Kapitel 12: Das weiblich- & männlich-Spiel

Es gibt zwei unterschiedliche Qualitäten, Kräfte und Ausdrucksformen im Universum AMA, denen jedes Wesen in der polaren Welt unterworfen ist: die weiblichen und die männlichen Qualitäten bzw. Kräfte, auch Yin und Yang oder Mond und Sonne genannt. Jedes Seele-Geist-Wesen hat somit die Möglichkeit, in seinem Inkarnationszyklus im Universum AMA diese Qualitäten, Kräfte und Ausdrucksformen ausgiebig zu experimentieren, Daten darüber zu sammeln sowie wichtige Erkenntnisse daraus zu gewinnen.

Hat das Seele-Geist-Wesen genug im Spiel „weiblich/männlich“ gespielt und experimentiert wird es zur Erkenntnis kommen, dass weder das eine noch das andere besser oder schlechter ist. Es wird weder das Weibliche noch das Männliche in sich ablehnen bzw. gering schätzen und dagegen ankämpfen, sondern es wird beides in sich vereinigen und zum neutralen „Vereinten Weiblich-Männlich-Wesen“ werden.

Im Universum AMA gibt es mehr weiblich orientierte Planeten und mehr männlich-orientierte Planeten. So ist beispielsweise die Venus ein mehr weiblich-orientierter Planet und der Mars ein mehr männlich-orientierter Planet. Seele-Geist-Wesen, die mehr die weiblichen Qualitäten und Kräfte experimentieren und ausbilden wollen, inkarnieren daher primär auf weiblich-orientierten Planeten, während die Seele-Geist-Wesen, die mehr die männlichen Qualitäten und Kräfte experimentieren und ausbilden wollen, überwiegend auf männlich-orientierten Planeten inkarnieren.

Auf weiblich-orientierten Planeten können die Wesen Qualitäten experimentieren und lernen wie Sanftmut, liebevolles Miteinander, Feingefühl, Intuition, Mütterlichkeit, Frieden, Hingabe, Harmonie usw. Auf männlich-orientierten Planeten können die Wesen Qualitäten experimentieren und lernen wie Durchsetzungsfähigkeit, Stärke, Verstand, Kämpfen, Jagen, Machtstreben und Macht ausüben, Krieg, Grobheit usw.

Das weiblich- und männlich-Spiel im Universum AMA findet nur auf Planeten statt, weshalb man diese auch „Spielplätze“ oder „Experimentierplätze“ nennt. Diese gibt es nicht im Herzzentrum Gottes. Auf seinem Inkarnationszyklus im Universum AMA inkarnieren sich die Seele-Geist-Wesen auf den Planeten, die ihrem großen Lebensplan am besten entsprechen. Je nach Inkarnationsplan und SGW-Struktur inkarnieren die Seele-Geist-Wesen in Frauenkörpern oder Männerkörpern. So inkarnieren Doppelagenten (DPA) und Tag- und Nacht-Agenten (TUN-A) in der Regel in Männerkörpern. Hüter und Gott-Erden-Menschen (GEM), wie sie auf den Aufstiegsplaneten in diesem Universum leben, inkarnieren statt dessen bevorzugt in Frauenkörpern. Das ist darauf begründet, dass DPAs und TUN-As mehr mit ihrem Verstand arbeiten und sich gut durchsetzen müssen, damit sie bei ihrem Auftrag in den Minus-Dimensionen nicht in die Hände der anti-göttlichen Seite fallen. Hüter und GEMs dagegen haben die Aufgabe den Planeten Erde zu pflegen und seine Schwingung hochzuhalten, weshalb sie mehr die weiblichen Qualitäten der Fürsorge und Harmonie benötigen.

Das weiblich- und männlich-Spiel steuert das gesamte Leben: die Geschlechterrollen, die gesellschaftliche Position, das Familienleben, die beruflichen Möglichkeiten, aber auch die gesamte Gefühlswelt, die Gedanken, Entscheidungen und Handlungen des Menschen.

Jeder inkarnierte Mensch trägt in sich weibliche und männliche Eigenschaften, egal, ob es sich um einen Frauenkörper oder einen Männerkörper handelt.

Eine Frau trägt somit nicht nur weibliche Eigenschaften in sich, sondern immer auch männliche. Es gibt Yin-Körper, die sehr viel Yin in sich tragen; es gibt aber auch Yin Körper, die ziemlich viel Yang in sich tragen. Die Frage hierbei ist lediglich, ob und wie Frauen ihre männliche Seite ausleben bzw. ausleben können. Dies hat übrigens nichts mit der geschlechtlichen Veranlagung zu tun. Nicht jede Yang-lastige Frau ist lesbisch, sondern kann genauso gut heterosexuell sein.

Ebenso verhält es sich, wenn ein Mensch einen Männerkörper hat. Jeder Mann trägt auch weibliche Eigenschaften in sich – die Frage hierbei ist, ob und wie der Mann diese auslebt bzw. ausleben kann. Es gibt sogar Männer, die ausgeprägte weibliche Eigenschaften besitzen, obwohl sie vom Geschlecht her einen Männerkörper haben und heterosexuell sind. Es kann aber auch homosexuelle Männer geben, die ausgeprägte männliche Eigenschaften haben, auch wenn ein Teil von ihnen mehr der weiblichen Seite zugeneigt ist.

Die Tatsache, dass in allen Planetenkörpern weibliche und männliche Eigenschaften vorhanden sind, bringt es mit sich, dass jeder Mensch in seinem Leben mit seinen eigenen weiblichen und männlichen Qualitäten, Kräften und Verhaltensweisen konfrontiert wird: mal ist er aktiv, mal ist er passiv, mal ist er kreativ, mal ist er in sich ruhend, mal ist er weich, mal ist er hart, mal möchte er die Welt erobern, mal möchte er sich in sein Mauseloch verkriechen, mal möchte er die Welt umarmen, mal ist er reserviert, mal ist er besonders gefühlvoll, dann wieder ist er eher kühl, mal ist er stark, mal ist er schwach. So lebt der Mensch im ewigen Spannungsfeld der weiblichen und männlichen Kräfte, die in ihm ein ständiges Hin und Her produzieren.

Nicht selten findet im Menschen ein regelrechter Kampf zwischen seinen weiblichen und männlichen Eigenschaften statt. Die Ursache hierbei ist, dass der Mensch bestimmte Eigenschaften an sich wertschätzt während er andere ablehnt. So kann ein Mensch es an sich selbst lieben, wenn er stark oder kreativ ist. Hingegen kann er es an sich selbst ablehnen, wenn er schwach ist und nichts zustande bringt. Eine Frau kann sich beispielsweise selbst ablehnen, wenn sie zu dynamisch ist und gerne ein eigenes Unternehmen aufbauen möchte. Ein Mann kann sich beispielsweise selbst ablehnen, wenn er zu anpassungsfähig ist und everybody’s darling sein möchte. Diese Selbstablehnung führt zur Selbstabwertung und zur Selbstverurteilung durch das Super-Ego.

Bei genauer Betrachtung jedoch lehnt der Mensch nicht nur eine „ungute“ Eigenschaft von sich ab, sondern er lehnt eine weibliche bzw. männliche Eigenschaft von sich ab. Er will und kann nicht akzeptieren, dass in ihm sowohl „Weibliches“ wie auch „Männliches“ ist. Dies verursacht einen Zwiespalt in seinem Inneren, der ihm sehr zu schaffen machen kann. Im schlimmsten Fall kämpft der Mensch gegen seine eigenen „schwachen“ Eigenschaften und führt einen permanenten Krieg gegen sich selbst.

Dieser Krieg gegen sich selbst kann und wird erst dann zum Ende kommen, wenn der Mensch sich selbst akzeptiert so wie er ist, d.h. die Frau muss das Männliche in sich akzeptieren und der Mann muss das Weibliche in sich akzeptieren. Der Mensch muss mit sich selbst in Frieden kommen. Der innere Frieden führt dann zur bedingungslosen Selbstliebe, die die Basis bildet für jede Form von Liebe, insbesondere auch anderen Menschen gegenüber. Denn solange ein Mensch sich selbst nicht in bedingungsloser Liebe annehmen kann, kann er auch andere Menschen nicht wirklich annehmen und lieben.

Indem der Mensch sich bewusst wird, dass er selbst, wie auch jeder andere Mensch, in sich ein polares Mann-Frau- bzw. Frau-Mann-Wesen ist, und weder die vermeintlich schwachen Seiten des anderen ablehnt noch die vermeintlich starken Seiten des anderen hochschätzt, gelangt er zu einer bedingungslosen Annahme von sich selbst und seinen Mitmenschen. Jeder ist so richtig wie er ist, denn jeder ist die Summe all seiner Inkarnationen und all dessen, was er dabei gelernt und wie er sich dabei entwickelt hat. Sein individueller Status mit dem er in die aktuelle Inkarnation gestartet ist, ermöglicht ihm in diesem Leben einen Erkenntnis- und Reifungsprozess.

Die Wesen, die in die Gruppe „Spieler“ gehören, sind dafür vorgesehen, das Spiel „weiblich“ und „männlich“ zu experimentieren und daraus Daten zu sammeln bzw. Erkenntnisse zu gewinnen. Sie spielen einerseits mit sich selbst und andererseits spielen sie es mit anderen Wesen. Die Frau spielt attraktives Weibchen, das erobert werden möchte; der Mann spielt Don Juan, der möglichst viele Frauen erobern möchte. Die Frau spielt toughe Geschäftsfrau, die sich unter Beweis stellen möchte; der Mann spielt Kriegsheld, der Bewunderung sucht. Die Frau spielt mütterliche Hausfrau, die Mann und Kinder aufopfernd versorgt; der Mann spielt Pantoffelheld, der sich von seiner Frau dirigieren lässt.

Beide spielen miteinander, um das zu bekommen, was sie vom anderen wollen: Aufmerksamkeit, Bewunderung, Liebe, Sex und die Vorherrschaft in der Beziehung und im Miteinander.
Dabei setzen sie die Mittel ein, die sie von klein auf gelernt haben und die sie sich im Laufe ihres Lebens angeeignet haben: Koketterie, Verführungskünste, Eindruck machen, sich von seiner Schokoladenseite zeigen, Schmeicheln, sich Verstellen, Machtdemonstration usw.

Ständig sind dabei die weiblichen polaren Kräfte und die männlich polaren Kräfte miteinander im Kampf. Sie wollen demonstrieren und beweisen, dass sie die besseren und stärkeren sind. In einer männlich-beherrschten Welt, wie sie z.B. in einer Egoismuswelt herrscht, sind die männlichen Kräfte ganz besonders stark, was zu einem Bezwingen und Unterdrücken der weiblichen Kräfte führt. Dies wiederum führt zum Aufstand und zur Revolution der weiblichen Kräfte und sehr oft zum Kampf Mann gegen Frau. Man nennt das auch Geschlechterkampf. In Wirklichkeit ist es jedoch ein Weiblich-Männlich-Kampf, in dem sich die unterdrückten weiblichen Kräfte, die in L’Egoland bzw. dem Dunklen Zeitalter abgewertet werden, gegen die beherrschenden, überdimensionalen, männlichen Kräfte, die glorifiziert werden, auflehnen.

Aus dem, was die Menschen durch diesen Kampf erleben, können sie erkennen, was wie im männlich-weiblich Spiel bzw. der Kampf funktioniert und was es ihnen bringt. Sie können so wichtige Daten sammeln und ihrer Aufgabe, die sie im Universumsspiel haben, gerecht werden.

Bei den Wesen hingegen, die in die Gruppe „Spielleiter“ und „Spielwächter“ gehören, die also göttliche Mitarbeiter sind, ist es nicht vorgesehen, im „weiblich- und männlich-Spiel“ des Universums AMA mitzuspielen. Sie sind entweder von Natur aus vereinigte männlich-weiblich-Wesen (HGMM) oder sie haben aufgrund ihres Inkarnationswerdegangs und ihrer Ausbildung (AGMM) ihre weiblichen bzw. männlichen Anteile in sich miteinander vereinigt. Sie sind deshalb androgyn bzw. neutral oder asexuell.

In einer männlich-dominierten, patriarchalischen Welt, wirken die göttlichen Mitarbeiter in den Augen der patriarchalischen Männer oft zu weich und zu wenig männlich. Sie sind feinfühlig anstatt grob, sie sind friedfertig anstatt kämpferisch, sie geben eher nach als dass sie mit der Faust auf den Tisch schlagen. Sie tragen in sich eine tiefe Sehnsucht nach wahrer Liebe, Frieden und Harmonie und streben ihr ganzes Leben danach. Da sie es meist in der rauen Egoismus-Welt nicht finden, distanzieren sie sich oft von der Welt und ziehen sich in ihre eigene Welt zurück. Erst durch Kontakt mit gleichartigen Wesen können sie sich wieder öffnen und Liebe, Frieden und Harmonie erleben, in der Regel jedoch auf einer anderen Ebene als die, auf der die menschliche, polare Liebe, der polare Frieden und die polare Harmonie stattfindet.

Dann findet kein polares „weiblich-männlich-Spiel“ mehr statt, sondern es entwickelt sich daraus ein Fließen-lassen der jeweiligen göttlichen Qualitäten und Kräfte. Das Seele-Geist-Wesen kann damit seinen göttlichen Auftrag ausführen und den Strahl bzw. die Strahlen Gottes bzw. seines spirituellen Meisters in diese Welt lenken. Es nutzt seine in sich vereinigten weiblichen und männlichen Kräfte sowie den jeweiligen physischen Körper zur bestmöglichen Ausübung seines Auftrags. Es sieht im gegengeschlechtlichen Wesen nicht einen Sparring-Partner für sein männlich-weiblich-Spiel, sondern ein Wesen, mit dem es die göttlichen Qualitäten und Kräfte fließen lassen möchte: zum Wohle dieser Welt, zum Wohle von allem-was-ist.

Gefällt Dir dieser Text? Teile ihn & folge uns!
Facebook
Facebook
Google+
Google+
http://hermes-trismegistos.com/kapitel-12-das-weiblich-maennlich-spiel-in-diesem-universum/
YouTube
YouTube