Die 5 Wurzeln des Übels/Kleshas haben im Laufe der Zeit „Ableger“ bzw. „Kinder“ gebildet, die spezifische Energiebündel einer bestimmten Eigenschaft von ihnen sind. Einzig die Wurzel der Verblendung/Avidya hat keine „Ableger“ gebildet, denn die Verblendung kann sich nicht teilen. Sie hat sich gleichsam schon durch die anderen vier Wurzeln des Leides, nämlich Hass/Dvesha, Gier/Raga, Egoismus/Asmita und Angst/Abinivesha geteilt. Ihre „Nachkommen“ bzw. „Kinder“ sind:
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Aus den „Kindern“ der vier Wurzeln entstehen insgesamt 20 neue Zweige, auf denen sich im Laufe der Inkarnationen Karma aufgebaut hat, wie Hochmuts-Karma, Materiegier-Karma, Schuld-Karma, Angst vor Mangel-Karma, usw. Zusammen mit der Wurzel der Verblendung und den vier „Eltern“ gibt es also 25 Zweige, die im Laufe der Inkarnationen zu regelrechten Karma-Ungetümen herangewachsen sind, die das Wesen im Ego und den Minus-Dimensionen festhalten. Es hat hierbei wenig Sinn, einzelnes Karma zu bearbeiten (auch wenn es löblich ist), da man dadurch nicht an die wirkliche Ursache der Wurzeln des Leides herankommt.