Kapitel 14: Spiel-Inszenierungen

Leben ist nicht gleich Leben. Man unterscheidet zwei Arten von „Leben“: das eine ist das Leben im Menschen und seinem Seele-Geist-Wesen im Sinne von Lebendigkeit. Gott hauchte dem SGW seinen göttlichen Atem ein und gab ihm den Lebensfunken mit in seinen Inkarnationszyklus in diesem Universum. Und ebenso beginnt jedes menschliche Leben mit dem Einhauchen des Lebensatems. Dadurch lebt der Mensch sein sogenanntes „Leben“. Eines Tages wird dem Menschen der Lebensatem genommen: in diesem Moment stirbt der Mensch und sein „Leben“ ist zu Ende.

Dieses sogenannte „Leben“ ist nichts anderes als eine Abfolge von Ereignissen und Erlebnissen innerhalb der Inkarnation des SGW (großer Inkarnationszyklus) sowie des Menschen (aktuelle Körperinkarnation). Der Mensch sagt beispielsweise: „In meinem Leben gab es viele schöne Momente“, oder: „Mein Leben macht mir keinen Spaß“. Dieses Leben wollen wir im folgenden „Inkarnations-Leben“ nennen.

Weder der große Inkarnationszyklus des SGW noch die einzelnen Inkarnations-Leben erfolgen nach dem Zufallsprinzip, sondern unterliegen einem übergeordneten Plan, der mit bestimmten Aufgaben verbunden ist und eine Zielsetzung hat.

Jedes SGW (und damit auch seine jeweilige Inkarnation) hat etwas Bestimmtes zu erleben, zu erkennen, zu lernen und zu absolvieren; hinzukommen häufig karmische Schulden und Verstrickungen aus vergangenen Inkarnationen, die aufgelöst und erlöst werden müssen bzw. dürfen. Daneben gibt es übergeordnete Pläne für göttliche Mitarbeiter und ihre jeweiligen physischen Ausdrucksformen, die wiederum dem großen Universumsplan bzw. Planetenplan unterliegen.

Damit sowohl der Plan durchgeführt werden und die Zielsetzung für den Inkarnationszyklus sowie die jeweiligen Inkarnations-Leben erreicht werden kann, braucht es entsprechende Ereignisse, Geschehnisse und Begebenheiten. Diese treten nicht per Zufall ein, sondern werden – zumeist von der göttlichen Führung (Spielleitung) des jeweiligen SGWs/Menschen, aber auch manchmal vom SGW/Menschen selbst, inszeniert.

Ein konkretes Beispiel hierzu:

Es geht um einen gefallenen göttlichen Mitarbeiter aus der Engels-Hierarchie, der von der göttlichen Führung für das neue Zeitalter gebraucht wird. Der göttliche Mitarbeiter lebt in einer Beziehung mit einem anti-göttlichen Wesen und lenkt seine Energie – ohne sich dessen bewusst zu sein – in die anti-göttlichen Seite. Er ist an diese „gefesselt“. Der Plan der göttlichen Führung besteht darin, den gefallenen göttlichen Mitarbeiter aus der „Gefangenschaft“ der anti-göttlichen Seite zu befreien, damit er keine Energie mehr in die anti-göttliche Seite lenken kann. So wird folgendes inszeniert: die Lebenspartnerin lernt einen anderen Mann kennen, verliebt sich in diesen und verlässt ihren bisherigen Lebenspartner. Dadurch wird dieser frei. Zugleich lernt der gefallene göttliche Mitarbeiter eine neue Frau kennen, die selbst göttliche Mitarbeiterin ist – eine aktive, die im Gottesbewusstsein und in der Gottesschwingung ist und dem Unternehmen GOTT dient. Beide gehen eine Verbindung ein, in der die göttliche Mitarbeiterin ihren gefallenen Mitarbeiter-Kollegen schwingungs- und frequenzmäßig anhebt sowie ihn mit seiner göttlichen Quelle verbindet, so dass er sich wieder bewusst wird, wer und was er ist.

Dies ist die Sichtweise der Geschehnisse aus der übergeordneten, göttlichen Ebene.

Die Sichtweise aus der menschlichen Ebene wäre dagegen eine andere:

Eine langjährige Beziehung wird durch die Untreue einer Frau, die schon immer gerne fremdgegangen ist, zerstört. Der arme Mann wird eiskalt von ihr betrogen und abserviert! Bei einem Yoga-Kurs lernt er aber bald wieder eine neue Frau kennen und lieben. Seitdem hat sich sein Leben gravierend verändert: er isst kein Fleisch mehr und trinkt auch keinen Alkohol mehr; er hat seinen Job gekündigt und arbeitet jetzt in einem Öko-Betrieb; er ist aus der Kirche ausgetreten und ist Buddhist geworden usw. Früher war er ein erfolgreicher Vertriebsleiter und Genussmensch, heute ist er ein Öko- und Umwelt-Fuzzi, der auf dem Land wohnt und seine Gurken und Tomaten selbst anbaut.

Was wie ein Zufall ausschaut, ist jedoch letztlich alles inszeniert. Über allem steht die Inszenierung der göttlichen Führung (Spielleitung), jedoch sind auch noch andere an der Inszenierung beteiligt: die SGWs der Betroffenen (Spieler), ebenso aber auch die Menschen und Mitmenschen (Spielfiguren).

Wenn Menschen (Spielfiguren) von ihrem Leben, den Zufällen und dem Schicksal sprechen, die ihnen das Leben bescheren, das sie haben und dem sie sich hilflos ausgeliefert sehen, so geht das an der Wirklichkeit vorbei.

Genaugenommen müsste sich jeder Mensch, mit einem Geschehnis konfrontiert wird, fragen: Warum kommt jetzt genau das in mein Leben? Was wird hier von meiner göttlichen Führung inszeniert? Was ist der große Plan dahinter? Was habe ich zu erkennen, zu lernen und zu verändern?

Es sind nicht die Dinge des alltäglichen Lebens, die inszeniert werden, sondern es sind die großen Geschehnisse wie der Verlust des Arbeitsplatzes, das Zerbrechen einer Beziehung, ein Verkehrsunfall, ein Umzug in eine andere Stadt, eine Krebserkrankung, eine familiäre Auseinandersetzung, ein Lottogewinn, eine berufliche Konkurrenzsituation, ein Verlustgeschäft usw.

Anstatt darüber zu jammern oder demotiviert zu sein, sich als Opfer von Mitmenschen, einer Firma, einer Bank oder Behörde zu sehen, sollte sich der Mensch (und sein SGW) in einer solchen Situation bewusst sein, dass es sich um eine Inszenierung seiner göttlichen Führung handelt. Es handelt sich weder um eine böse Absicht des Lebens, das es nicht gut mit ihm meint, noch um eine Strafe Gottes, sondern um eine Inszenierung, die ihn auf seinem Lebensweg weiter führen möchte, die eine Veränderung in seinem Leben bewirken möchte, die ihn auf einen anderen Kurs bringen möchte.

Im Falle des göttlichen Mitarbeiters, der von seiner Frau betrogen und verlassen wurde, würde dies bedeuten, dass er darüber nicht klagt und auch nicht in seinem männlichen Stolz verletzt ist, sondern dass er sich bewusst darüber ist, dass es sich um eine Inszenierung seiner göttlichen Führung handelt. Er sollte sich fragen: Warum ist genau das jetzt in mein Leben gekommen? Welcher Plan meiner göttlichen Führung steckt dahinter? Was habe ich falsch gemacht oder was läuft falsch in meinem Leben? Und was möchte meine göttliche Führung, das ich ändere?

Wenn er so fragen würde, würde er aus der Inszenierung folgendes erkennen: seine göttliche Führung möchte, dass er sich von seiner Frau trennt, weil sie ihm nicht gut tut und ihn zudem in seiner göttlichen Entwicklung und Entfaltung hindert. Da er sich selbst nicht von seiner Frau trennen würde, weil er an ihr hängt und glaubt, ohne sie nicht leben zu können, inszeniert die göttliche Führung alles so, dass die Beziehung getrennt wird.

Weiterhin würde er erkennen, dass ihm von der göttlichen Führung eine neue Frau zugeführt wird, die ganz offensichtlich deshalb ausgewählt wurde, in sein Leben zu kommen, da sie ihm gut tun und ihm dabei helfen wird, sein Leben zu verändern, um wieder in seinen Status als göttlicher Mitarbeiter eintreten zu können.

So würde ein Mensch bzw. sein SGW (Spieler und Spielfigur), die sich bewusst sind, dass sie einem übergeordneten Plan einer Spielleitung unterliegen, den Sachverhalt sehen.

Er würde dann nicht jammern und sich beklagen, sich dem Alkohol ergeben und in Selbstmitleid versinken, sondern er würde das Ganze als Spiel-Inszenierung sehen. Dadurch gibt es keine Opferrolle („Ach, ich armes Opfer!“), sondern ein neutrales Eingebundensein in einen großen Plan, ein Mit-Management in diesem Plan und eine vertrauensvolle Hingabe in diesen Plan, der nur zum Besten des Wesens erfolgt.

Wenn das Wesen so eingestellt ist, kann es durch nichts mehr erschüttert werden. Es wird weder Angst noch Hilflosigkeit noch Sorgen empfinden. Es begreift vielmehr, dass alles zu seinem Besten geschieht – auch wenn es manchmal nicht so aussieht, wie beispielsweise bei einer lebensbedrohenden Krankheit oder dem Verlust der Existenz.

Kein Wesen braucht Angst vor dem Inkarnationsleben zu haben, sondern darf im Vertrauen darin leben, dass nichts und niemand – auch nicht die göttliche Führung – möchte, dass es ihm schlecht geht oder es leidet. Das Leid entsteht nur dadurch, dass der Mensch und sein SGW auf einem Kurs sind, der nicht im Sinne seines Lebensplans und der göttlichen Führung ist. Nur durch Kummer und Leid sind die meisten Wesen bereit, ihr Leben und ihren Kurs zu ändern.

Sich ständig bewusst zu sein, dass alles, was im Leben geschieht, Spiel-Inszenierungen sind, die dazu dienen etwas zu erkennen und zu verändern, gibt dem Dasein einen ganz anderen Sinn. Alles hat seine Berechtigung: das Gute wie das Schlechte. Alles ist nur ein großes Spiel, in das wir eingebunden sind und in dem wir spielen oder mitspielen.

Wir sollten uns stets bewusst sein, dass wir uns in einem großen Universumsspiel befinden, in dem wir Spieler, Spielfiguren, Spielleiter oder Spielwächter sind. In diesem großen Spiel haben wir alle unseren eigenen Spielplan und Spielverlauf, in dem wir unser ganz eigenes Spiel spielen. Wir können in dieses, in unser Spiel, nur bedingt eingreifen und es nur bedingt steuern, denn es unterliegt einem übergeordneten Plan und einer höheren Führung. Wir können nur eins: uns immer wieder überraschen lassen, was in unser Leben kommt. Und wir können uns nur dem vertrauensvoll hingeben, was kommen wird und kommt – begleitet von dem Bewusstsein, dass alles zu unserem Besten geschieht und ebenso zum Besten der Wesen, die uns nahe stehen.

Wenn uns vergangenes Karma beispielsweise in dieser Inkarnation mit einem Menschen (und seinem SGW) zusammenführt, so können wir dies nicht verhindern, denn es entspricht dem großen Lebensplan, der es vorsieht, dass wir genau jetzt dieses Karma zu bearbeiten haben, um frei davon zu werden. Dies geschieht zu unserem Wohle wie auch zum Wohle des Wesens, das mit uns karmisch verstrickt ist. Wenn wir uns dessen bewusst sind, wird aus der Beziehung mit einem Menschen (und seinem SGW), mit dem wir karmisch verstrickt sind, nicht ein langes und ständiges aneinander reiben, sich verletzen, gegeneinander kämpfen und leiden, sondern können wir rasch und zügig die karmische Verstrickung bearbeiten, auflösen und davon frei werden, um auf unserem Lebens-Inkarnations-Weg weiterzugehen.

Dass es so kommen konnte, war das Werk bzw. die Inszenierung unserer göttlichen Führung, die es einrichtete, dass wir in dieser Lebens-Inkarnation dem Wesen begegnet sind, mit dem wir Karma hatten und mit diesem Wesen in einer Beziehung das Karma erlösen durften. Aus dieser Perspektive können wir unserer göttlichen Führung dankbar sein, die über uns und unsere Lebens-Inkarnation wacht. Wir können uns vertrauensvoll unserer göttlichen Führung hingeben und uns von ihr führen lassen.

In diesem Moment begreifen wir, dass wir nicht die Bürde unseres Inkarnations-Lebens alleine tragen müssen, sondern dass die vermeintliche Bürde gar keine ist, weil ohnehin die entscheidenden Dinge in unserem Leben von höherer Stelle überwacht, geführt und gesteuert werden. Der Mensch (Spielfigur) kennt sein Inkarnations-Lebens-Spiel nicht und er weiß oft nicht, warum dieses und jenes so kommt. Das SGW (Spieler) weiß schon mehr, aber auch es weiß nicht alles. Nur die göttliche Führung (Spielleitung) kennt den großen Spielplan unseres Inkarnationszyklus. Und es kennt den großen Spielplan des Universums, in den unser Inkarnationszyklus-Spielplan eingebunden ist. Aus dieser übergeordneten Sichtweise und Weisheit heraus, gibt sie die Vorgaben und Impulse für unser Inkarnations-Leben.

Folgen wir also dem Weg der Weisheit und lassen wir uns davon führen!

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