Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

 
Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über den Sterbeprozess, den Engeln des Todes und die Weisheit Gottes berichten.

Es ist verwunderlich, dass ein Mensch, der in höchstem Genuss schwelgt und sich des lustvollsten Zeitvertreibs erfreut, immer die Angst hat, dass jemand ihn bestehlen oder verletzen könnte. Seine Schreckensvision ist, dass ein Bewaffneter in sein Haus eindringen, ihn mit einer Waffe niederschlagen und ihm allen Besitz rauben könnte. Dadurch wäre ihm sein ganzer Genuss verdorben und seine Lebensfreude zerstört. Dabei übersieht jener Mensch, dass er jeden Augenblick vom Engel des Todes „überfallen“ und seines Körpers und Lebens „beraubt“ werden kann. Seine Sichtweise hat keinen anderen Grund als Verblendung, Unwissenheit und Täuschung als Grundlage.

Wisse, dass kein Mensch den Tod wirklich kennt, außer dem, der ihn erfahren und gekostet hat, und sich in seiner nächsten Inkarnation daran erinnern kann. Wer ihn in diesem Leben nicht gekostet hat oder ihn vergessen hat, der kennt ihn nur, indem er ihn mit etwas vergleicht, was er bereits erfahren hat, oder was er bei anderen sterbenden Menschen beobachtet hat. Es beruht aber alles nur auf Vermutungen und äußeren Sichtweisen, die nur Teil der Wirklichkeit sind.

Für die Menschen, die sich Zeit ihres Lebens dem Anti-Gott und seinen 3D-Genüssen zugewandt haben, ist der Tod schmerzhaft und mit Pein und Qual verbunden. Ihr Tod gleicht dreihundert Schwerthieben. Wenn ein solcher Mensch den Todesengel erblickt, dann fürchtet er sich vor ihm, denn er weiß, dass ihm nun sein karmischer Ausgleich droht, der teilweise noch zu Lebzeiten im Sterben stattfindet. Nur wer dann reinen Herzen bereut und Gott um Erleichterung des Todes bittet, findet Vergebung und einen leichten Übergang in die feinstofflichen Ebenen.

Der Todesengel hat zwei Gesichter. Den Ego-Wesen zeigt er sich in Form seiner heimsuchenden, grauenhaften Gestalt, die Angst und Schrecken verbreitet. Das göttliche, tugendhaft Wesen erblickt ihn aber in seiner schönsten und angenehmen Gestalt. Dazu gibt es eine Legende:

„Vor langer Zeit lebte Ikrima, der ein gottesfürchtiger Mann war. Er hatte ein Haus, in dem er seine Gebete zu verrichten pflegte, und wenn er es verließ, dann verschloss er es hinter sich, damit niemand anders eintreten und es entweihen konnte. Eines Tages ging er wieder zu dem Haus und fand dort einen Mann darin. Da fragte er ihn: „Wer hat dich in mein Haus eingelassen?“

Dieser antwortete: „Der Herr dieses Hauses hat mich eintreten lassen.“

Ikrima sprach: „Aber ich bin doch der Herr dieses Hauses!“

Der fremde Mann aber entgegnete: „Mich hat der eingelassen, der darüber größere Herrschaft hat als du oder ich.“

Da erkannte Ikrima, dass der fremde Mann ein göttlicher Engel war, denn nur Gott hatte die oberste Herrschaft über alles inne. Er warf sich vor ihm in Demut nieder und rief: „Vergib mir mein hochmütiges Verhalten. Welcher von den Engeln bist du?“

Er antwortete: „Ich bin der Engel des Todes.“

Da fragte Ikrima: „Kannst du dich mir in der Gestalt zeigen, in der du die göttlichen Seelen abholst?“

„Ja,“ sagte daraufhin der Engel, „doch wende dich von mir ab.“

Da wandte sich Ikrima ab und als er sich wieder umdrehte, erblickte er ihn als einen wohlgestalteten, schön gekleideten und lieblich duftenden Jüngling. Da sagte Ikrima: „O Engel des Todes, würde jedes demütige Wesen bei seinem Tod lediglich deine Gestalt wahrnehmen, so wäre ihm das durchaus genug und er würde bereitwillig seinen physischen Körper zurücklassen, um in die jenseitigen Ebenen zu gehen.“

Zum Engel des Todes gehören auch die beiden aufzeichnenden Engel, welche die Seele Zeit ihres Lebens begleitet haben und all ihr Tun als sein Zeugnis aufgeschrieben haben. Kein Mensch stirbt und verlässt die physische Ebene, ehe ihm nicht die beiden aufzeichnenden Engel seine Werke aus jenem Leben gezeigt haben. Wenn er folgsam und tugendhaft gewesen ist, dann sprechen die beiden zu ihm: „Möge dir Gott deine guten Taten vergelten, denn du hast mit gerechtem Herzen gehandelt, hast uns in gute Gesellschaften geführt und wir waren bei so manchem guten Werk von dir zugegen. Schöne Worte aus reinem Herzen haben wir von dir gehört. Das Tor zu den Ebenen des Lichts ist dir offen.“

Wenn der Sterbende aber ein Übeltäter und Ego-Mensch gewesen ist, so sprechen sie zu ihm: „Möge Gott dir nichts Gutes vergelten, denn du hast mit üblem Herzen gehandelt, hast uns in finstere Kreise geführt und wir waren bei so manchem unrechten Werk von dir zugegen. Hässliche Worte hast du uns hören lassen. Gott wird dir dafür keinen guten Lohn bescheren.“ Dabei bleibt der Blick des Sterbenden starr auf die beiden Engel der Aufzeichnung gerichtet, ehe er seinen physischen Körper verlässt und in die jenseitigen Ebenen hinüberwechselt.

Die Heimsuchung beim Sterben besteht darin, dass die Ego-Wesen ihren Platz in den Minus-Dimensionen des Anti-Gottes erblicken, und in der Frucht, die sie empfinden, noch bevor diese Vision eintritt. Im Zustand des Sterbens versagen ihnen schon die Kräfte mit ihrem Willen, doch ihr Ego will sich noch nicht mit dem Verlassen des Körpers und dem Sterben seiner selbst abfinden. Es will das Seele-Geist-Wesen nicht gehen lassen und klammert weiter an seinem Leben. Das Seele-Geist-Wesen verlässt den Körper nicht eher, als dass es den Gesang des Todesengels gehört hat, der ihm eine von zwei Botschaften verkündet. Entweder verkündet er: „Freue dich, o Feind Gottes, auf die Finsternis der Minus-Dimensionen, wo Deine Seele so lange leiden muss, bis sie geläutert ist und neu inkarnieren kann!“

Oder er verkündet: „Freue dich, o Freund und Diener Gottes, auf das Licht der göttlichen Dimensionen, wo Deine Seele die Liebe und Freude Gottes erfahren und in den lichtvollen Welten neu inkarnieren darf!“

Daraus versteht sich die Todesfurcht der Menschen, deren Seelen nicht rein sind.

Wisse, kein Wesen verlässt die irdische Welt, bevor es sich nicht seinen Bestimmungsort in den feinstofflichen Dimensionen und sein Ziel im Herzzentrum Gottes oder in der Finsternis des Anti-Gottes erblickt hat. So weiß es, was ihn erwartet.

Wer ein Treffen mit Gott und seinem spirituellen Meister nach seinem Tod herbeisehnt, den begehrt auch Gott zu treffen. Wer dagegen einem Treffen mit Gott, seinen Engeln und spirituellen Meistern abgeneigt ist, dem zu begegnen ist auch Gott abgeneigt. Sein Bewusstsein bestimmt seinen Zielort.

In den alten Texten der Weisheit heißt es: „Wenn ein göttliches, demütiges Geschöpf Gottes Wohlgefallen erweckt hat, spricht Er: „O Engel des Todes! Geh hin zu jenem Diener und bring Mir seine Seele, auf dass Ich ihm ewigen Frieden in mir schenke. Seine Taten sind Mir genug: Ich habe ihn geprüft und fand ihn ebenso, wie Mir beliebt.“

Da steigt der Todesengel hinab in die irdischen Ebenen, von fünfhundert Lichtengeln begleitet, die Zweige von göttlichen Kräutern und Safran halten, und ein jeder von ihnen überbringt der Seele eine andere frohe Botschaft. In zwei Reihen stehen die Engeln mit ihren Zweigen, in Erwartung des Augenblicks, da das Seele-Geist-Wesen seinen physischen Körper verlasen wird. Wenn der Mensch den Todesengel erblickt, fasst er sich zuerst mit der Hand am Kopf und schreit auf. Die Engel fragen ihn: „Was ist mit dir, o Bruder?“

Da antwortet er: „Seht ihr denn nicht, welche Ehre mir bescheidenem Diener erwiesen wird? Warum sehe ich euch erst jetzt? Wo wart ihr die ganze Zeit?“

Da antworten die Engel: „Wir haben uns immer redlich um dich bemüht, doch Gott wollte dich erst noch deine guten Taten abschließen lasen, ehe wir dich holen durften.“

Wer in der Begegnung mit Gott, dem erhabenen Herrn des Universums, seine Rast und seinen Seelenfrieden findet, dessen Todestag ist für ihn ein Freudentag, ein Tag des Entzückens und der Sicherheit, von Glanz, Ehre und Liebe erfüllt.

Manche Menschen wünschen sich, für immer im Sterbeprozess verharren zu können, um nicht zu ihrem verdienten Lohn oder ihrer karmischen Strafe im nächsten Leben geschickt zu werden. Sie wollen ihren physischen Körper und ihr altes Leben nicht loslassen und aufgeben. Solche Menschen leiden lange, ehe sie sterben können. Die Furcht vor einem üblen Ausgang des Todes zerreißt fast ihre Herzen. Die gewaltigen Heimsuchungen während des Sterbens machen ihre Seele mürbe, doch sie sind nicht bereit sich dem Tod hinzugeben, weil sie sich aufgrund ihrer Taten unsicher sind, welches Schicksal sie in den jenseitigen Ebenen erwartet oder sie wissen genau, mit welch schlimmen Missetaten aus ihrem Leben sie dann konfrontiert werden.

Wer im Herzen den Tod annimmt und sich Gott demütig ergibt, hat beim Sterben nichts zu befürchten. Deshalb ist es wichtig, dass der Mensch beim Sterben nichts anderes im Herzen hat als Gott. Wenn ihm nämlich kein Begehren mehr bleibt außer nach Gott, dem Einzigen, dem Wahren, dann wird er auch nicht in der physischen Welt zurückgehalten werden und muss auch nicht wieder in der niederen Materie erneut inkarnieren. Für ein solches Seele-Geist-Wesen liegt die höchste Glückseligkeit darin, durch den Tod seinem Geliebten, nämlich Gott, nahezukommen. Jedes Seele-Geist-Wesen geht nämlich beim Sterben dorthin, wo ihn sein Herz hinzieht und wo es Liebe empfindet. Wer sein irdisches Haus liebt, bleibt als Geist in seinem Haus. Wer sein Geld liebt, bleibt als Geist bei seinem Geld. Wer das Licht liebt, der tritt in die Ebnen des Lichtes ein. Wer Gott liebt, der kommt zu Gott. Wer seinen spirituellen Meister liebt, kommt zu seinem spirituellen Meister.

Ist das Herz des Wesens aber von der irdischen Welt betört und ihr ganz zugewandt und bedauert es nur den Verlust der weltlichen, irdischen Freuden, dann fällt der Sterbeprozess in die Gefahrenzone der göttlichen Seele und ihres freien Willens, welcher entscheidet, wohin es nach dem Tod des Körpers geht. Selbst wenn es die Worte „Ich diene Gott“ auf den Lippen hat, sind sie wirkungslos, wenn sich in seinem Herzen keine Bekräftigung regt. Denn es ist nur ein Wackeln mit der Zunge und hat wenig Nutzen, es sei denn, Gott geruht in Seiner Gnade auch diese halbherzige Bekundung von ihm anzuerkennen.

Dazu wollen wir Dir ein Gleichnis erzählen: Der Weise Wathila ging einmal zu einem Kranken und fragte ihn: „Sag mir, wie ist deine Meinung von Gott?“

Dieser antwortete: „Ich ertrinke im Meer meiner Sünden und stehe kurz vor der Vernichtung, doch hoffe ich auf die Barmherzigkeit meines Herrn.“

Da riefen Wathila und die Familie des Mannes laut: „O Gott, Du bist der größte Herr, bitte erbarme Dich seiner!“

Da sprach Gott: „Ich bin so, wie Mein Diener von Mir denkt, dass Ich bin, darum soll er so von Mir denken, wie Er will.“ Die Seele des Sterbenden ging in Seine Ebenen des Lichts ein.

Und in einer weiteren Geschichte heißt es: „Es war einmal ein junger Mann, der sehr zu Jähzorn und Hass neigte und dessen Mutter ihn deswegen oft tadelte. Sie sprach zu ihm: „O mein Sohn, siehe der Tag wird für dich kommen, wo du für deine Taten geradestehen musst.“ Und als nun der junge Mann erkrankte und auf dem Sterbebett lag, beugte sie sich über ihn und sagte zu ihm: „O mein Sohn, ich habe dich stets vor deinem Verderben gewarnt und dir davon erzählt, dass dein Tag einst kommen würde.“

Darauf sagte er: „O meine Mutter! Ich bereue aus ganzem Herzen. Ich habe einen Herrn von großer Güte, und ich hoffe darauf, dass Er mich an diesem Tag mit Seiner Güte aufnehmen und mich nicht im Stich lassen wird.“ Und in der Tat, aufgrund seiner guten Meinung von seinem Herrn erbarmte Gott sich seiner. So kann schon die ehrliche Lobpreisung und Ehrung Gottes genügen, eine verlorene Seele wieder auf den Pfad des Lichts und der Gerechtigkeit zurückzuführen.

Wenn also der Tag kommen sollte, wo Du sterben wirst, dann nimm Dein Schicksal an und sage: „Ich gehe zu Gott. Es widersteht mir nicht, zu IHM zu gehen, denn von IHM allein kommt alles Gute. Ich gebe mich IHM ganz hin, mit meinem Körper, meiner Seele und meinem Geist.“

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

 
Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über Gott AMA und Seine drei höchsten göttlichen Eigenschaften berichten.

1. Gott AMA, der Nachsichtige

Gott AMA, der Herr dieses Universums, wird auch als der Sanfte und Nachsichtige bezeichnet. Er ist es, der die Ruhe in die Herzen der Geschöpfe schickt, damit sie zum Glauben an IHN zurückgeführt werden und den Pfad des Lichts wiederfinden. Er führt die göttlichen Wesen in Seine Dimensionen des Lichts, um ewig in Seinem Meer der Liebe zu verweilen. Er nimmt durch Seinen Großmut ihre dunklen Schatten von ihnen und erhebt sie in einen Zustand göttlicher Reinheit und Neutralität.

In den alten Schriften heißt es: „Gott AMA, der hocherhabene Schöpfer, sagte: „Ich erfülle die guten Erwartungen, die Mein Diener in sich über Mich hat; und Ich bin mit ihm, wenn er Meiner gedenkt: wenn er in seinem Herzen Meiner gedenkt, dann gedenke auch Ich seiner bei Mir Selbst. Und wenn er Meiner in einer Gruppe gedenkt, so gedenke auch Ich seiner in einer Gruppe aus Engeln, die besser ist als jene Gruppe. Und wenn er Mir um eine Handspanne entgegenkommt, dann komme Ich ihm eine Elle entgegen. Und wenn er Mir um eine Elle entgegenkommt, dann komme Ich ihm zwei Armlängen entgegen. Und wenn er auf Mich gehend zukommt, dann komme Ich eilend auf ihn zu.“

Gott AMA ist gegenüber Seinen Geschöpfen mitfühlig und barmherzig. Er lässt auch die Wesen, die den Glauben an IHN verloren haben, nicht im Stich und führt sie zurück zu Seinem Bewusstsein. Denn wahrlich, Gott AMA hält Himmel und Erde in Seinen Händen, damit sie nicht zusammenfallen. Es gibt niemand außer IHM, der sie halten könnte. Er ist nachsichtig und allverzeihend.

Wahrlich, die Wesen, die Gott AMA, ihren Schöpfer und Herrn, demütig ehren und fürchten, werden Vergebung und einen großen Lohn für ihr Tun erhalten. Und ob sie offen oder verborgen über IHN sprechen, Er kennt die innersten Gedanken ihrer Herzen. Denn Er kennt alle Wesen und ihre innersten Herzen, da Er sie erschaffen hat. Er ist nachsichtig und allkundig.

Wisse, wenn Du Gott AMA Dein Herz gibst, so wird Er es um ein vielfaches vergrößern und Er wird Dir vergeben für das, was Du an Missetaten getan hast. Denn Er ist nachsichtig, dankbar und der Kenner des Verborgenen und des Sichtbaren. Er ist der Erhabene, der Allweise.

Die sieben Dimensionen und ihre Unterebenen und alle Geschöpfe darin lobpreisen Gott AMA. Es gibt nichts, was Seine Herrlichkeit nicht preist. Die anti-göttlichen Wesen aber verstehen in ihrer Verblendung und Gottferne deren Lobpreisung nicht. Jedoch lobpreisen sie Gott alleine dadurch, dass sie in Seinen Dimensionen existieren. Es gibt nichts, was nicht in Gott ist. Und wahrlich, Er ist nachsichtig und allverzeihend.

Dazu wollen wir Dir eine Geschichte erzählen: Gott AMA, der segensreiche und hocherhabene Herr dieses Universums, hat bestimmte Licht-Engel, die stets nach Treffen und Zusammenkünften von göttlichen Wesen spähen, wie Meditationsversammlungen, Friedensritualen, usw., in denen die Verbindung mit den göttlichen Strahlen Gottes stattfindet. Wenn sie eine solche Versammlung finden, dann setzen sie sich feinstofflich zu den Menschen hin und umschließen sie mit ihren Flügeln, bis sie alles-was-ist mit dem Licht Gottes vereinen. Sie heben das Bewusstsein der Teilnehmer in die höchsten göttlichen Dimensionen an. Wenn die Versammlung beendet ist, weichen sie zurück und begeben sich wieder nach oben in das Herzzentrum Gottes.

Darauf fragt sie Gott AMA– und Er ist bestens informiert über alles: „Woher kommt ihr?“

Sie antworten: „Wir waren bei einigen Deiner Diener auf dem Planeten Erde, die Dich in einem Ritual gepriesen haben. Sie haben Deine Größe verherrlicht, Deine Einzigkeit gerühmt, Deine Liebe gelobt und Deinen Frieden besungen. Sie haben Bittgebete zu Dir gesprochen.“

Gott AMA spricht: „Und worum bitten sie Mich?“

Die Engel sagen: „Sie bitten Dich um Deine Strahlen der Liebe, des Lichts, des Friedens und um den Eintritt in Dein Herzzentrum der ewigen Glückseligkeit.“

Er spricht: „Und haben sie Mein Herzzentrum gesehen?“

Sie sagen: „Nein, unser Herr.“

Gott AMA spricht: „Und wie wäre es, wenn sie Mein Herzzentrum gesehen hätten?“

Sie sagen: „Dann würden sie genauso stark zu Dir streben, als wenn sie es nicht gesehen haben. Denn der Glaube an Dich in ihren Herzen ist felsenfest. Ferner suchen sie Zuflucht bei Dir.“

Gott AMA spricht: „Und wovor suchen sie Zuflucht bei Mir?“

Die Engel sagen: „Vor dem Ego-Herzzentrum des Anti-Gottes und dem Feuer der Verbrennung, das Dir untersteht, o Herr.“

Gott AMA spricht: „Und haben Sie das Verbrennungsfeuer im Ego-Herzzentrum gesehen?“

Sie sagen: „Nein.“

Er spricht: „Und wie wäre es, wenn sie Mein Verbrennungsfeuer gesehen hätten?“

Sie sagen: „Sie würden Dich genauso sehr um Vergebung bitten, wie jetzt, denn sie bereuen ihre Taten aus ganzem Herzen.“

Gott AMA spricht: „Ich habe ihnen bereits vergeben und ihnen gewährt, worum sie Mich baten, und ihnen bei Mir Zuflucht gegen das gewährt, wovor sie Mich um Meine Zuflucht baten.“

Die Engel sagen: „O unser Herr, unter ihnen befand sich ein Ego-Mensch, der bei ihnen vorbeikam und sich dann zu ihnen setzte. Sein Herz war unrein und nicht geläutert.“

Gott AMA spricht: „Die Ego-Menschen sind diejenigen Wesen, mit denen man vorsichtig sein muss, damit man nicht durch sie hinab in die Untugenden gezogen wird. Doch durch die Kraft dieser göttlichen Versammlung hatte sein Ego keine Macht und Meine Liebe hat es erlöst.“

2. Gott AMA, der Gabenverleihende

Gott AMA ist nicht nur nachsichtig und allverzeihend, sondern Er ist auch der Gabenverleihende ohne Maß. Denn die Geschöpfe besitzen nichts von Seinen Schätzen, die Er erschaffen hat, außer Er gewährt sie Ihnen. Durch Seine Barmherzigkeit gibt Er von Seinen Gaben, wem Er will, denn IHM gehört das Königreich der physischen und feinstofflichen Ebenen in allen Dimensionen im Universum. Alle Planeten, Sonnen und Galaxien und ihre Bewohner sind Sein. IHM gehört auch, was zwischen den Welten in den jenseitigen Astralebenen ist.

Gott AMA erweitert und beschränkt die Mittel zum Lebensunterhalt für die Seiner Geschöpfe, wie Er will. Wahrlich, Gott besitzt die volle Kenntnis von allen Dingen und weiß, wem jetzt Fülle und wem jetzt Mangel aufgrund seines Lebensplanes und seines Karmas gebührt.

Gott AMA erweitert und beschränkt die irdischen Mittel auch deswegen, damit die Wesen sich immer bewusst sind, dass alle irdischen Freuden vergänglich sind im Vergleich mit dem jenseitigen Gut der göttlichen Tugenden, der Liebe, des Lichts und des Friedens.

Sein ist das Königreich aller Dimensionen im Universum. Er schafft, was Er will. Er beschert Reichtum, wem Er will, und Er beschert Armut, wem Er will. Er macht fruchtbar, wen Er will, Er macht unfruchtbar, wen Er will. Alles soll das Geschöpf ermahnen und zurück auf den rechten Weg bringen. Sowohl Reichtum als auch Armut sind eine Lernlektion.

Gott AMA hat für Seine göttlichen, tugendhaften Diener das vorbereitet, was kein menschliches Auge je gesehen und kein Ohr je gehört und kein Menschenherz je begehrt hat. So weiß niemand, welch göttliche Augenweide sie als Lohn für ihre guten Taten erwartet und welch Leid sie zur Transformation ihrer schlechten Taten noch durchleben müssen.

Gott AMA sendet Seinen Geschöpfen Seine Zeichen, indem Er ihnen Mittel zum Lebensunterhalt schickt oder nicht. Doch nur die Weisen erkennen darin Seine Botschaft und lassen sich ermahnen und bekehren. Jede polare Energie, ob Reichtum oder Mangel, ist ein Zeichen Gottes, sich zu ändern und sich IHM in Demut und Reue zuzuwenden.

3. Gott AMA, der Seinen Willen Durchsetzende

Gott AMA setzt in allem Seinen Willen und Seine Bestimmung durch. Diese stehen über dem Willen des Anti-Gottes und dem Ego der Menschen. Denn Gott AMA ist es, der die sieben Dimensionen des Lichts und ihre Unterebenen erschaffen hat, ebenso die sieben Minus-Dimensionen und ihre Unterebenen der Finsternis. Sein Befehl steigt zwischen ihnen hinab und hinauf, damit alle Geschöpfe erfahren mögen, dass Gott AMA über alle Dinge Macht hat und dass Sein Wissen alle Dinge umfasst.

In Gottes Vorgehen wirst Du deshalb nie eine Richtungsänderung finden, denn Er weiß den Weg genau. So wirst Du auch in Seinem Verfahren nie einen Wechsel finden, denn Sein Wille und Seine Gerechtigkeit sind unumstößlich.

Gott AMA ist es, der Dich und alle Geschöpfe als schwach erschaffen hat, und nach der Schwäche gab Er Euch Stärke. Dann wiederum, nach der Stärke, gab Er euch wieder Schwäche. Es ist ein polares Wechselspiel, dem ihr nach Seinem Willen unterworfen seid. Er schafft, was Er will, und Er nimmt, was Er will. Er ist der Allwissende, der Allmächtige.

Alles Lob gebührt Gott AMA, dem Schöpfer der Dimensionen, der physischen und feinstofflichen Welt, dem Himmel und der Erde und allem-was-ist. Er hat die Engel, mit je zwei, drei und vier Flügeln, die Seraphim, Cherubim, Throne, Lichtengel, Mächte und Erzengel zu Seinen Boten gemacht. Er fügt Seiner Schöpfung hinzu, was IHM gefällt, und Er zerstört, was Er nicht mehr braucht. Wahrlich, Gott hat Macht über alle Dinge.

Siehst Du nicht, dass Gott AMA, der die Dimensionen und Planeten erschaffen hat und bei ihrer Erschaffung nicht müde wurde, es auch vermag, Tote wieder lebendig zu machen? Er hat Macht über Leben und Tod. Wer sich IHM unterwirft, ist frei vom Zyklus des Sterbens und Geboren-werdens.

Dazu wollen wir Dir eine Geschichte erzählen:

Ein Mann kam an einer Stadt vorbei, die wüst in Trümmern lag. Da sagte er: „O, wie soll Gott dieser Stadt nach ihrer Zerstörung wieder Leben geben?“

Gott AMA ließ den Mann für hundert Jahre in einen todesähnlichen Schlaf fallen. Dann erweckte Er ihn wieder und sprach: „Wie lange hast Du geschlafen?“

Der Mann sagte: „Ich schlief einen halben Tag oder höchstens einen Tag.“

Da sprach Gott AMA: „Nein, du hast einhundert Jahre geschlafen. Nun schau deine Speise und deinen Trank an. Sie sind nicht verdorben. Und betrachte dein Pferd. Ich mache dich damit zu einem Zeichen für die Menschen. Und betrachte die Knochen und das Fleisch, die ich zu Körpern für die Menschen mache. Und blicke auf diese Stadt. In ihr ist neues Leben.“ Die Stadt war nun wieder eine blühende Metropole geworden.

Als dem Mann dies klargemacht wurde, sagte er: „Ich weiß nun, dass Gott Macht hat über alle Dinge und dass Er Herr über Leben und Tod ist.“

Gott AMA ist der oberste Herr des göttlichen Spiels, das alle Geschöpfe in Seinem Namen spielen. Ihm gehört der Spielplatz. Er bestraft, wen Er will, und Er vergibt, wem Er will. Er lässt leben, wen Er will, und er lässt sterben, wen Er will. Und Gott AMA hat Macht über alle Dinge.

Segensreich ist Gott AMA, in Dessen Hand alle Herrschaft ruht. Er hat den Tod erschaffen und das Leben, um die Seele-Geist-Wesen zu prüfen, wer von ihnen die besseren guten Taten verrichtet. Es gibt keinen Fehler in Seiner Schöpfung. So wende den Blick zurück zu Gott AMA, Deinem Schöpfer. Siehst Du irgendeinen Mangel? Dann wende Deinen Blick zum zweiten Mal zurück und Du erkennst: Er ist alles-was-ist. Es gibt nichts außerhalb von IHM.

Wisse, ob Du verbirgst, was in Deinem Herzen ist, oder es offenbarst, Gott AMA weiß es. Er weiß alles, was in den Dimensionen des Himmels und auf allen Planeten ist, denn Er ist der Allmächtige. So sei wie Gott AMA nachsichtig und vergebend, bis Du Gottes Entscheidung vernommen hast, denn alle Macht kommt aus der göttlichen Liebe, Güte und Weisheit.

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

 
Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über Gott AMA, den Schöpfer, die Schöpfung und das Gute und Göttliche berichten.

Wisse: Was den meisten Menschen scheinbar verborgen ist, erweist sich dennoch als sichtbar. Denn wenn es niemals sichtbar wäre, würde es nicht existieren. Der Mensch sieht es nur in seiner Verblendung nicht, weswegen er glaubt, es wäre nicht vorhanden. Dabei ist es jederzeit da vor seinen Augen, wenn er nur wirklich mit seinem ganzen Wesen SEHEN würde.

Die sichtbare Materie, die sich dem Blick des Menschen unverschleiert zeigt, ist endlich und wurde auf materiellem Wege durch die Schöpfung erzeugt. Das Unsichtbare und Feinstoffliche dagegen, das den meisten Menschen verborgen ist, ist ewig. Es zeigt sich nicht unverzüglich, da es immer IST. So muss sich z.B. der Atem nicht zeigen, weil er die Grundlage allen Lebens auf der Erde ist und immer sein wird. Ebenso muss sich ein Atom nicht zeigen, weil es im Grundgerüst allen Seins immer vorhanden ist, egal ob es die Menschen erkennen oder nicht.

Genauso ist es mit Gott AMA: Er macht alles in der Schöpfung sichtbar, bleibt aber selbst verborgen, weil er ewig ist. Er möchte jedoch von Seinen Geschöpfen trotz Seiner scheinbaren Unsichtbarkeit erkannt und gesehen werden.

Ebenso ist es mit dem göttlichen Licht. Der Mensch kann es sich nur schwer vorstellen und begreifen, dennoch existiert es ewiglich fort. Es leuchtet in allem und erleuchtet durch sich andere Dinge und Geschöpfe – auch durch Verschleierungen der Maya hindurch. Das göttliche Licht erscheint nur jenen Wesen unverschleiert, denen es eine Nachricht Gottes überbringen möchte oder die aufgrund ihres Bewusstseins bereit sind, die innerste Weisheit des göttlichen Lichts zu empfangen.

So bitte Gott AMA, den Einzig Einen, von dem alles kam, damit Du Seiner Weisheit und Gnade würdig bist, auf dass Er wenigstens einen einzigen Strahl Seiner Selbst für Dich gnädig aufschimmern lässt. So wirst Du Gott AMA wahrnehmen können und zumindest einen Teil Seiner Wirklichkeit verstehen lernen.

Auf diese Weise wird Dir, wenn Du mit den Augen Deiner Seele genau hinsiehst, offenbart werden, was der wirkliche Urgrund allen Seins ist. Der Neid und der Hass Deines Egos werden Demut und Liebe weichen. Durch jedes einzelne Teilchen des Universums leuchtet Gott AMA mit Seiner Weisheit überallhin, und so sehr gibt Er sich zu erkennen, dass man IHN nicht nur verstehen, sondern sogar durch die Materie mit Händen greifen darf. Überall nämlich begegnen Deine Augen Seinem Abbild, das Dir entgegentritt und sich in Dein Bewusstsein einprägt. Wenn Du aber Dein Menschen-Ich mit Deinem Ego lobpreist und als einzige Wirklichkeit betrachtet, wie willst Du dann Dein göttliches Selbst oder Gott AMA, den Herrn des Universums, finden?

Wenn Du Gott AMA sehen willst, dann erkenne die Harmonie des göttlichen Weltalls, das aus Planeten, Sonnen, Sterne und Galaxien besteht! Wer bewahrt ihren ewigen Zyklus? Wer begrenzt ihre Zahl? Wer teilt jedem Planeten und jeder Sonne seine Bahn zu? Die Sonnenengel sind die hervorragendsten Engel der himmlischen Heerscharen. Sie folgen den Galaxie-Engeln und Gott AMA als ihrem großen Anführer und König. Die Sonnenengel sind überaus groß – größer als alle Planeten zusammen. Sie verbreiten Sein göttliches Licht im Universum und versorgen die Planeten und ihre Bewohner mit göttlicher Licht- und Lebensenergie.

Gott AMA benutzt die gesamte Schöpfung als Sein Instrument. Er trennt Land und Wasser voneinander, er legt das Gewicht der Planeten fest und hält sie in ihrer Mitte im Gleichgewicht. Er ist der Urheber und Herr von allem-was-ist. Denn es ist unmöglich, einen Ort, eine Zahl oder ein Maß zu schaffen und zu halten ohne die wundersame Kraft ihres Schöpfers. Aus einer unförmigen Struktur kann keine Ordnung entstehen und bestehen bleiben. Aus Materie allein bildet sich kein Kosmos. Es braucht EINEN Herrn, der die Ordnung in ALLEM gewährleisten und bewahren kann. Das ist Gott AMA, der Herr des Universums.

Genauso ist es mit dem Kunstwerk des menschlichen Körpers. Schau ihn Dir genau an! Wer war der Maler Deiner Augen? Wer formte Deine Ohren und Nasenflügel? Wer breitete die Lippen Deines Mundes aus? Wer hat Deine Muskeln und Nerven gespannt und sie miteinander verbunden? Wer erfüllte Deine Adern mit Blut? Wer festigte Deine Knochen? Wer umhüllte Dein Fleisch und Bindegewebe mit zarter Haut? Wer unterteilte Deine Finger und Zehen? Wer formte Deine Fußsohlen? Wer schuf Deine Körperöffnungen? Wer formte die Herzform Deines Herzens? Wer verdichtete Deine Chakren zu Organen? Wer bildete Deine Leber? Wer meißelte Deine Lungenflügel? Wer gab Deinem Magen seine geräumige Weite? Wer modellierte Deinen Darm? Und wer versteckte Teile Deines Körpers ganz und gar im Dunkeln und wollte, dass sie dem Blick des Schauenden verborgen blieben?

All das hat Gott AMA geschaffen. Dein gesamter irdischer Inkarnationskörper, den Du für Dein Leben auf diesem Planeten erhalten hast, ist von IHM erschaffen und gemäß Seinem Plan gebildet worden. Die Natur erschuf den Menschen nach Gottes Bauplan.

Erkenne, wie viele Werke göttlicher Kunst in einem einzigen Geschöpf gezeigt werden! Jedes einzelne Ding bzw. Wesen der Schöpfung ist schön und genau bemessen. Jedes Ding bzw. Wesen hat seine eigene Aufgabe und Maßstab. Wer hat all dies ausgedacht? Es ist Gott AMA, der Vater und Mutter zugleich ist. Er, der Eine, einzig unsichtbare und gleichzeitig sichtbar Gott hat alles selbst aus eigenem Willen zustande gebracht.

Die anti-göttliche Seite leugnet Gott AMA und beharrt darauf, dass die Schöpfung keinen Schöpfer habe und der Mensch per Zufall entstanden sei. Dabei würden man niemals zu wagen behaupten, dass eine Statue oder ein Gemälde ohne einen Künstler entstehen könne. Wie kann man da glauben, dass die wunderbare Schöpfung der Welt und ihre Geschöpfe ohne einen Schöpfer geschaffen worden sei?

O, wie blind sind die Menschen! Sie sind tief in die Finsternis ihrer ungläubigen Unwissenheit verstrickt. Sie haben dem göttlichen Kunstwerk der Schöpfung seinen Künstler beraubt! Welche Blasphemie, welcher Irrsinn!

Gott AMA ist es, der die Schöpfung ersonnen und jedes Einzelne erschaffen hat. IHM gebührt aller Ruhm und alles Lob, denn ohne IHN als Schöpfer kann nichts entstehen! Er ist der größte Künstler im Universum. Kein irdischer Künstler – so sehr er es auch versuchen mag – kann jemals etwas Besseres oder Größeres schaffen als Er. Die Menschen mögen gerne Künstler und Erfinder spielen, doch sie ahmen damit unbewusst nur Gott nach, Ihren Schöpfer. Alles, was sie erschaffen, sollte dazu dienen IHN zu lobpreisen, der es ihnen erst möglich gemacht hat selbst zu existieren und im Kleinen zu schöpfen.

Gott AMA ist in allem gegenwärtig. Er ist in der Luft, auf der Erde, im Wasser, im Feuer, im Äther. Er ist in jedem beliebigen winzigen Teilchen der Welt, auch wenn er nicht direkt sichtbar ist. Doch Er ist immer die Basis von allem, so dass auch alles von Seinem Geist und Bewusstsein erfüllt ist.

Es gibt nichts in der gesamten Natur, was nicht Er selber wäre, denn Er ist ALLES, was ist. Und Er ist auch ALLES, was überhaupt nicht ist. Was nämlich ist, das hat Er ans Licht des Bewusstseins gebracht. Was aber nicht ist, das verbirgt Er in sich Selbst.

Gott AMA steht über jedem Namen, den ihm die Menschen geben. Er ist sowohl der Verborgenste als auch der Allersichtbarste von Allem. Er ist der, der verbirgt, und der der sichtbar macht. Hier ist er nur mit dem feinstofflichen Geist erfassbar; dort steht er sichtbar vor den menschlichen Augen; hier ist er körperlich; dort ist er vielkörperlich, d.h. hat viele Körper auf einmal. Denn nichts ist in den Körpern und Schöpfungen, was nicht Er selber ist. Alles ist Gott AMA allein.

Gott AMA hat ALLE Namen in sich, die es gibt. Er ist der Eine Vater. Er ist die Eine Mutter. Und ebenso hat er keinen Namen, denn Er ist der Namenlose alles Benannten.

Wie also sollst Du Gott AMA loben? Wohin sollst Du Deine Augen wenden, um IHN zu lobpreisen? Über Dich oder unter Dich? Nach innen oder nach außen? Gibt es einen Ort oder eine Handlung, die Gott AMA näher ist? Oder etwas, was Dich völlig von IHM trennt? Alles ist Gott AMA. Alles kommt aus IHM. Er spendet Alles. Und doch nimmt Er nie etwas für sich, da Er alles hat. Was Er aber nicht hat, das ist überhaupt nicht.

Wann sollst Du Gott AMA loben? Der Mensch ist nicht fähig, Seinen Augenblick und Seine Freiheit von Zeit und Raum zu fassen. Gott AMA steht über allem und ist doch in allem. So singe Deine Lobpreisungen im Namen dessen, der alles und nichts zugleich erschaffen hat und über allem steht und doch alles ist.

Du magst Dich vielleicht fragen: Bist Du bei einem solchen Lobpreis überhaupt ein Wesen mit einem eigenen Willen? Oder bist Du vielmehr ein Teil Gottes, eine Schöpfung Seiner Göttlichkeit? Gott AMA ist durch Dich, was immer Du bist. Gott AMA ist es, was immer Du tust, denn Sein Leben ist in Dir, auch wenn Du einen bedingten freien Willen haben magst. Denn Gott AMA ist Alles und außerhalb von IHM ist nichts Seiendes. So kannst auch Du nur in Gott AMA sein, selbst wenn Du Dich mit Deinem Ego vor ihm verschlossen haben magst. Es ist wie mit einer Insel, die sich immer im Ozean befinden wird. Sie wird immer vom Meer des göttlichen Bewusstseins umgeben sein. Und wenn sie sich ganz Gott hingibt, wird sein Meer sie überspülen und sie wird eins mit dem Ozean werden.

Gott AMA ist, was immer entstanden ist, entsteht und entstehen wird. So sind auch alle Geschöpfe ein Teil von Gott AMA. Er ist der verständnisvolle Vater, Er ist die liebende Mutter, Er ist der schaffende Gott. Er ist der, der das Gute bewirkt und der alle guten Dinge macht.

Die Materie ist letztendlich das Unwirklichste. Sie ist nichts als Luft, als feinstofflicher Äther. Sie ist irrealer und unpräsenter als alle ätherischen Geistenergien zusammen. Denn der reinste Geist ist die höchste Wirklichkeit, Er ist Gott AMA.

Das Gute, Tugendhafte und Göttliche liegt in Gott AMA allein. Ja, es geht so weit, dass das Gute an sich immer Gott AMA selbst ist. Das bedeutet, dass ein Wesen, das aus einem guten und göttlichen Bewusstsein heraus handelt, in jeder Bewegung und jeden Gedanken in Gott schwingend ist. Es kann durch nichts in die Dunkelheit und die Todsünden des Egos hinabgezogen oder verunreinigt werden. Es schwingt in einer hohen, unbegrenzten, weitreichenden Lichtschwingung seines Herzens und ist in der Fülle und Liebe Gottes, so dass es ihm an nichts mangelt. Es ist verbunden mit der Quelle von allem-was-ist, welche alles Gute und Göttliche verteilt und die göttliche Weisheit im Universum verströmt.

Wer immer in einem guten, göttlichen Bewusstsein schwingt, in dem ist Gott AMA anwesend. Denn das Gute ist nie in irgendeiner Hinsicht unwürdig, niedrig oder Gottfern. Niemand kann in die Minus-Dimensionen der Todsünden und Wurzeln des Übels abfallen, solange sein Herz dem Guten und Tugendhaften zugewandt ist. Das Schädliche und das Leid bringende Anti-Göttliche können IHN nicht erreichen.

Das Gute und Göttliche ist im Vergleich zum Übel und Anti-göttlichen stets größer und stärker. Nichts ist mächtiger als Gott AMA, so dass Er alles Anti-göttliche jederzeit mit Leichtigkeit besiegt. Kein Schaden kann das Göttliche treffen, wodurch es in den Hass oder den Zorn abfallen würde, und nichts entschlüpft seinem wachsamen Geist, worüber es sich ärgern oder Verachtung empfinden würde. Auch ist nichts weiser als das Göttliche und Gute.

Das bedeutet: Da Gott AMA unangreifbar und unfehlbar ist, kann auch das Gute und Göttliche nicht angegriffen oder verschmutzt werden. Ein Wesen, das in Seinem Bewusstsein der göttlichen Tugenden schwingt, kann nicht vom Übel des Anti-Gottes erreicht und vergiftet werden, denn in ihm besteht nichts außer das Bewusstsein des göttlich Guten.

Dort wo aber das Übel des Anti-Gottes und seiner Todsünden enthalten ist, sind die polaren Leidenschaften des Egos vorhanden. Das Wesen leidet unter den Angriffen der Wurzeln des Übels, der Gier, dem Hass und der Angst, und kann niemals die Freuden und den Frieden des göttlich Guten empfinden, solange es nicht aus diesem niederen Bewusstsein aussteigt und sich dem Licht Gottes zuwendet.

Wisse: Wo das Göttliche, Tugendhafte und Gute ist, da kann kein Leiden irgendwelcher Art sein. Wo Tag ist, kann keine Nacht sein; und wo Nacht ist, da kann kein Tag sein. Und wo die Leidenschaften des Egos sind, kann kein göttliches Bewusstsein des göttlichen Seele-Geist-Wesens sein.

In Gott AMA, dem Guten und Göttlichen, befindet sich also alles, was göttlich ist. Wer sich mit dem Guten verbindet, hat Anteil an den göttlichen Lichtstrahlen Gottes und ist auch in seinem Herzen gut, wodurch er das Gute in der Welt verbreitet und die Welt zu einem guten Platz macht. Dadurch wird das Gute, das der Urgrund aller Schöpfung ist, in allen Geschöpfen angefacht und sowohl die materielle als auch die feinstoffliche Welt wandeln sich in einen reinen Ort des Göttlichen, Guten und Reinen, wo Gott präsent und wirklich sichtbar ist. Das ist die Basis des neuen göttlichen Zeitalters des Bewusstseins ders göttlichen Lichts, der Liebe und des Friedens.

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

 
Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über die Ergebung unter den göttlichen Willen, Karma, Leid und göttliches Handeln berichten.

Wisse: Die spirituellen Meister hätscheln die Nöte des Menschen nicht, denn sie wissen um die dahinter stehende Lernlektion für die jeweilige Person.

Das bedeutet nicht, dass die spirituellen Meister in ihrem Inneren gefühllos und hart sind. Sie leiden nur nicht polar mit ihren Schülern, denn sie wissen um deren Ursache. Genauso ist auch Gott nicht grausam, wenn er Seinen Geschöpfen Leid und Krankheit schickt, um sie zu prüfen und zur Transformation zu führen, denn in Seinem Inneren ist Er voller Mitgefühl und Liebe und meint es gut mit seinen Geschöpfen. Manchmal ist aber Leid notwendig, um ein Wesen zur Umkehr zu führen.

Der Fokus der spirituellen Meister liegt nicht auf dem Körper des Menschen, sondern auf dessen Seele-Geist-Wesen und Herz. Ihr Mitgefühl gebührt deshalb nicht in erster Linie dem körperlichen Leiden des Menschen, sondern der geistigen Verblendung und Torheit, weswegen der Mensch überhaupt erst leidet und sich in der Illusion der Krankheit und des Unglücks verstrickt hat. Ihr Mitgefühl gilt den nicht erkannten Ursachen des Leidens, weniger den Folgen, und sie streben danach dies dem Menschen bewusst zu machen.

Sei Dir bewusst: Wahres Glück ist ein innerer Zustand, der durchaus auch mit äußeren Umständen verbunden ist. Ein Glück, das aber nur auf dem Willen des Egos und seinem Materialismus aufgebaut ist, ist ebenso einseitig wie der Idealismus, der nur auf feinstofflichen Umständen beruht. Sowohl die Innenwelt als auch die Außenwelt sollten Leidfrei, gesund und harmonisch sein, damit das Gesamtwesen wahres Glück erlangen kann.

Es ist im göttlichen Sinne nicht richtig, im Elend zu leben und dies als Gottgegeben und unveränderbar zu sehen. Ebenso wenig ist es angebracht, hilflos in seinen Schwierigkeiten sitzen zu bleiben und darauf zu warten, dass Gott die Erlösung bringt. Es gibt manche religiösen Führer, die als höchste Tugend lehren, dass man es allein Gott überlassen soll, alles zu lenken und dass man nicht versuchen sollte, in Sein Wirken einzugreifen. Es ist zwar durchaus richtig, dass die größte Weisheit in dem Glauben an Gottes Allmacht besteht, der alle Dinge und Situationen besser als alle Menschen zum Guten führen wird. Doch das ist nur eine Seite der Wahrheit, denn viele Menschen werden durch diese Sichtweise passiv und teilnahmslos und ergeben sich willenlos in alle Geschehnisse. Sie glauben, dass sie nichts tun müssten, um sich selbst und ihr Leben zu ändern, da doch alles ein Ausdruck von Gottes Willen sei. Sie fügen sich allem, was ihnen begegnet. Gleichzeitig kümmern sie sich auch nicht um das Schicksal und die Not ihrer Mitmenschen, da sie in absoluter Passivität verharren, die letztendlich ihre eigene Entwicklung blockiert.

Der Rat, sich uneingeschränkt und ohne weiteres allen Prüfungen und Umständen zu unterwerfen, da sie so von Gott gewollt sind, ist manchmal durchaus sinnvoll, birgt aber auch große Gefahren in sich. Dies zeigt die Vergangenheit der Völker, wenn selbstsüchtige Herrschergruppen oder religiöse Führer die leidenden und gequälten Untertanen beschworen haben, nichts an den bedrückenden Umständen zu ändern, sondern sie ohne Widerstand hinzunehmen, da sie Gottgewollt seien. Wie viel Energie und Kraft, die zur Verbesserung der Situation hätte eingesetzt werden können, blieben brach liegen, in der nutzlosen Hoffnung Gott damit wohlgefällig zu sein und die eigene Seele zu retten!

Diese schwache Einstellung wurde z.B. in Indien lange Zeit durch die Herrscher ausgenutzt, indem die Kasten als eine Gottverordnete, unwandelbare Institution gelehrt und von allen Menschen akzeptiert wurden. Dabei waren die Kasten ursprünglich eine sinnvolle und praktische und keineswegs starre und dogmatische Struktur. Doch als starre Struktur diente sie am Ende einzig der Unterwerfung bestimmter Menschen, um sie zu tyrannisieren und auszubeuten.

Es ist durchaus so, dass manche Schicksalsschläge oder Situationen – ob erfreulicher oder schmerzlicher Art – von Gott sind und man sich ihnen am besten fügt, anstatt sich mit seinem Ego dagegen aufzulehnen. Aber es gibt auch Ereignisse, die anti-göttlichen Ursprungs sind und als Hindernisse auf dem göttlichen Pfad angesehen werden müssen. Sie sollten abgewehrt oder bekämpft werden, wenn man mit seinem Seele-Geist-Wesen nicht in die Minus-Dimensionen abfallen oder seinen Mitmenschen und der Erde schaden möchte.

Zudem ist es so, dass die meisten Schicksalsschläge und Ereignisse karmisch bedingt sind. Die einen sind die süßen Früchte Deines guten Handelns aus früheren Leben und sollten dankbar als gute Gelegenheit und Belohnung erkannt werden. Die anderen jedoch sind die bitteren Früchte Deines schlechten Handelns aus früheren Leben und stellen Fallen, Schlingen und Mühsal dar, vor denen Du Dich hüten und die Du vermeiden solltest. Die richtige Haltung ist also keineswegs so starr, wie manche Menschen glauben. Sie ist weder die pessimistische Bereitwilligkeit, kampflos die passive Beute der Ereignisse zu werden, noch der rücksichtslose Entschluss, diesen jederzeit mit dem Herrschaftswillen des eigenen Egos gegenüberzutreten.

Niemand hat sein Leben vollkommen in der Hand. Vielmehr sind es die Hände Gottes, die jeden Menschen halten. Aber das bedeutet nicht, dass man alle Geschehnisse ohne weiteres hinnehmen muss ohne darüber nachzudenken. Natürlich gibt es Situationen, in denen die einzige Zuflucht die demütige Unterwerfung unter Gottes Willen ist, in dem Glauben an IHN und Seine göttliche Weisheit. Was auch immer geschieht, sei Dir bewusst: Alle Situationen und Ereignisse dienen letztendlich dem großen göttlichen Plan des Universums sowie Deiner eigenen Heilung, Transformation und Lichtwerdung.

Aber das bedeutet nicht, dass Du alles und jedes blind hinnehmen musst als unveränderbaren Willen Gottes. Denn es kann durchaus sein, dass manche Sache nicht Gottes Willen, sondern Deinem eigenen Willen oder des Anti-Gottes entsprungen ist. Wer sich ohne wenn und aber allen traurigen und schlimmen Ereignissen kritiklos, ohne Überlegung und ohne Verständnis fügt, übersieht, dass Gott diese Lernlektionen, ihr Leid und ihre Krankheit immer wieder und wieder schickt, weil man es versäumt hat, nach deren wahrer Bedeutung und Sinn zu suchen und die Prüfung, die darin liegt, zu erkennen und zu meistern.

Werde Dir bewusst, dass Deine Tragödien und Nöte nicht zufällig über Dich kommen. In Wahrheit ist es Gottes Gesetz der gerechten karmischen Vergeltung, die Dir alle Ereignisse in Deinem Leben schickt. Karma entsteht meist als Reaktion auf Deine unwürdigen Gedanken, als Wirkung Deiner unreinen Ego-Begierden und törichten Taten oder als Folge Deiner persönlichen seelischen Disharmonie. Es ist aber nicht so, dass das Gesetz des Karmas eine Eisenkette um Dich legen würde, sondern es führt Dich in eine Situation, die sich in eine bestimmte Richtung entwickeln wird – begründet auf Deinem früheren Denken und Tun, wenn Du nichts unternimmst, Dich in eine andere Weise zu entwickeln und zu verändern.

Bloßes Hinnehmen der schmerzlichen Folgen negativen Karmas genügt nicht und ist sogar fahrlässig. Passive Resignation vor der unbeugsamen Gerechtigkeit Gottes ist schwach und unvollständig und ein Kennzeichen eines trägen Egos. Der bewusste Mensch sollte Verstehen zu seiner Unterwerfung und Einsicht hinzufügen. Tut er das nicht, so leidet er blind weiter und beraubt sich selbst des göttlichen Gewinns, der sich hinter dem Karma und seiner Not verbirgt. Das träge Hinnehmen aller karmischen Situationen stärkt zudem die Todsünde der Trägheit und lässt das Wesen nur noch tiefer in seinem Leid und Ego-Bewusstseins erstarren. Die Folge ist ein seelischer und schwingungsmäßiger Niedergang, der das Wesen immer tiefer hinab in die Minus-Dimensionen führt. Die Aufgabe des Geschöpfes ist es nicht, stillzusitzen, nichts zu tun und zu warten, dass ihm alles von Gott in den Schoß fällt. Eine solche passive Haltung birgt ebenso große Gefahren, wie das Einsetzen des Ego-Willens, der sich allem und jedem widersetzt.

Die Lehrer der kompletten Unterwerfung und Passivität unter das göttliche Schicksal übersehen, dass für die Entwicklung des Seele-Geist-Wesens auch der Einsatz seines Willens und seiner geistigen Fähigkeiten notwendig ist. Die Art und Weise, wie Du äußeren Situationen und Geschehnissen der 3D-Welt begegnest, zeigt den Grad Deiner seelischen Entwicklung und den Zustand Deiner Wurzeln des Göttlichen und des Übels an. Ein restloses Hinnehmen jeder Situation und eine passive Ergebung in jedes Ereignis, weil Du in ihnen nur Gottes Willen siehst, beraubt Dich der Chance, Dich selbst und Dein Bewusstsein zu entwickeln und Dich mit Deinem Willen bewusst für Gott und das Göttliche zu entscheiden.

Die Betätigung Deines eigenen Willens ist notwendig, um Dich selbst gemäß dem göttlichen Plan entwickeln zu können. Blinde Annahme jedes Ereignisses, apathische Unterwerfung unter jede Situation und „frommes“ Nachgeben jedem Anti-göttlichen gegenüber, das doch bekämpft und erlöst werden könnte, bedeutet eine Behinderung Deiner Mitarbeit am großen göttlichen Plan, also genau das Gegenteil von dem, was die eigentliche Aufgabe Deines Seele-Geist-Wesens ist. Auf diese Weise vergeudest Du das göttliche Geschenk Deines Lebens und Deiner persönlichen Entwicklung.

Eine rein automatische Ergebung in den Willen Gottes ist oft nur eine Selbsttäuschung, um der Faulheit und Trägheit des Egos Macht zu geben und eigenen Egoismus zu entschuldigen, während weise Resignation die Dinge richtig beurteilt, überlegt und nicht an der Oberfläche einer Sache haften bleibt. Wenn Du die richtige Art von Demut und Ergebung hast, die eigenes Selbstbemühen und Selbstverständnis nicht ausschließt, so kannst Du jeder schwierigen Situation in richtiger und bewusster Weise begegnen und die darin liegende Lernlektion erkennen und meistern. Du analysierst jede neue Erfahrung in Deinem Leben verständnisvoll und packst sie in richtiger Weise an, um sie zu einem Gewinn für Deine Seele und zu einem Mittel zu machen, um dein Bewusstsein zu erweitern und der göttlichen Weisheit Gottes und Seinen Dimensionen des Lichts, der Liebe und des Friedens immer näher zu kommen.

Deine Ergebung ist dann nicht mehr blind, sondern sie ist voller Wahrnehmung. Du betrachtest Gottes Willen nicht als willkürliches Machtmittel. Du bejahst vielmehr das, was bereits die alten Weisen sagten: „Sei überzeugt, dass alle Strafe, die Gott dem Menschen auferlegt, nicht Tyrannei ist, sondern zu seiner Besserung und Belehrung dient.“

Du gebrauchst Deinen Geist und Dein Bewusstsein, um herauszufinden, worin Du Dich mit Deinem Charakter ändern musst und was Du an Schulung benötigst, um die Wurzeln des Übels in Dir in die Wurzeln des Göttlichen zu wandeln. Du lässt Dich nicht passiv von den Ereignissen treiben, sondern veränderst diese bewusst, weil Du weißt, dass das genau das ist, was Gott von Dir möchte: Ein aktives Mitarbeiten an dem Schicksal, das Er Dir aufgrund Deiner Taten geschickt hat, damit Du Dich selbst und damit auch Dein zukünftiges Schicksal durch Deine jetzigen Taten zum Guten wandeln kannst.

Im dunklen Zeitalter glauben die Menschen, dass das menschliche Ego ohne die Hilfe irgendeiner höheren Macht oder göttlichen Erleuchtung klug genug sei, eine göttliche, ideale Utopia-Gesellschaft auf Erden zu errichten. Das ist jedoch genauso eine Illusion wie das starre Festhalten der Religion, dass man alles Gott überlassen soll, da der Mensch ohnehin unfähig und hilflos sei und hier auf der Erde in einem Fegefeuer sei. Die richtige Haltung ist die Vereinigung dieser beiden Überzeugungen in ihrer goldenen Mitte.

Die Bejahung des Vorhandenseins der unendlichen göttlichen Weisheit Gottes, die sowohl kosmische Geschehnisse wie auch das einzelne Menschenleben durchdringt und regiert, führt Dich zu einem Zustand des Friedens und der Zufriedenheit. Dieser Zustand kann aber auch missverstanden werden, wenn Du ihn mit Trägheit, Gleichgültigkeit, Feigheit, Schwäche, Faulheit und Desinteresse gleichsetzt. Letztere Eigenschaften aber gehören nicht zur wahren göttlichen Lehre, die besagt, dass jedes Wesen Verantwortung für seine Taten übernehmen und persönlichen Einsatz zeigen muss. Die göttliche Lehre setzt Deiner Ego-Gier Grenzen und lehrt, wie unweise jedes Übertreiben ist, da es Dich nur zu Scheitern und Enttäuschungen führen wird. Wer nicht im göttlichen Strom, sondern gegen diesen schwimmt, wird am Ende immer Leid erfahren und scheitern. Wer dagegen mit dem göttlichen Strom seines göttlichen Schicksals fließt, der kann durch diesen wachsen und leicht zu neuen Ufern getragen werden.

Es ist wichtig in allem eine sorgfältige Synthese zwischen Ergebung und Handeln zu schaffen, in einer solchen Weise, die beide Seiten miteinander versöhnt und in Frieden bringt: KW und SGW, Materie und Geist. Der tiefste Grund des Übels sind nicht die irdischen Dinge an sich, sondern das Verhaftet-sein des Menschen mit seinem Ego an ihnen. Wisse: So wie der Mensch in seinem Herzen denkt, so ist er auch.

Selbst Besitz und Reichtum laufen nicht notwendigerweise allem Göttlichen zuwider, auch wenn sie es oft tun. Zwar möge sich der spirituelle Schüler vor den Gefahren des Reichtums hüten, aber das heißt nicht, dass er dessen Wert und Nutzen nicht anerkennen darf. Im Siva Samhita, einem alten und angesehenen indischen Palmblatttext, heißt es dazu: „Möge auch ein Reicher sich in Yoga üben. Sein Reichtum und seine vorteilhaften Lebensbedingungen bilden kein Hindernis. Wenn er nur nicht an sie verhaftet ist, wird ihm der Erfolg zuteil werden.“ Das Streben nach dem Angenehmen und der Wunsch, sich Besitztümer im Leben zu erwerben, sind natürliche menschliche Bedürfnisse und nicht böse an sich. Sie werden erst zu Bösem, wenn ihnen der Mensch Macht über sein Herz eingeräumt hat und ihnen das Recht gegeben hat, seine Zeit mehr als über Maßen in Anspruch zu nehmen. Dann wird durch die Kraft des Karmas nach einer gewissen Zeit eine zwangsweise Wiederherstellung des verlorenen Gleichgewichts herbeigeführt werden.

Den irdischen Dingen an sich wohnt kein Übel inne. Sie sind neutral. Erst der Mensch macht sie durch seine Gier oder seinen Hass zu etwas Gutem oder Schlechten. Das Ideal ist immer eine umfassende, ausgewogene und neutrale Einstellung. Die Materie zeigt dem Menschen durchaus, dass das Leben noch feinere, wichtigere und dauerhaftere Dinge enthält. Diese entgehen ihm aber, wenn seine irdischen Besitztümer zu einer fixen Idee werden, von der er besessen ist. Erlaubt der Mensch diesen, seinen Geist zu betäuben und dem inneren, spirituellen Zweck seiner Inkarnation auf dem Planeten Erde im Wege zu stehen, so nimmt das Übel seinen Lauf. So sollte man immer versuchen sein Leben zu vereinfachen und dem größeren göttlichen Plan unterzuordnen. Nur so kann man wirklichen Frieden finden und erkennen, dass das endlose, einseitige und herzlose Streben nach Besitztümern wertlos ist.

Wisse: All das Leid und all die Nöte, die ihren wertvollen Beitrag geleistet haben zu Deiner Bewusstwerdung und der Zunahme Deines göttlichen Geistes, werden schließlich bei Deinem spirituellen Aufstieg zu dauerhaftem göttlichen SEIN aufgelöst werden. Dein entfremdetes Ego zerbricht, gibt seine Trennung von Gott auf und Du kehrst als gewandeltes Seele-Geist-Wesen zu seinem heiligen Ursprung im inneren Herzzentrum von Gott AMA zurück, dessen Zugang sich im Inneren Deines Herzens befindet. Dort erkennst Du, dass Glückseligkeit und Frieden Dich fortan das lehren werden, was Du bisher durch Leiden hattest lernen müssen.

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

 
Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch ein Bewusstseins-Gebet zu Ehren der Allmacht Gottes übermitteln, um Eure Seele mit Seiner Weisheit zu verbinden und vor dem Anti-göttlichen zu schützen:

Sprich folgendes Gebet zum Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang:

I.
O Gott AMA, ich rufe Dich an,
mit reinem Herzen, mit Wissen und mit bestem Geiste.
Bitte herrsche über meine Seele und meinen Körper
und hilf mir, mit Deiner Kraft das Anti-göttliche abzuwehren und zu meistern.
Zeige mir deutlich, wie ich das Gute und Göttliche durch Reinheit erlangen kann.
Lass mich durch Deine spirituellen Meister wissen,
was meiner Seele nützlich ist.
Lass mich das erfahren, was nicht sein darf
und was sein darf.
Du bist die göttliche Fülle, Reinheit und Ewigkeit.
Dir gehört das Universum und alles-was-ist.
Dein Reich ist unendlich weit, so weit wie der göttliche Geist.
Du kamst als Erster Schöpfer,
um Ur-Geist mit Ur-Sonne zu mischen.
Du hast die reine Schöpfung geschaffen.
Du trägst in Dir den besten Geist mit reinem Bewusstsein.
Du lässt beides in Deinen Geschöpfen auf göttliche Weise wachsen,
da Du der Herr von allem-was-ist bist.

O Gott AMA, Deinen Namen habe ich gedacht,
als ich zuerst erschaffen wurde
und Dich mit meinem Geist gepriesen habe.
Du bist der Vater, Du bist die Mutter meiner Seele.
Mein Herz jubelte vor Freude,
als ich Dich zum ersten Mal mit meinen Augen erblickte.
Du bist der wirkliche Schöpfer aller Reinheit,
der Herr der Welt und ihrer Geschöpfe.
Dir gehören Himmel und Erde,
bei Dir ist alles Bewusstsein.
Du hast alle Planeten, ihre Materie und Bahnen geschaffen.
O Gott AMA, das ganze Universum ist Dein Kunstwerk.
Vom Tätigen geht alles aus,
auch wer selbst nicht bewusst tätig ist.
Von Deinen Geschöpfen hast Du Bewohner für Deinen Aufstiegsplaneten Erde gewählt,
die Gott-Erden-Menschen und Hüter,
damit sie dort in Deinem Namen tätig wirken.
Du hast Sanat Kumara als den reinen Herrn des Erdinnern bestimmt.
O Gott AMA, ich lobpreise Dich,
der Du unteilbar bist,
und der Du den Untätigen, den Anti-göttlichen
von der göttlichen Weisheit fernhältst.

II.
O Gott AMA, mein Schöpfer,
Du hast zuerst das Universum und die Geschöpfe erschaffen,
danach folgten Deine göttlichen Gesetze.
Du hast dem reinen Geist das Kleid der Seele gegeben.
Du hast die göttliche Lebensenergie mit Körpern bekleidet.
Du hast Taten und Lehren geschaffen,
um die Wünsche Deiner Geschöpfe nach Dir zu befriedigen.
Zu Dir wendet seine Stimme der Lügner wie der Wahrheitssprechende,
der Weise wie der Unweise,
denn Du bist in seinem Herzen und seinem Geist.
Alle halten fest an Deiner Weisheit und fragen
nach Deinen göttlichen Dimensionen und Ebenen.
Welche Fragen in den Herzen Deiner Geschöpfe sichtbar oder verborgen sind,
welche Missetaten sie getan haben,
um ihre Fehler zu bedecken
– das alles siehst Du, o Herr, mit Deinen reinen Augen!

O Gott AMA, bitte offenbare mir,
was da ist und was noch kommen wird.
Welche Schuld werde ich für meine Taten bezahlen?
Wieviel Reinheit liegt in meinem Herzen?
Wie wird mein Gerichtsspruch vor Deinem göttlichen Gericht ausfallen?

O Gott AMA, ich frage Dich:
Was wird die Strafe für den sein,
der das Anti-Göttliche Deinem Herzzentrum zugeschrieben hat?
Was wird die Strafe für den sein,
der schlechte Taten getan hat,
der das Leben und Licht seiner Seele nicht vermehrt hat?
Was wird die Strafe für den sein,
der andere Seelen gequält hat und sein Ego nicht zähmen konnte?

O Gott AMA, ich frage Dich:
Der Weise, welcher seine Erleuchtung
mit göttlicher Reinheit zu vermehren strebte,
ist er Deinesgleichen, wenn er Dir ähnlich ist an guten Taten?
Kann jemand überhaupt Dir gleich werden?
Was ist größer: was der Reine oder was der Unreine glaubt?
Ist der Wissende Dir näher als der Unwissende?
O Gott AMA, bitte lehre mich Deine göttlichen Tugenden.
Möge niemand Deiner Geschöpfe die schlechten Lehren des Anti-Gottes hören
und ihnen folgen,
denn diese führen ihn hinab in die Minus-Dimensionen der Schlechtigkeit,
des Todes und der Seelenverderbnis.
Niemals will ich einen Bund mit dem Anti-Gott eingehen
und mich von ihm in die Irre führen lassen.
O Ihr Engel, vertreibt alle anti-göttlichen Geister aus meinem Umfeld
mit Euren Schwertern des Lichts!

III.
Gepriesen seist Du, o Gott AMA,
der alles Reine beinhaltet in den physischen und feinstofflichen Welten.
Du bist der weise Herr des Universums,
Du herrschst mit wahr gesprochenen Worten.
Du hast die göttliche Macht in Deiner Zunge.
Durch Dich rollt das göttliche Feuer,
das das Anti-göttliche und Finstere besiegt und alles in Frieden erlöst.

O Gott AMA, schütze mich davor,
dass ich Deine Reinheit nicht betrüge
und keine Wohnstätte in der Finsternis nehme,
wo schlechte Worte und unreine Speisen vorherrschen,
die Körper, Seele und Geist vergiften.
In die Minus-Dimensionen der Finsternis führen mich nur meine eigenen schlechten Taten,
die durch das göttliche Gesetz des Karmas auf mich zurückfallen.
So will ich gute Taten tun und mir kein schlechtes Karma aufladen.

IV.
O Gott AMA, Du hast Unsterblichkeit und Fülle geschaffen
bis zur Vollkommenheit der höchsten Reinheit.
Du bist das Zentrum des Universums,
die Fülle aller reinen Fülle,
wo jeder zur Genüge Erfüllung und Glückseligkeit findet,
der durch seine guten Taten Dein göttlicher Diener und Freund ist.
Dies ist Deinen Eingeweihten offenbar,
die durch ihren Geist zu Deinem göttlichen Bewusstseinsmeer streben.
Du bist der gute König des Universums,
der die göttliche Reinheit mit Wort und Tat verbreitet.
Die spirituellen Meister und Engel sind Dein göttlicher, guter Beistand.
Sie dienen Dir mit Gehorsam und Liebe.
Nach Deinem Sinne sind sie Deine höchsten Geist-Geschöpfe,
die Bringer des Lichts
und Deine Boten, die weise ermahnen oder erfreuen.

Die Engel der Finsternis sind die Betrüger,
die den Unglauben des Anti-Gottes verbreiten.
Sie gehören zu ihm und seiner schlechten Gesinnung
und verbreiten diese in allen 7 Dimensionen im Universum.
Was immer Gutes ist, das verkehren die anti-göttlichen Engel und Geister
in das Negative.
Sie heißen Diener des Anti-Gottes,
abgefallen vom wahren Gott,
entfernt vom göttlichen Ur-Geist und der göttlichen Reinheit.
Sie betrügen die Geschöpfe um beides:
um göttliche Fülle, Gesundheit des Körpers
und Unsterblichkeit der Seele.
Sie lehren die Herrschaft des Anti-Gottes
und vermitteln schlechte Gesinnung, schlechte Taten und Worte.
Die Menschen erlangen eine große karmische Strafe,
wenn sie ihren Lehren folgen.
O Gott AMA, Du wirst mit ihnen genauso abrechnen
wie mit den anti-göttlichen Engeln und dem Anti-Gott.
So will ich mich vor den anti-göttlichen Mächten hüten
und allein Deinen göttlichen Lehren folgen.

O Gott AMA, unter den anti-göttlichen Wesen weiß keiner wirklich etwas.
Sie lehren nur Tödliches,
das wie Stahl das Herz umschließt
und die göttliche Flamme der Liebe zum Erlöschen bringt.
Der Anti-Gott lehrt den Menschen
das Fleisch der Tiere und Menschen zu essen
und Blutopfer durch ihre Schlachtung durchzuführen.
Die göttlichen Geschöpfe unterscheiden sich dadurch von den anti-göttlichen Wesen,
dass sie kein Fleisch essen und kein Blut fließen lassen.
Die anti-göttlichen Wesen töten durch ihre falschen Gebete und Lehren
den Geist des göttlichen Lebens in ihren Körpern
und bringen sich selbst Krankheit, Kummer und Tod.
Sie vernichten ihre göttlichen Seelenschätze,
die allein Dir, o Gott AMA, gehören,
und führen sie in die Ebenen des Anti-Gottes.
Mit diesem Gebet flehe ich zu Dir, o Gott AMA:
Bitte bewahre mich vor dem Anti-Gott und seiner Finsternis!

Die Wesen, welche andere Menschen durch ihre anti-göttlichen Lehren
von guten Taten abhalten,
sind Diener des Anti-Gottes und folgen seinen Worten.
Sie töten das Leben der Tiere mit falschen, freundlichen Worten.
Sie lieben Fleisch mehr als die Reinheit.
Sie behaupten, dass durch das Töten des Tieres gutes Leben und Gesundheit
zum Vorschein kommen würde.
Sie halten irdischen Reichtum für etwas Besseres als gute Werke.
Dabei hast Du ihnen bereits verkündigt,
dass sie durch ihr anti-göttliches Tun schon in diesem Körper Strafe erleiden müssen.
Das Fleisch der getöteten Tiere wird ihre Körper zerstören
und sie werden unsagbares Leid und Krankheiten erfahren.
O Gott AMA, wer die Zerstörung Deines göttlichen Reiches wünscht,
der gehört in die Dimensionen der schlechten Geister und Hölle.
Wer wünscht, dass das Göttliche weint,
und wer Deine Geschöpfe von Deiner Reinheit abhalten will,
der macht sich großer Zerstückelung schuldig
und gibt seine Seele der Vernichtung preis.
Womit er die Tiere getötet hat
wird ihm schließlich selbst den Tod bringen.
Er wird keinen Schutz vor Deiner Allmacht haben,
denn sein Karma, das er sich selbst zugezogen hat,
wird auf ihn zurückfallen.

Hinweg will ich alle anti-göttlichen Geister von mir treiben,
auf dass sie in Deinem göttlichen Feuer, o Gott AMA, verbrannt werden.
Sie sollen nicht Herrscher über mein Leben sein.
Ich will rein leben und rein essen
und die Seelen und das Leben der Tiere hoch achten und lieben.
Wahres Leben kommt nur von Deiner Quelle des Guten, o Gott AMA.
Du allein lehrst meinem Wesen Gutes.
Du herrschst über das,
was mir sichtbar und was mir verborgen ist.
Ich bitte Dich um ein langes Leben in Deinen Dimensionen des göttlichen Bewusstseins,
voll Gehorsam,
guten Taten,
reiner Ernährung
und reinem Geist.
Ich danke Dir. Amen.

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

 
Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch aufzeigen, warum das Göttliche und Gute im karmischen Sinne stärker ist als das anti-Göttliche und Schlechte, und warum das Göttliche und Gute dem anti-Göttlichen und Schlechten vorzuziehen ist.

Du magst einwenden, dass das anti-Göttliche und Schlechte viel stärker als das Göttliche und Gute ist, da es in der Welt sichtbar ist, das Gute und Göttliche jedoch kaum. Man sieht überall Mörder, Diebe, Lügner, Räuber, Vergewaltiger, Fälscher und Betrüger. Aufrichtige Herzensmenschen, Friedensstifter, Wahrheitssprechende und Wohltäter dagegen sind weniger wahrnehmbar.

Das ist nur zum Teil richtig, den wisse, dass alle Menschen für ihre Taten ihre karmische Konsequenz bekommen. Das Gesetz des negativen Karmas holt die Menschen bereits im jetzigen Leben ein und sie entkommen ihren bösen Taten nicht. Oft ist es so, dass ein Mensch, der in der Nacht eine böse Tat begangen hat, schon in derselben Nacht oder am nächsten Tag seine karmische Strafe erleidet. Ein anderer, der am Tag etwas Schlimmes begangen hat, erleidet seine karmische Strafe entweder schon am Abend oder in der darauf folgenden Nacht.

Die meisten Menschen ereilt die karmische Strafe für ihre bösen Taten innerhalb von 3 Tagen. Sie erleiden ihren karmischen Ausgleich für ihr Ego-Tun also schon zu Lebzeiten und müssen nicht lange warten, wie ihnen manche religiösen Führer weismachen, die behaupten, dass das Karma ausschließlich in den nächsten Inkarnationen ausgeglichen wird und man sich darum heute nicht sorgen müsse.

Du magst nun antworten, dass das alles nur für böse Taten gilt, was ein Zeichen für die Kraft und Stärke des anti-Göttlichen ist. Denn die Belohnung von guten Taten erfährt man in der Regel zu Lebzeiten eher selten. Es gibt nur wenige Menschen in dieser Welt, die aufgrund ihrer Tugendhaftigkeit und der Befolgung der göttlichen Gesetze schon in ihrem jetzigen Leben Reichtum, Ruhm und Glück genießen.

Dies ist nur teilweise wahr, denn das Gute kann sich in Form von positivem Karma genauso schnell manifestieren wie das Negative in Form von negativem Karma. Voraussetzung aber ist, dass das Gute auch wirklich von guten Menschen getan wurde und in seinem Inneren rein ist. Es gibt vier Menschentypen, die durch ihre guten Taten, Spenden, Gehorsamkeit und Tugendhaftigkeit schon zu Lebzeiten mit ihrem Körper und ihrer Seele die Belohnung dafür erlangen. Es sind: Der Großzügige, der Gehorsame, der Demütige und der Friedvolle.

Du magst nun einwenden, dass die meisten Menschen zu keiner dieser Gruppen gehören, was wiederum beweisen würde, dass das anti-Göttliche und Schlechte stärker und mächtiger in der Welt ist als das Göttliche und Gute. Du sagst vielleicht: „An einem einzigen Tag sehe ich, wie – zur Strafe für ihre bösen Taten – zehn, zwang, dreißig, vierzig, hundert oder gar tausend Menschen gequält und getötet werden. Die Menschen führen nicht enden wollende Kriege untereinander und bekämpfen einander in Schlachten, wo es keine Sieger, sondern nur Verlierer geben kann. Sie geraten als Folge ihrer bösen Taten in Not und Elend. Darum ist das anti-Göttlicher stärker als das Göttliche.
Selbst wenn Menschen wohltätige Spenden machen und unvergleichliche Gaben an die Armen geben, erhalten sie dafür zu Lebzeiten zumeist gar nichts, weder Ruhm, Glück noch Dank. Das wiederum bestärkt die Behauptung, dass das Schlechte mächtiger ist als das Gute.“

Lass Dir sagen, dass dies nicht die wirkliche Wahrheit ist, sondern nur der oberflächliche Schein. Denn das anti-Göttliche und Schlechte gelangt deswegen so schnell zur Reife und Manifestation, weil es so minderwertig und gering ist. Das Göttliche und Gute dagegen braucht aufgrund seiner Größe lange Zeit zur Reife. Dazu wollen wir Dir ein Beispiel geben: Es gibt Gemüse wie Kresse, das alle paar Wochen geerntet werden kann. Die Kartoffel dagegen braucht vier Monate zum Reifen. Von ersterem wird man nicht satt, von letzterem schon. Worin besteht wohl der Unterschied zwischen diesen beiden pflanzlichen Nahrungsmitteln?

Die Kresse ist schnell vergehend, kurzlebig mit wenig Nährwert. Die Kartoffel aber ist ausdauernd, lagerfähig und mit großem Nährwert. Die Kartoffel ist ein Grundnahrungsmittel, die Kresse nur eine Beilage. Die Kartoffel hat die nötigen Kalorien, um Dich satt zu machen, Kresse nicht.

Genauso gelangt das anti-Göttliche und Schlechte, weil es so gering ist, schnell zur Reife, während das Göttliche und Gute infolge seiner Fülle und seiner Tugendhaftigkeit längere Zeit zum Reifen braucht.

Du magst nun erwidern, dass gerade das, was schnell reift und sichtbar ist, doch in der Welt als bedeutend und stark gilt. So ist das Schlechte in Deinen Augen mächtiger und stärker als das Gute. Du sagst: Ein Kämpfer, z.B., der in eine große Schlacht gezogen ist und der seinen Gegner in den Schwitzkasten nimmt, mit sich schleift und gefangen nimmt, gilt in der 3D-Welt als tüchtiger Held. Oder ein Arzt, der imstande ist, in kurzer Zeit eine Verletzung zu verarzten oder eine Krankheit zu heilen, gilt als tüchtiger Arzt. Und ein Mathematiker, der ganz schnell seine Berechnung ausführt und das Ergebnis angibt, gilt als tüchtiger Rechner. Und der Ringer, der ganz schnell seinen Gegner in die Höhe wirft und dann flach auf den Boden fallen lässt, gilt als tüchtiger Ringer. So gilt das, was ganz schnell zur Reife und Sichtbarkeit gelangt, in aller Welt als das Bessere und Stärkere – und das ist zweifellos das Schlechte und anti-Göttliche.“

Lass Dir sagen: Beide Arten des Wirkens – ob gut oder schlecht – werden ein zukünftiges Ergebnis produzieren und weisen auf eine gute oder schlechte Zukunft des Handelnden hin. Doch das Schlechte bringt aufgrund seiner Untugendhaftigkeit und Ego-Präsenz dem Handelnden bereits schon zu Lebzeiten seine bittere Früchte.

Wisse, es ist von Gesetz her in jedem Land festgelegt, dass jeder Mensch strafbar ist, der einen anderen Menschen tötet, stiehlt, eine Frau vergewaltigt, falsche Angaben macht, andere Menschen überfällt, Häuser ausraubt und Fälschung und Betrug verübt. Ein solcher Mensch wird verurteilt und bekommt vom Gesetz seine Strafe. Er muss in das Gefängnis, muss Ausgleichszahlungen leisten oder wird in manchen Ländern sogar geschlagen, verstümmelt oder getötet. Die Strafe bezieht sich dabei auf den Schweregrad der Tat.

Gibt es aber irgendwo ein Gesetz, das dem Menschen, der gute Dinge tut, Wohltaten spendet, die göttlichen Tugenden lebt oder die göttlichen Gesetze einhält, Reichtum und Ehre zuteilt? Gewährt man einem solchen Menschen Schätze und Ehre, genauso wie man den Mörder oder Dieb für seine verübte Tat mit Gefängnis oder Tod bestraft?

Natürlich nicht. Das bedeutet, dass schlechte Taten und gute Taten eindeutig voneinander unterschiedlich sind und nicht gleich behandelt werden können. Würde man dem Wohltäter nach reiflicher Überlegung Schätze und Ehre zuteil werden lassen, so würde zwar seine gute Tat schon zu Lebzeiten Früchte einbringen, würde aber auch polarisiert werden. Durch die gerichtliche Belohnung würde die gute Tat berechnend werden, da sich der Wohltäter seines Ausgleichs sicher ist und nicht mehr aus reinem Herzen spenden und Gutes tun würde, sondern nur um seines eigenen Vorteils willen.

Das möchte Gott verhindern, indem er das Gute und Göttliche keine gegenwärtigen Früchte bringen lässt. Auf diese Weise prüft er die Menschen, ob sie ihre guten Taten auch wirklich ohne Berechnung tun und ohne eine Belohnung zu erwarten. Denn manche Menschen, die Gutes tun, hoffen insgeheim dafür baldmöglichst etwas zurückzubekommen. Ihre Erwartungshaltung ist nicht rein und entspricht nicht einer wirklichen Herzensgabe.

Aus diesem Grund bringt das Göttliche und Gute erst im nächsten Leben Lohn und Fülle. Hat der Mensch die Prüfung bestanden und tut in seinem Leben ohne Erwartung Gutes und spendet ohne Hintergedanken, so wird ihm aufgrund seiner Gierlosigkeit im nächsten Leben ein noch höheres und erhabeneres Glück zu teil. Er muss nur Geduld haben und Gott vertrauen.

Das Schlechte und anti-Göttliche dagegen bringt bereits zu Lebzeiten Früchte, damit die Menschen ermahnt werden und sich nicht weiter den schlechten Taten hingeben. Sie sollen erkennen, wie gefährlich und unheilvoll schlechte Taten sind und wie wenig Gutes sie ihnen im Leben einbringen. Durch die kurze Reaktionszeit böser Taten wird dies den Menschen jeden Tag vor Augen geführt, damit sie es nicht vergessen.

So ist das Gute und Göttliche dauerhafter und stärker als das Schlechte und anti-Göttliche, welches wie Unkraut zwar schnell wächst, aber ebenso schnell wieder vergehen wird. Das Gute und Göttliche dagegen ist von Dauer, wenn Du nur Geduld an den Tag legst und auf die heilsame Wirkungskraft Deiner guten Taten vertraust, ohne etwas mit Deinem Ego zu erwarten oder in Deinem jetzigen Leben damit bezwecken zu wollen. Halte das Unkraut Deiner Wurzeln des Übels klein und reiße immer wieder die neuen Ego-Triebe heraus. Stärke die Wurzeln des Göttlichen und ihre Pflanzen in Dir, damit sie immer mehr Raum einnehmen und Dein Herz und Deine Seele erfüllen.

Sei voll Demut und Vertrauen, denn am Ende ist es immer Gott AMA, der Dir aufgrund Deiner guten und schlechten Taten, Deine gerechte karmische Belohnung oder Bestrafung zukommen lassen wird. So strebe nach einem tugendhaften und guten Leben und Herzen, um den Grundstein für ein gutes Karma in Deinen nächsten Inkarnationen zu legen.