Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

 
Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über den Wert der göttlichen Freundschaften zu Euren Brüdern und Schwestern in Gott AMA berichten.

Wisse, dass die irdische Welt eine Herberge auf dem Weg zu Gott AMA ist. Die Seele-Geist-Wesen kommen in ihr als Reisegefährten zusammen. Da sie alle das gleiche Ziel haben, bilden sie eine große Reisegesellschaft. Daher ist es ihre Aufgabe, Frieden und Harmonie in der Gruppe zu bewahren und einander zu unterstützen. Jedes Wesen muss die Würde und die Rechte des Anderen achten.

Die Liebe und Freundschaft zu Gott AMA ist Sein Geschenk an Seine Geschöpfe Halte immer fest an Deiner Verbindung und Deinem Bund mit Gott AMA, trenne Dich nicht von IIHM. Denke daran, dass Gott AMA es war, der Dich geschaffen hat, so dass Du durch Seine Gnade Sein Geschöpf geworden bist.

Sei nicht nur Gott AMA, Deinem spirituellen Meister und den göttlichen Engeln voll Liebe und Freundschaft verbunden, sondern auch Deinen Mitwesen. Denn die Wesen, die um Seinetwillen ihre Mitmenschen lieben, tun dadurch eine gute Tat, die ihnen am Ende ihres Inkarnationszyklus von Gott AMA belohnt werden wird.

Daher ist wahre Herzens-Freundschaft eine Gnade Gottes. Sie sollte um Seinetwillen gepflegt und gestärkt werden. Auch wenn Du die Gesellschaft von anderen Menschen ablehnst oder momentan verabscheust, solltest Du Dich Gott AMA zuliebe um Freundschaften bemühen, auch wenn es nur sehr wenige sind, um Seine Liebe weiter zu transportieren und zum Fließen zu bringen. Das stärkste Band zu Gott AMA und Seinem Bewusstseinsmeer ist nämlich die reine Liebe zu Seinen Geschöpfen, wenn sie IHM zuliebe gelebt wird und Du Gott AMA hinter allen Wesen erkennst.

Achte darauf, dass Du Dich mit reinen göttlichen Wesen umgibst und nicht mit anti-göttlichen Wesen. Dein Freund/Deine Freundin sollte folgende fünf Eigenschaften haben: Weisheit, Herzlichkeit, Aufrichtigkeit, einen guten Charakter im Bewusstsein der göttlichen Tugenden, Abscheu vor den Todsünden, der Verblendung und der Gier und Vermeidung von diesen.

Das Zusammensein mit verblendeten 3D-Wesen dagegen bringt Dir nichts Gutes. Es endet in Enttäuschung, Trauer, Kummer und Leid. Tugendhaftigkeit und ein reiner guter Charakter sind deswegen so notwendig für eine Freundschaft, weil es sein kann, dass auch ein göttliches Wesen von den Todsünden und dem Anti-Gott beherrscht wird und deshalb nicht als Freund zu empfehlen ist, da es Dich in die Minus-Dimensionen hinabziehen würde. Wesen, die von den Todsünden und dem Irrtum des Egos und Anti-Gottes beherrscht werden, sollten ebenso gemieden werden, weil sie keine Demut und Gottesfurcht haben und deshalb unbekümmert Ego-Missetaten begehen, so dass man sich nicht auf sie verlassen kann und sie ein schlechtes Vorbild abgeben.

Außerdem wird unbewusst und insgeheim eine geistige Ansteckung stattfinden, so dass Du bald selbst leichtfertig über das Ego, die Todsünden und den Anti-Gott denken würdest und allmählich Dein hohes Bewusstsein, Deine reine Schwingung und die Fähigkeit, den anti-göttlichen Versuchungen zu widerstehen verlieren würdest. Die spirituellen Übungen würden mit der Zeit nachlassen und Du würdest Dich wieder irdischen 3D-Verblendungen zuwenden.

Auch ein gieriger, irdischer, materieller 3D-Mensch sollte gemieden werden, weil der Kontakt mit ihm Dein Herz in Deinem Streben nach den göttlichen, feinstofflichen Dimensionen und des Herzzentrum Gottes negativ beeinflussen und vergiften würde, so dass Du an Deinem spirituellen Pfad gehindert wirst.

Versuche göttliche Wesen als Freunde zu finden, die von reinem Herzen sind und für Dich eintreten. Sie verteidigen Dich nicht nur vor der Dunkelheit des Anti-Gottes und Deinem Ego, sondern sie vergrößern auch Dein göttliches Seele-Geist-Wesen-Bewusstsein und helfen Dir die Last einer 3D-Prüfung oder Lernlektion zu ertragen. Sie unterstützen Dich bei der spirituellen Arbeit, bestärken Dich in Deinem Seele-Geist-Wesen und den Wurzeln des Göttlichen, und raten Dir von den Todsünden und Ego-Missetaten ab. Sie kommen Deinen Bitten voll Freude und von Herzen bereitwillig nach, ohne zu murren.

Diese Wesen versuchen auch dann, wenn Du schweigst, herauszufinden, wie es Dir geht, was mit Dir los ist, was Du brauchst und wie man Dir helfen kann. Sie zeigen tiefes Mitgefühl mit Dir und Deiner Situation und stehen in jeder Sache für Dich ein. Sie sind bereit für Dich durch Wasser und Feuer zu gehen. Sie geben Dir in allem, was Du unternimmst und machst, einen guten Rat und ziehen Deinen eigenen Standpunkt ihrem eigenen Ego vor, wenn es zwischen Euch eine Meinungsverschiedenheit gibt. Das sind wahrhaft göttliche Freunde!

Du fragst nun, wo man einen solchen wunderbaren Freund bzw. eine solch wunderbare Freundin finden kann? Du meinst vielleicht, dass es ein solches Wesen niemals geben könne, und dass es deshalb besser wäre, ohne Freunde zu leben. Doch wisse, dass es solche Wesen gibt, zwar nicht viele an der Zahl in dieser 3D-Welt, aber es gibt sie, wenn Du nur nach ihnen suchst, Deine Augen offen hältst und Dein Herz dafür bereit machst. Gott wird Dir dann diese reinen Wesen als Freunde schicken. Und auch wenn es nur einer ist, so ist er kostbarer als alle anderen Bekanntschaften und Freundschaften, weil er ein wahrer reiner göttlicher Freund ist.

Folgende Wesen dagegen sind nicht als Freunde für göttliche, spirituelle Wesen geeignet, die den Pfad der göttlichen Wandlung gehen, nämlich erstens: die falschen Wesen, die versuchen Dich mit ihrer Falschheit auszunutzen und zu täuschen. Zweitens, die Verblendeten, die Dir nichts nützen und Dein göttliches Seele-Geist-Wesen nicht fördern können, denn auch wenn sie es versuchen würden, würden sie Dir nur durch ihre Ego-Verblendung schaden. Drittens, die Geizigen, die sich genau dann von Dir trennen, wenn Du sie am notwendigsten brauchen würdest. Viertens die Feiglinge, die Dich verlassen, wenn Du in Gefahr bist. Fünftens die üblen Todsünden-Missetäter, die Dich für eine Flasche Wein oder ein Bündel Geld an den Anti-Gott verkaufen würden.

Diese Beschreibungen sind zwar nur ein Beispiel, aber dennoch zeigen sie Dir ein gewisses Bild von guten und schlechten Freunden. Achte in der Praxis immer auf die jeweilige Situation und mache das Beste aus jeder Freundschaft und jedem Kontakt. Denn das Leben eines Wesens ist ohne Freunde auf Dauer nicht möglich und hat auch nur wenig Sinn, weil es niemanden hat, mit dem es die Liebe Gottes teilen kann. Auch die göttlichen Mitarbeiter hatten seit jeher Freundschaften mit anderen göttlichen Mitarbeitern und Wesen, um dadurch zu wachsen und die göttliche Liebe auf reine, tugendhafte Art fließen zu lassen und eine menschliche Bezugsperson zu haben, die nicht gleichzeitig ihr Lehrer ist.

Wisse, dass die Seele-Geist-Wesen wie Bäume sind. Einige tragen Früchte und spenden Schatten, andere geben nur Schatten, und wieder andere haben nur Disteln und Dornen. So ist es auch mit den Freunden. Einige sind ein Segen, sowohl in der irdischen 3D-Welt als auch in der feinstofflichen. Es handelt sich dann um eine Körperwesen- und Seele-Geist-Wesen-Freundschaft. Einige Wesen sind dagegen nur in der irdischen 3D-Welt von Nutzen, so dass es sich nur um eine Körperwesen-Freundschaft handelt, die nicht besonders erfüllend und förderlich für das Seele-Geist-Wesen ist. Solche Wesen entsprechen den Bäumen, die nur Schatten geben, denn das 3D-Bewusstsein ist ein großer Ego-Schatten. Einige Wesen sind wiederum weder in der irdischen Welt noch in der feinstofflichen Welt von Nutzen. Sie sind vielmehr wie giftige Skorpione in Menschengestalt, was ihre dahinterstehende anti-göttliche Seelen-Struktur ausdrückt, und sollten gemieden werden, damit sie Dich nicht mit ihrem giftigen Stachel stechen und töten.

Wisse, dass der ungeschriebene Vertrag der Freundschaft zwischen zwei Menschen bzw. Seele-Geist-Wesen ein Band ist, das sie ebenso aneinander bindet, wie der Ehevertrag die Verheirateten bindet. Es ist ein emotionaler, polarer Vertrag, der genauso in die Seele eingehen und zu Karma werden kann, wie jeder andere Vertrag. Er muss dann entsprechend bearbeitet und aufgelöst werden, wenn er polar durch Streit, Hass oder Konflikte belastet worden ist, um ihn zu neutralisieren und von dem anderen Wesen frei zu werden.

So wie eine Ehe bestimmte Pflichten mit sich bringt, die die Verheirateten zu erfüllen haben, so räumt der Vertrag über die Freundschaft Deinem Freund oder Deiner Freundin bestimmte „Rechte“ ein, die Deinen irdischen Besitz, Deine Person, Deine Rede und Dein Herz betreffen. Er verpflichtet Dich zur Verzeihung, zum Gebet, zur Aufrichtigkeit, zur Treue, zur Hilfeleistung und zur Sorge für den anderen.

Diese Pflichten wollen wir Dir nachfolgend erläutern, damit Du verstehst, was wahre göttliche Freundschaft, sowohl zu Deinen Mitmenschen als aber auch letztendlich zu Gott AMA und Deinem spirituellen Meister bedeutet, und Du selbst zu einem wahren göttlichen Freund werden kannst, der dann durch das Resonanzgesetz göttliche Freunde anzieht:

Die erste Freundschafts-Pflicht des irdischen Besitzes ist materieller und irdischer Art. Zwei Freunde sind wie zwei Hände, von denen jede die andere wäscht. Dieses Beispiel zeigt Dir, dass jede Hand der anderen Hand zur Erfüllung des gemeinsamen Ziels dient. So ist es auch mit zwei Freunden. Ihre Freundschaft ist nur dann göttlich und vollkommen, wenn sie wie spirituelle Kameraden auf dasselbe Ziel hinarbeiten. Sie sind dann gewissermaßen wie EIN Wesen. Dazu gehört, dass sie Glück und Unglück miteinander teilen, sowohl jetzt als auch in der Zukunft, und dass zwischen ihnen keine Besitzgier, kein Neid und keine Ego-Sucht herrscht. Die Freunde teilen auch ihren irdischen Besitz miteinander. Darin gibt es drei verschiedene Stufen:

Die niedrigste Stufe ist die, in der Du Deinen Freund/Deine Freundin auf dieselbe Stufe stellst wie einen Deiner Angestellten oder Bediensteten und ihm/ihr von Deinen Überschüssen gibst, was er/sie braucht. Wenn er/sie in Not ist und Du mehr hast als Du für Dich selbst brauchst, dann gibst Du ihm/ihr spontan und wartest nicht erst darauf, dass er/sie Dich darum bittet, denn das wäre für ihn/sie eine große Erniedrigung und eine Verletzung Deiner Freundschaftspflicht.

In der zweiten Stufe stellst Du Deinen Freund/Deine Freundin auf die gleiche Ebene wie Dich selbst. Du bist damit zufrieden, dass er/sie an Deinem Besitz Anteil hat, so als wäre er/sie dessen Mitbesitzer zu gleichen Teilen. Du behandelst ihn/sie wie einen Familienangehörigen aus Deinem engeren Familienkreis. Du siehst ihn/sie selbst wie einen Bruder oder eine Schwester von Dir an, auch wenn ihr nicht blutsverwandt seid, denn auf der Seelenebene seid ihr eins und mehr verwandt als es auf der irdischen Ebene jemals möglich wäre, da ihr das gleiche Bewusstsein habt.

In der dritten Stufe ziehst Du Deinen Freund/Deine Freundin, der Dein Bruder/Deine Schwester ist, Dir selbst vor, so dass Dir seine/ihre Bedürfnisse wichtiger sind als Deine eigenen. Das ist der Grad der selbstlosen göttlichen Liebe und der reinen Wahrheit. Es ist die letzte Stufe der Vereinigung in der göttlichen, geistigen Liebe mit Gott AMA, den Du hinter der Gestalt Deines irdischen Freundes/Deiner Freundin erkennst. Du bist dann bereit, Dein Leben zu geben, um Deinen Freund/Deine Freundin zu retten. Deine Liebe zu ihm/ihr ist absolut rein und göttlich.

So zeigst Du Freundschaft und Sympathie. Wenn Du Deinem Freund/Deiner Freundin gegenüber nicht den gleichen Grad des Mitgefühls und der Liebe zeigst wie Dir selbst gegenüber, dann ist nichts wirklich Gutes und Göttliches an dieser Freundschaft.

Gott AMA drückt sich nämlich in der irdischen Welt durch die Herzen Seiner Geschöpfe aus. Und jene davon sind IHM am liebsten und teuersten, die am reinsten, am stärksten und am edelsten sind, d.h. die am reinsten von den Todsünden und dem Ego sind, am stärksten im göttlichen Bewusstsein der Wahrheit und am edelsten seinen Brüdern und Schwestern gegenüber.

Erkenne somit, dass das Bedürfnis Deines Freundes Dir ebenso wichtig sein sollte wie Dein eigenes und sogar noch wichtiger. Halte die Augen offen, um zu erkennen, wann er Dich braucht und verliere sein Wohlergehen nicht mehr aus den Augen als Dein eigenes. Achte darauf, dass Dich Dein Freund niemals um etwas bitten muss oder Dir seine Not offenbaren muss, um Dich zur Hilfe zu bewegen, denn dies ist für Euch beide unangenehm und für Deinen Freund entwürdigend und entehrend. Vielmehr solltest Du Dich seiner Not mit einer solchen Selbstverständlichkeit annehmen, dass es Dir als nichts Besonderes erscheint und Du es bald nicht mehr weißt, nachdem die gute Tat geschehen ist. So bindet Ihr Euch auch nicht durch positives Karma aneinander.

Gehe nicht davon aus, dass Du durch das, was Du Deinem Freund/Deiner Freundin Gutes getan hast, Dir bei ihm/ihr ein besonderes Recht oder einen Bonus erworben hast, den Du dann später einlösen kannst, denn das wäre wieder eine Erwartung des Egos und positives Karma, wodurch Deine Handlung aus Berechnung erfolgen würde. Halte es vielmehr für einen Segen, dass Dein Freund Deine Mühe und Aufmerksamkeit überhaupt annimmt und sich helfen lässt, denn nur dann kannst Du ihm auch wirklich helfen. Beschränke Dich nicht allein auf die Befriedigung Deiner Bedürfnisse, sondern schenke auch Deinem Freund Deine Großzügigkeit und Liebe.

Wenn Du in Deiner Beziehung zu Deinem Freund oder Deiner Freundin keine der drei Stufen entdecken kannst, dann wisse, dass Du den Vertrag der Freundschaft mit ihm oder ihr in Deinem Inneren noch nicht wirklich abgeschlossen hast. Eure Freundschaft ist dann nur eine äußerliche Beziehung oder Bekanntschaft, der das wahre Bewusstsein der göttlichen Liebe und Wir-Gemeinschaft fehlt. Du siehst noch nicht Gott AMA hinter ihr bzw. hinter ihm. Das göttliche Freundschaftsbewusstsein muss erst noch erlangt werden oder es ist mit diesem Wesen nicht möglich, so dass es eines neuen göttlichen Wesens bedarf, mit dem Du diese wahre reine Freundschaft aufbauen und schließen kannst.

Sei Dir immer bewusst, dass Dich Deine irdische Familie an die irdische Welt erinnert, Deine göttlichen Freunde in Gott aber erinnern Dich an die feinstoffliche, göttliche Welt. So kannst Du seit vielen Leben sogenannte Seelenfreunde und Seelengeschwister haben, die Deine Brüder und Schwestern in Gott sind. Sie mögen inkarniert oder nicht inkarniert sein, doch sie sind bei Dir und sind untrennbar mit Dir verbunden.

Achte auch darauf, dass Dich Dein Freund/Deine Freundin nicht ausnutzt. Das beste Merkmal ist folgendes: Wenn sich ein Freund dreimal mit Dir zusammensitzt, ohne Dich zu brauchen und etwas von Dir zu wollen, dann weißt Du, dass er uneigennützig handelt.

Achte darauf, dass Du über alle Reden, die Deinem Freund/Deiner Freundin ganz allgemein oder aus besonderen Gründen unangenehm wären, Stillschweigen bewahrst, es sei denn, Du bist verpflichtet zu sprechen, weil es unbedingt erforderlich ist oder es zur Verhinderung von noch Schlimmeren notwendig ist. In jeden Fall solltest Du aber neutral darüber sprechen, um Deinen Freund nicht zu verletzen und die Kritiken anderer Menschen an ihm nicht weiter nähren.

Ehe Du Deinen Freund/Deine Freundin tadelst, untersuche zuerst Dein eigenes Leben und Dein Ego und wenn Du darin auch etwas Tadelnswertes findest, dann sei nachsichtig mit Deinem Freund. Vielleicht fällt es ihm in einer bestimmten Sache schwer, sein Ego zu beherrschen, so wie es Dir auf einem anderen Gebiet schwer fällt, wo Du Deine Schwäche hast. Sei deshalb nicht so streng mit ihm, wenn er in den Tugenden und seinem Charakter Schwächen hat. Denn kein Mensch in der 3D-Welt ist vollkommen.

Sei Dir immer bewusst, dass Du das ganze Universum vergeblich nach einem Freund/einer Freundin absuchen könntest, der/die keine Fehler hat. Du würdest außer Gott und den spirituellen Meistern niemanden finden, denn es gibt nicht ein Wesen, das sowohl Stärken als auch Schwächen, lichtvolle Seiten als auch Schatten hat. Das meiste, was Du Dir bei einem Freund erhoffen kannst, ist, dass seine guten, lichtvollen Seiten die dunklen und schlechten überwiegen.

Es gibt kein Wesen, das man nur tadeln kann. Jedes hat auch gleichzeitig Stärken, die gelobt werden können. So sehe auch immer das Gute bei Deinem Freund/Deiner Freundin und lobe es, anstatt nur das Negative zu sehen und kritisieren zu wollen.

Gebe Deinem Freund/Deiner Freundin genauso viel Nachsicht, wie Du selbst von ihm erhalten möchtest. Denn Du kannst nicht das volle Maß von ihm verlangen, wenn Du ihm selbst das Maß verkürzt.

Wisse, dass der eigentliche Grund für die Unfähigkeit der Wesen, die Fehler anderer annehmen und bedecken zu können, und diese stattdessen sensationsgierig zur Schau zu stellen, eine verborgene Ego-Krankheit im Herzen ist. Sie heißt: Neid und Boshaftigkeit. Denn das boshafte und neidische Wesen hat sein Herz durch dieses Ego-Gift verunreinigt, aber es hält den Schmutz in seinem Inneren verschlossen und gibt vor rein zu sein. Stattdessen sucht es nach Schmutz in seinen Mitmenschen, um diese dafür zu verurteilen.

Wisse: Wenn das Innere Deines Freundes voll Boshaftigkeit und Neid ist, dann ist es besser, die Beziehung zu ihm abzubrechen. Denn offener Tadel ist besser als versteckter Hass. Auch wenn Du selbst Deinem Freund gegenüber böse Gefühle des Hasses hegst, dann ist Dein Herz verunreinigt und die Verbindung zu Gott unterbrochen.

Vermeide Streit und Widerspruch, was immer Dein Freund zu Dir sagt. Streite nicht mit einem Narren, denn er wird Dich beleidigen. Und streite nicht mit Deinem hochmütigen Wesen, denn es wird Dich verabscheuen.

Wenn Du doch in Widerstreit mit Deinem Freund gerätst, dann gebe den Streit sobald als möglich auf, besonders, wenn Du im Unrecht bist. Noch besser aber ist es, still zu bleiben, gleich, ob Du im Recht oder Unrecht bist. Dies entspricht wahrlich göttlicher Neutralität und neutraler Liebe innerhalb der Freundschaft, da man nicht um die kurzzeitige Laune des Ego-Rechthabens und der Ego-Streitsucht willen, die kostbare Perle der Freundschaft und ihrer reinen Liebe für immer verunreinigen oder zerstören möchte.

Die größte Gefahr, dass zwischen Freunden das Feuer der Bosheit und des Egos angefacht werden kann, liegt in der Auseinandersetzung und im Streit, die wiederum vom Ego und den Wurzeln des Übels herrühren. Diese sind die Hauptursachen der Zwietracht und des Scheiterns von so vielen Freundschaften. Denn Zwietracht beginnt bei unterschiedlichen Auffassungen einer Sache. Dann erst drückt sie sich in Worten und am Ende in Taten aus.

So entzweie Dich nicht mit Deinen Mitmenschen, hege keinen Hass und keinen Neid gegen andere Menschen und breche die Beziehungen zu Deinen Mitmenschen nicht herzlos ab. Diene Gott AMA innerhalb der göttlichen Geschwisterfamilie. Jedes göttliche Wesen ist Dein Bruder oder Deine Schwester. Tue ihm kein Leid an, beleidige es nicht und stoße es nicht zurück. Wisse, dass ein göttliches Wesen nichts Schlimmeres tun kann als einen anderen Bruder und eine Schwester zu entehren. Die schlimmste Entehrung dabei ist der Streit, denn dadurch wird die göttliche Liebe und Reinheit zwischen ihnen zerstört, was zu Streit, Nicht-Liebe und Entzweiung führt.

Entwickle in Dir ein Bewusstsein der göttlichen Freundschaft und analysiere, wie es um Deine vergangenen und heutigen Bekanntschaften und Freundschaften steht, ob es welche gibt oder ob Dir diese gänzlich fehlen, ob noch altes Karma mit Freunden aus diesen und früheren Leben vorliegt, ob Freundschaftsblockaden allgemein vorhanden sind, und inwieweit Du selbst ein reiner göttlicher Freund bist und was Dir dazu noch fehlt, damit Du in Zukunft noch Wir-bewusster, neutraler und liebevoller mit Deinen physischen und feinstofflichen Mitwesen umgehen kannst.

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

 
Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über die Hingabe des persönlichen Willens an den Willen von Gott AMA und die Fessel Seiner Liebe berichten.

O Gott AMA.
Lass nur dies Wenige übrig von mir,
dass ich Dich nennen darf, mein All.
Lass nur dies Wenige übrig von mir,
dass ich auf allen Seiten Dich fühle und
zu Dir komme in jedem Ding, meine Liebe,
Dir biete in jedem Augenblick.
Lass nur das Wenige übrig von mir,
dass ich Dich nimmer verberge [mit meinem Ego].
Lass nur das Wenige an Fesseln mir,
womit mich Dein Wille gebunden und
ein Zweck mir im Leben erfüllt ist –
das ist die Fessel Deiner Liebe.

Tagore

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

 
Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über das göttliche Wissen berichten, das den spirituellen Schüler zu Unverblendung, Wahrheit und göttlicher Weisheit führt.

Die Wurzel der Unverblendung ist eng mit „Jnana“ verbunden, der universellen Weisheit, dem universellen Wissen, der universellen Erkenntnis und der spirituellen Einsicht. Wer also die Wurzel der Unverblendung in sich stärken möchte, muss auch „Jnana“ in sich verankern.

„Jnana“ kommt vom Sanskrit-Wort „jna“ = Wissen, Erkennen. „Jnana“ bedeutet die Erkenntnis, die den Zugang zum höchsten Wissen über ALLES ermöglicht, fern von der Maya, weshalb die Kenntnis von allem Übrigen und den irdischen Dingen letztlich überflüssig ist. „Jnana“ ist kein intellektuelles 3D-Wissen, das Du über das bloße Lesen von Büchern erlangen kannst, sondern entspricht der universellen Erfahrung, dass wir alle Teil der Schöpfung Gottes sind und jeden Augenblick von Seiner Kraft des Lebens durchdrungen und erhalten werden.

„Jnana“ ist keine bloße Anhäufung von Fakten, sondern Ausdruck der absoluten göttlichen Wahrheit, die jenseits von Raum und Zeit liegt. Es ist das göttliche Wissen, das die drei Knoten des Anti-Gottes über dem Herzen löst und die Anbindung des Menschen an äußere Dinge der Maya und der 3. Dimension transformiert. „Jnana“ beinhaltet die Entdeckung Gottes im Innen und im Außen. „Die Wurzel der Unverblendung in Form von „Jnana“ ermöglicht somit einen klaren Zugang zu den Dimensionen der göttlichen Wahrheit, so dass der Schleier der Maya fällt und sich die Herrlichkeit des Schöpfers des Universums zeigt.

In „Jnana“ brennt „Jnanagni“, das Feuer der göttlichen Weisheit. Sie ist neben der göttlichen Liebe eine der stärksten Kräfte im Universum, denn sie führt das Wesen zur Erkenntnis der wahren göttlichen Wirklichkeit, die im Gegensatz zur rein intellektuellen 3D-Erkenntnis eine Transformation des gesamten Wesens aus Körperwesen, Ego und Seele-Geist-Wesen bewirkt, so dass es wieder eins mit Gott werden kann. Auf diese Weise wird das Wesen zu einem „Jnanagnidagdhakarmanam“, d.h. zu jemanden, dessen polare Handlungen in der Welt samt ihren Wirkungen durch das Feuer der Weisheit und Unverblendung verbrannt sind. Das Wesen ist rein und erleuchtet geworden.

Die Menschen, die den Weg des göttlichen Wissens gehen, wurden im alten Indien auch als Jnana-yogis bezeichnet. Jnana Yoga ist somit der Weg der Erkenntnis und des erlösenden Wissens. Dabei geht es jedoch nicht um intellektuelles Wissen, das man an Universitäten studiert oder auswendig lernt, sondern um das Wissen um die Erlösung, die Befreiung und um das übersinnliche, göttliche Wissen, d.h. die tiefe Einsicht in das göttliche Wesen der Dinge. Es geht um das bewusste Wissen der Einheit mit Gott AMA und das Erkennen der göttlichen Wahrheit.

Die Anhänger jenes Pfades gehen einen sehr direkten Weg. Sie erkennen, dass die Unwissenheit bzw. die damit verbundene Verblendung die Wurzel allen Übels ist. Aus dieser Unwissenheit heraus entsteht die Begierde. Aus der Begierde entsteht die Handlung, die jedoch unheilvoll ist, da sie aus der Begierde stammt. Somit muss man höchstes Wissen erlangen, um die Kette von Unwissenheit-Begierde-Handeln durchbrechen zu können.

Der spirituelle Pfad des Wissens wird von den Eingeweihten als der schwierigster Weg angesehen. Er kann nur von sehr begabten und reifen Wesen beschritten und gemeistert werden, die zudem über einen entsprechenden geistigen Intellekt und ein erweitertes Bewusstsein verfügen. Die weniger Begabten wählen andere Pfade. Der dreifache spirituelle Meister Krishna sagt über den spirituellen Pfad des Wissens im 4. Kapitel „Das Yoga der göttlichen Erkenntnis“ in der Bhagavad-Gita:

„Das Opfer der Erkenntnis ist größer als jedes materielle Opfer, o Geißel der Feinde (Arjuna). Denn alle Werke gipfeln ohne Ausnahme in der Weisheit. Lerne es durch demütige Verehrung, durch Befragen und Dienen. Die Männer der Weisheit, die die Wahrheit geschaut haben, werden dich im Wissen unterrichten.
Wenn du es erkannt hast, wirst du, o Pandava (Arjuna) nicht wieder in die Verwirrung fallen. Denn damit wirst du alle Wesen ohne Ausnahme erst im Selbst und dann in Mir erblicken.“ [„In mir“ bedeutet „im Göttlichen, in Krishna, in Gott].
Und solltest du der Sündigste aller Sünder sein, so wirst du doch allein mit dem Schiffe der Wahrheit alles Übel durchqueren.“

Der spirituelle Pfad des Wissens beinhaltet die Erkenntnis Deines wahren göttlichen Selbst, die Erfahrung des Göttlichen in ALLEM-WAS-IST und die Bewusstwerdung der Wahrheit Gottes. Frühere Taten und Karma bestimmen dabei nicht ausschließlich das Schicksal des Wesens, denn die eigene positive Handlung in der Gegenwart, z.B. in Form von Karma-Auflösung, kann sehr viel verändern und in gewissem Grade sogar den vorbestimmten Plan des Schicksals überwinden.

Krishna spricht weiter:

„Wer Glauben hat, wer in sie (d.h.die Weisheit) vertieft ist und seine Sinne im Zaume hält, gewinnt Weisheit. Und hat er Weisheit gewonnen, so gelangt er rasch in den höchsten Frieden.
Aber der Unwissende, der keinen Glauben hat, der zu Zweifeln neigt, geht zugrunde. Für die zweifelnde Seele gibt es weder diese Welt, noch die jenseitige Welt, noch irgendeine Glückseligkeit.
Die Werke binden jenen nicht, der durch den Yoga allen Werken entsagt, der durch die Weisheit jeden Zweifel vernichtet hat und, o Schätzegewinner (Arjuna), für immer im Besitze seines Selbst ist.
Zerschneide darum mit dem Schwert der Weisheit diesen aus Unwissenheit geborenen Zweifel in deinem Herzen, mache dich an den Yoga und erhebe dich, o Bhârata (Arjuna)!“

Der spirituelle Pfad des Wissens setzt zudem Demut, Vertrauen und Glauben voraus und die Bereitschaft sich Gott ganz zu opfern, nicht nur in Form von einzelnen Teil-Opfern, wie es die meisten Menschen tun. Krishna spricht darüber.

„Das Werk jenes Menschen, der sich von seinen Verhaftungen getrennt hat, der erlöst ist, dessen Geist in der Weisheit feststeht, der sein Werk als Opfer vollbringt, löst sich vollkommen auf.
Seine Opferhandlung ist Gott, seine Opfergabe ist Gott. Durch Gott wird sie in das Feuer Gottes geopfert. Gott ist es, was jener erlangen wird, der in seinen Werken auf Gott bedacht ist.
Einige Yogins opfern den Göttern, andere bringen im Feuer des Höchsten durch das Opfer selbst das Opfer dar.
Einige opfern das Gehör und die anderen Sinnesorgane in das Feuer der Selbstüberwindung, andere opfern den Laut und die anderen Sinnesobjekte in die Sinnesfeuer.
Einige wieder opfern alle Handlungen ihrer Sinne und die Werke ihrer Lebenskraft in das vom Wissen entzündete Feuer des Yoga der Selbstzucht.
In gleicher Weise opfern einige ihren materiellen Besitz oder ihre Askese oder ihre geistigen Übungen, während andere, die sich bezähmt und strenge Gelübde abgelegt haben, ihr Studium und ihre Kenntnisse opfern.
Andere wieder, die auf Atem-Regelung bedacht sind und die Wege des prâna (Aushauch) und apâna (Einhauch) in Schranken halten [durch Pranayama], gießen des prâna als Opfergabe in den apâna und den apâna in den prâna.
Während andere, die ihre Nahrung einschränken, ihre Lebenshauche als Opfergabe in die Lebenshauche gießen. Sie alle sind Kenner des Opfers (wissen, was Opfer ist) und vernichten durch das Opfer ihre Sünden.
Diejenigen, welche die vom Opfer übrig bleibende heilige Speise essen [und sich dadurch durch die Gnade Gottes veredeln], gehen ein in das ewige Absolute. Diese Welt, o bester der Kurus (Arjuna), ist nicht für einen geschaffen, der kein Opfer vollzieht; wieviel weniger irgendeine andere Welt!
So sind viele Arten von Opfern im Antlitz Brahmans ausgebreitet (d.h. hervorgebracht als Mittel, das Absolute bzw. Gott AMA zu erreichen). Wisse, dass sie alle aus dem Werke entspringen. Dieses wissend, wirst du erlöst werden.“

Die Unwissenheit dagegen trennt die Menschen von Gott und der göttlichen Wirklichkeit. Sie können Gott nicht in Seiner wirklichen Form wahrnehmen. Krishna spricht darüber im 7. Kapitel „Das Yoga der Weisheit und Erkenntnis“ der Bhagavadgita:

„Menschen ohne Verstand stellen sich mich, der unentfaltet ist, als entfaltet vor; sie kennen nicht meine höhere Natur, die unveränderliche und erhabenste.
Von meiner Schöpferkraft (yogamâyâ) verhüllt, bin ich nicht allen sichtbar. Diese betörte Welt kennt mich nicht, der ich ungeborenen und unveränderlich bin.
Ich kenne die vergangenen Wesen, die gegenwärtigen, o Arjuna, und die zukünftigen; mich aber kennt keiner.

Alle Wesen, o Bhârata (Arjuna), sind zur Verblendung geboren. Sie werden, o Feindbedränger (Arjuna), von den aus Begierde und Hass entspringenden Gegensätzen überwältigt.
Aber jene Menschen, die tugendvolle Taten vollbringen, in denen die Sünde zu Ende gekommen ist (die der Sünde abgestorben sind), sie, die vom Trug der Gegensätze befreit sind, verehren mich standhaft in ihren Gelübden.
Die ihre Zuflucht bei mir nehmen und nach Befreiung von Alter und Tod trachten, sie kennen das Brahman (Gott AMA) ganz, (sie kennen) das göttliche Selbst und alle Werke.
Die mich als den einen kennen, der die materiellen und göttlichen Aspekte lenkt und alle Opfer, sie, deren Sinn in Einklang gebracht ist, erkennen mich auch in der Stunde ihres Abscheidens (des physischen Todes).“

Das wahre göttliche Wissen beschreibt Krishna folgendermaßen im 13. Kapitel „Die Unterscheidung zwischen dem Körper als dem Felde und der Seele als dem Kenner des Feldes“ in der Bhagavdgita:

„Demut (Nicht-Stolz), Unbescholtenheit (Nicht-Täuschung), Gewaltlosigkeit, Geduld, Aufrichtigkeit, dienende Verehrung des Lehrers, Reinheit (von Körper und Geist), Beständigkeit und Selbstbeherrschung, Gleichgültigkeit gegenüber allen Sinnesobjekten, Selbstaufgabe und Einsicht in das Übel von Geburt, Tod, Alter, Krankheit und Leiden, Nicht-Anhänglichkeit, Nichthaften an Sohn, Weib und Heim und dergleichen, und andauernder Gleichmut gegenüber allen erwünschten und unerwünschten Vorfällen, unerschütterliche Hingabe an mich in vollkommener Selbstzucht, Aufsuchen einsamer Orte, Abneigung gegen Ansammlungen von Menschen. Beharrlichkeit in der Erkenntnis des Geistes, Einsicht in das Endziel des Wissens von der Wahrheit: dies wird als (wahres) Wissen bezeichnet, und alles, was davon verschieden ist, gilt als Nicht-Wissen.
Ich will dir beschreiben, was das zu Wissende ist, welches wissend man das ewige Leben erwirbt. Es ist das höchste Brahman (Gott AMA), welches anfangslos ist und weder als seiend noch als nichtseiend bezeichnet wird.
Alles umhüllend wohnt es in der Welt, mit Händen und Füßen überall, mit Augen, Köpfen und Gesichtern allerorts, mit Ohren allerorts.
Es scheint die Eigenschaften aller Sinne zu haben und ist doch ohne (irgendeinen) Sinn; es hängt an nichts und trägt doch alles, ist frei von den gunas, und genießt sie dennoch.
Es ist außerhalb und innerhalb aller Wesen. Es ist unbeweglich und doch beweglich. Es ist zu fein, um erkannt zu werden. Es ist ferne und dennoch nahe.
Es ist ungeteilt (unteilbar) und scheint doch unter die Wesen aufgeteilt zu sein. Man erkenne es als das, was die Geschöpfe erhält, vernichtet und neu erschafft. )
Es ist das Licht der Lichter. Es wird jenseits der Finsternis weilend genannt. Das Wissen, das Objekt des Wissens und das Ziel des Wissens: Es ruht in den Herzen aller.
So ist nun das Feld, das Wissen und das Objekt des Wissens in Kürze beschrieben worden. Wer mir hingegeben ist und dies versteht, wird meines Zustandes (des hohen Bewusstseins und der Erleuchtung) würdig werden.“

Wer dies erkannt hat und in seinem ganzen Bewusstsein weiß, ist ein Kenner des Feldes. Er erlangt „Prajnana“. „Prajnana“ ist die göttliche Weisheit, Erkenntnis, Intuition und das bewusste Wissen und besteht aus den Wörtern „Prajna“ (Bewusstsein) und „Jnana“ (Wissen). Es ist die reine, ungetrübte Schau der göttlichen Eingeweihten und spirituellen Meister, die göttliche, absolute Erkenntnis über Gott AMA und das Universum erlangt haben. „Prajnana“ bedeutet, dass das Wesen die göttliche Weisheit komplett in sich und allem-was-ist verwirklicht hat, so dass es diese durch alle Dimensionen und Bewusstseinsebenen von sich selbst und der Schöpfung lenken kann. Das Wesen ist dann nicht mehr an die Dimensionen und Unterebenen der Maya gebunden, sondern steht über ihnen und kann sich nach Belieben frei in ihnen bewegen.

Ein solches unverblendetes, wissendes und weises Wesen lebt im Zustand von „Prajnanam brahma“, d.h. dem Brahman-Bewusstsein bzw. Gott AMA-Bewusstsein. Die alles überschauende göttliche Weisheit im Universum ist Gott AMA. Er ist absolutes göttliches Bewusstsein und erfüllt alles-was-ist mit seinem Bewusstsein. Somit ist letztendlich jedes Bewusstsein im Universum mit IHM identisch, gleich in welcher Dimension sich das Wesen befindet, denn es gibt nur Sein Bewusstsein. Sein absolutes Bewusstsein ist in allen vier Bewusstseinszuständen (Wachen, Träumen, Tiefschlaf und Erleuchtung) vorhanden, auch wenn sich das Geschöpf dessen nicht bewusst ist. Es ist sogar in den Minus-Dimensionen präsent, wenn auch in verschleierter Form, denn es gibt nichts außer Seinem Bewusstsein, auch wenn dies die anti-göttlichen Wesen gerne leugnen möchten.

Jeder spirituelle Schüler strebt letztendlich nach göttlicher Unverblendung und göttlichem Wissen, denn dies ist die einzige Möglichkeit die Maya zu durchbrechen und wieder eins mit Gott AMA zu werden. Ein solches Wesen, das nach der Wurzel der Unverblendung „Vidya“ und göttlicher Weisheit strebt, wird auch „Vidyarthin“, ein Wahrheitssuchender genannt. Es möchte nichts anderes als Zugang zum Ozean des göttlichen Wissens und der Unverblendung, „Vidyasagara“, erhalten, um mit der göttlichen Wahrheit zu verschmelzen und die Kraft der göttlichen Erkenntnis und Weisheit, „Vidyabala“, in sich aufzunehmen.

Der Weg dorthin ist kein einfacher Weg. Die Vorstufe ist „Jnanamarga“, der Weg des Wissens und der scharfen und bewussten Unterscheidung der polaren Kräfte von Licht und Dunkelheit, Wahrheit und Illusion, Gut und Böse, Göttlich und Anti-göttlich. Göttliches Bewusstsein wird dabei durch ein immer tieferes Erkennen der göttlichen Wirklichkeit erlangt. Dieser Weg erfordert eine hohe geistige Klarheit und einen scharfen Verstand, andernfalls hat man nicht die Grundlage, um die Schleier der Maya zu erkennen und auflösen zu können. Das Wesen muss in seinem Geisteszustand vollständig leer werden und darf kein Verlangen mehr nach irdischen Genüssen und der Befriedigung seiner Ego- und Körpertriebe haben, wie es Krishna geschrieben hat.

Das Ziel jeden Menschen ist es, wieder zur Verkörperung der göttlichen Weisheit seines göttlichen Selbst zu werden, was seine wahre göttliche Natur ist. Ein solcher Mensch wird dann als „Jnanasvarupa“ bezeichnet, d.h. Ausdruck und Gestalt der göttlichen Weisheit. Die Essenz der göttlichen Weisheit Gottes in Seinem Herzen muss sich wieder ausdehnen und zur vollständigen Präsenz im Wesen kommen. Ein solches Wesen wird dann als „Jnanin“, als Befreiter, Weiser und edle Seele bezeichnet, der wahrhaft in die Erkenntnis von Gott AMA eingetaucht ist und Sein Bewusstsein in sich verankert hat. Ein „Jnanan“ bleibt völlig unbeeinflusst von den polaren Kräften und ist frei von den Versuchungen und Verlockungen der 3D-Sinne und des Egos. Nur die höchsten göttlichen Mitarbeiter, Erleuchteten und spirituellen Meister sind „Jnanin“. Sie sind dem polaren Ego-Bewusstsein entwachsen und haben die Einheit mit der göttlichen Wahrheit erfahren, die dem Universum und allem-was-ist zu Grunde liegt.

So stärke auch Du das Bewusstsein des göttlichen Wissens und der Wahrheit in Dir, um die Wurzel der Unverblendung und des Unwissens in Dir immer mehr zu verringern, und in die höheren Dimensionen Deines wahren göttlichen Seins in Gott AMA einzutreten.

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

 
Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über die 148 Karma-Arten von SGW- und Ahnen- und Körper-Karma berichten.

Das Karma ist das Grundprinzip innerhalb des Kosmos. Die menschlichen Handlungen bilden dabei die Grundlage für das Karma und die Wiedergeburt des Seele-Geist-Wesens. Das Seele-Geist-Wesen wird durch polare Emotionen, Ego-Energien, usw. innerhalb der irdischen Welt der Maya eingefangen und zu einem Geburtenkreislauf gezwungen, bis es schlussendlich spirituelle Erleuchtung, Reinheit und Befreiung erreicht. Diese erlangt das Wesen durch Karma- und Ego-Programme-Transformationsarbeiten sowie die Stärkung der Wurzeln des Göttlichen und des göttlichen Lichts der Herzenstugenden.

Karma umfasst nicht nur die Wiedergeburt, sondern auch alle feinstofflichen Energien und Angelegenheiten, die im Laufe der Leben in die Seele einfließen und ihre von Gott gegebenen, transparenten und reinen Eigenschaften verschleiert. Karma kann man deshalb auch als „Verschmutzung“ bezeichnen, die die Seele mit verschiedenen polaren und unreinen Farben und Ego-Energien befleckt. Aufgrund seines Karmas wandert ein Seele-Geist-Wesen durch die Welten von Raum und Zeit und inkarniert in verschiedenen Dimensionen und Bewusstseinswelten, sowohl als Mensch, als Tier, als Pflanze oder als Geistwesen. Die meisten Disharmonien, Leiden und Schmerzen im Leben sind ein Beweis für die Existenz und das Vorhandensein von aktivem Karma.

Bereits in früheren Hochkulturen haben die alten Weisen die verschiedenen Arten von Karma entsprechend ihren Auswirkungen auf den Menschen und sein Seele-Geist-Wesen in 148 Arten klassifiziert, die nachfolgend aufgelistet und erläutert werden:

Alle 148 Karma-Arten sind je nach Art zwei polaren Energie-Gruppen zugeordnet, die lauten:

  • Negatives Karma (überwiegend durch schwarzes Ego entstanden)
  • Positives Karma (überwiegend durch weißes Ego entstanden)

Die 148 Karma-Arten teilen sich in zwei Gruppen auf, die lauten:

1. SGW-Karma, auch Seelen-schädliches Karma (Ghatiya karma) genannt.
2. Ahnen- und Körper-Karma, auch Seelen-unschädliches Karma (Aghatiya karma) genannt.

Das SGW-Karma bezieht sich überwiegend auf Seele und Geist, das Ahnen- und Körper-Karma überwiegend auf Körper und Erden-Selbst bzw. Planeten-Selbst.

Nachfolgend sind zuerst die SGW-Karma-Arten aufgelistet:
 
1. SGW-Karma = Schädliches, Negatives Karma (ghatiya karma)
 
Ghātiyā karma behindert das Seele-Geist-Wesen unmittelbar in seiner Wahrnehmung, seinem Bewusstsein, seinem Wissen und seiner Energie, und führt es zu Verblendung, Unbewusstheit, Verdunklung und Wahn. Es wird auch negatives oder verletzendes Karma genannt, da es das Seele-Geist-Wesen verletzt und ihm schadet. Wenn alle ghātiyā karmas völlig aufgelöst und transformiert sind, erreicht das Seele-Geist-Wesen absolutes göttliches Bewusstsein und Erleuchtung. Das Seele-Geist-Wesen erhält Befreiung aus der Inkarnationskette, sobald die positiven Karmas (aghātiyā karmas) in der gegebener Zeit erschöpft und aufgelöst sind.
Das SGW-Karma besteht aus 47 Karma-Arten in 4 Untergruppen, die lauten:

I. Jnana-varaniya Karma (5 Arten): Karma der Unwissenheit und Verblendung, trübt die Allwissenheit und Unverblendung des Seele-Geist-Wesens => Verblendungs-Karma. Dieses unterteilt sich wiederum in 5 Unterarten:

1) Mati jnanavarana-karma: Verdunklung und Verblendung des Wissens und der Erkenntnisse, die durch die irdischen Sinne erfahren werden => Sinne-Verblendungs-Karma
2) Sruta jnanavarana-karma: Verdunklung und Verblendung des intuitiv erworbenen Wissens => Intuitions-Verblendungs-Karma
3) Avadhi jnanavarana-karma: Verhindert die göttliche Erkenntnis von allen materiellen Dingen => Materie-Verblendungs-Karma
4) Manahparyaya jnanavarana-karma: Blockade der göttlichen Erkenntnis der Gedanken von allem-was-ist => Gedanken-Verblendungs-Karma
5) Kevala jananaverana karma: Verdunklung des göttlichen Wissens in der Seele, das dem Wesen von Gott gegeben worden ist => SGW-Verblendungs-Karma
 
2. Darsana-varana Karma (9 Arten): Karma der Bewusstseinstrübung; die unbegrenzte Wahrnehmung und das Bewusstsein des Seele-Geist-Wesens wird getrübt und verdunkelt => Unbewusstheits-Karma. Dieses unterteilt sich wiederum in 4 Unterarten:
 
1) Caksur darsanavarana-Karma: bewirkt die Verschleierung des irdischen und 3. Auges-Bewusstseins => Augen-Bewusstseinstrübungs-Karma
2) Acaksur darsanavarana-Karma: bewirkt die Verschleierung der Sinne und des Denkens im KW => KW-Bewusstseinstrübungs-Karma
3) Avadhi darsanavarana-Karma: bewirkt die Verschleierung der göttlichen Wahrheit hinter allen materiellen Dinge => Materie-Bewusstseinstrübungs-Karma
4) Kevala darsanavarana-Karma: behindert die absolute göttliche Wahrnehmung und das göttliche SGW-Bewusstsein => Göttliches Bewusstseinstrübungs-Karma

Das Kevala darsanvarana-Karma verursacht eine völlige Blockade des göttlichen SGW-Bewusstseins, die drei anderen Karmas dieser Gruppe erzeugen unter bestimmten Umständen nur eine Störung der jeweiligen Wahrnehmungsfähigkeiten des SGW-Bewusstseins.

Zusätzlich zu diesen vier darsanavarana Karmas gibt es fünf andere Karmas, die dann entstehen, wenn die Sinnesorgane nicht aktiv sind, und daher jede Möglichkeit der bewussten Wahrnehmung ausschließen. Sie bilden sich durch die Gunas Tamas und die Todsünde der Trägheit. Dies sind die 5 nidra Karmas (Schlaf Karmas), nämlich:

1) nidra-Karma, welches einen leichten Schlummer und eine leichte Schläfrigkeit erzeugt, aus dem der Schlafende bereits durch das Klicken der Fingernägel geweckt wird. => Leichtes Schlaf-Karma
2) nidranidra-Karma, welches einen tiefen Schlaf erzeugt, aus dem der Schlafende nur durch gewaltsames Schütteln geweckt werden kann, => Schweres Schlaf-Karma
3) pracala-Karma, welches das Wesen sitzend oder aufrecht stehend mit Schlaf übermannt => Aufrechtes Schlaf-Karma
4) pracalapracala-Karma, welches einen überaus intensiven Schlaf erzeugt, den ein Wesen beim Gehen überkommt=> Intensives Schlaf-Karma
5) styanagrddhi Karma, welches Schlafwandel bewirkt, wodurch man in einem unbewussten Zustand handelt=> Schlafwandlungs-Karma
 
3. Mohaniya Karma (28 Arten): Vermindert die Fähigkeit zu rechtem Wahrnehmen und Verhalten, das Wesen identifiziert sich mit dem Ego, anstatt mit seinem göttlichen SGW. Dieses Karma blockiert auf sehr starke Art und Weise die Tugenden und Wurzeln des Göttlichen. Das Mohaniya-Karma wird deshalb auch Karma der Täuschung oder Wurzel-Karma genannt.
 
Mohaniya arma ist eines der gefährlichsten Karmas, da es täuschend ist und das Wesen an die Wurzeln des Übels und die Todsünden bindet („Moha“ bedeutet Anhaftung). Es ist das am schwersten aufzulösende Karma. Es gibt 28 Unterarten von Mohaniya Karma, die sich in zwei Gruppen aufteilen und nachfolgend aufgelistet sind:
 
1. Gruppe: Darshan Mohaniya Karma: Glaubens- und Wahrheitskarma
Das Darshan Mohaniya-Karma bewirkt eine Störung der Kenntnis der in der Seele innenliegenden göttlichen Wahrheit. Dieses Karma ist in drei Arten unterteilt, entsprechend der Tatsache, ob die Störung eine absolute oder eine teilweise ist:
 
1) mithyatva Karma: Es verursacht kompletten Unglauben oder Andersgläubigkeit, so dass das Wesen ein Anhänger der anti-göttlichen Glaubenswelt wird. Wenn es aktiv ist, glaubt das SGW nicht mehr an die göttlichen Wahrheiten Gottes, die ihm durch Seine spirituellen Meister offenbart werden. Es glaubt falschen anti-göttlichen Lehrern und Ego-Gurus.

2) samyagmithyatva (misra) Karma: Es erzeugt einen gemischten, schwankenden göttlichen Glauben, d.h., wenn es aktiv ist, schwankt das Wesen hin und her zwischen Wahr und Falsch, ist gleichgültig gegenüber der göttlichen Wahrheit und hat weder richtige Liebe noch richtigen Hass für sie.

3) samyaktva Karma: Es führt zwar zu einem Glauben, ist aber nicht der richtige Glaube in seiner wahren Vollständigkeit, sondern nur in einem vorläufigen Grad des weißen Egos schwingend. Es ist ein falscher Glauben des weißen Egos, aus welchem nur die falsche schwarze polare Ego-Energie entfernt worden ist.
 
2. Gruppe: Caritra Mohaniya Karma: Tugendblockaden-Karma
Das Caritra Mohaniya-Karma stört das dem SGW von Gott gegebene richtige, angeborene göttliche Verhalten, es behindert das SGW beim Handeln nach den göttlichen Gesetzen der Tugenden und Liebe. Die Störung des SGW-Verhaltens wird durch die sechzehn Leidenschaften des Egos (Kasaya), die sechs Ego-Emotionen, die als Nicht-Leidenschaften (nokasaya) eingeordnet sind und die drei Geschlechter (Veda) erzeugt, welche gleichzeitig wieder eigene Karma-Unterarten bilden:
 
1. Die vier wichtigsten Ego-Leidenschaften-Karmas sind:
1) krodha (Zorn-Karma)
2) maya (Verblendungs-Karma)
3) mana (Stolz-Karma)
4) lobha (Gier-Karma)

Die vier Ego-Leidenschaften-Karmas entstehen durch die Verhaftung des SGWs an den Ego-Leidenschaften, den Wurzeln des Übels, den Todsünden oder eine mentale Gesinnung des Egos. Jedes von diesen vier Karmas (Zorn, Verblendung, Stolz, Gier) ist jeweils wieder in 4 Karmas unterteilt, so dass es insgesamt 16 Leidenschaften-Karmas des Egos gibt:

1) Das erste Karma ist anantanubandhin (Zorn, Verblendung, Stolz oder Gier von lebenslanger Dauer), welches vollständig göttlichen Glauben und tugendhaftes Verhalten behindert.
2) Das zweite Karma ist apratyakhyanavarana (Zorn, Verblendung, Stolz oder Gier ist behindernd und unverzichtbar), es macht jeden Verzicht des Egos und der Leidenschaften des Übels unmöglich, erlaubt aber die Existenz des wahren göttlichen Glaubens. Diese Energien dauern mind. 1 Jahr an.
3) Das dritte Karma ist von noch milderer Intensität und wird pratyakhyanavarana genannt (Zorn, Verblendung, Stolz oder Gier behindern mit Einschränkung), es behindert die vollständige Selbstmeisterschaft, aber nicht die Existenz von wahrem Glauben und teilweiser Selbstdisziplin (desavirati). Dieses Bewusstsein muss mind. für 4 Monate andauern.
4) Das vierte Karma ist samjvalana (Zorn, Verblendung, Stolz oder Gier aufflammend), es ermöglicht die vollständige Selbstdisziplin, doch arbeitet es gegen die Erlangung des vollständigen richtigen, göttlichen Verhaltens (yathakhyata caritra). Diese Energien müsen mind. für zwei Wochen andauern.
 
2. Danach folgen die sechs nokasayas, welche die sechs Ego-Emotionen oder Nicht-Leidenschaften-Karmas genannt werden:
 
1) hasya (Spotten oder sich lustig machen => Spottkarma),
2) rati (schädliche Zuneigung oder falsche Unparteilichkeit des Egos => Parteilichkeits-Karma),
3) arati (ungebührliches Ego-Verhalten => Ego-Verhaltens-Karma)
4) soka (Sorge => Sorgen-Karma),
5) bhaya (Angst => Angst-Karma)
6) jugupsa (Ekel/Abscheu =>Abscheu-Karma).

Alle diese sechs Ego-Emotionen gehören zu den caritra mohaniya karmas, weil das SGW, das ihnen unterworfen ist, durch sie in der Ausübung des richtigen, göttlichen und tugendhaften Verhaltens behindert wird.
 
3. Die vedas oder die Geschlechts-Leidenschaft behindert das Seele-Geist-Wesen daran, den göttlichen Gesetzen zu gehorchen und Selbstdisziplin und Ego-Meisterschaft auszuüben. Sie ist von dreifacher Karma-Art, nach den drei Arten der Geschlechter:
 
1) Purusha veda (Das männliche Geschlechts-Karma und die entsprechende Yang-Geschlechts Leidenschaft): Durch diese wird im Mann der Wunsch nach Vereinigung mit de, Weiblichen erzeugt. Auch hat der Mann zuerst ein überaus starkes sexuelles Verlangen, welches verschwindet, sobald seine Lust befriedigt ist (männliche Sexualität).

2) Stri veda (Das weibliche Geschlechts-Karma und die entsprechende Yin-Geschlechts Leidenschaft):Durch diese wird bei einer Frau das Verlangen nach Vereinigung mit einem Mann erzeugt. Zudem ist das Verlangen der Frau anfangs schwach, besonders solange sie Jungfrau ist, wächst aber durch den Genuss des Geschlechtsverkehrs.

3) Napumsaka veda (Das dritte Geschlechts-Karma und entsprechende Geschlechts Leidenschaft): Es entsteht in Inkarnationen, wenn man homosexuell oder bisexuell ist. Das sexuelle Verlangen ist bei diesem Karma besonders stark, weil es entweder auf das eigene Geschlecht oder auf beide Geschlechter zusammen gerichtet ist.

4. Antaraya Karma (5 Arten): Es schwächt die unendliche Energie der Seele und verhindert das Vollbringen guter, göttlicher Taten => Verhinderungs-Karma der göttlichen Taten. Es behindert zudem die göttliche Licht-Energie des SGWs und seinen Chakren-Energiefluss. Zu dem Antaraya-Karma gehört auch das Chakren-Karma. Das Antaraya karma ist in fünffacher Weise unterteilt:

1) Dana antaraya-Karma: Es hindert daran großzügig zu sein, zu teilen und zu spenden. Wenn es aktiv ist, ist das Wesen, obwohl es den göttlichen Lohn im Geben kennt, und etwas wegzugeben hätte, nicht fähig, es zu geben, auch wenn es jemanden gibt, der des Geschenks würdig ist und es braucht => Geiz-Karma.
2) Abha antaraya-Karma: Es hindert daran Gaben und Geschenke zu erhalten. Wenn es aktiv ist, ist ein Wesen nicht in der Lage ein Geschenk zu erhalten, obwohl ein freundlicher Geber und ein passendes Geschenk vorhanden wären. => Empfangsblockaden-Karma
3) Bhoga antaraya-Karma: Es blockiert den Genuss und die Freude von etwas, das nur einmal genossen werden kann (wie Essen oder Trinken). => Einmaliges Freudlosigkeits-Karma, auch Essen-Freudlosigkeits-Karma genannt
4) Upabhoga antaraya-Karma: Es blockiert den Genuss und die Freude von etwas, das immer wieder verwendet werden kann (wie eine Wohnung, Kleidung, Besitz). => Besitzfreudlosigkeits-Karma
5) Virya antaraya-Karma: Es behindert die Willenskraft. Wenn es aktiv ist, ist auch ein starkes, voll erwachsenes Wesen nicht in der Lage etwas zu tun und stark zu sein, geschweige denn einen Grashalm abzubrechen oder sich selbst und sein Ego zu meistern. => Willenskraft-Lähmungs-Karma.
 
Als zweites wird das Ahnen- und Körper-Karma und seine vier Unter-Arten aufgelistet:
 
2. Ahnen- und Körper-Karma = Unschädliches Karma (aghatiya karma)
 
Das Aghatiya Karma beeinflusst das Seele-Geist-Wesen nicht direkt. Es hat jedoch eine Wirkung auf den Körper, der das Seele-Geist-Wesen beherbergt, sowie das Erden-Selbst, Körperwesen, das Ego und die Psyche. Seine Wirkung ist schwächer als die des SGW-Karmas, weswegen es auch oft als unschädlich oder positiv für das SGW angesehen wird, da es nicht direkt Inkarnationsübergreifend ist. Es kann aber zu SGW-Karma werden, wenn es besonders schwer ist, aktiv in der Generation als Nachkomme gelebt und wird man es trotzdem nicht auflöst.

Das Ahnen-Karma wird einem Menschen von seinen Ahnen bzw. dessen Stammbaum vererbt, in den er aufgrund seines Karmas in diesem Leben inkarniert hat. Es ist ein Erb-Karma und beinhaltet die Summe der guten und schlechten Eigenschaften eines Stammbaumes und all seiner Generationen. Es bezieht sich sowohl auf die Psyche, das Erden-Selbst als auch das körperliche Erscheinen, Krankheiten und irdischen Eigenschaften des Menschen, aber auch dessen Lebensbereich und Inkarnationsort. Ohne Aghatiya Karma kann ein Seele-Geist-Wesen nicht inkarnieren. Gleichzeitig weist eine Inkarnation in dieser Welt darauf hin, dass ein Wesen Aghatiya Karma hat. Die Ausnahme sind göttliche Mitarbeiter und spirituelle Meister, die gezielt temporäres Aghatiya Karma erschaffen, um sich in der irdischen Welt in einem Körper ausdrücken zu können.
Aghatyia Karma besteht aus vier Karma-Arten, die nachfolgend mit ihren Unterarten aufgelistet werden:
 
1. Vedniya karma: erzeugt polare Gefühle, die das Wesen erregen und an die Maya binden. Es unterbricht die ewige Glückseligkeit des Seele-Geist-Wesens in Gott => Polaritätsverhaftungs-Karma. Es besteht aus zwei Unterarten:
 
1) sata-vedaniya Karma: es bewirkt ein Gefühl der Lust und polaren Freude z.B. durch etwas gut Schmeckendes oder einen Erfolg im Leben. Es kann sowohl durch das weiße als auch das schwarze Ego entstehen.
2) asata vedaniya-Karma: es bewirkt ein Gefühl von Schmerz und polarem Leid, z.B. wenn man von einem Schwert verletzt wird oder einen Misserfolg erleidet. Es kann sowohl durch das weiße als auch das schwarze Ego entstehen.
 
2. Gotra karma: trübt die Freiheit des Seele-Geist-Wesens im irdischen Leben; es bestimmt Familie, soziale Stellung, gesellschaftlichen Rang, hochschwingendes und niedrigschwingendes familiäres Umfeld und Persönlichkeit in der nächsten Inkarnation => Raum-Status-Schwingungs-Karma. Es besteht aus zwei Unterarten:
 
1) uccair gotra-Karma: gibt ein hohes, hochschwingendes familiäres Umfeld.
2) nicair gotra-Karma: gibt ein niederes, niedrigschwingendes familiäres Umfeld.
 
3. Ayu karma: Bestimmt die Lebensdauer und die Dimensions- und Unterebenen-Zugehörigkeit im Leben; es verschleiert die Unsterblichkeit des Seele-Geist-Wesens => Zeit-Raum-Dimensions-Karma. Es besteht aus vier Karma-Unterarten:
 
1) Deva Ayu: es bestimmt die Lebensdauer in den feinstofflichen Plus-Dimensionen des Lichts in einem Seelenkleid
2) Anusya ayu: es bestimmt die Lebensdauer in der materiellen Ebene in einem Körper
3) Tiryancha Ayu: es bestimmt die Lebensdauer in den physischen Ebenen der 3. Dimension unter Ego-Vorherrschaft
4) Naraka Ayu: es bestimmt die Lebensdauer in den Minus-Dimensionen und im Ego-Herzzentrum

Das Ayu-Karma (= Menge an Lebensenergie bzw. Vitalität) gibt eine bestimmte Quantität des Leben an, nicht aber eine bestimmte Anzahl von Lebensjahren. Es ist wie bei einem Schwamm, der nach der Menge Wasser, die er absorbiert hat, bestimmt wird, was aber nichts darüber aussagt, wie lange es dauern wird, bis das Wasser den Schwamm wieder verlassen hat. So ist auch die Menge an Lebensdauer für die Inkarnation bestimmt, aber nicht die Zeit in der irdischen Raum-Zeit-Achse für seinen Verbrauch. Das Ayu-Karma entsteht meistens in der letzten Inkarnation, besonders im dritten Lebensteil oder in der letzten Lebensstunde.
 
4. Nama karma: erzeugt die Verschiedenheit des Körpers und verschleiert die formlose Existenz des Seele-Geistwesens => Körper-Karma. Es ist in 93 Unterarten (uttara prakrtis) unterteilt, die nachfolgend aufgeschlüsselt werden:
 
1. Karma der vier Dimensionszustände:
1) Deva gati Nama-Karma: gibt eine Verankerung in den göttlichen Dimensionen
2) Manusya gati Nama-Karma: gibt eine Verankerung in den materiellen Dimensionen
3) Tiryag gati Nama-Karma: gibt eine Verankerung in der Ego-Dimension
4) Naraka gati Nama-Karma: gibt eine Verankerung in den Minus-Dimensionen
 
2. Karma der fünf Wesensgruppen:
1) Ekendriya jati Nama karma: bewirkt eine Inkarnation mit einem geöffneten Bewusstseinssinn
2) Dvindriya jati Nama karma: bewirkt eine Inkarnation mit zwei geöffneten Bewusstseinssinnen
3) Trindriya jati Nama karma: bewirkt eine Inkarnation mit drei geöffneten Bewusstseinssinnen
4) Caturindriya jati Nama karma: bewirkt eine Inkarnation mit vier geöffneten Bewusstseinssinnen
5) Pancendriya jati Nama karma: bewirkt eine Inkarnation mit fünf geöffneten Bewusstseinssinnen.
 
3. Karma der fünf Körperarten
1) Audarika sarira Nama karma: gibt einen groben physischen Körper wie bei Tieren und Menschen.
2) Vaikriya sarira Nama karma: gibt einen wandelbaren Materie-Körper, der aus feiner Materie besteht, die in Form und Dimension veränderbar ist.
3) Aharaka sarira Nama karma: gibt einen materialisierten Körper. Dieser Körper besteht aus lichtvoller und reiner Substanz und ist ohne aktiven und passiven Widerstand durch Ego-Energien. Er wird für eine kurze Zeit von einem feinstofflichen Lichtwesen erschaffen (z.B. spiritueller Meister), um mit diesem kurzzeitig auf einem Planeten zu weilen, während sein wahrer feinstofflicher oder physischer Körper weiter in höheren Dimensionen weilt.
4) Taijasa sarira Nama karma: gibt einen feurigen Körper. Dieser Körper besteht aus göttlichem Feuer und dient der Verbrennung von dunklen Energien aber auch physischer Nahrung. Er kann von Eingeweihten verwendet werden, um Ego-Wesen, anti-göttliche oder andere Strukturen zu verbrennen.
5) Karmana sarira Nama karma: gibt einen transzendenten Karma-Körper, den alle inkarnierten Seele-Geist-Wesen haben. Er ist das Gefäß für alles Karma. Er verändert sich jeden Augenblick, denn neues Karma wird ständig vom Seelendatenspeicher an die Oberfläche gebracht und aktiviert, sowie das bereits offengelegte aufgelöst und verbraucht. Begleitet von ihm, verlässt das Seele-Geist-Wesen bei seinem physischen Tod seinen alten Körper und begibt sich in seinen neuen Inkarnationskörper, wo der transzendente Karma-Körper dann die Grundlage der neu geschaffenen anderen Körper für jenes Leben bildet. Der transzendente Karma-Körper wird nur zerstört, wenn alle Karmas aufgelöst und vernichtet werden.
 
4. Karma der drei Körper-Aktivierungen
Zusätzlich zu den genannten fünf Körperarten-Karmas gibt es noch drei Karmas, um die Körper zu aktivieren (angopanga Nama karma), welche aber nur den groben physischen Körper, den wandelbaren Materie-Körper und den materialisierten Körper betreffen, da der feurige und der Karma-Körper feinstofflich sind und keine Körperteile haben.
 
1) audarika angopanga Nama-Karma: Aktivierung der Körperteile des groben physischen Körpers
2) vaikriya angopanga Nama-Karma: Aktivierung der Körperteile des wandelbaren Materie-Körpers
3) aharaka angopanga Nama-Karma: Aktivierung der Körperteile des materialisierten Körpers
 
5. Karma der fünf Körper-Verankerungen
Jeder Körper braucht zudem eine Verankerung in der Raum-Zeit-Achse, wodurch er erst aktiviert wird und seine jeweiligen Karmas wirken können. Dabei sind fünf verschiedene Körper-Karmas aktiv, welche lauten:
 
1) audarika bandana Nama-Karma: Verankerung des groben physischen Körpers in der Raum-Zeit-Achse
2) vaikriya bandana Nama-Karma: Verankerung des wandelbaren Materie-Körpers in der Raum-Zeit-Achse
3) aharaka bandana Nama-Karma: Verankerung des materialisierten Körpers in der Raum-Zeit-Achse
4) taijasa bandana Nama-Karma: Verankerung des feurigen Körpers in der Raum-Zeit-Achse
5) karmana bandana Nama karma: Verankerung des transzendenten Karma-Körpers in der Raum-Zeit-Achse
 
6. Karma der fünf Körper-Bindungen
Zudem wird eine Kombination von Energiestrahlen bzw. Molekülen (samghatanas) für die Bindung der Körper benötigt, welche ebenfalls erst durch fünf verschiedene Karmas möglich wird:
 
1) audarika samghatana Nama-Karma: Energiestrahlen-Kombination der Bindung des groben physischen Körpers
2) vaikriya samghatana Nama-Karma: Energiestrahlen-Kombination der Bindung des wandelbaren Materie-Körpers
3) adharaka samghatana Nama-Karma: Energiestrahlen-Kombination der Bindung des materialisierten Körpers
4) taijasa samghatana Nama-Karma: Energiestrahlen-Kombination der Bindung des feurigen Körpers
5) karmana samghatana Nama-Karma: Energiestrahlen-Kombination der Bindung des transzendenten Karma-Körpers
 
7. Die sechs Karmas, die sich auf die Gelenke beziehen:
 
1) Vajra rsabha naraca samhanana Nama-Karma: gibt eine ausgezeichnete Gelenke-Verbindung. Die Knochen sind ineinander gehakt und durch die perfekte Angliederung ist das Gelenk stabil wie ein mit Nägeln und Binden gehämmerter Balken.
2) Rsabha naraca samhanana Nama-Karma: gibt eine nicht so feste Verbindung der Gelenke, da der Nagel bei den Balken fehlt.
3) Naraca samhanan Nama-Karma: gibt eine Verbindung der Gelenke, die noch schwächer ist, weil die Binde fehlt.
4) Ardha naraca samhanana Nama-Karma: gibt eine Verbindung der Gelenke, die auf der einen Seite wie die erste ist, während auf der anderen Seite die Knochen einfach nur zusammengedrückt und dadurch instabil sind.
5) Kilika samhanana Nama-Karma: gibt eine schwache Verbindung, bei welcher die Knochen und Gelenke nur zusammengedrückt werden.
6) Sevarta samhanana Nama-Karma: gibt eine ganz schwache Verbindung, bei welcher die Enden der Knochen einander nur berühren. Die meisten Menschen des dunklen Zeitalters haben diese schwache Gelenk- und Knochenstruktur, wodurch sie sich leicht Knochenbrüche holen können und die Gelenke abgenutzt und alt werden, so dass die Menschen früh krank werden und sterben.
 
8. Die sechs Symmetrie-Karmas
Die samhanana Nama-Karmas spielen eine große Rolle auf dem spirituellen Pfad. Nur die ersten vier machen eine Meditation möglich und geben die beste Struktur und Verbindung. Sie erlauben dem Körper, seinen Knochen und Gelenken die höchste Art von Konzentration, welche zur Körper-Meisterschaft führt.
Die sechs samsthana Nama-Karmas sind:
 
1) Samacaturasra samsthana Nama-Karma: macht den ganzen Körper symmetrisch aufgebaut.
2) Nyagrodhaparimandala samsthana Nama-Karma: macht den oberen Teil des Körpers symmetrisch, aber den unteren nicht.
3) Sadi samsthana Nama-Karma: macht den Körper unterhalb des Solarplexus-Chakras symmetrisch und darüber unsymmetrisch.
4) Kubja samsthana Nama-Karma: macht den Körper bucklig, d.h. Hände, Füße, Kopf und Hals symmetrisch, Brust und Bauch unsymmetrisch.
5) Vamana samsthana Nama-Karma: macht den Körper Zwergengleich, also Brust und Bauch symmetrisch, Hände, Füße usw. unsymmetrisch.
6) Hunda samsthana Nama-Karma: macht den ganzen Körper unsymmetrisch.
 
Stelle Dir göttliche Symmetrie folgendermaßen vor: Ein Wesen setzt sich in den Lotussitz mit den Händen unterhalb des Nabels platziert. Wenn man sich vorstellt, dass die beiden Knie durch eine Linie verbunden sind, und von der rechten Schulter zum linken Knie, und von der linken Schulter zum rechten Knie, und von der Stirn zu den Händen, eine gerade Linie gezogen wird, bekommt man vier Linien. Wenn diese zueinander gleich sind, ist Symmetrie ersichtlich; wenn sie nicht so sind, resultiert das aus einem der samsthana Nama-Karmas. Lichtwesen haben nur die erste Symmetrie, anti-göttliche Wesen und Dämonen sind immer unsymmetrisch. Bei inkarnierten Menschen und Tieren können alle sechs samsthana-Karmas zu finden sein.
 
9. Die fünf Aura-Körper-Farben-Karmas
Die folgenden Karmas geben der Aura des Körpers des Wesens seine individuelle Farbe:
1) Krishna Nama-Varna Karma (Schwarz),
2) Nila Varna Nama-Karma (dunkel, blaugrün, wie ein Smaragd)
3) lohita Varna Nama-Karma (rot),
4) haridra Varna Nama-Karma (Gelb wie Kurkuma)
5) sita Varna nama-Karma (Weiß, wie eine Muschelschale).
 
10. Die folgenden zwei Geruchs-Karmas geben dem Körper verschiedene Arten von Gerüchen:
 
1) surabhi Gandha Nama-Karma produziert angenehme Gerüche (z.B., der von Weihrauch und Kampfer)
2) durabhi Gandha Nama-Karma produziert unangenehme Gerüche (z.B., der von Schwefel und gebratenem Knoblauch).
 
11. Die folgenden vier Geschmacks-Karmas geben verschiedene Veranlagungen von Geschmäckern an den Körper:
 
1) tikta rasa-Nama Karma gibt einen bitteren Geschmack (wie den von Wermut),
2) kasaya rasa-Nama Karma gibt einen herben Geschmack (wie den von ungesüßtem Grüntee)
3) amla rasa-Nama Karma gibt einen sauren Geschmack (wie den von Essig)
4) madhura rasa-Nama Karma gibt einen süßen Geschmack (wie den von Zucker).

Das Salz wird durch eine Kombination des süßen Geschmacks mit allen anderen erzeugt. Bitterer und herber Geschmack wird als unangenehm angesehen, die anderen je nachdem als angenehm.
 
12. Es gibt acht Berührungs-Karmas der verschiedenen Berührungsarten, die der Körper empfindet:
 
1) Guru sparsa-Nama Karma: macht Sachen schwer wie eine Eisenkugel.
2) Laghu sparsa-Nama Karma: macht Sachen leicht wie eine Feder
3) Mrdu sparsa-Nama Karma: macht Sachen glatt wie geschliffener Marmor
4) Khara sparsa-Nama Karma: macht Sachen rau wie ungeschliffene Steine
5) Sita sparsa-Nama Karma: macht Sachen kalt wie Schnee
6) Usna sparsa-Nama Karma: macht Sachen warm wie Feuer
7) Snigdha sparsa-Nama Karma: macht Sachen klebend wie Kleister
8) Ruksa sparsa-Nama Karma: macht Sachen trocken wie Asche.

Schwer, rau, trocken und kalt werden als unangenehme Berührungen betrachtet, die anderen als angenehm.
 
13. Vier Richtungskarmas des Todes
Das Richtungskarma des Todes (anupurvi Nama-Karma) bewirkt, dass das Seele-Geist-Wesen, wenn eine Inkarnation beendet wird, vom Ort des Todes in die richtige Richtung der astralen Ebene, in die Zwischenebene zur göttlichen Führung und an den Ort seiner neuen Geburt geht. Es gibt hier vier Karma-Arten, nämlich:
 
1) Deva anupurvi Nama Karma: bewirkt, dass man in die göttlichen Lichtebenen geht und ohne Probleme neu inkarniert
2) Manusya anupurvi Nama Karma: bewirkt, dass man in der materiellen Ebene als Geist umherirrt und diese erst loslassen muss, um neu inkarnieren zu können
3) Tiryag anupurvi Nama Karma: bewirkt, dass man mit seinem Ego noch in seinem alten Körper ist und diesen erst loslassen muss, um neu inkarnieren zu können
4) Naraka anupurvi Nama Karma: bewirkt, dass man in die anti-göttlichen Dunkelheits-Ebenen geht und sich erst durch nochmaliges Leiderleben wandeln muss, um danach in die Lichtebenen gelangen und neu inkarnieren zu können.
 
14. Zwei Gangarten-Karma
Das Karma, das den Körpern verschiedene Gangarten verleihen sind, besteht aus zwei Arten:
 
1) prasasta vihayogati Nama-Karma: macht, dass das Wesen sich in einer angenehmen, leichten Weise bewegt, wie z.B. geschmeidige Katzen und Gazellen
2) aprasasta vihayogati Nama-Karma: macht, dass das Wesen sich in einer schwerfälligen, unangenehmen Art und Weise bewegt, wie z.B. ein Krokodil oder ein Schwein.
 
15. Acht Körperstellungs-Karma
Es gibt acht Karmas, die sich auf den Körper und seine Stellung beziehen:
 
1) Paraghata Nama Karma: Es gibt Überlegenheit über andere. Es verleiht die Fähigkeit, andere zu verletzen oder zu besiegen, auf der anderen Seite verhindert es, dass man selbst von anderen verletzt oder überwunden wird.
2) Ucchvasa Nama Karma: Es verleiht die Fähigkeit frei zu atmen.
3) Atapa Nama Karma: Es bewirkt, dass der Körper in sich warm ist und diese Wärme abstrahlt.
4) Uddyota Nama Karma: Es bewirkt die Umwandlung des eha-gautami-Körpers (Körper des dunklen Zeitalters) zum reinen gautami-Körper (Lichtkörper der Eingeweihten).
5) Agurulaghu Nama Karma: Es macht ein Wesen weder schwer noch leicht, d.h., es macht einen neutralen, harmonischen Gewichtszustand.
6) Tirthankara Nama Karma: Es macht das Wesen zu einem geistigen Führer und spirituellen Lehrer im Tempel.
7) Nirmana Nama Karma: Es bewirkt die richtige und harmonische Bildung des Körpers, d.h. alle Glieder eines Wesens sind an ihrem richtigen Platz.
8) Upaghata Nama Karma: Es verursacht Selbst-Vernichtung, so dass der Körper sich selbst umbringt und seinen Tod verursacht.
 
16. Zehn Positive Körper-Karmas
Es gibt zehn Karmas, die mit positiven Dingen (Trasa prakritis) in Verbindung stehen:
 
1) Trasa Nama Karma: macht einen beweglichen Körper.
2) Badara Nama Karma: macht einen starken Körper
3) Paryapta Nama Karma: führt zu einer kompletten Entwicklung der Organe und der Körperfunktionen, der Nahrungsaufnahme und Verdauung, der Sinne, des Atmens, des Sprechens und des Denkens.
4) Pratyeka Nama Karma: macht, dass das Wesen einen Körper für sich alleine ohne Teil-Seele besitzt.
5) Sthira Nama Karma: macht, dass die Zähne, Knochen, etc. hart und gesund sind und bleiben.
6) Subha Nama Karma: macht, dass der Körper schön ist.
7) Subhaga Nama Karma: macht, dass das gesamte Wesen und der Körper für alle Menschen sympathisch ist
8) Susvara Nama Karma: gibt eine melodische Stimme.
9) Adeya Nama Karma: macht, dass ein Wesen suggestiv auf allen Ebenen wirken kann, so dass seine Rede den Verstand und den Geist des Gegenübers trifft und sein Bewusstsein schult und erweitert
10) Yasahkirti Nama Karma: gibt Ehre und Ruhm im Leben
 
17. Zehn Negative Körper-Karmas
Es gibt zehn Karmas (sthavara prakrtis), die das Gegenteil von trasa prakrtis sind:
 
1) Sthavara Nama Karma: gibt einen Pflanzen- und Stein-Körper, der in seinen Bewegungen und seiner Freiheit eingeschränkt ist
2) Suksma Nama Karma: gibt einen nicht-wahrnehmbaren feinstofflichen Körper eines Geistes der Astralebene
3) Aparyapta Nama Karma: macht, dass die Organe, Körperfunktionen oder Fähigkeiten eines Wesens nicht seine volle Entfaltung erreichen, sondern unentwickelt bleiben.
4) Adharana Nama Karma: gibt einen Körper, der nur in Gemeinschaft mit anderen seiner Art bestehen kann (Pflanzen, Tiere, Steine).
5) Asthira Nama Karma: macht, dass Ohren, Augenbrauen, Zunge, etc. instabil und schwankend in der Wahrnehmung sind.
6) Asubha Nama Karma: führt dazu, dass der Körper unschön ist, so dass man von seinen Mitmenschen als unangenehm angesehen wird
7) Durbhaga Nama Karma: macht das gesamte Wesen unsympathisch.
8) Duhsvara Nama Karma: lässt die die Stimme krank klingen.
9) Anadeya Nama Karma: macht das Wesen oberflächlich und zu offen
10) Ayasahkirti Nama Karma: bewirkt Schmach und Schande im Leben

Das SGW-Karma (Ghatiya Karma) sollte zu Lebzeiten aufgelöst werden, da es auf das Seele-Geist-Wesen wirkt und zu 100% die nächste Inkarnation bestimmt. Das geschieht durch Kevala jnana (=Bewusstseinserweiterung und Wissenserlangung über das vorhandene Karma, dessen polaren Geschichte und anschließende Karma-Erlösung).

Das Ahnen- und Körper-Karma (=Aghātiyā karma) kann nicht komplett aufgelöst werden. Es ist an den Körper und die Familie gebunden und hält die Funktion des Inkarnationskörpers eines Familienstammes aufrecht, so dass das Karma bis zum Tod weiter benötigt wird.

Das Seele-Geist-Wesen erlangt vollständige Freiheit von der Inkarnationskette und Erleuchtung, wenn alles SGW-Karma (Ghatiya karma) aufgelöst ist. Dies kann durch Einzel-Auflösungen oder Ur-Karma-Auflösungen in gebündelter Form entstehen. Im Ur-Karma sind alle SGW-Karma-Arten enthalten. Das Ahnen- und Körper-Karma (Aghatiya karma) ist nicht im Ur-Karma enthalten, da es (noch) nicht Teil der Seele ist. Das Seele-Geist-Wesen wird frei vom Ahnen und Körper-Karma (Aghatiya karma), wenn die polaren Energien der Ahnen, des Familienstammes und in einem selbst als dessen Nachkommen aufgeschlüsselt und erlöst oder aufgebraucht worden sind. Letzteres würde zum physischen Tod führen. Unerlöstes Ahnen- und Körper-Karma (Aghatiya karma) könnte dann allerdings zu SGW-Karma (Ghatiya karma) werden, so dass es sicherer ist, dieses bereits zu Lebzeiten zu erlösen, um damit die komplette Freiheit vom karmischen Erbgut der Ahnen zu erlangen.

Möchtest Du mehr über Deine Karmas und Deine Anzahl von SGW-Karma (Ghatiya karma) und Ahnen- und Körper-Karma (Aghatiya karma) wissen? Dann können wir Dir gerne eine umfassende Karma-Analyse erstellen. Schreibe uns einfach eine eMail.