31. Weisheitsperle: Das göttliche Leben

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

 
Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über das Werk Gottes, das Geschenk des göttlichen Lebens und die Liebe zu Eurem Schöpfer berichten.

Der Charakter Gottes ist die Vollkommenheit. Alles, was in dem Begriff „Göttlich“ enthalten ist, wie Unveränderlichkeit, Weisheit, Gerechtigkeit, Güte und Liebe müssen Gott in höchstem Maße zugeschrieben werden und machen erst Seinen gesamten Charakter aus. Wie bereits der heilige Thomas von Aquin sagte: „Gott ist allein vollkommen freigebig, weil Er allein, nicht um Seines Nutzens willen, sondern um Seiner Güte willen handelt.“

Diese Aussage ist von höchster Wichtigkeit für die ganze göttliche Lehre. Gott war bereits voll Liebe und Güte, ehe Er das Universum geschaffen hat, und Seine absolute Güte und Liebe erzeugten in sich die göttliche Ur-Dreifaltigkeit von Geist, Licht und Bewusstsein. Diese drei Ur-Energien sind die Ur-Basis der gesamten Schöpfung. Er schuf dabei das Universum durch eine freie Bewegung Seines Herzens und nicht aus Notwendigkeit. Er machte es ohne Aussicht auf Dank, ohne Antrieb des Eigennutzes, ohne Zwang der Pflicht, ohne den Reiz der Anbetung, sondern zu dem alleinigen Zweck Seine göttliche Liebe auszudrücken durch die Mitteilung des Lebens, d.h. um Geschöpfe zu schaffen, die Seine Liebe erfahren und sich in Seiner Liebe entwickeln dürfen.

Gott hat die Welt durchaus auch zu Seiner Ehre erschaffen. Die innere Ehre Gottes besteht in Seiner unendlichen Vollkommenheit. Seine äußere Ehre besteht darin, dass er von freien geistigen Wesen, Seinen Geschöpfen, erkannt und geliebt wird. So besteht kein Zweifel darin, dass Gott den Seele-Geist-Wesen das Dasein gegeben hat, damit Er von ihnen erkannt und geliebt wird. Jedoch zwingt er Seine Geschöpfe nicht dazu, IHN zu lieben, sondern stellt es jedem einzelnen Wesen frei. Entsprechend seiner Entscheidung schwingt das Wesen dann in der Gottferne oder der Gottnähe.

Das gesamte Universum hat Gott als Ursache und ist das Werk Seiner höheren Erkenntnis und Macht. Gott existiert sowohl in der Stärke als auch in der Schwäche der Natur. Daher kann man zu Recht über IHN sagen: „Der Ewige ist Sein Name, die Welt ist Sein Werk!“

Es ist eine beachtenswerte Sache, dass selbst die Philosophen der Antike, welche an die Ewigkeit der Materie geglaubt haben, wie Plato, dennoch nicht umhin konnten, in der Gesamtheit aller sichtbaren Dinge den Charakter eines geschaffenen Werkes zu erkennen, und sie nannten Gott den großen Baumeister des Universums. Denn das Universum trägt die auffallenden Zeichen Seiner persönlichen Macht in sich und wird es bis zum Ende in sich haben, weil die Idee der Schöpfung allein Gott entsprungen ist und alles Geschaffene von IHM gebildet und berührt wurde.

Der erste Satz der Bibel lautet deshalb zu Recht: „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.“ Welche Einfachheit und welche Schlichtheit ist in diesen Worten enthalten! Der Prophet Moses rechtfertigt in seinen Schriften nicht einmal das Dasein Gottes. Er nennt IHN und definiert IHN durch Seine Handlung, die uns zugleich das Universum erklärt. Das Universum ist nicht ewig, es ist auch kein Ausdruck der göttlichen Ur-Substanz, die immer besteht. Es ist vielmehr gemacht worden und zwar GEMACHT, nach der ganzen Stärke der Bedeutung dieses Wortes, durch einen bloßen Akt des göttlichen Willens von Gott AMA.

„Gott sprach und Alles war gemacht.“ Das ist der Ausspruch Davids und das ist die Wahrheit, welche der Mensch mit seinem Ego nicht entdecken konnte. Erst die spirituellen Meister zeigten ihm diese Weisheit. Der Mensch erkannte sie selbst nicht, obgleich diese Wahrheit der Schlüssel zu Allem ist, und wenn sie ihm doch offenbart worden ist, hat er sie als eine unbegreifliche Erfindung von sich gestoßen. Was ist davon zu halten, dass alles Seiende durch einen Akt des Willens von Gott AMA geschaffen wurde?

Der Mensch handelt, aber immer nur mit einer vor seiner Handlung bestehenden Energie. Er bringt etwas hervor, aber immer nur einfache Veränderungen an einem materiellen Gegenstand, der schon vorher war und von Gott in erster Instanz erschaffen worden war. Die Schöpfung Gottes geht in große Tiefen und bezieht sich letztendlich auf alles Seiende. Mit nur einem Wort kann Er eine Idee gebären und den Verzweifelten zur Lösung führen.

Das Ego bemerkt im Laufe seines Lebens seine Unmöglichkeit an der Schöpfung wirklich etwas zu bewegen und zu verändern. So kann der Mensch gar nicht anders als nur auf einer einzigen Straße gehen, die ihm noch offen bleibt, und zwar der Straße, deren Weg schon vorgegeben ist und wo er nur zwischen Licht und Dunkelheit, Annehmen und Ablehnen des göttlichen Schicksals wählen kann.

Die meisten Menschen können mit dem Wort Schöpfung gar keine Vorstellung mehr verbinden. Was verstehst Du unter dem Begriff Schöpfung? Was bedeutet für Dich der Ausspruch „Fiat!“ (Es werde!)? Bist Du Dir des mächtigen Geheimnisses Deiner Schöpfung und der Schöpfung aller Geschöpfe bewusst?

Der Grund und Zweck der Schöpfung der gesamten Welt kann nur in dem freien, bedürfnislosen Willen Gottes gefunden werden. Er liegt nicht, wie bei dem menschlichen Ego-Willen, in dem Bedürfnis, im Außen eine Stütze seines 3D-Lebens und seines Ego-Glücks zu finden, denn Gott allein ist der in sich Allerglücklichste und braucht nichts und niemanden, um glücklich zu sei. Der Sinn der Schöpfung sollte auch nicht in der Pflicht liegen, denn Gott war und ist frei in Seiner Tätigkeit. Er wurde von niemanden zu Seiner Schöpfung und Seinem Werk gezwungen, sondern hat aus freien Dingen geschaffen, weil Er es wollte und Es Seinem Willen entsprach.

Selbst die Leere des Nichts, die viele als Ur-Element der Schöpfung betrachten, hat keine wirkliche Realität und folglich auch keine Wahrheit. So kann sie nicht der Verfasser der Schöpfung sein, sondern nur die Leinwand, auf der Gott gemalt hat. Dabei hat sich Gott die reine, freie, unabhängige Liebe und Güte zu Nutze gemacht, die der Grund der Weltschöpfung sind.

Gott will durch Seine Schöpfung, dass Seine innere, unumschränkte, von allen äußeren Dingen unabhängige Vollkommenheit von seinen Geschöpfen erkannt, geehrt und geliebt wird. Durch jene Erkenntnis und Liebe erfreut sollen Seine Geschöpfe in den glückseligen Zustand in Seinem Herzzentrum erhoben werden, wo allein die Ehre Gottes vorherrschend ist. Das ist der Zweck der Schöpfung der gesamten Welt.

Die anti-göttliche Seite mit ihrem Ego dagegen wendet ein, dass die Liebe und Güte Gottes niemals der Beweggrund der Schöpfung sein könne. Es könne nicht einmal die Gerechtigkeit der Beweggrund der Schöpfung sein, weil so viel Leid in der Welt geschehen würde, was einem Universum der Liebe und des Glücks zuwider laufen würde. Die Menschen würden mehr Leid als Wohltaten erfahren.

Dieser Einwand hätte durchaus seine Berechtigung, wenn das irdische Leben das wahre Leben wäre. Es ist aber nur der mühevolle Prüfungsweg zu einem besseren, jenseitigen und feinstofflichen Leben. Auch die irdischen Leiden enthalten für den spirituellen Schüler, der Gott liebt, etwas Süßes und sind nur dem ungläubigen Egoisten eine harte Bürde.

Gott sah bereits am Anbeginn der Schöpfung voraus, dass eine Menge, ja dass der größte Teil Seiner Geschöpfe die Prüfungszeit nicht bestehen und auf ewig in die Finsternis der Minus-Dimensionen abfallen würden. Deswegen schickt Er unentwegt Seinen Geschöpfen Seine Strahlen der Liebe und Güte, um ihnen bei ihrer Wandlung zu helfen und ihnen beizustehen. Er lässt sie nicht im Stich und hilft ihnen durch Seine Engel, spirituellen Meister und göttlichen Mitarbeiter, wenn sie seine Hilfe nur erkennen und annehmen wollen.

Die Menschen, die leiden, bezweifeln mit ihrem Ego hartnäckig, dass die Liebe der Beweggrund der Schöpfung sein könne. Dieser Einwand würde durchaus seine Berechtigung haben, wenn der Leidende nicht allein durch seine eigene Schuld zu Grunde gehen würde, sondern weil der Schöpfer hartherzig wäre und sich nicht um sein Geschöpf sorgen, ja ihm sogar die Glückseligkeit in Seinem Herzzentrum durch schlimme Schicksale und unnötige Leiden verwehren würde. Diese Ansicht ist aber falsch, denn Gott hat in Seiner Liebe jedes Geschöpf mit einem freien Willen zur Selbstbestimmung geschaffen, nicht, damit es sich selber zu Grunde richtet, sondern damit es sich selber in die glückselige Ebenen der Freude und der Liebe erhebt. Gott möchte, dass Seine Geschöpfe die Liebe selber finden. Denn eine selbst gewählte Liebe ist viel höher und stärker als eine Liebe, zu der man „gezwungen“ wird. Einzig und allein dafür ist der freie Wille da, nämlich um sich für die Liebe zu Gott zu entscheiden.

Das „schlimme“ Leben, worüber sich der Mensch ständig mit seinem Ego beklagt, ist nicht das, welches ihm Gott gegeben hat, sondern welches er sich selbst durch seine Ego-Missetaten und durch seinen Unglauben schafft. Nur die Ego-Taten führen zu Leid, nicht die göttliche Liebe Gottes. Er möchte Seinen Geschöpfen nichts Böses. Das eigene Ego des Menschen dagegen ist es, das dem Seele-Geist-Wesen Böses möchte. So sollte sich jeder vor sich selbst am meisten hüten!

Sei Dir bewusst: Die Menschen leiden nur wegen dem falschen Weg, auf dem sie sich befinden, und nicht wegen ihrem göttlichen Leben, das ihnen Gott gegeben hat! Nicht das Leben ist schuld an Deinem Leiden, sondern Du selbst bist dafür verantwortlich. Wenn ein Mensch z.B. Selbstmord begehen will, weil er sein Leben nicht mehr ertragen kann, dann versündigt er sich letztendlich gegen das Leben, das ihm von Gott geschenkt worden ist, und zeigt zudem, dass er nicht bereit ist, seine Handlungen zu verändern, um zu einem glücklicheren Leben zu kommen. Vielmehr glaubt er in seiner Verblendung, dass er nur sein Leben loswerden müsse und schon würde es ihm besser gehen. Das ist ein Irrtum, denn seine schlechten Taten, die die wahre Ursache für sein Leid sind, nimmt der Selbstmörder in die jenseitigen Ebenen mit, wo sie zu Karma werden und in den darauf folgenden Inkarnationen erneut an die Oberfläche kommen, um erlöst zu werden.

Dabei ist das Leben mit Gott göttliche Fülle, Frieden, Freude, Liebe und Überfluss. Wenn Du Gott liebst, dann erhältst Du von ihm alles, was Du zum Leben brauchst, um glücklich zu sein und die gegenwärtige 3D-Welt und die Versuchungen des Anti-Gottes zu vergessen, oder wenigstens um mit Gleichmut ihre vorübergehenden Übel hinzunehmen. Wie kann sich ein Reisender, der an seinem Ziel mit einer unendlichen Liebe erwartet wird, über den Weg beklagen, den Staub verfluchen, der auf diesem liegt, und die heiße Sonne beschimpfen, die ihn führt? Der Weg zu Gott mag manchmal dornig sein, aber das ist kein Grund aufzugeben oder außer Leid nichts anderes mehr zu sehen. Es gibt immer schöne Dinge auf dem Weg, seien es blühende Wiesen, erfrischende Bäche und singende Vögel. Preise in allem dankend Gott, der Dich geschaffen hat und der Dich am Ziel erwartet.

Wisse: Gott AMA überschaut die ganze Folge der Lebensentwicklung eines jeden Geschöpfes mit Seinem weisen Blick. Er sieht seine Wiedergeburten in den Plus-Dimensionen im Guten sowie in den Minus-Dimensionen im Bösen. Ihm erscheint kein Lebensschicksal vereinzelt, sondern Er sieht alles aus dem höheren Blickwinkel der Gesamtheit. Er weiß, dass wenn Er nur einen Faden aus dem geöffneten Buche des Lebens eines Seele-Geist-Wesens wegschneidet, sich dessen gesamtes Schicksal und das der Schöpfung verändert. So geht Er sehr achtsam mit jedem Wesen und seinem Lebensplan um und setzt Veränderungen nur sehr bedacht und dosiert um, damit sie das Wesen nicht überfordern. So sei nicht ungeduldig, sondern vertraue auf die Weisheit von Gottes Plan und Führung.

Die alten Weisen sagen: „Ich kenne Gott, ich liebe IHN, ich hoffe auf IHN, ich werde Ihn preisen im Leben und in meinem Tode.“

So vertraue auch Du auf Gott AMA und Seine Gerechtigkeit, Weisheit, Güte und Liebe, und verzweifle nicht angesichts des Anti-göttlichen und Bösen in der Welt.

Denn die Welt ist nicht anti-göttlich und böse, wie Dir der Anti-Gott vielleicht einreden möchte. Gott AMA hatte am Anfang der Welt nicht die Wahl zwischen dem Schaffen und Nichtschaffen des Anti-göttlichen oder Göttlichen, sondern dem Schaffen der Polarität, d.h. dem Göttlichen UND Anti-göttlichen. Da alles Seiende erst durch die Polarität von Licht und Dunkelheit, von Gut und Böse, von Göttlich und Anti-göttlich in Bewegung und Entwicklung kommen kann, hatte Gott AMA nur die Wahl, entweder das Universum zu schaffen, oder ganz und gar nichts zu schaffen. Es kann keine Schöpfung ohne zwei existierende polare Gegenkräfte als Antrieb geben, denn diese sind notwendig für die Evolution und Entwicklung der Schöpfung. Wo es das Göttliche gibt, gibt es auch das Anti-Göttliche. Es kann jedoch niemals nur eine Welt allein aus einem Pol bestehend geben.

Du kannst mit Deinem Ego eine andere Sichtweise darüber haben, Dich über das Leben beklagen und nicht erkennen wollen, dass die Schöpfung ein göttliches Gut ist, in dem große Weisheit liegt, aber bedenke, dass das Leben, worüber Du Dich beklagst, nicht das ist, welches Dir Gott gegeben hat, sondern es ist das Leben, welches Du Dir selbst gemacht hast. Du hast aus diesem Leben Gott und das Göttliche mit Deinem Ego herausgerissen, und nun wunderst Du Dich, dass Dein Leben nichts wirklich Lebenswertes und Schönes mehr beinhaltet. Du hast die Leere und Dunkelheit in Deiner Seele hervorgebracht, und nun wunderst Du Dich, dass Dir das unendliche göttliche Licht fehlt. Du bist mit Deinem Ego allen Erbärmlichkeiten, Verführungen und Todsünden der 3D-Welt und des Anti-Gottes nachgelaufen und nun wunderst Du Dich, dass all das nur Zweifel, Finsternis, Bitterkeit, Trübsal und Unglück gebracht haben.

Kehre zum göttlichen Leben in Gott AMA zurück. Lege Deine Hand wieder in die Hand Gottes durch den Mut des Glaubens, durch die Heiligkeit der Hoffnung, durch die Göttlichkeit der Liebe! Dann wirst Du, wiederverbunden mit Deinem Ursprung im Herzzentrum Gottes und in Deinem Schöpfer, in die harmonischen Engelsgesänge einstimmen und mit allen Geschöpfen das Zeugnis aussprechen, das Gott sich selbst gab, nachdem Er Sein Werk vollendet hatte: „Gott sah Alles, was Er gemacht hatte, und es war sehr gut.“

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