Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

 
Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch einen altägyptischen Mysterientext über die vier Bewusstseinsinstanzen von Seele, Erden-Selbst/Körper, Ego und Geist offenbaren:

Das 50. Kapitel des altägyptischen Totenbuchs bezieht sich auf die vier Knoten bzw. vier Instanzen, mit denen der Mensch verbunden ist: Körper/Erden-Selbst, Seele (Himmels-Selbst), Ego und Geist.

50. Um nicht in die Verdammnis der Auflösung (des göttlichen Selbst) zu geraten:
 
„Angeknüpft ist mir mein Hinterkopf
im Himmel und in dem, was zur Erde gehört,
durch Re,
der den Tag des Festziehens des Knotens eingerichtet („gegeben“) hat für die,
die müde auf (ihren) Oberschenkeln sitzen,
an jenem Tag des Abschneidens der Trauerfrisur.
Ein Knoten wurde von Seth um mich geknüpft,
als die Neunheit in ihrer anfänglichen Macht stand,
als noch kein Aufruhr war.
Bewahrt euch vor dem, der meinen Vater umgebracht hat!
Ich bin es, der die Beiden Länder in Besitz genommen hat.
Ein Knoten ist von Nut an dem hinteren Teil meines Kopfes geknüpft,
da ihr Erstes Mal erblickt wurde,
als ich Maat (noch) nicht gesehen hatte und als Götter und Kultwesen (noch) nicht geboren waren.
Ich bin der Seiende.
Ich bin dieser, der Gott, als ich (selbst), der Erbe der Großen Götter.“

 
Erläuterung:

Die ersten zwei Anknüpfungen bzw. Knoten beziehen sich auf die bewusste Verbindung des Eingeweihten zu den himmlischen und irdischen Ebenen. So ist er über sein Kronen-Chakra und seine Hypophyse mit seinem Himmels-Selbst, seiner Seele und den göttlichen Dimensionen verbunden („Angeknüpft ist mir mein Hinterkopf im Himmel“) und über sein Wurzel-Chakra mit seinem physischen Körper, Erden-Selbst und der physischen Ebene („was zur Erde gehört“). Er ist also in der physischen Welt mit seinem physischen Körper bewusst in seinem göttlichen Selbst und in Gott schwingend. Dieses erweiterte Bewusstsein ist Kennzeichen eines wahren Eingeweihten.

Jeder Mensch wird bei seiner Geburt durch Re (Gott) mit diesen Anknüpfungen zum Himmel und zur Erde ausgestattet, ansonsten könnte er sich nicht inkarnieren. Auch wenn er sich während seiner Inkarnation nicht bewusst mit Himmel und Erde verbinden kann, halten ihn die Befestigungen so in Balance, dass er überhaupt in einem physischen Körper auf der Erde leben kann und durch die Lebensenergie seines Seelen-Geist-Wesens aus den himmlischen Ebenen versorgt wird. Ohne diese Anknüpfungen wären Seele und Körper separat und nicht miteinander verbunden. Eine Inkarnation wäre nicht möglich.

Bei der Geburt (der Tag des Festziehens des Knotens), wird diese Verbindung hergestellt und ein unsichtbarer Knoten (eigentlich zwei) über das Wesen gelegt, damit Seele und Körper für die Dauer der Inkarnation eins sind. Mit „die müde auf (ihren) Oberschenkeln sitzen“, ist die Gebärende gemeint, die an diesem Tag den neuen Körper der Seele zur Welt bringt. Es kann auch übersetzt werden: „die ermattet in der Hocke sitzt“. Diese Verbindung zwischen Körper und Seele endet dreißig Tage nach dem physischen Tod des Menschen (an jenem Tag des Abschneidens der Trauerfrisur). Die Seele verlässt den Körper und kehrt in die himmlischen Ebenen zurück.

Neben diesen zwei göttlichen Knoten gibt es einen dritten anti-göttlichen Knoten über jedem Menschen, den er bei seiner Geburt erhält. Dieser wird von Seth/dem Anti-Gott in Form des Egos um das Wesen geknüpft (ein Knoten wurde von Seth um mich geknüpft), so dass es neben seiner Seele und seinem Körper bzw. Erden-Selbst auch mit der Bewusstseinsebene des Egos und der 3D-Welt verbunden ist. Das Ego ist die Prüfung, die Gott jedem Seele-Geist-Wesen über Gott schickt, in der es darum geht, dass das Wesen Gott trotz seinem Ego und den Versuchungen des Anti-Gottes nicht vergisst und auf dem Weg der göttlichen Tugenden und des Lichts voranschreitet.

Die Zeile „als die Neunheit in ihrer anfänglichen Macht stand, als noch kein Aufruhr war“ bedeutet: Seth ist einer der ersten Götter/Engel im Universum und Teil der Ur-Götter/Engel der Neun. Ursprünglich diente er Gott und dem göttlichen System. Gott hatte ihm den Strahl des Ich-Bewusstseins übertragen, dessen Knoten er über alle Geschöpfe legen sollte, damit sie sich selbst erfahren durften. Erst durch seinen Abfall vom göttlichen System wurde Seth zum Gegenspieler und Anti-Gott, wodurch sich auch sein Strahl wandelte und zu einer Blockade für die Seele-Geist-Wesen wurde. Das „Ich“, das ursprünglich ein Hilfsmittel für die Seele war, um sich selbst als Individuum zu erfahren und zu lernen, wurde nun zum „Ego“ der Wurzeln des Übels und der Verführung der Menschen. Aus dem Ich wurde ein Egoist.

Die Zeile kann auch übersetzt werden: „Ein Knoten ist von Seth um mich geknüpft – zweimal -, als der Gott in seiner ursprünglichen Stärke war, als die Störung noch nicht da war.“ Das zweimal bezieht sich auf die zwei unterschiedlichen Arten des „Ichs“ und des „Egos“. Das „Ich-Bewusstsein“ ist ursprünglich gut, das „Ego-Bewusstsein“ ist schädlich.

Wenn das inkarnierte Wesen dem Ego und dem Anti-Gott nachgibt, dann stirbt es mit seiner Seele. So ist der Satz „Bewahrt euch vor dem, der meinen Vater umgebracht hat!“ eine Warnung und bezieht sich auf den Anti-Gott. Mit „mein Vater“ ist der Gotteslichtfunken der Seele gemeint, der göttliche Aspekt, den das Geschöpf von Gott (seinem Vater) erhalten hat, und der durch die anti-göttlichen Versuchungen des Anti-Gottes und das vergrößerte Ego-Bewusstsein sterben kann. Die Vergangenheitsform deutet an, dass der Anti-Gott in der Vergangenheit schon göttliche Seelen „umgebracht“ bzw. ihres göttlichen Lichtes beraubt hat.

Mit „Ich bin es, der die Beiden Länder in Besitz genommen hat“ ist gemeint, dass der Eingeweihte in den beiden Länder bzw. Ebenen des Himmels und der Erde exisitiert und deren Bewusstseinsinstanzen, d.h. Himmels-Selbst und Körper/Erden-Selbst beherrscht. Dies ist möglich durch den Knoten, den er bei seiner Geburt erhalten hat und dessen Verbindung er durch seine spirituelle Entwicklung bewusst aktiviert hat. Er kann dadurch in der polaren Ebene der Maya leben und Erfahrungen sammeln, ohne das Bewusstsein über sein wahres Selbst und seine Herkunft aus Gott zu verlieren.

Die vierte Instanz bzw. der vierte Knoten, mit dem das Wesen über sein Kronen-Chakra und seine Hypophyse verbunden ist, stammt vom göttlichen Ur-Geist (Nut) und wurde bei der Geburt der Seele in dieser verankert, als es noch keine Schöpfung gab, sondern nur göttlichen Ur-Geist: „Ein Knoten ist von Nut an dem hinteren Teil meines Kopfes geknüpft, da ihr Erstes Mal erblickt wurde, als ich Maat (noch) nicht gesehen hatte und als Götter und Kultwesen (noch) nicht geboren waren.“ Über diese Instanz sind der Körper und die Seele des Wesens mit ihrem göttlichen Geist verbunden, der sich im Innersten der Seele befindet, und in direkter Verbindung mit dem Ur-Geist-Meer.

Die letzte Zeile zeigt den erleuchteten Bewusstseinszustand des Eingeweihten an, der sich seines göttlichen Selbst aus Körper, Seele, Geist und Ego bewusst ist: „Ich bin der Seiende. Ich bin dieser, der Gott, als ich (selbst), der Erbe der Großen Götter.“ Er erkennt Gott in sich und weiß, dass er ein Teil von IHM ist. In diesem Bewusstsein kann er nicht mehr sterben. Es gibt nur noch das ewige Sein in Gott.

So erkenne die göttliche Weisheit, die im altägyptischen Totenbuch, dem Buch der Eingeweihten der ersten Stufe, verborgen ist und werde Dir Deines göttlichen Selbst und der vier Instanzen bzw. Knoten in Dir bewusst.

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

 
Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch einen Lobpreis zu Ehren Gottes offenbaren, der frei ist von jeglichen Religionen und Gottesvorstellungen:

Prolog

Alle Verehrung sei Dir, O höchstes ewig EINES,
DU bist frei von Form, Symbol, Stand, Klasse oder Geschlecht.
Niemand kann Deine Form, Farbe, Kleidung oder Gestalt beschreiben.
DU bist jenseits von Glaubensrichtungen,
Jenseits von Namen, jenseits irgendeiner Wohnstatt.
DU bist ewig und unwandelbar,
Strahlend in Deinem eigenen Licht,
Deine Macht ist grenzenlos.
DU bist der GOTT aller Gottheiten und KÖNIG aller Könige.
DU bist der Höchste Regent der drei Welten,
Der Lebenden und Toten, der spirituellen Meister,
der Götter, Engel und Dämonen.
Selbst die Gräser der Wiesen und Wälder verkünden
Deine Unendlichkeit , die unbeschreibbar ist.
Wer kann je all DEINE Namen nennen?
Erfüllt von Deiner Gnade
rezitiere ich die Namen, die Deine Taten beschreiben:

I.

Alle Verehrung sei Dir, O höchstes ewig EINES
Unvergänglich ist Dein Königtum,
Unzerstörbar sind Deine Taten,

DU kannst nicht durch Rituale allein erlangt werden,
DU bist frei von allen Zweifeln.

DU bist unberührt von der Welt, die DU erschaffen hast,
DU bist fähig die Glut der Sonne zum Erlöschen zu bringen.

Der Mammon kann Dich nicht beeinträchtigen,
DU bist die Quelle allen Reichtums und aller Ehren.

DU gibst Deinen Ruhm den wahren Königen, die Dir dienen,
DU bist der Beschützer der göttlichen Wahrheit.

DU bist jenseits von Kummer und Leid.
DU bist der kostbare Schmuck von allem-was-ist.

O Schöpferkraft der Welt,
Mutigster aller Mutigen.
Sich überall ausbreitender Höchster Geist,
DU bist die Quelle allen göttlichen Bewusstseins und Wissens.

Höchster und ursprünglicher Gott über allen Göttern,
DU existierst von Anfang an,
selbst-erleuchtend.

Niemand kann Dein Bild malen.
DU beherrschst Dich selbst allein.

DU Nahrungsspendende Kraft für alle.
DU zeigst allen Barmherzigkeit und gewährst Befreiung.

DU bist auf ewig rein ohne jeglichen Makel,
Unsichtbar und geheimnisvoll.

DU gewährst Vergebung aller Sünden,
O König aller Könige.

DU bist der Urgrund aller Handlungen,
Gewährer von Nahrung für alle.

DU bist barmherziger Ursprung aller Nahrung,
DU bist ewig gnädiger Geber des Mitgefühls.

DU bist der Besitzer aller Mächte,
DU bist der Zerstörer von allem-was-ist.

DU wirst verehrt überall als Spender aller Dinge,
DU zeigst Deine Gaben überall in Zeit und Raum.

DU bist gegenwärtig auf allen Planeten und in jedem Land,
DU zeigst Dich überall in verschiedenen Gestalten.

Dein ist das Königtum überall,
DU gibst allem Herrlichkeit.

Überall bist DU das Gebende,
DU durchdringst alle Dinge.

Überall bist DU die Herrlichkeit,
Dein Licht verbreitet sich überallhin.

DU existierst im ganzen Universum.
DU bist präsent in verschiedenen Kleidern in der ganzen Welt.

DU bist das Vernichtende überall,
sowie die Bewahrende Kraft überall.

DU bist das letztendlich Vernichtende ,
Alles ist innerhalb Deiner Reichweite und Deines Wissens.

DU bist überall manifest in verschiedensten Gestalten,
DU bist das gütig und gnädig Sehende, das sich um alle Geschöpfe kümmert.

II.

Alle Verehrung sei Dir, O höchstes ewig EINES,
In ihrem Geist verbeugen sich alle Weisen vor Dir,
Denn DU bist der Schatz aller grenzenlosen Tugenden.

Selbst der mächtigste Feind kann Dir nichts anhaben,
Denn DU bist der Herr aller Geschöpfe und kannst sie alle vernichten.

Unzählige Menschen verneigen sich vor Dir in Anbetung und Verehrung,
Die Weisen verehren Dich in ihrem Geist.

DU bist der König aller Geschöpfe,
DU bist vollkommen und Dir gebührt der höchste Respekt.

DU bist der unzerstörbare Gott und die Quelle allen geschaffenen Bewusstseins.
Dein Licht scheint in den Weisen, Engeln und göttlichen Mitarbeitern.

Alle Verehrung gebührt Dir, denn DU besitzt unzählige Tugenden.
Alle Verehrung gebührt Dir, der DU präsent zu Land und zu Wasser bist.

Unverletzbar ist Dein Wesen außerhalb aller Zeit,
Unanfechtbar ist Dein Thron.

Unvergleichlich ist Deine Herrlichkeit
Niemand kann Deine Größe beschreiben.

Gegründet durch Deine eigene Macht zu Land und Wasser,
Jenseits aller Kritik, breitet sich Deine Herrlichkeit in alle Richtungen aus.

Mächtiger Herr aller Länder und Ozeane
Grenzenlos ist Dein Sein in unzähligen Formen in alle Richtungen.

DU bist der unzerstörbare GOTT und die Quelle allen geschaffenen Bewusstseins.
DU bist der Herr über alles-was-ist auf Erden und im Universum.

DU kontrollierst allein mit langen und mächtigen Armen die gesamte Schöpfung,
DU bist das ewig EINE und alleinig EINE.

DU bist überall präsent ohne Veränderung,
Niemand kann Deinen Anfang ergründen.

DU zerstörst alle niederen Feinde in einem Augenblick.
Höchste Meisterkraft, unvergänglicher Herr.

DU wirst verehrt und angebetet in allen Häusern
Dein Name ist in jedem Herzen, das sich vor Deinen heiligen Füßen verneigt.

Unvergänglich ist Dein Sein.
DU bist von nichts und niemandem abhängig.

DU bist in Deinem Wesen konstant und neutral,
Dein Handlungen sind frei von jedwedem Ärger.

Unerschöpflich ist Dein Reichtum,
Grenzenlos und Selbst-geschaffen bist DU.

Tiefgründig und einzigartig sind Deine Gesetze
Furchtlos und mächtig Deine Taten.

Unverletzbar und ohne Ende ist Dein Sein,
Groß und großmütig ist Deine Großherzigkeit.

DU bist wie die Sonne, ihr Licht verströmend überall,
Dein ist die Herrlichkeit, gelobt und gepriesen überall.

Abschluss

DU bist ewige Wahrheit,
Ewiges Bewusstsein und ewige Glückseligkeit ,
Zerstörer aller Feinde.
Mitfühlende Schöpferkraft, DU bist in allem-was-ist.
Wunderbarer Reichtum an Macht und Herrlichkeit,
Sieger über alle Ego-Tyrannen,
DU bist sowohl Zerstörer wie auch Schöpferkraft,
Ewig mitfühlend und ewig barmherzig.

DU bist präsent in allem-was-ist
und beherrschst mit Deiner Macht das Universum.
Dein Licht ist aus sich selbst leuchtend
und wird immer währen.
DU bist von einzigartiger Schönheit,
in allem-was-ist präsent.
DU zerstörst das Leid der Inkarnationen,
ewig mitfühlend und ewig barmherzig,
Bist DU reine göttliche Liebe.
Immerwährend ist der Glanz Deiner göttlichen Macht und Herrlichkeit.
Ich verneige mich in Demut vor Dir und danke Dir.

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

 
Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über Universumsspielleiter Mutter Erde und ihre göttliche Natur berichten:

Die Friedensphilosophin und Kulturmentorin Helene Walterskirchen schreibt in ihrem Buch „Im Mega-Spiel des Universums Das Lebensspiel des „Homo Ludens“ in einem Universum der Spielwelten und Inszenierungen“, Adma-Publications 2015:

Wir Menschen leben auf dem Planeten Erde; er ist unser Heimatplanet; wir sind Erdlinge, die aus der Materie des Planeten Erde entstanden sind und nach ihrem physischen Tod wieder in die Erde eingehen. Der Planet Erde ist somit unsere direkte Spielwelt im Universum, in der unser Leben stattfindet. Daher beeinflusst und steuert uns der Planet Erde am meisten.

Wir sprechen gerne von der Welt, in der wir leben und assoziieren damit automatisch unseren Planeten Erde. Aber die Welt, in der wir leben, ist nicht identisch mit dem Planeten Erde. Sie ist vielmehr eine künstliche Welt, die wir auf dem Planeten Erde errichtet haben. Unsere Welt, das sind die Städte, die Hochhäuser, die Industriezentren, die Einkaufszentren, die Freizeitparks, die Telekommunikationseinrichtungen, die Fußballstadien, die Müllverbrennungsanlagen und Müllhalden, das Verkehrsnetz mit seinen Autobahnen, Straßen und Schienen usw.
Wir haben unsere moderne Welt quasi über den Planeten Erde „gestülpt“. Der Planet Erde duldet unsere Welt und wenn es ihm zu viel wird, schüttelt er sich kräftig in Form von Erdbeben oder Vulkanausbrüchen und sorgt dafür, dass unsere Welt zusammenbricht, von tiefen Erdspalten verschluckt wird oder von Lava und Ascheregen zugedeckt wird, gleich einem riesigen Leichentuch. Oder es gibt eine Sintflut, die ganze Kontinente und Welten ertränkt und andere, neue Welten an die Oberfläche bringt. So weiß man beispielsweise, dass unsere Alpen einst von Meeren bedeckt waren.

Die Erde ist ein mächtiger Universums-Spielleiter – gütig und geduldig auf der einen Seite, konsequent und drastisch auf der anderen Seite. Wie eine liebende Mutter lässt sie ihren „Kindern“, uns Menschen, sehr viel Raum zum Spielen und Lernen, aber sie setzt auch ganz klare Grenzen, die ihre Kinder einzuhalten haben. Dabei ist es unerheblich für sie, ob es sich um einen mächtigen Staatsmann, einen prominenten Film-Star oder einen unbedeutenden Arbeiter handelt.
Die Erde behandelt alle Geschöpfe, die auf ihr leben, gleichwertig. Ob der Staatsmann, der Star oder der Arbeiter: alle drei altern und sterben eines Tages. Das ist das Los aller Wesen auf dem Planeten Erde. Auch der superreichste Milliardär kann sich kein ewiges Leben kaufen. Er kann weder sein Altern noch sein Sterben verhindern. Darin erlebt er, der Mächtige, seine Ohnmacht – und die Macht der Natur.

Denn die Natur, das ist die Erde. Natur, das sind nicht nur die Landschaften, sondern das sind die Naturgesetze, die Naturrhythmen und die Naturkräfte, die auf dem Planeten Erde herrschen. Und sie sind das, was unsere Vorfahren, als „die Götter der Erde“ bezeichneten.

Wir Menschen, die wir uns oft als so allmächtig empfinden, die wir Leben mit Maschinen verlängern können, die wir Wesen klonen können, die wir Leben künstlich zeugen können, die wir Leben aber auch jederzeit anderen nehmen können, halten uns oft für die modernen Götter der Erde. Aber wir sind nichts anderes als Menschen, kleine, sterbliche, begrenzte und ohnmächtige Menschen in Anbetracht der gigantischen Macht des Planeten Erde. Daran ändern auch unsere größten, besten und stärksten Maschinen nichts.

Steht beispielsweise eine Katastrophe ins Haus – sei dies eine Sintflut, ein Erdbeben oder ein Vulkanausbruch – dann verwandeln sich die vermeintlichen menschlichen Götter in ängstliche Kaninchen, weil sie in diesem Moment erkennen müssen, wie schwach und hilflos sie gegenüber den gewaltigen Kräften der Natur sind.

Die wahre Macht von Mutter Erde und der Natur zwingt selbst die Mächtigsten in die Knie und zeigt ihnen, wer der oberste Spielleiter ist. Beispiel: Das Kind eines Medienmoguls oder eines Milliardärs, der zu den mächtigen Spielleitern dieser Welt zählt, erkrankt schwer an Krebs; die Ärzte prognostizieren, dass das Kind nur noch wenige Monate zu leben hat. Es gibt keine Mittel, die noch helfen könnten. Der Mächtige wandelt sich in einen Ohnmächtigen. Er kann nicht mit den Fingern schnipsen und sein Kind wieder gesund machen. Was nun? Jetzt kann er nur noch bitten und beten: „Gott, hilf! Mutter Erde, hilf!“ Vielleicht wird ihm Hilfe zuteil und sein Kind wird wie durch ein Wunder wieder gesund; vielleicht aber bleibt ihm die Hilfe versagt und sein Kind stirbt. Die vermeintliche menschliche Macht und Kraft des Spielleiters ist wie ein Kartenhaus in sich zusammen gebrochen.

Bei all dem stellt sich für uns die Frage: Wer oder was sind wir wirklich? Sind wir das, für das wir uns halten und was wir glauben zu sein? Sind wir wirklich der Politiker, der Pfarrer, der Handwerker, die Geschäftsleiterin, die Kundenberaterin, die Hausfrau und Mutter? Oder sind das nicht alles vielmehr Rollen, die wir spielen? Wir lächeln, wir schmeicheln, wir passen uns an, wir funktionieren, wir täuschen vor, stark und unverwundbar zu sein, wir belügen und betrügen uns selbst, wir knechten und knebeln uns selbst, wir reden uns permanent ein, dass wir dieses und jenes „müssen“ und dieses „ich muss“ wird zu unserem wichtigsten Glaubens- und Leitbegriff in unserem Leben.

Wir müssen tough sein, wir müssen sexy sein, wir müssen „in“ sein, wir müssen erfolgreich sein, wir müssen viel Geld verdienen, wir müssen das neueste Handy haben, wir müssen das schnellste Auto haben, wir müssen ein eigenes Haus haben, wir müssen ein Star sein, wir müssen so gut sein, dass uns alle anderen bewundern, wir müssen, wir müssen, wir müssen …..

Aber macht uns ein solches Leben wirklich Freude? Sind wir dabei voller Hingabe, Heiterkeit und Elan? Oder ist nicht alles verbissen und wie zwanghaft? Können wir dabei wirklich entspannt lächeln oder handelt es sich nicht vielmehr um ein künstliches Lächeln? Wie oft ist uns eher zum Weinen anstatt zum Lachen bzw. Lächeln zumute.

So geraten wir immer wieder oder irgendwann einmal an den Punkt, wo wir am liebsten alles hinschmeißen und aussteigen würden – aussteigen aus unserem Leben, aussteigen aus allem, auch aus uns selbst. Weil uns alles so sinnlos erscheint! Weil wir keine Freude (mehr) am Leben haben! Weil wir nur noch wie Maschinen funktionieren und etwas vorgeben, das wir nicht sind und nicht bringen können bzw. wollen.

Wir suchen und suchen – befinden uns auf einer permanenten Suche. Nach was? Nach Zufriedenheit, nach Glücklich sein, nach uns selbst, nach unserem wahren Selbst, nach einem Beruf, den wir lieben, nach einem Partner/einer Partnerin, die wir lieben und von dem/der wir geliebt werden, nach einer stabilen Gesundheit, nach einem erfüllten Privatleben. Und da wir all das nicht haben – zumindest nicht wirklich und dauerhaft -, sind wir chronisch psychosomatisch krank: wir leiden an Magenverstimmung, Kopfschmerzen, Verspannungen, depressiven Verstimmungen, Rückenschmerzen, Herzrasen, Hautreizungen usw.

Auch wenn wir es von überall her immer wieder hören, es kann gar nicht oft genug gesagt werden: wir leben in künstlichen Spielwelten ein verkünsteltes und fremd manipuliertes Leben, das uns auf die Dauer gesehen krank macht.

Wir dürfen daraus erkennen: wir sind Geschöpfe der Erde, von dem, was wir als „Natur“ bezeichnen; wir sind nicht Geschöpfe der künstlichen Spielwelten, auch wenn wir in ihnen leben.

Wir leben auf, wenn wir in der Natur sind, wenn wir beispielsweise in den Bergen wandern, an einem See sitzen oder schwimmen, uns von den Wellen schaukeln lassen, uns mit der Kraft des Wassers verbinden, wenn wir sehen, wie die Sonnenstrahlen auf der Wasseroberfläche glitzern.

In diesem Moment gehen wir in Resonanz mit Mutter Erde, mit dem Planeten, mit seinen natürlichen Kräften, mit seinen Elementen, mit den Dingen, die wir uns nicht erklären können und die uns doch irgendwie möglich erscheinen: mit den Nymphen, den Feen, den Elfen, den Erdgeistern, den Wassergeistern, und vielen anderen. In uns erwacht unser archaisches Gut, das wir, als moderne Menschen, ausgeblendet haben, weil es doch nichts als Humbug ist – so zumindest wird es uns weisgemacht.

In diesem Augenblick jedoch können wir all das wieder spüren. Wir tauchen ein in die archaische Märchenwelt des Planeten Erde. Wir nehmen Dinge wahr, die wir sonst nicht wahrnehmen; wir sehen Dinge, die wir sonst nicht sehen, wir erinnern uns an Dinge, an die wir uns sonst nicht mehr erinnern: wie wir als Kinder im Wind gelaufen sind und versuchten, mit einer Böe mitzufliegen; wie wir als Kinder nach einem Gewitter durch die riesigen Regenpfützen gehüpft sind, die für uns wie kleine Seen waren; wie wir für die Marienkäfer, die wir gefangen hatten und in Schuhkartons hielten, Lieder gesungen haben; wie wir im Wald Indianer gespielt haben und uns auf die Jagd nach Rehen und Hasen begeben haben usw.

Wir waren dabei ganz wir selbst. Wir waren Kinder der Erde. Wir lebten noch nicht in den Spielwelten der Erwachsenen. Wir waren noch frei. Doch mit dem Beginn der Schulzeit, spätestens mit dem Eintritt in die Pubertät, veränderte sich das Stück für Stück. Wir wurden gezähmt. Wir wurden gezwungen, uns anzupassen. Wir wurden verbogen oder besser gesagt, wir wurden so gebogen, dass wir zu angepassten Mitgliedern der Gesellschaft wurden. Wir verloren unsere Freiheit und wurden in die Sklaverei gezwungen, über die andere herrschten.

Wir sollten uns vor Augen halten:

Wir Menschen sind Geschöpfe des Planeten Erde und seiner Natur. Von unserer „Mutter“ haben wir die Urliebe zur Erde, den „Erden-Instinkt“ und unsere „Erden-Intuition“ mitbekommen – unsere sogenannte „Erdennatur“. All das kann man auch „archaisches Erbgut“ bezeichnen.

Wir sind nicht von Natur aus Menschen der künstlichen Spielwelten auf dem Planeten Erde, sondern der Natur. Leider sind die meisten Menschen in die künstlichen Spielwelten „ausgewandert“ und haben sich mit diesen Welten so identifiziert als wären sie dort wirklich zu Hause. Ihr wahres zu Hause aber ist und bleibt die Natur des Planeten Erde. Deshalb fühlen sie sich in der freien Natur so immens wohl und suchen immer wieder den Kontakt mit der Natur. Und so manche nehmen sich sogar eine längere Auszeit und ziehen sich auf eine einsame Berghütte oder in eine Hütte auf einer Insel zurück, um dort ganz naturnah zu leben. Dort können sie wieder aufatmen und durchatmen; dort können sie wieder zur Ruhe und zu sich selbst kommen; dort können sie wieder ihren „Erden-Instinkt“ und ihre „Erden-Intuition“ leben.

In dem Buch „Walden“ beschreibt der US-amerikanische Schriftsteller Henry David Thoreau sein Leben in einer Blockhütte, die er sich 1845 in den Wäldern von Concord (Massachusetts) am See Walden Pond baute. Dort wollte er sich von der amerikanischen industrialisierten und kommerzialisierten Gesellschaft abwenden. Insgesamt verbrachte er zwei Jahre allein in einer Blockhütte, um seinen Wunsch von einem alternativen Leben zu verwirklichen.
Thoreaus literarische Werke und Selbstversuche treffen auch im 21. Jahrhundert bei vielen Menschen genau ins Schwarze. Vor allem Menschen, die unglücklich mit ihrem Job sind oder sich mit der Suche nach dem Lebenssinn beschäftigen, zieht der Gedanke nach einem einfachen Leben im Einklang mit der Natur zeitweise sehr an. Die Devise lautet dabei: Einfach einmal alle Zelte abbrechen, in eine einsame Hütte im Wald ziehen, Gemüse und Obst selber anbauen und wieder Gegenstände tauschen, anstatt Geld zu verwenden.

Der Planet Erde und wir Menschen sind eins. Unsere Gesundheit ist dann vorhanden, wenn wir im Einklang mit Mutter Erde leben. Je mehr wir uns von unserer Mutter Erde entfremden, umso mehr erleben wir das, was wir als Krankheit bezeichnen. Mutter Erde gibt uns Nahrung, gibt uns Harmonie, gibt uns Kraft, gibt uns eine stabile Psyche, beruhigt unsere Nerven, stärkt unsere Sinne, gibt uns ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit – vermittelt uns das, was wir als Wohlbefinden bezeichnen – Wohlbefinden an Körper, Seele und Geist.

Für die vom Wohlstand „verzogenen“ Menschenkinder, die nur noch uniformierte Roboter-Maschinen sind, die vor sich hin kränkeln, ist es ein Segen, wenn sie wieder zu Mutter Erde und zur Natur hingeführt werden – ob freiwillig oder gezwungenermaßen durch Krankheit.

Dies lässt uns erkennen, welch mächtiger Universums-Spielleiter unser Planet Erde, unsere „Mutter Erde“, ist und welch großen Einfluss sie auf ihre Kinder, uns Menschen, hat.

Fazit:

  • Der Universums-Spielleiter „Planet Erde“ ist nicht identisch mit dem, was wir Menschen gerne als „unsere Welt“ bezeichnen. Hierunter meinen wir die Spielwelten, in denen wir leben.
  • Der Universums-Spielleiter „Planet Erde“ ist identisch mit dem, was wir Menschen als „Natur“ bezeichnen; hier sind nicht nur Landschaften, sondern auch die Naturgesetze, Naturrhythmen und Naturkräfte gemeint.
  • Die wahre Macht und Kraft des Universums-Spielleiters „Planet Erde“ zeigt sich in Naturkatastrophen, Unglücksfällen, Krankheiten usw. Die vermeintliche menschliche Macht erweist sich dann als Ohnmacht.
  • Fast alle Menschen leben in den künstlichen Spielwelten auf dem Planeten Erde ein verkünsteltes und fremd manipuliertes Leben, das sie auf Dauer krank macht.
  • Die Natur hingegen macht den Menschen gesund und erhält ihn gesund an Körper, Seele und Geist.
  • Wir Menschen sind Geschöpfe des Planeten Erde und seiner Natur. Wir haben von der Erde ein archaisches Erbgut mitbekommen, einen sogenannten „Erden-Instinkt“ und eine „Erden-Intuition“ = eine „Erden-natur“, die gelebt werden möchte.

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

 
Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über die Wichtigkeit des Verstehens auf dem spirituellen Pfad berichten, damit Du alte Programme und Muster Deiner Ego-Persönlichkeit erlösen und Dir nach und nach Deiner wahren göttlichen Essenz/Deines göttlichen Seele-Geist-Wesens wieder vollständig bewusst werden kannst.

Die Fähigkeit des Menschen zu Verstehen ist sowohl ein Fluch, da er sich durch sein Ego-Verstandesdenken von der Einheit mit Gott trennen kann, als auch eine Möglichkeit für eine große spirituelle Bewusstwerdung und Erfüllung. Die Elemente des menschlichen Ego-Verstandes, d.h. Gedächtnis, Denkprozesse, Begriffsbildung, Schaffen von Bildern, Projektion in die Zukunft, usw., bilden die Grundbestandteile des menschlichen Leidens. Jeder Mensch besteht aus den guten und schlechten Vorstellungen und Erfahrungen seiner Vergangenheit, sowohl aus der frühen Kindheit als auch aus früheren Leben, die er in seinem Gedächtnis bzw. Seelendatenspeicher aufbewahrt. Sie werden zu den Bausteinen dessen, wofür er sich hält. Sind sie einmal in seinen menschlichen Verstand eingedrungen und hat der Mensch auf ihnen sein „Persönlichkeitshaus“ erbaut, dann wird er sie so schnell nicht mehr los.

Die positive Seite, die Dir das Verstehen geben kann, ist die Möglichkeit, diesen Prozess zu durchschauen. Ohne Verstehen identifizierst Du Dich einfach mit diesen alten Ego-Selbstbildern und glaubst weiterhin, ein Mensch mit dieser oder jener Eigenschaft zu sein, der z.B.: schwach oder dumm ist, zu viel isst, immer wieder ausgenutzt wird, in Menschenmengen nervös ist, usw. Ein Selbstbild Deines Egos folgt dem anderen. So geht es Dein ganzes Leben lang und auch die nächsten Inkarnationen weiter. Die wenigsten Menschen können sich von diesen alten Ego-Selbstbildern befreien. Stattdessen erschaffen sie jedes Leben neue, die sie dann in ihrem Seelendatenspeicher speichern, wo sich ein Selbstbild ihres Egos über das andere stapelt und zu neuen Verstrickungen und Blockaden führt.

Das Verstehen bietet Dir nun die Möglichkeit zu erkennen, dass Du Dich mit einem Selbstbild Deines Egos identifizierst, das nicht Dein wahres göttliches Selbst ist. Du fragst Dich dann, warum Du Dich überhaupt mit diesem Selbstbild identifizierst. Du beginnst das Konstrukt Deines Egos, das z.B. denkt „Ich bin eine Null“ oder „Ich bin nicht liebenswert“ in Frage zu stellen. Du denkst vielleicht: „Ich benehme mich anscheinend wie eine Null, und ich denke, dass ich eine Null bin, aber warum?“ Oder: „Wenn ich mit anderen Menschen Kontakt habe, denke ich, dass sie mich nicht lieben und reagiere entsprechend zurückweisend und hart, aber warum glaube ich, dass ich nicht liebenswert bin und mich niemand liebt?“

Wenn Du genau über die Sache nachdenkst, wirst Du feststellen, dass Du Dich nicht immer wie eine Null verhältst und diese Maske nur zeitweise trägst. Du wirst vielleicht bei tieferem Nachforschen feststellen, dass Dein Vater schon in Deinen Augen eine Null war und Du sein Muster in Form eines Ego-Introjekts übernommen hast. Vielleicht hast Du Deinen Vater auch sehr gemocht, auch wenn – oder gerade – weil er eine Null war, und wolltest so sein wie er, oder Du hast gesehen, dass Deine Mutter ihn trotz seiner Misserfolge sehr geliebt hat. So hast Du kombiniert: „Wenn ich eine Null wie mein Vater werde, dann werden mich meine Eltern und meine Mitmenschen lieben.“

Diese Art von Entscheidung geschieht zumeist unbewusst. Du gibst Dich dann wie eine Null und erlebst in Deinem Leben nur Misserfolge, obwohl Du das Potential zum Erfolg und zur Selbstverwirklichung hättest. Dennoch kannst Du nicht aus dem Programm aussteigen, denn Du glaubst, dass Dich Deine Eltern, Deine Mitmenschen und die Gesellschaft nur dann mögen würden, wenn Du eine Null bist und Dich wie eine Null verhältst.

Wenn Du nun den Standpunkt des göttlichen Verstehens einnimmst, dann kannst Du zum Ursprung dieses Musters gelangen. Dieses lautet: „Ich glaube, ich bin eine Null, und ich glaube das, weil mich dann meine Eltern und meine Mitmenschen mögen und ich mich liebenswert fühle.“ Durch diese neu erlangte Sichtweise wurde Deine Ego-Persönlichkeit verändert. Du erkennst nun, dass dieses Null-Programm unnötig und sogar schädlich ist, weil nicht jeder, der für Dich als Erwachsener wichtig ist, Nullen mag. Vielleicht mochte Deine Mutter Deinen Vater als Null, aber Deine Partnerin/Dein Partner oder Dein Arbeitgeber/Deine Kollegen sehen das anders.

Der Prozess des Verstehens kann aber noch tiefer gehen. Vielleicht fragst Du Dich: „Was ist überhaupt so wichtig daran, dass mich andere Menschen mögen? Warum will ich, dass Leute mich mögen? Ich wollte immer eine Null sein, weil ich dachte, dann mögen mich meine Mitmenschen. Jetzt merke ich, dass sie mich überhaupt nicht mögen, wenn ich eine Null bin. So versuche ich nun, eine neue Verhaltensweise zu finden, um von ihnen geliebt zu werden.“

Du kommst zu dem Schluss, die beste Weise, das alte Ego-Muster der Null zu brechen, ist Dich selbst zu verwirklichen. Aber warum willst Du Dich selbst verwirklichen? Weil Du willst, dass Dich Deine Mitmenschen mögen und lieben. Du bist also immer noch abhängig von ihrer Liebe und Anerkennung. Dein ganzes Handeln wird darauf abzielen zu versuchen, die Leute dazu zu bringen, Dich zu mögen. Wenn Dir das nicht gelingt, wirst Du Dich selbst ablehnen und nur noch tiefer in das negative Ego-Programm der Null abfallen.

Sobald Du jedoch dieses Muster aus einem höheren Blickwinkel analysierst, wirst Du erkennen, dass es auch nur eine Illusion ist. Du wirst sehen, dass Du durch dieses Verhalten keine wahre Liebe in Dir finden kannst. Dir wird zudem bewusst werden, dass die Liebe Deiner Mitmenschen gar nicht notwendig für Dein Glück ist. Die Liebe von außen ist sogar überflüssig und sollte nicht das Ziel werden, das Du Dein ganzes Leben mit Deinem Herzen verfolgst.

Das wahre göttliche Verstehen ist aber noch etwas viel Tieferes. Du hast i.o. Beispiel erkannt, wie das göttliche Verstehen die Falschheit enthüllt, aber Du hast noch nicht gesehen, wie es auch die göttliche Wahrheit aufdeckt: Wahres Verstehen enthüllt nämlich, was Du nicht bist und was Du bist. Du erkennst, dass Du nicht wirklich eine Null bist. Du fragst Dich: „Aber was bin ich dann, wenn ich keine Null bin? Vielleicht bin ich ein guter, liebevoller Mensch?“

Nach einer Weile fängst Du wieder an, Dich zu erforschen, aber nicht unter dem Aspekt, ob Du eine Null bist, sondern im Hinblick darauf, ob Du überhaupt eine „Person“ bist. Wenn Du anfängst, Dein Selbstbild auf dieser Ebene zu untersuchen, dann fängst Du an, Deiner göttlichen Wahrheit näher zu kommen. Du beginnst zu sehen, dass der Begriff einer „Person“ eine weitere Vorstellung ist, die Dein Ego gebildet hat. Diese Vorstellung hast Du von Deinen Eltern und der 3D-Welt von Kindheit an und über viele Inkarnationen übernommen.

Dein wahres göttliches Selbst ist jedoch keine Person. Du kannst als eine Person in der 3D-Welt mit Deinem menschlichen Körper in Erscheinung treten, aber auf der tiefsten Ebene bist Du das, was die Quelle dieser Person ist. Wenn Du zum Verstehen der göttlichen Wahrheit gelangst, dann kannst Du Dein wahres göttliches Selbst in Dir wiederfinden und entfalten. Dann ist das Verstehen, das bisher nur bedeutet hat, einen Sachverhalt objektiv anzuschauen, nicht länger vom Prozess der Entfaltung Deines Selbst getrennt. Eine Schicht Deiner Wirklichkeit zu sehen und zu verstehen ist vergleichbar mit einer Blume, die ihre Blütenblätter entfaltet. Verstehen wird somit identisch mit dem Prozess, Dein wahres göttliches Selbst zu entfalten und zu leben.

Indem Du z.B. Deine Erfahrung von Freude verstehst, erfährst Du auch Dich selbst als göttliche Freude. Du wirst leicht, glücklich und freudevoll und lachst aus ganzem Herzen. Was bedeutet in diesem Fall Verstehen? Der Teil des Verstehens, der die Falschheit entlarvt, sieht, welche Barriere Deines Egos Dich davon abhält, in der göttlichen Freude zu schwingen und göttliche Freude zu sein. Dann verstehst Du wieder, was es heißt, göttliche Freude zu sein. Verstehen, was es heißt, göttliche Freude zu sein, bedeutet, bewusst göttliche Freude zu sein und sie in Deinem gesamten Wesen bis in Deine innersten Zellen und Atome zu spüren. Du bist ganz vom Bewusstsein der göttlichen Freude durchdrungen und Missmut, Unzufriedenheit und Pessimismus haben keinen Platz darin.

So erkenne, was Verstehen in Wirklichkeit ist: in Gott zu SEIN und Dir gleichzeitig Deines göttlichen Seins in IHM in Seinem Universum bewusst zu sein. Das SEIN in IHM ist Deine wahre göttliche Natur. Deine göttliche Essenz ist SEIN. Du bist jeder Aspekt der göttlichen Essenz, die in verschiedenen Kleidern erscheint, z.B. Freude oder Liebe.

Du bist kein Kind mehr, das kein Verstehen hat. Ein Kind hat zwar Sein, aber es ist sich dieses Seins bewusst. Das Kind ist zwar glücklich, aber es weiß nicht, dass es glücklich ist bzw. es empfindet es nicht bewusst. Das Glück eines Kindes wird ausgedrückt, aber nicht bewusst erfahren. Du kannst sehen, dass ein Kind glücklich ist, indem es z.B. zufrieden, ruhig oder friedvoll ist und seine Augen leuchten, aber das Kind ist sich dessen mit seinem Ich nicht bewusst.

Verstehen schließt also ein, dass Dein Verstand bzw. Dein Ego zu einem Ausdruck von göttlichem SEIN wird bzw. für einen Kanal Deines göttlichen Selbst. Dein Verstand bzw. Ego wird mit dem göttlichen SEIN Deines Seele-Geist-Wesen verbunden und ist nicht mehr von ihm getrennt, wie es vielleicht schon in Deiner Kindheit der Fall war. Als Erwachsener hast Du diese Verbindung zu Deinem göttlichen Selbst verloren, da Du nur noch die verschiedenen Probleme Deines Lebens, Deines Egos und der Maya gesehen hast. Auf dieser Bewusstseinsebene wird das Verstehen zur Schnittstelle und zur Begegnung von Deinem göttlichen Selbst und Deinem Verstand/Ego. Dann bist Du göttliches Sein, das sich zugleich seiner Selbst gewahr ist und sein Ego gemeistert hat. Dieses Bewusstsein von Deinem göttlichen SEIN bedeutet wahres Verstehen.

So erkenne, wie wichtig das Verstehen der wirklichen Zusammenhänge und Hintergründe einer Sache aber auch von Dir selbst ist, um wahres göttliches Bewusstsein, Essenz und Erleuchtung zu erfahren. Dieser Prozess verlangt nicht die vollkommene und dauerhafte Auflösung Deiner Persönlichkeit. Vielmehr verlangt sie eine Persönlichkeit, die stark und flexibel genug ist, um die zeitweilige Auflösung und Umstrukturierung zuzulassen, so dass sich die Beziehung zwischen der Persönlichkeit/Ego und der göttlichen Essenz/dem Seele-Geist-Wesen wandelt. Dein Ego muss die Rolle und Position des Dienens gegenüber Deinem göttlichen Seele-Geist-Wesen annehmen und nicht die des Herrn. Dein Ego steht dann im Dienst Deines göttlichen Seele-Geist-Wesens und kann seine wahre und natürliche Funktion als geläutertes Ich-Bewusstsein Deines Selbst ausüben.

Wisse: Narzissmus, Borderline-Syndrom oder Psychosen sind nichts als Fehler und alte Ego-Programme in der Persönlichkeitsstruktur des Menschen. Zur Arbeit an der Entwicklung Deiner göttlichen Essenz gehört das Konfrontieren und Aufweichen dieser Ego-Strukturen. Dadurch verändert sich Deine Ego-Identität nicht nur, sondern sie wird zuerst in gewissem Maße abgebaut und dann durch die verlorene Identität der göttlichen Essenz, d.h. Deines wahren göttlichen Seele-Geist-Wesen, ersetzt. Zuerst müssen aber all die Konflikte, Ängste, Entartungen und Mängel sowie altes Karma in der Struktur Deines Wesens ins Bewusstsein kommen, damit sie erlöst werden können. Das ist kein leichter Prozess. Man muss über eine gewisse Stabilität verfügen, um diesen Transformationsprozess aushalten und erfolgreich abschließen zu können.

Die tiefste Ursache aller Konflikte der Persönlichkeit ist der Verlust von göttlicher Essenz und göttlichem Bewusstsein. Es sind nicht alleine die Ego-Programme aus Deine Kindheit oder aus früheren Inkarnationen Schuld. Sie führen nur zum Verlust der göttlichen Essenz. Dieser Verlust ist der größte Mangel, den so viele Menschen in ihrem Innersten empfinden und trotz materiellem Reichtum nicht beheben können. Dieser Mangel, der wie ein Loch empfunden wird, ist die Abwesenheit von göttlichem SGW-Bewusstsein.

Die göttliche Essenz ist somit das größte Teil des Puzzles. Ohne sie kann das Puzzle Deines Wesen und Deiner Persönlichkeit niemals ganz gelöst und abgeschlossen werden. Die Verbindung mit Deiner göttlichen Essenz gleicht einer verschmelzenden Liebe, die zu höchster Freude und vollkommenem Frieden führt. Bis Du aber dorthin gelangst, musst Du die auftauchenden Themen Deiner Ego-Persönlichkeit und Deiner Ego-Programme entdecken, durcharbeiten und erlösen. Das ist der Prozess, den die Sufis als die Wandlung eines vorübergehenden Zustandes zu einer nächsten, höheren und dauerhafteren Ebene beschreiben. Dieser Entwicklungsprozess erreicht immer tiefere Schichten im Gewebe Deiner Persönlichkeit und führt Dich so zu lange verborgenen essentiellen Aspekten Deines Selbst, die nun in Deinem Wesen etabliert werden müssen. Nach und nach verankert sich so Deine ganze göttliche Essenz in Dir. Das ist der Prozess der Entwicklung Deines göttlichen SGW-Bewusstseins durch Verstehen.

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

 
Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch das Versprechen Gottes an Seine treuen Diener offenbaren, denen Er den Zugang zu Seinem Paradies (=göttlichen Herzzentrum) gewährt:

GOTT spricht: „Gewiss, diejenigen, die den göttlichen Glauben verinnerlicht und gottgefällig Gutes in ihrem Inkarnationen getan haben, werden von uns gesegnet werden und Zugang zum Paradies erhalten. WIR lassen die Belohnungen desjenigen, der Gutes tut, auf keinen Fall verloren gehen. Und WIR vergelten ihm dafür, dass er sich in Geduld geübt und den anti-göttlichen Versuchungen und Angriffen widerstanden hat.“

Und weiter spricht GOTT: „Wer in UNSER göttliches Paradies eintritt, dem wird es wohlergehen und der wird kein Elend erleben. Seine Bekleidung wird nie abgenutzt sein und seine Jugend wird nie vergehen. Er bekommt von UNS im Paradies, was kein Auge gesehen, kein Ohr gehört hat und keinem Menschen in den Sinn kam. Die Schätze der Liebe und des Lichts übersteigen alle irdischen Reichtümer.“

„So überbringe UNSEREN Dienern die frohe Botschaft, damit sie das Gesagte vernehmen und dann dem Besten davon folgen. Das sind diejenigen, die den göttlichen Glauben verinnerlicht haben, den göttlichen Tugenden gefolgt sind, ihr Ego beherrscht haben und sich von UNS in ihren Inkarnationen haben rechtleiten lassen. Und das sind die wirklich Erfolgreichen.“

Abschließend spricht GOTT: „Deshalb, habt keine Angst, seid nicht traurig und freut Euch über das göttliche Paradies, das wir Euch versprochen haben. Für Euch gibt es im diesseitigen Leben ebenso eine frohe Botschaft wie im jenseitigen Leben. Der Schlüssel zum Paradies ist das reine Bekenntnis zu UNS und UNSEREM Licht. So sei es. Amen.“

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

 
Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über die spirituelle Einweihungs-Reise hin zum göttlichen Licht berichten, die mit Prüfungen des Glaubens verbunden ist:

Der Philosoph Hermann Hesse schreibt in seinem Buch „Die Morgenlandfahrt“, 1932, S. Fischer Verlag Berlin:
 
„Wer weit gereist, wird oftmals Dinge schauen, 
Sehr fern von dem, was er für Wahrheit hielt.
Erzählt er´s dann in seiner Heimat Auen,
So wird ihm oft als Lügner mitgespielt.
Denn das verstockte Volk will ihm nicht trauen,
Wenn es nicht sieht und klar und deutlich fühlt.
Die Unerfahrenheit, ich kann´s mir denken,
Wird meinem Sange wenig Glauben schenken.

Diese Unerfahrenheit hat es denn auch zustande gebracht, dass heute in der Öffentlichkeit unsre Reise, welche einst Tausende bis zur Ekstase erregt hat, nicht nur vergessen, sondern dass ihr Gedächtnis mit einem richtigen Tabu belegt ist. Die ganze Weltgeschichte scheint mir oft nichts andres zu sein als ein Bilderbuch, das die heftigste und blindeste Sehnsucht der Menschen spiegelt: die Sehnsucht nach Vergessen.“
 
Der Bund der Morgenlandfahrer, über den Hermann Hesse in seinem Buch schreibt, ist ein Zusammenschluss der geistig und spirituell Suchenden aller Zeitalter und Länder. Die Mitglieder des Bundes gehen den Pfad der Selbsterkenntnis und der Einweihung, der darin besteht, dass sie ihr menschliches Ego hinter sich lassen, um sich in Demut dem Göttlichen in sich, d.h. dem göttlichen Geist, hinzugeben und ein Diener Gottes zu werden. Das Endziel ist das Verschmelzen des Körperwesens mit dem Seele-Geist-Wesen, bzw. des niederen menschlichen Selbst mit dem höheren göttlichen Selbst.

Die Morgenlandfahrt erzählt die Geschichte von H. H. (den Namen könnte man auch als eine Abkürzung von Hermann Hesse erkennen), einem Violinspieler, der einmal Teilnehmer der Reise und Mitglied des Bundes war, bis die spirituelle Gemeinschaft scheinbar auseinander gebrochen ist. Seitdem sind viele Jahre vergangen und nun will H.H. die Geschichte der Morgenlandfahrer niederschreiben, um seinem Leben wieder Sinn zu geben. Den hat er nämlich verloren, da ihm das ganze Leben ohne der spirituellen Gemeinschaft sinnlos erscheint. Mit dem Niederschreiben seiner ersten Erinnerungen beginnt das Buch.

H. H. berichtet über die mystische Reise der Morgenlandfahrer, die erst in irdischen Regionen beginnt, aber schon bald in anderen Dimensionen und Unterebenen spielt. Zeit und Raum lösen sich auf, so sind z.B. Abstecher in das Mittelalter völlig normal. In der Gemeinschaft finden sich die unterschiedlichsten Männer, die gemeinsam gen Osten reisten, d.h. in die Ebenen des göttlichen Lichts. Es handelt sich um eine Reise hinaus aus der Maya, den niederen Dimensionen und der Menschenwelt, hin in Richtung göttliche Wirklichkeit. H.H. schreibt. „Dieser Zug gen Osten war immerdar durch alle Jahrhunderte unterwegs, dem Licht entgegen.“ Damit spielt H.H. auf die Tatsache an, dass der spirituelle Einweihungsweg sehr alt ist und bereits in früheren Hochkulturen wie im alten Ägypten und Griechenland als Mysterienweg bekannt war. Jeder spirituell strebende Mensch muss diesen Weg gehen, wenn er wirkliche Erleuchtung finden möchte. Die göttlichen Mysterien stehen über Nationen, Hautfarben, Gesellschaftsklassen und Sprachen.

Die Aufnahme in den Bund der Morgenlandfahrer, d.h. der spirituellen Mysteriengemeinschaft, ist mit einer Bedingung verbunden: Jedes Wesen muss ein persönliches Ziel haben, d.h. nach dem Ausstieg aus seinem menschlichen Selbst und Ego streben. Es kann nicht aus reiner Neugier oder Langeweile dem Bund beitreten. Eine Mitgliedschaft ist mit Ernsthaftigkeit, Selbstdisziplin und Zielstrebigkeit verbunden. Es geht darum, dem göttlichen Licht mit ganzer Seele dienen zu wollen, um unsterblich zu werden. Denn wer unsterblich in Gott sein will, muss IHM dienen. Wer aber mit seinem Ego herrschen will, der lebt nicht lange. Jeder einzelne Stein im göttlichen Tempel der Erleuchtung, so klein er auch ist, dient dem großen Ganzen. Erst das göttliche Dienen führt zu wahrer Liebe, Freiheit von der Maya und Einheit mit Gott.

H.H. erzählt vom Ritual der Aufnahme in den Bund durch den Hohen Stuhl und berichtet über die Reise, die einem mystischen Tanz der Elfen im Märchen gleicht:. „Alle frommen Orte und Denkmäler, Kirchen, ehrwürdige Grabstätten, welche irgend am Wege lagen, wurden besucht und gefeiert, die Kapellen und Altäre mit Blumen geschmückt, die Ruinen mit Liedern oder stiller Betrachtung geehrt, der Toten mit Musik und Gebeten gedacht“.

Die Einweihungsprüfung, die der „schönen“ spirituellen Reise der Morgenlandfahrer ein scheinbar jähes Ende setzt, ist das Verschwinden des Dieners Leo. In der Schlucht von Morbio taucht er spurlos unter, zusammen mit wichtigen Ritual-Gegenständen. Bald kommen Missstimmungen und Zweifel unter den Mitgliedern auf und die Gruppe zerbricht. Der Glaube an die Gemeinschaft und die spirituelle Erleuchtung scheint gestorben. Jeder kehrt zurück in sein 3D-Leben. H.H. schreibt:
„Wer von uns hätte gedacht, dass der Zauberkreis so bald zerbrechen, dass fast alle von uns – und auch ich, auch ich! – uns wieder in die klanglosen Öden der abgestempelten Wirklichkeit verirren würden.“

Der Diener Leo ist ein Symbol für das göttliche Seele-Geist-Wesen, d.h. den göttlichen Aspekt Gottes in sich, zu dem der normale Mensch seinen Zugang verloren hat. In Zeiten der Prüfung ist selbst der Eingeweihte abgetrennt von der Verbindung zu seinem göttlichen Selbst. Der Diener Leo hat die Gruppe absichtlich verlassen, um sie zu prüfen. Der Autor H.H. hat die Prüfung nicht bestanden, denn er sah die Morgenlandfahrt und ihr Prinzipien als gescheitert an und wandte sich enttäuscht ab. Das Verschwinden des Dieners Leo ließ ihn nie mehr los und er fragte sich immer, was aus ihm geworden ist.

H.H. weiß an dieser Stelle mit seinen Erinnerungen nicht weiter, so dass er sein Buch nicht fortführen kann, und sucht deshalb Hilfe bei einem alten Jugendfreund, der sein Leben im Krieg verbracht hat, was seinen tiefen Fall zeigt. Der Freund greift ganz einfach zum Telefonbuch und findet darin den Namen des verschwundenen Dieners Leo samt Adresse. H.H. ist erstaunt und peinlich berührt, dass er nicht selbst auf die Idee gekommen ist. Bald kommt es zu einem Treffen. Das erste Aufeinandertreffen ist schmerzlich, denn Leo scheint seinen ehemaligen spirituellen Bruder H.H. nicht wieder zuerkennen und ist ihm gegenüber reserviert.

Noch am selben Tag schreibt H.H. in einem bitteren Brief an Leo über seine Sehnsucht nach dem Bund und seine lebenslangen Qualen. Er berichtet über sein Vorhaben, über die Morgenlandfahrt zu schreiben und dass er trotz allem, an sie geglaubt hat. Er ärgert sich über sein eigenes Ego, das ihm den spirituellen Weg versperrt hat. Am Ende wirft er das dicke Bündel Papier in den Briefkasten und geht schlafen. Als er aufwacht sitzt, Leo vor ihm: „Man hat mich nach Ihnen geschickt“, sagt er. „Sie werden vom hohen Stuhl erwartet. Können wir gehen?“ Leo löst nun das Rätsel auf: Alles war eine Prüfung. Diese ist nun, nachdem H.H. Leo wieder gefunden und den Brief an ihn geschrieben hat, zu Ende und es zeigt sich nun, ob er bestanden hat oder nicht.

Der Weg zum Hauptquartier des Bundes, den H.H. vergessen hatte, weswegen er den Bund auch nicht mehr finden konnte, dauert Stunden, und Leo bleibt zweimal stehen. Das eine Mal geht er in eine Kirche, und das andere Mal betrachtet er ein Rathaus längere Zeit, während H.H. ungeduldig wartet und sich an den Augenblicken der Kontemplation und Meditation nicht beteiligt. Am Ziel angekommen, findet sich H.H. in einem riesigen Gebäude wieder, dem Bundesarchiv. Die Oberen des Bundes, d.h. die göttlichen Mitarbeiter treten zusammen, um über H.H. zu urteilen. Gemäß dem Brief hat sich H.H. selbst angeklagt, d.h. sein Seele-Geist-Wesen hat sein Ego angeklagt. H.H. wird als Selbstankläger ermächtigt, das Bundesgeheimnis in Form eines verschlüsselten Buches (Die Morgenlandfahrt) der Menschheit mitzuteilen, und er darf das gesamte Bundesarchiv für seine Aufzeichnungen nutzen. So lautet das Urteil. Die Oberen ziehen sich zurück. Plötzlich steht H.H. allein in diesem riesigen Archiv.
„Vernichtet, namenlos töricht, namenlos lächerlich, mich selber nicht begreifend, zu einem Stäubchen eingedorrt, sah ich mich inmitten dieser Dinge stehen, mit welchen man mir ein wenig zu spielen erlaubt hatte, um mich fühlen zu lassen, was der Bund sei und was ich selbst“.

Durch Tränen sieht er, wie sich die Oberen, der Hohe Stuhl, abermals um ihn versammelt, um das endgültige Urteil zu sprechen. Dieses mal sind es jedoch nicht die Oberen, sondern es ist der Oberste der Oberen, der das Urteil spricht – es ist – der Diener Leo. Dieser war der oberste Leiter und göttliche Mitarbeiter des spirituellen Bundes. Er steht für den göttlichen Geist, der sich nur hinter der Maske des Dieners Leo verkleidet hatte, um die Mitglieder zu prüfen.

Nun erkennt H.H., dass nicht der Bund ihn verlassen und enttäuscht hatte, sondern er selbst so schwach und verblendet gewesen war, dass er die Fahrt in das Morgenland, d.h. die spirituelle Reise zum göttlichen Licht, als missglückt angesehen und sie damit selbst verlassen hatte.

Die Oberen des Bundes bezeichnen seine Untreue und Beschuldigung des Bundes als „Novizendummheiten“. „Das“, so sagt Leo, „sind Dinge, die sich dadurch erledigen, dass man über sie lächelt“. Der Erleichterung darüber, dass das Verhalten H.H. nicht so schlimm gewesen war, folgt ein „Aber“. Die Oberen des Bundes werfen H.H. nun noch andere Sünden vor, aber er weiß von diesen scheinbar nichts. Das ist besonders schmerzhaft für ihn, da ihm seine Vergehen nicht einmal bewusst sind.

Leo hilft H.H. seine Vergehen zu erkennen und spricht den Weg an, als die beiden zum Bundesarchiv gegangen waren: die Pausen in der Kirche und vor dem Rathaus. „Sie haben die Religion missachtet, haben einen Bundesbruder verachtet, haben der Gelegenheit und Aufforderung zu Andacht und Versenkung sich unwillig entzogen“. „Er hatte mehr als Recht, er traf mich ins Herz“, schreibt H.H., der nun sein Fehlverhalten erkennt, über diesen Augenblick. Er hatte den Geist der Morgenlandfahrt, d.h. der spirituellen Entwicklung, in sich selbst verraten. Leo, der Oberste der Oberen, beruhigt den Angeklagten damit, dass dieses Schicksal auch anderen Bundesbrüdern nicht fremd sei – und – so sagt Leo: „Bruder H. ist durch seine Prüfung bis in die Verzweiflung geführt worden, und Verzweiflung ist das Ergebnis jedes ernstlichen Versuches, das Menschenleben zu begreifen und zu rechtfertigen.“ Darauf wird H.H. aufs neue in den Bund aufgenommen, und sein Bundesring (der göttliche Einweihungsring des spirituell Strebenden), dessen Existenz er vergessen hatte, wird ihm zurückgegeben.

Das Urteil des Hohen Stuhls lautet somit: Freispruch, allerdings einer mit Auflagen. Der Zurückgekehrte muss akzeptieren, dass er ab nun zu den Oberen gehört, d.h. er muss seiner Beförderung zum göttlichen Mitarbeiter und den damit verbundenen neuen Pflichten zustimmen. Zudem muss er das Bundesarchiv, das einem göttlichen Wahrheitsorakel gleicht, über sich selbst befragen, d.h. er muss seine Seelen-Akte öffnen und die Wahrheit über sich selbst erfahren.

Dieses Urteil ist erneut eine Einweihungs-Probe des Glaubens. In dem Fach, das seinen Namen trägt, findet H.H. eine Plastik aus zwei Figuren bestehend: aus ihm selbst und jener Leos. Die beiden Figuren stehen für sein niederes und höheres Selbst, d.h. sein. Ego und Seele-Geist-Wesen. H.H. beobachtet etwas merkwürdiges: Die Masse seiner Figur bewegt sich langsam in die des Dieners Leo. Der Erzähler findet hierfür folgende Erklärung: „Er [Leo bzw. das göttliche Seele-Geist-Wesen] musste wachsen, ich [das Ego] musste abnehmen.“. Mit dieser Erkenntnis schließt die Erzählung.

Zusammenfassung:

Solange der spirituell Strebende H.H. in der gefestigten spirituellen Gemeinschaft dem Licht entgegen reiste, war der Geist der Morgenlandfahrt, d.h. der göttlichen Erleuchtung, in ihm Gewissheit. Er war in ihrem Bewusstseinsfeld. Als aber durch den Vorfall scheinbar der Bund zerbrach, wurde damit auch H.H.’s Glaubensfundament zerstört. Das göttliche Seele-Geist-Wesen war noch nicht wirklich in ihm verankert. Der Verlust der Gemeinschaft und des darin existierenden Haltes führte dann in der letzten Konsequenz zur eigentlichen Sünde – der Vernachlässigung der spirituellen Entwicklung und Transformation des Egos. H.H. fiel zurück in das Menschen-Ich und sein 3D-Welt und machte den Bund für sein Leiden und sein Unglück verantwortlich.

Der Preis, den H.H. dafür bezahlen musste, war der denkbar höchste: Die Finsternis des Egos und des Anti-Gottes kehrten zurück und machten sein Leben zur Hölle, bis er sein Ego-Fehlverhalten erkannte und sich selbst anklagte. Die Morgenlandfahrt ist deshalb auch eine Ermahnung für alle spirituell Strebenden, dass sie auf ihrem Pfad beständig und vertrauend bleiben!

H. hatte es sogar soweit kommen lassen, dass er seinen Bundesring, d.h. sein Zeichen der göttlichen Weihe an Gott, vergessen hatte. Er war einfach aus seinem Bewusstsein verschwunden, da er in eine niedere Dimension abgefallen war.

So ist das oberste Ziel jedes spirituell Suchenden: „Stets den Glauben [an Gott und den Erfolg der spirituellen Entwicklung] stärker zu wissen als die sogenannte Wirklichkeit [bzw. Maya].“

Das Ziel jeder spirituellen Reise ist das göttliche Licht, der Osten, d.h. die aufgehende Sonne Gottes. „Wo gehen wir denn hin? Immer nach Haus“, zitiert Hermann Hesse Novalis. Frage auch Dich: Warum hast Du den spirituellen Pfad begonnen? Weil Du von Finsternis umgeben warst und das Licht gesucht hast. Dein Weg führt Dich nach Osten, d.h. zum Licht Gottes und irgendwann, wenn der Tag gekommen ist, wirst Du dort ankommen: Du bist zu Hause in Gott.