33. Weisheitsperle: Die Zufriedenheit

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

 
Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über die göttliche Zufriedenheit berichten, die eng mit dem Strahl des göttlichen Friedens verbunden ist, und Euch zu dauerhafter Erleuchtung und Glückseligkeit in Gott AMA führt.

In den Yogasutren des Patanjali heißt es dazu:

II.42: „Saṁtoṣāt-anuttamas-sukhalābhaḥ.“
„Durch Zufriedenheit gewinnt man unvergleichbares Glück/höchste Freude.“

Santosha/Zufriedenheit (auch manchmal Samtosha geschrieben) entstammt dem Strahl des göttlichen Friedens, der direkt aus dem Herzzentrum Gottes in das Universum strömt. Santosha ist der göttlichen Tugend des Nicht-Besitzergreifens/Aparigraha sehr ähnlich, nur auf einer unterschiedlichen Ebene: Um Nicht-Besitzergreifen/Aparigraha umsetzen zu können, brauchst Du eine Haltung der Zufriedenheit und des inneren Friedens. Denke einmal über das Gefühl von Zufriedenheit nach, das sich einstellt, wenn Dein Wunsch in Erfüllung geht. Vor dem Aufsteigen des Wunsches war Zufriedenheit. Dann kam der Wunsch und das Ego kam in Unzufriedenheit, weil es nicht hatte, was es wollte. Dann kam die Erfüllung des Wunsches und es erfolgte wieder Zufriedenheit.

So ist Santosha eigentlich nur der harmonische Normalzustand des Wesens, der schon immer da war, bevor Wünsche des Egos entstehen. Aus Santosha entsteht Aparigraha, denn wer zufrieden ist, begehrt mit seinem Ego nichts. Zufriedenheit ist der Ruhezustand zwischen den Wünschen. Wünsche dagegen machen unzufrieden und verlangen nach Auflösung und Befriedigung des Egos. So sagen die Weisen: „Wenn die Wünsche des Menschen erfüllt werden, kehrt er in Wirklichkeit nur zu seinem Ursprung zurück und erfreut sich an dem Glück, das sein göttliches SGW ist und was schon immer da war.“

Göttliche Zufriedenheit bedeutet anzunehmen, was Gott Dir gibt und was IST, sowie Loslassen von Habenwollen (Gier/Raga) und Nicht-Habenwollen (Hass/Dvesha) Deines Egos. Das ganze Leid des Universums und seiner Welten kommt daher, dass die Geschöpfe nicht zufrieden sind. Sie sind nicht zufrieden mit sich selbst, mit ihrem Körper, mit dem, was sie haben und was sie nicht haben, mit ihrer Familie, mit ihrem Umfeld, mit ihrer Arbeit, mit ihren Mitwesen. Wenn es all diese Unzufriedenheit nicht geben würde, gäbe es nur Zufrieden-Sein und einen Zustand des absoluten göttlichen Friedens, voll Stille, göttlicher Liebe und Nicht-Verletzen. Wahre Zufriedenheit ist der Zustand der göttlichen Erleuchtung.

Santosha bedeutet auch Genügsamkeit und Bescheidenheit mit dem, was Du hast. Da Dein Ego bei Deinem Handeln oft die erwünschten Ereignisse schon vor Augen hat, wirst Du leicht enttäuscht, wenn es Widerstände gibt, wodurch Du verzweifelst und Dich gegen den göttlichen Plan stellst. Vielmehr solltest Du annehmen, was Dir die göttliche Führung gegeben hat – Gutes wie Schlechtes.

Santosha bedeutet: sich und sein Ego beschneiden. Denn die innere Zufriedenheit zählt mehr als alle göttlichen Schätze aller Dimensionen und Unterebenen des Universums zusammen. Anstatt über Misserfolge und Unglück zu jammern, kann man demütigen Herzens annehmen, was geschieht, und daraus lernen. Santosha bezieht sich dabei auf Dein ganzes Wesen und Dein Gefühl zu dem, was Gott Dir gibt.

Santosha/Zufriedenheit bedeutet auch, glücklich zu sein, was immer Du tust, und Dich des Lebens in diesem Moment zu erfreuen, ohne Dir mit Deinem Ego mehr zu wünschen und mehr zu verlangen. Der Aspekt der Zufriedenheit ist ein dauerhafter Zustand der göttlichen Erleuchtung und des wahren, bewussten göttlichen Wesens und Mitarbeiters. Im spirituellen Leben ist ein dauerhaftes Gefühl von Zufriedenheit somit ununmgänglich, um mit Gott AMA verbunden zu sein und in Seinem Frieden zu schwingen. Wenn die Zufriedenheit fest im Herzen des Wesens verankert ist, dann ist das Verlangen nach mehr, d.h. die Wurzel der Gier/Raga, überwunden und erlöst.

Denn jedes Glücksgefühl, das man empfindet, wenn man irgendwo irgendwelche Dinge erwirbt oder kauft, ist immer nur von vorübergehender Natur, da auch die Sache, die man erworben hat, nur vorübergehend und vergänglich ist, weil sie Teil der Maya ist. Willst Du dieses Gefühl von Glück in Dir aufrechterhalten, so musst Du ständig mit Deinem Ego für Nachschub in irgendeiner Form sorgen. Das ist in der Maya ein endloses Unterfangen. Echte Zufriedenheit bedeutet dagegen etwas gänzlich Unterschiedliches: Sie ist etwas sehr Heiliges, erhebt Dich aus der Illusion der Maya und der niederen Dimensionen und führt zu wirklicher Glückseligkeit in Gott AMA und Seinem Herzzentrum. Aus dieser göttlichen Zufriedenheit wächst dann wahrhaftiger göttlicher Frieden.

Wenn Du zufrieden bist – mit Deinem Körper, Deiner Seele, Deinem Geist und Deinem Erden-Selbst -, dann stellt sich auch Freude ein. Hierbei gibt es unterschiedliche Arten von Zufriedenheit und damit verbundener Freude. Santosha/Zufriedenheit kann sattvisch, rajasisch oder tamasisch sein, wobei die sattvische Zufriedenheit das oberste Ziel sein sollte.

Tamasische Zufriedenheit würde sagen: „Es ist ja eh alles egal.“ Das liegt an dem passiven, trägen Ego, das dahinter steht.
Rajasische Zufriedenheit würde sagen: „Ich bin zufriedener als alle anderen.“ oder „Ich bin besser als du, weil ich zufriedener bin.“ Dies liegt an dem großen Ego, das mit Rajas verbunden ist.
Sattvische Zufriedenheit würde sagen: „Ich versuche aus allem das Beste zu machen und bin glücklich mit allem, was geschieht.“

Sattvische Zufriedenheit heißt nicht Untätigkeit, sondern die Gewissheit, dass alles, was auch immer kommen mag, letztlich zu Deinem Besten ist und Du daraus lernen kannst Jede Lernlektion wurde Dir von Gott AMA geschickt, damit Du Dein Gesamtwesen transformieren und wandeln, Deine Schwingung anheben und von altem Karma und alten Ego-Programmen frei werden kannst, so dass Du Gott AMA und Seinen göttlichen Dimensionen ein Stück näher kommen kannst. Sattvische Zufriedenheit führt dazu, dass Du aktiv bist und etwas tust, dabei aber innerlich neutral bleibst und die Sache loslässt, weil Du deren Ausgang letztendlich nicht beeinflussen kannst. Dennoch bist Du voll Vertrauen, dass alles – was auch immer kommen mag – gut für Dich ist, auch wenn Du es vielleicht mit Deinem menschlichen Verstand jetzt noch nicht verstehen und erfassen kannst. Sattvische Zufriedenheit bedeutet somit auch das Vertrauen an Gott AMA und Seine Weisheit und die demütige Hingabe und Ergebung an Seinen Willen.

Santosha/Zufriedenheit ist eine wichtige Eigenschaft auf dem spirituellen Weg der Wandlung von den Wurzeln des Leides/Kleshas hin zu den Wurzeln des Göttlichen. Denn findet das Wesen nicht in der göttlichen Zufriedenheit seine stabile Mitte und seinen Ruhepol, wird es bis in alle Ewigkeit ziellos in der Maya umher irren und sich immer wieder erneut inkarnieren. Jedes Geschöpf sehnt sich nach Zufriedenheit, um zur inneren Ruhe zu kommen und sich ganz auf die Transformation seiner Selbst einzulassen, wodurch es wieder zu Gott AMA zurückkehren kann. Es muss die unaufhörliche Kette von Wünschen seines Egos und Super-Egos in seinem KW und seiner Seele durchbrechen, indem es in sich die göttliche Zufriedenheit/Santosha stärkt, welche die Basis für göttlichen Frieden ist. Ohne Zufriedenheit ist keine spirituelle Entwicklung, keine Meditation und kein Yoga möglich, denn die göttlichen Energien der Liebe, des Lichts und der Fülle können nur in ein zufriedenes Wesen einfließen.

Die alten Weisen sagen dazu: “Hat ein König zu viele Wünsche und will immer mehr, wird er wie ein Bettler. Jedoch ist ein Bettler, der sich zufrieden gibt mit dem was er hat, ein wahrer König!”

In der Advaita Vedanta steht geschrieben, dass an der Türe zur Befreiung von der Maya vier große Wächter bzw. Prüfer stehen, an denen der spirituelle Schüler vorbei gehen muss, um zurück in die höheren göttlichen Dimensionen kehren zu können. Dies kann er nur, wenn er sein Bewusstsein entsprechend entwickelt und seine Schwingung angehoben hat. Diese vier Wächter sind:

Santosha/Zufriedenheit: Es ist notwendig, dass Du im Zustand innerer Zufriedenheit bist, um Dich von den Begrenzungen Deines Egos, der Gier, des Hasses und der Maya lösen können.
Shanti/göttlicher Frieden: Es ist notwendig, dass Du im friedvollen, harmonischen Einklang mit der Welt und allem-was-ist bist, um zurück in die göttliche Liebe kehren zu können.
Vicchara/Erforschung: Es ist notwendig, dass Du den Wunsch hast die göttliche Wirklichkeit und Wahrheit Gottes hinter der Illusion der Maya zu erkennen, um frei von der Maya zu werden.
Satsang/Gemeinsam-sein in der Wahrheit/Wir-Bewusstsein: Es ist notwendig, dass Du Dir bewusst bist, dass alle Mitmenschen ein Spiegel für Dich sind und Dir Deine Schwachpunkte zeigen, an denen Du zu arbeiten hast, so dass Du Dich durch ihre Hilfe weiterentwickeln kannst.

Der erste Wächter bewahrt die göttliche Zufriedenheit, die die Basis für Deine spirituelle Entwicklung ist. Aus dieser ergibt sich dann der göttliche Frieden, aus diesem die Erforschung und daraus die göttliche Wahrheit. So stärke Santosha in Dir und schaffe auf diese Weise die Grundlage für Deinen gesamten spirituellen Weg.

Die alten Weisen sagen, dass wenn man Santosha/die Zufriedenheit in sich verankert und entwickelt hat, die anderen göttlichen Tugenden fast von alleine kommen. Denn es braucht aus der Sicht der göttlichen Entwicklung NICHTS, um zufrieden zu sein, außer der inneren Einstellung und Bereitschaft zum göttlichen Frieden. In L’Egoland sind die Menschen ständig von ihrem Ego und den Wurzeln des Leides/Kleshas getrieben und rennen irgendwelchen Wünschen ihres Egos hinterher, wodurch sie sich nie zufrieden geben können mit dem, was sie haben, und auch keine innere Ruhe erfahren können. Dadurch wächst ihr Leid und ihre Trennung von den Wurzeln des Göttlichen nimmt zu. Sie sind in einem Teufelskreislauf gefangen, den sie nur schwer durchbrechen können.

Sei Dir bewusst: Es geht bei Santosha nicht darum, sich innerlich zu zwingen das Gegebene zu akzeptieren, obwohl man mit seinem Ego dagegen ist, sondern darum es liebevoll anzunehmen, ohne sich dem gegebenen blind auszuliefern. Jedes Wesen sollte sein Leben angenehm und harmonisch gestalten, aber nicht aus dem Mangelgefühl seines Egos heraus, sondern aus der göttlichen Fülle, d.h. mit einem akzeptierenden, zufriedenen, demütigen, göttlichen Bewusstsein, dass es von Gott immer auf dem richtigen Weg geführt wird.

Samtosha hat das Ziel, Frieden mit Dir selbst, Deinem Leben und Deinem Schicksal zu schließen und dadurch zu dauerhafter Zufriedenheit zu gelangen, die so stark ist, dass Dich keine äußeren polaren negativen Ereignisse und Kräfte mehr aus diesem Zustand des Friedens herausziehen können. Erkenne, dass nur inneres Glück zu wahrem Frieden kann, äußeres Glück jedoch nicht. Wenn Du selbst mit Dir zufrieden und in Frieden bist, dann schaffst Du automatisch ein Energiefeld des Friedens, das sich auch auf Dein äußeres Leben und Deine Mitmenschen positiv auswirkt.

Denke z.B. an Nonnen oder Mönche. Diese leben in Bescheidenheit in ihren Klöstern und haben sich einem höheren göttlichen Ziel geweiht. Ihr Ziel ist es, in sich zu ruhen und in einem Zustand innerer Zufriedenheit und Glückseligkeit zu sein, der in ihnen herausstrahlt. Dabei besitzen sie nicht wirklich etwas Irdisches und haben auch keinen Reichtum, der sie in den Augen der 3D-Menschen glücklich machen müsste. Das zeigt, dass wahre Glückseligkeit nicht in äußeren Dingen und Besitztümern der Maya, sondern nur in inneren geistigen Eigenschaften zu finden ist.

Mit Hilfe von Samtosha, der Zufriedenheit, und dem Strahl des göttlichen Friedens Gottes schaffst Du Dir ein glückliches, harmonisches Leben, das die Basis für Deinen spirituellen Aufstieg zu Gott AMA ist. Sei achtsam und respektvoll mit Dir selbst und allen Geschöpfen und finde auf diese Weise den wirklichen Herzensfrieden, der die Basis für Glückseligkeit und Lebensfreude ist.

Die alten Weisen sagen dazu: Sei in allen Lebenslagen in einem neutralen Zustand der Harmonie, des Ausgleichs, der Demut, des Friedens und der Annahme – gleich ob die Situation schön oder nicht schön ist -, das ist der Zustand der wahren Zufriedenheit!

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