106. Weisheitsperle: Das Garkochen im Feuer der Gottesliebe

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

 

Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über das „Garkochen“ Eurer Seelen im Feuer der Gottesliebe auf dem Weg zurück zu Gott AMA berichten.

Die schwierigste Aufgabe in dieser 3D-Welt ist die spirituelle Erziehung und Unterweisung des Menschen mit seinem Seele-Geist-Wesen, Körper und Ego. Denn das menschliche Ego stellt bei dem „Erziehungsprozess“ des Menschen ein fast unüberwindliches Hindernis dar. Deshalb hat Gott AMA die spirituellen Meister als beste Erzieher Seiner Geschöpfe gesandt. Das wichtigste Ziel des spirituellen Pfades besteht darin, das eigene Ego zu wandeln und das Herz vor seinen Übergriffen und Todsünden-Taten zu schützen.

Die Wandlung des Egos bedeutet, dass seine scharfen Kanten und Grobheiten nach und nach abgeschliffen werden und es durch diese Transformation zu einer gewandelten, annehmbaren Struktur wird. Dies ist aber erst durch das Durchlaufen zahlreicher Entwicklungsstufen und Transformationsarbeiten möglich. Die Befreiung aus dem Zustand der Unreife und Verblendung des Egos ist keine leichte Aufgabe, besonders, wenn man in der 3. Dimension des dunklen Zeitalters von L’Egoland lebt. Die Befreiung des göttlichen Seele-Geist-Wesens aus den Tiefen seines Egos ist nur durch geduldiges Bemühen auf dem spirituellen Pfad und Ertragen der damit verbundenen Prüfungen möglich. Dies kann mit dem Kochen von Kichererbsen auf dem Feuer verglichen werden, die am Anfang hart sind und am Ende weich werden.

Die wichtigsten und fähigsten Erzieher im Leben sind die Eltern und Lehrer. Wenn sie ihre Kinder oder Schüler voller Ernsthaftigkeit und göttlicher Willensstärke erziehen, so wie man rohe, harte Kichererbsen kocht, führt dies bei den Kindern zu einer vollkommenen und guten Reife. Diese Anstrengung kann auch mit dem Weichmachen von hartem Eisen im glühenden Feuer und seiner anschließenden Formung verglichen werden. Die alten Weisen erzählen dazu folgendes Gleichnis:

„Schau auf die rohe Kichererbse im Topf! Wie sie vom kochenden Wasser verbrüht in die Höhe springt und auf verschiedene Weisen versucht zu entkommen. Durch ihren Zustand teilt sie der Köchin, die sie kocht und aus ihr eine Mahlzeit zubereiten will, mit: „Warum setzt Du mich den Flammen aus? Wenn Du mich schon gekauft hast, warum lässt Du mich dann diese Zustände durchmachen, verbrühst mich und behandelst mich so schlecht?“

Doch die Köchin schlägt mit dem Kochlöffel auf die Kichererbse ein und spricht:

„Nein! Du sollst gründlich kochen und ganz gar werden. Versuche nicht, dem Feuer zu entkommen! Ich koche Dich nicht, weil ich Dich verachte, weil ich Dich nicht will oder weil ich Dich nicht liebe. Ich koche Dich, damit Du einen Geschmack bekommst, Dich in Nahrung verwandelst, gegessen werden kannst und Dich in segensspendende Lebenskraft verwandelst, und keineswegs, um Dich Qualen auszusetzen oder Dich schlecht zu behandeln.“

Diese Worte sollen Dir zeigen, dass man dem Menschen und seinem Ego, das  „erzogen“ werden muss, nicht zum falschen Zeitpunkt Mitleid und Barmherzigkeit entgegenbringen soll. Lehrer oder Eltern, die es nicht übers Herz bringen, ihre Schüler oder Kinder zu erziehen, zerstören damit sowohl deren weiteres irdisches wie auch seelisches Leben und ihren Charakter. Würde die Köchin dem Wimmern der Kichererbse Gehör schenken, dann würde diese anschließend dem Menschen die Zähne zerstören, da sie zu hart und ungenießbar zum Kauen ist. Genauso würden Kinder, die keine gute Erziehung erhalten, am Ende ihre Familien und die Gesellschaft ins Unglück stürzen. Das betrifft auch Lehrer und ihre Schüler. Um dieses Sache verständlich zu machen, fährt die Köchin fort und spricht zur Kichererbse:

„O Kichererbse! Du hast im Gemüsegarten Wasser getrunken, bist grün geworden und wurdest reif. Dass Du jenes Wasser getrunken hast, hat dazu geführt, dass Du nun in diesen Topf, der über dem Feuer erhitzt wird, geworfen worden bist. Denn jenes Wasser war für dieses Feuer bestimmt. Dieses Feuer der Liebe dient dazu, Deinen rohen Zustand der Ego-Selbstherrlichkeit zu beseitigen und zu verbrennen.

Erkenne, Kichererbse: Gottes Liebe überwiegt all Seine anderen Stärken und Qualitäten. Deshalb ist es ein Ausdruck von Gottes Barmherzigkeit, wenn Er ein Wesen, um es zu prüfen, Bedrängnissen und Prüfungen aussetzt. Denn in Seiner alles bezwingenden Stärke liegt unsichtbar Seine Gunst verborgen, welche ein Ausdruck Seiner Liebe ist.

Die Liebe Gottes und die persönliche Erleuchtung können nicht errungen werden, ohne das Ego zu peinigen und ohne einen siegreichen Kampf mit ihm auszutragen. Wenn Dich somit entsprechend der göttlichen Bestimmung, Prüfungen und Kummer treffen, erkenne, dass darin eine verborgene Gunst Gottes liegt und sei deswegen nicht traurig. Infolge dieser Leiden wirst Du die Liebe zur 3D-Welt und allen damit verbundenen Ego-Vergnügungen sowie Deine niederen Ego-Wünsche auf dem Weg des Lichts zu Gott opfern.

Nachdem Dir diese Prüfungen widerfahren sind, wirst Du Gottes Gunst erkennen, und indem Du in den Fluss der Liebe und Barmherzigkeit eintauchst, wirst Du von allen energetischen und geistigen Unreinheiten gereinigt werden und göttliche Erleuchtung und Gnade erlangen. Denn mit der Schwierigkeit kommt die Erleichterung. Also heiße auch Du die Schwierigkeiten willkommen, auf dass Dir die darauf folgende Erleichterung zuteil wird!“

So erkenne das göttliche Geschenk der Leiden, Betrübnisse, Nöte und sehe die damit verbundene Prüfung, die Dich auf Deinem Weg des Lichts und der spirituellen Entwicklung immer weiter zu Gott AMA führt. Dazu wollen wir in der Geschichte der Kichererbse fortfahren. Die weise Köchin sprach weiter:

„O Kichererbse! Sei Deinem Gast – der Not – freudig zu Diensten, so dass er voll des Danks wieder heimkehrt und in der Gegenwart Gottes Deine Großzügigkeit und Güte rühmt. Runzle nicht missbilligend die Stirn angesichts der Qualen, die von Gott, Deinem Geliebten, zu Dir kommen, sondern empfange sie mit Freuden und sprich zu ihnen: „Seid willkommen!“. Denn nichts kann köstlicher sein als Schmerz und Pein, nichts bringt mehr Segen. Der mit ihnen verbundene göttliche Lohn ist nämlich wahrhaft grenzenlos.“

Gott AMA verlangt somit von der Kichererbse bzw. seinem Geschöpf, das durch Reife und Prüfung nach göttlicher Erleuchtung strebt, vollkommene Ergebenheit. In diesem Sinne ruft die Frau der Kichererbse zu:

„O Kichererbse! Ich bin Gottes vertrauter göttlicher Mitarbeiter, und Du stehst unter meiner Macht. Lege Dein Haupt unter mein Messer, denn ich will Dich Gott opfern, Sei nicht aufgeregt und habe auch keine Angst, sondern vertraue dem unwiderstehlichen Bezwinger und Herrn Deiner Seele, Gott AMA. Ergebe Dich vollkommen Seiner Allmacht. Dieses Messer führt Dich zu Deinem wahren göttlichen Ziel. Ich mag dich enthaupten, doch dieses Haupt ist nicht Dein wahres Haupt! Das wahre Haupt ist fern jeder Abtrennung und fern allen Sterbens. Das Haupt hingegen, das hier abgetrennt wird, ist das Haupt Deines Egos und seiner niederen Ego-Begierden.

Gottes Wille ist es nämlich nicht, dass Du enthauptet wirst, sondern dass Du Dich IHM ergibst und durch das Auslöschen Deiner niederen, egoistischen Wünsche zu einem Ausdruck göttlicher Schönheit, Tugendhaftigkeit und Liebe wirst. So sei deshalb bemüht, Dich IHM von ganzem Herzen zu ergeben.

Deshalb, o Kichererbse, unterziehe Dich diesen Bedrängnissen, koche und werde reif, streife Dein selbstsüchtiges Ego-Bewusstsein ab und entledige Dich alles Vergänglichen, auf dass Du Glückseligkeit in Gott AMA erlangst!

Im Gemüsegarten, wo Dein Same gekeimt ist, hast Du eine Weile frisch und frei gelebt und Dich ganz in Grün gekleidet. Doch nun bist Du nach den göttlichen Prüfungen des Leids eine der seltenen Rosen im Garten des Herzens, im Garten der Welt, geworden und reif für die Einheit mit Gott AMA.“

Nach diesen Worten erinnert die begabte und erfahrene Köchin die Kichererbse an ihren göttlichen Wert und ihre Würde und zeigt ihr, wie sie diese stärken kann:

„O Kichererbse! Vom Wasser und Erdboden des Gartens getrennt, wurdest Du zu einem Bissen, wurdest vermengt mit göttlicher Lebensenergie aus dem Lebensfeuer des Einen. Du wurdest zu Nahrung und hast Deinen Weg in die Körper der Menschen gefunden. So hast Du Dich in Stärke und vergeistigte Energie gewandelt. Du bist als Pflanze in diese Welt gekommen und hast nun die geistige Kraft des Menschen genährt, dem Du Dich mit dieser Kraft in den Dienst stellst!

Einst wurdest Du von den Eigenschaften Gottes getrennt und in Seinem Universum inkarniert. Spute dich aufs Neue und kehre zurück zu Seinen Eigenschaften göttlicher Schönheit und Tugendhaftigkeit. O Kichererbse! Das Leben wurde Dir durch den Segen der göttlichen Wolken, der Sonne und des Regens zuteil. Nun bist Du, infolge der gegen Dein Ego bestandenen Kämpfe, gesegnet, so dass Du mit Deiner gewandelten Seele zurück in die höheren Dimensionen des Lichts aufsteigen darfst.

Durch das Kochen wurdest Du zu einem Bissen der Rechtschaffenen und Tugendhaften, hast Dich in einen Teil ihrer göttlichen Lebenskraft verwandelt, wurdest zu ihrer Stärke und Tat, zum Wort und zum Gedanken, wodurch Du in die Einheit des Lichts Gottes zurückgekehrt bist.“

Die weise Köchin gleicht gewissermaßen einer spirituellen Lehrerin, die ihren Schüler auf dem Pfad zu Gott AMA begleitet. Dabei weist sie besonders darauf hin, wie wichtig es ist, diesen Weg zur Reife bereitwillig und gerne zu gehen und sich auf diesem nicht durch den Zwang des Egos, sondern nur von der göttlichen Liebe angetrieben zu bewegen. So gehe auch Du in die höheren Dimensionen Gottes freudig hinüber und sei nicht wie jene Räuber, die sich in tausenden Qualen windend unter Bekundungen ihrer Reue zum Galgen gestoßen werden.

Die Kichererbse beugt sich letztendlich vor diesen tiefen, bedeutungsvollen und wichtigen Weisheiten und Erkenntnissen der Köchin/spirituellen Lehrerin. Von ihrer Rohheit befreit, beschreitet sie voller Aufrichtigkeit den Weg zur göttlichen Reife in Gott AMA. Schließlich teilt sie jener weisen Köchin von ganzem Herzen und voller Dankbarkeit folgendes mit:

„O tugendreiche Dame! Wenn die Sache so ist, will ich mich freudig kochen lassen, und Du hilfst mir dabei. Bei diesem Gekochtwerden gleichst Du einem Führer, der mich in die himmlischen Dimensionen Gottes aufsteigen lässt. Schlage nur fest mit Deinem Löffel auf mich ein, damit ich mich zum Besseren und Lichtvolleren wandle! Wie angenehm ist doch Dein Schlag. Ich habe mich Dir vollkommen ergeben.“

Das bedeutet letztendlich: „O mein spiritueller Meister bzw. Gott AMA, welch vortreffliche Erziehung lässt Du mir, Deinem unvollkommenen Diener/Dienerin, zu Teil werden!“

Die Kichererbse spricht weiter. „Ich übergebe mich dem Gekochtwerden, damit ich durch den inneren Kampf gegen mein Ego einen Weg zur göttlichen Wahrheit finde. Denn ansonsten ist der Mensch im Meer der irdischen Maya wie ein lüsterner, wild gewordener Elefant, der gerade aus einem Traum aufgewacht ist und tobt und wütet.“

Daraufhin beschreibt die weise Köchin die göttliche Wirklichkeit, die sie auch selbst durchlaufen hat: „Auch ich war einst, genau wie Du, ein Teil der Erde, eins ihrer zahllosen Bruchstücke. Dann nahm ich den Kampf mit dem Ego auf, das wie ein loderndes Feuer der Finsternis brennt. Als ich dann den Genuss, der mit dem Überwinden der selbstsüchtigen Wünsche des Egos verbunden ist, schmeckte, wurde ich zu einem besseren, friedvollen Menschen. Eine Weile schäumte ich auf der Erdoberfläche über und wurde gekocht, immer wieder, bis ich schließlich zum erleuchteten Wesen und Meister wurde. So koche auch Du, übersteige die Dimension Deines Menschen-Ichs und werde zum göttlich bewusst Lichtwesen in Gott AMA!“

Dies ist auch Dein weiterer Weg und Dein Ziel.

 

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