12. Weisheitsperle: Die Stärke des Guten und Göttlichen

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

 
Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch aufzeigen, warum das Göttliche und Gute im karmischen Sinne stärker ist als das anti-Göttliche und Schlechte, und warum das Göttliche und Gute dem anti-Göttlichen und Schlechten vorzuziehen ist.

Du magst einwenden, dass das anti-Göttliche und Schlechte viel stärker als das Göttliche und Gute ist, da es in der Welt sichtbar ist, das Gute und Göttliche jedoch kaum. Man sieht überall Mörder, Diebe, Lügner, Räuber, Vergewaltiger, Fälscher und Betrüger. Aufrichtige Herzensmenschen, Friedensstifter, Wahrheitssprechende und Wohltäter dagegen sind weniger wahrnehmbar.

Das ist nur zum Teil richtig, den wisse, dass alle Menschen für ihre Taten ihre karmische Konsequenz bekommen. Das Gesetz des negativen Karmas holt die Menschen bereits im jetzigen Leben ein und sie entkommen ihren bösen Taten nicht. Oft ist es so, dass ein Mensch, der in der Nacht eine böse Tat begangen hat, schon in derselben Nacht oder am nächsten Tag seine karmische Strafe erleidet. Ein anderer, der am Tag etwas Schlimmes begangen hat, erleidet seine karmische Strafe entweder schon am Abend oder in der darauf folgenden Nacht.

Die meisten Menschen ereilt die karmische Strafe für ihre bösen Taten innerhalb von 3 Tagen. Sie erleiden ihren karmischen Ausgleich für ihr Ego-Tun also schon zu Lebzeiten und müssen nicht lange warten, wie ihnen manche religiösen Führer weismachen, die behaupten, dass das Karma ausschließlich in den nächsten Inkarnationen ausgeglichen wird und man sich darum heute nicht sorgen müsse.

Du magst nun antworten, dass das alles nur für böse Taten gilt, was ein Zeichen für die Kraft und Stärke des anti-Göttlichen ist. Denn die Belohnung von guten Taten erfährt man in der Regel zu Lebzeiten eher selten. Es gibt nur wenige Menschen in dieser Welt, die aufgrund ihrer Tugendhaftigkeit und der Befolgung der göttlichen Gesetze schon in ihrem jetzigen Leben Reichtum, Ruhm und Glück genießen.

Dies ist nur teilweise wahr, denn das Gute kann sich in Form von positivem Karma genauso schnell manifestieren wie das Negative in Form von negativem Karma. Voraussetzung aber ist, dass das Gute auch wirklich von guten Menschen getan wurde und in seinem Inneren rein ist. Es gibt vier Menschentypen, die durch ihre guten Taten, Spenden, Gehorsamkeit und Tugendhaftigkeit schon zu Lebzeiten mit ihrem Körper und ihrer Seele die Belohnung dafür erlangen. Es sind: Der Großzügige, der Gehorsame, der Demütige und der Friedvolle.

Du magst nun einwenden, dass die meisten Menschen zu keiner dieser Gruppen gehören, was wiederum beweisen würde, dass das anti-Göttliche und Schlechte stärker und mächtiger in der Welt ist als das Göttliche und Gute. Du sagst vielleicht: „An einem einzigen Tag sehe ich, wie – zur Strafe für ihre bösen Taten – zehn, zwang, dreißig, vierzig, hundert oder gar tausend Menschen gequält und getötet werden. Die Menschen führen nicht enden wollende Kriege untereinander und bekämpfen einander in Schlachten, wo es keine Sieger, sondern nur Verlierer geben kann. Sie geraten als Folge ihrer bösen Taten in Not und Elend. Darum ist das anti-Göttlicher stärker als das Göttliche.
Selbst wenn Menschen wohltätige Spenden machen und unvergleichliche Gaben an die Armen geben, erhalten sie dafür zu Lebzeiten zumeist gar nichts, weder Ruhm, Glück noch Dank. Das wiederum bestärkt die Behauptung, dass das Schlechte mächtiger ist als das Gute.“

Lass Dir sagen, dass dies nicht die wirkliche Wahrheit ist, sondern nur der oberflächliche Schein. Denn das anti-Göttliche und Schlechte gelangt deswegen so schnell zur Reife und Manifestation, weil es so minderwertig und gering ist. Das Göttliche und Gute dagegen braucht aufgrund seiner Größe lange Zeit zur Reife. Dazu wollen wir Dir ein Beispiel geben: Es gibt Gemüse wie Kresse, das alle paar Wochen geerntet werden kann. Die Kartoffel dagegen braucht vier Monate zum Reifen. Von ersterem wird man nicht satt, von letzterem schon. Worin besteht wohl der Unterschied zwischen diesen beiden pflanzlichen Nahrungsmitteln?

Die Kresse ist schnell vergehend, kurzlebig mit wenig Nährwert. Die Kartoffel aber ist ausdauernd, lagerfähig und mit großem Nährwert. Die Kartoffel ist ein Grundnahrungsmittel, die Kresse nur eine Beilage. Die Kartoffel hat die nötigen Kalorien, um Dich satt zu machen, Kresse nicht.

Genauso gelangt das anti-Göttliche und Schlechte, weil es so gering ist, schnell zur Reife, während das Göttliche und Gute infolge seiner Fülle und seiner Tugendhaftigkeit längere Zeit zum Reifen braucht.

Du magst nun erwidern, dass gerade das, was schnell reift und sichtbar ist, doch in der Welt als bedeutend und stark gilt. So ist das Schlechte in Deinen Augen mächtiger und stärker als das Gute. Du sagst: Ein Kämpfer, z.B., der in eine große Schlacht gezogen ist und der seinen Gegner in den Schwitzkasten nimmt, mit sich schleift und gefangen nimmt, gilt in der 3D-Welt als tüchtiger Held. Oder ein Arzt, der imstande ist, in kurzer Zeit eine Verletzung zu verarzten oder eine Krankheit zu heilen, gilt als tüchtiger Arzt. Und ein Mathematiker, der ganz schnell seine Berechnung ausführt und das Ergebnis angibt, gilt als tüchtiger Rechner. Und der Ringer, der ganz schnell seinen Gegner in die Höhe wirft und dann flach auf den Boden fallen lässt, gilt als tüchtiger Ringer. So gilt das, was ganz schnell zur Reife und Sichtbarkeit gelangt, in aller Welt als das Bessere und Stärkere – und das ist zweifellos das Schlechte und anti-Göttliche.“

Lass Dir sagen: Beide Arten des Wirkens – ob gut oder schlecht – werden ein zukünftiges Ergebnis produzieren und weisen auf eine gute oder schlechte Zukunft des Handelnden hin. Doch das Schlechte bringt aufgrund seiner Untugendhaftigkeit und Ego-Präsenz dem Handelnden bereits schon zu Lebzeiten seine bittere Früchte.

Wisse, es ist von Gesetz her in jedem Land festgelegt, dass jeder Mensch strafbar ist, der einen anderen Menschen tötet, stiehlt, eine Frau vergewaltigt, falsche Angaben macht, andere Menschen überfällt, Häuser ausraubt und Fälschung und Betrug verübt. Ein solcher Mensch wird verurteilt und bekommt vom Gesetz seine Strafe. Er muss in das Gefängnis, muss Ausgleichszahlungen leisten oder wird in manchen Ländern sogar geschlagen, verstümmelt oder getötet. Die Strafe bezieht sich dabei auf den Schweregrad der Tat.

Gibt es aber irgendwo ein Gesetz, das dem Menschen, der gute Dinge tut, Wohltaten spendet, die göttlichen Tugenden lebt oder die göttlichen Gesetze einhält, Reichtum und Ehre zuteilt? Gewährt man einem solchen Menschen Schätze und Ehre, genauso wie man den Mörder oder Dieb für seine verübte Tat mit Gefängnis oder Tod bestraft?

Natürlich nicht. Das bedeutet, dass schlechte Taten und gute Taten eindeutig voneinander unterschiedlich sind und nicht gleich behandelt werden können. Würde man dem Wohltäter nach reiflicher Überlegung Schätze und Ehre zuteil werden lassen, so würde zwar seine gute Tat schon zu Lebzeiten Früchte einbringen, würde aber auch polarisiert werden. Durch die gerichtliche Belohnung würde die gute Tat berechnend werden, da sich der Wohltäter seines Ausgleichs sicher ist und nicht mehr aus reinem Herzen spenden und Gutes tun würde, sondern nur um seines eigenen Vorteils willen.

Das möchte Gott verhindern, indem er das Gute und Göttliche keine gegenwärtigen Früchte bringen lässt. Auf diese Weise prüft er die Menschen, ob sie ihre guten Taten auch wirklich ohne Berechnung tun und ohne eine Belohnung zu erwarten. Denn manche Menschen, die Gutes tun, hoffen insgeheim dafür baldmöglichst etwas zurückzubekommen. Ihre Erwartungshaltung ist nicht rein und entspricht nicht einer wirklichen Herzensgabe.

Aus diesem Grund bringt das Göttliche und Gute erst im nächsten Leben Lohn und Fülle. Hat der Mensch die Prüfung bestanden und tut in seinem Leben ohne Erwartung Gutes und spendet ohne Hintergedanken, so wird ihm aufgrund seiner Gierlosigkeit im nächsten Leben ein noch höheres und erhabeneres Glück zu teil. Er muss nur Geduld haben und Gott vertrauen.

Das Schlechte und anti-Göttliche dagegen bringt bereits zu Lebzeiten Früchte, damit die Menschen ermahnt werden und sich nicht weiter den schlechten Taten hingeben. Sie sollen erkennen, wie gefährlich und unheilvoll schlechte Taten sind und wie wenig Gutes sie ihnen im Leben einbringen. Durch die kurze Reaktionszeit böser Taten wird dies den Menschen jeden Tag vor Augen geführt, damit sie es nicht vergessen.

So ist das Gute und Göttliche dauerhafter und stärker als das Schlechte und anti-Göttliche, welches wie Unkraut zwar schnell wächst, aber ebenso schnell wieder vergehen wird. Das Gute und Göttliche dagegen ist von Dauer, wenn Du nur Geduld an den Tag legst und auf die heilsame Wirkungskraft Deiner guten Taten vertraust, ohne etwas mit Deinem Ego zu erwarten oder in Deinem jetzigen Leben damit bezwecken zu wollen. Halte das Unkraut Deiner Wurzeln des Übels klein und reiße immer wieder die neuen Ego-Triebe heraus. Stärke die Wurzeln des Göttlichen und ihre Pflanzen in Dir, damit sie immer mehr Raum einnehmen und Dein Herz und Deine Seele erfüllen.

Sei voll Demut und Vertrauen, denn am Ende ist es immer Gott AMA, der Dir aufgrund Deiner guten und schlechten Taten, Deine gerechte karmische Belohnung oder Bestrafung zukommen lassen wird. So strebe nach einem tugendhaften und guten Leben und Herzen, um den Grundstein für ein gutes Karma in Deinen nächsten Inkarnationen zu legen.

Gefällt Dir dieser Text? Teile ihn & folge uns!
Facebook
Facebook
YouTube
YouTube