern darum es liebevoll anzunehmen, ohne sich dem gegebenen blind auszuliefern. Jedes Wesen sollte sein Leben angenehm und harmonisch gestalten, aber nicht aus dem Mangelgefühl seines Egos heraus, sondern aus der göttlichen Fülle, d.h. mit einem akzeptierenden, zufriedenen, demütigen, göttlichen Bewusstsein, dass es von Gott immer auf dem richtigen Weg geführt wird.

Samtosha hat das Ziel, Frieden mit Dir selbst, Deinem Leben und Deinem Schicksal zu schließen und dadurch zu dauerhafter Zufriedenheit zu gelangen, die so stark ist, dass Dich keine äußeren polaren negativen Ereignisse und Kräfte mehr aus diesem Zustand des Friedens herausziehen können. Erkenne, dass nur inneres Glück zu wahrem Frieden kann, äußeres Glück jedoch nicht. Wenn Du selbst mit Dir zufrieden und in Frieden bist, dann schaffst Du automatisch ein Energiefeld des Friedens, das sich auch auf Dein äußeres Leben und Deine Mitmenschen positiv auswirkt.

Denke z.B. an Nonnen oder Mönche. Diese leben in Bescheidenheit in ihren Klöstern und haben sich einem höheren göttlichen Ziel geweiht. Ihr Ziel ist es, in sich zu ruhen und in einem Zustand innerer Zufriedenheit und Glückseligkeit zu sein, der in ihnen herausstrahlt. Dabei besitzen sie nicht wirklich etwas Irdisches und haben auch keinen Reichtum, der sie in den Augen der 3D-Menschen glücklich machen müsste. Das zeigt, dass wahre Glückseligkeit nicht in äußeren Dingen und Besitztümern der Maya, sondern nur in inneren geistigen Eigenschaften zu finden ist.

Mit Hilfe von Samtosha, der Zufriedenheit, und dem Strahl des göttlichen Friedens Gottes schaffst Du Dir ein glückliches, harmonisches Leben, das die Basis für Deinen spirituellen Aufstieg zu Gott AMA ist. Sei achtsam und respektvoll mit Dir selbst und allen Geschöpfen und finde auf diese Weise den wirklichen Herzensfrieden, der die Basis für Glückseligkeit und Lebensfreude ist.

Die alten Weisen sagen dazu: Sei in allen Lebenslagen in einem neutralen Zustand der Harmonie, des Ausgleichs, der Demut, des Friedens und der Annahme – gleich ob die Situation schön oder nicht schön ist -, das ist der Zustand der wahren Zufriedenheit!

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

 
Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über die die göttlichen Gelübde berichten, die eingehalten werden sollten, um spirituelle Erleuchtung zu erlangen.

Laut dem Buddhismus ist es nicht möglich, den Pfad der Erleuchtung zu beschreiten, ohne die göttlichen Gelübde, die auch als Bodhisattva-Gelübde bezeichnet werden, abgelegt zu haben und ständig im Bewusstsein präsent zu halten. Beim ersten Mal müssen sie vor einem weisen Lehrer abgelegt werden, später kann man sie, falls es zwischenzeitlich zu einem Bruch gekommen ist, auch alleine erneuern. Die Bodhisattva-Gelübde beziehen sich vor allem auf das Einhalten und Leben der sechs transzendenten Tugenden (Paramitas), durch die spirituelle Erleuchtung erreicht werden kann.

Die sechs Paramitas (Tugenden):

1. Freigebigkeit (Dan) besteht aus drei Aspekten:
Das Geben von materiellen Dingen: Man gibt den Wesen – seien es Menschen oder Tiere – die Dinge, sie sie benötigen: dem Hungernden Nahrung, dem Obdachlosen ein Dach über dem Kopf, dem Kranken Medizin, usw. Besonders verdienstvoll im positiven Sinne sind die Gaben, die in Verbindung mit der göttlichen Lehre dargebracht werden, indem man z.B. göttliche Mitarbeiter bei ihrer göttlichen Arbeit durch eine Spende oder Patenschaft finanziell unterstützt oder anderen spirituellen Schülern die Teilnahme an spirituellen Unterweisungen und Schulungen ermöglicht.

Das Geben von Furchtlosigkeit: Wann immer man ein Wesen sieht, das Angst empfindet, soll man es dabei unterstützen, davon frei zu werden. Dies kann über aktives Mutmachen geschehen, aber auch indem man für das Wesen betet, damit es von aller Furcht befreit werden und wieder göttlichen Glauben und Vertrauen in sich selbst und Gott finden möge.

Das Geben von göttlichen Unterweisungen: Man gibt die göttlichen Lehren an die Wesen weiter, die Interesse an einer spirituellen Entwicklung und Praxis zeigen. Hat jemand kein Interesse, kann man ihn oder sie auch durch Mantren-Rezitationen indirekt positiv beeinflussen, so dass das göttliche Bewusstsein in dem Wesen gestärkt wird und es leichter in die höheren Dimensionen geführt werden kann.

2. Disziplin (Shila) besteht aus drei Aspekten:

Die Disziplin der Zurückhaltung: Man bemüht sich, alle negativen, unheilsamen Handlungen zu unterlassen, die anderen Menschen, Tieren und Pflanzen schaden könnten und enthält sich dieser bewusst. Dies wird unterstützt durch das Einhalten der göttlichen Gesetze und göttlichen Gelübde.

Die Disziplin positives Karma anzusammeln: Man beschäftigt sich mit der göttlichen Lehre, studiert die heiligen Bücher und Texte, lernt diese auswendig oder schreibt sie auf, gibt sie weiter an Interessierte und erklärt sie, rezitiert Mantren und Gebete, nimmt an Schulungen der göttlichen Lehrer teil, reflektiert und meditiert über diese. Jede dieser Handlungen hinterlässt eine göttliche, positive Energie in der Seele, die der eigenen spirituellen Schwingungsanhebung dient.

Die Disziplin zum Wohle von allem-was-ist: Man hilft seinen Mitwesen durch die elf heilsamen Arbeiten, u.a. Ermutigung auf ihrem spirituellen Pfad, Unterstützung bei ihrer Meisterschaft des Egos, Zuspruch in schwierigen Situationen der Trauer und der Furcht, erhaltenes Gute mit Dankbarkeit und Liebe erwidern, usw.

3. Geduld (Kshanti) besteht aus drei Aspekten:

Geduld mit denen, die einem Schaden zugefügt haben: Man bemüht sich, keinen Ärger und keine Rachegedanken aufkommen zu lassen, wenn einem andere Menschen schaden, sondern man erinnert sich daran, dass alle Wesen Brüder und Schwester in Gott sind und jeder „Quälgeist“ einem etwas sagen und bewusst machen möchte, damit man sich selbst wandeln kann. Ebenso sollte man bedenken, dass sich die Person, die einem Schaden zufügt, in einem Zustand der Verwirrung und der Verblendung des Egos befindet und nicht weiß, was sie tut. Genauso, wie ein Arzt keinen Ärger auf einen geistesgestörten Patienten empfindet, der ihn beleidigt, sollte man keinen Groll hegen, wenn einem ein anderes Wesen aufgrund seiner Ego-Verblendung schadet.

Geduld gegenüber dem Ertragen von Leiden und Prüfungen: Diese Form der Geduld hilft einem, Hindernisse und Probleme, die auf dem Pfad der spirituellen Entwicklung auftreten können, neutral, gelassen und harmonisch zu ertragen. Man erkennt die verschiedenen Formen des Leidens wie Krankheiten, Lernlektinen, etc. als Möglichkeit, negatives Karma aus früheren Leben zu transformieren und seine eigene Seele zu reinigen, um leichter zu Gott aufsteigen zu können.

Geduld beim Nachdenken über die göttliche Lehre: Auch wenn bestimmte Texte und Erklärungen schwierig zu verstehen sind, sollte man sich bemühen, sie zu studieren und zu begreifen.

4. Freudige Anstrengung/energisches Bemühen (Virya) besteht aus drei Aspketen:

Das Bemühen der Beharrlichkeit: Man nimmt sich vor, die Wurzeln des Göttlichen und die Tugenden zu praktizieren und alle Schwierigkeiten, Hindernisse und Prüfungen, die auf dem spirituellen Pfad auftauchen, zu überwinden und nicht nachzulassen in seiner Selbsttransformation. Dieser Beharrlichkeit sollte man sich immer wieder aufs neue bewusst sein, um sie nicht zu vergessen.

Das Bemühen göttliche Handlungen auszuführen: Man bemüht sich, heilsame, tugendhafte Handlungen auszuführen, um so die Wurzeln des Übels mit ihrer Gier, ihrem Hass, ihrer Verblendung, ihrem Egoismus und ihrer Angst zu überwinden und dem Wohl von allem-was-ist am besten zu dienen.

Das unermüdliche Bemühen: Dieses bedeutet, dass man sich nicht auf seinen kleinen Erfolgen hinsichtlich der eigenen spirituellen Entwicklung ausruht, sondern ohne Unterbrechung und mit viel Eifer danach streben sollte, weitere Fortschritte auf dem Weg der Selbsttransformation und Erleuchtung zu machen.

5. Meditation (Dhyana)

Die Meditation ist der Mittelpunkt der spirituellen Entwicklung und deren geistige Basis. Bei der Meditation ruht der Geist in seinem innersten Herzen, dessen Zentrum in Gott liegt. Alle polaren Energien und Anspannungen fallen ab. Damit verbunden ist die völlige Ruhe und Fokussierung des Geistes auf Gott AMA. Im Verlauf der Meditation nähert sich der Meditierende immer mehr dem Schwingungsfeld seines Schöpfers an, bis er ganz eins mit IHM wird.

6. Weisheit (Prajna) besteht aus zwei Aspekten:

– die universelle Weisheit, die der Erkenntnis der Wahrheiten des Universums in allen Dimensionen und Unterebenen dient
– die höchste, endgültige Weisheit, die gleich bedeutend ist mit der Erkenntnis der Wahrheit von Gott AMA

Je mehr man die göttliche Weisheit studiert und je größer ihr Bewusstsein in einem wird, desto stärker wird auch die übrige göttliche Entwicklung und Praxis, so dass man leichter spirituelle Erleuchtung erlangen kann.

Die 18 Hauptübertretungen

Insgesamt gibt es 82 Handlungen, die man zu unterlassen hat, wenn man sich spirituell entwickeln möchte. Diese unterteilen sich in 18 Haupt- und 64 Nebenübertretungen. Erstere führen zu einem Bruch des göttlichen Gelübdes, das man vor Gott und der göttlichen Führung gesprochen hat, letztere verletzen es „nur“. Nachfolgend sind die 18 Hauptübertretungen, die den Bruch des göttlichen Gelübdes bedeuten, aufgelistet:

1. Sich selbst preisen und andere Menschen herabsetzen aus dem Bestreben heraus, von ihnen angesehen, respektiert und verehrt zu werden;
2. Aufgrund von Geiz und dem Bestreben, alles Wissen für sich alleine zu behalten, die Lehren der göttlichen Wahrheit des Lichts vor den Menschen zurückhalten, die diese benötigen;
3. Jemandem, von dem man in der Vergangenheit verletzt wurde und der dies nun bereut, kein Gehör schenken und ihm nicht verzeihen wollen bzw. weiterhin Groll gegen ihn hegen;
4. Die göttliche Lehre von Gott AMA und den spirituellen Meistern aufgeben und neue oder bekannte Lehren mit falschen Ansichten verbreiten;
5. Göttliche Opfergaben, die Gott AMA oder den spirituellen Meistern dargebracht wurden, aus eigennützigen Gründen stehlen bzw. vom Altar rauben;
6. Behaupten, die Lehren, die in den göttlichen Texten und Büchern überliefert worden sind, seien keine göttlichen Lehren;
7. Göttliche Mitarbeiter schädigen, aus ihren Tempeln und Häusern vertreiben oder göttlichen Mitarbeitern, die ihre Gelübde gebrochen haben und nun bereuen, ihre Ego-Missetaten nicht verzeihen wollen;
8. Eine der fünf abscheulichen Taten zu begehen:
a) den eigenen Vater zu töten,
b) die eigene Mutter zu töten,
c) einen göttlichen Mitarbeiter oder Lehrer zu töten,
d) absichtlich einen göttlichen Mitarbeiter körperlich oder psychisch zu verletzen,
e) die Gemeinschaft der göttlichen Wesen absichtlich zu spalten und anti-göttliche Zwietracht zu säen;

9. Ansichten aufrechterhalten und verbreiten, die der göttlichen Lehre widersprechen, indem man z.B. das Gesetz des Karmas oder die Macht Gottes verneint und das Vertrauen in die göttliche Weisheit des Lichts, der Liebe und des Friedens aufgibt;
10. Lebensräume, Wohnstätten und Städte von Menschen und Tiere durch Krieg zerstören;
11. Menschen das Prinzip der göttlichen Lehre zu unterrichten, die noch nicht bereit sind, diese hohen Lehren zu verstehen, oder die gar anti-göttlich sind und dieses Wissen nur missbrauchen wollen;
12. Menschen davon abhalten, die vollständige Erleuchtung zu erlangen, und sie stattdessen dazu zu bewegen, ihr Ego zu stärken und sich mit diesem von Gott abzuspalten;
13. Menschen dazu bewegen, die göttlichen Gelübde und Gesetze zu brechen, indem man behauptet, sie seien nicht wichtig für den spirituellen Pfad und die Erleuchtung;
14. Die göttlichen Lehren der spirituellen Meister als minderwertige Lehren bezeichnen, die nicht zu Gott AMA führen, und so Menschen von ihrem spirituellen Weg abbringen;
15. Die göttliche Lehre aus dem Bestreben heraus lehren, finanziellen Reichtum, Profit und Ruhm zu erhalten und auf diese Weise die göttliche Lehre durch weltliche Absichten des Egos verunreinigen;
16. Anderen Menschen vortäuschen, ein tiefes Verständnis der göttlichen Weisheit erlangt zu haben, obwohl dem nicht der Fall ist, und ihnen dann weismachen, dass sie nur durch bestimmte Praktiken, die man selbst erfunden hat, diese tiefe Einsicht erlangen könnten, wodurch sie in die Irre geführt werden;
17. Spenden, die für die göttliche Gemeinschaft der göttlichen Mitarbeiter gedacht waren, für eigene Ego-Zwecke verwenden;
18. göttlichen Mitarbeitern die materielle Lebensgrundlage entziehen und sie so an ihrer göttlichen Arbeit hindern.

Zudem gibt es noch 14 göttliche Tantra-Wurzel-Gelübde, die das reine Bewusstsein aufrechterhalten und ebenfalls eingehalten werden sollten:

1. niemals den göttlichen Lehrer herabsetzen,
2. niemals die göttlichen Gelübde und Gesetze brechen,
3. niemals feindlich gegenüber den göttlichen Brüdern und Schwestern gesinnt sein,
4. niemals aufhören, alles-was-ist zu lieben,
5. niemals den Erleuchtungsgeist aufgeben,
6. niemals die eigene Glaubensrichtung oder die eines anderen Menschen herabwürdigen,
7. niemals unvorbereiteten Wesen geheimes Wissen vermitteln,
8. niemals die eigenen Sinnesorgane, wie Intuition und Instinkt, die Ausdruck des Seele-Geist-Wesens und Erden-Selbst sind, missachten,
9. niemals Zweifel an den göttlichen Lehren hegen,
10. sich nicht mit anti-göttlichen oder Ego-Menschen abgeben, die den göttlichen Lehren nicht wohlgesonnen sind oder sogar gegen diese arbeiten,
11. niemals geheime, heilige Dinge benennen, die nicht benannt werden dürfen und die ihrer Natur nach unaussprechlich sind,
12. niemals Menschen wegen ihrer Hingabe zu einer religiösen Praxis verachten oder sich über sie lächerlich machen,
13. niemals Frauen, die ihrer Natur nach Weisheit sind, missachten.

Halte Dich an diese göttlichen Gesetze und Gelübde und Du wirst erfolgreich auf Deinem spirituellen Pfad des Lichts und der Erleuchtung in Gott AMA sein.

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

 
Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über die Barmherzigkeit von Gott AMA berichten.

Einer der wichtigsten Namen Gottes ist der „Allerbarmer“. Denn Gott AMA herrscht über Sein Reich mit Seiner Barmherzigkeit und Liebe. Das Wort „Barmherzigkeit“ bedeutet, dass Gott AMA die absolute und unbegrenzte Barmherzigkeit gegenüber Seinen Geschöpfen besitzt. Er wendet sich allen Seinen „Kindern“ gütig und mitfühlend zu, versorgt sie – seien sie lichtvoll oder dunkel – mit Lebensenergie und allem Lebensnotwendigen. Es gibt nichts und niemanden in Gottes Universum, der nicht durch IHN versorgt wird.

Die Weisen berichten: Nachdem Gott AMA die Schöpfung vollendet hatte, schrieb Er sich Selbst in Seiner heiligen Weisheit vor, dass Seine Barmherzigkeit immer größer sein soll als Seine Strafe. So steht seither die Barmherzigkeit und Liebe über dem Hass im Universum. Dasselbe gilt auch für Seine Geschöpfe und deren Taten. Gute, lichtvolle Wesen und gute, tugendhafte Taten stehen über anti-göttlichen Wesen und Ego-Missetaten.

Dabei gilt folgendes göttliches Gebot: Wer sich mit Gott AMA verbindet, mit dem verbindet Er sich auch, und wer sich von IHM löst, von dem löst sich auch Gott AMA. So muss jedes Geschöpf sich aktiv mit seinem freien Willen Gott AMA zuwenden, um Seine Barmherzigkeit zu erfahren.

Gott AMA, der Allerbarmer, hat allen Geschöpfen über Seine spirituellen Meister die göttlichen Gesetze der Wahrheit offenbart und gelehrt, auf dass sie ihren Ursprung und ihr Ziel begreifen mögen. Er hat ihnen den Weg zu sich leicht gemacht, wenn sie ihr Ego aufgeben.

Gott AMA hat alle Geschöpfe in Seiner Barmherzigkeit erschaffen. Er hat ihnen Sprache und Bewusstsein gegeben, auf dass sie sich entwickeln und lernen können.

Während Gott AMA zumeist als „Allerbarmer“ bezeichnet wird, bezieht sich Seine Eigenschaft „Der Barmherzige“ auch auf seine Geschöpfe, denen Er Seine Barmherzigkeit und Liebe zuteil werden lässt. Gott AMA ist gegenüber Seinen Geschöpfen noch barmherziger als eine Mutter gegenüber ihrem Kind. Er hat sich selbst Barmherzigkeit als oberstes Gebot vorgeschrieben, so dass Er gegenüber Seinen Geschöpfen allvergebend und barmherzig ist. Wenn eines Seiner Geschöpfe unwissentlich etwas Böses tut und es danach bereut und sich bessert, so wird ihm von Gott AMA vergeben.

Gott AMA ist der Kenner des Verborgenen und des Sichtbaren, Er ist der Allmächtige und Barmherzige. Er hat alles gut gemacht, was Er erschaffen hat. Er sendet deutlich Zeichen zu Seinen Geschöpfen, auf dass sie dadurch aus der Finsternis des Egos zurück in das göttliche Licht geführt werden. Gott AMA ist gegenüber Seinen Geschöpfen gnädig und barmherzig, auch wenn sie immer wieder in die Irre gehen und IHN und Seine Wahrheit vergessen.

Gott AMA lässt das Wesen, wen Er will, in Sein Meer der göttlichen Liebe und Barmherzigkeit eingehen, und bereitet den anti-göttlichen Wesen ihre gerechte Strafe für ihre Ego-Missetaten. Am Ende des Universums am Tag des Ausgleichs kann ein Mensch einem anderen Menschen nichts nützen, und niemand kann Dir helfen, außer Gott AMA. Die Wesen, derer Er sich erbarmt, sind vor allem Übel sicher und müssen keine karmische Strafe erdulden. Denn Gott AMA belohnt die Wahrhaftigen für ihre Wahrhaftigkeit und bestraft die Heuchler, wenn Er will, oder wendet sich ihnen in Barmherzigkeit zu und vergibt ihnen, wenn sie bereit sind zu bereuen.

Wer außer den anti-göttlichen Wesen, die sich in den Minus-Dimensionen verirrt haben, zweifelt an der Barmherzigkeit und Liebe Gottes? Ein wahrhaft glaubendes Wesen zweifelt niemals an der Allmacht, Liebe und Barmherzigkeit Gottes, denn es glaubt nicht nur an Gott und Seine Liebe, sondern weiß darüber.

So verbinde Dich regelmäßig in der Meditation mit Gott AMA, sowohl am Morgen als auch am Abend. Denn Er ist es, der Dich mit Seinen göttlichen Strahlen der Liebe, des Lichts und des Friedens segnet, und mit Seinen spirituellen Meistern und Engeln aus den Minus-Dimensionen der Dunkelheit zurück in die Plus-Dimensionen des göttlichen Lichts führt. Er ist barmherzig gegenüber Seinen Geschöpfen, die nach göttlichem Frieden streben und ihre Seelen reinwaschen wollen.

Auch wenn Du Dich in diesem Leben oder in vergangenen Inkarnationen mit Deinem Ego gegen Deine eigene Seele und die Seele anderer Menschen vergangen hast, verzweifle nicht, denn Gottes Barmherzigkeit ist groß. Er vergibt alle Sünden und Ego-Missetaten, wenn Du nur reinen Herzens bereust. Er ist der Allverzeihende und Allvergebende.

Wenn Du Gott AMA liebst, so folge Seiner Barmherzigkeit und tue Handlungen der göttlichen Liebe und des Mitgefühls. Auf diese Weise erlöst Du Dein negatives Karma und Dir wird vergeben werden. Das, was Du an guten Taten tust, wird zu positiven Karma und Du wirst dadurch einen besseren und größeren Lohn in Gott AMA finden, als Du Dir jemals vorstellen kannst.

Wisse: Gott AMA ist auf niemanden angewiesen und doch zeigt er reine Barmherzigkeit und Liebe. Er gibt Leben und er nimmt Leben. Er hat alles in Seiner Barmherzigkeit erschaffen. Er gab Dir den Lebensatem und lässt Dein Herz schlagen. Dein Leben obliegt allein Seiner Barmherzigkeit, denn Er ist der Allmächtige. Er schuf die gesamte Schöpfung, auf dass die Seele-Geist-Wesen darin experimentieren und lernen können. Er hat das göttliche Spiel begonnen und Er kann es jederzeit wieder beenden. Wären nicht Gottes Huld und Seine Barmherzigkeit über Seinen Geschöpfen, und wäre Er nicht gültig und erbarmend, dann wären sie längst durch ihr Ego und ihre Missetaten zugrunde gegangen!

Was Gott AMA Seinen Geschöpfen an Barmherzigkeit gewährt, das kann keiner zurückhalten. Was Er zurückhält, kann aber auch keiner freigeben. Denn Er ist der Allmächtige und der Allweise. So sei Dir bewusst, dass es Gott AMA alleine ist, der von Seinen Geschöpfen Reue annimmt und Liebe entgegennimmt, und dass Er der Allvergebende und Barmherzige ist!

Gott AMA ist größer als alles in Seiner Schöpfung und als jede von Seinen Geschöpfen gemachte Vorstellung und Beschreibung. Es gibt nicht Seinesgleichen und Er ist ein Einziger, dem keiner gleich ist. Dies ist so, weil Gott AMA allein die Wahrheit ist und alles andere, was außer IHM an Götzen und Dämonen angerufen wird, ist das Falsche, denn es ist nicht GOTT AMA. Gott AMA ist die höchste Wahrheit. Deshalb preise Seinen Namen über allem.

Gott AMA ist der Allerhöchste, der keiner menschlichen Partnerschaft bedarf. IHM gehört das Diesseits und das Jenseits. IHM obliegt die oberste Rechtleitung der Wahrheit. Belohnt wird von IHM derjenige, der gottesfürchtig ist und Gott AMA mehr als alles andere liebt.

Sei Dir bewusst: Es gibt keinen anderen Gott als Gott AMA, den Lebendigen, den Ewigen. Ihn ergreift weder Schlummer noch Schlaf. IHM gehört, was in den Dimensionen und Unterebenen auf allen Planeten im Universum ist. Niemand kann bei IHM Fürsprache einlegen außer mit Seiner Erlaubnis. Er weiß alles Vergangene, Gegenwärtige und Zukünftige. Die Menschen begreifen aber nichts von Seinem Wissen, es sei denn das, was Er will. Weit reicht sein Thron über alle Planeten und Dimensionen des Universums. Er ist der hohe, erhabene Herr von allem-was-ist.

So preise den Namen von Gott AMA, Deines allerhöchsten Herrn, der Dich erschaffen und geformt hat, der Dein Schicksal bestimmt und der Dich leitet, der Dir jedes Deiner Leben gegeben hat und es Dir wieder genommen hat.

Gott AMA hat Macht über alle Dinge. Er hat Leben und Tod erschaffen, um Seine Geschöpfe zu prüfen, ob sie gute Taten verrichten. Er hat die sieben Dimensionen des Lichts und der Dunkelheit mit ihren Unterebenen erschaffen. Du kannst keinen Fehler in der Schöpfung des Allerbarmers sehen. In IHM gibt es keinen Mangel, denn Er ist absolute göttliche Fülle und Reichtum.

Gott AMA gehört das Königreich der Himmel und der Erde. Er ist der König des Universums. Er bestraft, wen Er will, und Er vergibt, wem Er will; und Er hat Macht über alle Dinge! Er ist der Allerbarmer und der Barmherzige.

Sei Dir bewusst: Die Liebe von Gott AMA zu Seinen Geschöpfen liegt in Seinem Wohlwollen für sie und darin, dass Er ihnen gnädig und barmherzig ist. Die Liebe des Geschöpfes zu Gott AMA aber ist die sehnsüchtige Liebe, die sich im Herzen des gläubigen Wesen manifestiert, so dass es danach trachtet, seinen Geliebten zufriedenzustellen, und in seiner Sehnsucht nach der Einheit mit Gott wird es ruhelos und findet nirgends Ruhe als in IHM. Das Wesen wird vertraut mit dem Gottgedenken, während es dem Gedenken an alles andere abschwört.

Es gibt zwei Arten von Wesen, die Gott AMA lieben: Die ersten sind jene Wesen, die die ihnen erwiesene Gnade, Barmherzigkeit und Wohltätigkeit Gottes betrachten und durch diese Betrachtung zur Liebe zu Gott, ihrem barmherzigen Wohltäter, geführt werden. Die zweiten sind jene Wesen, die so hingerissen sind von der Gottesliebe, dass sie alle Gnaden für einen Schleier zwischen sich selbst und Gott halten, und deshalb durch das Betrachten des Wohltäters, d.h. Gottes, zu Seinen Wohltaten und Seiner Barmherzigkeit geführt werden.

Die Liebe der Eingeweihten entspringt ihrer Schau und ihrer Erkenntnis jener ewigen und ursachlosen Liebe und Barmherzigkeit Gottes. Darum lieben sie Gott AMA auch ohne irgendeine Ursache oder Tat. Sie sind in ständiger Eintracht mit Gott AMA und Seiner barmherzigen Liebe, gleich ob Er anwesend ist oder nicht, da ihr Herz ganz in Einklang mit dem Willen ihres Herrn schwingt. Gott AMA nimmt sie in Seiner Barmherzigkeit ganz in Sein Meer der göttlichen Liebe auf, wo es nichts mehr außer IHN gibt. So wird das Geschöpf durch Seine Barmherzigkeit eins mit Seinem Schöpfer.

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

 
Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über die verschiedenen Bewusstseinsstufen im Universum Gottes und das wahre, göttliche Bewusstsein berichten.

Was ist Bewusstsein? Bewusstsein ist die wirkende Eigenschaft des göttlichen Ur-Geistes. Das Bewusstsein erscheint im Universum auf verschiedenen Ebenen, d.h. Bewusstseinszuständen und Dimensionen, in unterschiedlicher Qualität und Schwingung. Dennoch bleibt es immer das EINE Bewusstsein, das sich nur in unterschiedlichen Farben und Frequenzen zeigt, aber am Ende immer dieselbe Substanz beinhaltet. Die höchste Stufe des Bewusstseins ist die Gegenwart Gottes, das Gottesbewusstsein, wo sich alle anderen Bewusstseinsabstufungen und Farben auflösen und nur noch pures Licht vorherrscht.

Wenn es in der Bibel heißt: „Kein Mensch hat Gott je von Angesicht zu Angesicht gesehen“, bedeutet das, dass die Wahrnehmung des Menschen und seiner physischen Sinne begrenzt ist. So ist er nicht imstande, das zu erfassen, was unendlich und unbegrenzt ist. Die spirituellen Meister wissen um die Wirklichkeit Gottes und haben IHN direkt erblicken können, indem sie in Sein Bewusstsein und Seine Bewusstseinsfrequenz eingetreten sind. Nur wer im höchsten Gottesbewusstsein schwingt, kann Gott auch nahe sein und Sein Antlitz schauen.

Das Bewusstsein, das dem Ego-Menschen in der 3. Dimension zu eigen ist, ist die schwächste mögliche Spiegelung des starken Bewusstseins seines göttlichen Seele-Geist-Wesens in den höheren Dimensionen. Das 3D-Bewusstsein (=Ego-Bewusstsein) begrenzt den Menschen und macht ihn klein und schwach, da er nicht mehr Teil der göttlichen Unendlichkeit und Energie des Universums ist. Das ist die Prüfung, die jedes Seele-Geist-Wesen, das in der 3. Dimension inkarniert ist, bestehen und meistern muss. Es muss erkennen, dass es nur durch sein Ego begrenzt und vom Bewusstsein Gottes abgeschnitten ist. Wenn es sein Ego ablegt und wieder in das göttliche Wir-Bewusstsein der höheren Dimensionen eintritt, dann ist es wieder in der göttlichen Einheit schwingend und alle Trennung des Egos und der 3. Dimension löst sich auf.

Die meisten Menschen begehen jedoch den Fehler, ihre normale 3D-Bewusstseinsebene für die einzig mögliche zu halten. Sie leben in der Verblendung, dass es nichts neben ihrem isolierten Ego gäbe und die Einheit mit einer höheren Instanz oder gar Gott niemals möglich sein könne. Auf diese Weise leben die Menschen in dem Gefängnis ihres niederen Ego-Bewusstseins, ohne zu erkennen, dass sie Gefangene sind. Sie halten ihren gefangenen Zustand vielmehr für die einzige Wirklichkeit und nehmen ihn lethargisch hin, ohne an ihrem Schicksal etwas zu verändern und aus dem Gefängnis in höhere Bewusstseinsebenen und deren Freiheit „auszubrechen“.

Der Ausbruch aus dem Ego-Bewusstsein kann z.B. mittels der Meditation geschehen. Auf diese Weise erhebt man sein Bewusstsein aus seinem Körper, dem Ego und der niederen grobstofflichen Welt in die höheren, geistigen Bewusstseins-Ebenen seiner Seele und seines Geistes, wo Grenzenlosigkeit und Weite vorherrschen. Dies geschieht während man weiterhin in der irdischen Welt lebt, d.h. man verlässt seinen Körper nicht wirklich, sondern verlagert nur sein Bewusstsein in höhere Welten und Dimensionen.

Solange der Mensch aber nicht aus seinem Ego-Gefängnis ausbricht, lebt er nicht wirklich und ist nur ein Schattenwesen seiner Selbst. Er glaubt zwar, dass er lebt und IST, weil er denkt, doch diese Aussage bezieht sich nur auf seine 3D-Fähigkeit, irgendwie bewusst zu sein. Damit verbunden ist nicht die Fähigkeit, sich seiner selbst wirklich bewusst zu sein. Denken allein ergibt nämlich noch kein reines Bewusstsein. Erst Weisheit und Erkenntnis erheben den Menschen in die Ebenen der wirklichen Bewusstwerdung. Ist der Mensch sich einmal seiner selbst bewusst geworden und hat er auch den Schöpfer, die Schöpfung und die Geschöpfe bewusst erkannt, dann löst sich der Schleier der Maya auf und er kann in die höheren Dimensionen der Wirklichkeit aufsteigen.

Wisse: Jedes Lebewesen lebt und schwingt in seinem ganz eigenen Bewusstsein, entsprechend seinem Seelenzustand, seinem Geistzustand, seiner karmischen Vergangenheit, seinem Lebensplan und seinem Umfeld. So gibt es unter den Menschen unendlich viele Bewusstseinszustände, die sich nur grob in die einzelnen Dimensionen und ihre Schwingungszustände einteilen lassen. Denn das Bewusstsein ist so vielfältig wie ein Regenbogen, der immer wieder seine Farbe und Form verändern kann.

Die drei Haupt-Bewusstseinszustände des menschlichen Körpers sind:
Wachen, Träumen und Tiefschlaf.
Wenn sich der Geist des Menschen mit der Außenwelt vereint, nennt man es Wachsein. Wenn er seine Aufmerksamkeit von ihr abwendet und sich mit seinen Gedanken oder geistigen Phantasien vereinigt, nennt man es Träumen.
Wenn er still in sich ruht, an nichts Äußerem Interesse hat, nennt man es Tiefschlaf.

Wenn der Mensch wirklich den tieferen Sinn der Traum- und Schlafbewustsseinsebenen in ihrer ganzen Reichweite erfassen würde, dann könnte er kein Materialist bleiben. Denn er würde erkennen, dass es etwas in ihm gibt, das imstande ist, eine reale geistige Erfahrung zu machen, die außerhalb seiner bewussten Ego-Erfahrung in der materiellen Welt liegt. Durch die Bewusstseinszustände von Träumen und Tiefschlaf kann der Mensch Zugang zu seinem feinstofflichen Selbst, seinem Seele-Geist-Wesen, bekommen und sich mit diesem in anderen Unterebenen, Parallelebenen oder gar auf andere Planeten oder Galaxien begeben. Den nächtlichen „Reisen“ des Seele-Geist-Wesens sind keine Grenzen gesetzt, auch wenn bzw. gerade weil der menschliche Körper zurückbleibt und schläft.

Das Wunder des Schlafens und das ebensolche Wunder des morgendlichen Aufwachens ist ein Geschenk Gottes, dessen sich die meisten Menschen nicht bewusst sind. Durch dieses Wunder erhalten sie die Möglichkeit die eine Hälfte des Tages als physische inkarnierte Menschen in der 3D-Welt zu leben, die andere Hälfte aber als feinstoffliche Geistwesen in den feinstofflichen Welten zu schwingen. Wer kann schon sagen, dass er ein Hybrid-Fahrzeug besitzt, das in der materiellen und in der geistigen Welt gleichermaßen funktioniert? Dies ist das Wunder, das Gott nur seinen in der materiellen Welt der 3. Dimension inkarnierten Seele-Geist-Wesen zuteil werden lässt, so dass sie das ständige Wechselspiel zwischen materiellem und feinstofflichem Dasein experimentieren können.

Der bewusste Geist ist das Geheimnisvollste und dennoch Bedeutungsvollste aller zum menschlichen Leben gehörenden Strukturen. Seine drei Zustände von Wachsein, Träumen und Tiefschlaf sind nicht nur ein Wunder, sondern enthalten auch die Anweisung der göttlichen Führung für den Menschen zu erkennen, was er vergessen hat, nämlich wer er wirklich ist und warum er hier ist. Wenn der Mensch im Tagesbewusstsein nicht mehr weiß, wer er ist, wird er sich seiner selbst oft des nachts im Träumen gewahr, so dass dieser Bewusstseinsinstanz eine große Wichtigkeit zukommt.

Die meisten 3D-Menschen halten das Wach-Bewusstsein für die einzig mögliche und richtige Daseinsform ihrer Existenz. Dadurch grenzen sie sich aber selbst unnötig ein und trennen sich von der höheren göttlichen Wirklichkeit ihres Selbst. Da der 3D-Mensch alle anderen Bewusstseinsformen bloß als eine Kopie oder eine Entartung des menschlichen Ego-Bewusstseins verachtet, versperrt er sich das Tor zu wirklicher Einsicht, Erkenntnis und höchster Glückseligkeit, die ihm über die Bewusstseinszustände von Träumen und Tiefschlaf offen stehen würden. Wenn der Mensch bei seiner Entwicklung nicht auch die Bewusstseinsebenen des Traumes und Tiefschlafes berücksichtigt, wird ihn die Maya weiterhin täuschen und er wird den Schatten für die Substanz halten.

Oberflächliche Menschen halten oft nichts von solchen Untersuchungen des relativen Wertes des Wachzustandes, denn für sie gibt es keine höhere Wirklichkeit als das Wachsein und das normale 3D-Leben. Der Traum wird als minderwertige Instanz oder gar als Halluzination des Gehirns angesehen, dem man keine Aufmerksamkeit schenken sollte. Diese 3D-Menschen brandmarken die Erforschung des Schlafes als eine Pseudo- Wissenschaft, die keinen Nutzen hat. Wie können solche 3D-Menschen jedoch, wenn man bedenkt, dass alle Lebewesen, von der Ameise bis zum Menschen, einen Großteil ihrer ganzen Lebens in regelmäßigen Abständen schlafend verbringen, hoffen, die Bedeutung ihrer Existenz und die Bedeutung des Universums, von dem wir alle ein Teil sind, nur im Wachzustand zu erfassen, ohne die volle Bedeutung und den göttlichen Wert des Träumens und Schlafens und ihrer Bewusstseinszustände untersucht zu haben?

Wer also nicht die Wahrheit des Wachzustandes in Einklang bringt mit der Wahrheit des Traum- und Schlafzustandes, verschließt sich vor einer größeren göttlichen Erkenntnis und raubt sich gleichzeitig dem zweiten, gleichrangigen und wichtigen Aspekt seiner Wirklichkeit und Wesenheit, nämlich seinem feinstofflichen höheren Selbst, seinem Seele-Geist-Wesen. Der Hauptschlüssel zu göttlicher Erkenntnis und Erleuchtung liegt also im Tiefschlaf, einem Zustand, der dem Tod ähnelt. Denn wie es nach dem Tod zu einem Erwachen in der jenseitigen Welt und später zu einer neuen Inkarnation kommt, wacht auch der Schlafende am Morgen zu einem neuen Lebens-Tag auf. So wiederholt sich jeden Tag aufs Neue das kleine Sterben und Wiedergeborenwerden des Menschen, indem er abends einschläft und morgens wieder aufwacht. Welch Gnade damit verbunden ist, dass Gott den Menschen jeden Morgen aufs Neue erwachen lässt und aus den Armen des „kleinen Todes“ befreit, ist den meisten Menschen nicht bewusst.

Hieraus ergibt sich eine wichtige Frage: Träumst Du vielleicht nur, dass Du wach bist? Ist vielleicht der Wachzustand in Wirklichkeit der Traum und der Traum die wirkliche, wache Welt? Trittst Du erst in die reale Welt ein, wenn Du Dich niederlegst und schläfst. Die Antwort liegt in der Betrachtungsweise der Wirklichkeit. Letztendlich sind weder Wachen noch Träumen wirklich real.

Wisse: Die Formen, die das göttliche Bewusstsein annimmt, wenn es in Raum und Zeit in den Dimensionen erscheint, können gänzlich unterschiedlich sein. Jede Veränderung scheint aufs neue eine wirkliche Erfahrung zu sein, so dass die anderen oder vorherigen wie ein Traum oder gar unwirklich erscheinen.

So ist auch das Wachsein nur Teil einer größeren Einheit von Bewusstseinsebenen und Existenzen im Universum. Wer Gott und das Universum ausschließlich mit seinem Wachzustands-Ich untersuchen und erfassen will, wird scheitern. Es wird immer ein Rest übrig bleiben, der in einer anderen Bewusstseinsebene liegt und der mit dem momentanen Bewusstsein nicht erfasst werden kann. Doch auch die Welt, die der Träumer kennt, ist nicht die ganze Welt. Genauso ist die Welt, die das Wachzustands-Ich kennt, eingegrenzt. Die Tatsachen und Gesetzmäßigkeiten in beiden Welten sind verschieden, so dass jeder Gesichtspunkt auch notwendigerweise zu einer anderen Vorstellung von der Welt und Gott kommt als die andere.

Es ist eine ironische Tatsache der Schöpfung, dass selbst die begeisterten Befürworter des Ego-Materialismus das materielle Dasein nicht lange auszuhalten imstande sind, denn sie müssen ihm immer wieder im Schlaf oder Traum entfliehen. Leider sehen sie die wundersame Bedeutung dieser Notwendigkeit nicht, durch sie von Gott jede Nacht aufs Neue aus ihrem materiellen Körper und Ego-Bewusstsein in die höheren feinstofflichen Dimensionen ihrer Seele und ihres Geistes erhoben werden.

Im Traumzustand liegt der Schlüssel zum Geheimnis, wer Du bist, während der fortgeschrittene Zustand des Tiefschlafes andeutet, was Du bist und es doch nicht wirklich offenbart. Verfalle jedoch nicht der voreiligen Meinung, der träumende Geist oder die im Tiefschlaf herrschende bewusste Unbewusstheit seien die höchste Wirklichkeit. Auch wenn sie viel Weisheit in sich tragen: Sie sind nicht die höchste Wirklichkeit. Sie sind nur Beispiele, die Deinem durch Dein Ego beschränkten Verstand helfen sollen, sich ein richtiges Bild von jener höheren Wirklichkeit in Gott AMA zu machen, die frei von allen Dimensionen und Bewusstseinszuständen ist.

Dieser freie Zustand wird auch als der vierte Bewusstseinszustand bezeichnet. Der vierte Bewusstseinszustand ist eine sehr tiefe Meditationsebene, in der Du dasselbe wie traumlosen Schlaf erfährst, aber bewusst bleibst. Weil das Ego dort mit seinen Gedanken und Emotionen, Motiven, Begierden und Berechnungen nicht mehr vorhanden ist, wird dieses Bewusstsein auch als der göttliche Seinszustand bezeichnet.

Durch die Konzentration auf das göttliche Seele-Geist-Wesen und das Zurückziehen aus dem Bewusstsein der 3D-Welt, erlischt der 3D-Körpergedanke zusammen mit der von ihm sinnlich wahrgenommen 3D-Welt. Letztere ist nicht mehr vorhanden und die Schleier der Maya lüften sich. Dies bedeutet nicht, dass die Welt nicht mehr wirklich vorhanden ist, aber sie ist es im Bewusstseinszustand des spirituellen Erleuchteten nicht mehr. Er mag zwar noch in der Maya leben, aber er sieht ihre Illusion und lebt nicht mehr in dieser. Er führt ein Leben, das dem Tod gleicht, aber in dem er doch lebendig ist, gemäß der göttlichen Weisheit. „Stirb, bevor Du stirbst.“

Der vierte Zustand ist erreicht, wenn Du das wahre Wesen der drei anderen Zustände vollkommen verstanden und gemeistert hast, wodurch alle Deine Gedanken, Gefühle und Handlungen von nun an auf der unerschütterlichen Überzeugung und dem Wissen basieren, dass die drei anderen Bewusstseinszustände von Wachen, Träumen und Schlafen, lediglich Erscheinungen in der WIRKLICHKEIT Gottes sind. Sie vergehen, wohingegen der vierte Zustand der stets Bleibende ist.

Zusammenfassend bedeutet dies: Im Wach-Zustand erfährst Du die physische 3D-Welt, im Traum-Zustand erfährst Du die ätherische, feinstoffliche Astralwelt, im Tiefschlaf erschließt sich Dir eine noch höhere Erfahrungsebene Deines göttlichen Geistes, wodurch Du den Ur-Geist Gottes berührst, aber Dir aufgrund Deiner Unwissenheit dessen nicht bewusst bist.
Die WIRKLICHKEIT Gottes, d.h. Das wirkliche Bewusstsein, das diesen drei Bewusstseinszuständen zugrunde liegt, wird als spirituelle Erleuchtung erfahren. Bei den drei anderen handelt es sich nur um Zustände, während der vierte die WIRKLICHKEIT ist, die diese drei Zustände – Wachen, Träumen und Tiefschlaf – in sich beinhaltet. Der vierte Zustand ist die Wurzel aller anderen Bewusstseinszustände und allen Seins. Er ist die WIRKLICHKEIT Gottes frei von jeder Maya. Dies ist Dein Ziel und die Grundlage aller spirituellen Erleuchtung.