Die Gier ist Bestandteil der Wurzeln des Übels bzw. der Todsünden. Die Gier ist eine Domäne des Anti-Gottes, Luzifer. Dieser giert nach nach der Liebe von Gott AMA, der ihn vor langer Zeit aus dem Himmel in die Tiefen der Hölle gestürzt hat, er giert nach der Rückkehr in seine himmlische Heimat sowie in das Wiedereintreten in seinen Status als hoher Engel Gottes. Er ist in höchstem Maße hungrig und unzufrieden. Er kann deswegen keinen Frieden sowie kein Gefühl der Sättigung, Zufriedenheit und Erfülltheit finden. Das lodernde Feuer seiner Begierde verbrennt ihn schier und lässt ihn seit seinem Sturz aus dem Himmeln nicht zur Ruhe kommen. Da er nicht hat, was manch andere Menschen/SGWs haben, nämlich der Gotteslichtfunken und eine gute Verbindung zu Gott AMA, trachtet er in seiner blinden Missgunst danach, diese Menschen anzugreifen und ihre Gottesverbindung zu zerstören. Was er selbst nicht hat, gönnt er auch keinem anderen.

Und so ist diese ganze Welt des Dunklen Zeitalters und der Vorherrschaft des Anti-Gottes in einem kontinuierlichem Zustand des Hungers und der Gier. Dem Hunger und der Gier nach Essen, Genussmittel, Liebe, Ansehen, Erfolg, Ruhm, Geld, Besitz, Sex usw. Sie erkennen nicht, was die wahre Ursache hinter ihrem ständigen Hunger ist; sie wissen nicht, was die wahre Nahrung des Menschen/SGW ist, die sie sättigt, erfüllt und zufrieden macht.

Die einen glauben, dass ihr Hunger durch die Anhäufung von immer mehr Geld und Besitz gestillt wird und müssen erleben, dass dem nicht so ist. Im Gegenteil, sie werden trotz ihrer Millionen immer hungriger. Die anderen glauben, dass ihr Hunger durch immer neue Sexabenteuer gestillt wird und müssen erleben, dass dem nicht so ist. Im Gegenteil, ihr Hunger wird trotz ihrer ständigen sexuellen Befriedigungen nur noch größer. Wieder andere glauben, dass ihr Hunger durch einen steilen Karriereweg gestillt wird und müssen erleben, dass dem nicht so ist. Im Gegenteil, ihr Hunger wird trotz ihrer hohen Stellung nur noch größer.

Die meisten Menschen/SGWs sind gefangen im Teufelskreis der Gier. Sie erkennen nicht, dass es sich nicht um ihre Gier handelt, sondern um die des Anti-Gottes, mit dem sie über ihr Ego verbunden sind. Sie schwingen in den Minus-Dimensionen des Anti-Gottes und seines Super-Egos. Dadurch haben sie keinen Zugang mehr zu den göttlichen Dimensionen und zu Gott selbst. Sie sind wie verblendet bzw. blind.

Sie erkennen nicht, dass das, wonach sie streben, die Liebe Gottes ist. Von IHM wollen sie geliebt werden und IHN wollen sie lieben. In SEINER Liebe wollen sie leben. Vielleicht haben sie im Laufe ihres Lebens oder ihrer Inkarnationen schon in gewissen Momenten die Liebe Gottes gespürt und erlebt, wie sie dadurch glücklich, zufrieden und erfüllt waren – so wie noch nie zuvor.

Zu ihrem Leidwesen haben sie diesen Zustand aber wieder verloren und sind in die Gier, Unzufriedenheit und Nichtliebe zurückgefallen. Nun streben sie danach, wieder in diesen anderen, glücklich und zufrieden machenden Zustand zurück zu gelangen – nicht nur, um temporär darin zu sein, sondern dauerhaft.

Dazu ist jedoch erforderlich, dass sie die Wurzel der Gier, die sie in ihrem Inneren tragen und die von ihrem Ego und dem Super-Ego genährt und gestärkt wird, aus sich ausreißen. Damit verbunden ist die Ausmerzung ihres Egos, d.h. ihr Ego in ihnen selbst muss seine Vorherrschaft aufgeben, muss abdanken, muss freiwillig sterben und zwar in Frieden.

Wer glaubt, sein Ego durch einen Kampf zu besiegen, wird die Macht, Tücken und Tricks des eigenen Egos kennen lernen und womöglich irgendwann so erschöpft und mürbe sein, dass er aufgibt.

Ganz anders ist es dagegen, dem Ego in friedvoller Absicht zu begegnen, es nicht als Feind zu sehen, sondern als ein Merkmal des Dunklen Zeitalters, das genau in diesem Zeitalter einen bestimmte Aufgabe erfüllt hat. Jetzt, da ein neues, Göttliches Zeitalter aufzieht, wird es nicht mehr gebraucht. So kann es jetzt in Frieden gehen, abtreten bzw. abdanken.

Jetzt, im neuen Zeitalter, will der Mensch (und sein SGW) nicht mehr in der Rivalität und Feindessicht leben, er will in Freundschaft und Gemeinsamkeit mit anderen leben und dazu braucht er kein Ego, sondern das Bewusstsein, dass wir alle Geschöpfe Gottes bzw. von Mutter Erde sind. Durch dieses Bewusstsein tritt der Mensch (und sein SGW) in das große Feld der Liebe in diesem Universum ein. Er kehrt quasi zurück in Gott und SEINE Liebe.

Dadurch löst sich die Wurzel der Gier auf und an ihre Stelle tritt die Wurzel der Gierlosigkeit, des göttlichen Gesättigtseins, des Erfülltseins und der Zufriedenheit. Der Mensch (und sein SGW) verlangen nach nichts mehr, denn sie haben alles, was sie brauchen. Sie treten ein in das immerwährende Glücklichsein. Dies bedeutet nicht, dass es keine Herausforderungen oder Lernaufgaben mehr gibt, sondern dass diese im „göttlichen Zustand“ bearbeitet, bewältigt, gelöst und gemeistert werden.

Der Mensch (und sein SGW) ist zufrieden mit dem, was er hat und was er bekommt; er begehrt nichts. Jedoch freut er sich über das, was er bekommt und was sein Glück noch mehr bereichert. Daraus leitet er allerdings keine Anhaftung ab, d.h. er fordert keine Weiterführung oder Wiederholung eines glücklich machenden Zustands. Denn er ist in einem dauerhaften Zustand immerwährenden Gesättigtseins, Erfülltseins und Zufriedenheit. In diesem Zustand braucht er nichts, weil ihm ja nichts fehlt.

Wer in einem Zustand des immerwährenden Gesättigtsein, Erfülltseins und der Zufriedenheit lebt, kann sich mit den essentiellen Dingen befassen, die zu seinem spirituellen Aufstieg gehören: Schwingungsanhebung, Frequenzanhebung und Erweiterung bzw. Anhebung seines Bewusstseins. Sein Fokus wird nicht durch seine Gier ständig abgelenkt und er ist nicht ständig damit befasst, seine Gier zu befriedigen.

Manche Menschen (und ihre SGWs) erkennen nicht, dass in ihnen Gier vorhanden ist. Sie mögen zwar in manchen Dingen scheinbar frei von Gier zu sein, aber auch eine Gier nach immer neuen Daten, nach spirituellem Wissen, nach Krankheit oder Leid gehört in den Bereich „Gier“. Auch hier kann ein ständiger Hunger bestehen, der den Menschen (und sein SGW) peinigt.

Genaugenommen ist alles Gier, wonach der Mensch giert. Bereits ein inniges Wünschen kann Gier sein. Gier ist immer dann am Werke, wenn ein Verlangen vorhanden ist – ein Verlangen nach einer Sache, einem Menschen, einem Zustand usw. Je heftiger ein Verlangen ist, desto mehr ist es die Wurzel der Gier/Raga.

Gesättigtsein, Erfülltsein und Zufriedensein ist die Rückseite der Medaille mit der Vorderseite „Gier“. Wer immer mehr und noch mehr verdienen möchte, ist gierig. Wer immer schöner und noch schöner aussehen möchte, ist gierig. Wer immer mehr bedauert werden und das arme Opfer sein möchte, ist gierig. Wer immer mächtiger und noch mächtiger werden möchte, ist gierig. Gier hat viele Gesichter.

Wer hingegen mit dem, was er hat völlig zufrieden ist, wer in einem Zustand des Satt-Seins und Erfüllt-Seins ist, wer nicht nach mehr verlangt, ist frei von Gier. Es ist wie bei einem Gefäß:

Der eine Mensch (und sein SGW) hat ein leeres Gefäß. Er wird von seinem Ego, seinen Todsünden und Wurzeln des Übels regiert.

Der andere hat ein volles Gefäß. Er wird von Gott, den Wurzeln des Göttlichen und den göttlichen Tugenden regiert.

Der eine mit dem leeren Gefäß schaut nicht nur neidisch auf den anderen, sondern er giert danach, sein Gefäß auch zu füllen. Doch was immer er auch tut, sein Gefäß wird nicht voll, denn das, was darin ist, wird sofort wieder verbraucht.

Das Gefäß des anderen hingegen wird niemals leer. Kaum dass etwas verbraucht ist, füllt sich das Gefäß wie von Zauberhand wieder auf. Das Gefäß hat eine Zuleitung; diese führt direkt zu Gott, zu SEINER Liebe und Fülle.

Die Basis von Gierlosigkeit ist die Niyama Santohsa, die Zufriedenheit, denn wer zufrieden ist, der giert nicht nach anderen Dingen, die er haben möchte, um sich zufrieden zu fühlen. Mit Santohsa ist sowohl innere als auch äußere Zufriedenheit gemeint, denn man kann nicht nur nach äußeren, materiellen Dingen gieren, sondern auch nach inneren Dingen, wie geistigem oder spirituellem Wissen, bestimmten Eigenschaften oder Talenten. Bei all dem ist es wichtig, in seinem Inneren zufrieden und glücklich zu sein und dieses Gefühl dauerhaft in sich zu bewahren.

Santosha bringt ein Kernproblem vieler spiritueller Menschen zum Vorschein. Es scheint fast unmöglich, sich den verführerischen Verlockungen der 3D-Welt zu entziehen und in der göttlichen Zufriedenheit – und damit auch in der Bescheidenheit – zu verweilen. Widerstand scheint zwecklos, da das Ego ständig neue Wünsche in einem hervorbringt und die Gier nach Dingen steuert. So können spirituelle Menschen zwar durchaus ihr Begehren und ihre Gier wahrnehmen, sie aber nur schwer in ihrem Umfang verstehen und meistern.

Ein Beispiel: Ein spirituelles Wesen mag Meditationsmusik und sammelt seit vielen Jahren Hunderte von CD’s. Es hat eine große Sammlung, die völlig ausreicht, um Monatelang Musik zu hören, ohne eine CD mehrmals zu spielen. Es braucht keine weitere Meditationsmusik, um sich mit Gott zu verbinden. Trotzdem lässt das Bedürfnis in jenem Wesen nicht nach, diese umfangreiche Sammlung weiter zu vergrößern und es sucht nach neuen CDs, die es noch nicht hat. Das spirituelle Ego rechtfertigt diese Gier nach neuen CDs damit, dass das Wesen diese brauchen würde, um glücklich sein und zu Gott aufsteigen zu können.

Wohin bringt die Gier jenes Wesen? Kommt es durch die Erfüllung seiner Wünsche wirklich zu Gott? Ist es dann wirklich zufrieden? All das sind Fragen, die Du Dir in diesem Zusammenhang stellen solltest.

Um aus der Spirale der Gier auszusteigen, erfordert es ein stabiles Fundament an innerem Frieden, zu dem neben Santosha auch Rechtschaffenheit und Selbstlosigkeit gehören, welche das Wir-Bewusstsein stärken und das Ego und seine Gier klein halten. Denn nur ein egoistischer Mensch, der in der 3. Dimension oder den Minus-Dimensionen schwingt, möchte dieses und jenes für sich haben, um sein Ego zu befriedigen und seinen Leidenschaften nachzugeben. Ein selbstloser Mensch denkt dagegen zuerst an das Wohl seiner Mitmenschen und erst dann an sich selbst. Er kann also gar nicht in die Gier und ihre rastlose Energie kommen -vorausgesetzt er setzt seine Gier nicht für das Erreichen des Wohlergehens seiner Mitmenschen ein.

Hingabe, Meditation und Gottesverbundenheit stärken ebenfalls die Wurzel der Gierlosigkeit und schaffen einen Zustand des inneren Friedens und des Nicht-Haben-Wollens. Satviveka, die rechte Unterscheidung, ist ebenfalls notwendig, um die Illusion von der göttlichen Wahrheit zu erkennen und sich nicht in der Maya der Gier zu verlieren. Denn wer die Vergänglichkeit eines materiellen Gegenstandes oder einer Sache erkennt, den er begehrt, braucht diese nicht mehr haben zu wollen. Dem Erkennenden wird bewusst, wie unwichtig es im göttlichen Sinne ist, ob er dieses oder jenes besitzt oder nicht.

Eine weitere Säule der Gierlosigkeit ist die Yamas Aparigraha, die Anspruchslosigkeit und Bescheidenheit. Denn wer bescheiden und anspruchslos ist, kann nicht gierig sein. Wirkliche Freiheit von der Maya und Einheit mit Gott ist das höchste Ziel jedes Geschöpfes. Dies kann nur erreicht werden, wenn sich der Mensch von jeglichem Verlangen nach etwas anderem als Gott trennt.

Ein gierloser Mensch „klebt“ nicht an seinem Besitz, an Einweihungen oder an anderen Menschen. Er definiert sein Selbstwertgefühl, seine Zufriedenheit und seine Liebe nicht mehr ausschließlich über materiellen oder geistigen Besitz oder andere Menschen. Er nimmt nichts an, was ihm nicht zusteht, und übt sich auch darin, nichts zu nehmen, sondern die Gaben Gottes zu empfangen, die gemäß dem göttlichen Fluss freiwillig zu ihm kommen. Das führt zu einer großen Befreiung und bewirkt gleichzeitig eine tiefe innere Freude und Zufriedenheit. Das Selbstbewusstsein eines solchen Menschen basiert auf seinem wahren, inneren göttlichen SGW-Wert und nicht auf äußeren Dingen.

Dadurch vermehrt sich der innere Reichtum der göttlichen Fülle, der Liebe und des Friedens im gierlosen Menschen. Göttliche Weisheit, Erkenntnis, Verständnis, Toleranz, Zufriedenheit, Selbstsicherheit, Großherzigkeit und Bewusstheit nehmen zu. Der gierlose Mensch begehrt dann gar nichts anderes mehr, da er bereits in sich selbst glücklich und erfüllt ist und den höchsten Zustand der göttlichen Erleuchtung erreicht hat. Denn nur wer in seinem Inneren das Gefühl hat, das ihm etwas fehlt, und er sich leer und unzufrieden fühlt, strebt rastlos nach irgendwelchen Dingen, von denen er sich erhofft, dass sie die innere Leere in ihm füllen und ihm ein Gefühl der Ruhe vermitteln können.

Der gierlose Mensch erkennt in allem, wonach andere Menschen gieren, die Maya und die Unvollkommenheit der Schöpfung. Dadurch kann er den aufkeimenden Samen des gierigen Egos in sich sofort transformieren. Dazu wollen wir Dir ein Beispiel geben:

Es kann vorkommen, dass Du ein starkes Verlangen nach einem bestimmten Menschen entwickelt, der so ansprechend aussieht oder sich verhält, dass Du Dich zu ihm hingezogen fühlst, sobald Du ihn siehst. Lass uns genau betrachten, wie es um diesen so anziehenden Menschen in Wirklichkeit bestellt ist. Obwohl er oder sie von sehr angenehmen Äußeren sein mag, verbirgt die körperliche Hülle viele wenig anziehende Substanzen. Die Person ist wie eine goldene Vase, gefüllt mit unreinen Exkrementen, Parasiten, Schleimen und Giften. Der Körper ist nichts anderes als ein Behälter, die zahlreiche Substanzen in sich beinhaltet, von denen gemäß der tibetischen Medizin 32 unreiner Art sind. Der Oberkörper ist voll von Blut, Eiter und Hirnflüssigkeit. Der Unterkörper ist voll von Urin und Exkrementen, Galle und Lymphe. Wenn man sich vor Augen hält, was der scheinbar so schöne Mensch in seinem Inneren wirklich ist, kann man sich nur noch fragen, was man mit seinem gierigen Ego an ihm eigentlich so anziehend findet.

Gemäß der tibetischen Medizin beherbergt der physische Körper zudem 84 000 Arten von Würmern, die Manifestation des Egos, der Wurzeln des Übels und der Geistesgifte sind, und die immerfort daran arbeiten, den physischen Körper zu zerstören, dem Tod nahe zu führen und auch die Seele zu vergiften. Wenn Du Dich zu jemanden hingezogen fühlst und diesen begehrst, der gerade von Würmern seines Egos innerlich zerfressen wird, machst Du da nicht einen großen Fehler und gefährdest auch Deine eigene seelische Reinheit?

Diese Überlegung wird im Buddhismus auch die Kontemplation über die Unreinheiten des Körpers genannt, um die Gier nach einem anderen Körper zu transformieren. Sie kann genauso auch für andere materielle Objekte verwendet werden, denn alles ist vergänglich und zersetzt sich früher oder später.

Wenn jemand stirbt und vom Körper nach einigen Jahren nur noch ein Gerippe übrig bleibt, kann man dies sehr deutlich sehen. Die lebenden Menschen und besonders das Ego, das Angst vor dem Tod hat, findet es schrecklich und weicht vor ihm zurück. Jedoch ist es genau dasselbe Gerippe in unserem physischen Körper, wenn wir leben. Und es ist im Körper jedes anderen Menschen, mit dem wir es zu tun haben.

Wenn Du darüber nachdenkst, wirst Du mit Deinem Ego keine Gier und Anhaftung gegenüber einem solchen Gerippe entwickeln, das nur in die verschiedenen anderen Teile des Körpers – wie Haut, Fleisch, Muskeln und Gewebe – gehüllt ist und nichts anderes als die materielle, vergängliche Form der Seele darstellt, die nicht unser wahres Ich ist.

Im Buddhismus wird sogar so weit gegangen, dass man sich gezielt die geliebte Person, nach der man mit seinem Ego giert, als Leiche vorstellt, voll von Würmern, die das Fleisch auffressen. Man meditiert gezielt über ein solches Gerippe, um die Gier des Egos zu transformieren. Man kann sich auch den eigenen Körper als Leiche vorstellen, wenn man von besonderer Gier zu diesem erfüllt ist, z.B. eine Schönheitsoperation, Jugendlichkeitswahn, Schlankheitswahn, usw. Auf diese Weise löst man die Gier und Verhaftung am Körper.

Diese Methode ist sehr wirksam, um das Gift des Verlangens zu überwinden und in die Gierlosigkeit einzutreten. Man kann diese Art der Meditation auch auf andere Emotionen übertragen. Sie überwindet auch den Stolz des Egos, denn wenn man in dieser Art über sich selbst meditiert, wird jede Art des Stolzes des Egos, ein toller Körper oder eine großartige Person zu sein, verschwinden. Dadurch wird die Bedeutsamkeit des eigenen Egos abgebaut und anziehende Dinge verlieren ihre Bedeutung. Man verdeutlicht sich die Vergänglichkeit und Verletzlichkeit irdischer Dinge, Menschen oder des eigenen Körpers. Wir sehen, dass das Körperliche und Materielle, das man begehrt hat, nichts Stabiles ist, das uns auf dem Weg zu Gott voranbringen kann, so dass wir es loslassen. Dies ist der erste Schritt auf dem Weg der göttlichen Weisheit.

Die höchste Macht und Kraft in diesem Universum ist Gott und SEINE göttliche Liebe. Obwohl Gott als „höchste Macht“ in diesem Universum bezeichnet wird, wird das Wort „Macht“ im Zusammenhang mit Gott selten verwendet. Statt dessen spricht man von der göttlichen Autorität, die Gott AMA innehat und ausübt. SEINE Autorität ist die Ur-Autorität in diesem Universum, da sie immer war und immer sein wird, solange dieses Universum besteht.

Gott musste sich nie Macht erwerben, wie dies beispielsweise bei Menschen der Fall ist. Diese besitzen weder Macht noch Autorität. Gott ist die Ur-Autorität und die Ur-Macht dieses Universums. SEINE höchsten Engel sind die Repräsentanten SEINER höchsten Macht und Kraft.

Die Gier nach Macht oder die gierige Macht dieses Universums entstand, als Luzifer, einer der höchsten Engel Gottes, aus dem Himmel in die Hölle gestürzt wurde. Durch diesen Sturz verlor er die göttliche Ur-Macht bzw. Ur-Autorität. Seitdem kämpft er mit aller Macht und Kraft darum, wieder in seine frühere göttliche Macht zu gelangen. Ein Kampf, den er nie gewinnen kann und wird, auch wenn er sein Super-Ego noch so sehr aufbläht.

Zwischen göttlicher Autorität und der Macht Luzifers, des Anti-Gottes oder Ego-Gottes, gibt es gravierende Unterschiede. Die göttliche Autorität war immer und wird immer sein, sie muss sich weder bestätigen noch verteidigen oder gar immer wieder aufs Neue festigen. Sie ist wie eine Säule aus Diamanten, der härtesten Materie dieses Universums. Die anti-göttliche Macht hingegen war niemals und wird auch niemals sein. Sie muss ständig um ihre Existenz und ihre Herrschaft kämpfen, muss sich ständig neu festigen und bestätigen. Sie ist wie eine Säule aus Sandstein, die immer wieder durch Wind und Wetter in sich zusammenfällt und stets neu errichtet werden muss. So ist Luzifer ständig damit befasst, um seine Macht zu kämpfen und sie neu zu festigen. Und so wie er es tut, tun es auch all jene, die Egowesen sind und sich in seinen Dienst gestellt haben.

So herrscht in der Menschen-Ego-Welt ein beständiger Kampf um die Macht: zwischen Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen, Paaren, Nachbarn, Arbeitskollegen, Unternehmen, Geschäftspartnern, Religionen, Kulturen usw. Und immer geht es um dasselbe, um Macht. Man will Recht haben, bestimmen, das Sagen haben und man möchte über den anderen bzw. über andere herrschen.

Macht bzw. Machtstreben kennt kein Pardon, ist herrschsüchtig, egoistisch, berechnend, kaltherzig, skrupellos, gewissenlos. Sie hat nur eins im Sinn: sich auf den Sockel der Macht zu stellen und über andere und diese Welt zu herrschen, über andere zu siegen, sie zu unterwerfen. Wer Macht erreicht, wird zu einem Herrscher, zu einem Gott, den andere verehren und anbeten. Machtmenschen sind damit nichts anderes als Ausdruck von Luzifer, der beständig danach strebt, seinen Machtbereich zu demonstrieren und zu vergrößern.

Göttliche Ur-Autorität hingegen ist eine gütige, großherzige, wohlwollende, fürsorgliche, edle, friedfertige, selbstlose Autorität und Macht zum Wohle von allem, was ist. Sie empfindet weder Vergnügen, andere zu besiegen und zu unterwerfen, noch hebt sie damit ihren Selbstwert an. Die göttliche Ur-Autorität ist eine feste Konstante in diesem Universum, die durch nichts erschüttert werden kann.

Da, wo göttliche Ur-Autorität bzw. Ur-Macht ausgedrückt wird bzw. sich zeigt, herrscht ein so großes Kraftfeld und Bewusstsein von göttlicher Macht und Kraft, dass alles vor dieser in die Knie geht, mehr noch, gehen muss, da sie alles in die Knie zwingt. Diese höchste göttliche Macht und Kraft zwingt selbst das Reich Luzifers und seine schwarzen Engel in die Knie, ja sogar ihn selbst in die Knie.

Deshalb ist die größte Angst des Ego-Gottes und seiner Ego-Wesen die Angst vor der höchsten göttlichen Autorität und Macht Gottes. Wo sie sich zeigt, weichen Luzifer und seine Engel sowie alle seine Anhänger zurück, da sie von diesem göttlichen Feuer nicht verbrannt werden wollen.

All diejenigen, die in sich eine Gier nach Ego-Macht verspüren, in der Form, dass sie sich über ihre Mitmenschen erheben wollen, dass sie über diese bestimmen und herrschen wollen, dass sie diese unterdrücken wollen und sich gefügig machen wollen, sind Ausdruck ihres Egos sowie des Super-Egos des Anti-Gottes. Ihre Gier nach Macht ist unersättlich und sie kämpfen um jeden Zentimeter ihrer Machtposition. Sie wollen das Sagen haben, wollen bestimmen, sowohl im Zusammenleben mit ihren Familienangehörigen, als auch mit Arbeitskollegen oder Geschäftspartnern. Dazu verwenden sie eigene oder erlernte Macht-Strategien, die von simulierten Krankheiten über Schmeicheleien bis hin zu Psycho-Spielchen reichen.

Der Machtgierige möchte sich andere unterwerfen, um allein das Sagen zu haben, um andere vor sich auf die Knie zu zwingen und selbst als der Große da zu stehen. Wenn er andere besiegt hat und der große Sieger ist, weidet er sich nicht nur an deren Schwäche, sondern sonnt er sich im eigenen Ruhm und fühlt sich mächtig wie ein Gott.

Wenn der Machtgierige in seinem Machtkampf versagt und sich andere nicht unterwerfen kann, wenn er nicht der Sieger, sondern der Verlierer ist, leidet sein Selbstwert ganz enorm und er fühlt sich minderwertig, klein und machtlos wie ein Zwerg. Aus diesem Minderwert heraus, wird er sich andere Gegner suchen, die leichter für ihn zu bezwingen sind, oder er wird sich andere Taktiken aneignen, mit denen er erfolgreicher agieren kann. Wer in der Machtgier gefangen ist, wird niemals Ruhe finden, denn die Machtgier peitscht ihn ruhelos voran.

Und selbst wenn der Machtgierige es bei seinem Machtstreben geschafft hat, auf einem Ruhmessockel zu stehen, ist seine Machtgier noch nicht befriedigt. Er will mehr und immer mehr; er will die Macht über alles und jeden: die Macht über alle Menschen, die Macht über die Welt, die Macht über alles Göttliche und Gott selbst. Doch dabei wird der Machtgierige mit seinem Hochmut zu Fall gebracht. Das Spiel mit dem Feuer der Macht wird ihn letztlich verbrennen.
Zudem bekämpfen sich die Tiger der Machtgier untereinander und fressen sich gegenseitig auf. Wie viele, die im Zenit der Macht stehen, müssen täglich um ihre Machtposition kämpfen, um nicht von noch Machthungrigeren vom Sockel gestoßen zu werden. Die Gier nach Macht macht aus Menschen gefährliche Tiger, die jeden angreifen und töten, der ihnen selbst gefährlich werden könnte.

Wer in der Machtgier lebt, kann nicht lieben, denn Liebe ist für ihn nichts als eine Sache, die ihm und seiner Machtgier dient. Ein solcher Mensch will nicht Zweisamkeit, nicht Gemeinsamkeit, nicht gegenseitiges sich Fördern, nicht gegenseitigen Respekt und Wertschätzung, nicht miteinander Teilen, sondern er will, dass der, der ihn liebt, ihm und seinen Machtinteressen dienlich ist.

Wer in der Machtgier lebt, hat kein Herz, sondern statt dessen einen kalten Stein in seinem Herzen. So hat er auch kein Herz für andere oder für diese Welt. Vielmehr will er andere und diese Welt bzw. Mutter Erde ausbeuten und die Gewinne daraus in seine Machtposition einbringen, damit sie ihm möglichst große Vorteile bei seinem Machtstreben bringen.

Wer in der Machtgier lebt, hat keine Gefühle, sondern ist absolut kalt und gefühllos. Er hat kein Mitgefühl mit Menschen, die er benutzt, erniedrigt oder ausbeutet. Wenn er scheinbar Gefühle oder Mitgefühl zeigt, so ist das nichts als Berechnung bzw. Show, die einzig und allein dazu dienen, dass er bei seinem Machtstreben möglichst gut vorankommt bzw. da steht.

Wer in der Machtgier lebt, hat keine Freude im Inneren, kann nicht aus der Freude heraus lachen und sich am Leben freuen. Er ist statt dessen freudlos, verbissen und sein Lachen ist allenfalls hämisch und schadenfroh. Für ihn ist das Leben ein erbitterter Kampf um Macht, der keine Freude beinhaltet, sondern einzig und allein auf Befriedigung seiner Machtgier ausgerichtet ist.

So tötet die Gier nach Macht alles ab: das Göttliche im Menschen (und seinem SGW), die Liebe, das Herz, die Gefühle, die Freude am Sein, die Freude am Leben. Der Mensch (und sein SGW) leben in der absoluten Gottferne, dafür aber im Herrschaftsbereich des Anti-Gottes. In ihm lodert das Feuer der Gier, das einzig und allein nach Befriedigung sucht, damit die Gier gestillt wird. Doch die Gier wird nicht durch Befriedigung gestillt. Das lodernde Feuer lässt nicht nach, sondern brennt weiter und verbrennt letztlich den Menschen (und sein SGW).

So gesehen, bringt die Machtgier den Menschen (und ihren SGWs) nichts. Sie gibt ihnen kein Leben, sondern nimmt ihnen das Leben. Denn Leben ist nur dann „Leben“, wenn es sich um ein göttliches Leben handelt, d.h. ein Leben mit Gott und den göttlichen Qualitäten, wie beispielsweise Frieden oder Liebe.

Jeder, der in sich eine Gier nach Macht verspürt, sollte sich dessen bewusst sein und die Wurzel der Gier in sich zurückschneiden oder am besten ausreißen. Man kann Gier zulassen oder man kann sie nicht zu lassen. Auch ein kurzfristiges Wünschen oder Verlangen kann bereits Gier in der Vorstufe sein.

Wer beispielsweise über einen Mitmenschen bestimmen möchte, wer seine Interessen gegenüber ihm durchsetzen möchte, wer Recht haben möchte, wer den anderen ganz gezielt attackiert, erniedrigt oder verletzt, weil er seinen geringen Selbstwert damit aufpolieren und sein Ziel erreichen möchte, wer anderen vorschreiben möchte, wie sie sich zu verhalten haben und was sie alles falsch machen, spielt bereits ein Machtspiel und befindet sich in der Machtgier.
Die Machtgier kann sehr subtil in vielen Dingen und Verhaltensweisen vorhanden sein. Das sollte man sich immer vor Augen halten. Deshalb sollte man sich selbst sehr genau beobachten, ob nicht in den Dingen, die man tut, möglicherweise eine Gier nach Macht enthalten ist.

Jeder Besserwisser, der über andere wertet und urteilt, sie abwertet und verurteilt, ihnen ihren Wert nimmt, lebt in der Machtgier, denn er möchte seinen eigenen Wert damit höher stellen. Durch seine Abwertung und Verurteilung übt er Macht über den anderen aus.

Machtgier ist immer dann im Spiel, wenn sich einer erhöhen möchte, indem er einen anderen erniedrigt. Der sich erhöht hat, fühlt sich gegenüber dem anderen mächtig. Der, der erniedrigt wurde, fühlt sich gegenüber dem anderen machtlos. Machtgier führt somit auf der einen Seite zur Macht des Egos und auf der anderen Seite zur Machtlosigkeit des Egos.
Somit muss man sich ständig genau beobachten, ob in dem, was man tut, nicht bereits Machtgier und ein Machtspiel enthalten ist. Erkennt man, dass Machtgier im Spiel ist, muss man das Spiel unverzüglich beenden und seine Wurzel der Machtgier zurückschneiden bzw. ausreißen.

Gott allein ist die höchste Autorität in diesem Universum. IHM allein obliegt es, Macht auszuüben. Wir, als seine Geschöpfe, haben die Aufgabe, uns SEINER höchsten Autorität zu unterwerfen und SEINE göttliche Macht anzuerkennen. Das ist eine Grundregel dieses Universums.

Uns, als SEINEN Geschöpfen, steht es nicht zu, Macht über andere Geschöpfe oder über die Schöpfung Gottes auszuüben. Das ist SEIN Herrschaftsbereich, in dem wir nur SEINE Geschöpfe sind, denen er erlaubt hat, in SEINEM Universum zu sein. Uns steht keine göttliche Macht zu. Diese gehört einzig und allein Gott und SEINEN höchsten Engeln und nur sie haben die Befugnis, diese auszuüben.

Jedes Geschöpf, ob gut oder böse, unterliegt der höchsten Autorität und Macht Gottes. Uns steht es nicht zu, das gute Geschöpf zu lieben bzw. zu loben und das böse Geschöpf abzulehnen bzw. zu verteufeln. Dass diese Geschöpfe in diesem Universum existieren, unterliegt dem Plan und der Weisheit Gottes.

Wenn wir uns dennoch zu Bewertungen und Verurteilungen hinreißen lassen, zeigen wir damit, dass wir den Plan und die Weisheit Gottes nicht für gut heißen und wir besser wissen, wie es zu sein hätte. Damit befinden wir uns auf dem anti-göttlichen Kurs, selbst wenn wir täglich meditieren oder beten und von uns behaupten, wir hätten eine gute Gottesverbindung.

Alles unterliegt dem Plan und der Weisheit Gottes und nur diese ist der Maßstab und Kurs für dieses Universum. Wenn wir uns anmaßen, es besser zu wissen, und uns damit vom Geschöpf Gottes zum Besserwisser erheben, wodurch wir uns durch unser Ego größer und stärker fühlen, verhalten wir uns anti-göttlich. Dies hat Konsequenzen für uns selbst und unser Leben. Die göttliche Liebe und der Frieden werden uns entzogen (da wir uns selbst davon abgeschnitten haben) und unser Herz geht zu und erkaltet (da die Flamme der Gottesliebe nicht mehr darin brennt). Statt dessen wächst die Flamme des Zorns, die durch die Machtgier angefacht wird.

Das einzige, was wir zu tun haben, ist uns der Autorität und Macht Gottes zu unterwerfen und das anzunehmen, was Gott uns schickt. Wir müssen nichts verlangen oder wünschen oder begehren. Wir dürfen aber Gott um etwas bitten. Ob unsere Bitte dann erhört wird oder nicht, liegt wiederum in der Entscheidungsgewalt Gottes.
Die Unterwerfung unter Gott scheint manchen Menschen unmöglich oder sehr schwer. Sie glauben, damit etwas zu verlieren, nämlich ihre Freiheit und Selbstbestimmtheit. Dies ist jedoch ein Irrglaube. Die Unterwerfung unter Gott befreit den Menschen (und sein SGW) vom Ego und Super-Ego, das mit seiner Zwanghaftigkeit, seinen Begierden, seiner Feindessicht und seiner Großmannsucht den Menschen (und sein Ego) ständig voranpeitscht und ihn nicht zur Ruhe kommen lässt.

Die Unterwerfung unter Gott führt den ruhelosen und rastlosen Menschen (und sein SGW) endlich in die Ruhe. Das ständige Wollen und Begehren erlischt und macht einer himmlischen inneren Ruhe Platz. Der Mensch (und sein SGW) will und begehrt nichts mehr. Er folgt jedoch den Impulsen seiner göttlichen Intuition, die ihm „sagen“ oder „zeigen“, was für ihn zu tun ansteht. Wenn der Mensch (und sein SGW) diesen Impulsen folgt, fühlt er im Herzen ein gutes und stimmiges Gefühl. Solange ihn dieses Gefühl begleitet, kann er sicher sein, dass er im göttlichen Sinne und Plane ist bzw. handelt.

Die Gier nach Macht (über andere Menschen) weicht dann einer altruistischen, göttlich-neutralen Liebe, die den anderen – so wie er ist – wertschätzt und sein lässt, weil das Bewusstsein vorhanden ist, dass jeder Mensch bzw. jedes Menschenleben der Macht und Weisheit Gottes unterliegt. Die Wertschätzung und den Respekt, den man anderen Menschen entgegenbringt, bringt man damit genaugenommen Gott entgegen.

Wenn bei der Gier nach Macht andere Menschen erniedrigt werden, bringt der Mensch dem Geschöpf Gottes Verachtung und Erniedrigung entgegen. Dieses Verhalten ist jedoch viel weitreichender, denn der Mensch bringt damit genaugenommen Gott Verachtung und Erniedrigung entgegen.

Die Freiheit von der Machtgier kann nur dann eintreten, wenn sich der Mensch (und sein SGW) Gott und dem göttlichen Plan sowie der göttlichen Weisheit unterwirft. Dies ist der Akt der absoluten Anerkennung des Schöpfer und Herrschers dieses Universums durch das Geschöpf und den „Bürger“ dieses Universums. Denn der Mensch (und sein SGW) ist nichts anderes als ein Geschöpf und „Bürger“ dieses Universums. Seine Position ist nicht die eines Herrschers. Die Herrschaft in diesem Universum hat einzig und allein Gott AMA inne, dem SEINE höchsten Engel zur Seite stehen und dafür sorgen, dass SEINE göttliche Autorität und Macht ausgeübt und bewahrt wird.

Zu einer der wichtigsten Eigenschaften Gottes gehört die absolute, allumschränkte Allmacht, die ER über alles, was ist, hat. In den heiligen Schriften hat ER geschrieben: Sicherlich werde ich ICH siegen, ICH und meine Engel des Lichts sowie meine Spirituellen Meister. Wahrlich, ICH bin groß, allmächtig und erhaben.

Gott ist der Schöpfer aller Dinge und ER ist der Einzige, der Allmächtige. Gott hat die Menschen erschaffen und ER lässt sie sterben.

ER ist der, der keiner Partnerschaft bedarf. Wer also etwas tut und es einem anderen widmet als IHM, der sagt sich von IHM los und überlässt seine Seele dem anderen.

Und wenn alle Bäume, die auf der Erde sind, Schreibrohre wären, und die Meere Tinte, und sieben Ozeane würden sie ständig mit Nachschub versorgen, selbst dann könnten die Worte Gottes über SEINE Allmacht nicht erschöpft werden. Wahrlich, ER ist allmächtig, allweise.

Materie (lat. Materia = Stoff) ist die Bezeichnung für die Stoffe bzw. Substanzen, aus denen alle Dinge der Welt bestehen. Materie steht im Gegensatz zur Nichtmaterie, zu der beispielsweise Geist oder Bewusstsein gehört.
Wenn wir von „materieller Welt“ sprechen, so meinen wir primär, die physische Welt, wie wir sie mit unseren Sinnen wahrnehmen können. Wir sehen einen Berg, also ist er materiell; wir sehen eine Stadt, also ist sie materiell; wir sehen ein Haus, also ist es materiell. Ebenso können wir den Berg, die Stadt, das Haus berühren und fühlen und so die Materie dieser Welt wahrnehmen.

Die materielle Gier besteht normalerweise nicht, wenn sie auf Natur bezogen ist, z.B. auf einen Berg oder einen See. Sie besteht jedoch, wenn sie auf ein Haus oder Konsumgüter bezogen ist, z.B. einen Fernseher, ein Auto oder ein Kleid, denn diese Dinge sind mit Geld zu kaufen und liegen damit im Möglichkeitsrahmen eines Menschen.
Der Materie-Gier liegt das starke Verlangen zu Grunde, das eigene Ich bzw. Ego, das sich geringwertig, klein und unbedeutend fühlt, mit materiellen Werten aufzuwerten, größer zu machen, damit es sich bedeutend fühlt sowie die Sinne zu befriedigen.

Wer z.B. in einer Hütte lebt, kann seinen geringen Selbstwert oder besser seinen geringen Ich-Wert durch den Kauf einer Villa und ein Leben im Luxus aufpolieren und so ein Gefühl von Selbstbewusstsein und Größe erlangen. Wer beispielsweise nur Billigkleidung trägt, kann seinen geringen Ich-Wert durch den Kauf und das Tragen von Edel-Klamotten aufpolieren und so mehr Selbstbewusstein und Attraktivität erlangen.

Dass es sich hierbei nur um ein scheinbare Steigerung des Selbstbewussteins bzw. handelt, erkennt der egobezogene Mensch in seiner Gier nicht.

Die Basis von materieller Gierlosigkeit ist die Bescheidenheit, welche auf Sanskrit auch Vinaya genannt wird. Vinaya bedeutet „wegführend, wegnehmend“, aber auch „Demut, Disziplin, richtiges Verhalten, Erziehung des Egos und KWs, Höflichkeit und Bescheidenheit“. Bescheidenheit heißt also, dass man seinem Ego und KW gezielt das wegnimmt, was es begiert, und es stattdessen zurück auf den Pfad des bescheidenen, reinen göttlichen Verhaltens führt.

Eine weitere wichtige Säule von materieller Gierlosigkeit ist dabei die Yamas Brahmacharya, das Maßhalten, das sich sowohl auf die Sinne als auch die Materie bezieht. Erst dieses Maßhalten kann zu Brahmacintana, d.h. der Kontemplation über die Wirklich von Gott AMA führen. Da der Geist frei von den Begierden des Egos ist, kann sich der Mensch, der nun wie ein leeres Gefäß ist, der göttlichen Wahrheit öffnen. Das Wesen vereint sich dann mit dem Göttlichen, mit Gott AMA, was Brahmaikyata genannt wird.

Wenn in einem spirituell entwickelten Wesen noch Wünsche auftreten, dann handelt es sich nicht mehr um die niederen Begierden des Egos, sondern um den alleinigen Wunsch, Gott AMA zu erkennen, IHN zu suchen, IHN zu untersuchen, IHN zu finden. Das Wesen richtet seine polare Kraft der Gier/Raga in gewandelter Form allein auf Gott AMA und die Einheit mit IHM, so dass die Gier erlöst wird. Die Gier dient hier als Antrieb, ähnlich der Gunas Rajas, um die Realität des Einen und die relative Unwirklichkeit der Maya und ihrer Vielfalt zu erkennen.

Bei der Erkenntnis von Gott AMA ist keine intellektuelle Erkenntnis gemeint, sondern eine existentielle Verwirklichung Seines göttlichen Bewusstseins in einem, wodurch sich die Spaltung von Subjekt und Objekt auflöst und das Wesen ganz eins mit seiner Quelle wird. Ein solches Wesen wird Bramajnanin genannt, d.h. jemand der Brahman bzw. Gott AMA in seiner ganzen Seele kennt.

Als spirituell bewusstes Wesen ist es wichtig, dass man sich seiner Wünsche bewusst ist und ihren polaren Ego oder SGW-Ursprung erkennt. Patanjali sagt dazu: „Behalte Deine Wünsche und fühle sie solange es Dir gut tut und sie Deinem göttlichen Weg dienen, aber mache sie nicht mit Deinem Ego stärker als sie sind.“ Diese Beschreibung der Wünsche zeigt, wie notwendig es ist, mit ihnen bewusst umzugehen. Es hat keinen Sinn seine Wünsche zu unterdrücken und allen irdischen Freuden zu entsagen. Das ist nicht der Sinn der spirituellen Entwicklung. Es geht nicht um Kasteiung, sondern vielmehr darum, sich der eigenen Bedürfnisse und Wünsche im klaren zu sein und sie aus einer höheren, neutralen Warte heraus zu betrachten, ohne sie zum Hauptziel des Lebens zu machen.

Die alten Schriften erkennen an, dass jedes Wesen auf der Erde ein Mensch aus Fleisch, Blut, KW und Ego ist und demzufolge auch irdische Wünsche und Bedürfnisse hat, die das Leben in dieser Unterebene auf natürliche Weise begleiten und unterstützen, weil sie zur menschlichen Existenz dazugehören. Als grundlegende Bedürfnisse gelten z.B. Nahrung, Schutz und Wärme, soziale Zugehörigkeit, finanzielle Versorgung, Geborgenheit und Liebe. Der maßgebliche Unterschied zwischen der Befriedigung dieser natürlichen Bedürfnisse des Menschen einerseits und der daraus wachsenden Begierde des Egos andererseits ist die Meisterschaft des Begehrens, d.h. die bewusste Beherrschung der Wurzel der Gier und des Verlangens des Egos.

Beherrschung bedeutet hier stets eine neutrale Kontrolle, aber niemals eine Unterdrückung, denn alles, was man unterdrückt, kommt eines Tages wieder in geballter Form zurück an die Oberfläche und schadet einem mehr als vorher. Es geht bei der Meisterschaft der materiellen Gier also um eine bewusste Balance von natürlichen, körperlichen Bedürfnissen und den Leidenschaften des Egos. Wen man z.B. seiner Gier nach Essen, nach Kaufen oder nach Geld zu freien Lauf lässt, lenkt einen das von der Wandlung seines Gesamtwesens und der Stärkung der Wurzeln des Göttlichen ab, so dass man nicht in die höheren göttlichen Dimensionen aufsteigen kann, sondern in den Minus-Dimensionen gefangen ist.

Mit Brahmacarya, der Mäßigung, verbunden ist auch die Yamas Asteya, die Begierdelosigkeit bzw. Abwesenheit von Verlangen, denn wer kein Verlangen nach der Maya hat, kann sich auch nicht an diese binden. Asteya bedeutet auch Nicht-Stehlen, was nicht nur bedeutet, dass man kein Dieb sein soll, sondern dass man das Verlangen nach irdischem Besitz überhaupt aufgeben soll, denn erst dadurch kann man zu innerem Frieden und Neutralität gelangen. Das Ego muss sich also mäßigen und lernen, nicht mehr materielle Dinge von der Erde, von der Natur, von anderen Menschen, von Tieren, etc. zu „stehlen“, um sich „glücklich“ und erfüllt zu fühlen.

Das Ego in der 3D-Welt neigt nämlich dazu, auf Kosten anderer Menschen, Tiere, Pflanzen, Steine, der Natur und sonstiger Lebewesen zu leben. Es beutet aus und hat dadurch ein großes Ungleichgewicht auf der Erde geschaffen, das eines Tages kippen wird und sich gegen ihn richten wird. Die Gier hat die Menschen des dunklen Zeitalters mit dem Planeten und allen Lebewesen, die auf ihm sind, karmisch verstrickt. Der Geiz, das Gestohlene nicht mit anderen zu teilen, führt zu Krieg, Missgunst und Streit. Der Neid der Betrogenen und Bestohlenen führt wiederum zu Gier und Krieg, so dass kein Ende dieser negativen Unfriedensspirale in Sich ist.

Wenn sich die Menschen von ihren Begierden beherrschen und lenken lassen, können sie sich nicht spirituell entwickeln, da sie nicht in ihr Herz hineinspüren und auf die Stimme der göttlichen Liebe hört, die ihnen sagen würde, was ihnen eigentlich fehlt und was ihnen wirkliche Lebensfreude schenkt. Negative Gefühle wie Leere, Einsamkeit, Unzufriedenheit, Zweifel oder Angst herrschen in ihrem Bewusstsein vor und die Menschen suchen irdische Ersatzbefriedigungen wie Einkaufen, Essen, Geldverdienen, statt innerer Zufriedenheit. Egal, ob Du Schokolade in Dich hineinstopfst, Dich mit Fernsehen oder Computerspielen ablenkst oder einen Shoppingtrip machst – nichts befriedigt auf Dauer. Das kurze Glücksgefühl, das das Ego in solchen flüchtigen Augenblicken empfindet, löst sich ganz schnell in nichts auf.

Die Freiheit von der materiellen Gier bedeutet also, den eigenen Körper, das KW und das Ego permanent zu beobachten und zu enttarnen, was uns antreibt. Auf diese Weise kann die göttliche Energie in unserem Inneren nicht durch unkontrollierte Begierde verschwendet werden, die am Ende fruchtlos bleibt, sondern in göttliche Projekte gelenkt werden, die uns auch göttliche Früchte einbringen werden.

In dem Moment, in dem man anerkennt, dass man selbst entscheiden kann, in welche Kanäle man seine göttliche Energie lenken kann, wird man achtsamer mit ihr umgehen. Als Folge davon wird man weder sein KW noch seinen Körper durch zu viel und ungesundes Essen, durch zu viel Alkohol, Konsum oder Berieselung verunreinigen und schwächen. Du wirst die göttliche Licht- und Lebensenergie in Dir nicht länger verschwenden, sondern Deine Aufmerksamkeit auf das Wesentliche, nämlich auf Gott AMA und Deinen Weg der Einheit mit IHM, richten. So ist die Gierlosigkeit auch ein Wandel im Sinne Gottes, wodurch die Schwingung und das Wesen des Menschen verfeinert und veredelt werden.
Du solltest Dir immer bewusst sein, dass Begierde, d.h. Emotionen der Wurzel der Gier/Raga, Leid verursachen. Begierde führt zu negativen Gefühlen wie Verlustangst, Misstrauen und Neid, was sich am aktuellen Konsumverhalten in L’Egoland zeigt. Ständig muss man ein neues Handy haben, um „in“ zu sein. Kauft man sich z.B: kein neues Handy, dann fühlt man sich zurückgesetzt und gerät in einen regelrechten Konkurrenzkampf um die aktuelle Technik. So versucht man ständig mitzuhalten und überzieht deswegen sogar sein Konto, um sich die neuesten technischen Errungenschaften zu kaufen. In einem solchen Zustand können sich die Menschen nur noch schwer mit ihrem inneren Beobachter kontrollieren und aus der Wurzel der Materiegier aussteigen. Diese wird durch die Todsünde des Neides zusätzlich angefacht, denn immer wenn man Neid auf das hat, was andere haben, wird das begierige Ego alles daran setzen, das Erwünschte auch zu bekommen.

Mit der Gier entsteht ein Konkurrenzkampf um das gewünschte Objekt, was sich beim Ansturm auf die Apple-Geschäfte zeigt, wenn ein neues Iphone herausgegeben wird. Die Menschen trampeln sich gegenseitig nieder und begegnen sich mit Hass und Rücksichtslosigkeit, nur um das begehrte Iphone als erster in den Händen zu h alten. Mit der Gier verbunden ist auch die ständige Angst das neue, teure Handy zu verlieren. Geizig möchte man es mit niemanden teilen und leidet, wenn man es einmal nicht bei sich hat oder es nur zur Reparatur geben musste.

In der westlichen 3D-Welt herrscht seit Jahrzehnten ein Überangebot an Nahrungs- und Konsummitteln und von allen Seiten beworbenen Produkten und Waren vor, welche großteils überflüssig und nur eine Spielerei sind. Im Überfluss des Angebots wurde in den meisten Menschen die Maßlosigkeit und die Gier ins Extreme angefacht, so dass sie nicht mehr zwischen notwendigen, ihrer spirituellen Entwicklung förderlichen und entbehrlichen, ihrer Schwingung schadenden Dingen differenzieren können. So ist es wichtig, dass das spirituell bewusste Wesen lernt, wieder achtsam abzuwägen, was es wirklich braucht und was nicht, was ihm und seiner Seele gut tut und was nicht, damit es den Weg zu Gott nicht aus den Augen verliert. Der bewusste Umgang mit materiellen Besitztümern aller Art ist es, was die Wurzel der materiellen Gierlosigkeit ausmacht.

Der bewusste Mensch, der seine materielle Begierde gemeistert hat, ist aus dem Hamsterrad seines Egos ausgestiegen. Er kann sich nun endlich an dem, was er erreicht hat, freuen! Sein Ego hatte ihn bis dahin angetrieben, ständig weiter zu machen und mit dem Erreichten nicht zufrieden zu sein. Nun ist damit Schluss. Das Wesen begehrt weder etwas Neues, um sich glücklich und erfüllt zu fühlen, noch hat es Angst, das Erreichte zu verlieren. Es ist dankbar für das, was es hat, klammert aber auch nicht daran, wenn es dieses wieder verlieren sollte.

Wer dauernd in einem Zustand der Gier und des Begehrens lebt, hat keinen Raum für Achtsamkeit, Meditation und Spiritualität. Es ist wie bei einem Hungrigen: Wenn der Magen knurrt, kann man sich kaum auf etwas anderes konzentrieren. Wenn man also dauernd damit beschäftigt ist, welche Anschaffungen man als nächstes machen möchte oder welche materiellen Dinge man für sein „Glücklichsein“ noch braucht, dann verliert man den Blick auf Gott AMA und Seine Wahrheit und ist in der Maya und ihrer Illusion gefangen.

Wisse: Es gibt in der modernen 3D-Welt so viele Produkte, die ständig erneuert, verbessert und modernisiert werden, und so viele Anreize, immer das Neueste und Bessere zu kaufen, dass dem Begehren des Egos keine Grenzen gesetzt sind. Du kannst Dein ganzes Leben mit Kaufen beschäftigt sein, ohne spirituell weiterzukommen! So erkenne die Illusion, die sich dahinter verbirgt, und konzentriere Dich auf die wirklich wichtigen, spirituellen, göttlichen Dinge, die keiner ständigen polaren Veränderung unterworfen sind.

Wer frei von der Gier nach Materie und dem geizigen Festhalten an dieser ist, kommt automatisch zurück zu göttlichem Wir-Bewusstsein, Teilen, Barmherzigkeit, Erbarmen und Großzügigkeit, welche auf Sanskrit „Karuna“ genannt wird. Karuna bedeutet auch Liebe, Mitgefühl, Hilfsbereitschaft und Sanftheit. Karuna ist in den Yogasutren des Patanjali eine der vier Grundtugenden. Die anderen Grundtugenden, die ebenfalls durch die Meisterschaft der Wurzel der Gier entstehen, sind:

Maitri, Freundschaft Güte, Wohlwollen, die liebevolle, wertfreie Anerkennung des anderen. Ohne sie ist jede Beziehung undenkbar. Bringt man dem Partner keine Liebe entgegen, sondern Hass, ist die Beziehung fruchtlos und vom Ego vergiftet.

Mudita, Freude, Glück, die positive Bestätigung und Hilfestellung. Jeder Mensch braucht Lob, liebe Worte und Anerkennung, denn dies ist ein Zeichen von Liebe und Motivation für den weiteren Weg. Mudita ist aber auch die Freude, die empfunden werden kann, wenn man Menschen trifft, die Bedürftigen gegenüber freigiebig sind, die anderen dienen und helfen.

Upeksha, Gleichmut, Geduld, Fehlerfreundlichkeit und Vergebung. Jeder Mensch macht Fehler und hat Fehler. Das ist normal und in Ordnung. Hier sind Gelassenheit und Geduld notwendig, um mit diesen neutral umgehen zu können. Upeksa bedeutet gleichzeitig das „Nichtberücksichtigen“ und „Nicht-Verstricken“ in diesen polaren Fehlern, um sie auf diese Weise nicht zu nähren, sondern aufzugeben und zu erlösen.

In den Yogasutren des Patanjali steht in 1.33 zu den 4 Grundtugenden geschrieben:

„Das wandelbare Wesen des Menschen (Citta = Bewusstsein) und seine Wurzeln des Übels wird harmonisiert bzw. erlöst durch die Kultivierung von Freundschaft/Güte (Maitri), Hilfsbereitschaft/Liebe (Karuna), positive Bestätigung/Freude (Mudita) und Gleichmut/Fehlerfreundlichkeit (Upeksha) in Situationen von Freude oder Leid, Gutem oder Bösem, Erfolg oder Misserfolg.“

Das Ego und seine Begierden wird also ruhig, wenn Du einen inneren Bewusstseinszustand und eine Haltung entwickelst, die sich dem Glück Deiner Mitmenschen freundlich zugewandt zeigt und von Mitgefühl und Liebe geprägt ist. Es ist eine Haltung, die ehrliche Freude über Gutes und Göttliches zum Ausdruck bringt, dankbar ist, und von Gelassenheit gegenüber dem Negativen und Anti-göttlichen geprägt ist.

Frage Dich also bei allem: Zeigst Du eine freundliche und wohlgesonnene Haltung gegenüber dem Glück anderer Menschen? Oder fühlst Du Neid und Gier? Empfindest Du ehrliches Mitgefühl angesichts ihrem Leiden? Oder freust Du Dich vielleicht insgeheim mit Deinem Ego, wenn andere Menschen, die Du nicht magst, leiden? Freust Du Dich wirklich über Erfolge Deiner Mitmenschen? Oder missgönnst Du ihnen ihre Fähigkeiten und Erfolge? Kannst Du gelassen bleiben und Verständnis und Mitgefühl aufbringen, wenn Du Anti-göttliches und Negatives siehst? Oder gerätst Du in Wut und Zorn? Sei Dir bei allem bewusst: Du selbst entscheidest, ob Du im göttlichen Frieden bist. Neid, Gier, Schadenfreude und Zorn versperren Dir den Weg dorthin. So lerne Dein Ego und Dein KW zu beherrschen, um nicht von ihm fremdgesteuert zu werden.

Wenn die Energien des Mitgefühls, der Großherzigkeit, der reinen göttlichen Liebe und der göttlichen Gnade in Dein Herz einfließen und sich dort zu reiner, selbstloser göttlicher Liebe verdichten, dann hat die Gier Deines Egos keine Macht mehr über Dich, denn die göttliche Liebe steht über allem, was Dein Ego an materiellen Dingen begehren könnte. Nichts ist erfüllender und erhebender als die göttliche Liebe! Sie löst alle Begierden des Egos in nichts auf.

Alle Wesen, die in der physischen Unterebene dieses Universums inkarnieren, haben sinnliche Wahrnehmungen der Materie. Mit ihren Sinnen können sie sehen, hören, riechen, fühlen, schmecken. Nur mit Hilfe dieser Sinne können sie die physischen Unterebenen dieses Universums und ihr Leben in diesen Unterebenen wahrnehmen. Ohne Augen könnte kein Wesen die große Vielfalt der Materie dieses Universums sehen, bestaunen und erfassen. Ohne Ohren könnte kein Wesen die große Vielfalt an Klängen in diesem Universum hören, darin mitschwingen und sich davon in Schwung bringen lassen. Ohne Nase könnte kein Wesen die große Vielfalt an Gerüchen in diesem Universum riechen, sich den Wohldüften hingeben und sich davon stimulieren lassen.

Bei der Schöpfungsplanung der Wesen hat Gott AMA die Sinnesorgane vorgesehen, damit die Wesen (primär die Planetenkörper, teilweise auch die SGWs) SEINE Schöpfung sinnlich wahrnehmen und erleben können. Gott AMA und SEINE höchsten Engel, die in den feinstofflichen Ebenen sind, haben keine Sinnesorgane und können daher dieses Universum sinnlich nicht wahrnehmen und erleben. Sie können es aber durch die körperlichen Geschöpfe dieses Universums.
Erst die Sinne bewirken das, was wir Leben nennen. Hiermit ist nicht der Lebensfunke gemeint, den jedes Wesen von Gott AMA erhält, der in Form von rhythmischem Pochen in der Brust jedes Menschen schlägt, sondern Leben in Form von Erlebnissen, Erfahrungen, Eindrücken usw. Erst die Sinne führen zum sogenannten Denken des Körperwesens.

Die ursprünglichen Sinne sind die göttlichen Ur-Sinne. Mit diesen kann das Wesen dieses Universum, seine Dimensionen und Unterebenen, also die Schöpfung Gottes, wahrnehmen, empfinden und erleben. Auch Wesen, die in den feinstofflichen Unterebenen inkarniert sind, haben Sinne, um diese Welt wahrzunehmen, jedoch handelt es sich um andere Sinne als die materiellen Sinne. Sie sind frei vom Ego und den niederen Instinkten.

Wenn im Wesen die göttlichen Ur-Sinne aktiv sind und wirken, gibt es keine Sinnesgier. Wenn die göttlichen Ur-Sinne aktiv sind, dienen sie einzig und allein der Wahrnehmung. Man riecht eine Blume, nimmt ihren Geruch in sich auf, genießt z.B. bei einer Teerose den Duft, aber man verlangt nicht nach mehr. Man ist zufrieden mit der einen Rose, an der man riechen durfte.

In Zeitalter der Dunkelheit und von L’Egoland haben sich die einstigen göttlichen Ur-Sinne verändert und in Ego-Sinne gewandelt. Weiterhin sind anti-göttliche Sinne hinzugekommen, wie die Sinnesgier in der Komsumwelt Kleider, Schmuck oder Autos zu betrachten und sie zu begehren, oder die Sinnesgier in der Sexwelt, Körper zu betrachten und sie zu begehren.

Die göttlichen Ur-Sinne hatten es mit Welten und göttlichen Dimensionen zu tun, in denen sie natürlich wirken konnten, d.h. die Blumen in der Wiese war da und die Augen konnten sie sehen, empfinden und wahrnehmen. In L’Egoland und den Minus-Dimensionen hingegen werden die Sinne künstlich stimuliert, z.B. durch ständige Werbung in TV und auf Plakaten oder leinwandgroßen Dia-Shows. So sehen die Augen ständig Blumen, jedoch sind diese nicht wirklich eine Blumenwiese, die auf natürliche Weise sinnlich erlebt werden kann, sondern sie sind ein Fiktion, Projektion oder gar Kunstblumen, die die Sinne künstlich stimulieren. Durch solche künstliche Erlebnisse, werden die Sinne zwar durchaus stimuliert, aber es fehlt ihnen das natürlich Erlebnis und damit die wahre Sättigung und Erfüllung.

Es ist wie bei einem Tisch, der mit Speisen gedeckt ist. Das Wesen kann mit seinen Sinnesorganen alles sinnlich wahrnehmen, sehen, riechen, fühlen und schmecken. Es kann die Speisen essen und dabei den Geschmack und die Konstistenz der Speisen sinnlich erleben. Seine Sinne werden dadurch befriedigt, erleben also eine Sättigung. Sieht das Wesen hingegen nur auf einer Dia-Projektion einen Tisch mit Speisen, werden zwar durchaus seine Sinne angeregt, aber es kann nicht riechen, nicht fühlen und nicht schmecken. Es kann das künstliche Bild nicht essen und dabei den Geschmack und die Konstistenz der Speisen sinnlich erleben. Die Folge davon ist, dass ein sinnlicher Hunger entsteht, der nach Befriedigung verlangt.

In einer künstlichen Welt wie der von L’Egoland, werden die Sinne der Wesen beständig stimuliert und scheinbar befriedigt. Dies ist jedoch ein großer Irrtum. Niemand kann über einen Chat am Internet seine Sinne befriedigen, er kann zwar via Webcam sehen, aber er kann nicht berühren oder berührt werden, er kann nicht spüren, nicht empfinden, nicht riechen. Die Sinne können sich weder entfalten noch wirken noch gesättigt werden. Sie bleiben mit ihrer Stimulanz in einem Zustand des Hungers und der Nichtbefriedigung zurück.

Das wahrhafte sinnliche Erlebnis kann nur in natura geschehen, indem man einen Menschen in den Arm nimmt und die Umarmung spürt, die Energie des anderen in sich aufnimmt und ihm selbst Energie gibt, diese miteinander austauscht. Einen Menschen, den man liebt, am Bildschirm zu sehen, mit ihm zu sprechen, hinterlässt am Ende eine Zustand des Hungers, eine Leere, die nicht gefüllt wird, sich aber danach sehnt, gefüllt zu werden. Am Ende bleibt die Sehnsucht.
Sehnsucht ist die Vorstufe der Wurzel der Gier/Raga. Aus Sehnsucht wird Gier, wenn immer mehr Sehnsucht dazu kommt und sich zu einer dunklen, großen Wolke ballt: der Gierwolke.

Als die göttlichen Ur-Sinne geschaffen waren, dienten sie nur der echten sinnlichen Wahrnehmung des Universums und der darin befindlichen Welten, Dimensionen und Unterebenen sowie dem, was man Leben nennt. Es gab keine künstliche Sinnesstimulierung, wie dies in der heutigen Welt der Fall ist. Diese wurde geschaffen, um die Wesen bzw. ihre Sinne künstlich zu stimulieren und zu manipulieren, damit sie L’Egoland und seinen Zwecken dienen und vom göttlichen Weg abgebracht werden. Diese künstlichen Sinnesstimulierungen sind nichts anderes als eine Verblendung, die das Wesen täuschen. So giert das Wesen mit seinem Ego nach einem wunderschönen, roten Apfel, den es auf einem Tisch sieht und den es essen möchte. Doch, wenn es dann zu dem Tisch gelangt, muss es feststellen, dass der Apfel aus Plastik und damit nichts anderes als eine Attrappe ist, die seinen Hunger niemals stillen kann.

Ob durch Werbung, Fernsehfilme, Musik oder Internet – die Wesen sind heute sinnlich gesehen einerseits völlig überreizt, andererseits völlig verwirrt, da sie nicht wirklich gesättigt bzw. befriedigt werden, sondern in einem ständigen sinnlichen Hungerzustand sind. Daraus ergibt sich dann die Sinnesgier, von der die meisten Menschen heute geleitet sind. So befinden sich die meisten in einer ständigen Schleife von Sinnesgier, Sinnesstimulierung, Sinnesentfaltung, Sinnesenttäuschung und Sinneshunger.

Da das Leben in der heutigen Welt die Wesen nicht wirklich sinnlich sättigen kann, begeben sich viele in ihrer Freizeit an Naturorte, wo sie mit sich und der Natur alleine sind, und in einen Zustand der sinnlichen Ruhe und Zentrierung kommen können, aus dem heraus sie dann, die sie umgebende Natur, mit den göttlichen Ur-Sinnen wahrnehmen und auf sich wirken lassen können. Dann erleben sie eine wahre Sättigung und Befriedigung ihrer Sinne. So dient der wundersame Aufenthalt in der Natur nicht nur der Bewegung und frischen Luft, sondern auch in ganz besonderer Weise den Sinnen.

Wenn sich die Wesen viel in der Natur aufhalten und vom Konsumeinfluss von L’Egoland weitgehend frei sind, werden die anti-göttlichen Sinne zurückgefahren bzw. können sich sogar zurückbilden. Statt dessen werden dann die göttlichen Ur-Sinne hochgefahren, ausgebildet und entfaltet. Das Wesen erlebt dadurch eine gravierende Veränderung: seine ständige Unruhe, Nervosität und Anspannung wandelt sich in Ruhe, Ausgeglichenheit und Entspannung.

Jeden Morgen beispielsweise, wenn es von seinem Fenster aus hinausschaut in die Weite der Natur und dieses Bild auf sich wirken lässt, wenn es hinausgeht und die frische Luft einatmet und sie sinnlich wahrnimmt, wenn es sich in der Wiese vor seinem Haus niederlässt und über die Blumen streicht, wenn es die Vögel munter zwitschern hört, so erlebt es eine sinnliche „Mahlzeit“, die seine Sinne sättigt und befriedigt.

Wenn ein Wesen jedoch inmitten der Großstadt lebt, wo es nur Häuser, Geschäfte und Straßen sieht, wenn es nur ständig den Krach des Autoverkehrs, die Sirenen von Krankenwägen und Polizeiautos, das Hupen von ungeduldigen Autofahrern usw. hört, wenn es nur über Hundehaufen auf den Bürgersteigen tritt und seine einzige sinnliche Berührung die von Ampelanlagen, Rolltreppen oder Liften ist, so erlebt es zwar eine immense Flut von Sinneseindrücken, die es überreizen und verwirren, letztlich aber hungrig und unbefriedigt lassen.

In einem solchen Klima erwächst eine zunehmende Sehnsucht und Begierde nach Sinneseindrücken, die den Hunger stillen sollen. In ihrer Unwissenheit glauben viele Wesen, diese Sehnsucht bzw. Begierde durch weitere künstliche Sinneseindrücke stillen zu können – noch mehr Unterhaltung durch Filme, noch mehr Abwechslung durch Shopping-Trips, noch mehr Sex durch immer neue Reize, noch mehr Genuss durch immer Aroma reichere Speisen usw. Doch, was immer sie auch tun, ihr Hunger wird nie auf Dauer gestillt, allenfalls für kurze Momente.

So sind die Wesen schließlich gefangen in ihren sinnlichen Gier und ihrem Ego sowie dem Super-Ego, die ihnen weismachen, sie müssten ihre Sinne nur noch mehr im anti-göttlichen Sinne befriedigen, um endlich den ersehnten und dauerhaften Glückszustand erreichen zu können. „Kaufen Sie sich ein neues, schickes Auto, dann werden Sie glücklich sein!“, „Bauen Sie sich ein eigenes Haus mit Swimming-Pool, dann werden Sie glücklich sein!“ usw. Die Sinne der Wesen werden dadurch jedoch nicht gesättigt und befriedigt, wohl aber die Konten der Autohersteller und Autohäuser bzw. der Bauunternehmen und natürlich der Banken, die die entsprechenden Kredite vergeben, damit sich die Wesen das Objekt ihrer Sehnsucht bzw. Gier überhaupt leisten können.

Die göttlichen Ur-Sinne und das Ego bzw. Super-Ego sind soweit voneinander entfernt wie Sonne und Mond, die nie an einem Tag zur gleichen Zeit scheinen können. Das Ego bzw. Super-Ego arbeitet mit künstlicher Sinnesstimulierung. Selbst wenn es mit der Natur arbeitet, sind die sinnesauslösenden Elemente künstlich – man siehe nur einen Vergnügungspark, der wie ein Naturpark konstruiert worden ist. Ein von Menschenhand geschaffener Park ist niemals das, was man als unberührte Natur bezeichnet. In der unberührten Natur wächst alles, so wie es die natürlichen Kreisläufe bewirken. Unsere Sinne können die wahre, unberührte Natur spüren und wahrnehmen. In einer solchen Natur können sich die göttlichen Ur-Sinne entfalten und wirken, während hingegen die künstlich angelegten Sinne im Wesen davon nicht angesprochen werden. Sie sind dann hungrig und erzeugen im Wesen das Verlangen, gesättigt zu werden.
Zwischen der Sättigung und Befriedigung der göttlichen Ur-Sinne und der künstlichen Ego-Sinne gibt es einen gravierenden Unterschied:

Die Sättigung und Befriedigung der göttlichen Ur-Sinne stillt den Sinneshunger im Wesen, erzeugt in ihm und seinem Erdenselbst, das durch die Sinne die materielle Welt erlebt, ein wohliges Gefühl von Gesättigsein und Zufriedenheit. Das Wesen verlangt nicht nach mehr.

Die Sättigung und Befriedigung der Ego-Sinne hingegen stillt den Sinneshunger im Wesen nicht, sondern erzeugt statt dessen ein nagendes Gefühl von Hunger und Unzufriedenheit, und damit verbunden eine Gier nach immer mehr 3-D-Sinnesbefriedigung.

Die Freiheit von Sinnesgier oder besser gesagt von der Ego-Sinnesgier kann nur erreicht werden, wenn das Wesen seine Egowurzel zurückschneidet oder gänzlich aus sich ausreißt. Denn das Ego ist die Triebfeder hinter der Sinnesgier und das Super-Ego ist der Regisseur, der die Sinnesgier im Hintergrund schürt und die manipulativen Mechanismen, die damit verbunden sind, zum Einsatz bringt – nicht um dem Wesen damit etwas Gutes zu tun, sondern, um es sich und seinen Zwecken damit gefügig zu machen und vom göttlichen Weg abzubringen. Sind Ego und Super-Ego im Menschen aktiv, kann das Erdenselbst nicht wirken und damit auch nicht seine göttlichen Sinne.

Der Weg der Befreiung von der Sinnesgier ist somit auch der Weg der Befreiung vom eigenen Ego und dem damit verbundenen Super-Ego. Niemand kann sich von seiner Ego-Sinnesgier befreien und glauben, er könne weiterhin auf seinem Ego-Trip bleiben. Der Weg zur (Wieder-)Erlangung der Vorherrschaft der göttlichen Ur-Sinne ist immer auch der Weg der Abkehr und Befreiung von den künstlichen Ego-Sinnen, die das Wesen fest im Griff haben.

Wer schaut nicht mit Genuss auf einen Porsche oder Maserati in grellem Rot, dessen Motoren und Auspuffe röhren? Wer ergötzt sich nicht am Blick auf einen erotischen Frauen- oder Männerkörper? Wer berührt nicht hingerissen einen goldenen Wasserhahn in einem Luxushotel? Wer bewundert nicht den Super-Film-Star, der im Goldglitzerkleid zur Filmpremiere schreitet? Wer kennt es nicht, dass man die Schokoladentorte mit niemandem teilen möchte? All das sind künstliche Ego-Sinneswahrnehmungen, die zur Folge haben, dass man dabei das Verlangen bzw. die Gier verspürt, so etwas auch zu haben, zu sein oder zu besitzen. Mit dieser Gier ist zugleich auch Neid verbunden.

Man sollte sich selbst sehr genau beobachten, wie es um die eigenen Ego-Sinne steht, wo man anfällig dafür ist und was sie mit einem machen. Man wird dabei erkennen, dass mit den eigenen Ego-Sinnen immer eine gewisse Gier verbunden ist. Auch der starke Wunsch nach einem Gegenstand oder einem Menschen, mit dem eine Sinnesbefriedigung verbunden ist, gehört schon in den Bereich „Gier“.

Gier ist stets dann am Werke, wenn das Wesen glaubt, dass es ohne den Gegenstand oder Menschen nicht glücklich sein kann.

Wer beispielsweise glaubt, nur ein Urlaub am Amazonas bringe Ruhe und Sättigung in seine Sinne und erzeuge einen Zustand des Glücklichseins, der wird erleben, dass dem nicht so ist. Das mag zwar kurzfristig der Fall sein, jedoch wird der vorhandene Hunger nach Sinnesbefriedigung dadurch nicht gestillt.

Die Gesellschaft von L’Egoland, der Welt des Dunklen Zeitalters, ist eine Gesellschaft von dauerhaft hungrigen Menschen, die ständig damit beschäftigt sind, ihre Sinne zu befriedigen und damit in einen Zustand des sinnlichen Gesättigtseins und Erfülltseins zu gelangen. Es wird nicht erkannt, worin der eigentliche Hunger nach immer neuen Sinneseindrücken begründet ist. Die ständige Unruhe und Nervosität, das permanente Überreiztsein und Angespanntsein wird mit Beruhigungs- und mit Betäubungsmitteln überdeckt. Dies ist jedoch keine wirkliche Lösung des Problems oder Übels. Wahre Sättigung und Erfüllung kann man nur in Gott und Mutter Erde finden.

Die Wesen brauchen Ruhe anstatt ständige Reizüberflutung und Ego-Sinnesaktivitäten. Nichts hören, nichts sehen, nichts riechen, nichts schmecken, nichts spüren, was mit der Welt in L’Egoland in Verbindung steht. Dafür in der Ruhe einer einsamen Landschaft sitzen, wo keine Menschen sind, nur Natur. Alles loslassen, die Sinne loslassen und einfach offen sein, für das, was jetzt ist. Keine Gedanken, einfach nur still sein und die Stille auf sich wirken lassen. Und man wird das Wunder erleben, dass auf einmal die göttlichen Ur-Sinne erwachen. Dann beginnt man die Einzigartigkeit, Vielfalt und Schönheit der Natur zu sehen und man kann sich gar nicht satt sehen. Wie Balsam fließt dann die Kraft der Natur in die ausgehungerte Seele, stärkt sie und heilt sie. Voller Entzücken lauscht man dem Gezwitscher der Vögel, dem Quaken der Frösche, dem Zirpen der Grillen und es ist wie eine Musik, die die Seele erheitert und ein Lächeln auf die Lippen bringt. Und man lässt sich vom Wind umspielen, lauscht dem Rauschen der Blätter im nahen Baum, fühlt den Wind, der mit den eigenen Haaren spielt und lässt es geschehen, dass man einfach nur eins ist: wahrhaft glücklich bis tief in den Grund des Herzens und der Seele. In diesem Moment ist man eins mit der Schöpfung und Gott.

Das Merkmal der Selbstlosigkeit und der selbstlosen, altruistischen Menschen bzw. SGWs sind die göttlichen Tugenden (z.B. Demut, Friedfertigkeit, Bescheidenheit usw.). Altruismus ist Barmherzigkeit, Edelmut, Hingebung, Hochherzigkeit, Mildtätigkeit, Selbstlosigkeit, Uneigennützigkeit. Der Fokus ist auf den göttlichen Dienst an der Schöpfung Gottes gerichtet.

Im Gegensatz dazu stehen die Todsünden (z.B. Hochmut, Habgier, Neid usw.) das Merkmal des Egoismus, der Egozentriker und Egomanen. Egoismus ist Ichsucht und Selbstsucht. Der Fokus ist auf das eigene Ich und seine Befriedigung und Entfaltung gerichtet. In einer Art „Nabelschau“ dreht sich alles im täglichen Leben um das eigene Ich.

Selbstlosigkeit hat immer auch mit Liebe zu tun: Liebe zu Gott, Liebe zur Schöpfung Gottes, Liebe zu den Geschöpfen Gottes, dem bzw. denen man dient. Dabei werden die eigenen Interessen zum Wohle eines größeren Ganzen zurückgestellt bzw. bedeutungslos. Man begreift sich als große Universums-, Erden- oder Menschen-Familie, von der man ein Teil ist und an deren Wohl man Anteil hat. Geht es allen gut, geht es dem Einzelnen gut und umgekehrt.

Wer hingegen im Egoismus lebt, dem ist das Wohl der anderen egal. Er ist nur am eigenen Wohl interessiert: „Ich möchte glücklich sein; ich möchte ein neues Auto; ich möchte erfolgreich sein“, usw. Ein solches Wesen ist in der Selbstsucht.

Diese Wesen sind sich nicht darüber bewusst, dass sie mit ihrem Verhalten dazu beitragen, dass in der gesamten Gesellschaft ein selbstsüchtiges Verhalten an der Tagesordnung ist. Jeder Mensch ist mit seinem Verhalten ein Baustein des vorherrschenden gesellschaftlichen Klimas. Wer sich also über den Egoismus und die Gemeinheiten dieser Gesellschaft beschwert bzw. beklagt, der sollte als erstes damit beginnen, die eigene Selbstsucht abzulegen und in die Selbstlosigkeit zu wechseln. Je mehr Menschen diesen Weg gehen, um so mehr verändert sich auch das gesellschaftliche Klima dieser Welt in eine altruistische, selbstlose Gesellschaft, in der jeder wohlwollend auf den anderen schaut.

Das neue Zeitalter wird den Menschen nicht auf dem Roten Teppich präsentiert, auf dem sie mühelos in die neue Zeit schreiten können, sondern sie haben die Aufgabe, selbst kräftig daran mitzuarbeiten. Bei jedem geht es um die Bearbeitung der Selbstsucht und Ich-Bezogenheit, die in Selbstlosigkeit gewandelt werden muss. Je mehr Menschen in der Gesellschaft dies schaffen, um so mehr tragen sie dazu bei, dass das gesamte gesellschaftliche Selbstsucht-Klima transformiert wird und einem zunehmenden Klima von Selbstlosigkeit Platz macht.

Auf Sanskrit heißt Selbstlosigkeit „Nirahamkara“, d.h. ohne Egoismus, frei von ichbezogenen Zielen und Vorstellungen. Kurzum, wer im Zustand des Nirahamkara ist, ist frei vom Ego und Super-Ego, welches „Ahamkara“ heißt. „Nirahamkara“ verneint somit das Ego im Menschen und transformiert es in ein göttliches Wir-Bewusstsein, wo alle selbstlos miteinander verbunden und eins sind.

Was dabei überwunden werden muss, ist „Aham“: „Aham“ ist das begrenzte Ich, das Ego, das vom göttlichen, unsterblichen Selbst, dem SGW, verschieden ist. Manchmal kann „Aham“ auch die Individualität der Seele bezeichnen, jedoch immer ihre polare Form, die an die Inkarnationen gebunden ist. „Aham“ ist also ein begrenztes Ich-Bewusstsein, in welchem das SGW sich seines göttlichen Ursprung nicht mehr bewusst ist. Es ist wie, als ob man sich selbst im Spiegel anschaut und vergessen hat, wo sich das Original befindet, so dass man sich mit dem verzerrten Spiegelbild identifiziert. Die ursprüngliche göttliche Wahrheit „Ich bin ein Teil Gottes und werde zu IHM zurückkehren“ wird nicht mehr erkannt.

Schaue Dich selbst im Spiegel an und frage Dich: Was siehst Du? Siehst Du Dein Gesicht oder die Widerspiegelung Deines Gesichts? Dich selbst zu sehen, bedeutet, dass Du nur Dein eigenes Ego siehst. Wärest Du vom Ego frei, würdest Du sagen: „Ich sehe den Spiegel.“

Obwohl alle Menschen wissen, dass sie nur die Reflexion von sich im Spiegel sehen, erkennen sie doch nicht die Existenz des Spiegels. Was sehen sie? Sie sehen sich selbst – und das ist die Auswirkung des Ego-Bewusstseins, durch das sie gesteuert werden! Kaum jemand würde sagen, das er den Spiegel sieht, aber jeder wird behaupten, dass er sich selbst sieht. Diese Art der Sicht ist nichts anderes als eine Illusion.

Dein Ego reflektiert sich in einem einfachen Spiegelbild, aber was bedeutet das? Dein Ego kann z.B: Situationen erschaffen, in denen Du glaubst, sehr weit und sehr schnell voran zu kommen und bereits aus dem Ego-Bewusstsein der 3. Dimension ausgestiegen zu sein. Du überschätzt Dich maßlos und versuchst, noch höher zu kommen, fällst aber am Ende immer wieder zu Deinem Ausgangspunkt zurück. Denn ist Dein Ego im Spiel, bist Du an die Maya gebunden und kannst von ihr nicht frei werden. Sie zieht Dich wie ein Gummiband zu ihr zurück. Aus diesem Grund sagen alle alten Schriften der spirituellen Meister, dass die Wesen ihr Ego aufgeben und rein wie eine „Kinderseele“ werden müssen, damit sie wieder in die Einheit mit Gott eintreten können. Der kindliche, d.h. egofreie Geist, ist immer voller Lachen, Liebe, natürlich und spontan, er fließt mit dem Strom des göttlichen Lebens, ohne darüber nachzugrübeln, was morgen kommen könnte. Ein reines Kind ist voller Harmonie, unschuldig und im Einklang mit allem-was-ist – und genau das ist die Basis der Ego-Freiheit und Selbstlosigkeit.

Solange das Wesen keinen Zugang mehr zu seiner inneren „Kinderseele“ hat, ist es in der tristen, missmutigen, permanent unzufriedenen Erwachsenen-Seele seines Egos gefangen. Aus dieser entsteht dann „Ahamkara“, das Ego-Bewusstsein, dass man ein Teil der materiellen, sterblichen Welt ist und zu ihr gehört. Alles Materielle der 3 Dimension schwingt in dieser Ego-Illusion der Anhaftung und Verblendung. Ahamkara steuert das Denken im Menschen, so dass die Vorstellung in ihm entsteht, ein separates, von allen anderen Wesen – und auch von Gott – getrenntes Wesen zu sein. Aus dieser Polarität resultiert die Täuschung, die Maya als eigenständige, von Gott getrennte Realität, zu betrachten, wo man alleine von allem-was-ist ist.

„Ahamkara“, das Ego bzw. Ego-Bewussstsein, wird auch „Ich-Macher“ genannt, denn es macht die Illusion der eigenen Ich-Individualität erst möglich. Dies geschieht durch übermäßiges Selbstbewusstsein, Stolz, Eifersucht, übermäßige Ehre, Respekt und überdimensionalen Ego-Willen. „Ahamkara“ ist eng mit den fünf Sinnen, den fünf Handlungsorganen, den Empfindungen, Gefühlen, Emotionen und Wünschen verbunden. Alle diese zusammen ergeben die 7 Todsünden. Ahamkara steuert über diese den Willen und die Ziele des Menschen im dunklen Zeitalter, ohne dass er sich dessen bewusst ist. So lebt er gemäß der Eingebungen seines Egos, anstatt seines göttlichen SGWs, und wird über sein Ego von der anti-göttlichen Seite angegriffen und manipuliert.

Die Transformation von „Ahamkara“ bedeutet, dass der Mensch zurück in sein wirkliches göttliches Bewusstsein in Gott AMA eintritt. Im Sanskrit wird dieser Zustand „Aham brahmasmi“ genannt, d.h. „Ich bin ein Teil Brahmans/Gottes“. Dies meint die wesensmäßige Identität jeden Geschöpfes mit Gott AMA. „Aham“ bedeutet hier das göttliche Ich, d.h. die individuelle Seele, des Menschen und nicht sein Ego. Das bis dahin vorherrschende Bewusstsein „Aham Dehasmi“, d.h. „Ich bin materieller Körper!“ muss aufgegeben werden, denn nur wenn man die Identifikation mit dem physischen Fahrzeug aufgibt, kann man in sein unsterbliches feinstoffliches SGW-Bewusstsein eintreten.

Manche spirituellen Menschen glauben, dass sie bereits im SGW-Bewusstsein schwingen, erkennen jedoch nicht, dass sie sich noch nicht in ihrer freien, in Gott aufgegangenen Seele befinden, sondern nur in ihrer individuellen polaren Seele, die von allem anderen getrennt ist. Sie sind weiterhin in ihrem Ego gefangen, wenn auch in einem höheren Seelen-Ego-Zustand. Dieser Zustand wird „Aham jivasmi“ genannt, d.h. „Ich bin eine einzelne, begrenzte Seele.“ Wer sich mit diesem Bewusstseinszustand identifiziert, hat noch nicht erkannt, dass hinter jeder Einzelseele, die sich in einem Leben inkarniert, eine große, unsterbliche Gruppenseele steht, die von Gott geschaffen worden ist, so dass jede Einzelseele viele Brüder und Schwestern hat. Jede Seele ist Teil einer großen Seelengeschwister-Familie. Erst wenn man in dieses höhere Bewusstsein eintritt, kann man in die göttliche Realität des Wir-Bewusstseins gelangen und erkennt, dass man nie alleine ist.

Der Zustand von „Nirahamkara“, d.h. der Ego-Freiheit und Selbstlosigkeit, ist die Basis für die 7 Unterwurzeln der göttlichen Tugenden, dem „Sadacara“, d.h. dem richtigen, göttlichen Verhalten, gemäß der göttlichen Gesetze und Moralvorstellungen, und der „Satkritri“, der göttlichen Tugendhaftigkeit, der Freundschaft, Offenheit und dem demütigen Bereitsein im Sinne der göttlichen Wahrheit und des göttlichen Plans. Dadurch hebt sich der Bewusstseinszustand des Wesens an und es tritt in den besten, erstrebenswertesten Zustand der Liebe und Einheit ein. Die Tugenden werden zur Basis für spirituelle Früchte, Glück Freude, Wohlbefinden und Gnadengaben im Leben.

Die Selbstlosigkeit ist gleichzeitig die Grundlage für das Wachstum der Guna Sattva, die durch die Tugenden genährt wird. Denn wer tugendhaft lebt, denkt und handelt, der schwingt im Bewusstsein der Reinheit, der Güte, der Stabilität, des Muts, der Neutralität, der göttlichen Wahrheit und des göttlichen Seins. Die anderen zwei Gunas Rajas und Tamas haben automatisch abgenommen und die Guna Sattva hat sich ausgedehnt und erfüllt den selbstlosen Menschen mit seinem Licht der Reinheit, Demut und Wahrhaftigkeit.

Der Weg zu diesem Zustand der Selbstlosigkeit geht über drei Stufen. Zuerst folgt die Stufe der Leistungsfähigkeit, d.h. die Tüchtigkeit des Wesens auf dem spirituellen Pfad. Damit ist sowohl das einwandfreie Ausführen von körperlichen als auch von geistigen Übungen und Handlungen gemeint. Diese Tüchtigkeit setzt volle Konzentration und Bewusstsein des eigenen Selbst voraus. Sind Konzentration und Achtsamkeit nicht vorhanden, kann das Ego nie beherrscht werden. Um im göttlichen Sinne tüchtig und leistungsfähig zu sein, brauchst Du keine besonderen Fähigkeiten zu erlernen, sondern nur mutig und tatkräftig sein. Wichtig allein die SGW-Bewusstheit, die Konzentration und die Fokussierung, d.h. Du darfst Dich nicht mit Deinem Ego ablenken oder in die polare Welt hineinziehen lassen, sondern solltest mit Deinem neutralen Beobachter alles von außen betrachten.

Aus dieser göttlichen Leistungsfähigkeit ergeben sich die Gelassenheit und der göttliche Gleichmut. Innerlich gelassen zu sein bedeutet, dass Dich weder Erfolg noch Misserfolg aus der Ruhe bringen. Du schwingst nicht mehr im Sturm der polaren Kräfte hilflos vom positiven zum negativen Pol und zurück, sondern bist in Dir und Deiner inneren Mitte ruhend. Dazu ist es erforderlich, dass Du Dich von falschen Erwartungen löst, denn diese stärken Dein Ego und schwächen Dein göttliches SGW-Bewusstsein.

Dadurch kannst Du in die nächste Stufe der „Freiheit von Erwartungen“ eintreten. Auch wenn Du Dich als inkarniertes Wesen nicht vom Tun befreien kannst, ist es doch möglich, dass Du Dich von den Früchten der Handlungen löst. Du kannst Dich also jederzeit frei von den Erwartungen auf bestimmte Ergebnisse machen, die aus Deinen Handlungen entstehen. Auf diese Weise zähmst Du auch die Gier in Dir und reagierst neutraler und freier.

Dies ist die Grundlage für die Selbstlosigkeit. Wenn Du frei von egoistischen Gefühlen bist und von Deinen Gefühlen nicht auf dem polaren Meer hin- und hergetrieben wirst, befindest Du Dich auf dem Weg der Tugendhaftigkeit, der Rechtschaffenheit und der gerechten göttlichen Handlung. Die Selbstlosigkeit und das Freisein von jeglichen Fesseln des Egos führt Dich auf dem Weg der drei göttlichen Strahlen des Lichts, der Liebe und des Lichts zurück zu Gott AMA und Seinem Herzzentrum. Dieser Pfad ist frei von Todsünden und Disharmonien.

Todsünden und Disharmonie bedeutet letztendlich dasselbe. Beides ist ein unausgewogener Seinszustand in den Minus-Dimensionen, der Dich davon abhält, Deine wahre göttliche Natur und Deinen göttlichen Weg zu erkennen und Deine Achtsamkeit für das Göttliche zu bewahren. Nur durch Selbstlosigkeit kannst Du den sündhaften Pfad der Disharmonie und der Todsünden vermeiden. Selbstlosigkeit bedeutet auch, dass Du in Deinem ganzen Wesen einfach, bescheiden, ernsthaft, demütig und wunschlos bist. Du unterwirfst Dich dem Willen Gottes und des göttlichen Plans.
Drei wichtige Eigenschaften sind notwendig, damit die Selbstlosigkeit in Dir wachsen kann:

1. Ziel, Richtung und die übernommene göttliche Verpflichtung ernsthaft und gewissenhaft ausführen.

2. Einfachheit im Tun und Denken bewahren.

3. Das Herz der Liebe, Barmherzigkeit und Güte Gottes zu allem-was-ist öffnen.

Auf diese Weise führt die Selbstlosigkeit zur Entsagung vom Ego, den Wurzeln des Übels und der Maya. Ein wahrhaft göttlich Entsagender hat sich selbst und sein Ego unter Kontrolle und ist von seinem Verlangen frei. Er erlangt wahre göttliche Erleuchtung in Gott AMA. Sich selbst und sein Ego unter Kontrolle zu haben, ist der erste wichtige Schritt. Frei von seinen Ego-Wünschen zu sein, ist der zweite Schritt.

„Ich möchte“ ist immer der Anfang eines Wunsches. Es gilt zu erkennen, welche Wünsche Dein göttliches Selbst auf seinem spirituellen Weg einschränken und zurückhalten und welche Wünsche Deinem göttlichen Selbst Auftrieb geben und Dich fördern. So werden aus Ego-Wünschen selbstlose, positive, göttliche Wünsche.

Der von seinen Wünschen getriebene, unreine Ego-Geist ist ein unwissender Geist, weil er nicht voll bewusst und erweckt ist. Er erkennt nicht, was wirklich und unwirklich, wahr und wahrhaftig ist. Er kann nicht mehr zwischen richtig und falsch, göttlich und anti-göttlich, lichtvoll und dunkel, recht und unrecht unterscheiden und ist nur von dem Verlangen getrieben, sich selbst und seine Sinne und Bedürfnisse zu befriedigen. Daraus entstehen die 7 Todsünden, die den Menschen beherrschen. Der Mensch ist durch diese verunreinigt, weil immer eine der Todsünden in ihm vorherrschend ist. Die 7 Tugenden dagegen sind nicht präsent, da das Wesen sie in seinem Irrtum nicht erkennen kann.

Trotzdem ist es paradoxerweise genau dieser Ego-Geist, der Dich zur göttlichen Transformation führen kann. Voraussetzung dafür ist, dass Du die Kraft Deines unreinen Ego-Geistes nutzt, um Deine Aufmerksamkeit auf das reine göttliche SGW-Bewussstsein in Dir zu lenken. Dadurch wird diese Kraft zu wahrem göttlichen Wissen. Das reine Bewusstsein ist frei vom Verlangen und den Ambitionen des Egos. Der reine göttliche Geist ist sich dann seiner Gesamtheit und Einheit in Gott AMA (in Form des Wir-Bewusstseins) wieder bewusst, und sieht sich nicht nur eines Teils einer einzelnen Erfahrung, wie im Ego-Bewusstsein der 3. Dimension.

Es ist das Ziel des spirituellen Pfades vom unreinen Bereich der Todsünden und des Ego-Geistes zum reinen Bereich der Tugenden und des göttlichen SGW-Geistes zu gelangen, d.h. sich vom Zustand der zerstreuten Ego-Wünsche zu einem Zustand der göttlichen Selbstlosigkeit zu erheben. Erst dann kann ein Wunsch wirklich positiv, konstruktiv und frei von Erwartungen des Egos werden, so dass er im göttlichen Sinne wirken kann. Er bezieht dann alles-was-ist mit ein. Wenn Du den unreinen Ego-Geist überwindest, Reinheit des Geistes erlangst und die Fähigkeiten Deines göttlichen SGW-Geistes erweckst, dann erlebst Du göttliches Wir-Bewusstsein, Einheit und göttliche Transzendenz in allem-was-ist.

Demut ist der Gegenpart von Hochmut, Stolz und Hoffart. Demut bedeutet Gehorsam, Ergebenheit, Hingabe, Bescheidenheit, Entsagung, Fügsamkeit, aber auch Zufriedenheit und Liebe. Hochmut hingegen bedeutet Überheblichkeit, Eingebildetheit, Hochnäsigkeit, Eitelkeit, Größenwahn, Arroganz, aber auch Unfriedlichkeit und Nichtliebe.

Die Ursache des Hochmuts liegt bei Luzifer, der aufgrund seines Hochmuts von Gott AMA aus dem Himmel gestürzt wurde. Luzifer wollte so sein wie Gott. Er wollte sich nicht vor der Schöpfung Gottes, dem Menschen, niederknien, weil er sich für etwas Besseres hielt. Der Hochmut gilt seitdem als die Wurzel aller Todsünden und des Egos.

Das Dunkle Zeitalter, in dem die Menschheit heute noch lebt, ist nicht nur das Zeitalter des Anti-Gottes Luzifer, sondern auch das Zeitalter des Hochmuts als seiner Hauptdomäne. Die Welt, die er geschaffen hat, ist eine Welt des Hochmuts, in der alle Wesen – mehr oder weniger – hochmütig sind. Jeder hält sich für etwas Besonderes, für etwas Besseres und giert nach Anerkennung und Lob. Wie auf der Bühne wollen die menschlichen Schauspieler, dass ihnen applaudiert wird. Sie messen ihren Selbstwert daran, wie sehr ihnen das Publikum applaudiert.

Das Bild des Hochmütigen ist das des herumstolzierenden, seine Brust heraus drückenden, Hahnes, sein Haupt mal nach links, mal nach rechts drehend, um zu schauen, ob ihn auch jeder bewundert. Wenn keiner nach ihm schaut, kräht er sich die Stimme aus dem Hals, um auf sich aufmerksam zu machen. Er ist so mit seiner Angeberei beschäftigt, dass er nicht sieht, wie ihm ein Traktor entgegenkommt. So erleidet er durch seinen unermesslichen Hochmut den Tod.

Der Hochmut entsteht dadurch, dass beispielsweise ein Mann vom Tellerwäscher zum Millionär aufsteigt und sich stolz als Selfmade-Man bezeichnet. Er sieht nicht, dass dies nur deshalb möglich war, weil dies entweder in seinem Lebensplan so vorgesehen war bzw. seine göttliche Führung ihm dieses „Geschenk“ gemacht hat. So sollte der Mann nicht stolz auf sich und seine Leistung sein, sondern sich demütig niederknien und Gott für dieses große Geschenk danken. Gleichzeitig sollte er dieses göttliche Geschenk nicht für sich alleine behalten (Habgier), sondern es selbstlos mit anderen teilen, die in Not leben.

Der Hochmütige will sich auf einen Sockel stellen und sich von anderen anbeten lassen wie ein Gott. Seinen Anspruch auf Ruhm und „Göttlichkeit“ sieht er darin begründet, dass er eine außergewöhnliche Karriere gemacht hat, es zu sehr viel gebracht hat und eine bevorzugte Stellung in der Gesellschaft erreicht hat. Ob Super-Star, Top-Manager oder Multi-Milliardär, alle sonnen sich im menschlichen Götterhimmel und definieren sich durch ihren Ruhm und ihr Geld. Ihre größte Angst ist die Angst davor, dass sie eines Tages vom Sockel gestürzt werden. Ihre Angst ist nicht unbegründet, denn eines Tages, wenn sie älter werden oder der Zeitgeist sich verändert, sind sie out. Dann entstehen neue Götter, die die alten Götter eiskalt vom Sockel stürzen, damit sie selbst sich darauf setzen können.

Was der ehrgeizige Student, der innerhalb von 20 Jahren eine steile Karriere zum Spitzen-Manager eines weltweiten Konzerns macht, nicht erkennt ist, dass er diese Karriere nicht aus seinen eigenen Kräften geschafft hat, sondern weil dies entweder in seinem Lebensplan so vorgesehen war bzw. seine göttliche Führung ihm dieses „Geschenk“ gemacht hat. Anstatt stolz auf seine eigene Leistung zu sein und den Kopf in seiner Arroganz hoch zu erheben, sollte er den Kopf ehrfürchtig vor dem göttlichen Wesen verneigen, das ihm dieses Geschenk gemacht hat: Gott AMA. Er sollte die Früchte seines Erfolgs nicht habgierig für sich selbst beanspruchen, sondern sie mit jenen teilen, die auf der Schattenseite des Lebens leben.

Der Hochmütige lebt in der Verblendung, er selbst habe sich Ansehen, Ruhm und Reichtum erschaffen. Mit stolz geschwellter Brust sagt er: „Schaut her, wie großartig ich bin! Das habe ich geschafft!“ und er sonnt sich in der Bewunderung durch seine Mitmenschen. Was er nicht ahnt ist, dass die meisten seiner Bewunderer ihn in Wirklichkeit nur beneiden, weil sie selbst nur Durchschnittliches erreicht haben. So bringen sie ihm ihren ganzen Neid entgegen, der gepaart ist mit Nichtliebe, Eifersucht, Missgunst und dem geheimen Wunsch, der andere möge von seinem Sockel in die Tiefe gestürzt werden.

Was der Hochmütige nicht erkennt ist, dass ihm all das Schlechte, das ihm seine Bewunderer und Neider entgegenbringen, ihm Schlechtes, Unglück, Kummer, Sorgen, Ängste, Krankheit usw. in seinem Leben beschert. Denn nach dem Gesetz der Resonanz erzeugt schlechte Energie, die von einem zum anderen geschickt wird, sowohl für seinen Empfänger als auch für seinen Absender etwas Schlechtes. Und selbst die wollüstige Begierde, die manche Bewunderer ihrem menschlichen „Gott“ oder ihrer menschlichen „Göttin“ entgegenbringen, bewirkt nichts Gutes – weder beim Empfänger noch beim Absender.

Die Domäne des Hochmuts und aller damit verbundenen Faktoren ist wie ein wildes, hoch gepeitsches Meer mit Meter hohen, riesigen Wellen. Wessen Schiff darauf fährt, lebt in ständiger Gefahr zu kentern und von den gigantischen Wellen in die Tiefe gerissen zu werden – mag er ein noch so großes Ego haben. Dieses bewahrt ihn nicht vor dem tiefen Absturz, denn die Kräfte der Natur, der Schöpfung Gottes, sind so gewaltig, dass sie alles zerstören können, auch die stärksten anti-göttlichen Kräfte.

Aus dieser Tatsache heraus kann der Mensch (und sein SGW) erkennen, dass jeder hochmütige Ego-Trip die gewaltigen göttlichen Kräfte dieses Universums herausfordert, denn der Hochmütige produziert Energien und Schwingungen, die ein Fließen und Schwingen im göttlichen Energiefluss des Universums unmöglich machen. Dieses Universum ist so angelegt, dass alles-was-ist im großen göttlichen Energiestrom mit fließen muss, damit es in das göttlichen Universum AMA eingebunden ist und jedes Wesen sein göttliches Inkarnationsspiel darin spielen bzw. seine göttlichen Aufgaben darin erfüllen kann.

Es gibt in diesem Universum zwei Bereiche: den aufbauen Bereich und den zerstörenden Bereich. Im einen sind die aufbauenden Mächte und Kräfte am Werke, im anderen die zerstörenden Mächte und Kräfte. Hochmut gehört in den Bereich der zerstörenden Kräfte, weil die dazu gehörige Schwingung anti-göttlich ist. Hochmut zerstört nicht nur die Wesen, auf die der Hochmut ausgerichtet ist, z.B. Kontrahenten, sondern auch den Hochmütigen, also den Aussender, selbst.
Um an die Befriedigung des Hochmuts zu kommen, ist der Hochmütige bereit, Kontrahenten eiskalt auszuschalten, ja sogar über Leichen zu gehen, die Leichen der Wesen, die ihn auf seinem ehrgeizigen Weg behindern oder im Wege stehen. Er ist bereit zu lügen und zu betrügen und geht mit niederträchtigen Taktiken ans Werk, die ihm den Erfolg seines Strebens bescheren. Die Energie, die er dabei einsetzt und verbreitet ist absolut zerstörerisch und zerstörend, auch wenn sie scheinbar aufbauend ist – für seinen eigenen Ego-Göttersockel.

Demut hingegen, auch wenn man sich scheinbar erniedrigt durch sein Verhalten der Gehorsamkeit, Bescheidenheit und Hingabe, gehört in den Bereich der aufbauenden Kräfte dieses Universums. Wer mit den aufbauenden Kräften lebt, deren Merkmale die Wurzeln des Göttlichen sowie die göttlichen Tugenden sind, fördert die Entwicklung und Evolution dieses Universums. Darin enthalten ist das Anerkennen des Weltenlenker-Engels AMA als des einzigen und alleiniges Herrschers dieses Universums und das Unterwerfen unter SEINE Herrschaft. Es gibt kein persönliches Gottstreben des Menschen bzw. seines SGWs.

Im Hochmut hingegen besteht keine Anerkennung und Unterwerfung unter Gott AMA, sondern das Wesen maßt sich an, Gott gleich zu sein bzw. das Recht zu haben, sich über IHN erheben zu können. Die Hochmütigen unterscheiden sich damit nicht vom Anti-Gott Luzifer, sondern drücken ihn und seinen Hochmut aus, der ihn einst zu Fall gebracht hat.
Demut ist eine aufbauende und fördernde Kraft, sie ist darauf gerichtet, dass das Universum AMA seinen göttlichen Verlauf nehmen kann und die Bereiche gefördert werden, die notwendig sind, damit das Universum der Zielsetzung von Gott AMA entgegengehen kann. Alle Wesen dieses Universums, die sich in Demut üben und mit Demut leben und handeln, sind somit Förderer dieses Universums und von allem-was-ist. Sie dienen nicht nur diesem Universum, sondern auch dem Universumslenker-Engel AMA, der SEINE Diener mit seinen höchsten Mächten und Kräften versorgt und beschützt.

Die zentrale Stellung des Hochmuts im Dunklen Zeitalter war völlig natürlich, da es sich um ein anti-göttliches Zeitalter handelte, in dem der Anti-Gott die Vorherrschaft hatte. Der Eintritt in ein neues göttliches Zeitalter wird diese Vorherrschaftsstellung zerstören und damit auch den Hochmut. Die Wesen werden aus der Verblendung aufwachen und erkennen, dass sie ihr eigener Hochmut nicht glücklich gemacht hat, vielmehr waren sie wie Besessene, die von ihrem Hochmut voran gepeitscht wurden.

Indem sie durch das neue göttliche Zeitalter aus der Verblendung aufwachen und in die Unverblendung kommen, können sie ihre Besessenheit erkennen und sich davon befreien. Sie können die Wurzel des Hochmuts, die sich durch das Dunkle Zeitalter in ihnen gebildet hat, ausreißen. Dadurch kann die göttliche Wurzel der Demut wieder austreiben und eine kräftige Pflanze werden, die dann das Zusammenleben der Menschen zu einem harmonischen, sich gegenseitig fördernden Miteinander wird in dem Bewusstsein, dass wir alle Geschöpfe von Gott AMA in diesem Universum sind.

Jedes einzelne Wesen hat in dieser Phase des Zeitalterwechsels die Aufgabe, die Pflanze des Hochmuts in sich selbst anzuschauen und festzustellen, wie groß sie ist und wie sie beschaffen ist. Anschließend gilt es, die Pflanze bis auf die Wurzel zurückzuschneiden und eine Wurzel nach der anderen zu entfernen, bis am Ende der ganze Wurzelstock aus dem eigenen System entfernt worden ist. Danach lenkt man seinen Fokus auf die verkümmerte Wurzel der Demut in sich selbst, um sie wieder zum Leben und Wachsen zu bringen. Man lernt, sich wieder in Demut zu üben, sich demütig Gott zu unterwerfen, SEINER Schöpfung und SEINEN Geschöpfen mit Hingabe und Liebe zu dienen und die Tugend der Bescheidenheit zu leben.

Jedes Wesen muss dabei ergründen, in wie weit es demütig ist bzw. demütig sein kann. Kann es sich niederknien, z.B. in der Kirche oder im Tempel, in dem Bewusstsein, dass es sich vor Gott, Jesus Christus, Buddha, Krishna usw. , dass es sich vor der Größe dieser göttlichen Wesenheiten demütig verneigt? Oder ist in ihm eine innere Sperre, die es ihm unmöglich macht sich vor Gott in Demut zu üben? In diesem Fall ist es das Ego mit seinem Hochmut, das eine Verneigung als Erniedrigung betrachtet und sich deshalb dagegen sperrt.

Auf Sanskrit heißt Demut „Vinaya“, was göttliche Führung, Leitung, Disziplin, Tugendhaftigkeit, Erziehung des gesamten Wesens aus KW, Körper, Ego, Super-Ego, SGW und Erden-Selbst, sowie Freundlichkeit, Höflichkeit und Bescheidenheit bedeutet. Das Wesen, das die Tugend Demut in sich verankert hat, kann alle Hindernisse beseitigen und führt seine Mitwesen mit ihrem Bewusstsein weg von der Maya. Es hat sich in Gott AMA zurückgezogen und ist in IHM aufgegangen.

„Vinaya“ ist gleichbedeutend mit „Nabhimana“, dem Nicht-Hochmut und Nicht-Stolz. Dies ist das Merkmal eines göttlichen Wesens, das sich mit seinem göttlichen, feinstofflichen Selbst identifiziert und aus der Illusion des Egos und seines Körpers ausgestiegen ist. Ein demütiges Wesen glaubt nicht mehr, eine eigene Individualität zu haben, da es seinen Ursprung und seine Einheit in Gott AMA erkannt hat und sich dessen bewusst ist.

Das verblendete Wesen dagegen ist in „Abhimana“, dem Hochmut, dem Stolz, der Überheblichkeit und der Selbstsucht des Egos gefangen. Es erkennt seine wahre göttliche Wirklichkeit nicht und verwechselt seine Ego-Individualität mit seiner wahren göttlichen SGW-Persönlichkeit.

Wer bescheiden ist, macht kein Aufheben um seine Person. Genauso verhält sich ein Demütiger. Auch wenn das Verhalten ähnlich ist, ist die Basis doch unterschiedlich. Die Haltung der Demut entspringt nicht der Erfahrung, nur ein Geschöpf unter vielen Geschöpfen Gottes zu sein, sondern vielmehr dem beständigen Wissen darum, wie gering die eigene Befähigung und Bedeutung auf das große göttliche Ganze gesehen ist. Ein demütiges Wesen vergisst nicht, wie gering und vergänglich die eigenen Anstrengungen und Leistungen letztendlich angesichts der Ewigkeit Gottes sind. Es erkennt, dass es nicht mehr als eine Ameise ist, die für den großen Ameisenhaufen Gottes wirkt. Diese Ameise ist zwar ein Teil des Ganzen, aber am Ende kann der Ameisenstaat auch ohne sie weiterexistieren. Es ruht nicht die Last des ganzen Ameisenstaates auf ihr, so dass die Ameise auch nicht glauben muss, alleine den Ameisenstaat verändern oder „retten“ zu können, denn das läge außerhalb ihrer Macht. Nur gemeinsam mit ihrem Ameisen-Geschwistern kann sie Großes für den Ameisenstaat bewirken.

Ein demütiges Wesen versteht sich als Teil von etwas, das größer ist als es selbst, nämlich des großen Unternehmen Gottes bzw. des Energiezentrum seines spirituellen Meisters. Demut ist also keine irdische, sondern eine spirituelle, seelische Bescheidenheit, die neutral gegenüber allen polaren Kräften ist. Ein demütiges Wesen hält etwas für größer als sich selbst – ob das nun Gott AMA, die Schöpfung, die Natur, ein spiritueller Meister oder ein Engel ist -, wodurch die eigene Ego-Einzigartigkeit relativiert wird. Auch die anti-göttlichen Wesen sind in gewisser Hinsicht demütig, wenn sie sich vor dem Anti-Gott, der Technik, der 3D-Gesellschaft oder anderen Ego-Strukturen unterwerfen. Obwohl die Grundhaltung der Demut scheinbar keinen Unterschied macht, ist doch die Motivation eine andere. Die einen unterwerfen sich vor Gott AMA, da sie bereuen und um zu IHM zurückzukehren, die anderen unterwerfen sich vor dem Anti-Gott, da sie seinen Lügen zur Ego-Befreiung und Ego-Autonomie glauben.

Ein demütiges Wesen ist in beständiger Verbindung mit dem großen Ganzen, das es fasziniert, aber auch mit Ehrfurcht erfüllt. Es fühlt sich zugehörig zur großen göttlichen Gemeinschaft. Vor ihr scheint jede Selbstgefälligkeit des Egos fehl am Platz. Das Bewusstsein der Demut hat – in welcher Form auch immer sie sich zeigt – eine tiefgehende Relativierung des Egos und Super-Egos zur Folge. Der Demütige bejaht die eigene Fehlbarkeit und erkennt die Vollkommenheit einer größeren göttlichen Instanz, nämlich von Gott AMA, an.

Die Demut darf nicht mit Feigheit, Unterwürfigkeit oder Hörigkeit verwechselt werden, denn dies sind verdrehte Formen der Ego-Manipulation. Ein wahrhaft demütiges Wesen lässt sich kein Lob zu Kopf steigen und verfällt auch nicht der Selbstüberschätzung. Durch die fest in ihm verankerte Demut wächst in ihm die Kraft und Ausdauer, für das göttliche System einzustehen, dem es allzeit dient und das ihm wichtig ist. Ein demütiges Wesen lässt sich von seiner Selbstliebe nicht ablenken von Gott AMA, den es verehrt. Diesem ist und bleibt es ergeben – was immer sich daraus für ihn ergeben mag oder welche Prüfungen und Aufträge ihm geschickt werden.

Nicht jeder Bescheidene ist automatisch demütig, der Demütige ist jedoch meistens bescheiden. Denn wer sich ohnehin mit seinem Ego nicht so wichtig nimmt, wird sich auch vor anderen nicht so darstellen. Dennoch kann es sein, dass Menschen in eine falsche Demut eintreten, wenn sie glauben, sich für ihre Demut gegenüber den anderen Menschen überlegen fühlen zu müssen. Es ist richtig, dass ein Demütiger in Kontakt mit höheren Dimensionen ist, die sich nicht jedem 3D-Menschen erschließen. Sie sehen die Welt von einem höheren Bewusstsein heraus, so dass es leicht sein kann, dass sie von oben herab auf ihre Umwelt blicken. Diesem in der Demut angelegten Hochmut sollte man unbedingt widerstehen, um nicht in die falsche Demut des Egos abzufallen. Die reine göttliche Demut ist weder überlegen noch hochmütig, sondern mitfühlend und neutral.