67. Weisheitsperle: Die vier Knoten

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

 
Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch einen altägyptischen Mysterientext über die vier Bewusstseinsinstanzen von Seele, Erden-Selbst/Körper, Ego und Geist offenbaren:

Das 50. Kapitel des altägyptischen Totenbuchs bezieht sich auf die vier Knoten bzw. vier Instanzen, mit denen der Mensch verbunden ist: Körper/Erden-Selbst, Seele (Himmels-Selbst), Ego und Geist.

50. Um nicht in die Verdammnis der Auflösung (des göttlichen Selbst) zu geraten:
 
„Angeknüpft ist mir mein Hinterkopf
im Himmel und in dem, was zur Erde gehört,
durch Re,
der den Tag des Festziehens des Knotens eingerichtet („gegeben“) hat für die,
die müde auf (ihren) Oberschenkeln sitzen,
an jenem Tag des Abschneidens der Trauerfrisur.
Ein Knoten wurde von Seth um mich geknüpft,
als die Neunheit in ihrer anfänglichen Macht stand,
als noch kein Aufruhr war.
Bewahrt euch vor dem, der meinen Vater umgebracht hat!
Ich bin es, der die Beiden Länder in Besitz genommen hat.
Ein Knoten ist von Nut an dem hinteren Teil meines Kopfes geknüpft,
da ihr Erstes Mal erblickt wurde,
als ich Maat (noch) nicht gesehen hatte und als Götter und Kultwesen (noch) nicht geboren waren.
Ich bin der Seiende.
Ich bin dieser, der Gott, als ich (selbst), der Erbe der Großen Götter.“

 
Erläuterung:

Die ersten zwei Anknüpfungen bzw. Knoten beziehen sich auf die bewusste Verbindung des Eingeweihten zu den himmlischen und irdischen Ebenen. So ist er über sein Kronen-Chakra und seine Hypophyse mit seinem Himmels-Selbst, seiner Seele und den göttlichen Dimensionen verbunden („Angeknüpft ist mir mein Hinterkopf im Himmel“) und über sein Wurzel-Chakra mit seinem physischen Körper, Erden-Selbst und der physischen Ebene („was zur Erde gehört“). Er ist also in der physischen Welt mit seinem physischen Körper bewusst in seinem göttlichen Selbst und in Gott schwingend. Dieses erweiterte Bewusstsein ist Kennzeichen eines wahren Eingeweihten.

Jeder Mensch wird bei seiner Geburt durch Re (Gott) mit diesen Anknüpfungen zum Himmel und zur Erde ausgestattet, ansonsten könnte er sich nicht inkarnieren. Auch wenn er sich während seiner Inkarnation nicht bewusst mit Himmel und Erde verbinden kann, halten ihn die Befestigungen so in Balance, dass er überhaupt in einem physischen Körper auf der Erde leben kann und durch die Lebensenergie seines Seelen-Geist-Wesens aus den himmlischen Ebenen versorgt wird. Ohne diese Anknüpfungen wären Seele und Körper separat und nicht miteinander verbunden. Eine Inkarnation wäre nicht möglich.

Bei der Geburt (der Tag des Festziehens des Knotens), wird diese Verbindung hergestellt und ein unsichtbarer Knoten (eigentlich zwei) über das Wesen gelegt, damit Seele und Körper für die Dauer der Inkarnation eins sind. Mit „die müde auf (ihren) Oberschenkeln sitzen“, ist die Gebärende gemeint, die an diesem Tag den neuen Körper der Seele zur Welt bringt. Es kann auch übersetzt werden: „die ermattet in der Hocke sitzt“. Diese Verbindung zwischen Körper und Seele endet dreißig Tage nach dem physischen Tod des Menschen (an jenem Tag des Abschneidens der Trauerfrisur). Die Seele verlässt den Körper und kehrt in die himmlischen Ebenen zurück.

Neben diesen zwei göttlichen Knoten gibt es einen dritten anti-göttlichen Knoten über jedem Menschen, den er bei seiner Geburt erhält. Dieser wird von Seth/dem Anti-Gott in Form des Egos um das Wesen geknüpft (ein Knoten wurde von Seth um mich geknüpft), so dass es neben seiner Seele und seinem Körper bzw. Erden-Selbst auch mit der Bewusstseinsebene des Egos und der 3D-Welt verbunden ist. Das Ego ist die Prüfung, die Gott jedem Seele-Geist-Wesen über Gott schickt, in der es darum geht, dass das Wesen Gott trotz seinem Ego und den Versuchungen des Anti-Gottes nicht vergisst und auf dem Weg der göttlichen Tugenden und des Lichts voranschreitet.

Die Zeile „als die Neunheit in ihrer anfänglichen Macht stand, als noch kein Aufruhr war“ bedeutet: Seth ist einer der ersten Götter/Engel im Universum und Teil der Ur-Götter/Engel der Neun. Ursprünglich diente er Gott und dem göttlichen System. Gott hatte ihm den Strahl des Ich-Bewusstseins übertragen, dessen Knoten er über alle Geschöpfe legen sollte, damit sie sich selbst erfahren durften. Erst durch seinen Abfall vom göttlichen System wurde Seth zum Gegenspieler und Anti-Gott, wodurch sich auch sein Strahl wandelte und zu einer Blockade für die Seele-Geist-Wesen wurde. Das „Ich“, das ursprünglich ein Hilfsmittel für die Seele war, um sich selbst als Individuum zu erfahren und zu lernen, wurde nun zum „Ego“ der Wurzeln des Übels und der Verführung der Menschen. Aus dem Ich wurde ein Egoist.

Die Zeile kann auch übersetzt werden: „Ein Knoten ist von Seth um mich geknüpft – zweimal -, als der Gott in seiner ursprünglichen Stärke war, als die Störung noch nicht da war.“ Das zweimal bezieht sich auf die zwei unterschiedlichen Arten des „Ichs“ und des „Egos“. Das „Ich-Bewusstsein“ ist ursprünglich gut, das „Ego-Bewusstsein“ ist schädlich.

Wenn das inkarnierte Wesen dem Ego und dem Anti-Gott nachgibt, dann stirbt es mit seiner Seele. So ist der Satz „Bewahrt euch vor dem, der meinen Vater umgebracht hat!“ eine Warnung und bezieht sich auf den Anti-Gott. Mit „mein Vater“ ist der Gotteslichtfunken der Seele gemeint, der göttliche Aspekt, den das Geschöpf von Gott (seinem Vater) erhalten hat, und der durch die anti-göttlichen Versuchungen des Anti-Gottes und das vergrößerte Ego-Bewusstsein sterben kann. Die Vergangenheitsform deutet an, dass der Anti-Gott in der Vergangenheit schon göttliche Seelen „umgebracht“ bzw. ihres göttlichen Lichtes beraubt hat.

Mit „Ich bin es, der die Beiden Länder in Besitz genommen hat“ ist gemeint, dass der Eingeweihte in den beiden Länder bzw. Ebenen des Himmels und der Erde exisitiert und deren Bewusstseinsinstanzen, d.h. Himmels-Selbst und Körper/Erden-Selbst beherrscht. Dies ist möglich durch den Knoten, den er bei seiner Geburt erhalten hat und dessen Verbindung er durch seine spirituelle Entwicklung bewusst aktiviert hat. Er kann dadurch in der polaren Ebene der Maya leben und Erfahrungen sammeln, ohne das Bewusstsein über sein wahres Selbst und seine Herkunft aus Gott zu verlieren.

Die vierte Instanz bzw. der vierte Knoten, mit dem das Wesen über sein Kronen-Chakra und seine Hypophyse verbunden ist, stammt vom göttlichen Ur-Geist (Nut) und wurde bei der Geburt der Seele in dieser verankert, als es noch keine Schöpfung gab, sondern nur göttlichen Ur-Geist: „Ein Knoten ist von Nut an dem hinteren Teil meines Kopfes geknüpft, da ihr Erstes Mal erblickt wurde, als ich Maat (noch) nicht gesehen hatte und als Götter und Kultwesen (noch) nicht geboren waren.“ Über diese Instanz sind der Körper und die Seele des Wesens mit ihrem göttlichen Geist verbunden, der sich im Innersten der Seele befindet, und in direkter Verbindung mit dem Ur-Geist-Meer.

Die letzte Zeile zeigt den erleuchteten Bewusstseinszustand des Eingeweihten an, der sich seines göttlichen Selbst aus Körper, Seele, Geist und Ego bewusst ist: „Ich bin der Seiende. Ich bin dieser, der Gott, als ich (selbst), der Erbe der Großen Götter.“ Er erkennt Gott in sich und weiß, dass er ein Teil von IHM ist. In diesem Bewusstsein kann er nicht mehr sterben. Es gibt nur noch das ewige Sein in Gott.

So erkenne die göttliche Weisheit, die im altägyptischen Totenbuch, dem Buch der Eingeweihten der ersten Stufe, verborgen ist und werde Dir Deines göttlichen Selbst und der vier Instanzen bzw. Knoten in Dir bewusst.

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