Beharrlichkeit ist eng verbunden mit Beständigkeit, Kontinuität, Zielstrebigkeit. Ein Wesen, das beharrlich seinen Weg geht, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, ist wie ein Schiff, das auf dem Ozean des Lebens kontinuierlich voran fährt, ohne sich von Stürmen oder wilden Wogen abbringen zu lassen. Es bleibt auf seinem Kurs und ist voller Entschlossenheit, seinem Ziel näher zu kommen und es zu erreichen.

Beharrlichkeit setzt voraus, dass das Wesen ein Ziel hat, auf das es zusteuert. Dies kann auf der menschlichen Ebene ein irdisches Ziel sein, beispielsweise der Aufbau eines Umweltschutzprojektes, verbunden mit dem Ziel, eine bedrohte Landschaft zu schützen und zu erhalten. Auf der SGW-Ebene kann es das Ziel sein, in ein höheres, göttliches Bewusstsein einzutreten, also von der 4-D in die 6- oder 7-D zu gelangen, um seinen Aufstieg in die spirituellen Meister oder Gott zu machen. Für einen göttlichen Mitarbeiter kann es das Ziel sein, seinen göttlichen Auftrag, z.B. die Weisheit seines spirituellen Meisters zu verbreiten oder den Strahl der barmherzigen Liebe in die Welt zu lenken.

Um das jeweilige Ziel zu erreichen, braucht das Wesen Beharrlichkeit. Sie ist der Garant oder stabilisierende Faktor, der im Falle von Gefahren, Hindernissen oder Verlockungen dafür sorgt, dass das Wesen nicht von seinem Zielweg abweicht oder in die Irre gelangt.

Beharrlichkeit ist mit der festen Absicht verbunden, das Ziel zu erreichen und den Weg dorthin durchzuhalten und zu absolvieren. Beharrlichkeit ist der feste Glaube an die eigenen Kräfte und das eigene Durchhaltevermögen, ferner ist sie auch der feste Glaube an die höchste Macht und Kraft in diesem Universum, auch Gott genannt, von der man auf diesem Weg geführt und beschützt wird.

Bei Beharrlichkeit müssen wir zwischen der Ego-Beharrlichkeit und der göttlichen Beharrlichkeit unterscheiden. Bei einer Ego-Beharrlichkeit strebt das Wesen ein Ego-Ziel an und setzt seine Ego-Energie, die Wurzeln des Übels sowie die Todsünden ein, um sein Ziel zu erreichen. Dies kann scheinbar ein gemeinnütziges Ziel sein, wie z.B. ein Umweltschutzprojekt, jedoch versteckt sich dahin ein Ego-Ziel, wie beispielsweise Steigerung des Ansehens, Imagepflege oder sonstige Imagepflege.

Alle Bemühungen eines Wesens auf seinem Zielweg sind vergebens, wenn die Wurzel der rechtschaffenen, göttlichen Beharrlichkeit fehlt. Wer diese nicht erwirbt und in seinem Herzen verankert, für den sind alle Anstrengungen vergebens.

Die göttliche rechtschaffene Beharrlichkeit ist der gerade göttliche Weg der Rechtschaffenheit auf dem Weg zu Gott AMA, denn dieses Ziel sollte das höchste Ziel jedes Wesens sein. Damit verbunden ist das System der rechtschaffenen, tugendhaften Werke. Ob Handlungen als rechtschaffene, tugendhafte Werke gelten können, hängt von zwei Voraussetzungen ab, nämlich davon:

1. ob sie dem göttlichen Befehl Gottes höchste Achtung zollen, d.h. Die Gebote und Gesetze Gottes in vollkommener Demut und mit größter Gewissenhaftigkeit erfüllen und

2. sich Gottes Geschöpfen gegenüber mitfühlend und gütig zu zeigen, d.h. allem göttlich Erschaffenen um seines Erschaffers willen Liebe, Zuneigung und Barmherzigkeit entgegen zu bringen.

Rechtschaffene Beharrlichkeit besteht darin, die Liebe zu Gott AMA und Seinen spirituellen Meistern stets frisch und lebendig zu halten, indem man danach strebt, sein Bewusstsein genauso in die höheren Dimensionen zu verlagern wie einst die spirituellen Meister. Auf diese Weise hat man Anteil an dem göttlichen Strahl seines spirituellen Meisters und seiner beispielhaften göttlichen Persönlichkeit, um dessen vorbildhafte göttliche Charakterzüge in sich zu verwirklichen. So wird man selbst nach und nach eine erleuchtete Person. Voraussetzung dafür ist, dass man nach dem Geist der heiligen Schriften der spirituellen Meister und der göttlichen Gesetze lebt, sich den irdischen Sinnen und Genüssen des Egos und des Super-Egos fernhält, um auf diese Weise die Dienerschaft und die Gotteserkenntnis zu erlangen. Die Wurzeln des Leides und die Angst des Egos und des Super-Egos haben dann keine Macht mehr über einen solchen Menschen.

Jedes Wesen sollte deshalb, um sich seiner Zielrichtung zu vergewissern, d.h. ob es Richtung göttliche oder anti-göttliche Dimensionen strebt, und um die Wurzel der rechtschaffene göttliche Beharrlichkeit in seiner Seele zu festigen, stets gewissenhaft seine innere Welt aus KW, Ego, Super-Ego und SGW beobachten und wer oder was gerade präsent ist. Dazu ist der innere Beobachter ein wichtiges Instrument und Hilfsmittel. Durch die ständige gewissenhafte Beobachtung lassen sich alle Abweichungen auf dem göttlichen Pfad und dem Weg der Wurzeln des Göttlichen sofort erkennen und verhindern. Deshalb ist neben der Notwendigkeit einer absoluten Übereinstimmung mit den göttlichen Geboten und den tugendhaften Handlungen auch die ihnen zugrunde liegende Absicht zu beachten, nämlich, ob sie tatsächlich in Aufrichtigkeit und ausschließlich für Gott AMA und die göttliche Arbeit verrichtet werden, oder nicht. Andernfalls handelt es sich um unaufrichtige Ego-Taten, die nicht über die Stufe nutzloser Energievergeudung des Egos hinausreichen.

Im Dunklen Zeitalter, in dem sich die Menschen ganz dem Streben nach materiellen 3D-Dingen und den Wünschen und Begierden des Egos und der Wurzeln des Leides hingegeben haben, überträgt Gott AMA besonders den zu diesem Zweck gesandten, rechtschaffenen und beharrlichen göttlichen Mitarbeitern die Aufgabe der Schulung der Menschen, um sie wieder zurück zu göttlichem SGW-Bewusstsein und Tugendhaftigkeit zu führen. Ihre Aufgabe ist es, den Menschen rechtschaffene, göttliche Beharrlichkeit zu lehren und an der Transformation ihres Egos und Super-Egos mitzuarbeiten. Diese göttlichen Mitarbeiter lassen sich durch nichts und niemand von ihrem göttlichen Auftrag abbringen.

Die meisten Menschen können nicht zwischen dem unterscheiden, was ihr SGW möchte, oder dem, was ihr Ego will. Sie erkennen nicht, ob ihre Wünsche göttlichen oder anti-göttlichen Ursprungs sind, weswegen sie auch nicht zwischen Schwingungsanstieg und Gottesverbindung und zwischen Schwingungsabfall und Anti-Gott-Verbindung erkennen können. Deshalb sollte sich jeder Mensch daran halten, was Gott AMA ihm durch Seine Gesetze und die Wurzeln des Göttlichen befohlen hat, und das unterlassen, was Er verboten hat. Das ist vollkommene Gottesdienerschaft und Beharrlichkeit auf dem spirituellen Pfad!

Ein Wesen ist nicht wirklich in der Lage, in die höheren göttlichen Dimensionen der Angstlosigkeit einzutreten, bevor es nicht die Liebe zu Gott AMA über seine Liebe zur Angst gestellt hat. Dazu ist es unerlässlich, dass es Gott AMA in gebührender Weise mit den Eigenschaften der Ehrfurcht und Ehrerbietung kennt und verehrt. Aus dieser Perspektive betrachtet, besteht der göttliche Weg der Angstlosigkeit, der Beharrlichkeit und der Rechtschaffenheit in der Gotteserkenntnis und im Bewusstsein, dass man selbst Teil Gottes ist. Denn das Wesen, dem die göttliche Erkenntnis Gottes zuteil geworden ist, richtet sein ganzes Leben danach aus, entsagt den Wurzeln des Leides, seinem Ego, seinem Super-Ego und den Versuchungen des Anti-Gottes und lebt in einem Zustand ausschließlichen und bedingungslosen Strebens nach dem Wohlgefallen von Gott AMA, Seines allmächtigen Schöpfers.

Das Herz eines solchen Menschen wird dann zu einem Schauplatz der göttlichen Manifestationen der Strahlen der Liebe, des Lichts und des Friedens Gottes. In diesem Zustand eröffnet sich dem Wesen, jenseits der für die irdischen Augen sichtbaren äußeren Umgebung der Maya, ein Fenster zur Welt des Göttlichen, und es wird selbst zum Buch eines mit göttlicher Weisheit und majestätischer Würde erfüllten vollendeten göttlichen Universums.

Hierfür ein Beispiel: Ein Weiser sah einmal den Anti-Gott im Traum, welcher ihm große Angst einjagte, und versuchte verzweifelt, ihn mit seinem Stock zu schlagen. Daraufhin sprach der Anti-Gott: „O Mensch, vor deinem Stock fürchte ich mich nicht! Denn dieser Stock gehört zu den materiellen Erscheinungen der äußeren Welt des Egos und der Maya. Was ich indessen fürchte, sind die Strahlen der Sonne des göttlichen Lichts der Beharrlichkeit und Weisheit, die von den göttlichen Dimensionen der Gotteserkenntnis her die Herzen erfüllt und darin alles außer Gott AMA verbrennen und zunichte macht.“

So ist die Basis der göttlichen Beharrlichkeit immer die Gotteserkenntnis, welche auf der Niyama Ishvara Pranidhana, der Gotteshingabe, basiert. Denn mit der Hingabe an Gott AMA wächst die Fähigkeit im Menschen, alles in Seiner göttlichen Vollkommenheit und Weisheit zu erkennen. Dies bringt die Vollkommenheit des göttlichen Wesens auf dem spirituellen Pfad.

Ishvara Pranidhana beinhaltet auch das tiefe Vertrauen in Gott AMA und Seine Schöpfung, die den Menschen führt und ihm hilft und ihm trotzdem in gewissen Bereichen die freie Wahl lässt, wie er sein Leben gestalten möchte – und die ihn auch nicht aufgibt und fallen lässt, wenn er eine scheinbar falsche Entscheidung getroffen hat!

Wer im Bewusstsein der Gotteshingabe lebt, verspürt keine Angst mehr. Alle Ergebnisse des Handelns werden losgelassen und an Gott AMA, die höhere Instanz, abgegeben. Trotzdem werden die Tätigkeiten in voller Verantwortung mit größtmöglicher Aufmerksamkeit, Achtsamkeit, Konzentration und Beharrlichkeit durchgeführt. Dabei fallen aber alle Abgrenzungen der Maya und falschen Ego-Identifikation ab, ebenso das Gefühl, der Macher in den polaren Kräften zu sein. Die Ergebnisse des Handelns binden den Menschen folglich nicht und verursachen auch kein Leid, keine Angst, keine Gier und keinen Hass.

Hierbei ist es wichtig zwischen verblendeter Angstlosigkeit des blinden Egos und wahrer Angstlosigkeit des göttlichen SGWs, das in Gott ist, IHM vertraut, aber gleichzeitig auch die göttliche Wahrheit erkennt und sich dementsprechend verhält, zu unterscheiden. Ein spiritueller Meister sprach einst zu seinem Schüler: „Alles Lebende ist Gott.“ Der Schüler verstand dies dem Wortlaut nach, nicht aber dem wahren geistigen Sinn nach. Eines Tages begegnete ihm auf seinem Weg ein Elefant. Der Elefantentreiber schrie laut von seinem hohen Sitz aus: „Geh weg, pass auf!“ Der Schüler dachte innerlich: „Ich bin Gott, genauso ist der Elefant Gott. Warum sollte sich also Gott vor sich selbst fürchten?“ Da er so dachte, bewegte er sich nicht von der Stelle. Da hob ihn der Elefant mit seinem Rüssel hoch und warf ihn hart auf die Seite. Der Schüler wurde ernsthaft verletzt und ging zu seinem Meister zurück, um ihm das Erlebte zu berichten. Der Meister sagte: „Natürlich ist Gott in dir und du bist ein Teil Gottes Gott, und auch im Elefanten ist Gott und er ist ein Teil Gottes. Aber genauso hat Dich Gott in Form des Elefantentreibers von oben gewarnt, diesem Elefanten auszuweichen. Warum hast du nicht mit deinem stolzen Ego, das meinte vor nichts Angst haben zu müssen, auf seine Warnungen gehört?“

Die göttliche Beharrlichkeit basiert auf dem göttlichen Urvertrauen, d.h. man akzeptiert, dass alles, was im Leben passiert, seinen Sinn hat. Dabei verhält man sich nicht aber nicht tatenlos oder lässt alles geschehen, sondern greift aktiv ein und steuert nach bestem Wissen und Gewissen bestimmte Situationen. Wenn man das göttliche „SoSein“ akzeptieren kann und sich mit seinem Ego nicht dagegen stellt, sondern Gott AMA vertraut und beharrlich auf seinem spirituellen Pfad der Transformation und Gotteserkenntnis voranschreitet, kann man unbeschwert und angstfrei leben. Denn nur das Ego hat Angst vor dem Ungewissen und der Zukunft der Maya, nicht das göttliche SGW, das in Gott AMA schwingt.

Göttliche Beharrlichkeit bedeutet, liebevoll mit höchster Präzision zu handeln und in allem auf der Basis des bis jetzt erlangten Wissens das Beste zu geben. Beharrlichkeit heißt aber auch, seine eigenen Fähigkeiten immer mehr zu erweitern und zu verfeinern, so dass sie immer klarer, präziser und göttlicher werden. Beharrlichkeit ist nicht Starrheit, sondern eine Offenheit für Transformation und weitere Wandlung. Beharrlichkeit bleibt niemals stehen, sondern geht weiter auf dem göttlichen Weg der Inkarnationen und der Schwingungsanhebung voran.

Beharrlich zu sein, heißt, im Hier und Jetzt in dieser Raum-Zeit-Ebene das Richtige und Notwendige tun, was man aufgrund seines aktuellen Wissensstandes für richtig und notwendig hält. Dabei ist man nie mit seinem Ego der Handelnde, sondern immer nur das Instrument der göttlichen Führung. Die Ergebnisse der Handlungen werden somit Gott AMA und der göttlichen Führung hingegeben. So ist man unabhängig von Lob, Kritik, Angst und Bewertungen des Super-Egos und Egos.

Ein beharrlicher Mensch betrachtet jede Handlung als lebenswichtig, so dass jedem Augenblick Bedeutung geschenkt wird. Das heißt nicht langsam und starr zu werden. Unachtsamkeit kann eine Quelle zukünftigen Karmas und neuen Leidens sein. Achtsamkeit hingegen heißt weniger Fehler zu machen und dadurch weniger Stress und negatives Karma zu erleben. Eine beharrliche Achtsamkeit bringt göttliches Bewusstsein, Stabilität und Klarheit in das Leben.

In den Yogasutren des Patanjali 1,32 steht dazu geschrieben: „Sich in der kontinuierlichen, beharrlichen Ausrichtung auf nur ein Objekt zu üben, ist das Gegenmittel zur Überwindung aller Hindernisse des Egos.“ Das heißt: Wenn man das Objekt seiner Aufmerksamkeit und seines spirituellen Zieles ständig ändert, kann man keine Fortschritte auf seinem göttlichen Entwicklungsweg zu Gott erzielen. Wenn man sich z.B. auf ein Mantra konzentriert, dann sollte es nur ein einziges sein, weil man sonst seine Energie zersplittert. Ändert man immer wieder das Mantra oder die Methode auf dem spirituellen Pfad, so ist das, als ob man dauernd an einem anderen Ort ein Loch gräbt: Man kommt auf diese Wiese nie in die Tiefe. So ist es sehr wichtig, dass man beharrlich an seiner spirituellen Wandlung arbeitet und sich immer beharrlich auf den göttlichen Weg zu Gott AMA ausrichtet, den man gewählt hat, und auf diesem voranschreitet.

Weiter heißt es in den Yogasutren des Patanjali 1,20: „Die Menschen erfahren göttliche Erleuchtung durch Vertrauen, Willensstärke, Achtsamkeit und Beharrlichkeit, wodurch sie göttliche Weisheit erlangen.“

Der Weg der göttlichen Transformation und Bewusstwerdung ist nicht auf eine kurzfristige Perspektive aus. Er ist keine Schnellstraße zur Erleuchtung, auch wenn bei einem intensivem Drängen die Erleuchtung schneller eintreten kann. Der Weg der göttlichen Entwicklung ist für die meisten Menschen eher eine langfristige Bemühung, die immer wieder Zielstrebigkeit, Beharrlichkeit und ein Dranbleiben am spirituellen Weg erfordert. Besonders wichtig ist dabei der Aufbau eines tiefen Vertrauens zu Gott AMA und dem spirituellen Pfad, das im Laufe der Jahre immer mehr zunehmen sollte. Dieses Vertrauen ist kein blinder Glaube, sondern wächst durch das Üben und die Erfahrungen auf dem göttlichen Weg. So werden Willensstärke, Entschlossenheit und Beharrlichkeit gewonnen, die notwendig sind, um kontinuierlich voranzugehen und seine Schwingung immer weiter in die höheren göttlichen Dimensionen anzuheben.

Auf Sanskrit heißt Beharrlichkeit „Virya“, was auch „Held“ und „Heldenhaftigkeit“ bedeutet, d.h. die göttliche, starke Yang-Energie der Sonne, die wirksam, tapfer, kraftvoll und siegreich ist. „Virya“ ist die Kraft, die das Ego und die Wurzeln des Übels transformiert. „Virya“ kann sowohl eine polare, irdische Ego-Kraft sein, als auch eine höhere, göttliche SGW-Kraft. Die Aufgabe des spirituellen Schülers ist es, das niedere „Virya“ in diese höhere göttliche Kraft zu wandeln, die dem göttlichen Weg und nicht mehr dem Ego dient.

In den Yogasutren des Patanjali 2, 38 steht dazu geschrieben: „Wer fest verankert ist im Bewusstsein um die göttliche Quelle in Gott, aus der wir alle kommen, erfährt göttliche Virya, d.h. Beharrlichkeit, Heldenhaftigkeit und Mut. Er hat vor nichts und niemanden mehr Angst, auch nicht vor sich selbst und seinem Ego.“

Wer achtsam mit seinem körperlichen und seelischen Energiehaushalt umgeht und beharrlich auf seinem spirituellen Pfad voranschreitet, gewinnt an Kraft und göttlicher Licht- und Lebensenergie. Solche Wesen pulsieren vor göttlicher Energie, da sie keine Energie mehr an die Wurzel der Angst und ihr Ego verlieren. „Virya“ ist die stärkste Energie des Menschen. Schon die alten Yogis haben erkannt, dass das Vergeuden dieser Energie die Körper- und Willenskraft schwächt, so dass es Anhaftung an der Maya erzeugt und die Verbindung zum SGW und der göttlichen Quelle beschränkt. Beharrlichkeit und Ego-Meisterschaft geschieht also immer im Blick auf das große Ziel, die Einheit mit Gott AMA.

Jede Energie muss verantwortungsvoll und weise genutzt werden – die eigene Energie genauso wie die des Planeten Erde. Was zu stark mit dem gierigen Ego beansprucht wird und sich nicht mehr regenerieren kann, geht früh zugrunde, es brennt durch sein Ego aus. Sich selbst zu beschränken und beharrlich den göttlichen Gesetzen und dem spirituellen Pfad zu folgen, heißt, weniger am Ego, den Wurzeln de Leides und der Maya anzuhaften. Das ist wahre, innere Freiheit auf dem göttlichen Weg des Lichts zu Gott.

Die Wesenheit „Gott“ ist die höchste Macht und Kraft in diesem Universum. In dieses Kraftfeld gehören auch die höchsten Engel sowie die aufgestiegenen spirituellen Meister, unter anderem Jesus Christus, Maria, Buddha, Hermes Trismegistos, Saint Germain. Sie alle verfügen über Mächte und Kräfte, über die kein Mensch und auch kein SGW verfügt. Aus diesem Grunde tut jeder Mensch/jedes SGW gut daran, sich mit diesen Mächten und Kräften zu verbinden und ein Leben in Gottesverbundenheit zu führen.

Wer mit den höchsten Mächten und Kräften durchs Leben geht und sich von ihnen führen lässt, der hat einen starken Helfer und Beschützer an der Seite, der ihm Sicherheit, Geborgenheit und Hilfe in allen Lebenslagen gibt. Wer mit Gott und Seinen höchsten Mächten und Kräften durchs Leben geht, ist frei von Ängsten.

Ängste entstehen nur, wenn der Mensch ein Leben ohne Gott und ohne die höchsten Mächte und Kräfte führt. Dann ist der Mensch auf sich allein gestellt, auf seine begrenzten menschlichen Kräfte und Fähigkeiten und auf die Führung seines Egos. Doch das Ego ist nur ein aufgeplusterter Zwerg, ein Feigling, der dem Menschen keine wirkliche Sicherheit und Hilfe geben kann. Das Ego ist ein Angsthase. So ist immer dann, wenn der Mensch Angst empfindet – egal, um welche Angst es sich handelt – das Ego am Werk. Denn, wenn der Mensch in Gott und in der Gottesverbundenheit ist, kennt er keine Angst.

Gottesverbundenheit setzt voraus, dass der Mensch an Gott bzw. an die höchsten Führer dieses Universums, die im Kraftfeld Gottes sind, glaubt. Der eine Mensch wird mehr den direkten Kanal zu Gott haben, der andere mehr zu Jesus Christus, wieder ein anderer mehr zu Buddha. Jede dieser Verbindungen ist ein Kanal zu Gott.

Vor dem Glauben steht das Wissen um diese höchsten Wesenheiten und das Bewusstsein, dass es diese Wesenheiten gibt. Denn wer nicht um sie weiß und sich ihrer nicht bewusst ist, kann auch im Bedarfsfall nicht auf sie zurückgreifen, um sich mit ihnen zu verbinden.

Wissen, Bewusstsein und Glaube an die höchste Macht und Kraft Gottes und der IHN umgebenden höchsten Wesen dieses Universums sind die Grundlagen für die Gottesverbundenheit. Hinzu muss die Bereitschaft des Wesens kommen, sich diesen Wesen zu unterwerfen und ihnen die übergeordnete Führung im eigenen Leben zu übertragen. Dies setzt Hingabe und Demut des Wesens voraus. Weiterhin setzt es Vertrauen des Wesens in die Macht und Kraft Gottes sowie in Seine Führung voraus.

Um in die Gottesverbundenheit zu gelangen, muss ein Wesen seine eigene Führung bzw. die Führung durch sein Ego und sein Super-Ego aufgeben bzw. abgeben und es muss sich statt dessen der Führung Gottes unterwerfen.

Um sich unterwerfen zu können, muss das Wesen an den Punkt der großen Erkenntnis kommen. Es muss erkennen, dass seine eigenen Kräfte und Fähigkeiten bzw. die seines Egos und Super-Egos begrenzt sind und dass es mit diesen begrenzten Fähigkeiten immer wieder Ängste und Unsicherheiten haben wird. Als Folge davon wird es immer wieder zu beträchtlichen Problemen in bestimmten Lebenssituationen kommen.

Solange das Wesen belastungsfähig ist, wird es die Belastungen und „Schmerzen“ aus diesen Lebenssituationen ertragen können. Irgendwann jedoch wird es an die Schmerzgrenze oder „Genuggrenze“ kommen. An diesem Punkt ist das Maß des Ertragen-Könnens und der Ertragens Bereitschaft voll. In diesem Moment entsteht die Bereitschaft, die eigene Führung bzw. die Führung durch das Ego aufzugeben und sich unter die Führung der Macht und Kraft zu stellen, die die höchste in diesem Universum ist: Gott bzw. Seine höchsten Wesenheiten.

Dieser Akt der Unterwerfung ist scheinbar eine Niederlage des Menschen und seines Egos, jedoch ist es in Wirklichkeit ein weiser Entschluss. Die Weisheit liegt darin, dass man die Trennung von der höchsten Macht und Kraft, die man einst vollzogen hat, aufgibt und sich wieder mit dem göttlichen Ur-Wesen (Gott) vereinigt, mit dem man von Natur aus vereinigt war. Jedoch hat man durch den Fall in das Ego und Super-Ego geglaubt, diese höchsten Macht und Kraft nicht mehr brauchen zu müssen, weil man selbst so stark sei. In diesem Moment erkennt der Mensch, dass die vermeintliche Stärke des Egos bzw. Super-Egos nur eine Pseudo-Stärke war, die ebenso Grenzen hat wie die eigene menschliche Stärke. Man erkennt: Die einzige und wahre Stärke liegt in der höchsten Macht und Kraft Gottes und Seiner höchsten Universumsengel und spirituellen Meister.

Dieses Erkennen und Begreifen ist ein großer Schlüssel auf dem Weg zu Gott – sei es, um in IHN/ES aufzusteigen und/oder für IHN/ES zu arbeiten. Jedoch braucht man, um den Schlüssel anwenden zu können, die richtige Tür bzw. das entsprechende Schloss dazu. Nur mit beidem kann man in eine neue Dimension des eigenen Lebens und Seins eintreten.

Wer sich der Führung Gottes unterwirft und Gott sein Leben übergibt, sich IHM und Seiner Führung anvertraut, muss absolutes Vertrauen in Gott haben und darin, dass ihm die Lösung für eine Lebenssituation gegeben wird, die für alle Beteiligten die richtige ist. Er muss sich bewusst sein, dass Gott ihn nicht bevorzugen wird und nur ihm Gutes geben wird. Die Führung unter Gott bedeutet, dass göttliche Gerechtigkeit geübt wird, dass der übergeordnete Lebensplan des Menschen/SGW berücksichtigt wird, dass die Lernaufgaben des Menschen/SGW zugrunde gelegt werden, dass karmische Ursachen berücksichtigt werden usw. So kann die Entscheidung Gottes, die in einer Lebenssituation gefällt wird, dem Wesen nicht unbedingt gefallen, sie wird aber die beste sein, die ihm und seiner Inkarnation angemessen ist. In jedem Fall wird sie dem Wesen und der Situation wohl tun und den darin vorhandenen Knoten auflösen, so dass das Wesen auf seinem Lebensweg wieder voranschreiten kann.

Wenn sich ein göttlicher Mitarbeiter, z.B. aus der Engels-Hierarchie, Gott unterwirft und sich Seiner Führung anvertraut, muss er ebenfalls vollstes Vertrauen darin haben, dass sein weiterer Weg so kommen wird, wie die göttliche Führung dies für richtig hält. Ein göttlicher Mitarbeiter wird durch den Akt der Unterwerfung nicht sogleich Fähigkeiten erhalten, die seiner Engels-Natur entsprechen. Eine solche Erwartung käme aus dem Ego, was wiederum bedeuten würde, dass sich der göttliche Mitarbeiter nicht ehrlich Gott unterwirft, sondern weil er sich erhofft, dadurch bestimmte Schwächen überwinden und an Fähigkeiten gelangen zu können, an die er sonst nicht käme. Gott sieht in die Herzen der Menschen/SGWs und sieht, welche Absicht hinter der Unterwerfung steht.

Um in Gott und Seinen höchsten göttlichen Mächten und Kräften leben zu können, muss eine absolut ehrliche Unterwerfung unter Gott stattfinden, in der die Erkenntnis eingebrannt ist, dass nur ein Leben mit Gott und im Bewusstsein der Gottesverbundenheit ein wahrhaftes Leben ist. So wie Kinder in der Trotzphase nicht mehr an der Hand ihrer Eltern gehen wollen, weil sie sich selbst stark fühlen, wollte man das selbst auch vor langer Zeit: man wollte nicht mehr an der Hand Gottes gehen. Nun aber ergreift man wieder die Hand Gottes, weil man die Erfahrung des Alleinseins – eines Lebens ohne an der Hand Gottes zu sein – gemacht hat. Man hat dadurch erfahren, dass das einen stetigen Kampf bedeutet, und dass es viel leichter und entspannter ist, an der sicheren und starken Hand Gottes zu gehen, die einem den Weg ebnet.

Die Unterwerfung unter Gott bedeutet, dass man SEINE Hand wieder ergreift, dass man sie gerne nimmt, weil man sie zu schätzen weiß, weil man erkannt hat, dass sie einem Gutes will, dass sie nicht dogmatisch ist, sondern etwas Liebevolles, Fürsorgliches ist. Jedoch klammert man nicht an der Hand Gottes, wie ein Ertrinkender, sondern man geht mit dieser mit und schwimmt im göttlichen Strom. Danke Gott, dass ich diese Erfahrung machen durfte! Danke Gott, dass es DICH gibt!

Mit dem Akt der Unterwerfung und dem Ergreifen der Hand Gottes, erfährt der Mensch eine enorme Erleichterung in seinem Leben. Er kann aufatmen und wieder frei durchatmen. Er kann loslassen, geschehen lassen und zulassen. Er muss sich nicht mehr sorgen. Er braucht keine Angst mehr haben – vor nichts und niemanden. Er lebt in dem Bewusstsein, dass alles, was kommt – das Gute wie das Schlechte – richtig ist und von der Weisheit und Kraft Gottes geführt und gelöst wird.

Ein Leben in der Gottesverbundenheit bedeutet jedoch nicht, dass der Mensch fortan nichts mehr tun muss und er alles Gott überlassen kann. Es ist vielmehr ein Leben mit Gott, eine kontinuierliche Kommunikation, die stattfindet, die dem Menschen Impulse sendet, was er in einer bestimmten Situation zu tun hat und wie er sich zu verhalten hat, damit diese „richtig“ gelöst wird. Das ausführende Organ bleibt weiterhin der Mensch, jedoch ist das, was er tut, von der Weisheit und der Kraft Gottes gefärbt. In sehr schwierigen Situationen kann der Mensch ganz gezielt Gott anrufen und um SEINE Hilfe bitten. Danach tut der Mensch gut daran abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln, ohne mit seiner Ungeduld und mit seinen negativen Emotionen die Entwicklung zu forcieren. So kann von höherer, übergeordneter Warte aus eine geeignete Lösung geschaffen und geschickt werden. Ein Leben in der Gottesverbundenheit kann sehr vielfältig aussehen.

Über allem jedoch steht das Bewusstsein des Menschen und seines SGWs, dass man an der Hand Gottes geht und Gott SEINE Hand über das eigene Leben hält, es beschützt und es führt. Die Fürsorge und Liebe Gottes zu spüren, mit der man durchs Leben geht und die über das eigene Leben wacht, ist ein wunderbares Lebensgefühl.

Wie anders ist es dagegen, wenn dies nicht so ist. Wie fühlt sich der Mensch oft klein, schwach, unbeschützt, ohne Orientierung, ohne Führung, unsicher, angreifbar, hilflos. Ständig muss er auf der Hut sein, dass ihm andere nicht Böses wollen. Ständig muss er um sein vermeintlich gutes Recht kämpfen. Ständig muss er sich gegen Angriffe von Außen verteidigen. Ständig hat er Angst vor Verlust, Diebstahl und Verlassenwerden. Dieser Alleinkampf kostet ihn sehr viel Kraft und laugt ihn oft aus, so dass er erschöpft und müde ist. Selten kann er loslassen; statt dessen ist er ständig angespannt und körperlich verspannt.

Ein Leben in der Gottesverbundenheit dagegen ist entspannt, gelöst und harmonisch. Wenn es angespannt ist, dann ist es positiv und förderlich angespannt. Da wenig Energie für Negatives vergeudet wird, kann sie für positive Dinge eingesetzt werden. Der Mensch fühlt sich nicht allein oder allein gelassen, sondern er spürt beständig die starke Gegenwart von Gott, der ein Teil seines Lebens ist. Es ist wie in dem Film „Crocodile Dundee“, wo Mick zu seiner eigenen Gottesverbindung sagt: „Yep, me and God we ‚d be mats.“ (zu deutsch: „Gott und ich sind Kumpel“).

Eine lebendige Gottesverbundenheit ist nichts Sprituell-Abstraktes; sie ist vielmehr etwas Lebensnahes. Es ist so, als habe der Mensch durch seine Unterwerfung unter Gott, Gott in sein Leben und damit in diese irdische Welt geholt. Gott ist dadurch nicht irgendwo dort oben im Himmel, sondern Gott wird auf diese Weise Teil dieser Welt und der Menschen, die in dieser Welt leben. Wenn es keine Gottferne mehr gibt, dann gibt es auch keine Angst, denn wer in Gott ist und IHM nahe ist, hat keine Angst.

Je mehr Menschen in der Gottesverbundenheit leben, um so mehr ist Gott in dieser Welt präsent, weil SEIN Geist, SEINE Liebe, SEIN Frieden, SEIN Licht über diese Menschen in diese Welt fließen und dort ihre Wirkung entfalten können.

Es gibt keinen größeren Akt der Liebe zu Gott und dieser Welt, die auch seine Schöpfung ist, als in der Gottesverbundenheit zu leben. Indem ein Mensch sich Gott unterwirft und in die Gottesverbundenheit eintritt, ermöglicht er Gott, nicht nur in seinem eigenen Leben zu wirken, sondern auch durch den Menschen selbst in dieser Welt zu wirken, denn alles, was wir tun, hat auch immer eine Auswirkung auf ein Größeres.

Somit ist der Akt der Unterwerfung unter Gott und der Eintritt in die Gottesverbundenheit ein Akt der Weisheit und der Liebe, denn der Weise weiß, dass er mit diesem Akt nicht nur sich selbst, sondern auch dieser Welt und allen Wesen etwas Gutes tut: er öffnet Gott und den höchsten göttlichen Mächten und Kräften die Tür in diese Welt und zu den Menschen, die in dieser Welt leben. Das ist wahrhafte Liebe und Hingabe: sich selbst und sein eigenes Ego hingeben, um ein Kanal für Gott und Seine höchsten göttlichen Kräfte zu werden und zu sein. Man wird dann ein Glas, das gefüllt ist mit der Liebe Gottes. Der Krug des Egos ist zerbrochen.

Wenn ein Mensch aus dem Ego-Bewusstsein, in welchem sein Ego und das darüber stehende Super-Ego des Anti-Gottes, heraustritt und es ablegt, und statt dessen in das Gottes-Bewusstsein, in welchem Gott die höchste Macht und Kraft ist, eintritt, verschiebt sich sein ganzes Leben und Sein um 180 Grad. Es ist so, als ob der Mensch aus der Verblendung herausfällt bzw. sich heraus begibt, in der er lange Zeit gelebt hat. Denn zu glauben, dass das eigene Ego und das Super-Ego die höchste Macht und Kraft seien, ist die höchste Verblendung, die es gibt. Es gibt nur eine einzige höchste göttliche Macht und Kraft und diese heißt „Gott“. Gott ist der Universums-Erschaffer und der Universums-Lenker. Um IHN sind seine höchsten Engel und die aufgestiegenen spirituellen Meister, die in Seinem Kraftfeld im Herzzentrum leben.

Solange der Mensch (und sein SGW) in der Verblendung lebt, dass Gott keine Bedeutung hat, dass der Mensch sehr wohl ohne Gott leben kann, ist er getrennt von Gott und Seinem Kraftfeld. Diese Separierung von Seiner „göttlichen Hand“, die ihn sonst führt und erhält, führt zu einem dauerhaften Angstzustand, in dem der Mensch (und sein SGW) lebt. Ständige Ängste werden und sind der Dauerbegleiter eines Menschen (und seines SGWs) in seinen gesamten Inkarnationen, die von Verblendung bestimmt sind.

Diese Verblendung dauert so lange, so lange der Mensch (und sein SGW) nicht erkennt, dass weder ihm noch seinem Ego irgendwelche höheren Kräfte zu eigen sind und dass er mit den geringsten und niedersten Kräften operiert. Ständige Gefühle von Ohnmacht, Hilflosigkeit und Unsicherheit sind die Folge davon. Ausrufe wie: „Ich kann das nicht!“ oder: „Ich schaff das nicht!“ begleiten den Menschen durch das gesamte Leben, drücken ihn nieder und machen sein Leben zu einem ewigen Kampf ums Überleben im Strudel der 3-D-Welt.

Dies geht solange, bis der Mensch nicht mehr kann und nicht mehr will, wo er sich besinnt. Er besinnt sich auf eine höhere Macht und Kraft, auf Gott und macht sich auf den Weg, sich dieser höchsten Macht und Kraft anzunähern, um sich mit ihr (wieder) zu verbinden.

Man legt die Rolle des überheblichen, hochmütigen Egoisten ab, der glaubt, er habe die Stärke, alles alleine zu bewältigen, beugt den hoch erhobenen Kopf, verneigt sich vor der höchsten Macht und Kraft in diesem Universum – vor Gott. Und ist dieser Schritt schon einmal getan, kann der nächste erfolgen: das sich Niederknien vor Gott, das Niederwerfen. Damit setzt man das Zeichen, dass man sich Gott ergibt und Seine höchste Macht und Kraft anerkennt, die man bis dahin ignoriert hat und über die man sich bis dahin voller Arroganz erhoben hat.

Dieser Akt, der wie eine Niederlage des Menschen (und seines SGWs) wirkt, ist jedoch in Wirklichkeit die Befreiung aus der Verblendung und die Rückkehr bzw. der Eintritt in die Liebe Gottes, in SEIN höchstes Kraftfeld. Es ist der Akt des Friedens und der Versöhnung zwischen dem Menschen/SGW und Gott. Es ist der Beginn eines neues Lebens in Verbundenheit mit Gott, ein Geführtwerden von IHM – mit dem stärksten „Kumpel“, den ein Mensch/SGW an seiner Seite haben kann.

Mitgefühl ist eine Unterform von Liebe. Mitgefühl ist nur möglich, wenn man Nächstenliebe empfindet. Mitgefühl kann man mit Menschen, Tieren und Pflanzen haben, ja sogar mit der Natur, mit dem Planeten Erde, mit dem gesamten Universum. Man fühlt mit allen und allem mit, mit ihren Freuden, aber auch mit ihren Leiden oder Schmerzen, mit dem, was sie beschäftigt, worüber sie sich sorgen und ängstigen.

Mitgefühl steht Ärger gegenüber. Wer in einer Grundhaltung des Mitgefühls lebt, wird wenig Ärger empfinden, weil er allem mit Mitgefühl begegnet. Umgekehrt wird derjenige, der in einer Grundhaltung des sich ärgerns lebt, in jeder Situation des Lebens, die ihm quer kommt, Ärger empfinden. Nachfolgend ein Beispiel:

Man steht an der Kasse eines Supermarktes in einer Schlange und wartet darauf, dran zu kommen. Eine Frau geht mit ihrem vollen Einkaufswagen schnurstracks an der Schlange vorbei – drängt sich also vor. Was würde man empfinden? Mitgefühl? Ärger? Oder gar Wut, nach dem Motto: „So eine Frechheit. Was bildet die sich ein!“

Man stelle sich nun vor, man wüsste, dass das Kind der Frau krank zu Hause im Bett liegt und die Frau nur schnell in den Supermarkt geeilt ist, um für ihr Kind etwas zu essen zu kaufen. Wie würde man dann ihr Vordrängen sehen? Würde man dann auch Ärger oder gar Wut empfinden? Vermutlich nicht. Man würde eher Mitgefühl mit ihr haben und sie gerne vorlassen, damit sie möglichst schnell wieder heim kann zu ihrem kranken Kind.

Mitgefühl setzt voraus, dass man nicht nur den vordergründigen Sachverhalt sieht, sondern dahinter schaut, denn hinter jeder Handlung eines Mitmenschen steckt seine Motivation für die Handlung. Wenn jemand mit seinem Auto hinter uns drängelt, kann man vordergründig glauben, es handele sich um einen Rüpel. Wenn man dahinter schauen würde, würde man sehen, dass der Drängler einen wichtigen Termin hat, den er unbedingt einhalten muss, da er sonst Ärger mit seinem Chef bekommt, der ihn ohnehin am liebsten kündigen würde.

Sich ärgern ist eine Begleiterscheinung des Egos, das sich angegriffen, kritisiert oder nicht wertgeschätzt fühlt. Das Ego kann von Natur aus kein Mitgefühl empfinden, da es in einer Grundhaltung der Rivalität lebt, in der es alle als seine Feinde sieht. Aus der Sicht des Egos ist es normal, dass man mit seinen Feinden kein Mitgefühl hat. Das Ego hat kein Verständnis für andere und ist daher auch nicht an deren Belangen oder gar Nöten interessiert. Deshalb will und kann es auch nicht hinter die Fassade schauen, um womöglich Verständnis für den anderen zu entwickeln und aufzubringen.

Gelegentlich kann auch scheinbar ein Ego Mitgefühl zeigen, jedoch handelt es sich in diesem Fall nur um ein Schein-Mitgefühl, dem Berechnung zugrunde liegt, z.B. das Aufpolieren des eigenen Image oder einen Vorteil, den es sich dadurch erhofft.

Wahres Mitgefühl ist eine Sache des Herzens, denn Mitgefühl findet immer auf der Herzebene statt. Beim Mitgefühl muss man in die Tiefe gehen, dort wo das verborgen liegt, was man „Brüderlichkeit“ nennt. Mitgefühl kann nur dann entstehen, wenn man den anderen als „Mitbruder“ oder „Mitschwester“ sieht, also als ein Wesen, mit dem man verbunden ist – sei es in der großen Erdenfamilie (Mensch) oder in der großen Universumsfamilie (SGW).
Jeder Mensch hat von Natur aus Mitgefühl mit anderen Lebewesen und Geschöpfen dieses Universums bzw. dieses Planeten Erde. Das Mitgefühl hat seine Wurzel im Geburtsprozess des Wesens/SGW in diesem Universum bzw. auf dem Planeten Erde. Ganz am Anfang seines Lebens in diesem Universum erlebte sich das Wesen in der Gemeinschaft aller Wesen dieses Universums bzw. des Planeten Erde. Es war sich bewusst, dass alle Wesen von Gottvater und Gottmutter AMA durch ihre Liebe geboren worden waren.

So wie sich das Wesen über seine eigene Geburt und das Leben, das ihm seine himmlischen Eltern geschenkt haben, gefreut hat, hat es sich über die Geburt und das Leben seiner Universumsgeschwister bzw. Erdengeschwister gefreut. Es erkannte: ich bin nicht allein, ich bin Teil der großen Universumsfamilie bzw. Erdenfamilie, einer großen Gemeinschaft. Und es freute sich darüber, in diese Gemeinschaft eingebunden zu sein, denn dies gab ihm ein Gefühl von Geborgenheit, von Liebe, wie sie innerhalb einer Familie alle Familienmitglieder miteinander empfinden – vorausgesetzt, sie leben im Bewusstsein und im Zustand der Liebe.

So lebte das Wesen ein geborgenes Leben innerhalb seiner großen Universumsfamilie bzw. Erdenfamilie und empfand für alle Wesen ein liebendes Mitgefühl. Es war am Wohlergehen seiner Mitgeschwister interessiert und es lag ihm am Herzen, dass es ihnen gut geht. Ebenso erlebte es, dass seine Mitmenschen an seinem Wohlergehen interessiert waren und sich dafür einsetzten, dass es ihm gut geht.

Mitgefühl ist nichts anderes als mitfühlende Liebe für andere Wesen und deren Schicksal. Man unterscheidet zwischen dem „gebenden Mitgefühl“, das man anderen Wesen gibt und zu Teil werden lässt, und dem „empfangenden Mitgefühl“, das uns andere Wesen entgegenbringen und uns zu Teil lassen werden.

Die eigentliche Welt dieses Universums ist eine Welt des gegenseitigen Mitgefühls. Nur durch das Ego und den Egoismus wandelte sich diese Welt in eine rivalisierende und getrennte Welt, in der die Wesen ihr Einheitsbewusstsein verloren haben und statt dessen ihre eigenen Geschwister als Rivalen und Feinde sehen.

Schneidet ein Mensch/SGW die Zweige seines Egostrauches zurück oder reißt er gar den ganzen Strauch mitsamt den Wurzeln heraus, kann er das Wunder erleben, dass das Gefühl des Getrenntseins von seinen Geschwistern und der Rivalität ihnen gegenüber nachlässt. Solange jedoch die Welt des Egos und Egoismus in unserer Gesellschaft besteht, wird der „Ego-Strauch“ immer wieder nachwachsen, was bedeutet, dass damit auch Getrenntsein und Rivalität nachwachsen. Wer jedoch immer wieder seinen „Ego-Strauch“ zuschneidet oder die austreibenden Wurzeln herausreißt, wird es erleben, dass er mit der Zeit immer mehr in den Zustand der mitfühlenden Liebe zu seinen Mitgeschöpfen eintritt.

Die Wandlung hin zum Einheitsbewusstsein, in dem der Mensch/das SGW erkennt und sich bewusst ist, dass wir alle eine große Universumsfamilie bzw. Erdenfamilie sind, geschieht dadurch, dass man sich dies immer wieder bewusst macht. Die anderen – seien sie aus einer anderen Kultur oder haben sie eine andere Hautfarbe – sind nicht andere Wesen als wir: sie sind ebenso Geschöpfe von Gott AMA bzw. Mutter Erde wie wir. Jeder hat irgendwann einmal seine Geburt in dieses Universum erlebt. Jeder hat irgendwann einmal seine Geburt auf dem Planeten Erde erlebt. Hinter jedem liegt ein ganz individueller Inkarnationszyklus, der ihn zu dem gemacht hat, was er heute ist. Und selbst die, die göttliche Mitarbeiter sind, haben ihre ganz eigene Geschichte. In allen Wesen jedoch brennt das Lebensfeuer Gottes bzw. des Planeten Erde, das sie am Leben erhält.

Mitgefühl bzw. mitfühlende Liebe bedeutet, mit dem jeweiligen Lebensschicksal eines Mitmenschen Mitgefühl zu haben anstatt darüber zu urteilen. Jedes Wesen hat seine ganz individuellen Aufgaben in jedem Leben, die dazu beitragen, es auf seinem Weg voranzubringen. Wenn wir Wesen bzw. ihr Leben bewerten, Kritik üben oder gar abwerten, ist stets unser Ego im Spiel, das sich daran labt, Besserwisserei und Überheblichkeit zu üben. Indem das Ego andere kritisiert und abwertet, lenkt es von seinen eigenen Schwächen und Fehlern ab und wertet sich selbst auf.

Mitgefühl ist nicht gleichbedeutend mit Mitleid. Mit dem Lebensschicksal eines Mitmenschen in mitfühlender Liebe zu empfinden ist etwas gänzlich anderes, als mit seinem Leid, seinem Kummer und seinen Schmerzen mitzuleiden. Mitgefühl drückt aus: Du bist nicht allein in Deinem Lebensschicksal, ich bin an Dir interessiert, mich geht es etwas an, wie es Dir geht und zwar verbunden mit einem liebenden Gefühl. Mitfühlende Liebe hebt den Mitmenschen heraus aus seiner Problem- oder Leidsituation.

Wer hingegen mit einem Mitmenschen, seinem Leid, seinem Kummer und seinen Schmerzen mitleidet, steigt mit ihm hinab in die Tiefen des Leides, des Kummers und der Schmerzen. Dadurch wird das Leid verdoppelt und verstärkt, denn das Leid des einen wird das Leid von zwei. Im Leid ist zudem keine Liebe und auch kein liebendes Gefühl, sondern düstere, zähe Resignation, Depression vermischt mit Ärger, Hass und Wut. Wer daher mit einem Mitmenschen mitleidet, kann diesen durch die erhebende Liebe des Mitgefühls auch nicht aus seiner Problem- und Leidsituation herausziehen.

Mitfühlende Liebe ist ein Lichtblick für den Mitmenschen, der sich in einer Problem- oder Leidsituation befindet, denn es hebt ihn heraus.

Mitleid hingegen ist destruktiv für den Mitmenschen, der sich in einer Problem- oder Leidsituation befindet, denn es verstärkt diese Situation.

Die mitfühlende Liebe eines Mitmenschen gibt uns Wärme, Trost, Geborgenheit, Verständnis, aber auch Kraft und Antrieb, schwierige oder belastende Lebenssituationen zu bewältigen. Die mitfühlende Liebe ist das Licht, das uns aus der Dunkelheit und Verirrung herausholt.

Die mitfühlende Liebe ist die Hand unseres Mitmenschen, die die unsere ergreift, sie fest drückt und damit signalisiert: „Ich bin da, mein lieber Mitbruder, meine liebe Mitschwester. Ich bin an deiner Seite. Du bist nicht allein.“ Dadurch setzt man ein Zeichen der Verbundenheit miteinander, des Interesses am Wohlergehen des anderen. Man gibt ihm Kraft und Stärke in einer Zeit oder einem Moment, in dem der andere keine Kraft mehr hat oder nicht mehr weiter weiß. Das ist mitfühlende Liebe. Sie ist der wahre Trost, den jemand in einer schweren Situation braucht. Das ist der Trost von Herz zu Herz. Mitfühlende Liebe ist eine enorme Kraft, die man einem Mitbruder, einer Mitschwester in einer Situation der Schwäche oder der Hoffnungslosigkeit schenkt. Nicht Worte der Kritik oder der Mahnung helfen in dieser Situation, sondern Gesten des Verständnisses und der Liebe.

Wir müssen mit niemandem mitleiden, weil dieser womöglich ein schweres Lebensschicksal hat oder einen Unglücksfall erlitten hat. Jeder hat das Leben, das er verdient. Jeder erlebt das im Leben, was für ihn gerade wichtig ist, um etwas zu erkennen und verändern. Jeder hat seine eigene höhere Führung, die über ihn wacht, um ihn auf den rechten Weg zu führen. Wenn jemand scheinbar in einer Leidsituation ist, so hat er sich diese – im Einklang mit seiner höheren Führung – selbst erschaffen. Wir müssen ihn deshalb weder bedauern noch ihn bemitleiden. Wir sollten statt dessen mitfühlende Liebe für ihn empfinden, wie für einen Bruder/eine Schwester, dessen/deren Schicksal uns am Herzen liegt und dem/der wir alles Gute wünschen. Wir sollten dabei aber im Bewusstsein sein, dass alles seinen höheren Sinn hat und einem übergeordneten Plan folgt, in den wir nicht eingreifen dürfen, denn sonst entsteht positives Karma zwischen uns und der Person.

Mitfühlende Liebe ist die einzige Kraft, die dem gebeutelten Mitmenschen wahrhaft hilft. Vielleicht spüren wir intuitiv, was dem Mitmenschen jetzt helfen könnte, wieder auf den geraden Weg zu gelangen. Indem wir einige passende Worte in mitfühlender Liebe sprechen oder auch nur entsprechende Gedanken aussenden, erreichen diese das Herz des anderen und fallen dort auf fruchtbaren Boden. Das ist wahre Brüderlichkeit/Schwesterlichkeit im Sinne der Universumsfamilie bzw. der Erdenfamilie.

Sind wir beispielsweise auf einem Menschen wütend, der uns betrogen hat, können wir entweder Wut darüber empfinden oder Verständnis und Mitgefühl für ihn empfinden. Zwar können wir der Ansicht sein, dass unsere Wut doch gerechtfertigt sei und wir nicht auch noch Verständnis und Mitgefühl mit dem Täter und der schändlichen Tat haben müssten. Aber: Fühlen wir uns dabei wohl? Geht es uns dabei gut? Nein, denn wir sind über unsere Wut im Teufelskreis von Hass, Zorn und Rache, die nichts als den anderen zerstören und es ihm heimzahlen möchte.

Wir müssen uns bewusst sein: das, was wir einem anderen antun möchten, tun wir uns selbst an!

Wenn wir auf den anderen wütend sind und ihm unseren Hass entgegenschleudern, schleudern wir uns selbst Wut und Hass entgegen. Wenn wir den anderen zerstören möchten, richten wir diese höchst destruktive Kraft selbst gegen uns.

Was du einem anderen antust, tust du dir selbst an!

Dies ist ein Gesetz dieses Universums. Dieses Gesetz gilt für alle Planeten und für alle Wesen. Dies bedeutet: Schenkst du einem anderen Liebe, schenkst du dir selbst Liebe. Schenkst du einem anderen Nichtliebe, schenkst du dir selbst Nichtliebe. Kritisierst du einen anderen, kritisierst du dich selbst.

Wir können das vorgenannte Gesetz auch umdrehen und es damit aus einem erweiterten Blickwinkel sehen. Dann heißt es: Was du dir selbst antust, tust du auch anderen an. Dies würde bedeuten: Wenn wir wütend über uns selbst sind, begegnen wir auch anderen mit Wut und stärken somit das Wutklima in dieser Welt. Wir sind somit nicht nur Einzeltäter, sondern auch mittragende Säulen eines gesellschaftlichen 3-D-Klimas. Wenn wir uns beispielsweise darüber beklagen, diese Gesellschaft sei zu egoistisch, so stärken wir durch unser eigenes egoistisches Verhalten permanent das globale Egoismusklima.

Was wir also zu entwickeln haben, ist eine mitfühlende Liebe für uns selbst, indem wir uns bewusst darüber werden, dass unsere Gefühle und Handlungen das Weltklima, in dem alle Menschen zusammenleben, beeinflussen. Dadurch, dass wir auch Mitgefühl für uns selbst entwickeln und haben, stärken wir eine globale Haltung des Mitgefühls, die sich positiv auf alle Menschen auswirkt. Mitgefühl ist daher nicht nur die mitfühlende Liebe zu unseren Mitmenschen, sondern auch uns selbst gegenüber. Gefühle der Liebe, des Verständnisses, der Wertschätzung usw. müssen wir auch für uns selbst empfinden.

Auch hierbei sollten wir nicht ins Selbstmitleid verfallen, indem wir uns und unser Lebensschicksal bemitleiden. Auch dies wäre destruktiv, wie bereits oben dargestellt, und würde uns nicht aus der Destruktivität herausheben. Nur mitfühlende Liebe zu uns selbst ist eine positive Kraft, die uns wieder Kraft und Zuversicht gibt, um uns aus unserer eigenen Problem- und Leidsituation herauszuheben.

Durch die mitfühlende Liebe zu uns selbst, sehen wir uns weder als Opfer noch als Täter, sondern als eingebunden in die Aufgabenstellung unseres übergeordneten Lebensplans bzw. unserer höheren Führung, die es zu bewältigen gilt. Wenn wir in einer lang anhaltenden, schwierigen Problem- und Leidsituation sind, so ist dies ein klares Zeichen dafür, dass wir die gestellte Lernaufgabe (noch) nicht bewältigt haben, sie womöglich (noch) nicht erkannt haben oder sogar auf einem gefährlichen Irrweg sind.

Wenn wir darüber Wut empfinden, stärken wir nicht nur das Wutklima auf der Welt, sondern wir kommen auch nicht aus dem Irrweg heraus. Wenn wir hingegen uns selbst mit einer mitfühlenden Liebe begegnen, stärken wir nicht nur das Klima des Mitgefühls auf der Erde, sondern führt uns diese mitfühlende Selbstliebe aus dem Irrweg der Maya heraus.

Letztlich ist die mitfühlende Liebe – sei es uns selbst gegenüber, wie auch unseren Mitgeschwistern gegenüber – nichts anderes als die mitfühlende Liebe unserer himmlischen Eltern, Gottvater und Gottmutter AMA, die sie für uns, ihre „Kinder“, empfinden. Ihre mitfühlende Liebe ist der Ursprung und die Quelle der mitfühlenden Liebe des gesamten Universums.

Freude ist der Gegenpol von Ärger. Freude ist auf Liebe und Frieden aufgebaut. Ärger hingegen ist auf Hass und Unfrieden aufgebaut.

Wenn man eine positive Lebenseinstellung hat und sein Leben liebt, empfindet man Freude am Leben. Wenn man hingegen eine negative Lebenseinstellung hat und sich oft über sein Leben ärgert, hasst man das Leben.

Freude kann an Dinge gebunden sein, die Freude erzeugen, z.B. ein schönes Geschenk, das man zum Geburtstag bekommt oder ein Abendessen im Kreis von lieben Freunden. Wird der Geburtstag jedoch vergessen oder das Abendessen entwickelt sich zu einem Streit, ärgert man sich. Eine so an Dinge, Situationen oder Menschen gebundene Freude ist eine polare Freude. Sie ist mit Erwartungen, Vorstellungen und Bedingungen verbunden, die, werden sie erfüllt, Freude auslösen, die jedoch, wenn sie nicht erfüllt werden, Ärger auslösen.

Die meisten Menschen leben in einem ständigen Wechselbad zwischen Freude und Ärger, wobei beim einen mehr Freude vorkommt und weniger Ärger, und beim anderen weniger Freude und dafür mehr Ärger. Polare Freude ist keine beständige Freude, sondern eine sehr wankelmütige, die schnell und leicht ins Gegenteil umschlagen kann.

Ganz anders dagegen ist eine Freude, die stabil im Menschen/SGW vorherrscht. Sie ist sozusagen seine Grundeinstellung oder Grundhaltung im Leben und in den Inkarnationen. Sie ist nicht von äußeren Dingen, Situationen oder Menschen abhängig, sondern frei davon; sie ist nicht polar, sondern neutral. Sie ist der Urzustand des Menschen und seines SGWs, der/das sich freut, dass er/es im Universum von Gott AMA inkarniert ist und dort sein darf bzw. dass es für Gott AMA und Sein Universum arbeiten und IHM dienen darf.

Das Wesen empfindet ein Glücksgefühl darüber, dass es in dieses Universum kommen durfte. Es ist sich bewusst darüber, dass seine Geburt in diesem Universum ein Akt der Liebe von Gottvater/Gottmutter AMA war. Aus der Liebe Gottes ist es entstanden und wurde Teil der großen AMA-Familie in diesem Universum.

Das Wesen ist sich bewusst, dass es in dieser großen Familie eingebunden ist und dass alle anderen Geschöpfe seine „Brüder“ und „Schwestern“ sind, denn auch sie wurden von Gott AMA erschaffen. Das Wesen ist sich seiner himmlischen Eltern bewusst, denen es seine Existenz verdankt und die ihm damit ein großes Geschenk gemacht haben: dieses Leben sowie alle seine Leben, die es hatte und die es noch erhalten wird.

Die Ur-Freude erstreckt sich vom SGW bis hinunter in den physischen Menschen, der sich bewusst ist, dass er ein Geschöpf von Mutter Erde ist, die ihm über eine Erdenfrau und einen Erdenmann das irdische Leben geschenkt hat. So ist sich der Mensch auch darüber bewusst, dass alle anderen Menschen seine irdischen „Brüder“ und „Schwestern“ sind. Aus dem Schoß von Mutter Erde wurden sie geboren und in ihren Schoß werden sie eines Tages, nach ihrem physischen Tod, zurückkehren. Sie sind die Wurzeln im Erdboden bzw. im Leib der Erde, die immer wieder neu austreiben.

Die Ur-Freude ist die immerwährende Freude des SGWs sowie des Menschen am Sein – am Sein in diesem Universum, am Sein auf dem Planeten Erde. Jeder Tag ist ein Geschenk des Lebens, das uns Fülle und Freude bringen möchte, wenn wir es zulassen. Das Zulassen geschieht durch unsere individuelle Einstellung.

Wenn wir beispielsweise im Ego sind, das voller Gier, Misstrauen, Neid oder Berechnung ist, sind wir mit dem Geschenk des Lebens nicht zufrieden, sind womöglich enttäuscht und frustriert, fühlen uns benachteiligt, können uns über die kleinen Geschenke des Lebens nicht freuen, wollen ein besseres Leben als das, was wir haben usw. Mit einer solchen Lebenseinstellung können wir keine wirkliche Freude empfinden, allenfalls eine gelegentliche und kurz anhaltende Ego-Freude, die sich schnell wieder in Unzufriedenheit wandelt.

Das Merkmal der Ego-Freude ist, dass sie nicht im Herzen ankommt und sich dort entfaltet, sondern dass sie nur ein kurzes emotionales Ego-Feuer ist, das schnell wieder verglüht und abkühlt. Die Ur-Freude hingegen ist mit der Flamme der Gottesliebe verbunden, die im Herzen des Menschen/SGWs brennt. Wenn also im Menschen/SGW die göttliche Liebe vorhanden ist, ist auch die Ur-Freude vorhanden.

Die Ur-Freude ist keine polare Freude, die mit Emotionen verbunden ist, sondern sie ist ein Seins-Zustand. Das Wesen ist im Zustand des „in-Freude-seins“, der seine Quelle im Wissen und Bewusstsein hat, dass man durch Gott AMA die Gnade bekommen hat, in diesem Universum zu sein und zu leben. Es ist die Ur-Lebensfreude, die sich auf dem Akt der höchsten, göttlichen Liebe begründet, der einem das Leben geschenkt hat.

Das eigene Bestehen, die eigene Existenz (des SGW und auch des Menschen) basiert nur auf der vereinigten Liebe von Gottmutter und Gottvater AMA. Dass wir in diesem Universum leben, ist nur ihnen zu verdanken.

Wer sich dessen nicht bewusst ist, weil er nicht an Gott AMA glaubt oder gar Seine Existenz leugnet, kann auch niemals wirkliche Freude, die Ur-Freude, empfinden. Wer in den Wurzeln des Bösen bzw. in den Todsünden lebt und damit in der Domäne des Anti-Gottes kann nur anti-göttliche oder egoistische Freude empfinden, die jedoch nur Seifenblasen sind in einer Welt des Ärgers und des Hasses. Zerplatzen die „Freuden-Seifenblasen“ findet sich das Wesen in der Welt des Ärgers und Hasses wieder, in die es sich selbst verdammt hat durch seine Trennung von Gott AMA und sein Gott fernes bzw. gottloses Leben.

Es ist so einfach: ein Wesen, das an Gott glaubt, IHM nahe ist, IHN liebt, führt ein Leben in beständiger Freude und Frieden.

Ein Wesen hingegen, das nicht an Gott glaubt, getrennt von IHM ist, IHN hasst, führt ein Leben in beständigem Ärger und Unfrieden.

In der L’Egoland-Welt, in der Domäne des Anti-Gottes, herrscht die Gottferne vor. Deshalb ist es für göttliche Menschen, also jene, in denen der Gotteslichtfunken brennt und die die Verbindung mit Gott AMA suchen, schwer, sich mit Gott zu verbinden und die Verbindung mit IHM zu halten. Sie empfinden ihr Leben nicht nur als schwierig und belastend, sondern verlieren oft auch ihre Hoffnung, jemals zu Gott und in ein göttliches Leben zu gelangen. Als Folge davon entstehen Mutlosigkeit, Traurigkeit bis hin zu regelrechten Depressionen.

Um wieder den Weg in die Freude zu finden, genügt es nicht, sich etwas Gutes zu tun, das einem kurzfristig Freude bereitet. Man muss sich wieder an die Ur-Freude erinnern und den Zugang zu ihr finden. Man muss sich bewusst an den Moment erinnern, da man in dieses Universum kam, an die eigene Geburt in dieses Universum, an das Geschenk des Lebens, das man von Gottvater und Gottmutter erhalten hat. Das war ein freudiges Ereignis! Mit dieser Ur-Freude begann man sein Leben, seinen Inkarnationszyklus in diesem Universum, trat man seinen Dienst für Gott AMA und für Sein gesamtes Universum an.

Parallel dazu muss man auch die Verbindung zu Gott AMA wiederherstellen, denn ohne IHN geht diese Rückverbindung nicht. ER ist die Quelle von allem, die Schaltstelle von allem, der Mittelpunkt von allem. Wie wir es drehen und wenden: ohne Gott AMA können wir nicht in Liebe, Freude, Fülle und Glückseligkeit leben. Je mehr wir IHN aus unserem Leben und Sein ausschließen, um so schlechter geht es uns. Dies ist nicht Seine Strafe, sondern wir trennen uns einfach nur von seinen wunderbaren Kräften, indem wir in eine andere Schwingung und Frequenz sowie in ein anderes Bewusstsein wechseln, die nicht mehr mit SEINEN Kräften und deren Schwingung, Frequenz und Bewusstsein kompatibel sind.

Viele Menschen führen ein laues Leben. Dabei handelt es sich um ein Leben, in dem es Ärger, aber auch Freude gibt, polare Freude, Scheinfreude, Ego-Freude. Man schaut sich lustige bzw. alberne Filme an, über die man lachen kann und glaubt dann, das sei Freude. Oder man lacht sich über einen Menschen schief, der über die eigenen Füße stolpert, was scheinbar furchtbar komisch wirkt und ist sich nicht bewusst, dass man Schadenfreude empfindet. Diese Menschen mögen von sich behaupten, dass sie viel Freude in ihrem Leben haben, aber es handelt sich um eine Scheinfreude des Egos, die mit wahrhafter Freude nichts zu tun hat. Es ist eine laue Freude, die nicht kalt und nicht warm ist, sondern abgeschmackt und verdorben. Diese Menschen konsumieren ganz gezielt Filme oder Situationen, über die ihr Ego sich lustig machen kann und erkennen nicht, dass sie in der Nichtliebe, in der Gemeinheit und Verdorbenheit sind.

Die Ur-Freude hingegen ist eine Freude, die im Inneren ruht, im Herzen bzw. im Herz-Chakra, die dort glüht wie ein Feuerball. Begibt man sich in die Ur-Freude so beginnt das Herz zu hüpfen, es dehnt sich aus, wird größer und immer größer. Die Ur-Freude zaubert ein Lächeln auf das Gesicht, bringt die Augen zum Leuchten, bringt das Blut zum Pulsieren, facht die Lebensfreude und die Lebenskraft an. Die Ur-Freude möchte die ganze Welt umarmen, möchte die göttliche Liebe verströmen, fühlt sich eins mit Gott und der Schöpfung. Die Ur-Freude möchte nur immer rufen: DANKE, Gott! DANKE für dieses Leben! DANKE für Dein göttliches Geschenk, dass ich in Deinem Universum sein darf! DANKE, dass ich Dich erleben darf, bei Dir sein darf, DEINE Liebe spüren darf, erleben darf, fließen lassen darf.

Die Ur-Freude ist einfach da – im Inneren des Menschen. Sie muss nicht von außen erst angefacht werden, es braucht dazu keine äußeren Anlässe oder Motivationen. Sie brennt kontinuierlich im Inneren des Menschen/SGW. Selbst wenn es im außen einmal zu einer Situation kommt, in der der Mensch einen Anflug von Ärger empfindet, so bleibt sie dennoch bestehen und glättet von innen heraus den Ärger, löst ihn auf und führt den Menschen wieder in die Ur-Freude und den Frieden zurück.

Wenn im Menschen/SGW die Ur-Freude vorhanden ist und herrscht, wird sich diese in seinem gesamten Leben, Denken, Fühlen, Wahrnehmen und Handeln ausdrücken. Er wird alles mit dieser Freude sehen, selbst das, worüber sich andere ärgern, z.B. die Überstunden, die jemand machen muss, den abgestandenen Kaffee, den jemand serviert bekommt oder den Stau, indem jemand stehen muss. Wer in der Ur-Freude lebt, sieht in allem primär das Leben, das ihm geschenkt wurde und das ihm täglich neu geschenkt wird. Alle Ereignisse – die „guten“ wie die „schlechten“ sind wie Szenen des Lebens bzw. der Inkarnationen, die für ihn inszeniert werden, damit er daraus etwas erkennen und lernen kann, damit er wissend, bewusst und weise wird.

Der Mensch sagt nicht nur „danke“ für die guten Ereignisse, sondern auch für die weniger guten oder sogar „schlechten“. Denn woher will der Mensch wissen und beurteilen, was für ihn gut oder schlecht ist? Das scheinbar Schlechte kann sich als Gutes erweisen und umgekehrt. Der Mensch, der im Vertrauen in Gott und Seine göttliche Führung lebt, ist sich bewusst, dass alles, was auf ihn zukommt, dazu dient, seine Weiterentwicklung, seine Veredelung von der niederen in die höhere Natur zu fördern. Deshalb bindet er alles in seine Freude mit ein und begegnet selbst Belastendem mit Freude. Er sieht seinen gesamten Inkarnationszyklus mit den Augen der Ur-Freude und ebenso sieht der göttliche Mitarbeiter all die Aufgaben, die ihm aufgetragen werden und die er zu durchzuführen hat, mit den Augen der Ur-Freude.

Freude bzw. Ur-Freude heißt auf Sanskrit „Ananda“ und ist die vollkommene und höchste Glückseligkeit, wahre und anhaltende Freude und Ausgeglichenheit. Ananda ist ein Strahl Gottes, der direkt aus Seinem Herzzentrum in das Universum strömt. Er ist frei von jeder polaren Färbung der weißen, euphorischen Freude oder des schwarzen Ärgers. Ananda kann entstehen, indem man Gott AMA in einer Meditation verehrt.

Wahre göttliche Freude sucht überall nach Gleichgesinnten, die ebenfalls in diesem Fluss der Freude und Glückseligkeit schwingen. Sie schafft somit eine Anziehungskraft, die nach dem göttlichen Resonanzprinzip arbeitet und die Schwingung dauerhaft anhebt, wo sie präsent ist. Die göttliche Freude ist frei von der Freude des Egos an vergänglichen Sinnesobjekten der Maya und der 3D-Welt. Sie ist vielmehr eine unendliche Quelle der Glückseligkeit, frei von jeder Gegensätzlichkeit.

In den Veden steht geschrieben, dass ein Bewusstseinszustand, der frei von Ego-Aktivitäten, geistiger, seelischer, mentaler und physische Krankheit, d.h. frei von den Wurzeln des Leides, Angst, Sorgen, Hass, Leid und Kummer, ist, reine göttliche Freude und Glückseligkeit ist. Diese göttliche Freude zieht das Seele-Geist-Wesen zurück zu Gott AMA in Sein Herzzentrum, transformiert sein gesamtes Wesen und erhebt es in den Zustand der absoluten Erleuchtung und göttlichen Glückseligkeit.

In den Yoga-Sutren des Patanjali 1,17 heißt es: Göttliche Erleuchtung mit Bewusstsein ist verbunden mit Intuition, tiefe Wissenserfahrung, Freude und der Verschmelzung mit der göttlichen Einheit. Freude ist also notwendig, um göttliche Erleuchtung zu erlangen. Diese Freude kann nur dann entstehen, wenn sich das Wesen nicht mehr als gesondertes, von der Ganzheit des göttlichen Seins getrenntes Individuum wahrnimmt, sondern mit der göttlichen Wirklichkeit verschmilzt.

Göttliche Freude basiert auf der Niyama Santosha, der Zufriedenheit, denn diese ist Voraussetzung, um wahre, reine, göttliche Freude empfinden und in sich verankern zu können. Zufriedenheit stellt das Ego ruhig, so dass Raum für Freude, Gelassenheit und Dankbarkeit entstehen können. Zufriedenheit stärkt die Wurzeln des Göttlichen und die göttlichen Tugenden, so dass man sich auf das Wesentliche konzentriert und sich nicht mehr in der Maya verliert. Santosha meistert das Ego, den Ärger und seinen Hass, seine Gier und seinen Neid, so dass wahre göttliche Freude und Glückseligkeit entstehen können.

Der Zustand der glückseligen Freude, wenn man eins mit Gott AMA ist, wird auch Ananda Samadhi genannt. Dies ist ein Zustand der absoluten göttlichen Freude, des Friedens und des Glücks. Die Freude ist nicht mehr mit sinnlicher Ego-Erfahrung oder irgendeiner polaren Form der Maya verbunden. Man erfährt sie auf einer tieferen Ebene des SGW-Bewusstseins, wo eine völlige Versunkenheit im Gefühl der göttlichen Freude und Glückseligkeit im Herzzentrum von Gott AMA vorherrscht.

Göttliche Glückseligkeit ist nicht nur ein Gefühl von Glück oder Freude, sondern ist auch Erfüllung und göttliche Verwirklichung, die sich bei einem erleuchteten SGW oder spirituellen Meister zeigt. Der enge Pfad des Egos, das in Ärger und Unzufriedenheit gefangen war, dehnt sich nun aus und wird weit. Die göttliche Freude und der Frieden können einfließen. In dieser Glückseligkeit und Freude findet die Transformation des niederen Ego-Geistes statt, so dass das Wesen zu reinem göttlichen Geistbewusstsein wird. Dies ist das ICH-BIN-Bewusstsein.

Die Erfahrung von göttlicher Freude und Glückseligkeit ist immer eine ganzheitliche Erfahrung. Sie ist der Wendepunkt, an dem die niedere Ego-Individualität des Menschen aufgegeben wird und es mit seinem ganzen Wesen wieder eins mit seinem höheren, göttlichen Geist in Gott AMA wird. Das Ich kehrt zum EINS-SEIN zurück. Der Kanal, durch den sich bis dahin der Geist des Wesens ausgedrückt hat, dehnt sich aus und es gibt nur noch ein kontinuierliches Fließen von göttlicher Glückseligkeit im Strom der Liebe und Freude des EINEN. Das ist wahres, ewiges, göttliches Bewusstsein, das zu wahrhaftem Frieden in Gott führt.

Der Hass ist Bestandteil der Wurzeln des Übels bzw. der Todsünden. Der Hass ist eine Domäne des Anti-Gottes, Luzifer. Dieser hasst den Universumslenker AMA, der ihn vor langer Zeit aus dem Himmel in die Tiefen der Hölle gestürzt hat. Durch diesen Akt wurde das Pendant zur göttlichen Liebe geschaffen: der anti-göttliche Hass.

Die göttliche Liebe ist die höchste Liebe, die im Universum AMA möglich ist. Die Wesen erleben sie, wenn sie in die 7. Dimension = göttliche Dimension aufsteigen. Sie ist der Peak in der Entwicklung des Menschen bzw. seines SGW, denn von dort aus kann das Wesen in Gott eingehen, sich mit Gott AMA in höchster Liebe vereinigen und mit seinem Ego in SEINER Liebe „verbrennen“. Die 7. Dimension ist die Dimension, von der aus die Engel Gottes im Universum AMA operieren.

Der anti-göttliche Hass ist die niederste und gegensätzlichste Form der göttlichen Liebe. Um die höchste Form des Hasses kennen zu lernen und zu experimentieren, muss ein Mensch/SGW bis in die Minus 7. Dimension = anti-göttliche Dimension hinuntersteigen. Wenn ein einst göttliches Wesen auf seinem Inkarnationsweg den anti-göttlichen Pfad eingeschlagen hat, ist die Minus 7. Dimension der Bereich, von dem aus es in den Anti-Gott eingeht. Die Minus 7. Dimension ist die Dimension, von der aus die schwarzen Engel des Anti-Gottes im Universum AMA operieren.

Im Spektrum zwischen göttlicher Liebe und anti-göttlichem Hass findet all das statt, was die Menschen/SGWs im Laufe ihres Inkarnationszyklus kennen lernen und experimentieren, um daraus zu lernen und sich zu entwickeln: die ganze Bandbreite zwischen romantischer Liebe und zerstörendem Hass. Ziel ist es, dass die Menschen/SGWs irgendwann genug haben von dem polaren Spiel zwischen Liebe und Hass, aus beiden Polaritäten aussteigen und sich darüber erheben, um in die göttliche, neutrale Liebe aufzusteigen.

Spätestens, wenn ein SGW beschließt, seinen Inkarnationszyklus im Universum AMA zu beenden, muss es den Weg in die göttliche, neutrale Liebe gehen, denn nur über die göttliche Liebe ist der Höhepunkt möglich: das Eingehen in Gott AMA, die Vereinigung mit IHM in SEINER höchsten Liebe, die gleich einem „Feuer“ die Seele des Menschen „verbrennt“. Gott AMA hat jedes Wesen durch SEINE Liebe erschaffen und ER nimmt jedes Wesen am Ende seines Inkarnationszyklus und beim Aufstieg durch SEINE Liebe wieder in sich auf.

Die Engel Gottes hingegen, die für IHN in diesem Universum wirken, sind pure Liebe Gottes. Sie haben nicht nur das Wissen und Bewusstsein um SEINE Liebe, sondern sie sind auch als einzige in diesem Universum befugt und fähig, den Strahl der göttlichen Liebe zu lenken und mit dem Feuer der göttlichen Liebe zu operieren. Die Engel Gottes brauchen nicht, wie die inkarnierten Universumswesen, die göttliche Liebe zu experimentieren und zu lernen, da sie von Gott AMA als Ausdruck der göttlichen Liebe geschaffen wurden, d.h. durch sie lenkt ER seine höchste, göttliche Liebe in das Universum.

Am Anfang sind die SGWs, wenn sie aus der Geburtskammer dieses Universums kommen, in Sachen Liebe wie ein weißes Blatt Papier. Mit jeder Inkarnation lernen sie etwas über dieses Thema, das eines der zentralen Themen im Inkarnationszyklus ist.

Je nachdem, in welchen Zeitaltern und in welchen Welten sie inkarnieren – ob es sich beispielsweise um liebevolle oder kriegerische Planeten handelt, ob es sich um ein Goldenes Zeitalter oder ein Dunkles Zeitalter handelt – lernen sie mehr über die Liebe oder mehr über den Hass.

„Liebe“ ist nur der Sammelbegriff für viele Unterthemen, z.B. Annahme, Wertschätzung, Mitgefühl, Toleranz, Respekt, Nächstenliebe, Barmherzigkeit, Freundlichkeit, Loyalität, Treue usw.

Ebenso ist „Hass“ nur der Sammelbegriff für viele Unterthemen, z.B. Ablehnung, Ärger, Wut, Geringschätzung, Abwertung, Erniedrigung, Hartherzigkeit, Gemeinheit, Berechnung usw.

Liebe und Hass sind von ein- und derselben Sorte: sie sind polar. Grundsätzlich handelt es sich bei beiden schlichtweg um Möglichkeiten. Man kann mit einem Mitmenschen so oder so umgehen, man kann in einer Sache so oder so reagieren, man kann das Leben so oder so sehen. Deshalb sind sowohl Liebe wie auch Hass wie „Brillen“, die Menschen aufhaben und durch die sie schauen bzw. mit denen sie denken, fühlen und wahrnehmen.

Liebe und Hass sowie die darüberstehende göttliche Liebe können wir uns wie ein Dreieck vorstellen. Die polare Liebe und der polare Hass bilden die Eckpunkte an der unteren geraden Linie. Jedes Wesen, das in die göttliche Liebe gelangen möchte, muss die beiden polaren Punkte verlassen und seine Liebe zu einer vereinigten, neutralen Liebe anheben, die dann den dritten Eckpunkt des Dreiecks „Liebe/Hass und göttliche Liebe“ bildet. Göttliche Liebe steht somit nicht außerhalb der Liebe, sondern sie ist der Gipfel auf dem Aufstiegsweg des Menschen und seines SGWs hinauf auf den „Berg der Liebe“.

Triade

Das Wesen, das in die göttliche, neutrale Liebe aufsteigt, legt sowohl die weiße/lichtvolle Liebe als auch den dunklen/finstereren Hass ab, die mit polaren Emotionen wie Naivität, Romantik, Sentimentalität, Empfindsamkeit, Überschwänglichkeit, Verträumtheit, Sanftmut, Rücksicht und Nachsicht auf der einen Seite, und mit Berechnung, Egoismus, Macht, Gier, Zerstörung und Eifersucht auf der anderen Seite verbunden sind.

Auf dem Weg in die göttliche Liebe lösen sich diese Emotionen im Feuer der göttlichen Liebe auf, je näher das Wesen dem hochfrequenten Feld der göttlichen Liebe kommt. Es heißt nicht umsonst, dass die göttliche Liebe die höchste Macht und Kraft in diesem Universum ist. Sie birgt in sich zudem die höchste Schwingung und Frequenz, die in diesem Universum möglich ist. Sie ist das höchste göttliche Feuer, das in diesem Universum „brennt“.

Nicht nur die Emotionen verbrennen, je mehr ein Wesen in das Kraftfeld der göttlichen Liebe eintritt, sondern auch das Ego und die Begierden. Das Wesen wird zunehmend emotionsloser, neutraler und kühler. So scheint es zumindest auf die Mitmenschen und die Umwelt. Die scheinbare Emotionslosigkeit hat jedoch nichts mit Verrohung oder Lieblosigkeit zu tun, sondern mit der Freiheit von emotionalen Anfachungen und Schwankungen. Das oberflächliche und emotionale Verliebtsein der 3. und 4. Dimension hat sich in eine tiefe, starke und freie Liebe der höheren, göttlichen, neutralen 6. und 7. Dimension gewandelt. Das eine ist wie ein perlender Gebirgsbach; das andere ist ein breiter, starker und tiefer Strom, der beständig und unaufhaltsam seinem Ziel, der Vereinigung in Gott und mit Gott, entgegen strömt.

Das Merkmal der göttlichen, neutralen Liebe ist das des Erhebenden, des Tiefen, des Zeit- und Formlosen, des Bedingungslosen, des Objektlosen, des in-Liebe-Sein als einen immerwährenden Zustand, der Glückseligkeit. Die göttliche Liebe ist einerseits die Freiheit von der Liebe und andererseits der Eintritt in das, was man „in Liebe sein“ bezeichnet. Die göttliche Liebe ist nicht ein momentaner Gefühlszustand, wie man ihn beim Verliebtsein empfindet, sondern sie sie ein immerwährender Seins-Zustand. Ein Seins-Zustand ist eine stabile Angelegenheit, ohne Schwankungen, ohne Abweichungen. Er ist wie ein Fels in der Brandung. So steht der Fels der göttlichen Liebe im Meer und selbst hohe und starke Wellen können ihn nicht von der Stelle bewegen.

Wenn sich ein Wesen/SGW auf den Weg zur göttlichen Liebe macht, so ist das stets der Weg der Liebe des Wesens/SGWs zu Gott, denn das Wesen muss in die Liebe Gottes eintreten, in SEIN Kraftfeld der göttlichen Liebe. In der 7. Dimension wird die Liebe des Wesens/SGWs zu Gott, dem höchsten Feuer-Engel der Liebe dieses Universums, immer stärker und es entsteht sein größter Wunsch, sich mit Gott zu vereinigen, sein Ego bzw. indiviudelles Bewusstsein als Mensch/SGW aufzugeben und im neuen Bewusstsein, dem Gottesbewusstsein oder Allbewusstsein, wieder zu erwachen. Damit tritt das Wesen in eine neue Dimension seines Seins ein.

Auf dem Weg in die göttliche Liebe muss der Mensch/das SGW lernen, sein Bewusstsein und seine Sichtweise in Sachen Liebe zu verändern und zu transformieren: von der egoistischen in die altruistische, von der nehmenden in die gebende, von der erwartenden in die erwartungslose, von der misstrauischen in die vertrauensvolle, von der begehrenden in die begehrlose, von der zerstörenden in die fördernde, von der niederen in die höhere, von der falschen in die wahrhaftige usw.

Der Mensch/das SGW muss alles, was mit anti-göttlichem Hass zu tun hat, erkennen und transformieren. Bereits Unmut zu einer Sache oder einem Menschen ist die Vorstufe von Hass. Die Schwester des Unmutes ist die Unzufriedenheit. Beides sind negative emotionale Zustände. Sie gehen einher mit Nichtliebe und Ablehnung. Alle vier Begriffe führen, wenn sie nicht bereits in der Anfangsphase aufgelöst bzw. entfernt werden, direkt in die Wurzel des Hasses und seine Unterwurzeln, Ärger, Wut und Schuld.

Liebe und Hass sind beides Energien, d.h. sie bergen dieselbe Energie in sich, jedoch in unterschiedlicher Färbung: während weiße Liebe rosarot ist, ist Hass dunkelrot-schwarz und neutrale Liebe ist violett. Liebe tut wohl und baut auf, Hass hingegen frisst den Menschen und seine Seele von innen her auf. Es ist manchen Menschen, die ziemlich viel Hass in sich haben, nicht bewusst, in welcher Gefahr sie sich befinden. Der Hass trennt die Menschen/ihr SGW von Gott und Seinem Kraftfeld, er trennt sie von Seiner göttlichen Liebe und Seinem göttlichen Licht. Der Hass führt sie direkt in das Herz des Anti-Gottes und tötet ihre Flamme der Gottesliebe, so dass in ihnen nur noch die Flamme des Zorns lodert.

Nur die göttliche Liebe führt die Menschen in den Himmel, zu Gott, in SEIN Herz. Nur die göttliche Liebe baut den Menschen auf, veredelt ihn und macht ihn zu dem, als was Gott ihn einst geschaffen hat: zum göttlichen Menschen.
Göttliche Liebe ist erhebend: sie hebt den Menschen und sein SGW aus dem niederen, mühevollen und sorgenvollen Leben heraus. Sie hebt ihn an in ein höheres Bewusstsein, in eine höhere Schwingung, in ein leichtes und fließendes Leben.

Göttliche Liebe ist befreiend: sie befreit den Menschen und sein SGW aus den Ketten der Sklaverei des Egos, aus dem Käfig des Hamsterrads, aus den Verstrickungen von Karma, aus den Fesseln von menschlichen Beziehungen, aus der L’Egoland-Welt, die einer „Truman Show“ gleicht. Wer Freiheit sucht und nach dieser strebt, wird sie nur dadurch finden, dass er sich in die göttliche Liebe erhebt.

Göttliche Liebe ist glückselig machend: sie führt den Menschen und sein SGW in den höchsten und stabilsten Zustand des Glücklichseins. Glückseligkeit tritt nur dann ein, wenn ein Wesen über den bekannten menschlichen Zustand des Glücks hinausgeht und in den göttlichen Zustand gelangt. Dann wandelt sich der Zustand des wankelmütigen Glücks in einen dauerhaften Zustand des Glücklichseins, der sich, in Verbindung mit der göttlichen Liebe, zu einem Peak steigert: einer immerwährenden Glückseligkeit. Diese ist nicht an einen anderen Menschen gebunden, sondern ist ein Bestandteil des Menschen und seines SGW zur Schöpfung und seinem Schöpfer, mit dem es inniglich verbunden ist.

Die göttliche Liebe ist eine Domäne der Engel in diesem Universum. Sie sind purer Ausdruck der göttlichen, neutralen Liebe und lenken den Strahl der Gottesliebe permanent in dieses Universum, denn die göttliche Liebe ist nicht nur eine himmlische Macht und Kraft, sondern sie ist die Lebensenergie, ist die Nahrung, die alles in diesem Universum braucht. Ohne göttliche Liebe würden alle Wesen in diesem Universum verhungern.

Die Wesen jedoch, die anti-göttlichen Hass zu sich nehmen anstatt göttliche Liebe, sind wie Alkoholiker, die abhängig vom Gift des Hasses sind. Der Hassalkohol, den sie ständig trinken (müssen), vergiftet auf Dauer ihren Körper, ihre Seele und ihren Geist und tötet die Flamme der Gottesliebe, die sie einst von Gott als Geschenk mit auf ihren Inkarnationszyklus bekommen haben. Wenn diese Flamme erlischt, stirbt der göttliche Mensch und das, was übrig bleibt, ist nicht viel mehr als ein seelenloser und toter Zombie. Er ist wie ein Vampir, der anderen Mitmenschen, in denen noch die Flamme der Gottesliebe brennt, Liebe abzapfen muss, um sich von deren Liebe zu nähren, denn sonst würde er zu Staub und Asche zerfallen.

Somit ist Hass immer nehmend, denn wer im Hass ist, kann anderen und dieser Welt nichts geben. Er kann nur sein tödliches Gift des Hasses versprühen. Wenn er gibt, so gibt er nur scheinbar und aus Berechnung, denn in seinem Tun ist nicht Liebe und Wärme, sondern die Eiseskälte und Zerstörungskraft des Hasses und der anti-göttlichen Ego-Liebe. Seine Domäne ist die Verführung und Verstellung, die er in eine Scheinliebe kleidet, um sein Ziel zu erreichen.

Der Hass ist wie ein schwarzes Loch, der alle Liebe einsaugt. Damit er sie jedoch für sich verwenden kann, muss er sie vorher auf seine Frequenz absenken. Dies geschieht dadurch, dass er die Wesen, in denen die Flamme der Gottesliebe brennt, in seinen Hass hineinzieht, bis sich ihre ursprünglich reine Liebe in Hass wandelt.

So ist alles in diesem Leben und in dieser Welt auf der göttlichen Liebe und dem göttlichen Licht aufgebaut und wird von dieser erhalten und genährt. Es gibt keine andere Energie als diese. Das Herzzentrum Gottes in diesem Universum ist die einzige Energiequelle in diesem Universum. Alles lebt von der göttlichen Liebe und dem göttlichen Licht, das beständig aus dieser Energiequelle fließt.

Die göttliche Liebe ist wie die große Mutter dieses Universums, die ihre Geschöpfe, die aus ihrem Universumsleib geboren wurden, liebt wie eine fürsorgliche und liebevolle Mutter. Es ist die Ur-Liebe, die jedes Wesen zu seiner großen Mutter empfindet. Auf dieser Liebe ist seine gesamte Liebesfähigkeit aufgebaut, mit der es durchs Leben bzw. durch die Inkarnationen geht. Der Schöpfergott ist damit Vater und Mutter in einem – ist Licht und Liebe. Licht und Liebe erzeugen Leben, Entwicklung, Wachstum, Evolution.

Ohne Licht und Liebe wäre dieses Universum tot und unfruchtbar wie eine Wüste. So ist es die Hauptmotivation aller Wesen, in den Zustand der Liebe zu gelangen und in der Liebe zu leben. Sie streben dabei nach der immerwährenden Liebe, die nie vergeht, sondern immer Bestand hat. Auf diesem Weg jedoch müssen sie erkennen, dass es nur eine Liebe gibt, die wirklich Bestand hat und sie dauerhaft glücklich bzw. glückselig macht: das ist die göttliche, neutrale Liebe, die alle polaren Emotionen und Begierden hinter sich gelassen hat und frei ist wie ein Vogel, der in den hohen Lüften majestätisch seine Kreise zieht.

Erlösung steht der Schuld gegenüber: der Mensch (und sein SGW) fühlt sich schuldig, für das, was er getan und wie er sich verhalten hat. Andererseits können auch andere Menschen einem Mitmenschen Schuld zuweisen, wenn dieser in ihren Augen etwas Falsches oder Schlimmes getan bzw. sich entsprechend verhalten hat. Solange der Mensch (und sein SGW) diese Schuld trägt, fühlt er sich schlecht oder sogar gepeinigt. Er kann weder Ruhe noch Frieden finden.

Ruhe und Frieden können erst wieder einkehren, wenn der Mensch (und sein SGW) von seiner (vermeintlichen) Schuld erlöst wird. Dies kann einerseits durch ihn selbst geschehen, indem er in seinen eigenen Augen von der Schuld frei wird. Es kann aber auch durch die Mitmenschen geschehen, indem sie erkennen, dass der vermeintlich Schuldige gar keine Schuld trägt. Es kann aber auch durch Gott und die Spirituellen Meister geschehen, in dem der Mensch (und sein SGW) in der Bitte um Hilfe von der Schuld erlöst wird.

Erlösung ist stets ein Akt der Befreiung. Man kann von einer Schuld – oder gemäß dem christlichen Sprachgebrauch: einer Sünde bzw. Todsünde – erlöst werden; man kann von Gefühlen, von Gedanken, von schwierigen Lebenssituationen, von körperlichen oder seelischen Schmerzen, von karmischen Verstrickungen, von Ego-Blockaden, Ego-Programmen, Ego-Introjekten, von belastenden Beziehungen, von Krankheiten, geistigen Verirrungen und Verwirrungen erlöst werden. Ein Mensch (und sein SGW) kann sogar vom Leben selbst bzw. von seinem Inkarnationszyklus erlöst werden, indem er seinem Wunsch gemäß sein irdisches Leben verlassen bzw. seinen Inkarnationszyklus beenden und in Gott aufsteigen darf.

Erlösung setzt voraus, dass der Mensch (und sein SGW) in einer Situation ist, die ihn dauerhaft belastet und peinigt. Wenn die Schmerzen für den Menschen (und sein SGW) zu groß sind, wenn er an die sogenannte „Schmerzgrenze“ oder „Genuggrenze“ gelangt, dann will und muss er etwas an der Schmerz auslösenden Situation ändern. In diesem Moment wenden sich die meisten Menschen Gott oder einem spirituellen Meister, z.B. Jesus Christus, Maria, Buddha usw. zu und bitten um Hilfe bzw. Erlösung aus der belastenden Situation. Dann erleben sie oft das Wunder, dass ihnen – wie aus heiterem Himmel – geholfen wird. Sie werden erlöst. Ruhe und Frieden kehren wieder in ihr Leben ein. Sie fühlen sich wie befreit.

Gottvater und Gottmutter AMA, unsere himmlischen Eltern, haben uns das Leben in diesem Universum gegeben. Sie sind die höchste Macht und Kraft in diesem Universum. Sie wachen über all ihre Kinder und führen sie auf ihrem Weg bzw. Inkarnationszyklus durch dieses Universum. Wie alle Kinder bei ihrem Prozess der Entwicklung und Reifung, durchlaufen auch die Kinder Gottes die Phase, in der sie sich von ihren himmlischen Eltern abnabeln und ihren eigenen Weg gehen wollen. Dabei kommt es immer wieder vor, dass sie sich in den Niederungen ihres Egos und der damit verbundenen Todsünden sowie Wurzeln des Übels verirren. Dabei laden sie sich Schuld und Karma auf, das dann auf ihnen lastet und wieder aufgelöst bzw. erlöst werden muss.

Oftmals kommt es vor, dass der Mensch (und sein SGW) in einer schwierigen und belastenden Situation ist, in der er sich selbst nicht mehr helfen kann. In einer solchen Situation besinnt er sich dann seiner himmlischen Eltern, weil er intuitiv weiß, dass Hilfe nur noch aus dieser Region kommen kann. Über Gebete tritt er in Verbindung mit seinen himmlischen Eltern und bittet sie um ihre Hilfe: „Oh Gott, ich weiß nicht mehr weiter! Bitte hilf mir und erlöse mich von dieser Pein und diesem Leid!“

Mit diesem Akt wendet sich das abtrünnige Kind, das glaubte, ohne die Hilfe seiner himmlischen Eltern leben zu können, wieder seiner Quelle zu. Es erkennt und begreift, dass es gut daran tut, mit diesen höchsten Mächten und Kräften zu leben, anstatt von ihnen separiert zu sein. Durch seine Erkenntnis und seine Einsicht begibt es ich wieder in die Arme seiner himmlischen Eltern. „Danke Gott, dass es Dich gibt! Danke, dass Du mich auf dem rechten Pfad führst! Danke, dass ich in Dir geborgen und beschützt bin! Verzeihe, dass ich einst geglaubt habe, ich könne ohne Dich leben, dass ich Dich weggeschoben habe und Du für mich nicht mehr wichtig warst!“

Die himmlische Macht und Kraft, unsere himmlischen Gott-Eltern, aus denen wir entstanden sind, wollen mit uns in einer Universums-Familie leben. Sie wollen mit uns leben, sie wollen an unserem Leben und an unserem Schicksal teilhaben. Sie wollen sich mit uns am Leben erfreuen. Sie wollen uns zur Seite stehen, wenn wir überfordert sind, wenn es uns nicht gut geht. Aber primär wollen sie, dass wir lernen, dass wir uns entwickeln und reifen. Deshalb lassen sie uns auch ganz gezielt, stückweise immer wieder alleine gehen, damit wir erkennen, wie das Leben ohne ihre höchste Macht und Kraft läuft. In solchen Phasen dürfen wir unsere eigene, kleine, menschliche Schwäche und Ohnmacht erleben, aus der dann unser Bewusstsein und unsere Ehrfurcht vor der höchsten Macht und Kraft unserer himmlischen Eltern erwächst.

Wir erkennen: unsere menschlichen und SGW-Kräfte sind begrenzt. Die Macht und Kraft Gottes hingegen ist unbegrenzt. Es ist absolut töricht, die höchsten Mächte und Kräfte unserer himmlischen Eltern abzulehnen bzw. zu glauben, man könne ein Leben ohne sie führen. Dieses Erkennen führt dazu, dass wir uns den höchsten Mächten und Kräften unserer himmlischen Eltern unterwerfen – gerne unterwerfen, indem wir in die Weisheit gelangen, dass nur ein Leben mit unseren himmlischen Eltern ein hochwertiges, sinnerfülltes, freudiges und kraftvolles Leben ist.

Durch diesen Akt der freudigen und weisen Unterwerfung lassen unsere himmlischen Eltern Gnade walten und erlösen uns aus unserer Lernlektion, die uns belastet und peinigt. Wir werden frei vom Zwang unseres Egos, alleine, ohne die Hilfe und den Beistand unserer himmlischen Eltern, durchs Leben gehen zu müssen. Wir werden frei davon, es mit unserem Ego unseren himmlischen Eltern und auch unseren Mitgeschwistern ständig beweisen zu müssen, wie toll und stark wir sind. Wir dürfen die Hand, die uns Gott entgegenstreckt nehmen, wir dürfen an Seiner Hand durchs Leben gehen, und wir tun gut daran, diese Hand nicht abzuweisen.

Ein göttlicher Mitarbeiter geht bei seinem Dienst für Gott und für dieses Universum stets an der Hand Gottes und Seiner spirituellen Meister. Er lebt in der beständigen Kommunikation und Verbindung mit ihnen, die ihm über intuitive Impulse signalisieren, was seine nächste Aufgabe ist oder was bei seinem weiteren Auftrag wichtig ist. Würde ein göttlicher Mitarbeiter die Hand Gottes abweisen und einen Ego-Trip ohne Gott gehen, so würde er seinen göttlichen Dienst nicht dem göttlichen Plan gemäß ausführen können. Vielmehr würden ihn allerlei Ego-Wesen oder anti-göttliche Wesen in die Irre schicken, ihn verlocken und in den Hochmut führen. Der Hochmut aber hat schon viele göttliche Mitarbeiter zu Fall gebracht, d.h. sie in die Tiefen des Anti-Gottes hinuntergestürzt – so wie einst Luzifer aus dem Himmel in die Hölle gestürzt ist und dort von ewigem Hass zerfressen wird.

Jedes Wesen, auch wenn es in die 3-D-Welt gefallen ist, kann, durch einen Akt der Gnade Gottes, aus seiner Schuld befreit werden, in dem es sich Gott unterwirft und damit seine Demut Gott gegenüber ausdrückt. Dann werden die Wesen von ihrer Pein und ihrem Leid erlöst. Sie kommen wieder in die Ruhe und Zufriedenheit. Was für die Wesen gilt, gilt auch für Luzifer. Jedoch erscheint der Akt der Unterwerfung unter Gott vordergründig wie eine Schwäche, eine Selbstaufgabe, ein Eingeständnis von Schuld. So jedenfalls sieht es das Ego und Super-Ego.

In Wirklichkeit jedoch ist der Akt der Unterwerfung ein Akt, der von Liebe, Hingabe und Weisheit geprägt ist. Er basiert auf der Erkenntnis und dem Bewusstsein von Gott als der höchsten Macht und Kraft in diesem Universum. Die Macht und Kraft des Egos ist dagegen ein Zwerg – selbst wenn es sich um einen aufgeblasenen Zwerg handelt, der wie ein Riese wirkt.

Was für ein Augenblick, wenn dies dem Menschen (und seinem SGW) bewusst wird! Die Scheuklappen der Verblendung fallen in diesem Moment ab und man erkennt wieder die höchste Macht und Kraft Gottes. Und es ist in diesem Moment, als kehre man wieder zurück in diese höchste Macht und Kraft Gottes, in die man als SEIN Geschöpf eingebunden war und immer eingebunden ist, solange man sich nicht von ihr abtrennt, um seinen eigenen Egoweg zu gehen.

In dem Moment, in dem alle Verirrung und Verblendung über die Scheinmacht und Scheinkraft des Egos und Super-Egos wie Schuppen von den Augen fällt und man die ganze Wahrheit, die einzigartige, höchste Macht und Kraft Gottes wiedererkennen darf, geschieht die Erlösung. Es ist eine übergeordnete Erlösung, die alles betrifft, den Menschen (und sein SGW) wie auch die gesamte Inkarnations- bzw. Lebens-Situation. Es ist, als käme eine große, weise, liebende und lichtvolle Kraft in alles, die die schwere Krankheit und Blindheit des Menschen (und seines SGWs) heilt und ihn wieder gesund und sehend macht.

Diese Erlösung ist die einzig wahre Erlösung, während alle anderen, scheinbaren Erlösungen, nur Teil-Erlösungen oder Schein-Erlösungen sind, die den Menschen (und sein SGW) nicht wirklich aus seiner Verblendung, Krankheit, Verirrung und seinem Leid führen. So kann man sich beispielsweise aus einer belastenden Ehe befreien, indem man die Verbindung auflöst und sich damit von Kummer erlöst, aber man wird weiterhin Probleme und Sorgen haben. Wer ein Leben mit dem Ego, anstatt mit Gott führt, kann letztendlich nur immer wieder Kummer und Leid haben, weil es an der Wurzel nicht stimmt: die Verbindung mit den himmlischen Eltern, die unterbrochen oder gar zerbrochen ist.

Wer sich über die Welt beklagt, die so egoistisch, gemein und gewalttätig ist, der vergisst, dass eine Welt, in der die Menschen (und ihre SGWs) überwiegend ohne Gott leben, nicht anders sein kann. Jeder einzelne Mensch (und sein SGW) ist Ausdruck dieser Welt und bildet, zusammen mit allen anderen Menschen (und ihren SGWs) ein Puzzlebild dieser Welt.

Mit dem Akt der Anerkennung der höchsten Macht und Kraft Gottes und der Unterwerfung unter IHN erlösen wir uns nicht nur selbst von unserer Verirrung, Verblendung und Krankheit, sondern auch diese Welt. Indem wir uns erlösen, werden wir Ausdruck der göttlichen Erlösungskraft, die sich dann wie eine Quelle aus uns in diese Welt ergießt. Sie fließt in diejenigen Menschen (und ihre SGWs), die offen für diese Erlösungskraft sind, da sie selbst nach Erlösung streben.

Die göttliche Erlösungskraft ist eine Macht und Kraft Gottes und der an Seiner Seite stehenden aufgestiegenen, spirituellen Meister sowie der an Seiner/Ihrer Seite stehenden Engel. Sie folgen dem göttlichen Plan und Auftrag. Gemäß diesem lenken und schenken sie denjenigen Wesen die göttliche Erlösungskraft, die darum bitten und sich Gott unterwerfen.

Die göttliche Erlösungskraft ist ein Akt der Liebe Gottes zu Seinen Geschöpfen/Kindern. Deshalb trägt sie auch die Bezeichnung „erlösende Liebe“. Wenn sich ein Wesen an Gott wendet, IHM seine Liebe bekundet, IHN um Seine Hilfe bittet, sich IHM unterwirft, so wird es von IHM in einem Gnadenakt oder besser in einem Liebesakt Barmherzigkeit, Vergebung und Zuwendung erfahren. Dies geschieht durch die immerwährende Liebe Gottes zu seinen Geschöpfen – gleich einer liebenden Mutter, die ihre Kinder immer liebt und ihnen stets ihre Liebe schenkt.

Erlösung kann nur dadurch geschehen, dass der Mensch (und sein SGW) etwas loslassen will, denn die darin verborgene Sache, um die es geht, ist das Loslassen, das los werden von etwas, in dem der Mensch verstrickt oder gefangen ist, aus dem er sich selbst nicht mehr befreien kann. Indem der Mensch (und sein SGW) Gott um Erlösung bittet, bittet er darum, dass Gott ihn von den Ketten loslöst, an die er durch sein Ego in einer Sache oder in seinem Leben gebunden ist. Gott kann die Ketten lösen – der Mensch mit seinen begrenzten Kräften kann es nicht.

Durch die Loslösung wird der Mensch frei – frei von den Ketten, an die er gefesselt war und die ihn gefangen gehalten haben. Es sind die Ketten des Egos, die Ketten des Anti-Gottes, die Ketten der Todsünden und Wurzeln des Übels: die Ketten der Gier, des Hasses, der Angst, der Verblendung und des Hochmuts.

Das sich wieder Verbinden mit Gott ist ein Akt der Freiheit. Denn in Gott ist der Mensch (und sein SGW) nicht gefangen, sondern frei. Da das Wesen aber die Freiheit Gottes nie bewusst erlebt hat, weil es immer in ihr war, erlebt es durch die Abtrennung von Gott zuerst eine scheinbare Egofreiheit, in der es alles tun und lassen kann, was es möchte, die sich aber Stück für Stück in ein gefangen Sein entwickelt bis der Mensch (und sein SGW) in Ketten liegt.

Zuerst begreift der Mensch (und sein SGW) zumeist nicht, was mit ihm passiert. Zu attraktiv sind die Verlockungen und Verführungen des Anti-Gottes. Wenn er jedoch gefangen ist, gibt es zumeist kein Entkommen mehr. Zu sehr ist er in die Todsünden und in das Ego und Super-Ego verstrickt. In der trügerischen Welt der scheinbaren Freiheit kämpft der Mensch (und sein Ego) um seine Freiheit und den Weg aus dem Hamsterrad bzw. den Ketten in die Freiheit. Dabei jedoch muss er erkennen, dass er aus eigener Kraft nicht herauskommt. Denn die Macht und Kraft des Anti-Gottes ist stärker als die Kraft des Menschen (und seines SGWs).

Der Weg in die Freiheit wird nur dann möglich, wenn sich das Wesen an einen Helfer wendet, der über den Mächten und Kräften des Anti-Gottes steht: Gott AMA. Nur mit Seiner Hilfe gelingt es, die Ketten zu sprengen und den Weg in die Freiheit anzutreten. Der erste Schritt hierbei ist die Abwendung bzw. Trennung vom Anti-Gott mit seinem Super-Ego und die demütige Unterwerfung unter Gott AMA. Niemand kann in Gott eingehen oder zu Gott zurückkehren, der noch einen Funken von Hochmut in sich trägt, denn Gott sieht den kleinsten Funken von Hochmut im Herzen des Wesens und erkennt, ob ein Wesen sich wahrhaftig unterwirft oder nur aus momentaner Laune oder Berechnung.

Die Absolution bzw. die Erlösung kann und wird nur dann erfolgen, wenn das Wesen wahrhaftig ist und sich mit Freude und Hingabe Gott AMA wieder zuwendet, weil es erkennt, dass nur ein Leben mit Gott AMA ein Leben in immerwährender Freude und Glückseligkeit ist.

Dies ist allerdings nur dadurch möglich geworden, dass das Wesen erfahren und erlebt hat, welche Folgen ein Leben in den anti-göttlichen Dimension mit sich bringt: Anstatt immerwährende Liebe erlebt es ständig Nichtliebe und Hass; anstatt immerwährendem Frieden erlebt es ständig Unfrieden und Unzufriedenheit; anstatt immerwährender Fülle erlebt es ständig Mangel und Armut; anstatt immerwährender Gesundheit erlebt es ständig Krankheit und Schmerzen; anstatt immerwährender Freude erlebt es ständig Sorgen und Leid.

Hat das Wesen über viele Inkarnationen diese Erfahrungen gemacht, wird es eine Änderung suchen, denn tief in ihm liegt ein Wissen zugrunde, dass es einen Zustand der immerwährenden Glückseligkeit, des immerwährenden Friedens und der immerwährenden Liebe gibt. Und es erkennt, dass es diesen Zustand durch das Leben/die Inkarnatioen, das/die es bisher geführt hat, nicht erreicht hat. In diesem Moment erinnert sich das Wesen daran, dass es jedoch einst von diesem Zustand gekostet hat: ganz am Anfang seines Lebens/seiner Inkarnationen in diesem Universum.

Das ist der Augenblick, da es den alten Weg verlässt und mit Vorfreude im Herzen den (Rück-)Weg antritt zur (Wieder-)Verbindung mit Gott. Das ist der Weg der Erlösung und Befreiung.