32. Weisheitsperle: Die Reinheit

Botschaft von Hermes Trismegistos/Thot

Meine Seelengeschwister, ich grüße Euch im Namen des EINEN Gottes und Herrn dieses Universums. In dieser Botschaft möchte ich Euch über die Reinheit von Körper, Seele und Geist berichten, die notwendig ist um zu Gott AMA aufzusteigen und göttliches Bewusstsein zu erlangen.

In den Yogasutren des Patanjali heißt es dazu:

II.40: Shaucāt svāṅga-jugupsā parairasaṁsargaḥ
„Durch die Reinigung von Körper und Geist entwickelt sich innerer Abstand zu unserem Körper und dem anderer Menschen.“

Das Sanskrit-Wort Shauca bedeutet „Reinheit“. Neben der körperlichen Reinheit und der Klarheit bzw. Sauberkeit in Deiner Umgebung und Deinem Lebensraum, meint Shauca auch geistige und seelische Reinheit in Deinen Energiekörpern und Deiner Aura zu erlangen. In einer sauberen, reinen, hohen Schwingung zu leben, beeinflusst Dein Bewusstsein positiv und hilft Dir, die verschiedenen Prüfungen und Angriffe der anti-göttlichen Seite und Deines Super-Egos zu überwinden und in einem neutralen, geschützten Zustand zu sein. Wer rein ist, kann nicht so leicht von den Unreinheiten anderer Menschen verschmutzt werden.

Der Aspekt der Reinheit bezieht sich auf Dein Gesamtwesen aus Körper, KW, Seele, Geist und Erden-Selbst. Es geht darum, dass Du frei von den körperlichen und geistigen Giften und Unreinheiten Deines Egos und der sich widersprechenden polaren Energien wirst, die in Dir immer wieder Chaos und Unklarheit schaffen und von Dich von Gott AMA und den spirituellen Meistern trennen wollen.

Shauca, Reinheit, ist sehr wichtig für Deine spirituelle Entwicklung und Schwingungsanhebung. Du kannst nicht in einer überladenen, niedrig schwingenden Umgebung oder in einem vollgestopften Haus leben und dann erwarten, dass Du Dich dabei geistig und seelisch wohl, ruhig und friedvoll fühlst. Versuche in Deinem Haus alles so sauber wie möglich herzurichten und in Ordnung zu halten. Werfe nicht alles da und dort hin, sondern räume alles an seinen Platz. Sei Dir immer bewusst, dass Gott AMA göttliche Ordnung ist. Unordnung und Chaos entsprechen dagegen dem Anti-Gott. Wenn Du also in Deinem Leben Ordnung bewahrst, dann kannst Du Dich auch leichter mit den göttlichen Dimensionen verbinden und Deine Schwingung rein halten. Gleichzeitig macht Dich die äußere Reinlichkeit und Ordnung darauf aufmerksam, auch in Deinem Inneren Reinheit und Ordnung zu wahren – sei es in Bezug auf Deine Gedanken als auch auf Dein Verhalten und Deine Gefühle.

Shauca bezieht sich auch auf Deine Ernährung, denn Dein ganzer Körper ist aus Nahrung aufgebaut. Du bist, was Du isst. Deshalb wird der physische Körper auch als Annamaya Kosha, Nahrungskörper, bezeichnet. Eine hochschwingende, sattvische und vegetarische bzw. vegane Kost ist am reinsten und deswegen für den spirituellen Schüler zu empfehlen. Zudem ist sie viel mehr mit dem göttlichen Gebot von Ahisma (= Nicht-Verletzen), vereinbar als eine nicht-vegetarische, fleischreiche Kost, für die Tiere getötet werden.

Shauca hat also einen inneren und einen äußeren Aspekt und bedeutet: „Halte Dich geistig und körperlich sauber und rein von den Schlacken und Unreinheiten des Egos und der Maya, damit sich Dein Seele-Geist-Wesen durch Dich ausdrücken und Deine Schwingung leicht und klar in den göttlichen Dimensionen ist.“

Pranayama und Adma-Kriya-Yoga-Asanas sind wesentliche Mittel, diese innere Reinheit zu verstärken und zu bewahren. Daneben gibt es noch die sechs Shatkarmas, die den Körper reinigen, und ebenfalls regelmäßig vom Schüler auf dem spirituellen Pfad angewandt werden sollten. Die sechs Shatkarmas (shat = sechs; karma= Handlung) bezwecken nicht nur, den physischen Körper flexibel, gesund und kräftig zu machen und zu halten, sondern auch, seine Gewebe, Faszien und inneren Organe zu massieren. Wie aus einem Schwamm werden physische und energetische Giftstoffe gepresst. So können sowohl die grobstofflichen Gefäße wie auch die feinstofflichen Energiekanäle „Nadis“, in denen die Lebensenergie/Prana fließt, wieder gut funktionieren. Altes Apana kann abfließen, neues Prana einfließen.

Die sechs Shatkarmas sind:

1. Die Reinigung der Nasenwege bzw. Nasenspülung: Neti (täglich ist zu empfehlen)
2. und 3. Reinigungstechniken für den oberen und unteren Verdauungstrakt: Dhauti/Magenreinigung und Basti/Einlauf (Hinweis: Basti/Einlauf sollte am besten täglich angewandt werden; Dhauti nur unter Anleitung eines erfahrenen Lehrers und nur auf Bedarf bei besonders schwerer Vergiftung)
4. Die Massage der Bauchorgane: Nauli bzw. 3 Bandhas (ideal sind kombinierende Pranayama-Übungen)
5. Die Reinigung der Augen und Tränenkanäle: Trataka, Sun-, Kerzen- oder Feuergazing (gut im Rahmen einer Meditation)
6. Pranayama zur Reinigung der Frontalregion des Gehirns und der oberen Chakren: Kapalabhati, Feueratem (tägliche Praxis ist zu empfehlen, besonders bei Krankheiten)

Im Evangelium der Essener wird Shatkarma ebenfalls erwähnt: Als die Kranken und „Aussätzigen“ Jesus Christus begegnen und ihn um Heilung bitten, stellt er eine schonungslose Diagnose, um dann die reinigende Therapie darzulegen. Jesus als göttlicher Arzt und Yogi verordnet seinen Patienten Pranayama, Waschungen, Einläufe (Basti) und Fasten. Es heißt dazu im Kapitel „Die Engel der Mutter“:

„Und der Atem des Menschenkindes wird kurz und stickig, schmerzhaft und voller Gestank, wie der Atem unreiner Tiere. Und sein Blut wird dick und stinkig, wie das Wasser der Sümpfe; es gerinnt zu Klumpen und wird schwarz wie die Nacht des Todes. Und seine Knochen werden hart und knorrig, sie schmelzen im Innern weg und brechen entzwei, wie ein Stein sich von einem Felsen löst. Und sein Fleisch wird fett und wässerig, es fault und modert, mit Schorf und Furunkeln, die ein Greuel sind. Und seine Eingeweide füllen sich mit abscheulichem Schmutz, mit schlammigen Strömen der Fäulnis, und Heere von scheußlichen Würmern haben dort ihre Wohnung. Und seine Augen werden matt, bis finstere Nacht sie eingehüllt, und seine Ohren werden stumm, wie das Schweigen des Grabes. Und zuletzt wird das irrende Menschenkind auch sein Leben verlieren. Denn es hielt die Gesetze seiner Mutter nicht und reihte Sünde an Sünde. Daher werden ihm nun alle Gaben der Erdenmutter genommen: Atem, Blut, Knochen, Fleisch, Eingeweide, Augen und Ohren, und nach allem andern das Leben selber, mit dem die Erdenmutter seinen Leib gekrönt hatte.(…)“

Und weiter heißt es: „Sucht die frische Luft des Waldes und der Felder (…) und findet den Engel der Luft. Dann atmet langsam und tief, damit der Engel der Luft in Euch dringt. (…) Dann sucht den Engel des Wassers.(…) Werft Euch ganz in seine Arme.(…). Denkt nicht, dass es genügt, wenn Euch der Engel des Wassers nur äußerlich umarmt,(…), die innerliche Unreinheit ist größer als die äußere.(…). Sucht daher eine große kriechende Kürbispflanze, mit einem Stengel von Manneslänge. Höhlt das Mark heraus und füllt die Röhre mit Wasser eines sonnengewärmten Flusses. Hängt den Stengel über den Ast eines Baumes und kniet auf den Boden vor dem Wasserengel nieder, führt das Ende des Kürbisstengels in euren Leib ein, damit das Wasser ganz in euren Leib einzuströmen vermag. Bleibt nun kniend vor dem Wasserengel liegen und betet zu dem lebenden Gott, er möge euch alle begangenen Sünden vergeben, und den Wasserengel bittet, er möge euren Leib von jeder Unsauberkeit und Krankheit befreien. Darauf lasst das Wasser aus eurem Leibe wieder auslaufen, damit es allen Schmutz und Gestank Satans wegtrage(…).“

Es genügt jedoch nicht allein auf die Reinheit der physischen Nahrung und Deines physischen Körpers zu achten, sondern auch auf Deinen Gedanken, geistigen Energien und Emotionen. Die Menschen im heutigen Zeitalter von L’Egoland leben in einer Welt der ständigen Reizüberflutung durch die Medien und leiden unter dem dauernden „Bombardement“ des Anti-Gottes, der die Todsünden und Wurzeln des Leides in den Menschen anfachen möchte, wodurch es in ihnen zu Unruhe, Ärger und Unzufriedenheit kommt. Der Geist eines solchen Menschen ist wie ein kleiner, morastig gewordener Tümpel. Er kann nicht mehr die göttliche Wahrheit und Unverblendung sehen und ist von seinem göttlichen SGW abgeschnitten. Deshalb ist es besonders jetzt im dunklen Zeitalter wichtig, seinen Geist immer wieder durch Shauca-Übungen wie Shatkarma, Pranayama, Meditation und positive Gedanken rein zuhalten und die göttlichen Tugenden darin zu stärken.

Der Körper ist sowohl im Yoga als auch auf dem spirituellen Pfad ein wichtiges Medium, an dem man arbeiten sollte, um die Seele und ihre verschiedenen feinstofflichen Körper zu bearbeiten und zu wandeln. Gleichzeitig entwickelt sich durch diese Arbeit eine gelassene Haltung im Hinblick auf den eigenen physischen Körper und den der Mitmenschen. Je besser man seinen Körper kennen und verstehen lernt, desto weniger wird man von ihm beherrscht. Und je weniger man von ihm beherrscht wird, desto mehr kann man an sich und seinem Ego arbeiten und in die tieferen Ebenen seines göttlichen Selbst eintreten. So verändert sich nach und nach der Blick für die 3D-Welt und das Interesse an der Oberfläche lässt nach. Es entsteht ein neutraler, beobachtender Abstand zum eigenen Körper und dem seiner Mitmenschen.

Denn wenn man den eigenen Körper so rein wie möglich macht, wird die Bindung an ihn schwächer. Man spürt: Ich bin nicht der physische Körper. Das führt auch dazu, dass man im anderen Menschen weniger den Körper sieht, sondern sein inneres Seele-Geist-Wesen. So ist Shauca letztlich eine Hilfe, um sich vom Körperlichen zu lösen. Manche spirituellen Menschen interpretieren Nichtanhaften falsch, indem sie glauben, dass es bedeuten würde, sich nicht um seinen physischen Körper kümmern zu müssen. Sie waschen sich nicht, putzen sich nicht die Zähne, machen kein Shatkarma, usw. Sie übersehen, dass Verschmutzung und Unreinheit durch den damit verbundenen Hass auf den Körper bindet und nur Reinheit bzw. Liebe wirklich frei macht. Der Körper als Tempel der Seele sollte immer rein gehalten und als Instrument zur göttlichen Verwirklichung erkannt und benutzt werden.

Dazu heißt es in den Yogasutren des Patanjali:
II.41: „Sattva-śuddhiḥ saumanasya-ikāgry-endriyajaya-ātmadarśana yogyatvāni ca.“
„Der spirituelle Schüler erlangt (durch Shauca) sattvische Klarheit, ist fröhlich und entwickelt die Fähigkeit, sein göttliches Selbst zu erkennen.“

Ein solches Wesen wird nicht mehr von falschen Wahrnehmungsmustern aus seiner Vergangenheit negativ beeinflusst und kann seinen Fokus ohne Ablehnung durch die irdischen Sinne auf sein Ziel in Gott richten. Schmutz und Unreinheit dagegen trüben seinen Blick und machen eine wirkliche Konzentration oder Fokussierung unmöglich.

Wisse zudem, dass schmutzige Kleider eine Person hässlich erscheinen lassen. Man kann die Kleider leicht wechseln. Doch wenn es tief im Inneren des Menschen Unreinheiten, Ungeklärtes und Schmutz gibt, kann man diese dadurch nicht entfernen. Erst eine umfassende innere, energetische Reinigung vermag auch den Schmutz aus den Energiekörpern der Seele zu ziehen, so dass am Ende die äußere Reinheit durch die Kleidung mit der inneren Reinheit des Körpers und der Seele übereinstimmt.

Ebenso nützt es Dir wenig, wenn Du zwar Deine Seele, Deinen Geist und Deine Gedanken, d.h. Dein Inneres, rein hältst, aber Deinen Körper nicht pflegst und in Unreinheit verkommen lässt. Diese Unreinheit widerspricht dann der Reinheit und Schönheit Deines göttlichen Seele-Geist-Wesen und blockiert diese an ihrem Ausdruck. So ist es wichtig, dass Du immer auf eine innere und äußere Reinheit achtest und Dich dementsprechend reinigst, pflegst und kleidest.

Hand in Hand mit diesem Reinigungsprozess geht dann eine zunehmende Fröhlichkeit und Freude, die aus dem inneren Herzen kommt. Geistige und körperliche Kraft, Stabilität, Konzentrationsfähigkeit und Bewusstheit nehmen zu, was zeigt, dass die eigene Schwingung von Körper, Körperwesen und Seele-Geist-Wesen immer reiner und höher wird. Auf diese Weise kommst Du Deinem Ziel in Gott AMA immer näher.

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