Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

 

Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über die Erinnerung an den Tod des irdischen Körpers berichten und was es damit auf sich hat.

Wisse: Das Herz des Menschen, der in die irdische Welt der Maya verstrickt ist, ihren eitlen Ego-Belangen der Wurzeln des Übels verfallen ist und sich nach ihren vergänglichen Genüssen verzehrt, wird im Gedenken an den physischen Tod des Körpers unweigerlich achtlos sein, ja er wird ihn sogar leugnen oder ignorieren.

Die meisten Menschen denken nicht an den Tod – besonders nicht an ihren eigenen Tod -, und wenn sie doch durch irgendjemand daran erinnert werden, ist es ihnen unangenehm und zuwider. Sie wollen davon nichts hören und scheuen vor der Thematik des Todes zurück. Dabei kann niemand dem Tod entrinnen, denn alles Lebende ist untrennbar mit seinem Sterben verbunden. Der Tod holt jeden ein, der vor ihm flieht. Eine Flucht ist also sinnlos. Denn jedes Seele-Geist-Wesen muss einmal zurück in die feinstofflichen Ebenen gehen und dafür muss es die sichtbare Welt und seinen sichtbaren physischen Inkarnationskörper hinter sich lassen. Nur so kann das Seele-Geist-Wesen weiter auf seinem Entwicklungsweg durch die Inkarnationen in Zeit und Raum voranschreiten, so dass es seinem Endziel in Gott immer näher kommt.

Wisse: Es gibt vier Arten von Menschen:

1. Diese Menschen sind Verblendete und ganz in die irdische Welt der Maya verstrickt. Sie wissen nichts über das wahre Wesen der Natur, Gottes oder ihrer Seele.
2. Diese Menschen sind Anfänger auf dem spirituellen Pfad der Welterkenntnis.
3. Diese Menschen sind Fortgeschrittene und haben ihr Ego, ihren Körper und die Versuchungen der irdischen Welt auf gewisse Weise losgelassen.
4. Diese Menschen sind wahre Weise und haben sich in die göttliche Neutralität über Leben und Tod erhoben.

Wer zur ersten Gruppe der Verblendeten gehört und in die Maya verstrickt ist, denkt nicht an den Tod, und wenn er sich doch an diesen erinnert, dann tut er es mit Bedauern um sein materielles Leben, die irdische Welt und seine Besitztümer. Er lehnt den Tod mit all seinen Kräften ab und lebt, als ob es ihn nicht gäbe. Ein solcher Mensch wird durch die Erinnerung an den Tod und die Vergänglichkeit seines materiellen Körpers nur noch weiter von Gott und den feinstofflichen Ebenen fortgetrieben, da er Angst vor der Allmacht Gottes und der Endlichkeit seines eigenen, kleinen menschlichen Lebens hat. Er möchte die Illusionsblase seines 3D-Lebens nicht verlassen und klammert sich an dieser fest, auch wenn sie nicht echt ist.

Der Anfänger auf dem spirituellen Pfad, der zur zweiten Gruppe gehört, denkt viel öfters an den Tod als unbewusste und verblendete Menschen. Reue für die eigenen Missetaten, und die Angst vor dem karmischen Ausgleich dafür treiben ihn voran. Oft fürchtet er sich vor dem Tod und ist voller Sorgen und Selbstanklagen, weil er Angst hat, zu sterben, ehe seine Reue vollendet ist. Er ist aber nicht wirklich dem Tod und Gott abgeneigt wie der unbewusste, verblendete Mensch, vielmehr befürchtet er, aufgrund seiner eigenen Fehler und Unzulänglichkeiten noch nicht in die höheren Dimensionen Gottes eintreten zu dürfen. So bemüht er sich intensiv um seine Transformation in dieser irdischen Welt, um bereit für den Tod zu sein, wenn dieser zu ihm kommt.

Der Fortgeschrittene, der zur dritten Gruppe gehört, hat sein Ego und die irdische Welt der Todsünden und Verblendungen erkannt und losgelassen. Er denkt immerzu an den Tod, weil dieser der versprochene Treffpunkt für die Begegnung mit Gott, dem spirituellen Meister und dem persönlichen Schutzengel ist. Es ist wie mit einem Liebenden, der niemals den Zeitpunkt für das Treffen mit seinem Geliebten vergisst und sich darauf aus ganzem Herzen freut. Für gewöhnlich wird einem solchen Menschen das Warten auf den Tod lang und er sehnt sich diesem entgegen. Manchmal wünscht er sogar, etwas nachhelfen zu dürfen, was ihm aber aufgrund des göttlichen Gebotes verwehrt ist, welches Selbstmord verbietet.

Der fortgeschrittene Mensch freut sich darauf, die irdische Welt der Todsünden und des Egos verlassen zu dürfen, die ihn oft so quälen und von denen er sich trotz der Erkenntnis nur schwer lösen kann. Er möchte nicht mehr durch sie in Versuchung geführt werden , sondern seinen irdischen Körper loslassen, um Gott, dem Herrn des Universums, nähergebracht zu werden und von dort aus seine Reise in die feinstofflichen Ebenen oder eine bessere Welt in einem neuen Inkarnationskörper anzutreten.

Höher als der Anfänger und der Fortgeschrittene zusammen ist jedoch der Mensch bzw. bewusste Weise der vierten Gruppe, der seine Angelegenheit und sein Lebensschicksal ganz Gott überlässt und der für sich selbst keine Wahl trifft, weder für seinen Tod noch für sein Leben, denn er hat das am liebsten, was seinem Herrn, d.h. Gott, das Liebste ist. Ihm ist es gleich, ob er lebt oder stirbt. Er nimmt an, was Gott für ihn vorgesehen hat. So gelangt er durch die tiefste, reinste und demütigste Liebe und Treue zu Gott in einen Bewusstseinszustand von Ergebenheit und Zufriedenheit, was das Ziel jedes wahrhaft Weisen ist.

So erkenne: Wie auch immer Du Dich dem Tod gegenüber verhältst, in der Erinnerung und Fokussierung an ihn liegt viel Erkenntnis und Wert. Selbst dem Menschen, der in der irdischen Welt verhaftet ist, nützt das Denken an den Tod, denn indem ihm dadurch das Schwelgen in den Genüssen der Welt und ihren Ego-Freuden vergällt wird, erhält er die Chance sich selbst zu wandeln und von seinen Todsünden zu befreien. Und alles, was die Genüsse und Begierden des Ego-Menschen trübt, zählt zu den Quellen seiner Befreiung und Errettung seiner Seele aus der Dunkelheit zurück zum Licht.

Fassen wir also zusammen:

Die Erinnerung und Fokussierung an den Tod hat zwangsläufig die Abwendung von den Minus-Dimensionen der Manipulation und Verführung durch den Anti-Gott und seine Wurzeln des Übels zur Folge. So kann sich das Seele-Geist-Wesen transformieren und zu Gott zurückkehren.

Die Achtlosigkeit gegenüber dem Tod verleitet dagegen zu weiterem Frönen der weltlichen Begierden des Egos und einer noch tieferen Verstrickung in den Minus-Dimensionen des Anti-Gottes.

Der Tod ist somit ein kostbares Geschenk für den spirituellen Schüler, denn durch diesen kann er von dem Übel der Minus-Dimensionen und der ständigen Abwehr des Anti-Gottes und seinen Versuchungen befreit werden. Damit ist nicht nur der Tod des physischen Körpers gemeint, sondern vielmehr der Tod des Egos und seiner Verhaftung in den niederen Dimensionen der Ego-Bergieden, der bereits zu Lebzeiten eintreten kann. So lebt dieser Mensch dann zwar weiter, aber nicht mehr als Angehöriger der irdischen, vergänglichen Welt. Er wird ganz zu einem Mitglied der vierten Gruppe, der Weisen, die sich über Leben und Tod erhoben haben und zwischen den Welten leben, um allein die Befehle Gottes, ihres Herrn und Meisters zu befolgen.

„Stirb, bevor du stirbst,“ lautet ein Ausspruch des weisen Sufis Maulana Rumi. Denn wo die Liebe zu Gott erwacht, stirbt das tyrannische Ego.

Das Ego ist vergänglich und ohne Macht in der Ewigkeit, auch wenn es sich im Leben als größter Herr oder als leidendes Opfer aufspielen mag. Gehe nur zu einem Friedhof und frage Dich: „Wo ist nun der Mächtige und wo ist der Verachtete? Wo ist der, der sich wichtig tat mit seiner Macht und seinem Stolz? Und wo ist der Mensch, der sich mit seinem Tun gebrüstet hat? Und wo ist der, der sich selbst ablehnte?“

Seine Verwandten gehen an seinem Grab vorbei, als hätten sie ihn nie gekannt. Seine Erben verteilen sein Gut und seinen Besitz und lehnen es ab, seine Schulden zu bezahlen und für diese einzustehen. Sie nehmen ihren mehr oder weniger rechtmäßigen Anteil und leben ihr eigenes Leben. Wie schnell haben sie ihren verstorbenen Verwandten vergessen und haben seinen Besitz zu ihrem eigenen gemacht!

Wie kann sich ein Mensch an der irdischen Welt und ihren 3D-Genüssen erfreuen, wenn seine Worte und Atemzüge von bemessener Zahl sind? Das Seele-Geist-Wesen wird in den Minus-Dimensionen und in der Finsternis versinken, wenn es sein ganzes Leben lang nur in irdischen Ego-Genüssen schwelgt. Der Tod zeigt sowohl dem Verblendeten als auch dem Wissenden kein Erbarmen. So sollte man sich gut darauf vorbereiten und immer die Vergänglichkeit hinter allem Irdischen erkennen.

Ein alter Weisheitsspruch dazu lautet: „Fürchte Deinen Gott, der Dich zu Lebzeiten zum Handeln befähigt und Dir eines Tages Dein Leben wieder nehmen wird. Wer beim Passieren eines Friedhofs nicht an sich selbst denkt und nicht für die dort Liegenden betet, der hat sich selbst betrogen und ebenso die Seelen der Verstorbenen.“

Wisse, wer zu Gott und in die göttlichen Dimensionen zurückkehrt, nimmt nichts Irdisches mit. Nackt, staubig und mittellos, d.h. ohne etwas Irdisches, werden die Geschöpfe Gottes vor IHM stehen. Dann werden sie Seine Stimme vernehmen. Jedes Wort, jeder Schlag und jedes Unrecht, das das Seele-Geist-Wesen in seinen Inkarnationen begangen oder empfangen hat, wird dann seinen Ausgleich finden. Nichts geht verloren und die Gerechtigkeit Gottes ist grenzenlos, denn Er ist der oberste Herr des Universums.

Ein göttliches Wesen darf nicht in das Herzzentrum Gottes eingehen, solange es von einem anti-göttlichen Wesen eines erlittenen Unrechts bezichtigt wird. Dies muss in den physischen oder feinstofflichen Ebenen in Form einer erneuten Inkarnation ausgeglichen werden. Auch darf ein anti-göttliches Wesen nicht erlöst werden, solange es gegen ein göttliches Wesen Anklage erhebt, bis die Tat ausgeglichen ist, und sei es auch nur eine winzige Ungerechtigkeit. Durch alle guten und schlechten Taten entsteht Karma und wird auch wieder ausgeglichen. Das ist das Gesetz des Universums.

Die Weisen sagen dazu: „Siehe, du bist sterblich, und siehe, deine göttlichen und anti-göttlichen Brüder und Schwestern sind sterblich. Am Ende eures Inkarnatioszyklus werdet ihr vor Gott miteinander euren Ausgleich schaffen und übereinander Gericht halten. So werden die Wesen die ärgsten Todsünden-Taten, die in der Welt zwischen ihnen und ihren Brüdern und Schwestern geschehen sind, erneut erleben und an sich selbst erfahren, bis jedem sein Recht gegeben wird und alles Polare ausgeglichen ist.

Darum hütet euch davor, euren Brüdern und Schwestern ein Unrecht zu tun, sei es, dass ihr euch an ihrem Gut vergreift, ihr Ansehen verleumdet, ihnen Schmerz zufügt oder euch ihnen gegenüber schlecht verhaltet. Findet Vergebung für euer Tun. Wer aber viel Unrechtes getan hat und sich nun in Reue davon abwendet, aber weiß, dass es für ihn schwierig sein wird alles Schlechte rückgängig zu machen, der soll nur viele gute Taten tun und sich Gott in Demut zuwenden, so dass sich nach und nach die Waagschale zum Guten wendet. Denn wisse, die guten Taten bringen Dich Gott näher; die schlechten Taten dagegen entfernen Dich von IHM.“

Der Preis für den Eintritt in das Herzzentrum Gottes ist leicht und doch so schwer: Vergebung. Vergebe Dir selbst, vergebe Deinem Bruder, Deiner Schwester, vergebe dem Anti-Gott und der anti-göttlichen Seite. Dann kannst Du Dich aus der Maya erheben und in die göttlichen Dimensionen des ewigen Friedens gelangen. Schaffe Versöhnung zwischen Zerstrittenen und stärke die göttlichen Eigenschaften des Lichts und der Liebe in Dir. Das ist eine hohe göttliche Tugend.

Denke nun über Dich selbst nach: Wenn Deine Seele keine Todsünden-Missetaten bzw. Karma mehr aufweist oder wenn Dir die göttliche Gnade von Deinen Mitmenschen und Gott zuteil wird, indem Dir vergeben wird, welche Freude wirst Du dann verspüren, weil Du weißt, dass Du Karmafrei bist und Dir kein neues Leid geschehen kann. Du wirst nirgends von Vergänglichkeit bedroht und wirst ewige Glückseligkeit im Herzzentrum Gottes erfahren. Dabei wird Dein Herz vor Glück und Freude hoch auffliegen, Deine Seele wird hell erstrahlen und leuchten wie die Sonne in der Nacht. Dein Rücken wird befreit von allen Lasten der 3D-Welt und Deines Egos sein und Freude und Jugendlichkeit werden auf Deinem Gesicht funkeln. Du wirst schön durch und durch sein.

Diese göttliche Bewusstseinsstufe ist höher als alle Scheinheiligkeit, Schönfärberei und Heuchelei, die Du in der irdischen 3D-Welt erreichen kannst. Bemühe Dich, diese Stufe mit reinem Sinn und getreuer Absicht in Deinem göttlichen Handeln gegen Gott und Deine Seelengeschwister zu erlangen. Begehe keine Ego-Missetaten aus Furcht vor der anti-göttlichen Seite oder aus Verlangen nach einem hohen Platz im Leben oder der göttlichen Hierarchie, denn durch die fehlende Demut wirst Du hinab in die Minus-Dimensionen fallen. Allein der Hochmütige kann solange nicht in das Herzzentrum Gottes eintreten, bis er seinen Hochmut nicht in Demut gewandelt hat.

Wisse, Du bist von Gott und wisse, zu IHM musst Du heimkehren. Es gibt keinen anderen Weg. So folge diesem Weg in Freude und Demut.