Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

 
Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über die Kraft der göttlichen Weisheit, Erkenntnis und Aufmerksamkeit berichten.

Frage: Haben die spirituell bewussten Menschen, in denen die Erkenntnis Gottes und Seiner Wirklichkeit in ihr Bewusstsein eingetreten ist, automatisch auch Weisheit oder müssen sie diese erst erlangen?

Wisse, dass Erkenntnis und Weisheit dasselbe sind. Wer erkannt hat, ist weise, und wer weise ist, hat erkannt. So ist jeder spirituell Erleuchtete sowohl weise als auch alles erkennend in seinem ganzen Wesen.

Sei Dir aber bewusst: Auch wenn jemand Erkenntnis oder Weisheit besitzt, kann er dennoch in sich noch Unbewusstheit tragen, z.B. in Bereichen des Wissens, die er nicht studiert hat, oder hinsichtlich einer Gegend oder Dimension, wo er noch nicht war, oder in Bezug auf Personen oder Dinge, von denen er noch nie etwas gehört hat. Jedoch ist er bei all dem nicht instabil oder wankend, da er aufgrund seiner durch die göttliche Weisheit gewonnenen Weltsicht, der Erkenntnis der Maya und der Existenz Gottes, sowie der Ichlosigkeit des Seele-Geist-Wesens und dem Zyklus der Wiedergeburten nicht mehr polar ist. So kann ein wahrhaft erleuchteter Mensch nicht mehr ungewiss sein und auch nicht mehr zweifeln.

In dem Augenblick, da die Erkenntnis der göttlichen Wirklichkeit eintritt, schwindet nämlich alle Verblendung und die Wurzel der Unverblendung nimmt an Stärke und Wachstum zu. Es ist genauso, als würdest Du in einem dunklen Raum ein Licht anzünden, so dass die Finsternis verschwindet und das Licht an seine Stelle tritt. Genauso verschwindet die Verblendung in dem Augenblick, da die göttliche Erkenntnis der Wirklichkeit Gottes in Dein Bewusstsein eintritt. In diesem Zustand bist Du weise, denn Du hast durch Deine Erfahrungen und Deinen Glauben Weisheit erlangt. Diese wird nie mehr schwinden, da sie sich mit ihrem Wissen über die wirklichen Dinge und die Vergänglichkeit der Maya in Deiner Seele verankert hat.

Die Weisheit besitzt die charakteristische Eigenschaft des Abtrennens von der Unwahrheit und Maya des Anti-Gottes. Sie besitzt aber auch die Eigenschaft des Aufhellens. Denn die göttliche Weisheit transformiert bei ihrem Erscheinen die Dunkelheit des Nichtwissens und verbreitet das Licht des göttlichen Wissens. Sie sendet die Strahlen der göttlichen Erkenntnis zu den Menschen aus und offenbart ihnen die göttlichen Gesetze, Gebote und Wahrheiten, so dass sie dadurch die Vergänglichkeit ihres Egos, die Wurzeln des Übels und die Wurzeln des Göttlichen sowie ihr unsterbliches Selbst in Gott AMA erkennen können. Das Licht der Weisheit macht Gott und Seine Wahrheit für die Menschen erst sichtbar, so dass sie die Notwendigkeit für jegliche spirituelle Erleuchtung ist.

Göttliche Weisheit ergibt zudem Aufmerksamkeit und Tugendhaftigkeit. Denn wer sich von der Maya abgetrennt hat, ist automatisch aufmerksam gegenüber allen Prüfungen und Lernlektionen, die ihm Gott schickt, und sucht immer nach der göttlichen Wahrheit hinter jeden Sache und Person. Dazu wollen wir Dir ein Beispiel geben:

Wie ein Bauer mit der linken Hand das Getreide zu einem Büschel zusammenfasst und es mit der rechten Hand mit der Sichel abschneidet, genauso agieren Weisheit und Aufmerksamkeit zusammen. Der spirituelle Schüler fasst seinen Geist mittels der Aufmerksamkeit zusammen, und durch die Weisheit schneidet er die Leidenschaften der Wurzeln des Übels und der Todsünden seines Egos in sich ab, so dass seine reine Seele übrig bleibt. So ist die geistige Einstellung das charakteristische Merkmal der Aufmerksamkeit und das Abtrennen von der göttlichen Weisheit.

Weisheit, Tod und Karma

Wie kannst Du die Aufmerksamkeit in Dir stärken? Wisse: Aufmerksamkeit entsteht durch heilsame, göttliche, tugendhafte Handlungen, die das göttliche Wissen und die Weisheit in Deiner Seele stärken. Unheilsame Handlungen des Egos und der Wurzeln des Übels haben dagegen ein negatives Potential und verblenden Deinen Geist und Deine Seele. Je stärker die Begierden des Egos sind, desto empfänglicher bist Du für die Verblendungen der Maya und desto unempfänglicher bist Du für die Wirklichkeit Gottes und der höheren Dimensionen.

Willst Du die Geistesplagen Deines Egos aufgeben, musst Du ihre Nachteile, Merkmale, Gegenmittel und Entstehungsursachen kennen. Nachdem Du die Nachteile kennengelernt hast, siehst Du sie als Fehler und Schatten in Deiner Seele, die Dir lästig sind und transformiert werden müssen. Du erfasst Dein Ego als Gegner, der besiegt werden muss.

Wenn Du dagegen die Nachteile der Geistesplagen des Egos und der Wurzeln des Übels in Dir nicht kennst, verstehst Du sie auch nicht als Gegner und schützt Dich auch nicht vor ihnen. So studiere die Wurzeln des Übels und die Wurzeln des Göttlichen mit ihrem Tugendkatalog, um ihr Tun und Wirken in Deinem Leben zu erkennen. Hast Du sie dann erkannt, kannst Du ihr Wirken erkennen, gleich einem Verbrecher. Wenn Du dann, nachdem Du die Wurzeln des Übels und ihre Haupt- und Neben-Geistesplagen kennengelernt hast, Gier, Hass oder irgendeine andere davon im Ego entstandene negative Emotion fühlst, dann erkennst Du sie und identifizierst sie gleichsam wie einen Verbrecher. Du sagst dann: „Das ist diese Wurzel des Übels, etc. Sie ist in mir aufgetreten.“ Auf diese Weise kannst Du den Geistesplagen des Egos entgegentreten und von ihnen durch das Verständnis frei werden.

Gleichsam ist es wichtig, dass Du neben den Geistesplagen auch das Karma, das Du im Laufe Deiner Inkarnationen in Deiner Seele angesammelt hast und das Dich nun mit seinen alten Ego-Emotionen beherrscht, erkennst und erlöst. Identifiziere die genauen körperlichen, sprachlichen und emotionalen Umstände Deiner damaligen Handlungen, um Dein Bewusstsein von dem alten Schleier der Verblendung zu befreien und zurück zur göttlichen Wahrheit zu führen.

Erkenne immer die Absicht hinter Deinen Taten und analysiere, ob sie den Wurzeln des Übels oder den Wurzeln des Göttlichen entspringt. Denn jede Handlung, ob beabsichtigt oder unbeabsichtigt, basiert auf der Absicht eines Wesens und seiner positiven oder negativen Gedanken und Emotionen.

Wisse, dass durch das geschäftige Streben nach den 3D-Dingen des Lebens die Geistesplagen, die Wurzeln des Übels und das Fehlverhalten Deines Egos zunehmen werden. Das führt zweifellos dazu, dass Du Dich von den göttlichen Dimensionen und dem Nektar der Wurzeln des Göttlichen abwenden wirst. Du wirst in einen Zustand der Trägheit und dumpfen Schläfrigkeit fallen, was sich durch sinnloses Gerede, Ablenkung durch Essen, Trinken, technische Spielereien, Geld und Ego-Vergnügungen zeigt. Das führt Dich in Bereiche der Minus-Dimensionen, wo Du weder wissend noch wach bist, sondern vielmehr den Schlaf der Verblendeten schläfst, die dem Tod ihrer göttlichen Seele näher sind als dem Leben.

So ist es wichtig, dass Du Dir der Vergänglichkeit der Dinge immer gewahr bist, z.B. indem Du weißt, dass Du morgen sterben könntest und Du diese Welt ohne Deine Freunde, Angehörigen und Deinen Besitz verlassen musst. Auf diese Weise kannst Du das Verlangen Deines Egos von der irdischen Welt lösen. Dadurch entsteht in Dir wie von selbst der Wunsch, durch Freigiebigkeit, Barmherzigkeit, Liebe und Tugendhaftigkeit Dein von Gott gegebenes Leben zum Besten zu nutzen. Da Du siehst, dass alle Anstrengungen für weltliche 3D-Ziele wie Ruhm, Geld und Macht unwesentlich sind, kehrst Du Dich vom fehlerhaften Verhalten Deines Egos ab und sammelst gutes Karma, indem Du Zuflucht bei Gott AMA und den spirituellen Meistern nimmst, die göttlichen Gebote einhältst und gemäß der Tugenden und Wurzeln des Göttlichen lebst. Denn was könnte es Sinnvolleres geben als dadurch in die höheren Bewusstseinszustände der göttlichen Dimensionen aufzusteigen und auch Deine Mitmenschen dorthin zu führen?

So beseitige Anhaftung, Stolz und Unwissenheit in Deiner Seele, indem Du Dir der Vergänglichkeit Deines irdischen Körpers und Deines Egos bewusst wirst. Schon die alten Weisen haben die Vergegenwärtigung des Todes als starken Eisen-Hammer gerühmt, der augenblicklich sämtliche Geistesplagen und alles Fehlverhalten des Egos zertrümmert, so dass das Wesen durch das Tor der Selbsterlösung in die göttliche Wirklichkeit Gottes und Seiner Liebe sowie Seiner Glückseligkeit eintreten kann.

Wisse, dass die Zeit zur Verwirklichung Deines göttlichen Aufstiegs nur die Zeit ist, in der Du im Universums inkarniert bist, d.h. sie ist durchaus begrenzt und nicht ewig. Meistens halten sich die Wesen im Laufe ihrer Inkarnationen in elenden niederen Dimensionen und Schwingungsbereichen auf, und selbst, wenn sie einmal in höherschwingende, glückliche Bereiche kommen, dann sind es großteils Orte, wo es ihnen an Zeit mangelt, so dass sie keine Gelegenheit zur Verwirklichung der göttlichen Tugenden finden. Die meisten Wesen neigen dazu, gute Taten auf später zu verschieben nach dem Motto „Das mache ich morgen“. Dadurch halten sie aber die Tür zu allen Verschlechterungen ihrer Seele offen, da sie noch nicht bereit sind, sich im Hier und Jetzt zu wandeln und wirklich durch die Tür der Tugendhaftigkeit in die höheren göttlichen Dimensionen einzutreten.

Bei all dem ist es wichtig, dass Du Dein Ego-Selbst aufgibst. Es ist wie bei einem Baum, den Du an der Wurzel fällst, so dass alle Äste, Blätter und Zweige vertrocknen. Wenn Dein Ego gefällt wird, hören gleichermaßen alle Geistesplagen und alle karmischen Anhäufungen der Wurzeln des Übels auf.

Wenn Du die verkehrte Ansicht Deines Egos widerlegst, so werden auch alle anderen Geistesplagen der Wurzeln des Übels von Dir abgewendet und sterben ab. Ohne die Widerlegung der Illusion Deines Ego-Selbst, sind also weder göttliche Erkenntnis noch Weisheit möglich.

Wisse: Wenn Du die Illusion Deines Egos erkannt hast, dann kannst Du durchaus noch unter dem Einfluss der Wiedergeburten stehen, bis sich Deine Seele weiter transformiert hat, aber Du sammelst Dir kein neues Karma an – vorausgesetzt, Du bist achtsam und wachsam und verfällst nicht wieder den Verlockungen der Maya und des Anti-Gottes.Du schwingst in einem permanenten Zustand der Bewusstheit und Weisheit, denn Du schaust bei allem, was Du erlebst, hinter die Schleier der Welt und erkennst die Wahrheit Gottes, die in allem-was-ist enthalten ist.

Zum Abschluss wollen wir Dir eine Lobpreisung an die göttliche Weisheit offenbaren, die Du jederzeit sprechen kannst, um Dich mit dem Strahl der Weisheit und Erkenntnis Gottes zu verbinden:

„O Gott AMA, Herr der höchsten Weisheit,
ich preise Deine neutrale göttliche Weisheit,
den großartigen inneren Diamantkristall des reinen Wissens Deines Herzzentrums,
die erhabene, unveränderliche, immerwährende große Glückseligkeit,
den unzerstörbaren höchsten Geist Deiner Weisheit,
der alle göttlichen Wesen von allen unreinen Kräften
ihres Egos und der Wurzeln des Übels befreit,
auf dass sie rein in der Seele und im Herzen werden.
Ich verneige mich vor Dir.
Bitte verwandle mich durch Deine göttliche Weisheit
in ein erkennendes und bewusstes göttliches Lichtwesen der neuen Zeit.
Alles Großartige bringe ich Dir dar,
o Gott AMA, Herr dieses Universums,
der Du höchste Freiheit bist,
bitte hilf mir,
auf dass ich selbst Befreiung von der Maya und vom Ego erlange.

O Gott AMA, bitte segne mich und alle göttlichen Wesen,
auf dass wir augenblicklich frei werden von den Wurzeln des Übels.
Ohne Anhaftung an die Maya
und ohne das leiseste Zögern bringe ich Dir alle Objekte
meiner Wurzeln des Übels dar:
Meinen Körper, meine Seele und all meinen Besitz.
Nimm all dies an und wandle es in göttliche Reinheit der Wurzeln des Göttlichen,
in Zufriedenheit, Liebe, Demut, Liebe und Unverblendung.
Darum bitte ich Dich.
Ich danke Dir.“

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

 
Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch ein Gebet zum Lobpreis von Gott AMA übermitteln, um Eure Schwingung in Sein Herzzentrum anzuheben:

Vorrede:

O Gott AMA, mein Herr und Schöpfer,
Du rufst meine Seele trotz ihrer Unreinheit und Ego-Schuld zu Dir.
Denn größer als alle Schuld ist Deine göttliche Liebe und Vergebung.
Ich glaube an Deine göttliche Liebe,
die mich in Dein Herzzentrum erhebt.
Mit Vertrauen komme ich zu Dir.
Bitte mache mich zu Deinem Diener/Deiner Dienerin
und schicke mir Deine göttliche Liebe und Barmherzigkeit.
Komm mir zu Hilfe, damit ich nicht wanke.
Was auch immer mir zustößt,
sei Du mein Halt.
O Gott AMA, bitte gib mir Mut zu hören auf das,
was Du mir sagst.
Ich danke Dir für Deine Führung.

Haupt-Gebet:

O Gott AMA, Schöpfer meiner Seele!
Ich singe und preise Deinen Namen.
Deine Liebe und Barmherzigkeit, o Gott AMA,
will ich in alle Ewigkeit lobpreisen.
Meine Seele verehrt ihren Schöpfer.
Du bist mein Führer und Leiter,
unter Deiner Führung leide ich keine Not.

O Gott AMA, bitte vergib mir meine Ego-Schuld
und rette mein göttliches Seelenlicht.
Du hast mich aus der Finsternis der Minus-Dimensionen
zu Deinem Licht emporgezogen.
O Gott AMA, Dir will ich danken auf ewig und ewiglich.
Bitte behüte mich,
denn ich vertraue auf Dich.
Nimm mich bei Deiner Hand
und führe mich nach Deinem Willen auf Deinen Wegen.

O Gott AMA, Du hast mich von der anti-göttlichen Seite befreit,
Du hast mir neues göttliches Leben geschenkt.
Ich gehe meinen Weg zu Dir durch die Ebenen der Polarität.
Meine Augen schauen allezeit zu Dir,
meinem Herrn und Schöpfer.
zum Wohl aller Seelen, die die Worte Deiner Weisheit hören und verstehen.

O Gott AMA, Du schenkst Deinen Dienern Deinen Frieden,
so schenke auch mir Deinen göttlichen Frieden
und richte meinen Seelenmut wieder auf,
o mein Schöpfer.
Zu Dir, o Herr, erhebe ich meine Seele.
O Gott AMA, sei mir gnädig,
mache mich frei vom Ego.
Gib mir göttliche Zufriedenheit,
schenke mir Seelenheil.

O Gott AMA, ich will allzeit auf Deine Stimme hören
und mein Herz nicht vor Dir verschließen.
Ich will die Herrlichkeit Deiner Strahlen des Lichts, der Liebe und des Friedens
zu allem-was-ist verbreiten.
O Gott AMA, ich danke Dir für alles,
was Du tust.
Alle Geschöpfe sollen Dich preisen,
denn Du bist der König in allen Dimensionen, Unterebenen und Welten im Universum.

O Gott AMA, so will ich Dir zu Ehren singen und jubeln
und zu Deinem Thron in Deinem Herzzentrum kommen voll Dankbarkeit.
Ich bin Dein göttliches Geschöpf
und gehe zu Dir, meinem Schöpfer und meiner Heimat.
Ich preise Deinen Namen
und singe Dir zu Ehren Loblieder.
Du bringst Deinen Geschöpfen durch Deine spirituellen Meister und Engel
den göttlichen Frieden.
O Gott AMA, ich bitte Dich:
Gib der Welt ewigen Frieden.
Bitte hilf mir und mach mich frei vom Ego.
Dürstend komm ich zu Deinem Wasser der Erlösung
und trinke mit Freuden.
Ich danke Dir. Amen.

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über die Lebenskraft des Kosmos (=Prana) und die Praxis des Pranayama berichten, durch die Euer Körper, Eure Seele und Euer Geist gesund und harmonisch bleiben.

Der ganze Kosmos ist erfüllt von Prana (=Lebensenergie, Chi). Physikalisch zeigt sich Prana durch viele kleine negative Ionen in der Atmosphäre. Der Pranagehalt der Atmosphäre ist dabei den Jahreszeiten und geographischen Schwankungen der Natur auf dem jeweiligen Planeten resp. der Erde unterworfen. Smog, Staub und Rauch verschlingen Prana und machen die Luft lebensenergiearm oder sogar tot.

Die Sonne und ihre göttlichen Lichtstrahlen sowie bewegtes und verdunstetes Wasser dagegen laden die Luft mit Prana-Energie auf, indem sie die negativen Ionen verstärken. Das führt dazu, dass der Mensch, der sich viel in der Natur aufhält, mehr Lebensenergie aufnimmt und ausstrahlt, als der Mensch, der in der Stadt fern von der Natur lebt. Der menschliche Körper nimmt dabei die Prana-Energie in Form der elektrischen negativen Ionen aus der Atmosphäre auf, verwendet sie für die Versorgung und Aufrechterhaltung seines Organismus und gibt sie dann wieder in Form von positiven Ionen über die Haut ab. Das ist auch bei Tieren und allen anderen Lebewesen der Fall. Je mehr negative Ionen (=Prana) ein Wesen aufnimmt und je mehr alte, tote Energie es abgibt, umso lebender und gesünder ist das Lebewesen.

Die Aufladung mit negativen Ionen (=Prana) erfolgt dabei überwiegend über die Atmungsluft, aber auch über Sonnenbäder, Barfußgehen und Wasser. Positive Ionen (=Apana) werden über Schwitzen (z.B. Sauna oder Sport) abgegeben, wodurch der Körper entgiften kann und wieder mehr negative Ionen aufnehmen kann, so dass die Prana-Kraft im Körper zunimmt.

Dies erklärt, warum der Körper des Menschen nicht von der elektrischen Kraft der Natur abgeschnitten werden darf und immer in Kontakt mit dem Erdboden sein muss. Nur so kann er ein elektrischer Leiter für negative Ionen (=Prana) sein und kann verbrauchte Energie, d.h. positive Ionen (=Apana) abgeben. Alle Tiere in der Natur sind durch ihre Lebensweise einer permanenten „Elektrotherapie“ ausgesetzt, der sie sich nicht entziehen können. Ihr Fell ist statisch aufgeladen, was sich z.B. durch Funken zeigt, wenn man ein Tier streichelt. Über ihre Pfoten sind Tiere in dauerhaftem Kontakt mit dem Erdboden. Sie sind nur dann gesund, wenn sie in enger Verbindung mit dem Erdboden und der Natur sind. Eine Katze, die im fünften Stock eines Hochhauses in einer 2-Zimmer-Wohnung lebt und in ihrem ganzen Leben nie hinaus in die Natur kommt, wird auf Dauer krank werden, da sie nicht artgerecht lebt. Dasselbe gilt für Hamster oder Meerschweinchen, die ihr Leben in Käfigen verbringen, aber auch Fische, die in einem Aquarium schwimmen, abgeschnitten vom elektrischen Magnetfeld des Meeres.

So ist es ein Zeichen von ethischer Wertschätzung und wahrer Tierliebe, wenn man seinem Haustier den Zugang zur Natur und damit zur Aufrechterhaltung seiner Gesundheit ermöglicht. Ist dies nicht gegeben, da man z.B. in der Stadt lebt, sollte man auch kein Tier als „Gefangener“ in seiner Wohnung halten. Die Freiheit ist das höchste Gut und sollte jedem Tier gewährt werden, weswegen letztendlich die gesamte heutige Haustier- und Nutztierhaltung als unnatürlich und unethisch anzusehen ist.

Der Mensch kann auch durch seine Kleidung an einem natürlichen Elektrizitätsaustausch über die Haut mit der Luft behindert werden. Besonders unnatürliche, künstliche Kleidung aus Plastik und Kunstfasern beeinträchtigt diesen natürlichen Elektrizitätsaustausch oder unterbindet ihn gar vollständig. Natürliche Kleidung aus Baumwolle, Leinen und besonders Wolle, welche automatisch eine gute Leitkraft hat (siehe das Funkensprühen, wenn man einen Wollpullover an oder auszieht), ist hier eindeutig vorzuziehen. Ideal ist es, barfuß zu gehen und sich gerade im Sommer auf weniger Kleidung zu beschränken, so dass die Haut in Kontakt mit der Erde, der Sonne und der Luft ist. Gerade Schuhe isolieren den Menschen vom Elektromagnetfeld der Erde und reduzieren dadurch den Prana-Energieaustausch zwischen Mensch und Erde. Wer barfuß geht und wenig Kleidung trägt, die zudem aus natürlichen Materialien besteht, ist hier besonders im Vorteil.

Bereits Pfarrer Kneipp empfahl, frühmorgens in der Natur barfuß im Tau des Grases zu gehen. Tau ermöglicht eine noch bessere Kontaktaufnahme mit dem Elektromagnetfeld der Erde. Barfuß in der Wohnung zu gehen, wo man keinen direkten Kontakt zur Erde hat, hat eine viel geringere positive Wirkung. Das liegt daran, dass die Wohnung hermetisch vom Energiefeld der Erde abgeschnitten ist, es sei denn, man würde im Erdgeschoss eines alten Gebäudes barfuß gehen, das keine Fußbodenisolation aus Kunststoff besitzt. Doch auch dann wäre der Gang durch den Tau der Wiese vorzuziehen, da die direkte Verbindung mit dem Erdboden immer kraftvoller ist als die indirekte über Fußböden aus Holz, Stein oder Fliesen.

Auch die Farbe der Kleidung ist entscheidend. So hemmen künstliche Farben die Aufnahme von Lebensenergie. Fast jedes Kleidungsstück, auch wenn es aus Bio-Baumwolle ist, ist mit chemischen Farben gefärbt, die die natürlichen Farben der Sonne nicht reflektieren können. Sie wirken gleichsam als Abwehrmechanismus, so dass Prana nicht in das Energiefeld des Körpers gelangen kann, und schwächen dadurch die Lebenskraft des Menschen. Natürliche Farben oder Pflanzenfarben, welche die natürlichen Farbpigmente der Natur enthalten, sind hier eindeutig im Vorteil, da sie die Prana-Energie stärken und den Menschen mit dem Regenbogen-Magnetfeld der Natur verbinden. Dies zeigt sich daran, dass Bienen und Hummeln von diesen natürlich gefärbten Kleidungsstücken magisch angezogen werden, da sie die Farben der Natur darin erkennen und sie für Blumen halten. Künstliche Farben dagegen sind für sie ohne Leben und Interesse, so dass sie sie meiden, auch wenn das leuchtend künstliche gelb oder rot noch so schön sein mag.

Durch folgende Körperbereiche kannst Du Prana aufnehmen:
1. Die Nase
2. Die Lunge
3. Die Zunge
4. Die Haut

Gerade die Zunge ist oft ein unterschätztes Organ zur Absorption von Prana, denn „der Mensch ist, was er isst“. In jedem Nahrungsmittel ist mehr oder weniger konzentrierte Sonnen-Energie bzw. Prana-Energie. Ein wichtiger Energieanteil des Körpers wird aus den Nahrungsmitteln bezogen. Für den 3D-Menschen, der keine Yoga- und Pranayama-Übungen macht und sich von der Natur und den Naturgeistern abgeschnitten hat, ist die Nahrung sogar oft die einzige Energiequelle und der einzige Brennstoff, der seinen Körper am Leben erhält.

Dabei sind nicht nur Magen und Darm für die Aufnahme von Prana verantwortlich, sondern mehr noch die Geschmacksnerven über die Zunge. Solange ein Nahrungsmittel einen Geschmack hat, enthält es noch Prana. Die Yogis kauen deshalb ihre Nahrung so lange, bis sie geschmacklos ist. Erst dann, nach der Aufnahme des feinen Pranas, wird die Nahrung geschluckt und der Körper kann auch die grobstofflichen Nahrungsbestandteile in sich aufnehmen.

Dabei solltest Du Dir aber bewusst sein, dass die Nahrung zwar Deinen physischen Körper erhalten kann, aber Deinen feinstofflichen Körper keinesfalls allein mit Prana und Lichtenergie versorgen kann. Dazu sind andere Methoden notwendig. Die wichtigste dabei ist die Atmung bzw. die Aufnahme von negativen Ionen über die Nase und die Lunge. Im alten Indien hat sich daraus eine besondere Atempraxis entwickelt, das Pranayama, die von den Eingeweihten und Yogis seit Jahrtausenden an die reifen Schüler weitergegeben wird. An Der Atmung eines Menschen erkennst Du seinen körperlichen, seelischen und geistigen Zustand. Ein wütender Mensch atmet anders als ein friedvoller. Ein ängstlicher Mensch atmet anders als ein glücklicher, usw.

Die meisten 3D-Menschen atmen die Luft bloß ein, ohne diesen Vorgang wahrzunehmen. Sie atmen nicht mehr bewusst und haben so auch verlernt, bewusst Prana-Energie in sich aufzunehmen. Sie atmen flach und passiv, wodurch ihr Körper permanent mit Sauerstoff unterversorgt ist. Der Aufenthalt in abgeschlossenen Räumen, deren Luft verbraucht oder gar durch chemische Stoffe vergiftet ist, verstärkt diesen Zustand. Dabei ist die Luft mehr als ein unentbehrliches Element zum überleben, sondern sie vermittelt auch Meldungen und Nachrichten über die äußere Umgebung. Dein Geruchssinn kann Dir viel über die Natur, den emotionalen Zustand Deiner Mitmenschen und Dein Umfeld verraten, mit denen Du verbunden ist. Die aktive Aufnahme von frischer Luft über die Atmung, sowie das bewusste Ausatmen von verbrauchter Luft macht den Menschen auf Dauer gesünder, harmonischer und ausgeglichener.

Dabei sind folgende Punkte besonders zu beachten: der Rhythmus, die Dauer, die Länge und der Schwerpunkt der Atmung. Je langsamer, ruhiger und tiefer der Atem wird, desto bewusster kann man in sein Seele-Geist-Wesen und die höheren Dimensionen eintreten. Das ist die Basis für eine erfolgreiche Meditation und Gottesverbindung. Wer dagegen im Ego und den Wurzeln des Übels ist, der atmet kurz, oberflächlich und hastig, wodurch er zu viel Lebensenergie (Prana) verliert und die verbrauchte Energie (Apana), die sich in seinem Körper und seinem Geist angesammlt hat, nicht abfließen kann.

Zusammenfassend bedeutet das: Prana, die in den Körper, die Aura und das Energiesystem des Menschen hineinströmende göttliche Lebensenergie (=negative Ionen) des Kosmos, sowie Apana, die aus dem Körper und dem System herausfließende verbrauchte Lebensenergie (=positive Ionen), sind die nährende und ausscheidenden Aspekte der göttlichen Lebensenergie und bilden ihre positive und negative Seite. Wenn Prana und Apana im Menschen in ausreichendem Maße in Harmonie vorhanden und in Neutralität und Ausgleich fließen kann, dann ist der Mensch gesund, ein Teil des Kosmos und den Kräften der Natur und kann in die höheren göttlichen Dimensionen der Wirklichkeit Gottes eintreten.

Wenn der Prana/Apana-Fluss im Menschen ausgeglichen ist, erwacht die Kundalini-Schlange und das Wesen kann in sein göttliches Dreiheitswesen aus Seele-Geist-Wesen, Körperwesen und Erden-Selbst eintreten. Die Vereinigung der beiden Pyramiden (Himmels- und Erd-Pyramide) kann stattfinden. Dies zeigt sich an einer erhöhten Konzentration und Klarheit des Geistes, die die Basis für ein erweitertes Bewusstsein sind.

Ohne den göttlichen Prana-Energiefluss vermag der menschliche Körper gar nichts. Erst das Prana ist für die Aufrechterhaltung aller körperlichen Funktionen verantwortlich. In Form der 5 Vayus (Prana, Apana, Udana, Samana, Vyana), fließt sie durch alle Chakren, Organe und Energiezentren, steuert und versorgt diese und reinigt sie von alter, verbrauchter Lebensenergie, so dass der Körper gesund und energetisch ist.

Ein gesunder Prana-Vayjus-Haushalt erzeugt einen hochschwingenden, glückseligen und friedlichen Zustand, in dem es leichter fällt, die Maya zu durchschauen und die göttliche Wahrheit zu erkennen. Alle Atemtechniken, Haltungen und Meditationen des göttlichen Adma-Yoga beschleunigen diesen Transformationsprozess. Nach dem Erlangen der grundlegenden Asana-Übungen ist es deshalb empfehlenswert, Prana und Apana durch bewusste Atemübungen im Gleichgewicht zu halten, so dass die Lichtfrequenz des Wesens zunehmen kann.

Dies wird durch den Einsatz der Körperschleusen, der 3 Bandhas, erreicht, welche die Lebensenergie (Prana) im Körper stärken. Die Bandhas (=Schleusen) werden dabei auf die Körperbereiche im physischen und energetischen Körper angewandt: sie kontrollieren Prana (von oben hineinströmende Lebensenergie) und Apana (nach unten ausfließende Lebensenergie). In der Pranayama-Praxis bedeutet dies, dass der Blutkreislauf, das Nervensystem und die endokrinen Drüsen, sowie die Körperausgänge durch Muskelkontraktion bewusst gelenkt und beeinflusst werden. Der Einsatz der Bandhas zielt also darauf ab, die Prana-Energie im Körper zum Aufsteigen zu bringen und zu meistern. Dies wird auch als das Erwecken und der Aufstieg der Kundalini-Schlange im Menschen bezeichnet.
Es gibt drei Bandhas:
Nackenschleuse: Jalandhara Bandha
Zwerchfellschleuse, auch Bauchdeckenschleuse genannt: Uddiyana Bandha
Wurzelschleuse, auch Beckenbodenschleuse genannt: Mula Bandha

Werden alle drei Schleusen gleichzeitig in korrekter Haltung und mit der richtigen Konzentration gezogen, nennt man das: „Die Große Schleuse“: Maha Bandha

Die „Große Schleuse“ besteht aus der gleichzeitigen Anwendung aller 3 Schleusen/Bandhas bei ausgehaltenem Atem und wird überwiegend nach vorangegangenen Pranayama-Übungen und Adma-Yoga-Übungen ausgeführt. Sie wird in verschiedenen Haltungen angespannt und mit unterschiedlichen Mudras/Finger- und Handstellungen kombiniert. Maha Bandha gehört zur zentralen Basis des göttlichen Adma-Yogas. Jeder spirituelle Schüler bzw. jede Schülerin sollte die Große Schleuse beherrschen lernen.

Wenn alle Schleusen gezogen sind, befinden sich sowohl der physische Körper als auch der feinstoffliche Energiekörper in einem vollkommenen Transformations-, Heilungs- und Energetisierungszustand. Die Schwingung kann von der Dunkelheit hin zum Licht angehoben und alte Ego-Strukturen und die Wurzeln des Leides transformiert werden. Das göttliche SGW-Bewusstsein kehrt zurück in den Körper und das Wesen wird eins mit den Tugenden und dem Strahlen der Liebe, des Lichts und des Friedens Gottes. Gleichzeitig wird der gesamte Körper durch die aufsteigende, aktivierte Prana-Energie mit seinen Drüsen, Nerven und Chakren verjüngt. Der neue Lichtkörper des neuen göttlichen Zeitalters kann gestärkt und ausgedehnt und der alte Eha-Gautami-Körper des dunklen Zeitalters zurückgeschnitten und aufgelöst werden, was elementar wichtig für den Eintritt des Menschen in die höheren Dimensionen des neuen göttlichen Zeitalters des Lichts ist.

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

 
Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über die Engel und ihre göttlichen Eigenschaften berichten, die Ausdruck der puren Lichtenergie Gottes in Seiner Schöpfung sind.

Die göttlichen Engel werden auch als reine Geistwesen der ersten Stunde bezeichnet. Anders als die normalen Seele-Geist-Wesen sind sie nicht dazu geschaffen worden, um sich mit einem materiellen Körper auf den verschiedenen Planeten im Universum zu inkarnieren, sondern um diese als Spielleiter zu leiten und mit göttlicher Energie zu versorgen. Im Gegensatz zu Gott AMA haben aber auch die Engel eine bestimmte materielle, personalisierte Struktur, die es ihnen ermöglicht als individuelles Wesen im Auftrag Gottes im Universum zu agieren. Nur Gott AMA allein ist vollkommen geistig und transzendent, d.h. Er bildet nicht das letzte Glied einer Kette, deren erstes Glied die Materie ist und deren weitere Glieder in ihrem stetigen Aufstieg IHM immer ähnlicher werden, sondern Er ist durch Seine Schöpfung alles-was-ist, auch die Materie, und es besteht kein Abstand zwischen Ihm und dieser.

Daraus ergibt sich, dass die göttlichen Engel folgende drei Haupt-Eigenschaften haben, die wir Dir nachfolgend näher erläutern wollen:

1. Die Engel sind unveränderlich und unvergänglich.

In dem Augenblick, in dem die Engel von Gott AMA in das Dasein gerufen worden sind und ihre Existenz begonnen haben, hatte ihre Seelennatur auch schon ihre komplette Vollendung erreicht. Sie mussten also nicht mehr inkarnieren und Erfahrungen sammeln, um ihre Seele zu wandeln und zu reifen, um eines Tages zu Gott AMA aufsteigen zu können. Sie waren bereits vollkommen in Seinem Licht, Seiner Liebe und Seinem Frieden erleuchtet. Einmal geschaffen, unterliegen die Engel keinem Wechsel und keiner Veränderung mehr, weswegen sie auch als göttlich „naiv“ bezeichnet werden. Sie können weder Fähigkeiten erwerben noch ihre Kräfte erweitern noch irgendeine Vermehrung oder Verminderung ihres göttlichen Seelen-Wertes erfahren.

Denn Begrenzung und Einschränkung des göttlichen Wesens sind immer Unvollkommenheiten, die in der 3D-Welt und in der Materie begründet sind, und die bei rein geistigen Wesen wie den Engeln ausgeschlossen sind. Ansonsten sind sie keine Engel, sondern normale inkarnierte Seele-Geist-Wesen, die durch Geburt und Tod im Universum Werden und Vergehen erfahren und ihren Seelendatenspeicher durch ihre positiven und negativen Erlebnisse füllen, um ihn eines Tages an Gott AMA abzugeben.

Die alten Weisen sagen dazu: „Die göttlichen Engel erleiden keine Veränderung. Denn bei ihnen ist keiner ein Kind, keiner ein Erwachsener, keiner ein Alter. Sie sind zeitlos und alterslos. Die Engel sind am Anfang der Schöpfung geschaffen worden und sie verbleiben unversehrt und unentwegt im höchsten Zustand der Plus 7. Dimension, wo sie von Gott AMA und Seinem Licht versorgt werden bis zum Ende der Schöpfung.“

Neben der Unveränderlichkeit besitzen die göttlichen Engel auch die Unvergänglichkeit, welche ebenfalls ein Merkmal der Feinstofflichkeit und geistigen Welt der höchsten göttlichen Dimensionen ist, wo sie sich aufhalten. Sie sind weder an die Auflösung des physischen Körpers noch an den materiellen Zerfall gebunden. Das zeigt sich z.B. daran, wenn sie sich mit einem physischen Körper in der irdischen Welt manifestieren, der dann unsterblich und unvergänglich ist. Ihr Körper ist nicht an die Inkarnationskette gebunden und zerfällt folglich auch nicht.

Die Unveränderlichkeit der göttlichen Engel ist aber nicht mit der Ewigkeit Gottes gleichzusetzen. Die Engel sind, wie auch die „normalen“ Seele-Geist-Wesen, Geschöpfe Gottes und darum ebenso wenig ewig wie die übrigen von Gott erschaffenen Seele-Geist-Wesen. Sowohl Engel als auch Seele-Geist-Wesen haben einen Anfang und werden solange existieren, wie Gott es wünscht und Sein Universum besteht. Anders als Gott AMA, der ewiglich ist, kennen sie einen Anfang und damit auch eine gewisse Zeit. Nur Gott AMA ist von seinem puren Wesen her ewig und ist ohne Anfang und Ende, sowie ohne Veränderung durch die Zeiten von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

2. Die Engel sind den Gesetzen des Raumes nicht unterworfen.

Raum und Zeit sind Gegebenheiten, die ausschließlich in den Dimensionen und Unterebenen der materiellen Welt vorkommen, wo sich die Seele-Geist-Wesen in physischen Körpern inkarnieren, um zu lernen und sich zu entwickeln. Ohne Körper gäbe es keine Anschauung und Erfahrung des Raumes, ohne den Raum wäre keine Bewegung und Entwicklung feststellbar und ohne die Bewegung hätte sie auch kein Maß, nämlich die Zeit. Ein geistiges Wesen dagegen, das keinen physischen Körper hat, besitzt keine räumliche Ausdehnung und ist auch nicht an einen bestimmten Ort gebunden. Erst durch seinen Inkarnationskörper ist es an einem bestimmten Punkt in der Raum-Zeit-Achse des Universums verankert und kann dort leben.

Gott AMA ist an allen Orten und Zeiten gleichzeitig und steht doch außerhalb von Raum und Zeit. Seine Engel sind ebenso wenig an Raum und Zeit gebunden, können aber in Seinem Auftrag an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit zugegen sein, um Seine Botschaften und Seine Kraft dem Ort und Seinen Bewohnern zuzuwenden. Auf diese Weise sind die Engel durchaus in die Raum-Zeit-Achse eingebunden, aber nur, wenn Gott wünscht, dass sie aus Seinem Herzzentrum herausgehen und in die Schöpfung hinabzusteigen, um dort für IHN einen göttlichen Auftrag auszuführen und Seine Strahlen zu verbreiten.

Wenn ein Engel in der Schöpfung wirkt, ist er selbst mit Seinem Engels-Selbst zugegen, auch wenn es oft nur ein Teil-Aspekt seines großen Engels-Selbst sein mag. Wäre er nicht als individuelles Engels-Selbst zugegeben, würde er von den Menschen nicht wahrgenommen werden können. So muss er sich in die Raum-Zeit-Achse begeben und in die Schwingungsfrequenz ihrer Bewohner schwingen, um dort wirken zu können.

Daraus ergibt sich, dass ein göttlicher Engel, der in der materiellen Welt wirkt, in gewissem Maße auch an diese gebunden ist und sich, solange er einen physischen Körper hat, nicht an zwei Orten in der Raum-Zeit-Achse zugleich aufhalten kann. Dies ist ihm nur als geistiges Wesen möglich.

Die Gefahr bei einem solchen Auftrag in der materiellen Ebene von Zeit und Raum besteht darin, dass der Engel durch die polaren Energien der Dimensionen verunreinigt und gefärbt werden kann und dann nicht mehr seinen Weg zurück in die geistigen Ebenen der Freiheit und Neutralität von Zeit und Raum finden kann. Oft wird er zusätzlich noch durch karmische Vorgänge oder Angriffe der anti-göttlichen Seite an die materielle Welt gebunden und mit dieser verstrickt. Als Folge davon muss er dann in dieser Dimension so lange inkarnieren, bis seine Seele wieder rein geworden ist und er in einem großen Akt der Transformation und Schwingungsanhebung zurück in die geistigen, höheren Ebenen kehren kann.

Daraus ergibt sich, dass die Engel solange nicht Zeit und Raum und deren Gesetzen unterworfen sind, solange sie neutral sind. Färbt sich ihre Seele durch Emotionen polar, dann sind sie ebenso wie normale Seele-Geist-Wesen an Zeit und Raum gebunden und fallen hinab aus ihren unangreifbaren, hohen Engels-Schwingungsfrequenzen in die materielle, niedere Welt des Egos und der Maya.

3. Die Engel haben ihr eigenes Zeitmaß.

Einzig und allein Gott AMA ist jenseits aller Zeit. Die göttlichen Engel können deshalb die absolute Unabhängigkeit der Zeit, wie sie Gott AMA innehat, nicht besitzen. Sie leben stattdessen in einer ganz bestimmten hohen Zeit, die auch als Engelszeit bezeichnet wird, vorausgesetzt sie sind nicht in die irdischen Ebenen der Dimensions-Zeit abgefallen, wie wir Dir unter Punkt 2 erläutert haben.

Die Engelszeit ist in ganz besonderem Maß an das göttliche, hohe Sein der Engel angepasst. Sie vergeht sehr langsam und ist großen kosmischen Zyklen unterworfen, die Jahrmillionen dauern. Ein Menschenleben ist für sie nur ein Wimpernschlag. Die Engel können durch ihre göttliche Gabe sowohl in der Vergangenheit, als auch in der Gegenwart und der Zukunft tätig sein. Sie können ihre Seele in verschiedene Zeitbereiche schicken, da sie durch die Engelszeit, in der sie in der Regel schwingen, jenseits jeglicher polaren Planetenzeiten im Universum schwingen.

Zusammenfassend bedeutet dies: Die göttlichen Engel stehen von allen Geschöpfen Gott AMA am nächsten und überragen alle Geschöpfe und Seele-Geist-Wesen an Herrlichkeit und göttlicher Seinsfülle, dabei sind sie jedoch in ihrem ganzen Wesen Geschöpfe Gottes und drücken dies durch ihr ganzes Tun aus. Sie sind absolute Diener der Demut, Liebe, Hingabe und Gehorsam gegenüber Gott AMA und zweifeln nie Seinen göttlichen Willen an. Wenn sie es doch tun, dann fallen sie hinab in die Minus-Dimensionen und werden zu gefallenen, schwarzen Engeln, über die wir Dir an anderer Stelle mehr berichten werden.

Die Tätigkeiten der Engel

Die meisten Engel sind aufgrund ihrer feinstofflichen Struktur ausschließlich geistig in den feinstofflichen Dimensionen tätig. Ausgenommen davon sind die Engel, die aufgrund eines göttlichen Auftrags in die materielle Welt von Zeit und Raum geschickt worden sind, wodurch sie kurzzeitig körperlich sind. Ansonsten ist die Freiheit von einem irdischen Inkarnations-Körper ein wichtiges Merkmal der Engel, denn dadurch können sie nicht durch die polaren Ego-Leidenschaften, Gefühle und Sinnlichkeiten der materiellen Welt gefärbt oder verunreinigt werden. Sie sind „Engelsrein“.

Die Engel arbeiten gemäß dem göttlichen Ordnungsgefüge des Universums, das aus verschiedenen Engels-Hierarchien der HGMM und AGMM und deren unterschiedlichen Schwingungsbereichen im Herzzentrum Gottes und den Energiezentren der spirituellen Meister besteht. Aus dieser harmonischen Gliederung aller Dinge ergibt sich, dass alle göttlichen Tätigkeiten, die im Universum geschehen, hierarchisch angeordnet sind. Sie stellen einen einheitlichen Aufbau dar, der sich von Stufe zu Stufe bzw. von Dimension zu Dimension nach oben hin zu Gott AMA immer mehr vollendet, der die Ordnung aller Dinge bestimmt: die Dimensions-Schwingung ist umso höher, je mehr das Wesen seinen eigenen Willen an die Frequenz Gottes angepasst hat.

Sowohl die göttlichen Engel als auch die spirituellen Meister und ihre Mitarbeiter haben dabei ihren ganz bestimmten Platz in diesem Hierarchie-Gefüge und halten dieses durch ihr Wirken zusammen und in Ordnung. Je höher ein Wesen auf der Stufenleiter der göttlichen Schwingungsfrequenz schwingt, desto näher ist es Gott AMA und desto höher ist es in seinem Status als göttlicher Mitarbeiter, vorausgesetzt, es hat sich aus der Materie und der Ego-Welt erhoben und hat den Weg der göttlichen Mitarbeiterschaft begonnen.

Hier muss aber angemerkt werden, dass ein normales Seele-Geist-Wesen, das sich zum göttlichen Mitarbeiter der spirituellen Meister ausbilden lässt, niemals ein Engel sein kann. Es wird immer in einer speziellen, unteren Schwingungsfrequenz im Herzzentrum Gottes sein, da es nicht auf dem ersten Wege von Gott AMA als Engel erschaffen worden ist, sondern sich seine höhere Mitarbeiter-Schwingung und Reinheit erst durch viele Inkarnationen im Universum und bestimmte Ausbildung durch die spirituellen Meister und ihre Strahlen erarbeitet hat.

Die göttlichen Engel sind in absoluter Einheit mit Gott AMA. Sie erhalten ihre komplette Lebensenergie von IHM. Sie sind weder selbstständig noch unabhängig, wie in gewissem Maße die spirituellen Meister und ihre Mitarbeiter, da sie IHM direkt unterstellt sind und ein Teil Seines innersten Herzens sind. Gottes höchste Eigenschaften und Tätigkeiten fallen zusammen im Wesen der Engel. Er handelt nicht selbst, sondern Er handelt durch die Gerechtigkeit Seiner Engel. Er zeigt nicht die Wahrheit, sondern Er zeigt Seine Wahrheit durch die wesenhafte Wahrheit Seiner Engel. Die Engel werden damit zu einem direkten Ausdruck von Gott AMA, wie es sonst kein Geschöpf im Universum vermag.

Gott AMA wird in Seiner Tätigkeit in keiner Weise von der Außenwelt, von einem anderen Wesen oder Gegenstand bestimmt, sondern Er wirkt rein aus sich heraus, aus der unendlichen Fülle Seines Wesens. Gott AMA ist deshalb der ewig Schenkende, dessen Fülle nie versiegt. Die göttlichen Engel sind dabei purer Ausdruck der Vervollkommnung Seines innersten Wesens, die sie gemäß Seinem Willen im Universum verbreiten.

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

 
Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über die göttliche Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit berichten, die die Basis für die spirituelle Erleuchtung und den Aufstieg zu Gott AMA sind.

In den Yogasutren des Patanjali heißt es:

II.36: Satya-pratiṣthāyaṁ kriyā-phala-āśrayatvam
„Wenn Wahrhaftigkeit fest begründet ist, erlangt man die Frucht der Handlung, ohne zu handeln.“
oder: „Ist Wahrhaftigkeit beständig, wird jede Aussage die Basis für ein entsprechendes Resultat sein.“

Satya bedeutet Wahrhaftigkeit, aber auch „Nicht-Lügen“ und ist eine der göttlichen Tugenden des spirituellen Pfades. Es bedeutet Aufrichtigkeit gegenüber Dir selbst, indem Du Dich selbst nicht belügst oder Dir etwas vormachst, was Deine spirituelle Reife betrifft, aber auch Aufrichtigkeit gegenüber Deinen Mitmenschen und ein wahrhaftiges Verhalten ohne Verstellung, Schein und Lüge. Oft mag es auf den ersten Blick für das Ego bequemer erscheinen zu lügen und zu betrügen, doch auf Dauer bringt ein solches Verhalten keine guten Früchte. Du kannst nicht an Deinem Meditationsplatz Harmonie und Einheit mit Gott und der Welt anstreben und dann im Alltag etwas völlig anderes leben, Menschen betrügen und falsche Tatsachen vorspielen. Das wäre nicht nur Unaufrichtigkeit, sondern auch Verblendung. Das Ziel jedes spirituellen Wesens sollte es immer sein, Harmonie im Inneren und Äußeren anzustreben, d.h. in beiden gleichsam wahrhaftig zu sein.

Denn wer in sehr hohem Maße die göttliche Wahrhaftigkeit in der Verständigung und im Umgang mit seinen Mitwesen entwickelt hat, wird auch in seinem eigenen Handeln ohne Ego-Fehler bleiben. Die göttliche Fähigkeit, im Umgang mit seinen Mitmenschen ehrlich zu sein, und gleichzeitig das Feingefühl zu haben, niemanden zu verletzen, erfordert eine stabile Verankerung in der göttlichen Liebe und Klarheit. Ein Wesen, das das erreicht hat, macht keine Ego-Fehler mehr, wenn es handelt, so dass es sich auch nicht von den Wurzeln des Übels/Kleshas steuern lässt.

Wer in Satya, d.h. der Wahrhaftigkeit ist, bleibt karmafrei und verstrickt sich nicht erneut auf der polaren Ebene mit anderen Wesen. So ist Satya eine der wichtigsten Tugenden des göttlichen Mitarbeiters, um nach Erfüllung seines göttlichen Auftrages die irdische Ebene des Planeten wieder verlassen und in das Herzzentrum Gottes zurückkehren zu können. Doch auch für normale Seele-Geist-Wesen, die zu Gott aufsteigen möchten, ist Satya elementar wichtig, um sich nicht wieder durch Unwahrhaftigkeit und Lüge seines Egos karmisch an die Maya zu binden und sich erneut inkarnieren zu müssen.

Viele Menschen in L’Egoland, besonders wenn sie im Ego verhaftet oder anti-göttlich sind – es kann aber auch göttliche Wesen betreffen -, bauen ein riesiges Lügengeflecht um sich herum auf. Sie sagen etwas, denken etwas anderes und handeln nochmals anders. Dadurch entsteht eine große innere Spannung und Disharmonie, weil sie nicht gemäß der göttlichen Wahrheit leben und handeln. Sie sind von Gott und den göttlichen Dimensionen der Wahrheit getrennt, verirren sich immer tiefer im Geflecht der Maya und sind mit ihren Gedanken unklar und schwach.

Sei Dir bewusst: Das Ego hat immer ein bestimmtes Selbstbild von sich. Dieses basiert auf den Wurzeln des Übels/Kleshas und wird durch diese aufrecht erhalten. Gleichzeitig denkt aber das Ego, andere Menschen hätten ein anderes Bild von ihm, so dass es nach außen hin ein anderes Selbstbild von sich erschaffen will, weil es glaubt, die anderen hätten dies von ihm. Das führt zu einer Schwäche in der göttlichen Wahrhaftigkeit. Nur wer zu sich selbst und seinen Fehlern und Schwächen steht und im göttlichen Sinne authentisch und wahrhaftig ist, ist innerlich stark und mit dem Kraftfeld der göttlichen Liebe verbunden. So ist es immer wichtig, dass Du offen und klar das ausdrückst, was Du sagen möchtest und was Du mit Deinem Herzenswesen bist. Unwahrheiten führen dagegen nur zur Trennung von Gott und Deinem eigenen göttlichen SGW-Bewusstsein.

Wenn Du in Deinem ganzen Wesen wahrhaftig bist, bekommen Deine Gedanken und Worte eine sehr starke Kraft und Du kannst damit Großes bewirken. Gerade göttliche Mitarbeiter müssen wahrhaftig und rein sein, um nicht durch Lügen oder Unwahrheiten gegen die göttlichen Gebote zu verstoßen und aus dem göttlichen System und den göttlichen Dimensionen herauszufallen, sowie gegen die göttlichen Gebote zu verstoßen.

Die alten Weisen sagen dazu: „Bevor Du etwas sagst, überprüfe zuerst, ob es wahr ist, zweitens, ob es freundlich ist, und drittens, ob es notwendig ist. Und nur dann, wenn es wahr, hilfreich bzw. freundlich und notwendig ist, dann sage etwas.“

So solltest Du keine Unwahrheit sagen, aber auch keine Wahrheit, die Deine Mitwesen verletzt oder Deinem göttlichen Auftrag entgegen läuft. Vermeide auch überflüssiges Gerede, das nicht wirklich der reinen Wahrheit dient.

Satya, die göttliche Wahrhaftigkeit, ist eng verbunden mit der göttlichen Tugend von Ahimsa, dem Nichtverletzen. So gilt auch bei der göttlichen Wahrhaftigkeit das Gebot „Nichtverletzen ist die höchste Pflicht“. Dieses Nichtverletzen ist jedoch relativ. Eine Mutter muss z.B. ihrem Kind auch ab und zu etwas verbieten und es erziehen. Letztendlich dient diese „Strafe“ oder das „Verbot“ dem Wohl des Kindes. Manchmal muss also zum Wohl eines langfristigen Ahimsa (Nichtverletzen) ein kurzfristiges Himsa (Verletzen) in Kauf genommen werden. Das ist auch bei der Schulung des Schülers durch den spirituellen Lehrer der Fall. Dabei hat der spirituelle Lehrer aber immer das große Ziel des Schülers, den Aufstieg in Gott, im Auge, ebenso das seelische-geistige Wohlergehen seines Schülers auf diesem Weg.

Satya, die Wahrheit, steht mit Satyagraha in Verbindung, was bedeutet „die Wahrheit ergreifen“. Satya ruft Dich zunächst allgemein dazu auf, gemäß der göttlichen Gebote nicht zu lügen und die Wahrheit zu sagen. Satyagraha dagegen bedeutet, in allen Situation zur göttlichen Wahrheit Gottes zu stehen, was nicht immer leicht ist. Es geht dann nicht mehr allein um die irdische Wahrheit, sondern um eine göttliche allumfassende Wahrhaftigkeit und Präsenz des göttlichen Strahles der Ur-Wahrheit.

Das Ziel jedes Wesens ist es, sich von dem Drang seines Egos, nicht der Wahrheit zu folgen, zu lösen und von dort aus in die Wahrhaftigkeit seines göttlichen SGWs in Gott AMA einzutreten. Wenn das Wesen dann fest in der göttlichen Wahrhaftigkeit verankert ist, drückt sich dies in seinem ganzen Denken, Sagen und Tun aus. Es kann nicht mehr anders als wahrhaftig sein. Die Vorgaben der göttlichen Gebote werden folglich überflüssig, da sie bereits automatisch in der göttlichen Wahrheit enthalten sind. Ein bewusstes wahrhaftes göttliches Wesen kann nicht „sündigen“ oder die göttlichen Gesetze brechen, denn die Wahrheit ist immer richtig und wahr.

Satya sollte niemals in Konflikt mit dem eigenen Bemühen um Ahimsa und den göttlichen Frieden stehen. Die alten Weisen sagen dazu: „Sprich Wahrheit aus, die angenehm und förderlich ist. Sage niemals Wahrheiten, die unangenehm und destruktiv sind. Lüge nicht, selbst wenn es sich gut anhört. Das ist das ewige göttliche Gesetz der Liebe.“

So ist es manchmal durchaus besser zu schweigen und nichts zu sagen, um keinen weiterenn Unfrieden zu säen und schlimme Konsequenzen nach sich zu ziehen. So bedenke immer, was Du sagst, wie Du es sagst und auf welche Weise es Deinen Gegenüber treffen kann. Musst Du jederzeit Deine belanglose ehrliche Meinung sagen, auch wenn Du damit Deinen Nächsten verletzt? Wann schweigst Du besser, um Leiden und Unfrieden zu vermeiden? In Ausnahmefällen ist es sogar notwendig zu lügen, um seinen göttlichen Auftrag und das Wohl seines Mitwesens nicht zu gefährden. So ist die Lüge in diesen seltenen Fällen als göttliche Wahrheit anzusehen, wenn sie niemandem Schaden zufügt, sondern statt dessen insgeheim Gutes tut. Sei Dir aber bewusst: Der richtige Einsatz des Schweigens muss aber wohl geübt sein und kann nur von bewussten Wesen praktiziert werden, die bereits in der göttlichen Wahrheit schwingen. Ansonsten kann daraus leicht wieder eine Lüge des Egos werden.

Es ist ein göttliches Gesetz, dass Unwahrheit und Unaufrichtigkeit des Egos viel Energie kosten, weil sie gegen den göttlichen Strom fließen und diesen blockieren. Sie verursachen Unfrieden, Nicht-Liebe, Konflikte und erzeugen negative Schuldgefühle. Zudem nähren sie das Ego und Super-Ego und halten die Schwingung des Wesens in den Minus-Dimensionen fest. Mit anderen Worten: das Wesen ist in einem Zustand der inneren Unruhe und Ferne von Gott. Das steht dem Ziel des göttlichen Pfades entgegen. So ist es elementar wichtig, dass jeder spirituelle Schüler gemäß der göttlichen Wahrheit und damit automatisch auch gemäß der göttlichen Gesetze lebt.

Satya heißt gegenüber sich selbst ehrlich, echt und authentisch zu sein. Satya heißt mit seinem ganzen Wesen zu sein, wer man ist: nämlich ein Gesamtwesen aus KW, SGW und Erden-Selbst.

Wenn Du aufrichtig mit Dir selbst, Deinen Mitmenschen und der Welt bist, wird alles, was Du tust, die Früchte der göttlichen Reinheit und Wahrheit in sich tragen. Diese Wahrhaftigkeit schafft gleichzeitig neue göttliche Schöpfungen. Denn die Worte der Wahrhaftigen werden Wirklichkeit. So ist die Wahrheit eine mächtige Kraft und Macht, die das Geschehen im Universum beeinflusst. Die spirituellen Meister bringen die göttliche Wahrhaftigkeit zur Vollkommenheit, wie der spirituelle Meister Jesus Christus, als er zum Lahmen sagte: „Steh auf!“ und der Lahme stand auf. Die Worte eines wirklich Wahrhaftigen erschaffen eine neue göttliche Wirklichkeit. Eine solche Kraft ist aber zumeist nur erleuchteten Seele-Geist-Wesen und spirituellen Meistern vorbehalten, da sie allein über absolute Wahrhaftigkeit verfügen.

Sei Dir bewusst: Lügen gehören zum Alltag des Egos und Super-Egos in L’Egoland. Mit Satya bekommt jedes Geschöpf von seinem Schöpfer ein Werkzeug in die Hand, mit dem es an den göttlichen Tugenden und Eigenschaften wie Ehrlichkeit, Festigkeit, Achtsamkeit, Authentizität und Wahrhaftigkeit seines Seele-Geist-Wesens arbeiten kann, um die Zahl seiner großen und kleinen Lügen zu verringern und seine Wurzeln des Übels zurückzuschneiden. So ist die göttliche Aufrichtigkeit und Wahrheit die Basis für den Ausstieg aus der Polarität und das Erkennen der absoluten Realität von Gott AMA.

Die Aufrichtigkeit beginnt immer mit Bewusstheit. Mache Dir die Wechselwirkung zwischen Unaufrichtigkeit in Deinem Handeln und einem unguten Gefühl in Deinem Inneren bewusst. Du empfindest mehr Liebe und Freude in Deinem Herzen, wenn Du aufrichtig gegenüber Dir selbst und im Leben gegenüber Deinen Mitmenschen bist. Du wirst dann aufrichtig und ehrlich sein und kein Opfer mehr Deines Egos und seiner Unwahrheiten und Ränke sein.

Manche Menschen glauben, es sei einfach, die Wahrheit zu sagen. Lass Dir gesagt sein: Es ist zwar leicht, zu sagen, dass etwas „gut“ oder „weiß“ ist und etwas „schlecht“ oder „schwarz“ ist. Die göttliche Wahrheit bezieht sich jedoch nicht nur auf das, was Du sagst bzw. bewertest. Sie bezieht sich vielmehr auf das Gewahrsein von korrekt, recht, göttlich, lichtvoll und wahr, auf das Licht der göttlichen Wahrheit, das in Deinem inneren Herzen brennt, sowie Dein ganzes Wesen erfüllt und durch Dich zum Ausdruck kommt.

Der wahre Schwingungszustand der göttlichen Wahrheit beinhaltet zuallererst die Reinheit und Harmonie des eigenen göttlichen Bewusstseins. Dadurch bist Du in der Lage hinter allen Erscheinungen der Maya die richtige, wahre und reale Manifestation eines Gedankens oder eines Wunsches – sei dieser von Deinem Ego Ego, Super-Ego, KW oder SGW – neutral zu erkennen und zu beobachten, ohne sie durch den Intellekt Deines Körperwesens, Deines Egos oder Ego-Selbstbildes zu filtern, zu beeinflussen oder zu verändern. Dadurch kannst Du alle polaren Einflüsse und ihre Illusion auflösen,da Du von ihnen nicht beeinflusst wirst. Was auch geschieht, Du schwingst im dauerhaften Zustand der göttlichen Wahrhaftigkeit in Gott AMA.

Das ist wahre göttliche Wahrhaftigkeit, Satya. Und es gibt nichts Größeres und Dauerhaftes als die göttliche Wahrheit. Sie ist der größte Schutz Gottes und verankert Dich, das Geschöpf, fest in der göttlichen Liebe Deines Schöpfers, Gott AMA.

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

 
Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über die Enthaltsamkeit und die Keuschheit auf dem spirituellen Pfad berichten, die notwendig sind für den Eintritt in die reine Liebe und Glückseligkeit Gottes.

In den Yogasutren des Patanjali heißt es:

II.38: Brahma-carya pratiṣṭhāyāṁ vīrya-lābhaḥ
„Ist Enthaltsamkeit/Bramacarya fest begründet, erlangt man große Lebenskraft.“
oder: „Ist Wahrhaftigkeit beständig, wird jede Aussage die Basis für ein entsprechendes Resultat sein.“

Brahmacarya bedeutet wörtlich „der Weg zu Brahma“. „Brahma“ ist der große Schöpfergott-Aspekt von Gott AMA. Brahmacharya ist die Basis, durch die Du die Einheit mit Gott AMA erreichst. Es ist das Streben nach dem Absoluten und ist eine permanente Bewegung zu Gott AMA und Seinem Herzzentrum hin. So bringt Bramacarya eine Lebensführung zum Ausdruck, die dem Ziel der großen Erleuchtung in Gott AMA dient. Damit verbunden sind ein rechtes Maß und eine Selbstmeisterschaft, was den Umgang mit der eigenen Sexualität betrifft.

Brahmacarya meint nicht nur ein Leben im Zölibat, sondern bezieht sich auch auf die Meisterschaft der Ego-Gier und die Reinheit in Gedanken, Worten und Taten. Es geht darum, dass sich der spirituelle Schüler nicht vom Wollen bzw. der Gier/Raga seiner sexuellen, körperlichen Sinne überwältigen und steuern lässt. Eine Unterdrückung der Wollust ist hierbei oft noch schädlicher als Übertreibung, denn eine angestaute, nicht gelebte Sexualenergie hat eine besonders negative Kraft und kann leicht zu Hass/Dvesha werden. Manche Menschen sind dann sogar bereit, für die Auslebung ihrer Sexualität Verbrechen zu begehen, nur um ihr Ego zu befriedigen.

Die sexuelle Energie in sich selbst achtlos zu behandeln, ist eine große Verblendung. Deshalb wurden schon in früheren Zeiten spirituelle Techniken und Yoga-Asanas entwickelt, um sie zu kontrollieren und im Sinne des spirituellen Wachstums zu nutzen. Als besondere Energie des Körpers verlangt sie einen verantwortungsvollen Umgang. Maßlosigkeit ist hierbei besonders schädlich und schwächt bzw. verletzt sowohl den eigenen Körper als auch die Seele. Sie verstößt damit letztendlich gegen Ahimsa, die göttliche Friedfertigkeit sich selbst aber auch anderen Menschen gegenüber. Nur wer in Frieden ist, kann die Sexualität leicht loslassen, ohne dafür Kraft aufwenden zu müssen. Wer sich mit Gewalt zu Keuschheit zwingt, obwohl er eigentlich mit seinem Ego sexuell aktiv sein möchte, hat die Wollust nicht wirklich überwunden, sondern lebt wie auf einem gefährlichen Vulkan, der jederzeit ausbrechen und schlimme Zerstörung verursachen kann.

Bramacarya bedeutet zusammenfassend die Vermeidung von sexuellem Fehlverhalten. Sie bedeutet in verschiedenen Kulturen und Gesellschaftsschichten für jeden etwas anderes. Für einen spirituellen Eingeweihten, der der 3D-Welt entsagt, heißt Bramacarya vollständige sexuelle Enthaltsamkeit. Wer in einer festen Partnerschaft lebt, definiert Brahmacarya hauptsächlich als Treue und gemäßigte sexuelle Kontakte, die allein dem Zeugen von Kindern dient. Es gibt auch Zeiten, wo man ohne Partner lebt, gerade eine Trennung hinter sich hat oder der Partner ohne Sexualität leben muss bzw. möchte. Dann kann man lernen, die eigene sexuelle Energie in eine feinstoffliche, geistige Energie umzuwandeln und sie für die persönliche ganzheitlich-spirituelle Entwicklung zu nutzen. Jede sexuelle Mäßigung oder Enthaltsamkeit führt nämlich zur Stärkung der göttlichen Lebensenergie/Virya im Menschen, was wiederum der eigenen Gesundheit und Langlebigkeit zu Gute kommt.

Brahmacarya bedeutet eigentlich, „jemand, der sich im höheren Bewusstsein von Gott AMA“ befindet. Das kennzeichnet jemanden, der den göttlichen oder spirituellen Pfad geht. Ein solcher Bewusstseinszustand ist viel mehr als nur ein Zölibat; er ist vielmehr eine komplette Einheit mit dem Schöpfer, in der die polare Ego-Liebe zu einem einzelnen Menschen keinen Platz mehr hat. Bramacarya ist deshalb auch ein göttlicher Lebenswandel, der ganz auf Gott AMA ausgerichtet ist und allem irdischen Sein entsagt. Erst das Wesen, das Brahmacarya ganz in sich verinnerlicht hat, ist vom Schmutz seines Egos gelöst und wird zum Ausdruck des reinen Göttlichen des neuen göttlichen Zeitalters.

Im dunklen Zeitalter haben die Menschen Mühe mit dem Gebot von Brahmacarya. Sie schwächen es entweder ab oder sprechen nur noch von der Notwendigkeit einer Mäßigung beim Sex, ohne auf ein zölibatäres Leben, einen reinen Geist oder die Ausrichtung des Bewusstseins auf Gott AMA einzugehen. Von dieser Verblendung sind auch viele spirituelle Menschen betroffen. Sie diskutieren sogar darüber, ob man noch Brahmacarya übt, wenn man mit mehreren Partnerinnen/Partnern gleichzeitig Sexualität praktiziert und folgen dem Grundsatz, Sexualität nur nach und nie vor der Meditation zu haben. Dies hat jedoch mit dem wirklichen Brahmacarya nichts zu tun und entspricht nur der laschen Handhabung des Egos, welches das Gebot von Brahmacarya aufgeweicht und unterwandert hat. Die sexuelle Überaktivität eines solchen falsch gelebten Bramacaryas führt auf Dauer zur Zersplitterung und Schwächung des eigenen SGW-Bewusstseins und der göttlichen Lebensenergie, so dass es mehr schadet als nutzt.

Dabei würde durch das Befolgen von Bramacarya eine große innere Kraft im Wesen entstehen. Denn durch sexuelle Enthaltsamkeit wird die eigene Körperenergie und Schwingung verfeinert und in feinstoffliche, reine Prana-Energie umgewandelt. Die Folge davon ist, dass der Körper mehr Lebensenergie und Vitalität erhält, gesünder ist und länger lebt. Diese große Kraft entsteht jedoch nicht primär durch äußere Entsagung, sondern durch das Auflösen der inneren, sexuellen Gier und Wollust. Wer keinen Sex hat, praktiziert somit noch lange nicht Brahmacarya im Geiste. Erst wer die Praxis auf die Auflösung der Wollust und sexuellen Gier in seinem ganzen Wesen und Denken ausrichtet, hat ihren Sinn verstanden und sie gemeistert, so dass er die darin enthaltene göttliche Kraft für göttliche Ziele nutzen kann. Dann ist die Tugend der Enthaltsamkeit wirklich im Wesen präsent.

Brahmacarya dient dazu, die eigenen Sinne so kontrollieren zu lernen, dass höhere Dimensionen des göttlichen SGW-Bewussstseins erreicht werden können. Im äußeren 3D-Leben bedeutet das, nur solche Handlungen zu wählen und auszuführen, die dem Erreichen des göttlichen Ziels in Gott AMA und der Freiheit vom Ego, dem Anti-Gott und der Maya dienen. Damit verbunden ist auch die Meisterschaft des sexuellen Grundbedürfnisses, das besonders im dunklen Zeitalter von L’Egoland übertrieben ausgelebt und kultiviert wird.

Die Menschen verlieren sich oft in der Täuschung der intensiven polaren Gefühle, die sie aufgrund von Sexualität und Verliebtheit gegenüber anderen Menschen empfinden und die meist von kurzer Dauer sind. Polare Zuneigung verändert sich jedoch immer, je länger eine Beziehung andauert und je mehr man den Menschen mit seinen Schattenseiten kennenlernt und feststellt, dass dieser doch nicht so „göttlich perfekt“ ist, wofür man ihn hält. Mit den körperlichen Veränderungen im Alterungsprozess verliert der Partner zudem seine körperliche Attraktivität. Anstatt die inneren Werte zu erkennen, wird oft nur das einstige Objekt der Begierde gesehen, dessen Anziehungskraft immer mehr erlischt, so dass man sich auf die Suche nach einem neuen Lustobjekt macht, das für kurze Zeit als neuer „Götze“ angebetet wird, ehe es zum nächsten Objekt weitergeht.

Schönheit und Hässlichkeit sind dabei Vorstellungen des betrachtenden Ego-Geistes, die abhängig sind von der Kultur, der Gesellschaft und den Mitmenschen, an denen man sich orientiert. Dies ändert sich von Zeitalter zu Zeitalter. Was vor 500 oder mehr Jahren modern war, mag heute unvorstellbar hässlich und unmodern erscheinen. Individuelle Meinungen über gutes Aussehen und Attraktivität gehen also weit auseinander und sagen nichts über den wahren Wert der beurteilten Person aus, sondern etwas über die eigenen Ego-Konzepte von Attraktivität, Ablehnung und sexueller Gier. Daraus kann keine wahre, dauerhafte göttliche Liebe wachsen, sondern nur eine kurzzeitige, polare Ego-Liebe, die genauso schnell wieder verlischt.

Sei Dir bewusst, dass der physische Körper unter seiner Haut gemäß der 3D-Schönheitsprinzipien keinen attraktiven Anblick bietet. Hier befindet sich ein Sammelsurium von Knochen, Fleisch, Blut, Lymphen, Muskeln, Bindegewebe, Faszien, usw. Der Körper bildet nur die äußere Hülle des SGWs, zusammengesetzt aus den fünf Elementen der Erde. Das wechselnde Mischungsverhältnis dieser Elemente bestimmt das momentane Aussehen des Menschen. Während das SGW jung und zeitlos bleibt, unterliegt der Körper einem fortschreitenden Verfall bis zum Tod. Menschen sterben ständig um Dich herum. Das ist der Prozess von Werden und Vergehen.

Obwohl mitten im Leben vom Tode umgeben, will der Mensch nicht wahrhaben, dass ihm ebenfalls dieser finale Zeitpunkt bevorsteht. Er hält sich selbst für unsterblich, so dass er meint seine Gier so ausleben zu können wie er will, ohne mit Konsequenzen rechnen zu müssen. Eine solche Sichtweise ist trügerisch und gehört zu den Verblendungen, Verdrängungen und Täuschungen des Egos und Super-Egos, denen der 3D-Mensch permanent unterliegt. Solche Illusionen und die damit verbundene Unwissenheit werden durch die Praxis von Brahmacarya transformiert.

Es ist nicht immer leicht hinter der menschlichen Verkleidung „Mann“ oder „Frau“ ein individuelles, geschlechtsloses Seele-Geist-Wesen zu erkennen. Die meisten Menschen stufen ihren Gegenüber nach der Skala ein, ob er ein möglicher Sexualpartner ist oder nicht. Der neutrale Kontakt mit anderen Menschen ist eine schwierige spirituelle Übungspraxis im Bramacarya. Für ein bewusstes göttliches Wesen mit fester Verankerung in Gott AMA gibt es keinen geschlechtlichen Unterschied. In allem und jedem erblickt es nur die unter allem liegende unsterbliche Natur des göttlichen Seele-Geist-Wesens, das von Gott AMA erschaffen wurde und hinter dem physischen Körper steht.

Die Enthaltsamkeit gilt immer für beide Geschlechter, Männer wie Frauen. Große Erleuchtete und spirituelle Meister waren alle Brahmacharins. Buddha unterschied zwischen Laien und Mönchen. Unter Laien versteht man verheiratete Ehepaare. Ihnen empfahl er eine beherrschte Sexualität, die also nicht von sexueller Ausschweifung geprägt ist. Den Mönchen dagegen empfahl er Enthaltsamkeit. Er sagte, dass die Laien zwar auch bestimmte Stufen der Erleuchtung erreichen können, dass sie selbst aber sehr bald erkennen würden, dass sexuelle Aktivität unausweichlich Probleme für den spirituellen Fortschritt mit sich bringen würde. Enthaltsamkeit sollte darum nur von demjenigen praktiziert werden, der sich diesen Schritt reichlich überlegt hat. Sonst wird die Enthaltsamkeit zur Qual und wird über kurz oder lang zum Abbruch der Enthaltsamkeit führen. In den Klöstern ist die Enthaltsamkeit normalerweise in einer zweijährigen Probezeit eingebettet, in der der Novize, für sich die Möglichkeit hat, herauszufinden, ob er ihr gewachsen ist.

Bedenke, dass die Natur den Menschen die Sexualität ausschließlich zur Zeugung unseres Nachwuchses geschenkt hat und zu keinem anderen Zweck. Sie hat uns die Sexualität nicht geschenkt, damit die Menschen sie permanent für ihre kurzfristige sinnliche Befriedigung nutzen. Da die Menschen aber genau dies machen, findet in ihrem Leben keine wirkliche Ekstase, Liebe und Erfüllung mehr statt. Gleichzeitig verlieren die Menschen aber auch ihre sexuelle Energie, die ihnen dauerhafte Glückseligkeit bescheren könnte, würden sie diese nicht permanent so unüberlegt vergeuden. Suchen die Menschen aber nicht mehr das kurzfristige sexuelle Vergnügen und bewahren ihre sexuelle Energie, indem sie enthaltsam leben, so können sie die göttliche Liebe und Glückseligkeit wieder in ihr Leben integrieren. Sei Dir bewusst, dass ein spirituell Erleuchteter die Glückseligkeit, die die normalen Menschen für einige Sekunden im sexuellen Orgasmus finden, in jeder Sekunde seines Lebens erfährt. Der Sinn Deines Lebens sollte also nicht darin bestehen, Dich immer und immer wieder für Sekunden der sexuellen Lust hinzugeben, sondern die wirkliche göttliche Glückseligkeit permanent in Dir zu leben, da sie Deiner eigentlichen göttlichen Natur entspricht und sie in derselben Fülle und Freude genießen, wie die Weisen und Erleuchteten es tun.

Viele weltliche Menschen, die im Ego sind und von den Todsünden beherrscht werden, wollen nicht glauben, was für die göttlichen, spirituell erleuchteten Wesen selbstverständlich ist, nämlich: dass, je reiner und heiligmäßiger unser Lebenswandel in dieser Inkarnation ist, umso glücklicher wir uns fühlen werden.

Wenn ein spirituell entwickeltes und Gott liebendes Wesen die Heiligkeit und Glückseligkeit eines keuschen Lebens näher betrachtet und sich zu ihm hingezogen fühlt, kann es leicht sein, dass es selbst auch den Entschluss dazu fasst, keusch zu leben. Jedoch wird ein solcher Entschluss nicht ohne Kämpfe mit dem eigenen Ego von sich gehen. Man muss sich darauf gefasst machen, dass der Vorsatz gegen starke und mannigfache Angriffe des eigenen Egos und des Egos anderer Menschen zu verteidigen sein wird. Die größte Schwierigkeit wird dabei die Überwindung jener Versuchungen sein, welche von den heftigen und gefährlichen Leidenschaften des eigenen Egos herrühren, nämlich der eigenen Gier nach Wollust und Befriedigung der körperlichen Sinne und Triebe sowie menschlicher Nähe.

Der enthaltsam lebende Mensch genießt eine göttliche Freude, die die Basis seines Lebens geworden ist. Diese Freude ist der Friede des Herzens, eine Ruhe des Geistes, der Gedanken und Emotionen des Egos und Körperwesens, die das Herz höher erhebt, als es sonst möglich wäre. In diesem Zustand fühlt man sich von all dem, was sonst unvermeidliche Verwirrung bereitet, befreitet. Gleichzeitig fühlt man sich unendlich geliebt, geborgen und getragen. Dies ist das göttliche Geschenk Gottes an Seine keusch lebenden Diener. Sie werde von der Last und Ruhelosigkeit ihres Egos befreit, um in die göttliche Seelenruhe und Liebe Seines Herzzentrums eintreten zu können. So gehe auch Du diesen Weg, um absolute, wahrhaftige göttliche Liebe und Reinheit zu erfahren.