34. Weisheitsperle: Die göttlichen Gelübde

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

 
Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über die die göttlichen Gelübde berichten, die eingehalten werden sollten, um spirituelle Erleuchtung zu erlangen.

Laut dem Buddhismus ist es nicht möglich, den Pfad der Erleuchtung zu beschreiten, ohne die göttlichen Gelübde, die auch als Bodhisattva-Gelübde bezeichnet werden, abgelegt zu haben und ständig im Bewusstsein präsent zu halten. Beim ersten Mal müssen sie vor einem weisen Lehrer abgelegt werden, später kann man sie, falls es zwischenzeitlich zu einem Bruch gekommen ist, auch alleine erneuern. Die Bodhisattva-Gelübde beziehen sich vor allem auf das Einhalten und Leben der sechs transzendenten Tugenden (Paramitas), durch die spirituelle Erleuchtung erreicht werden kann.

Die sechs Paramitas (Tugenden):

1. Freigebigkeit (Dan) besteht aus drei Aspekten:
Das Geben von materiellen Dingen: Man gibt den Wesen – seien es Menschen oder Tiere – die Dinge, sie sie benötigen: dem Hungernden Nahrung, dem Obdachlosen ein Dach über dem Kopf, dem Kranken Medizin, usw. Besonders verdienstvoll im positiven Sinne sind die Gaben, die in Verbindung mit der göttlichen Lehre dargebracht werden, indem man z.B. göttliche Mitarbeiter bei ihrer göttlichen Arbeit durch eine Spende oder Patenschaft finanziell unterstützt oder anderen spirituellen Schülern die Teilnahme an spirituellen Unterweisungen und Schulungen ermöglicht.

Das Geben von Furchtlosigkeit: Wann immer man ein Wesen sieht, das Angst empfindet, soll man es dabei unterstützen, davon frei zu werden. Dies kann über aktives Mutmachen geschehen, aber auch indem man für das Wesen betet, damit es von aller Furcht befreit werden und wieder göttlichen Glauben und Vertrauen in sich selbst und Gott finden möge.

Das Geben von göttlichen Unterweisungen: Man gibt die göttlichen Lehren an die Wesen weiter, die Interesse an einer spirituellen Entwicklung und Praxis zeigen. Hat jemand kein Interesse, kann man ihn oder sie auch durch Mantren-Rezitationen indirekt positiv beeinflussen, so dass das göttliche Bewusstsein in dem Wesen gestärkt wird und es leichter in die höheren Dimensionen geführt werden kann.

2. Disziplin (Shila) besteht aus drei Aspekten:

Die Disziplin der Zurückhaltung: Man bemüht sich, alle negativen, unheilsamen Handlungen zu unterlassen, die anderen Menschen, Tieren und Pflanzen schaden könnten und enthält sich dieser bewusst. Dies wird unterstützt durch das Einhalten der göttlichen Gesetze und göttlichen Gelübde.

Die Disziplin positives Karma anzusammeln: Man beschäftigt sich mit der göttlichen Lehre, studiert die heiligen Bücher und Texte, lernt diese auswendig oder schreibt sie auf, gibt sie weiter an Interessierte und erklärt sie, rezitiert Mantren und Gebete, nimmt an Schulungen der göttlichen Lehrer teil, reflektiert und meditiert über diese. Jede dieser Handlungen hinterlässt eine göttliche, positive Energie in der Seele, die der eigenen spirituellen Schwingungsanhebung dient.

Die Disziplin zum Wohle von allem-was-ist: Man hilft seinen Mitwesen durch die elf heilsamen Arbeiten, u.a. Ermutigung auf ihrem spirituellen Pfad, Unterstützung bei ihrer Meisterschaft des Egos, Zuspruch in schwierigen Situationen der Trauer und der Furcht, erhaltenes Gute mit Dankbarkeit und Liebe erwidern, usw.

3. Geduld (Kshanti) besteht aus drei Aspekten:

Geduld mit denen, die einem Schaden zugefügt haben: Man bemüht sich, keinen Ärger und keine Rachegedanken aufkommen zu lassen, wenn einem andere Menschen schaden, sondern man erinnert sich daran, dass alle Wesen Brüder und Schwester in Gott sind und jeder „Quälgeist“ einem etwas sagen und bewusst machen möchte, damit man sich selbst wandeln kann. Ebenso sollte man bedenken, dass sich die Person, die einem Schaden zufügt, in einem Zustand der Verwirrung und der Verblendung des Egos befindet und nicht weiß, was sie tut. Genauso, wie ein Arzt keinen Ärger auf einen geistesgestörten Patienten empfindet, der ihn beleidigt, sollte man keinen Groll hegen, wenn einem ein anderes Wesen aufgrund seiner Ego-Verblendung schadet.

Geduld gegenüber dem Ertragen von Leiden und Prüfungen: Diese Form der Geduld hilft einem, Hindernisse und Probleme, die auf dem Pfad der spirituellen Entwicklung auftreten können, neutral, gelassen und harmonisch zu ertragen. Man erkennt die verschiedenen Formen des Leidens wie Krankheiten, Lernlektinen, etc. als Möglichkeit, negatives Karma aus früheren Leben zu transformieren und seine eigene Seele zu reinigen, um leichter zu Gott aufsteigen zu können.

Geduld beim Nachdenken über die göttliche Lehre: Auch wenn bestimmte Texte und Erklärungen schwierig zu verstehen sind, sollte man sich bemühen, sie zu studieren und zu begreifen.

4. Freudige Anstrengung/energisches Bemühen (Virya) besteht aus drei Aspketen:

Das Bemühen der Beharrlichkeit: Man nimmt sich vor, die Wurzeln des Göttlichen und die Tugenden zu praktizieren und alle Schwierigkeiten, Hindernisse und Prüfungen, die auf dem spirituellen Pfad auftauchen, zu überwinden und nicht nachzulassen in seiner Selbsttransformation. Dieser Beharrlichkeit sollte man sich immer wieder aufs neue bewusst sein, um sie nicht zu vergessen.

Das Bemühen göttliche Handlungen auszuführen: Man bemüht sich, heilsame, tugendhafte Handlungen auszuführen, um so die Wurzeln des Übels mit ihrer Gier, ihrem Hass, ihrer Verblendung, ihrem Egoismus und ihrer Angst zu überwinden und dem Wohl von allem-was-ist am besten zu dienen.

Das unermüdliche Bemühen: Dieses bedeutet, dass man sich nicht auf seinen kleinen Erfolgen hinsichtlich der eigenen spirituellen Entwicklung ausruht, sondern ohne Unterbrechung und mit viel Eifer danach streben sollte, weitere Fortschritte auf dem Weg der Selbsttransformation und Erleuchtung zu machen.

5. Meditation (Dhyana)

Die Meditation ist der Mittelpunkt der spirituellen Entwicklung und deren geistige Basis. Bei der Meditation ruht der Geist in seinem innersten Herzen, dessen Zentrum in Gott liegt. Alle polaren Energien und Anspannungen fallen ab. Damit verbunden ist die völlige Ruhe und Fokussierung des Geistes auf Gott AMA. Im Verlauf der Meditation nähert sich der Meditierende immer mehr dem Schwingungsfeld seines Schöpfers an, bis er ganz eins mit IHM wird.

6. Weisheit (Prajna) besteht aus zwei Aspekten:

– die universelle Weisheit, die der Erkenntnis der Wahrheiten des Universums in allen Dimensionen und Unterebenen dient
– die höchste, endgültige Weisheit, die gleich bedeutend ist mit der Erkenntnis der Wahrheit von Gott AMA

Je mehr man die göttliche Weisheit studiert und je größer ihr Bewusstsein in einem wird, desto stärker wird auch die übrige göttliche Entwicklung und Praxis, so dass man leichter spirituelle Erleuchtung erlangen kann.

Die 18 Hauptübertretungen

Insgesamt gibt es 82 Handlungen, die man zu unterlassen hat, wenn man sich spirituell entwickeln möchte. Diese unterteilen sich in 18 Haupt- und 64 Nebenübertretungen. Erstere führen zu einem Bruch des göttlichen Gelübdes, das man vor Gott und der göttlichen Führung gesprochen hat, letztere verletzen es „nur“. Nachfolgend sind die 18 Hauptübertretungen, die den Bruch des göttlichen Gelübdes bedeuten, aufgelistet:

1. Sich selbst preisen und andere Menschen herabsetzen aus dem Bestreben heraus, von ihnen angesehen, respektiert und verehrt zu werden;
2. Aufgrund von Geiz und dem Bestreben, alles Wissen für sich alleine zu behalten, die Lehren der göttlichen Wahrheit des Lichts vor den Menschen zurückhalten, die diese benötigen;
3. Jemandem, von dem man in der Vergangenheit verletzt wurde und der dies nun bereut, kein Gehör schenken und ihm nicht verzeihen wollen bzw. weiterhin Groll gegen ihn hegen;
4. Die göttliche Lehre von Gott AMA und den spirituellen Meistern aufgeben und neue oder bekannte Lehren mit falschen Ansichten verbreiten;
5. Göttliche Opfergaben, die Gott AMA oder den spirituellen Meistern dargebracht wurden, aus eigennützigen Gründen stehlen bzw. vom Altar rauben;
6. Behaupten, die Lehren, die in den göttlichen Texten und Büchern überliefert worden sind, seien keine göttlichen Lehren;
7. Göttliche Mitarbeiter schädigen, aus ihren Tempeln und Häusern vertreiben oder göttlichen Mitarbeitern, die ihre Gelübde gebrochen haben und nun bereuen, ihre Ego-Missetaten nicht verzeihen wollen;
8. Eine der fünf abscheulichen Taten zu begehen:
a) den eigenen Vater zu töten,
b) die eigene Mutter zu töten,
c) einen göttlichen Mitarbeiter oder Lehrer zu töten,
d) absichtlich einen göttlichen Mitarbeiter körperlich oder psychisch zu verletzen,
e) die Gemeinschaft der göttlichen Wesen absichtlich zu spalten und anti-göttliche Zwietracht zu säen;

9. Ansichten aufrechterhalten und verbreiten, die der göttlichen Lehre widersprechen, indem man z.B. das Gesetz des Karmas oder die Macht Gottes verneint und das Vertrauen in die göttliche Weisheit des Lichts, der Liebe und des Friedens aufgibt;
10. Lebensräume, Wohnstätten und Städte von Menschen und Tiere durch Krieg zerstören;
11. Menschen das Prinzip der göttlichen Lehre zu unterrichten, die noch nicht bereit sind, diese hohen Lehren zu verstehen, oder die gar anti-göttlich sind und dieses Wissen nur missbrauchen wollen;
12. Menschen davon abhalten, die vollständige Erleuchtung zu erlangen, und sie stattdessen dazu zu bewegen, ihr Ego zu stärken und sich mit diesem von Gott abzuspalten;
13. Menschen dazu bewegen, die göttlichen Gelübde und Gesetze zu brechen, indem man behauptet, sie seien nicht wichtig für den spirituellen Pfad und die Erleuchtung;
14. Die göttlichen Lehren der spirituellen Meister als minderwertige Lehren bezeichnen, die nicht zu Gott AMA führen, und so Menschen von ihrem spirituellen Weg abbringen;
15. Die göttliche Lehre aus dem Bestreben heraus lehren, finanziellen Reichtum, Profit und Ruhm zu erhalten und auf diese Weise die göttliche Lehre durch weltliche Absichten des Egos verunreinigen;
16. Anderen Menschen vortäuschen, ein tiefes Verständnis der göttlichen Weisheit erlangt zu haben, obwohl dem nicht der Fall ist, und ihnen dann weismachen, dass sie nur durch bestimmte Praktiken, die man selbst erfunden hat, diese tiefe Einsicht erlangen könnten, wodurch sie in die Irre geführt werden;
17. Spenden, die für die göttliche Gemeinschaft der göttlichen Mitarbeiter gedacht waren, für eigene Ego-Zwecke verwenden;
18. göttlichen Mitarbeitern die materielle Lebensgrundlage entziehen und sie so an ihrer göttlichen Arbeit hindern.

Zudem gibt es noch 14 göttliche Tantra-Wurzel-Gelübde, die das reine Bewusstsein aufrechterhalten und ebenfalls eingehalten werden sollten:

1. niemals den göttlichen Lehrer herabsetzen,
2. niemals die göttlichen Gelübde und Gesetze brechen,
3. niemals feindlich gegenüber den göttlichen Brüdern und Schwestern gesinnt sein,
4. niemals aufhören, alles-was-ist zu lieben,
5. niemals den Erleuchtungsgeist aufgeben,
6. niemals die eigene Glaubensrichtung oder die eines anderen Menschen herabwürdigen,
7. niemals unvorbereiteten Wesen geheimes Wissen vermitteln,
8. niemals die eigenen Sinnesorgane, wie Intuition und Instinkt, die Ausdruck des Seele-Geist-Wesens und Erden-Selbst sind, missachten,
9. niemals Zweifel an den göttlichen Lehren hegen,
10. sich nicht mit anti-göttlichen oder Ego-Menschen abgeben, die den göttlichen Lehren nicht wohlgesonnen sind oder sogar gegen diese arbeiten,
11. niemals geheime, heilige Dinge benennen, die nicht benannt werden dürfen und die ihrer Natur nach unaussprechlich sind,
12. niemals Menschen wegen ihrer Hingabe zu einer religiösen Praxis verachten oder sich über sie lächerlich machen,
13. niemals Frauen, die ihrer Natur nach Weisheit sind, missachten.

Halte Dich an diese göttlichen Gesetze und Gelübde und Du wirst erfolgreich auf Deinem spirituellen Pfad des Lichts und der Erleuchtung in Gott AMA sein.

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