Tugend 2: Vertrauen

Es gibt 4 Arten von Vertrauen:

1. Das Vertrauen in sich selbst, auch Selbstvertrauen genannt

2. Das Vertrauen in andere Menschen

3. Das Vertrauen in die Weisheit des Lebens

4. Das Vertrauen in Gott bzw. die spirituellen Meister, auch „Gottvertrauen“ genannt

Der Gegenpart von Vertrauen ist Misstrauen: man misstraut sich selbst, man misstraut anderen Menschen, man misstraut dem Leben und man misstraut Gott und den spirituellen Meistern.

Wenn ein Mensch sich selbst misstraut, hat er kein Vertrauen in seine Fähigkeiten, in seine Kräfte, in seine Entscheidungen und Handlungen. Wo Vertrauen fehlt, besteht Angst, Unsicherheit und Furcht vor Enttäuschungen, Fehlschlägen und Verlusten, die durch das eigene, ungünstige oder „falsche“ Verhalten produziert werden.

Dem Ego-Programm „Ich misstraue mir selbst“, das skeptisch und misstrauisch auf das Selbst bzw. das göttliche SGW schaut und bereits mit dem Misslingen einer Sache rechnet, steht das „Ich vertraue mir selbst“ gegenüber, das vertrauensvoll, wohlwollend und gelassen auf das eigene Selbst schaut, dem es vertraut, dass es seine Sache gut macht.

Das Selbst bzw. göttliche SGW traut sich etwas zu, beispielsweise, dass es die Idee eines neuen Projektes realisiert. Es weiß, dass es das Knowhow, die Fähigkeiten und dass es die Kraft dazu hat. Das Selbst vertraut sich, dass der Prozess des Realisierens gelingen und sich ein Erfolg in der Sache einstellen wird. Es vertraut sich, weil es an sich und seine Fähigkeiten glaubt. In der Regel verfügt es auch über entsprechende positive Erfahrungen aus der Vergangenheit, durch die sein Selbstvertrauen ein solides Fundament gebildet hat. Das Selbst bzw. SGW kennt seine Zuverlässigkeit und kann darauf vertrauen, dass diese auch bei der Projektrealisierung eine wichtige Säule sein wird.

Selbstvertrauen ist die Basis für eine fruchtbare Lebensentwicklung, in der man sich positiv entfalten, etwas aufbauen oder etwas Neues schöpfen kann. Man vertraut den eigenen Talenten, z.B. Komponieren, Malen, Schreiben, Gestalten usw.; man vertraut den eigenen Stärken, z.B. mentalen Stärken, Schöpfungskräften, Organisationskräften usw.; man vertraut den göttlichen Eingebungen und Ideen, die sich einstellen und die realisiert werden wollen, z.B. der Idee, eine Umweltschutzorganisation zu gründen, der Idee, ein Friedenskonzert auf die Beine zu stellen oder der Idee, ein Buch zu schreiben; man vertraut den eigenen Fähigkeiten, Ideen auch erfolgreich zu realisieren, z.B. Führungsfähigkeiten, kommunikativen Fähigkeiten, organisatorischen oder künstlerischen Fähigkeiten; man vertraut auf die Visionierungskraft des Selbst, die stets zentriert und stark auf das Ziel ausgerichtet ist; man vertraut auf die eigene Kraft, die Dinge durchzuhalten, auch wenn es zu Schwierigkeiten oder großen Herausforderungen kommen sollte.

Die Haltung des göttlichen Programms „Ich vertraue mir selbst“, verbunden mit dem Wissen und dem Glauben an die eigenen Fähigkeiten, ermöglicht einen selbstvertrauenden Lebensstil auf allen Ebenen. Anstatt ständig seine eigenen Fähigkeiten und Handlungen in Frage zu stellen und voller Selbstskepsis zu sein, schaut man ruhig und sicher aus seiner inneren Bastion, die einem Felsen gleicht, aus sich heraus mit einem tiefen Gefühl der Selbstsicherheit. Wer mit einem solchen Gefühl der Selbstsicherheit und des Selbstvertrauens in den Tag und durch den Tag geht, wird niemals seine innere Ruhe und Stabilität verlieren, sondern ruhig und gelassen den Dingen entgegen schauen, die auf ihn zukommen. Er weiß und glaubt fest daran, dass er alles gut bewältigen wird. So fürchtet er sich auch nicht vor Entscheidungen, die es zu treffen gilt, sondern er trifft Entscheidungen aus seiner Selbstsicherheit heraus, ganz im Vertrauen, dass diese richtig sind. Er zieht nicht in Erwägung, dass seine Entscheidungen falsch sein könnten, denn solche Gedanken kämen ihm gar nicht in den Sinn. In seinem Denkraster gibt es nur Selbstsicherheit und Selbstvertrauen und aus diesen heraus gibt es für ihn nur eines: die Entscheidungen, die er trifft, sind richtig und bewirken Gutes für ihn und für die an der Sache Beteiligten.

So, wie sich der Mensch selbst vertraut, vertraut er in der Regel auch seinen Mitmenschen, mit denen er zu tun hat. Das Vertrauen in andere Menschen basiert auf dem, was man Menschenkenntnis nennt. Wer die Gabe hat, ins Herz und in die Seele der anderen Menschen zu schauen, wer darin Gutes oder Schlechtes sieht, kann daraus die notwendigen Erkenntnisse gewinnen, welchen Menschen er vertrauen kann und welchen nicht.

Vertrauen in andere Menschen setzt immer Menschenkenntnis voraus, d.h. die Fähigkeit, in diesen göttliche Eigenschaften und Tugenden zu erkennen, die vertrauenswürdig sind, wie z.B. Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Loyalität, Umsicht, Standhaftigkeit usw. Neben der Menschenkenntnis baut sich Vertrauen zu anderen Menschen auch dadurch auf, dass man deren gute Eigenschaften im Zusammenleben oder Zusammenarbeiten kennenlernt. Dadurch entwickelt sich eine Vertrauensbasis.

Eine Vertrauensbasis ist eine elementare Grundlage für einen vertrauensvollen Umgang – sowohl mit sich selbst als auch mit anderen Menschen. Menschen, die sich selbst nicht oder nur bedingt vertrauen, müssen erst eine Vertrauensbasis zu sich selbst, seinem SGW und seinem Erdenselbst aufbauen. Bevor nicht eine Selbstvertrauensbasis besteht, kann auch keine Vertrauensbasis zu anderen Menschen entwickelt werden.

Wer beispielsweise in wirtschaftlichen Dingen immer wieder erlebt hat, dass er aufgrund ungünstiger Handlungen Geld verloren hat, wird kein Vertrauen in seine Fähigkeit, seine Existenz zu sichern, haben. Er wird sich selbst immer wieder mit Misstrauen begegnen. Der erste Schritt zu einem selbstvertrauenden Lebensstil besteht darin, Vertrauen zu sich selbst aufzubauen und die Eigenschaften an sich zu entwickeln, die Selbstvertrauen aufbauen. Jeder Mensch hat positive und negative Eigenschaften, jedoch sehen viele Menschen primär ihre negativen Eigenschaften und beurteilen sich selbst häufig negativ. Diese negative Fokussierung verursacht Selbstmisstrauen. Deshalb ist es wichtig, diese negative Selbstfokussierung zu brechen und den Schalter umzulegen auf eine positive Selbstfokussierung. Dazu braucht es Mut, denn wer kein Selbstvertrauen hat, hat auch in der Regel keinen oder einen geringen Mut.

„Ja, ich stehe zu mir und meinen Eigenschaften, z.B. zu meiner Friedensnatur oder zu meiner kreativen Natur. Ja, ich habe den Mut, meine Friedensnatur bzw. meine kreative Natur zu entfalten – auch gegen den Widerstand von Mitmenschen. Ja, ich glaube daran, dass ich mein Ziel, meine Friedensnatur bzw. meine kreative Natur und mein göttliches SGW zu leben, erreichen kann. Ja, ich vertraue mir, dass ich es schaffe, den Transformationsweg zu gehen und an mein Ziel, aus der Maya auszusteigen und in Gott aufzusteigen, zu gelangen.“

Eine solche Einstellung drückt Sicherheit aus, innere Stärke, innere Ruhe und Gelassenheit. Kein Funken Angst ist darin enthalten, vielmehr herrscht völlige Angstlosigkeit. Was könnte passieren? Nichts, denn man vertraut sich völlig, dass alles gut kommen und alles gut gelingen wird.

Wo eine solche selbstvertrauende Lebensbasis besteht, kann auch Vertrauen in Mitmenschen entstehen, insbesondere in die eigene Fähigkeit, seine Mitmenschen richtig einschätzen zu können. Wird ein Mitmensch entsprechend vertrauenswürdig eingeschätzt, und vertraut man der eigenen Vertrauenshaltung, kann damit begonnen werden, eine Vertrauensbasis zu diesem Menschen aufzubauen.

Besteht zu einem Mitmenschen eine solide Vertrauensbasis, ermöglicht dies ein vertrauensvolles gemeinsames Leben oder Miteinander Arbeiten. Hat man mehrere vertrauensvolle Mitmenschen in seinem Leben, fühlt man sich stärker, kann man sich gegenseitig motivieren und inspirieren, kann man die Fähigkeiten und Kräfte zusammenlegen und gemeinsam Gutes bewirken. Ein einzelner Mensch hat ein bestimmtes Volumen an Kräften und Fähigkeiten, mehrere Menschen zusammen haben ein wesentlich größeres Volumen an Kräften und Fähigkeiten. Voraussetzung für eine fruchtbare Zusammenarbeit jedoch ist es, dass man sich gegenseitig vertraut und eine solide Vertrauensbasis, insbesondere zwischen den SGWs, besteht. Eine wirkliche Vertrauensbasis kann nur zwischen göttlichen SGWs bestehen, weil Vertrauen eine göttliche Tugend ist. Anti-göttliche SGWs können nur im Zustand des Misstrauens leben und sie sind wie einzelne Hyänen, die sich gegenseitig die Beute streitig machen wollen.

Selbstvertrauen ist ebenfalls die Grundlage für das Vertrauen eines Menschen in sein Leben, einen übergeordneten Lebensplan und eine damit verbundene höhere Weisheit, die sein Leben steuert und über sein Leben wacht (Gott und die spirituellen Meister). Viele Menschen wissen weder, dass es einen solchen Lebensplan und eine solche Weisheit gibt, noch glauben sie daran. So können sie auch den übergeordneten Kräften, die dabei am Werk sind, nicht vertrauen. Wissen und Glauben sind die Voraussetzung für Vertrauen.

Es ist elementar wichtig für die Menschen zu wissen, dass es in ihrem Leben einen übergeordneter Lebensplan gibt, der ihr Leben bestimmt und den es in diesem Leben zu erfüllen gilt. Dieser große Lebensplan hält viele Lernaufgaben für sie bereit und diese sind nicht immer angenehm und einfach. Werden die Lernaufgaben jedoch vom Menschen angenommen, verbunden mit dem Vertrauen, dass alles seinen höheren Sinn hat, sind die Lernaufgaben keine Qual, sondern eine große Chance auf Veränderung und Entwicklung, Erlösung von altem Karma und Schwingungsanhebung aus der Maya – sowohl des Menschen als auch seines SGWs und des damit verbundenen Lebens.

Wer Vertrauen in seinen großen Lebensplan und die höhere Weisheit hat, die sein Leben leitet und darüber wacht, der schaut vertrauensvoll auf sein Leben, auf das, was sich tut und auf das, was bevorsteht. Er ist nicht wie das Kaninchen, das ängstlich und erstarrt vor der Schlange sitzt, sondern er ist offen für das, was kommt. Jede Lernaufgabe, mag sie noch so schwierig sein, ist ihm herzlich willkommen und wird von ihm als Chance gesehen. Er ist dankbar für alles, was ihm das Leben bringt. Er fühlt sich behütet von einer höheren, göttlichen Macht, die es – auch wenn es oft auf den ersten Blick nicht so scheinen mag – gut mit ihm meint. Diese weise Macht (Gott) fängt ihn auf, wenn es mal ganz dick kommt, denn sie möchte, dass er auf seinem Lebensweg vorankommt und seinen Lebensplan sowie seinen göttlichen Auftrag erfüllt, damit es am Ende seines Lebens heißt: „Plan bzw. Auftrag erfüllt, Ziel erreicht!“

Vertrauen in sein Leben zu haben, in eine höhere göttliche Weisheit und Führung (Gott und die spirituellen Meister), ermöglicht ein sorgenfreies und leidfreies Leben. Man muss sich nicht ständig Sorgen darüber machen, ob das, was man tut richtig oder falsch ist. Es gibt kein richtig oder falsch, denn es gibt nur die eine göttliche Führung und diese ist zielgerichtet. Wenn man vom Zielweg abweicht, schickt die göttliche Führung klare Hinweise, dass man sich auf einem Irrweg befindet und dass es notwendig ist, wieder auf den Zielweg zurück zu kehren. Solche Hinweise können ungute Gefühle im Bauch oder Herzen, Schlaflosigkeit, Unruhe, Angstzustände, Leid oder auch ein Misserfolg in einer Sache sein. Wenn man sich dagegen auf dem Zielweg befindet, fühlt man sich wohl, energetisch kräftig, fließend, voll Freude, Hingabe, Vertrauen und Liebe zum Leben und zu dem, was man tut. Das Herz pulsiert und schickt Signale, dass es zufrieden und glücklich ist, weil man in Harmonie ist mit dem übergeordneten Lebensplan, mit dem göttlichen Auftrag und der Weisheit des Lebens.

So ist es ein Segen für den Menschen und sein SGW, sich voller Vertrauen diesen Faktoren hinzugeben, sich ruhig und gelassen „zurückzulehnen“ und dem entgegen zu schauen, was die Weisheit des Lebens als nächstes bringt, um es zu bearbeiten und auszuführen. Das Leben, das wir haben und das sich uns auf unserem Lebensweg nach und nach offenbart, ist nicht unser Feind, vor dem wir Angst haben müssen, sondern ist unser Freund, der es gut mit uns meint. Dieses Leben haben wir als Chance bekommen, aber auch als Auftrag, den wir auszuführen und zu erledigen haben. So ist das Leben Geschenk und Auftrag höherer göttlicher Wesenheiten zugleich.

Wenn wir unser Leben aus dieser Perspektive sehen, fühlen wir uns dem täglichen Leben nicht hilflos und ohnmächtig ausgeliefert, sondern fühlen wir uns unter dem Schutz und der Führung einer höheren göttlichen Macht und Kraft – sei dies Gott, die aufgestiegenen, spirituellen Meister oder Engelswesen. Der Führung dieser machtvollen und kraftvollen Wesen können wir uns vertrauensvoll hingeben und unterordnen, denn sie sind die höchsten Weisheiten und Führungswesen in diesem Universum, die dem höchsten Plan folgen. Es gibt keine höhere Macht und Kraft als sie und wir als Menschen bzw. SGWs sind Winzlinge gegen ihre unermessliche Größe und Präsenz.

Eine Vertrauensbasis sollte auch zwischen einem göttlichen Lehrer und seinem Schüler bestehen sowie zwischen einem göttlichen Mitarbeiter einer untergeordneten Hierarchie und einer höherstehenden Hierarchie, z.B. einem einfachen Mitarbeiter der spirituellen Meister und einem Engel.

Die Botschaften und Impulse dieser göttlichen Führung erhält der Mensch stets über das Herz, denn im Herzen befindet sich die Flamme bzw. der Funke der göttlichen Liebe und des göttlichen Lichts. Nur über diese Schnittstelle ist die Verbindung und lebendige Kommunikation mit Gott, den aufgestiegenen spirituellen Meistern oder hohen Engelswesen möglich. Wer also im Herzen den starken Impuls verspürt, eine Sache zu tun, z.B. ein Lied für Mutter Erde zu komponieren oder sich für die Erhaltung der Umwelt einzusetzen, der kann vertrauensvoll diesem Impuls folgen und ihn in der materiellen Welt ausführen. Solange sich die Sache im Herzen stimmig und wohlig anfühlt, ist man bei der Ausführung auf dem richtigen Weg. Kommt es im Herzen jedoch zu Enge, Verkrampfung, Unwohlsein, Kälte, ist man bei der Ausführung auf dem falschen Weg und sollte eine Kurskorrektur vornehmen, bis sich Wohlbefinden, Wärme, Weite und Liebe im Herzen einstellt. So ist das Herzbefinden der wichtigste Indikator dafür, ob jemand dem göttlichen Plan folgt oder auf den Ego-Weg abgewichen ist.

Wer den Weg eines göttlich vertrauens-orientierten Lebensstils geht und den Pfad des Aufstiegs in die höheren Dimensionen gehen möchte, muss lernen, seinem Herzen zu vertrauen, die „Sprache“ und die Impulse des Herzens zu verstehen, um diesen folgen und den richtigen Weg gehen zu können. Voraussetzung hierfür ist, dass im Herzen des Menschen bzw. seines SGWs die Flamme der Gottesliebe brennt und das Herz rein ist. Wer hingegen ein kaltes und verschmutztes Herz hat, in dem die Flamme der Gottesliebe erloschen ist, kann nur noch über den Verstand und das Ego Impulse erhalten und diese kommen in der Regel vom Super-Ego und dem Anti-Gott.

Wenn ein Wesen sich Gott, den aufgestiegenen, spirituellen Meistern und höchsten Engeln unterordnet und deren Führung vertrauensvoll folgt, fühlt es sich auf wunderbare Weise behütet und beschützt. Es gibt keine Unsicherheiten und Ängste, sondern nur Sicherheit und Zuversicht, dass alles richtig und gut kommen wird. Man kann sich völlig entspannen und gelassen dem entgegensehen, was das Leben für einen bereit hält, im absoluten Wissen, dass man unter der Obhut der höchsten Mächte und Kräfte in diesem Universum steht. Man hat sich diesen Mächten und Kräften unterworfen, ist mit ihnen eins geworden und lässt sich von ihnen durch das Leben führen. Die Vertrauensbasis, die dadurch geschaffen worden ist, ist die höchste und stärkste, die es gibt. Das ist besonders für göttliche Mitarbeiter wichtig, damit sie ihren göttlichen Auftrag ausführen können und ihre Schwingung stabil in den höheren göttlichen Dimensionen halten können. Und diese Vertrauensbasis schützt sie auch vor Angriffen der anti-göttlichen Seite.

Dieses Vertrauen nennt man auch „Gottvertrauen“, welches die Basis für den spirituellen Aufstieg ist. Man vertraut Gott, dass alles, was im Leben kommt, sei dies eine schwere Krankheit, der Verlust der Existenz oder sonst ein schlimmer Schicksalsschlag, mit Gottes Hilfe bearbeitet und gelöst werden kann. Man glaubt fest daran, dass man Gott eine schwere Lebenssituation übergeben und IHN um Hilfe bitten darf und dass einem dann auch geholfen wird.

Hat man dies einige Male erlebt, wird man erkennen, dass es sich nicht um ein Zufallsprinzip handelt, sondern das Wirken Gottes, der aufgestiegenen, spirituellen Meister oder hoher Engelswesen ist. Dadurch entwickelt sich eine solide, starke Vertrauensbasis des Menschen und seines SGW zu Gott. Die bis dahin bestehenden Ängste sowie das hilflos ausgeliefert sein dem Leben und bestimmten Lebenssituationen gegenüber, weicht einem tiefen Vertrauen Gott gegenüber sowie dem Gefühl, absolut sicher, geführt und beschützt zu sein in allem. Man weiß und glaubt fest daran, dass, was immer auch im Leben geschehen wird, es richtig ist und die Sache gemäß dem eigenen Wohle und dem Wohle der anderen gelöst wird. Man ist in einem Zustand der Neutralität und ist nicht mehr von den polaren Ängsten beherrscht. Man vertraut Gott und dem Leben voll und ganz, in dem absoluten Bewusstsein, dass man eingebunden ist in einen höheren Lebensplan, der in sich völlig stimmig ist und auf ein Ziel ausgerichtet ist, dem man zugeführt wird.

Auch scheinbar „Schlimmes“ ist in Wirklichkeit nicht wirklich Schlimmes, sondern etwas, was uns dabei hilft, unseren Zielweg zu gehen und unser Ziel zu erreichen. Alles dient dazu, uns unserem Ziel entgegen zu bringen, sei dies der Eintritt in unsere wahre göttliche SGW-Natur, der Aufstieg in höhere göttliche Dimensionen oder die Ausführung unseres göttlichen Auftrags. Je mehr wir uns vertrauensvoll diesem Weg hingeben, um so besser; je mehr wir uns diesem Weg widersetzen, um so heftiger werden die Fingerzeige der göttlichen Führung, die uns ermahnen möchte.

Gottvertrauen in allem und zu jeder Zeit zu haben bedeutet, dass man unerschütterlich an die höchste Macht und Kraft Gottes glaubt und sich ihr unterworfen hat. Es ist nicht nur ein Unterordnen, sondern eine demütige Unterwerfung, was bedeutet, dass man die eigene Führung aufgegeben hat, um sich fortan von Gott führen zu lassen. Man hat die eigene Führung aufgegeben, weil man erkannt hat, dass mit der Selbstführung, die in der Regel sehr stark vom eigenen Ego und Super-Ego geleitet wird, sehr viele Probleme und ungute Entscheidungen bzw. Handlungen verbunden sind, die wiederum Probleme und Leid verursachen. Die eigene Lebensführung abzugeben und sich der Führung Gottes zu unterwerfen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Zeichen von Demut, Hingabe, Weisheit und Stärke.

Man hat erkannt und die Weisheit erlangt, dass wir gut daran tun, uns der höchsten Macht und Kraft Gottes zu unterwerfen und uns damit zu vereinigen, um uns aus dem „Ameisendasein“ in ein „Gottesdasein“ zu erheben. Damit werden wir Teil des großen Gottesreiches und der großen Gotteskraft und verlassen die Ebenen des allein kämpfenden Wolfes, dessen Kräfte sehr begrenzt und leicht erschöpft sind.

Durch die vertrauensvolle Hingabe und Unterwerfung an Gott, treten wir in ein gigantisches Kraftfeld ein, das uns Kräfte ermöglicht, die uns sonst niemals zur Verfügung stünden. Wir verbünden uns nicht nur mit diesen Kräften, sondern auch mit den Wesenheiten dieser göttlichen Dimension bzw. Ebene und kämpfen fortan mit gemeinsamen Kräften und den göttlichen Dienern des Lichts, wodurch wir viel Größeres bewirken können. Wir verbinden uns zudem mit der Weisheit Gottes, die uns stets zielgerichtet leitet und uns klar signalisiert, wie wir uns zu verhalten haben und was wir zu tun haben, um dem großen Ganzen, dem Reich Gottes, zu dienen. Wir fühlen uns nicht mehr als schwache und hilflose Ameise, sondern als Teil eines großen Ganzen, des Reiches Gottes, indem wir eingebunden sind und in dem wir unseren Platz haben, der uns zugewiesen ist, entsprechend unserem SGW, unserem Erdenselbst, unserer Lebensaufgabe und unserem göttlichen Auftrag. So entfalten wir unsere wahre göttliche Natur und unsere göttlichen Stärken und führen ein Leben, das geprägt ist vom absoluten Gottvertrauen und Gottesbewusstsein.

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